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Buchcover für Am Rand der Welt

Am Rand der Welt

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Erscheinungstermin 31.08.2026 | Archivierungsdatum 16.08.2026


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Zum Inhalt

»Caroline Bernard schreibt sanft und verlockend.« Christine Westermann

Im Sommer 1935 folgt die fünfundzwanzigjährige Grete ihrem Mann und zieht mit den kleinen Zwillingen in den neu gegründeten Hermann-Göring-Koog auf der Halbinsel Eiderstedt. Die Weite der Nordseeküste ist atemberaubend - und lebensgefährlich. Grete kämpft gegen den schweren, salzigen Boden, gegen Sturmfluten und gegen die Einsamkeit, die sie an den Rand ihrer Kräfte bringt. Doch noch schwerer wiegt eine Entscheidung, die sie trifft, um ihre Tochter zu schützen - und die sie ein Leben lang mit Schuld belasten wird. Sechzig Jahre später stößt ihre Enkelin Kristine auf diese verdrängte Vergangenheit. Auch sie sucht am Meer nach Antworten und erkennt, wie eng ihr eigenes Leben mit dem Schicksal der Frauen vor ihr verbunden ist.

AM RAND DER WELT erzählt von Schuld und Verantwortung, von Müttern und Töchtern und von einer Landschaft, die drei Generationen von Frauen prägt und ihnen den Mut gibt, ihren eigenen Weg zu finden.

»Caroline Bernard schreibt sanft und verlockend.« Christine Westermann

Im Sommer 1935 folgt die fünfundzwanzigjährige Grete ihrem Mann und zieht mit den kleinen Zwillingen in den neu gegründeten...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783691310214
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 304

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

4 stars
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4 stars

Ein historischer Roman, der vor allem durch sein ungewöhnliches Setting überzeugt: Der Hintergrund rund um den Hermann-Göring-Koog und die nationalsozialistischen Siedlungspläne ist nicht nur spannend, sondern auch wenig bekannt – zumindest, wenn man nicht aus dem Norden kommt. Gerade dieser Aspekt verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und hebt sie von vielen anderen Büchern des Genres ab.

Auch die Perspektive der Frauenfiguren ist gelungen. Sowohl Gretes Geschichte in den 1930er-Jahren als auch die Spurensuche ihrer Enkelin in der Gegenwart greifen interessant ineinander und machen deutlich, wie stark familiäre Vergangenheit nachwirken kann. Der Roman lässt sich dabei sehr flüssig lesen und schafft es, die Herausforderungen des Lebens an der rauen Nordseeküste eindrücklich und nachvollziehbar darzustellen.

Allerdings bleibt das Buch inhaltlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Gerade die Entwicklung der modernen Erzählebene wirkt widersprüchlich: Eine selbstständige junge Frau, die sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzt, wird am Ende doch wieder auf ein klassisches Liebesnarrativ reduziert – und das sehr abrupt auf den letzten Seiten. Diese Wendung wirkt konstruiert und steht in keinem stimmigen Verhältnis zu dem, was zuvor aufgebaut wurde.

Auch die moralische Botschaft, die damit transportiert werden soll, erscheint wenig überzeugend und eher aufgesetzt. Statt die Eigenständigkeit der Figur zu stärken, vermittelt das Ende eine fragwürdige Aussage, die nicht so recht zum restlichen Ton des Romans passen will.

4 stars
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Kristine hat gerade ihre Oma Grete, zu der sie ein inniges Verhältnis hatte, verloren. Sie ist sich aber sicher, dass Grete ihr kurz vor ihrem Tod noch ein Geheimnis aus ihrem Leben anvertrauen wollte. Den Eindruck hatte es jedenfalls als sie auf Gretes Wunsch hin im Mai einen Ausflug zum Tümlauer Koog gemacht haben. Nur dann hatte Grete doch wieder einen Rückzieher gemacht und nun ist es zu spät. Nur wo Grete früher mit ihrem Johann gewohnt hat und der Name Willi Mommsen, den sie als Erzfeind bezeichnet hatte, sind dabei zur Sprache gekommen. Kristine lässt das keine Ruhe und so fährt sie allein einige Tage in den Tümlauer Koog, mietet sich sogar im ehemaligen Haus der Oma ein….
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Hat er mich doch einfach in Kristines Recherchen wie auch in die Rückblenden zu Gretes Leben eingefangen. Die Beschreibungen der Landschaft, dem Watt und auch dem Kampf der Menschen, um dem Meer dauerhaft Land abzutrotzen, waren sehr anschaulich. Ich war noch nie in der Gegend, aber nach diesen lebendigen Schilderungen hatte ich ein glaubhaftes Bild davon vor Augen. Ich konnte verstehen, was Grete immer wieder ins Watt zog. Was diese damals junge Frau und Mutter erlebt und durchlebt hat auf diesem Fleckchen Erde, war schon sehr berührend. Zumal sie sich bis zum Ende nicht getraut hat jemanden anzuvertrauen. Ein wirklich gelungener Roman, der von mir 5 Lese-Sterne erhält.

5 stars
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5 stars

Das Buch habe ich mit großem Interesse gelesen, es ist spannend und der Stil flüssig zu lesen. Ich wohne in der Nähe des Ortes wo die Geschichte spielt und habe viel erfahren, was ich vorher nicht wusste. Die Autorin hat sehr gut recherchiert.
Gerne empfehle ich das Buch weiter.

5 stars
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4 stars
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4 stars

Obwohl ich aus dem Norden Schleswig-Holsteins stamme, habe ich durch das Buch diverse geschichtliche Hintergründe kennengelernt, die mir zuvor noch nicht bekannt waren. Das harte Leben der Bauern – erst recht in einem gerade neu eingedeichten Koog – wird ebenso eindrücklich geschildert wie die hinlänglich bekannten Ansichten und Verbrechen der NS-Zeit, die Schrecken des Krieges und auch die Rolle der Frau in dieser Zeit. Die Überführung der Geschichte ins Heute fand ich nicht ganz so gelungen, dennoch finde ich das Buch empfehlenswert.

4 stars
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5 stars

Schon lange hat mich kein Buch mehr so gefesselt wie dieses.
Gretes leben während des Naziregimes in einem Koog wird bildhaft geschildert.
Ihr zweifel an dem Regime....
Die Liebe zu ihrer Tochter, für die sie ihre moralischen Werte über den Haufen wirft.
Caroline Bernard ist einfach eine tolle Autorin.
Danke für dieses Buch

5 stars
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4 stars

"Am Rand der Welt" von Caroline Bernard ist ein Roman, der überwiegend in der Zeit ab 1935 auf einem Koog an der Nordsee spielt.

Grete ist 25 Jahre alt und zieht mit ihrem Mann Johann und den Zwillingen Hans und Luise auf den neu gegründeten Hermann-Göring-Koog. Grete und Johann schuften bis zum Umfallen, immer misstrauisch beobachtet vom Nachbarn und Vorsteher Mommsen. Um nach einem Unglück ihre Tochter zu schützen, trifft Grete eine Entscheidung, für die sie sich ihr Leben lang schuldig fühlt. Als Grete verstorben ist, macht sich ihre Enkelin Kristine auf Spurensuche. Sie hat das Gefühl, dass ihre Oma ihr nie alles über sich erzählt hat. Sie reist zum Koog, um dort mehr zu erfahren, obwohl dort fast niemand mehr aus der alten Zeit lebt.

Der Einstieg in den Roman ist mir leicht gefallen. Die Autorin schildert sehr eindrücklich nicht nur den Aufbau eines Koogs und wie dem Meer das Land abgerungen wurde. Sie beschreibt auch das Meer, das Watt und die Naturgewalten, aus denen Grete ihre Kraft immer wieder schöpfen kann. Auch in diesem Roman werden wir aber auch mit den schrecklichen Zeiten Deutschlands konfrontiert, mit Denunziationen, dem Abtransport von Kindern in die Lebensbornheime, aus denen sie nie wieder zurück gekommen sind. Bernard schildert uns Grete als eine starke Frau. Fern der Heimat muss sie sich anpassen, um nicht aufzufallen und sich und ihre Familie zu schützen. Ihre Geschichte macht wieder einmal sehr deutlich, was damals abgelaufen ist und wie Menschen sich das auch zunutze gemacht haben. Insofern waren meine Sympathien sehr schnell eindeutig vergeben.. Ich konnte Grete verstehen in der damaligen Zeit, aber auch als alte Frau. Ihre Enkelin Kristine war mir auch recht sympathisch, allerdings war der Teil um ihre Nachforschungen für meinen Geschmack zu sehr von Zufälligkeiten und der daraus resultierenden Liebesgeschichte geprägt. Da ich als Leserin die wahren Ereignisse aus Gretes Sicht ja bereits kannte, hätte es diesen Teil eigentlich nicht gebraucht. Schade, denn der Teil des Romans um Grete war durchaus beeindruckend und ich habe auch viel daraus gelernt. Wie ein Koog überhaupt entsteht, war für mich absolutes Neuland.

Sprachlich hat mir der Roman gut gefallen, Bernard schildert bildhaft und transportiert die Gefühle der verschiedenen Charaktere sehr gut.

Mir hätte, wie bereits erwähnt, Greta's Geschichte gereicht, dann wäre sie noch eindrücklicher geworden. Kristines Geschichte war für mich überflüssiges Beiwerk, dafür ziehe ich auch einen Stern ab.

Lesenden, die sich für einen Roman interessieren, der in einer völlig anderen Umgebung spielt, kann ich den Roman weiter empfehlen. llein die Entstehung eines Koogs ist einen Blick ins Buch wert.

4 stars
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1935 zieht die junge Grete mit ihrem Mann und ihren Zwillingen in den neu gegründeten Hermann-Göring-Koog an der Nordseeküste. Dort ist sie der rauen Natur, Isolation und den politischen Verhältnissen der NS-Zeit ausgesetzt. Insbesondere der systemtreue Nachbar macht ihr erheblich zu schaffen. Eine folgenschwere Entscheidung zum Schutz ihrer Tochter belastet sie ihr Leben lang.
Rund 60 Jahre später stößt Kristine, die Enkelin von Grete, die nach deren Beerdigung in den Koog reist, auf diese verdrängte Familiengeschichte und versucht zu verstehen, wie die Vergangenheit ihr eigenes Leben geprägt hat.
Caroline Bernard ist es ganz wunderbar gelungen, Themen wie Schuld, Verantwortung , persönliche Schicksale sowie das Leben in der NS-Zeit gefühlvoll darzustellen
Die Wechsel zwischen den Erzählsträngen zur Zeit von Grete zu Kristine, sind besonders gelungen. Auch die Beschreibung der Nordseeküste ist sehr eindrucksvoll. Man konnte das Meer regelrecht riechen.
Für mich ist der Roman eine hervorragend erzählte Familiengeschichte mit starken Charakteren und bewegenden Themen in einer eindrucksvollen historischen Kulisse.
Das Buch ist wirklich für jeden geeignet, der gerne anspruchsvolle, gefühlvolle Familienromane mit historischem Hintergrund liest.

5 stars
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