Auf den Straßen Teherans
Ein eindringliches Zeugnis der Revolution mit einem Vorwort von Natalie Amiri
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Erscheinungstermin 02.02.2026 | Archivierungsdatum 28.06.2026
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Zum Inhalt
»Dieses Buch zeigt auf bewegende Weise, wie sich äußere Gewalt im Inneren der Menschen auswirkt.« Marica BodroŽiĆ, Bilder und Zeiten, FAZ
»Ihr Bericht ist Poesie und Analyse zugleich. Und von schmerzhafter Aktualität.« NZZ
Nach dem Tod von Mahsa Jina Amini im September 2022, der landesweite Proteste auslöste, geht auch Nila auf die Straße. Die Angst ist der ständige Begleiter der Frauen, die gemeinsam für ihre Rechte kämpfen - bedroht und eingeschüchtert von der berüchtigten Sittenpolizei, die wahllos verhaftet, foltert und tötet.
Eindringlich und bewegend schildert Nila ihre persönlichen Erfahrungen als Aktivistin auf den Straßen Teherans und setzt diese in den Kontext einer langen Geschichte weiblicher Stärke in Iran.
Ein mutiges Zeugnis, das einen tiefen Einblick in die gegenwärtigen Proteste und die anhaltende Unterdrückung in Iran bietet.
»Sehr wütend, poetisch, politisch, aber auch sehr persönlich geschrieben.« RBB-Sendung Orte und Worte
»Die iranische Autorin und Aktivistin Nila schreibt unter Lebensgefahr und Internetsperre aus Teheran. Ihr neues Buch dokumentiert die "Frau, Leben, Freiheit"-Bewegung - und zeigt die Zerrissenheit der Opposition.« FAZ
»Dieses Buch zeigt auf bewegende Weise, wie sich äußere Gewalt im Inneren der Menschen auswirkt.« Marica BodroŽiĆ, Bilder und Zeiten, FAZ
»Ihr Bericht ist Poesie und Analyse zugleich. Und von...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783691310085 |
| PREIS | 20,00 € (EUR) |
| SEITEN | 144 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 2042432
Dieses Buch ist weit mehr als ein bloßer Bericht – es ist ein kraftvolles literarisches Zeugnis. Ohne sich in einer linearen Erzählweise zu verlieren, entfaltet sich eine dichte, atmosphärische Momentaufnahme eines Landes im Ausnahmezustand. Dabei gelingt es der Autorin, persönliche Erfahrungen mit historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen zu verweben, sodass ein vielschichtiges Bild entsteht.
Besonders eindrucksvoll ist die Perspektive der Frauen, deren Alltag und Widerstand im Zentrum stehen. Ihre Stimmen sind geprägt von Angst, Wut, Hoffnung und unerschütterlichem Stolz. Gerade diese emotionale Tiefe verleiht dem Buch seine besondere Intensität. Es wird spürbar, wie sehr politische Unterdrückung in das Innere der Menschen hineinwirkt – und gleichzeitig, welche Kraft daraus entstehen kann.
Der Schreibstil bewegt sich zwischen poetischer Verdichtung und analytischer Klarheit. Diese Kombination macht das Werk nicht nur literarisch anspruchsvoll, sondern auch hochaktuell und relevant. Es fordert dazu auf, hinzusehen, zuzuhören und das Erzählte weiterzutragen.
Ein wichtiges, aufrüttelndes Buch, das unter die Haut geht und lange im Gedächtnis bleibt – nicht zuletzt, weil es den Mut sichtbar macht, der oft im Verborgenen bleibt.
Maren S, Rezensent*in
„Wenn ich bei Tageslicht das Haus verlasse, dann deshalb, weil ich alles in seiner Klarheit sehen will – auch so etwas. Damit ich eine vollwertige Zeugin meiner Zeit sein kann.
Leben kann passiv sein. Etwas zu bezeugen ist nicht passiv.
Das sind die Worte, die ich in die Zukunft senden möchte, nachdem ich durch Blut gegangen bin. Für diejenigen, die nach uns kommen und im Strudel unserer Geschichte nach uns suchen werden. Falls sie nach uns suchen werden.“
Ein kurzer, fragmentarischer Einblick in die (Gedanken-)Welt einer anonymen Bewohnerin Teherans macht ihre Wut, ihre Angst, und, vielleicht überraschend, vor allem ihre Hoffnung und Zuversicht eindrücklich spürbar. Man bekommt einen guten Eindruck ihres Lebens mit diesen gegensätzlichen Emotionen. Sie besitzt ein tiefes Verständnis dafür wie Regime wirken, über die Kraft, aber auch der Begrenzung die selbst eine „erfolgreiche“ Revolution besitzt. Trotz des Bewusstseins darum, wie langsam Veränderungen in Gesellschaft und Politik greifen, und trotz der sehr realen Gefahr für ihr Leben ist ihr absoluter Wille und ihre Stärke unverrückbar. Ich habe nichts als Respekt für sie und ihre Mitkämpfer:innen.
Auf den wenigen Seiten vermittelt das Text außerdem einiges an Hintergrundwissen zu iranischer Geschichte und Kultur.
In Hinblick auf die Tatsache, dass das Buch bereits 2023 veröffentlich wurde wünschte ich mir, es gäbe eine aktualisierte Version, ein Update, um zu erfahren wie sich ihre Welt, und sie selber, seitdem verändert hat.
Carmen V, Rezensent*in
in ”Auf den Straßen Teherans” erzählt Aktivistin Nila von der aktuellen Situation für Frauen in Iran, die sich seit Beginn der “Frau, Leben, Freiheit”-Proteste 2022 weiter verschärft haben.
Durch die Berichte ihrer Eindrücke werden Angst, Hoffnung und Wut spürbar, die Antriebsmotor für so viele Protestierende sind, gleichzeitig werden die Mechanismen aufgezeigt, mit denen die Bevölkerung eingeschüchtert werden sollen. Der Autorin gelingt eine eindrucksvolle Momentaufnahme über das Leben in einem extremistischen Regime und darüber, wie Verhaftung, Folter und Mord täglich das Leben von Frauen, Mädchen und Aktivisten bedrohen und wie versucht wird, damit umzugehen. Diesen persönlichen Blick auf das Geschehen in Teheran etc. sollte von jedem gelesen werden.
„Auf den Straßen Teherans“ erzählt vom Leben junger Menschen im Iran, die zwischen strengen Regeln und dem Wunsch nach Freiheit stehen. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die den Alltag in Teheran erlebt und dabei immer wieder an gesellschaftliche und politische Grenzen stößt.
Das Buch zeigt eindrücklich, wie hart das Leben sein kann: Stellenweise sind die geschilderten Szenen sehr brutal und gehen unter die Haut. Zwischendurch gibt es kurze Ausflüge in die Geschichte des Landes, die helfen, die Hintergründe besser zu verstehen.
Besonders am Ende wird die Wirkung noch einmal verstärkt: Ein Zeitstrahl und wichtige Zahlen machen deutlich, wie einschneidend und belastend die Ereignisse wirklich sind.
Die Sprache ist einfach und direkt, wodurch sich das Buch gut lesen lässt, auch wenn der Inhalt oft schwer ist.
Auf den Straßen Teherans ist kein leichtes Buch, aber ein wichtiges. Nila schildert ihre Erfahrungen während der Proteste im Iran sehr persönlich und eindringlich. Besonders bewegt hat mich, wie greifbar die Angst, aber auch der Mut der Menschen wird, die trotz aller Gefahren auf die Straße gehen.
Der Schreibstil ist stellenweise sehr poetisch und emotional, gleichzeitig merkt man, dass hier jemand aus eigener Erfahrung berichtet. Dadurch wirkt vieles besonders authentisch und berührend. Außerdem habe ich einiges über die Geschichte des Iran und die Hintergründe der Proteste gelernt.
Einen Stern ziehe ich ab, weil mir an manchen Stellen etwas mehr Kontext geholfen hätte. Wer sich bisher wenig mit der Geschichte und Politik des Iran beschäftigt hat, könnte sich teilweise etwas verloren fühlen.
Trotzdem ist es ein eindrucksvolles und wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt und den Menschen hinter den Schlagzeilen eine Stimme gibt. Eine klare Leseempfehlung.
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