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Querfeldein
Roman
von Alex Capus
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Erscheinungstermin 21.07.2026 | Archivierungsdatum 17.08.2026
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Zum Inhalt
In einem Schweizer Dorf an der Grenze zu Deutschland führt vor hundert Jahren der junge Wirt Arnold einen Gasthof. Bunte Vögel und düstere Gestalten überqueren die Grenze, manche kommen auch nachts...
Eine Anmerkung des Verlags
Bitte veröffentlichen Sie keine Rezensionen vor dem ET (21.07.2026)
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783446285644 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 288 |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein lebenspraller und sehr vergnüglicher Roman um einen historischen Gasthof im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet.
Ich konnte ihn nicht aus der Hand legen.
Ein wunderschönes Cover und ein interessanter Klappentext haben mich neugierig gemacht auf eine Gegend, ebenes Land nördlich vom Rhein. Und auf die Geschichte an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland. Ich war gefasst auf Schmuggler, Polizei und ein Haus mittendrin. Bekommen habe ich viel mehr.
Arnold, Ende zwanzig zu Beginn der Geschichte um 1900, ist ein äußerst interessanter Charakter. Fleißig, geschickt, interessiert mit einem großen Freiheitsdrang, der ihn dazu veranlasst, nie länger an einem Ort zu arbeiten. Doch dann spielt die Dreiundzwanzig eine große Rolle und er kann ein Stück Land kaufen und ein Wirtshaus bauen. Damit beginnt die Geschichte seines Lebens, in dem er seine Amazone trifft und mit der er sich auf wundersame Weise ergänzt.
Mit anschaulichen, klaren, aussagestarken Worten nimmt Alex Capus den Lesenden hinein in die Landschaft, die Lebensbedingungen und stellt Arnold vor. Harmonisch und flüssig schildert er die Ereignisse in die man sich gut hinein versetzen kann. Zusätzlich sind immer die tatsächlichen, historischen Ereignisse eingewoben. Sehr gut, informativ und ausgewogen erzählt.
Die Personen werden greifbar, umfänglich und tiefgehend geschildert. Mit klaren Worten werden ihre Eigenheiten und ihr Charakter beschrieben, mal kurz und knapp, dann wieder ausführlicher, entsprechend der Rolle dieser Person. Immer findet der Autor dazu passende Worte und eine Prise Humor, so dass es nie langweilig wird.
Und immer erscheinen die Menschen lebendig, echt und originell. Sehr gut gefiel mir, wie der Autor seine Charaktere altern und reifen lässt. Darin liegt sehr viel Tiefe und Lebenserfahrung.
Mancher Dialog hat mich köstlich amüsiert. Man spürt den Bauern, der nicht aus seiner Haut kann, den Maler, der von sich voll überzeugt ist oder auch Arnold, dessen Liebe, Geduld und Umsicht ihn zu einem Charakter machen, den man so schnell nicht vergisst.
Dieser Roman hat mir zur rechten Zeit, als ich mal in eine ruhige, alte Zeit ohne zu viel Spektakel abtauchen wolle, vergnügliche und erholsame Stunden geschenkt. Alex Capus konnte mich mit seiner Schreibweise und dieser Geschichte überzeugen und ich plane, mehr von ihn zu lesen.
Vielen Dank an NetGalley und den Hanser Verlag für die Bereitstellung des eBooks. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
LINKS NACH ERSCHEINUNGSTERMIN
Anita S, Buchhändler*in
Capus ist ein fantastischer Erzähler, der Figuren aus der Vergangenheit lebendig werde lässt und anhand von ihnen dem Leser ein Stück Schweizer Zeitgeschichte anschaulich macht.
Ein Gasthof in einem Dorf nahe der deutschen Grenze zieht ein buntes Volk an. Einheimische, Reisende und Schmuggler. Und im Zentrum der Wirt, seine Frau und ihre acht Kinder.
Großartig! Ein Roman, so zeitlos geschrieben und dabei nicht aus der Zeit gefallen.
Schauplatz ist ein Schweizer Dorf nahe der Deutschen Grenze. Hier eröffnet Arnold als junger Mann einen Gasthof mit dem Geld, das er in einem Casino beim Roulette gewonnen hat. Ein absoluter Zufallstreffer, denn Arnold ist alles andere als ein Spieler. Besonnen plant er sein Leben, stellt sich Schritt für Schritt vor, was wann passieren wird und hält sich ebenso Schritt für Schritt an seinen Plan. So kommt nach dem Gasthof die Frau, dann die Kinder und damit ein Leben voller Höhen und Tiefen. Denn vor einem hat Arnold wirklich Angst: vor dem Hamsterrad, vor dem immergleichen Ablauf seiner Tage, vor dem Eingesperrtsein ohne Fluchtmöglichkeit... So trifft es sich, dass eines Tages der Schmuggler Hermann auftaucht, in den sich flugs die älteste Tochter, die schräge Clara, verliebt. Eine Frau wie eine Naturgewalt, unbändig und geradeheraus. Ebenso schnell aber auch ist Hermann nicht mehr wegzudenken aus dem "Gasthaus zur Moskau". Darum löst seine gewalsame Entführung und Inhaftierung durch einen Trupp der SA eine Lawine an Empörung und Aktionismus aus, an der sich das gesamte Dorf beteiligt...
Leichtfüßig, schnörkellos, eben "ganz einfach", erzählt Alex Capus mit großer Strahlkraft eine Lebensgeschichte, einen Heimatroman, eine Dorfposse...alles in einem. Eine herrliche Lektüre wie aus einem Guss, mit Witz, Schalk und einer großen Portion gesundem, unverstelltem Menschenverstand! Absolut lesenswert!
Annekathrin L, Buchhändler*in
Und wieder ein schöner Roman von Alex Capus. Es spielt in einem Grenzort zwischen Deutschland und der Schweiz. Arnold baut und eröffnet dort eine Dorfkneipe. Das Geld dafür hat er im Casino gewonnen. Er hatte fleißig in vielen verschiedenen Berufen gearbeitet. Allerdings immer nur einhundert Tage. Ihm wurde schnell langweilig. Seinen Lohn konnte er im Casino vervielfachen, da er viel Glück hatte und rechtzeitig aufhörte.
Eines Tages lernt er Betty kennen und beide wissen sofort, dass sie füreinander bestimmt sind. Sie bekommen acht Kinder und leben zufrieden in ihrer eigenen Welt. Arnold kümmert sich um die Kneipe, Betty um den dazugehörenden Hof und die Pferdezucht. Eines Tages taucht an der Grenze der sympathische Schmuggler Hermann auf. Clara, die älteste Tochter von Betty und Arnold verliebt sich in ihn und Hermann gehört fortan zur Familie. Das läuft eine ganze Zeit prima. Doch dann kommt, was kommen musste, Hermann wird erwischt, und die Grenzer streiten sich über die Zuständigkeiten.
Ich mag die Art, wie Capus seine Romane aufbaut und seinen Schreibstil. Die Erzählweise ist ruhig und unaufgeregt, dabei aber doch spannend.
Ich habe es sehr gerne gelesen.
Großartig mal wieder! Mir gefällt besonders Capus Leichtigkeit: Es könnte so passiert sein, vielleicht aber auch nicht. Das Buch dockt meisterlich an einem historischen Ereignis an und erzählt davon ausgehend die wunderbare Geschichte von einem demütigen und liebenden Mann und das Leben mit seiner - für die damalige Zeit - besonderen Frau. Unbedingt Lesen!
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