Michaela Kohlhaas
Roman | Eine tollkühne Überschreibung der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist
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Erscheinungstermin 19.05.2026 | Archivierungsdatum 29.06.2026
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Zum Inhalt
»Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder.« So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem Unrecht blutige Vergeltung übt. Sein Rachefeldzug ist noch zweihundert Jahre später Vorbild und Handlungsanweisung für Michaela Kohlhaas, eine stellvertretende Friedhofsverwalterin. Befeuert von erfahrener Willkür und Ohnmacht, wird sie zur Aufsässigen. Doch wo Michael Kohlhaas mordet und brandschatzt, agiert sie vorrangig mit Worten: mit Zuspitzung, Übertreibung, Sabotage und Show. Einer vermeintlichen Hexe gleich, zieht sie fluchend und Verwünschungen aussprechend durchs Land. Und muss feststellen: Es ist von Nachteil, eine Frau zu sein. Es ist von Nachteil, sich zu wehren. Doch selbst wenn alle Welt sie für wahnsinnig erklärt – sie geht »mit wehenden Fahnen« ihrem Ende entgegen, auf ein gutes Ende hoffend, und doch ahnend: Ein solches Ende wird es vielleicht nicht geben.
Heike Geißlers
Michaela Kohlhaas
ist eine tollkühne Überschreibung der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist. Ihre Michaela ist eine Schimpfende, eine Stinkende, eine Zärtliche. Eine große Liebende, die nicht bloß Verbesserung will – sie verlangt Wiedergutmachung und Sühne. Und eine gänzlich andere Einrichtung der Welt.
»Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder.« So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem Unrecht blutige...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783518432808 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 253 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 1100449
Auf Michaela Kohlhaas habe ich sehr hingefiebert und es dann sehr gefeiert. Ich liebe alles daran! Heike Geißlers Beobachtungen unserer Gesellschaft sprechen mir aus der Seele, als würde sie Worte finden für den Gedankenwust in meinem Kopf. Ihre Sprache ist gleichzeitig klassisch, präzise und spielerisch. Mir hat diese Heldin in ihrer doppelten Verweigerung wahnsinnig gut gefallen: Michaela Kohlhaas verweigert sich nicht nur dem angepassten Leben, sondern enttäuscht auch die Erwartungen an eine Systemsprengerin, in dem ihr "Protest" eher unbeholfen, ungeplant und unspektakulär bleibt. Das mag manche Leser*innen enttäuschen und vielleicht hilft es, wenn man z.B. "Verzweiflungen" und/oder "Arbeiten" von der Autorin gelesen hat. Mich aber hat dieser Text beeindruckt und begeistert und ich werde ihn noch lange in mir tragen.
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