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Orca
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Erscheinungstermin 17.08.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Die Fleischtheke des Supermarkts am Tag, Stille bei Nacht: So sieht Coras Leben aus. Bis ihre Kindheitsfreundin Olympia verhaftet wird und alles zurückkommt. Der Sommer, in dem sie sich wiedergetroffen haben, in dem alles gesummt hat in ihr, das Seewasser noch auf der Haut, der Glitzer auf der Cap, die verzierten Fingernägel. Die langen Tage im großen, leeren Haus mit Olympia, die Cora erkennt, wie sie ist. Und wie schnell sie Olympia nicht mehr nur für sich hat nach der illegalen Party, auf der sie zum ersten Mal eine Grenze überschreiten, nach der Olympia so viel Zeit mit Ariel und ihrer Aktivistengruppe verbringt. Während Cora versucht, in der Schule und zu Olympia den Anschluss zu halten, schlägt eine radikale Idee ihre Triebe aus – und Cora verstrickt sich in ein Lügengespinst, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.
Eindringlich und betörend erzählt Franziska Gänsler von der Freundschaft zweier junger Frauen, ihrer Loyalität und dem unbedingten Willen, dazuzugehören. Sie zeichnet die Träume einer ganzen Generation.
Die Fleischtheke des Supermarkts am Tag, Stille bei Nacht: So sieht Coras Leben aus. Bis ihre Kindheitsfreundin Olympia verhaftet wird und alles zurückkommt. Der Sommer, in dem sie sich...
Eine Anmerkung des Verlags
Achtung! Sperrfrist: Bitte nicht vor dem 17.08.2026 öffentlich besprechen. Herzlichen Dank!
Vorab-Besprechungen
»Souverän und voller Feingefühl erzeugt Franziska Gänsler ein intensives Gefühl von intimer und existenzieller Spannung.«
New York Times
»Souverän und voller Feingefühl erzeugt Franziska Gänsler ein intensives Gefühl von intimer und existenzieller Spannung.«
New York Times
Marketing-Plan
Dazugehörende Tattoos können unter folgender Werbemittelnummer bestellt werden:
290/89139 - Tattoos #iloveorca
Social-Media Schwerpunkt
Presse- und Medien Schwerpunkt
Autorin steht für Lesungen zur Verfügung
Dazugehörende Tattoos können unter folgender Werbemittelnummer bestellt werden:
290/89139 - Tattoos #iloveorca
Social-Media Schwerpunkt
Presse- und Medien Schwerpunkt
Autorin steht für Lesungen zur...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783036950990 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 368 |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 427080
Free Olympia
Orca ist ein Roman, der von jungen Frauen erzählt, die Aktivistinnen sind.
Ein Thema dabei ist die Gefahr der Radikalisierung und den Folgen.
Hauptfigur ist die stille Cora, die Olympia und deren Freunde kennen lernt, die sich für die Umwelt einsetzen und sogar auf der Straße festkleben.
Cora entwickelt schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Doch es gibt auch eine gewissen Gewaltpotential, das zur Eskalation führen wird. Auch Cora verstrickt sich darin.
Franziska Gänsler schreibt sensibel und verschafft dem Leser Zugang zu ihren Figuren.
Was für ein Buch, was für ein Aufbau, was für ein letzter Satz. Im Wechsel von Gegenwarts- und Vergangenheitskapiteln zeichnet Franziska Gänsler die Freundschaft von Cora und Olympia nach, ihr Streben nach Zugehörigkeit, ihre gemeinsamen und je eigenen Kämpfe, die in einer verhängnisvollen Nacht enden. Was in dieser passiert ist, eröffnet sich erst im zweitletzten Kapitel im Detail, nie jedoch kommt das Gefühl auf, dass die Autorin ihre Leser:innen unnötig oder überhaupt je zappeln lässt. Vielmehr entwckelt sich genau dadurch ein Sog, der von den Protaginist:innen nahtlos auf die Leser:innen übergeht und Coras Zerrissenheit zuweilen fast körperlich spürbar macht. Im Hintergrund sind jene Figuren roter Faden, die sich – wortwörtlich – mit Haut und Haar dem friedlichen Widerstand verschreiben und die Geschichte im Hier und Jetzt verorten. Ein ebenso eindringliches wie grossartiges Portrait einer Generation zwischen Klimastreik und Nailart.
Leona B, Buchhändler*in
Das Buch war extrem spannend, ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Franziska Gänsler hat einmal mehr einen brillanten Roman abgeliefert – was hätte man auch anderes erwarten können? Ich freue mich schon darauf das Buch meinen Kund*innen empfehlen zu dürfen.
Orca von Franziska Gänsler
Weltrettung mit Risiken und Nebenwirkungen. Cora arbeitet an der Fleischtheke eines Supermarktes. Sehr gerne, denn dort ist sie effizient und zufrieden, ohne sich und anderen etwas beweisen zu müssen. In ihrer Vergangenheit war das ganz anders. Sie hatte ein Hochbegabten-Stipendium für eine Privatschule, beste Noten, aber schlechteste Startposition für den Wettbewerb in Luxusklamotten und angesagter Kosmetik. Cora steht am Rand, fühlt sich nie gut genug. Als ihre Kindheitsfreundin Olympia wieder auftaucht, scheint das Leben mitten in der Pandemie wieder fröhlich und voller Möglichkeiten. Doch Olympia , die Leuchtende und Himmlische, schließt sich einer extrem agierenden Gruppe von Umweltaktivisten an. Vor allem Ariel-Marie hat es ihr angetan mit ihren Erfahrungen aus einem Protestcamp im Wald. Cora versucht mitzuhalten, mitzumischen. Eines vereint die drei jungen Frauen: Sie machen sich stark durch gemeinsames Power-Workout. Sie wollen die Welt retten, etwas tun, nicht nur reden. Sie vergleichen sich mit Orcas, die völlig unvorhersehbar Boote angreifen. Ihr Feindbild sind die Superreichen und Verhinderer einer konsequenten Energiewende. Leute, die mit ihrem CO2-Fußabdruck die Welt der Jungen zerstören. Pläne für Aktionen werden geschmiedet. Cora ist eine begnadete Rechercheurin, besorgt Namen und Informationen. Aber gleichzeitig steht sie auf der anderen Seite mit ihren Prüfungen an einer Eliteschule, ihrem Wunsch, Karriere als Juristin oder Medizinerin zu machen und letztlich auch mit ihrer Annäherung an die Tochter einer Energiemanagerin.
Wieder steht sie am Rand und will beweisen, dass sie besser ist. Ihr Plan führt alle in eine Katastrophe. Es ist die uralte Frage: Welcher Zweck heiligt welche Mittel und muss ich so denken, wie ich handele ? Man taucht tief ein in die Motivation von Klimaaktivistinnen und die internen Gesinnungszweifel. Franziska Gänsler schafft wie in „Ewiger Sommer“ eine untergründige unheimliche Stimmung, die überall mitschwingt. Eine spannende Lektüre, die dem Leser die Entscheidung überlässt, was er gut und böse, richtig oder falsch findet.
Buchhändler*in 1477326
"Orca" ist ein mitreißender Roman über Aktionismus, Freundschaft oder auch der Drang nach Anerkennung und Nähe, Protest, Selbstermächtigung und vor allem über einen Vorfall, welcher bis zuletzt zu Teilen im Unklaren bleibt. Der Roman ist dramaturgisch wie auch sprachlich fesselnd. Die Frage nach der Tat der drei Mädchen sowie der Schuld der Beteiligten an dem bis zum letzten Kapitel ominösen Fall steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Verdrängung dieser Ereignisse durch die Erzählerin Cora. Diese Unwägbarkeit zwischen Wahrheit und Aussage zeichnet den Text ganz besonders aus. Zudem stellt die Autorin indirekt viele wichtige Fragen zu Protest und seinen Abgrenzungen zur ohnmächtigen Gewalt sowie der unvollständigen Planbarkeit dieser "Aktionen". Die Dynamik der Gruppe um Elson und die zunehmende Radikalisierung der Baumbesetzer wie Selbstversorger im Villenviertel wird von Franziska Gänsler im Detail sehr gut getroffen - ebenso wie die etwas naiven Momente der ansonsten sehr erwachsen agierenden Erzählerin.
Als Leser wird man zunächst vor eine Tatsache gestellt, ohne in irgendeiner Form einen Kontext angeboten zu bekommen: Olympia muss sich vor Gericht behaupten, nachdem sie auf der Flucht aufgegriffen wurde. Wovor sie flüchtet bzw. was ihr Verbrechen war bleibt lange im Dunkeln. Die Geschehnisse bis hin zur Tat werden anschließend in einer von zwei Zeitebenen sukzessive verfolgt - aus der Perspektive von Cora, der ehrgeizigen Freundin der "Täterin".
Titel wie Cover sind nur Bruchstücke des spannenden Rätsels, welches auf diesen 365 Seiten aufgestellt und gelöst wird. Ein fesselndes Leseerlebnis und ein grundsätzliche Gedanken anregender Plot, welcher die Achtung vor seinen Figuren bewahrt und zugleich deren Selbsttäuschungen wie die der Gesellschaft entlarvt, greifen hier durch die Form der Sprache wie der Dramaturgie optimal ineinander.
Majo C, Buchhändler*in
Gänsler schafft mit diesem Buch einen Rahmen, der viel Platz für Ungesagtes und dennoch vollends Verstandenes lässt.
Sie schreibt aus der Sicht einer jungen Frau, die ihren Platz in der Gesellschaft sucht, von der Kunst Menschen zu spiegeln, sich anzupassen um sich einen Rang in einer Gruppe zu erschaffen, nachdem man keinen auf natürliche Art gefunden hat.
Klassenkampf ist ein großes Thema, in diesem Werk gut bearbeitet ohne Traumaporn oder detailliertes Leiden unter Armut.
Wir lernen Menschen die sich auf das Ende der Welt, wie wir sie kennen, vorbereiten, kennen, einmal aus der Revoluzzer:innen-Sicht und einmal von der Warte einer extrem Wohlhabenden aus, die vorhatvon ihrem Pool zu leben, wenn es kein Trinkwasser mehr gibt und in ihrem Luxusbunker ihre exotischen Haustiere zu füttern, wenn es einmal soweit kommt und die Zivilisation nicht mehr steht.
Die Protagonistin lernt im Laufe des Buches viel über soziale Dogwhistles, Körpersprache, was Kleidung über einen aussagt.
Die Autorin hat hier ein wichtiges Stück Zeitgeist niedergeschrieben und als packende Story für uns aufbereitet. Ein ganz besonderes Buch, das den Ansprüchen einer aufgeklärten Gesellschaft gerecht wird.
Es handelt auch von der Vor- und Nachbereitung eines groß angelegten Protests, davon wie verbindend und aber auch spaltend der gemeiname Kampf für eine gute Sache sein kann und von den körperlichen und gesetzlichen Konsequenzen, die Direct Action zur Folge haben kann. Verschiedenste Herangehensweisen an Aktivismus werden aufgezeigt, angeschnitten und erklärt, von pazifistischen bis gewalttätigen Methoden, Straßensperren und Infiltrierungen.
Wie wir es von Gänsler gewohnt sind, ist auch dieses Werk mit einer selbstverständlichen Queerness bei den Charakteren versehen.
Rezensent*in 1513301
Als Caro an einem heißen Sommernachmittag auf dem Supermarktparkplatz ihre Nachbarin aus Kindertagen, Olympia, wiedertrifft, fühlt es sich für sie an wie etwas ganz Großes. Endlich gibt es da eine Person, die sie versteht, mit der sie sich treffen kann, während die Gesellschaft wegen der Angst vor Corona stillsteht. Endlich jemand, die sie versteht und bei der sie sich zugehörig fühlen kann, während sie in der Schule immer die Außenseiterin ohne Geld sein wird.
Schnell machen Olympia und Caro alles zusammen, auch Olympias Ferienjob in der Villa, die alle nur das Elson-Haus nennen. Caro ist diese Beziehung so wichtig, dass sie auch an ihr festhält als Olympia sich immer mehr einer klimaaktivistischen Gruppe anschließt. Cora will um jeden Preis dazu gehören.
In langen Rückblicken, die von kurzen Kapiteln aus der Gegenwart eingerahmt werden, erzählt Franziska Gänsler von Coras Geschichte, von dem Wunsch nach Zugehörigkeit, Selbstzweifeln und Ideologien. Sie lässt die Zeit der Coronapandemie wieder wachwerden und die der Aktivist:innen, die sich mit den Händen an den Asphalt kleben, um auf die Klimakatastrophe aufmerksam zu machen.
Dabei hat Gänsler die perfekte Balance zwischen “Ich kann das nachvollziehen und kenne die Gefühle” und “Das geht mir doch zu weit” gefunden. Cora ist einerseits nahbar in ihrer Unsicherheit und in ihrem Wunsch nach Zugehörigkeit und andererseits widersprüchlich und unsympathisch.
“Orca” ist ein Buch, das fesselt und sich nicht so einfach aus der Hand legen lässt. Für mich eine klare Leseempfehlung.
Buchhändler*in 2083278
Sehr aktuelle Themen und eine interessante Perspektive auf und Behandlung von Klasse in unserer Gesellschaft.
Man spürt live beim Lesen, wie man mitgerissen wird in die Geschichte und Handlungen der Protagonistinnen.
Sprachlich spiegelt Orca sehr gut die Generation der Figuren dar, ohne zu viel in Jugendsprache abzudriften.
Rezensent*in 1415360
Cora arbeitet tagsüber an der Fleischtheke eines Supermarkts, nachts bestimmt vor allem die Erinnerung ihr Leben. Als ihre Kindheitsfreundin Olympia verhaftet wird, bricht all das wieder auf, was sie eigentlich hinter sich lassen wollte: der Sommer ihrer Wiederbegegnung, das Gefühl von Freiheit, das warme Seewasser auf der Haut, Glitzer auf der Cap und die langen Tage in einem großen, leeren Haus. Vor allem aber die intensive Verbindung zu Olympia, die Cora zum ersten Mal das Gefühl gibt, wirklich gesehen zu werden.
Doch dann kommt Ariel ins Spiel. Nach einer illegalen Party und ersten Grenzüberschreitungen verbringt Olympia immer mehr Zeit mit ihm und seiner Klimaaktivistengruppe. Während Cora versucht, sowohl in der Schule als auch in ihrer Freundschaft zu Olympia nicht den Anschluss zu verlieren, gerät sie immer tiefer in ein Geflecht aus Lügen und Entscheidungen, deren Konsequenzen sie schließlich nicht mehr kontrollieren kann.
Nachdem ich "Ewig Sommer" und "Wie Inseln im Licht" sehr gern gelesen habe, war ich gespannt auf den neuen Roman von Franziska Gänsler. Wie schon in ihren vorherigen Büchern greift sie auch hier Themen rund um Umwelt- und Klimaschutz auf – ein Fokus, den ich an ihren Romanen besonders schätze.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart erfahren wir, dass Olympia verhaftet wurde und eine Strafe erwartet. Parallel dazu entfaltet sich nach und nach die Vergangenheit: Cora lernt Olympia und Ariel kennen, zwischen den drei Jugendlichen entsteht eine enge Verbindung und langsam wird deutlich, welche Ereignisse zur Verhaftung geführt haben.
Diese Erzählstruktur hat mir sehr gut gefallen, weil sie kontinuierlich Spannung aufbaut und neugierig macht. Besonders gelungen fand ich auch den Kontrast zwischen Coras Alltag an der Fleischtheke und ihrem Leben innerhalb der Aktivistengruppe. Zwei Welten, die kaum unterschiedlicher sein könnten und die hier überzeugend aufeinandertreffen.
Trotzdem hat mich der Roman insgesamt nicht ganz so erreicht wie die vorherigen Bücher der Autorin. Vor allem zu den Figuren habe ich keine richtige Nähe aufbauen können. Sie blieben für mich bis zum Ende etwas distanziert, sodass mich die Geschichte emotional nicht vollständig mitnehmen konnte.
Dennoch ist "Orca" ein inhaltlich starker Roman, der wichtige Themen aufgreift und zum Nachdenken anregt. Auch wenn er mich persönlich nicht vollkommen überzeugen konnte, werde ich die nächsten Bücher von Franziska Gänsler auf jeden Fall wieder lesen.
Cora Melchior arbeitet notgedrungen an der Fleischtheke eines Supermarkts; eine andere Arbeit konnte sie nach dem überstürzten Abbruch der Schule nicht finden – schon gar nicht nach den skandalösen Ereignissen, in die sie uns als Icherzählerin in eingeschobenen Rückblenden blicken lässt. Als die Schulen zum Ende der Corona-Pandemie wieder geöffnet wurden, konnten sich Coras Eltern nur schwer auf die ungewohnte Freiheit umstellen. Ihre Tochter war damals 17, besuchte ein privates Elite-Gymnasium und wollte endlich einmal irgendwo dazugehören, ohne dort mit Markenware die erwarteten Codes der wohlhabenden Oberschicht bedienen zu müssen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Olympia zog sie den ungewöhnlichen Job an Land, für den betagten Villenbesitzer Albert Elsons Haus, Garten, Katze und Hühner zu versorgen. Eingearbeitet worden sind sie von Elson offenbar nicht, seine Anweisungen schickt er per Nachricht. Er scheint eine Art Elite-Prepper zu sein und will in großer Eile seine Fähigkeiten an die nächste Generation weitergeben, auf seinem Grund autark zu wirtschaften. Außer der abklingenden Pandemie scheint sich das Land im dysfunktionalen Zustand zu befinden. Elson engagiert sich als Waldbesetzer, für Urban Foraging, lässt Krafttraining auf dem Niveau von Security Personal unterrichten – und er hat unendlich viel Raum, Aktivisten aller Art in der Villa unterzubringen. Elson war sich jedoch nicht bewusst, dass in Sichtweite sein absolutes Gegenstück residiert, Dr. Eleonore Brecht, die auf Investitionen in Flüssiggas spezialisiert ist. Cora weiß inzwischen alles über die Bewohner der Nachbarvilla und lernt – Zufall oder nicht – sogar die gleichaltrige Tochter Lilian Brecht kennen. Während in der Villa Elson unheimliche Dinge geschehen und Cora durch Lilian einmal mehr mit der Welt der Luxus-Markenartikel konfrontiert wird, müssen Mitglieder diverser Grüppchen von Aktivisten sich entscheiden, wie weit sie für ihre Ideale zu gehen bereit sind.
Wie sich das Myzel zusammensetzt, das die Aktivisten gern bilden würden und was eigentlich Dramatisches passiert ist, erfahren Franziska Gänslers Leser:innen erst scheibchenweise. Coras gerade 20 Jahre alte Generation scheint aus Eigenbrötlern zu bestehen, jeder auf der Suche nach Zugehörigkeit. Cora möchte nicht mehr unsichtbar sein, weil sie die falsche Kleidung trägt, Lilian sucht eine Gefährtin und Dr. Eleonore sollte endlich vertrauen können.
Fazit
Neben der hinreißend recherchierten Atmosphäre hinter einer Wurst-Theke hat Franziska Gänsler beunruhigend präzise den Zustand gezeigt, wenn ein Fehler im Bild schon längst Misstrauen wecken sollte – und genau das nicht passiert, weil niemand bisher aus Fehlern lernen konnte. Auch wenn Icherzählerin Cora anfangs etwas zu zurückhaltend wirkte, überschlagen die unerhörten Ereignisse sich dann umso schneller.
Lea M, Bibliothekar*in
Banger!! Ganz große Liebe für dieses Buch und diese Geschichte um Cora und ihr Innenleben,ihr Selbst im Innen und Außen, ihre Freundinnenschaft.
Felix Alasdair D, Buchhändler*in
Sehr starke Geschichte!
Wie der Wunsch, die Welt zu retten, das Bedürfnis, um jeden Preis dazuzugehören, und eine Prise Egoismus zusammen funktionieren (oder eben auch nicht), und wie schlecht man die Vergangenheit wirklich komplett hinter sich lassen kann, das beschreibt Franziska Gänsler hier sehr eindrucksvoll und sehr fesselnd. Unbedingt lesen!
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