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Buchcover für Die Lücken

Die Lücken

Roman | Shortlist Deutscher Buchpreis 2026

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Erscheinungstermin 03.09.2026 | Archivierungsdatum 01.04.2027


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Zum Inhalt

Ein Roman über die Fundamente unserer Heimat

Nach ihren gefeierten Romanen über Exil und postmigrantische Gegenwart legt Shida Bazyar eine literarische Archäologie der Heimat vor. In einer präzisen Tiefenbohrung der Provinz stellt sie die radikale Frage: Auf welchen Fundamenten bauen wir unsere Heimat?

Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre Vergangenheit aktiv verschweigt und zugleich zum Zufluchtsort für diejenigen wird, die hier Geborgenheit suchen. Der Roman führt uns durch die Jahre und die Köpfe derer, die das Dorf prägten: von jüdischen Familien, die alles verloren, über NS-Profiteure, die sich als unschuldige Mitläufer neu erfanden, bis hin zu den Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten. Shida Bazyar gelingt ein virtuoses Erzählmosaik über die Last der Geschichte, die Lüge des Neubeginns und den Wunsch, endlich eine Heimat zu finden.

»Shida Bazyar blättert pars pro toto die Zeitschichten eines Jahrhunderts zwischen Gehaichnis und Geheimnis auf. Fesselnd und erschreckend aktuell.« Annett Gröschner

Ein Roman über die Fundamente unserer Heimat

Nach ihren gefeierten Romanen über Exil und postmigrantische Gegenwart legt Shida Bazyar eine literarische Archäologie der Heimat vor. In einer präzisen...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462005011
PREIS 25,00 € (EUR)
SEITEN 512

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Dieses Buch ist für mich ein Meisterwerk, ein echtes Epos – und gleichzeitig eines, das ich kaum festhalten konnte. Beim Lesen ist es mir immer wieder entglitten. Die zersplitterte Erzählweise hat es mir nicht leicht gemacht; ich habe oft den Faden verloren, musste zurückblättern, habe Zusammenhänge erst spät begriffen oder wieder aus den Augen verloren. Ich hatte häufig das Gefühl, keinen richtigen Zugang zu finden und in der Geschichte verloren zu gehen.

Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – war die Größe dieses Buches die ganze Zeit spürbar. Selbst in den Momenten, in denen ich mich orientierungslos gefühlt habe, habe ich gemerkt, was für ein außergewöhnliches, kluges und kraftvolles Werk das ist. Ich glaube, dieses Buch müsste man in einem Rutsch lesen oder sogar mehrmals, um es wirklich ganz greifen zu können. Schade, dass ich diesen Zugang nicht vollständig gefunden habe. Aber dass ich seine Großartigkeit trotzdem so deutlich erkennen konnte, sagt eigentlich alles. Ein beeindruckendes Buch, das sich nicht leicht erschließt – und gerade deshalb so besonders ist.

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Leider bin ich hier überhaupt nicht reingekommen. Das war mir alles zu langatmig und uninteressant. Musste es dann nach einem Drittel aufgeben.

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Die Lücken hat mir gut gefallen, weil das Buch zeigt, wie Erlebnisse aus der Vergangenheit das Leben verschiedener Menschen beeinflussen. Die Figuren wirken glaubwürdig und ihre Geschichten regen zum Nachdenken an. Der Roman ist aufgrund seines anspruchsvollen Schreibstils sehr tiefgründig und man sollte dafür im richtigen Headspace sein.

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Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026

Ich habe eigentlich erst vor knapp 1 ½ Jahre durch Zufall festgestellt, dass ich Fan von Shida Bazyar bin. „Nachts Ist Es Leise In Teheran“ habe ich vor ziemlich genau zehn Jahren gelesen, dann Ende 2024 „Drei Kameradinnen“ (und auch geliebt), aber nicht gemerkt, dass es die gleiche Autorin ist – bis ich dann das Buch beim Buchstaben B …. ins Regal gestellt habe. Huch, neue Lieblingsautorin und jetzt „Die Lücken“ …. Ich war so krass gehyped, daher erstmal 1.000 Dank an NetGalley und den KiWi-Verlag, dass ich das Buch vorab lesen durfte. Was ich im Urlaub getan habe.

Irgendwo habe ich den Satz gelesen, dass Bazyar mit diesem Buch ein Erzählmosaik gelungen ist und das ist einfach so eine treffende Beschreibung und es ist auch so lustig, weil ich neulich durch Zufall auf Instagram in einen Algorithmus zu #mosaicart geraten bin und da macht eine Frau aus Glasscherben Bilder und genau DAS ist „Die Lücken“.

Bazyar macht aus vielen Einzelteilen, aus einzelnen Anekdoten, Geschichten und Erinnerungen der letzten 100 Jahre des fiktiven Dorfes Heimesbach ein fast (fast, weil natürlich bleiben die titelgebenden Lücken) komplettes Bild unserer Gesellschaft. Ungeschönt, wie man sagt. Das Buch ist die bittere Realität aber auch eingängig, es macht mich alles so nachdenklich und es fühlte sich auch gar nicht wie 500 Seiten an. Man fliegt durch die Zeit und die Seiten und die Geschichte(n) und die Menschen und ich denke wirklich noch immer über alles nach.

Ich komme aus einer etwas größeren Kleinstadt als Heimesbach und habe mir dann mal die Internet- und Wikipediaseite angeschaut; ein Eintrag zu 1929 und dann geht es mit den 60er Jahren weiter und auf der Internetseite findet sich überhaupt keine Stadtchronik und da ich mit der Bürgermeisterin Abitur gemacht habe, habe ich mir vorgenommen, da mal nachzuhaken.

Wer vorab überlegt, ob „Die Lücken“ etwas für sie oder ihn ist, dem empfehle ich die Kurz-Rezension von Denis Scheck. Er bringt das Buch wunderbar treffend auf den Punkt.

Für mich wird sich auf alle Fälle ein re-read des Buches lohnen und ich freu mich schon drauf; es gibt so viele kleine Kleinigkeiten, die ich noch mal vollumfänglich erfassen will und ich werde mir auch eine analoge Ausgabe für’s Regal kaufen, damit beim Buchstaben B dann drei Bücher von Shida Bazyar stehen.

Und ab jetzt: Daumen drücken für den Buchpreis 2026.

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Und wieder einmal bin ich tief bewegt von einem Roman Sida Bazyars. In ihrem neuen Werk „Die Lücken“ erzählt sie die Geschichte des fiktiven Hunsrücker Ortes Heimesbach und lässt in wechselnden Perspektiven Einwohnerinnen und Einwohner zu Wort kommen. Durch die unterschiedlichen Zeitebenen erleben wir Lesenden Schritt für Schritt, wie sich das kaum wahrnehmbare Erstarken des Nationalsozialismus ausbreitet.
Erschütternd ist, wie aus Freunden und Nachbarn Feinde werden und wie rasch nach den begangenen Gräueltaten eine beinahe unfassbare Normalität den Alltag des Ortes bestimmt. Tief bestürzt lege ich das beendete Buch aus der Hand, dessen Aktualität kaum größer sein könnte.

Sida Bazyar hat hier Großes geschaffen und der Deutsche Buchpreises wäre mehr als verdient.

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Der Klappentext vermittelt nur wenig über das Buch, welches gefüllt ist mit Geschichten und Schicksalen. Shida Bazyar hat einen sehr schönen und zu den Geschichten passenden Schreibstil. Die verschiedenen Perspektiven lassen einen eintauchen in die Geschichte eines kleinen Ortes und dessen Bewohner*innen über die letzten 90 Jahre. Manche Menschen mochte ich lieber und es gab Schicksale, welche mich mehr als andere berührt haben, dennoch habe ich alle gerne gelesen. Es ist kein Buch, welches man einfach so liest, es bewegt und macht an manchen Punkten sprachlos. Ich kann es trotz der Schwere, die es manchmal innehat, sehr empfehlen.

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„Die Lücken“ ist ein ganz besonderes, großes Buch, dessen Lektüre man so schnell (hoffentlich) nicht vergisst. Auf einzigartige Weise erzählt Shida Bazyar fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte anhand des fiktiven Ortes Heimesbach, der durchaus Parallelen zu einem realen Ort im Hunsrück erkennen lässt.

Vor allem aber füllt Bazyar Lücken: Sie erzählt von den jüdischen Menschen im Ort, davon, wie Nachbar und Freund, und schließlich ein ganzes Dorf, allzu bereitwillig mitmachen oder zumindest schweigen und wegschauen, während die Gräueltaten immer weiter zunehmen. Sie erzählt aber auch davon, wie schwer es ist, nach Flucht und Verfolgung in den 80er- und 90er-Jahren in Deutschland anzukommen. Von Heimat, Träumen und Ängsten. Und von einer Erinnerungskultur im Täterland, die an vielen Stellen mehr als fragwürdig erscheint.

Mit „Die Lücken“ hat Bazyar ein erschreckend aktuelles Meisterwerk geschaffen, das private und politische Geschichte miteinander verwebt. Die Lektüre ist nicht immer einfach: Wir springen zwischen Zeiten, Geschichten und Figuren. Die Zusammenhänge sind vielschichtig, dicht verwoben und nicht immer sofort greifbar. Doch wer sich darauf einlässt und dranbleibt, wird, auch sprachlich, auf eindrucksvolle Weise belohnt.

Fazit: Ein großartiges, wichtiges Buch, das herausfordert und berührt und vor allem lange im Gedächtnis bleibt. Eine ganz große Empfehlung!

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In Heimesbach leben Ende der 1920er Jahre jüdische Familien scheinbar vollständig integriert und unauffällig. Das ändert sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten, schneller als andere Orte gilt Heimesbach als “judenfrei”.

Ende der 1980er Jahre hoffen zwei aus Iran geflüchtete Familien genau dort auf einen Neuanfang, vielleicht sogar auf einen Ort, der Heimat sein kann.

“Die Lücken” ist die Geschichte eines Dorfes über nahezu hundert Jahre, erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven, mit verschiedenen Stimmen und nicht chronologisch.

Es ist aber vor allem die Geschichte der Menschen, Nazis und Mitläufern, Kriegsgewinnlern und denen, die es besser machen wollen. Es ist eine Art Mosaik in dem alles vorkommt, und das durch Lebensläufe und die Weltgeschichte immer weiterwächst.

Durch die Erzählweise fand ich den Roman nicht ganz einfach zu lesen, andererseits schafft Shida Bazyar dadurch eine Nähe zu den Personen, die mich tief berührt hat.

Absolute Empfehlung!

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