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Tage am Fluss
Roman | "Diese Zeit ruft nach Geschichten wie dieser. Große Empfehlung." Luisa Neubauer
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Erscheinungstermin 09.07.2026 | Archivierungsdatum 01.02.2027
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Zum Inhalt
Manchmal muss man gegen den Strom schwimmen, um bei sich anzukommen
An einem heißen Sommertag strandet ein junger Mann bei der Fährfrau Sara Harmsen und bringt all ihre sorgsam errichteten Mauern ins Wanken. Ein Roman über alte Wunden und den Mut, sich wieder auf das Leben einzulassen.
Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre, die das Dorf Erlengrund mit dem Rest der Welt verbindet. Mit sieben Hühnern, drei Schafen und der Hündin Luna lebt sie in einem abgelegenen Haus am Fluss. Eines Tages taucht auf Saras Fähre ein junger Mann mit einer Kopfverletzung auf, Leon. Sara verarztet den jungen Mann und versteckt ihn bei sich. Dafür verlangt sie, dass er ihr bei den Arbeiten rund um ihr Haus hilft. Beim Scheren der Schafe, bei der Reparatur des Hühnerstalls und beim Sensen der Obstwiese kommen sich Sara und Leon zögerlich näher und bringen den Mut auf, sich ihren alten Wunden zu stellen. Und sie teilen ihre Liebe zur Natur und die Sorge um unseren Planeten. Als die beiden sich gegen eine geplante Brücke wenden, die Saras Fähre bedroht, sehen sie sich Anfeindungen und Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Und dann tritt auch noch der Fluss über die Ufer …
»Diese Zeit ruft nach Geschichten wie dieser. Stark und stärkend, voller Lust am Leben. Große Empfehlung!«
Luisa Neubauer
Manchmal muss man gegen den Strom schwimmen, um bei sich anzukommen
An einem heißen Sommertag strandet ein junger Mann bei der Fährfrau Sara Harmsen und bringt all ihre sorgsam errichteten Mauern ins...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783462013672 |
| PREIS | 23,00 € (EUR) |
| SEITEN | 320 |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Christina M, Buchhändler*in
Ein unterhaltsamer Roman mit Tiefgang. Sarah, die Fährfrau mit einigem seelischen Ballast, betreibt ihre Fähre aus Familienbesitz in dritter Generation. Sie Fähre verbindet den kleinen Ort Erlengrund mit dem Festland. Eine Bewohner sind für den Bau einer neuen Brücke und damit für die Abschaffund der Fähe. Da sie dafür aber Teile von Sarahs Land benötigen, diese aber das Land nicht verkauft, hat sie mit Gegnern zu kämpfen, die machtvoller scheinen als sie sind.
Eines Abends steigt ein verletzter junger Mann zu ihr auf die Fähre und bittet um Hilfe. Nach anfänglicher Ablehnung erlaubt sie ihm gegen Arbeitskraft bei ihr zu bleiben. Leon, so heißt der junge Mann, trägt auch Geheimnisse mit sich herum . Die gemeinsame Arbeit und das Zusammenleben hilft beiden sich zu öffnen und alte Lasten abzuwerfen.
Wer ein Fan von Alte Sorten von Ewald Arenz ist, wird auch an diesem Buch viel Freude haben. Mit den Gedichten von Berthold Brecht, den klugen Gedanken zu Klima und Umwelt und den sehr sympathischen Protagonisten ist dieses Buch ein kleines Juwel und ich spreche hier eine klare Leseempfehlung aus!
Buchhändler*in 1176457
Ein wunderbar geschriebenes Buch mit einer stilsicheren und feinfühligen Zeichnung der weiblichen Hauptfigur. Themen wie persönliche Grenzen, Verluste und der Mut zur Veränderung werden überzeugend und sensibel herausgearbeitet. Auch die Nebenfiguren sind lebendig gezeichnet; einzig Leon bleibt etwas blass, was jedoch gut seine Jugend widerspiegeln könnte. Die eindrucksvollen Naturbeschreibungen geben der Geschichte viel Atmosphäre und tragen die Gesellschafts‑ und Konsumkritik, ohne sie zu überladen. Ein nachdenklich stimmender, positiv nachhallender Roman, der sich hervorragend als Sommerlektüre eignet.
Buchhändler*in 1075609
Ein unterhaltsamer Roman mit Tiefgang. Sarah, die Fährfrau mit einigem seelischen Ballast, betreibt ihre Fähre aus Familienbesitz in dritter Generation. Sie Fähre verbindet den kleinen Ort Erlengrund mit dem Festland. Eine Bewohner sind für den Bau einer neuen Brücke und damit für die Abschaffund der Fähe. Da sie dafür aber Teile von Sarahs Land benötigen, diese aber das Land nicht verkauft, hat sie mit Gegnern zu kämpfen, die machtvoller scheinen als sie sind.
Eines Abends steigt ein verletzter junger Mann zu ihr auf die Fähre und bittet um Hilfe. Nach anfänglicher Ablehnung erlaubt sie ihm gegen Arbeitskraft bei ihr zu bleiben. Leon, so heißt der junge Mann, trägt auch Geheimnisse mit sich herum . Die gemeinsame Arbeit und das Zusammenleben hilft beiden sich zu öffnen und alte Lasten abzuwerfen.
Wer ein Fan von Alte Sorten von Ewald Arenz ist, wird auch an diesem Buch viel Freude haben. Mit den Gedichten von Berthold Brecht, den klugen Gedanken zu Klima und Umwelt und den sehr sympathischen Protagonisten ist dieses Buch ein kleines Juwel und ich spreche hier eine klare Leseempfehlung aus!
Etwas von Grund auf ändern und Zeichen setzen.
"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.«
Durch das schöne Cover wurde ich auf das Romandebüt von Jochen Mariss aufmerksam und habe mich gefreut ihn, dank NetGalley und dem Kiepenheuer & Witsch Verlag, vorab als ebook lesen zu können.
Sara lebt auf einem kleinen Hof mit ihren Tieren am Fluss in einem kleinen Dorf. Sie ist die Fährfrau. Jonas kommt mit einer Kopfverletzung und einem Geheimnis auf ihre Fähre und sie versorgt ihn. Dafür hilft er auf dem Hof.
Heiße Sommertage, kein Regen, der Pegelstand des Flusses wird immer niedriger. Trotzdem kann man sich die Idylle vorstellen, dazwischen der heruntergekommene Hof, die träge machende Hitze, der trockene Garten. Es gelingt dem Autor ausgezeichnet, diese Bilder mit schönen Worten vor Augen zu transportieren. Doch auch den Kummer, die Einsamkeit, die Erinnerungen sind spürbar. Und sehr schön wird der Prozess beschreiben, wie man sich öffnen und füreinander da sein kann. Berührend und tiefgehend erzählt.
Die beiden Protagonisten werden allmählich eingeführt und geduldig entwickeln sich ihre Charaktere, die glaubhaft und authentisch beschrieben werden, die ihren Überzeugungen gemäß handeln und leben. Man spürt ihre Sorge um den Zustand unserer Welt, ihr Bemühungen zu verstehen und zu bewahren.
Jochen Mariss erzählt seine Geschichte langsam, so dass sich die Problematik allmählich entwickelt und auf die Höhepunkte zusteuert. Dabei werden seine Themen - Natur, Klima, Umwelt - dem Lesenden nicht übergestülpt, sondern plastisch vor Augen gemalt. Alles folgt logisch aufeinander.
Mir hat dieser ruhig erzählte Roman, den eine stille Spannung durchzieht und der verschiedene Problematiken im zwischenmenschlichen und in unserer Umwelt zum Thema macht, sehr gefallen. Nicht besser wissend sondern gut wissend erzählt.
LINKS NACH ERSCHEINUNGSTERMIN
S R, Buchhändler*in
Sara ist nicht mehr ganz jung und betreibt in dritter Generation die Fähre, die ein Dorf mit dem Festland verbindet. Dort mehren sich Befürworter für den Bau einer Brücke. Nicht nur deshalb hat sie es nicht so mit Menschen und lebt lieber allein mit ihrem Hund. Eines Tages betritt der junge Leon die Fähre. Er wurde bei einer Demonstration verletzt und wird gesucht. Er bittet um Schutz und Hilfe. Sara ist wenig begeistert, nimmt ihn dann aber doch zu sich. Er darf vorübergehend bleiben: Reparaturarbeiten gegen Kost und Logis.
Wir erfahren mehr über die Vergangenheit der beiden. Wie mag wohl die Zukunft aussehen für Sara bzw Leon. Oder auch Sara und Leon?
Schöne Naturbeschreibungen und ein angehmer Schreibstil lassen uns wie ein ruhiger Fluss durch dieses Buch gleiten.
Buchhändler*in 2057187
Ein schöner Titel mit einer kraftvollen Botschaft, vom Setting sowie vom Schreibstil her allerdings sehr ruhig. Ich habe schwer hineingefunden und kann mir vorstellen, dass man Zeit und Ruhe braucht, um dieses Buch angemessen lesen und würdigen zu können.
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1171222
Eine Eindsiedlerin sowie Fährfrau und ein junger Klinaaktivist treffen aufeinander und bauen ein zartes Band zueinander aus. Sie verheimlichen sich gegenseitig einiges, was immer wieder für Krach sorgt. Eine grosse Überschwemmung führt sie schliesslich zueinander. Trotz Wokeness ein lesenswerter Roman.
Tatjana V, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Jochen Mariss verwebt in seinem Roman eine berührende, leise Liebesgeschichte mit hochaktuellen Themen wie Umweltschutz, Heimatverlust und dem Mut, gesellschaftlich gegen den Strom zu schwimmen. Ein absolute Leseempfehlung von mir.
Christa S, Buchhändler*in
Ein wunderschöner Roman. Die Geschichte hat mich sofort abgeholt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Die Figuren werden sehr einfühlsam geschildert und die Atmosphäre des Buches nimmt einen gefangen.
Ich habe es schon mehrfach erfolgreich empfohlen.
Buchhändler*in 405648
Ein ausgesprochen lesenswertes Buch, das mich durch seine Umweltthematik und die Tiefe der Protagonisten überzeugte. Zudem gefiel mir der ruhige, atmosphärische Schreibstil, der sich in jeder Zeile widerspiegelt und diese ganz besonderen Sommertage so eindrucksvoll in Szene setzt.
Buchhändler*in 1611022
Großes Kino für Kopf und Klima – Relevanter denn je!
Manche Bücher liest man nicht nur, man durchlebt sie. „Tage am Fluss“ von Jochen Mariss ist genau so ein Buch, das mich von der ersten Seite an gepackt und tief bewegt hat.
Der Autor greift hier das extrem dringliche Thema der Klimakrise auf, macht es aber durch die Augen seiner Figuren greifbar und lebendig. Der Fluss ist hier keine Kulisse, sondern das pulsierende Zentrum der Geschichte, dessen Bedrohung man beim Lesen förmlich spüren kann. Mitten in dieser Kulisse entfaltet sich das Zusammenspiel von Sara und Leon. Die beiden tragen tief sitzende, verborgene Geschichten und Geheimnisse mit sich herum, die sich wie ein roter Faden durch den Roman ziehen und der Handlung eine enorme psychologische Tiefe verleihen.
Mariss’ Schreibstil ist absolut großartig: messerscharf beobachtet, feinfühlig und mit einer dichten Atmosphäre, die einen komplett in den Bann zieht.
Fazit:
Ein absolut packender, hochaktueller Roman, der den Finger in die Wunde unserer Zeit legt und gleichzeitig zwei faszinierende Charaktere psychologisch tiefgründig seziert. Klug, intensiv und eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die literarische Substanz suchen. Dieses Buch hallt definitiv nach!
Buchhändler*in 432316
Schöner Freundschaftsroman zwischen einer Fährfrau und einem jungen Umweltaktivisten.
Leon protestiert mit anderen Jugendlichen gegen die Abholzung eines Waldstücks für den Bau einer Autobahn. Die Auseinandersetzung mit der polizei eskaliert, er haut ab und landet verletzt bei Fährfrau Sara, die ihn bei sich aufnimmt und sich um ihn kümmert.
Doch Sara hat ihre eigenen Probleme. Aufgrund ihrer traurigen Familiengeschichte lebt sie sehr zurückgezogen und hat hohe Mauern um ihre Seele errichtet. Außerdem machen der Oberbürgermeister und die anderen Dorfbewohner ihr Druck. Die Fähre sei nicht rentabel, eine Brücke solle gebaut werden. Nur dafür müsste Sara ein Stück von ihrem Land hergeben. was sie keinesfalls möchte.
Zwischen Sara und Leon entwickelt sich eine große Vertrautheit, allemal eine tiefe Freundschaft, möglicherweise gar eine hauchzarte Liebesgeschichte...
Wunderbare Geschichte, die Hoffnung macht. Mit sympathischen Hauptfiguren, tollem Setting (die Flusslandschaft) und aktueller Thematik (Klimawandel, Umweltschutz, Nachhaltigkeit).
Insgesamt hat mich die Story sehr an Benjamin Myers "Offene See" erinnert, wobei es da neben der tollen Freundschaftsgeschichte zwischen einem jungen Mann und einer älteren Dame um die Liebe zu Büchern und zur Literatur ging. Der Myers hat mir allerdings noch besser gefallen als das Buch von Mariss, das aber auch sehr empfehlens- und lesenswert ist.
Das Cover zu "Tage im Fluss" passt hervorragend und ist auffällig schön gestaltet. Ein ganz besonderer Blickfang, der den Inhalt des Buches und die Figur der Sara sehr gut widerspiegelt.
Meine Bewertung: 3,8 von 5 Punkten.
Das Buch hat mich von den Vibes her sehr an "Alte Sorten" von Arenz erinnert.Zwei versehrte Seelen, die sich zufällig finden und gegenseitig stützen und heilen helfen.
Dazu kommen noch die wirklich schönen Naturbeschreibungen, überhaupt die Liebe zur Natur, die spürbar ist.
Das Thema Klimaschutz und Naturschutz ist omnipräsent, aber nicht mit erhobenen Zeigefinger.
Ich mochte die Geschichte von Sara und Leon sehr und werde sie gerne weiterempfehlen.
Ein atmosphärischer Roman über die eigenbrötlerische Fährfrau Sara, die den verletzten Klimaaktivisten Leon bei sich aufnimmt, der ihrem Leben eine neue Bedeutung gibt.
Die einfühlsame und bildhafte Sprache lässt die Protagonisten und das abgeschiedene Leben am Fluss lebendig werden.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die berührende Geschichten über Liebe, Natur und den Mut zur Veränderung mögen.
Brigitte K, Buchhändler*in
Eine liebevolle Geschichte um die eigenbrötlerische Fährfrau Sarah und den jungen Klimaaktivisten Leon, der verletzt Zuflucht auf Ihrem Hof findet. Ein sehr schöner und unterhaltsamer Sommerroman mit vielen aktuellen Themen und zwei sympathischen und ermutigenden Figuren
Lena F, Buchhändler*in
Eine altbekannte Geschichte: schrulliger Einzelgänger trifft auf jungen Menschen, der seine Schale knackt. In diesem Fall geht es um Sara, die in vierter Generation mit ihrer Fähre ein Dorf mit der nächsten Stadt verbindet, und Leon, Sprössling aus gutem Hause, der die Erde vor dem Untergang durch den Klimawandel retten will. Der Roman kommt ohne große, actiongeladene Handlung aus, überzeugt vielmehr durch leise Gefühle. Der Bau einer Brücke würde Saras Job obsolet machen und eine Zerstörung von örtlicher Flora und Fauna bedeuten. Das verbindet beide Figuren und ist auch das, was Jochen Mariss meiner Meinung nach besonders gelungen ist: die Verknüpfung der Geschichte mit einem aktuellen Thema, das uns alle betrifft.
Gebine S, Buchhändler*in
Eine kleine Fähre über einen Fluss, die Menschen jeweils auf die andere Seite bringt: klingt romantisch oder?
Für Sarah ist sie Arbeitsplatz, Erbe, Heimat für andere in Erlengund Verhinderung von Fortschritt. Sie wollen eine Brücke.
Wer wird in diesem Streit siegen, der das Dorf spaltet? Auf welche Seite schlägt sich Leon, der junge Mann voller Geheimnisse, den Sara mit ihrer Fähre aufgabelt?
Eine schöne Sommergeschichte mit Tiefgang!
Marlene B, Buchhändler*in
Ich finde das Cover sehr passend.
Eine Geschichte mit intensiven Charakteren, die kantige, oft heftig aufbrausende Sara trifft auf den verzweifelten, empfindsamen Leon. Mal ruhig dahin strömend, mal durchrüttelnd schnell entfaltet sich der Roman wie der Verlauf eines Flusses. Unerwartete Untiefen und mehr oder weniger vorhersehbare Wendungen, die Mal zum Lachen, zum Weinen, zum Wüten, zum Nachdenken anregen. Lebensgeschichten und -wege entwirren sich langsam. Das Fachwissen was Schafe, Hühner und Heu angeht bezweifle ich, dafür ist das Fachwissen über Bäume und die Kenntnis von Gedichten spürbar gegeben.
Ich bin mit Sara und Leon abgetaucht in ein anderes Leben, ganz wie man es sich von einem Fluss, äh Buch erhofft.
5 Sterne und meiner Empfehlung dieser naturnahen, lebensbejahenden Buchperle.
Fiona H, Buchhändler*in
Ein nachdenklich stimmender Sommerroman.
Auf dem Cover sieht man Sara, Fährfrau und ehemalige Buchhändlerin.
Wohnt am Fluss mit Ihrem Hund Luna und Ihren sieben Hühnern.
Ein Brückenbauprojekt droht Ihren Job als Fährfrau und ihr Grundstück am Fluss zu vernichten. Die Dorfgemeinschaft ist gespaltener Meinung.
Dieses Buch behandelt auch die Liebe zum Lesen, Gewalt in der Familie und das Kollektive Augen verschliessen des Umfelds, sowie die Frage ob der Zweck die Mittel heiligt.
Für Leser*innen von Delia Owens, Ewald Arenz oder "Windstärke 17".
Gabriele K, Buchhändler*in
Zwei Protagonisten, die im Leben gegen den Strom schwimmen, begegnen sich ausgerechnet auf einer Fähre. Ein Zeit aktuelles Buch, das Klimaschutz und Naturschutz miteinander verbindet.
Sara Harmsen betreibt eine kleine Fähre auf einem Fluss in Norddeutschland, die für Schüler und Arbeitnehmer - sprich Fußgänger und Radfahrer - eine wichtige Verbindung zu ihren Quasi Arbeitsstätten am anderen Ufer bietet. Die nächste Brücke ist viele Kilometer entfernt. Sara lebt mehr recht als schlecht von diesem Betrieb, Sie ist genügsam, baut ihr eigenes Obst und Gemüse an und hat auch noch 7 Hühner.
An einem Sommertag strandet Leon auf ihrer Fähre, der weder das Geld für die Überfahrt hat noch sehr vertrauenswürdig aussieht, denn er ist verletzt, dehydriert und trägt verschmutze Kleidung. Als er Sara auch noch um Hilfe bittet ist sie nicht begeistert, denn sie liebt ihr einsames , selbst bestimmtes Leben. Wider alle Vernunft nimmt sie Leon auf, aber sehr barsch und wenig liebevoll hilft sie ihm. Zunächst soll er am nächsten Morgen weiterziehen, aber dann erkennt sie, dass sie Hilfe gut gebrauchen kann. Der kleine Hof ist schon ein wenig verwahrlost . Es entsteht eine Zweckgemeinschaft zwischen beiden. Sara sorgt für frisch gebackenes Brot und das andere Essen, Leon renoviert und packt an, wo er es für nötig empfindet. Das führt auch mal zu Spannungen.
Beide haben ihre Geheimnisse und sind recht verschlossen. Zudem plagen beide Existenzängste: Sara weil eine neue Brücke ihren Betrieb gefährden könnte, Leon wird nach einer Klimaschutzaktion in einem Wald von der Polizei gesucht.
Langsam entsteht ein wenig Nähe zwischen beiden. Ein Hochwasser und die Gefahr für die Fähre schweißt in der Gefahr beide nach einem Streit wieder zusammen. Leon rettet Saras Existenz nachdem er Beweise für ein politisches Ränkespiel um den Brückenbau findet.
Eine Sommergeschichte der anderen Art mit Protagonisten, die auf Grund ihrer Familiengeschichte so geworden sind, aber Möglichkeiten finden, neue Wege in ihrem Leben einzuschlagen.
Es hat für mich erstmal langsam angefangen und wenn ich nicht motiviert geworden wäre, hätte ich es vielleicht sogar abgebrochen. Es hat aber dann noch eine Wendung gemacht, die mir etwas mehr Tiefe gegeben hat.
Das Thema Naturschutz hat sich für mich irgendwie so aufgesetzt angefühlt und die Charaktere blieben zunächst etwas flach. Das hat sich im Verlauf der Geschichte für mich verbessert. Insgesamt solide.
Der grüne Mond
Dem Autor ist ein atmosphärischer und berührender Sommerroman gelungen.
Durch den flüssigen Schreibstil bin ich schnell in diese Geschichte angekommen.
Der Autor zeichnet ein genaues Bild dieses fiktiven Ortes, ein idyllisches Wohlfühlplätzchen, ein idealer Rückzugsort.
Sara und Leon wirken authentisch, und trotz ihrer Unterschiedlichkeit mag ich beide sehr. Durch die unterschiedlichen Perspektiven, die ihre Erlebnisse und Gedanken widerspiegeln, erfahre ich viel über ihre persönlichen Sorgen und Ängste.
Was als anfängliche Zweckgemeinschaft
begann, entwickelt sich zu einem harmonischen und stabilen Miteinander.
Als sie sich gegen eine geplante Brücke stellen, die Saras Zukunft bedroht, sehen sie sich Anfeindungen und Übergriffen aus dem Dorf ausgesetzt. Die Situation eskaliert beinahe zu einer Katastrophe. Hier sorgt der Autor für reichlich Spannung, doch er findet hier einen gelungenen Weg, diesen Konflikt zu lösen.
Eine berührende und nachdenklich stimmende Geschichte über den Klimawandel.
Rezensent*in 2036813
Buchrezension – Tage am Fluss von Jochen Mariss
Tage am Fluss ist ein ruhiges und nachdenkliches Buch, das zum Innehalten einlädt. Mit seinen einfühlsamen Gedanken und stimmungsvollen Bildern regt es dazu an, den Blick auf die kleinen, wertvollen Momente des Lebens zu richten.
Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Es lässt sich angenehm lesen und eignet sich besonders für zwischendurch, wenn man etwas Entschleunigung sucht. Manche Passagen haben mich zum Nachdenken gebracht, auch wenn mich nicht jeder Gedanke gleichermaßen angesprochen hat.
Insgesamt ist Tage am Fluss eine schöne, ruhige Lektüre für alle, die poetische Texte und inspirierende Denkanstöße mögen. Kein absolutes Highlight für mich, aber durchaus lesenswert.
Sara Harmsen ist Fährfrau und bringt die Bewohner mit ihrer Fähre von zu Hause rüber nach Erlengrund. An einem heißen Sommertag strandet plötzlich Leon, ein junger Mann, bei ihr und bringt ihre sorgsam errichteten Mauern ins Wanken.
Die Bewohner und besonders der Bürgermeister wollen, dass Sarah ihre Fähre und ihr Land verkauft, weil sie eine Brücke rüber nach Erlengrund bauen wollen, weil es praktischer und zeitgemäßer wäre. Doch Sarah denkt nicht daran zu verkaufen, da die Fähre schon lange im Familienbetrieb ist. Damit verscherzt sie es sich mit den Bewohnern.
Ich mochte die Geschichte sehr gern. Es war zwar langsam und ruhig erzählt, doch auf keiner Seite langweilig. Ich habe mich bei Sara auf der Fähre gesehen und das Wasser rauschen gehört, beim Lesen und beim Hörbuch hören.
Sara als Protagonistin ist auf ihre Weise eine ganz besondere und teilweise auch eigenartige Frau. Das Leben hat ihr schwere Zeiten gegeben, an denen sie gewachsen, aber auch immer mehr zur Einsiedlerin und zur Außenseiterin geworden ist.
Als Leon dann in ihr Leben tritt, merkt man regelrecht, wie sie wieder aufblühte, fand ich. Die Anziehung zwischen den beiden fand ich am Anfang etwas eigenartig, weil Sara älter ist als Leon und ich am Anfang den Unterschied nicht so einschätzen konnte. Aber mit der Zeit verstand ich es und mochte die beiden sehr zusammen.
Es wird hier speziell auf das Thema Umwelt und Klima eingegangen, das muss man wissen. Doch ich fand es eigentlich ganz interessant, wie es hier dargestellt wurde, und fand es auch nicht zu viel.
Ich kann #tageamfluss auf jeden Fall empfehlen. Wenn ihr noch einen schönen, ruhigen Sommerroman sucht, werdet ihr hier eure Freude dran haben.
⭐️⭐️⭐️⭐️,5
Buchhändler*in 1989894
"Tage am Fluss“ ist ein stiller, fast meditativer Roman, der mich in seiner Atmosphäre gefangen hat. Der abgeschiedene Ort am Fluss, an dem Sara mit ihrem Hund und ihren Hühnern lebt, entfaltet beim Lesen einen ganz eigenen Zauber. Die wunderschöne, teilweise poetische Sprache lässt die Landschaft regelrecht lebendig werden.
Im Mittelpunkt stehen mit Sara und Leon zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Während Sara robust und verschlossen ist und ein schweres Trauma mit sich trägt, ist Leon ein sanfter Umweltaktivist, dem es nach und nach gelingt, ihre harte Schale aufzubrechen.
Gleichzeitig war mir die Geschichte stellenweise etwas zu ruhig und zog sich für meinen Geschmack zu sehr dahin. Auch einige der angesprochenen Themen hätten gerne mehr Tiefe bekommen dürfen.
Dennoch ein atmosphärischer Sommerroman mit einer wichtigen und hochaktuellen Botschaft über Klimaschutz, Verlust und die Kraft eines Neuanfangs.
Wieder mal treffen zwei sehr unterschiedliche Menschen aufeinander. Da ist die zurückgezogen als Fährfrau lebende Sara Harmsen und der junge Umweltaktivist Leon. Durch Zufall lernen sie sich kennen. Beide sind auf der Suche nach einem Sinn, nach einer Möglichkeit, die Welt zu retten, mal im Kleinen, mal im Großen. Beide lieben die Natur, und beide haben Angst davor, was die Klimakrise mit der Welt und mit ihrem eigenen Leben machen wird.
Es ist ein Buch, das zwar hin und wieder den Zeigefinger erhebt und uns daran erinnert, dass wir schleunigst aktiv werden müssen, insgesamt aber eher aufzeigt, wie sich die Region verändert, wie das Geschäft des Fährmanns oder der Fährfrau langsam durch Brücken überflüssig wird und dann auch die Frage stellt, ob das gut so ist oder eigentlich nicht.
Das Leben beschleunigt sich immer mehr, vieles bleibt dabei auf der Strecke. Die Beziehung der beiden Protagonisten fand ich nicht immer glaubwürdig, aber insgesamt habe ich es gerne gelesen, weil das Thema wichtig ist und es spannend war, auf das Ende hinzufiebern.
Buchhändler*in 1323428
Als die Fährfrau Sara Harmsen gerade zu ihrer letzten abendlichen Fahrt aufbrechen will, stolpert Leo auf ihre Fähre. Er sieht arg mitgenommen aus, wirkt aber irgendwie sanft und ein wenig verstört. Anfangs ist Sara mißtrauisch, aber dann nimmt sie ihn mit und er übernachtet bei ihr. Sara ist wortkarg und mag nicht gerne Menschen um sich herum. Zuviele alte Wunden brennen in ihr. Außerdem gefährdet eine geplante Brücke ihren Arbeitsplatz. Leo kämpft gegen seine eigenen Dämonen und möchte gerne vorerst bei Sara bleiben und ihr helfen. Ganz langsam entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft zwischen den beiden und Leo bricht mit seinen ständigen Fragen Saras Mauern nach und nach ein. Aber auch Leo hat seine Geheimnisse. Die Tage am Fluß bei Sara verändern ihn und auch Sara beginnt wieder Lebensfreude zu empfinden.
Ein leises und ganz zauberhaftes Buch über die Macht der Altlasten, die man mit sich rumschleppt und über Neuanfänge...Hat mir sehr gut gefallen
Die Seele lüften, den Blick weiten
"Tage am Fluss" ist der Debütroman von Jochen Mariss und erscheint am 9. Juli 2026 im Verlag Kiepenheuer & Witsch. Das Cover, eine Frau im roten Badeanzug, die in einem Fluss schwimmt, der Titel und schließlich der Klappentext versprechen einen unterhaltsamen Roman.
Sara betreibt die Fähre in der vierten Generation. Für einen Teil der Bewohner, allen voran Ortsbürgermeister Ahlhausen, ist das nicht mehr zeitgemäß. Die beste Lösung ist eine Brücke, die nicht nur die Bewohner von Erlengrund schneller und zuverlässiger auf die andere Seite bringt, sondern auch den Tourismus ankurbelt. Allerdings müsste Sara für den Bau der Brücke ein Teil von ihrem Grundstück verkaufen.
Leon ist auf der Flucht vor der Polizei, als er sich von Sara mit der Fähre übersetzen lässt. Er ist verletzt und mit seinen Kräften total am Ende. Und obwohl sich alles in Sara sträubt, nimmt sie ihn für eine Nacht bei sich auf.
Jochen Mariss bindet in seinen Roman auch Themen wie Umwelt- und Naturschutz ein, was ich zeitgemäß finde und mir gut gefällt. Der Roman wird im Wechsel von Sara und Leon erzählt. Dabei tastet man sich immer mehr in das Leben der beiden hinein. Jochen Mariss hat einen schönen Sommerroman geschrieben, in dem es zwischen Sara und Leon auch ein wenig knistert.
Buchhändler*in 956792
Ein emotionaler Roman zu einem aktuellen Thema, dem Klimawandel. Zwei Hauptfiguren die unterschiedlicher nicht sein können, geprägt von ihren Familien und um den Sinn des Lebens.
Buchhändler*in 406819
Ein sehr schöner Sommerroman mit aktuellen Hintergründen wie Umweltzerstörung, Klimawandel und Kapitalismuskritik. Den abweisenden, verbitterten, verhärteten Charakter von Sara fand ich in der Darstellung etwas arg übertrieben. Ich dachte erst, die Frau sei mindestens 80 Jahre alt. Schön, dass die angedeutete Liebesgeschichte am Ende offen bleibt.
Buchhändler*in 1167849
Ein wunderbares Sommerbuch, atmosphärisch und berührend. Aber vor allem die drohende Klimakatastrophe, Natur und Umwelt spielen eine große Rolle in diesem unterhaltsamen Roman. Gespickt mit lyrischen Passagen über Wald, Wasser und Tiere ( was mir sehr gefallen hat) erzählt Jochen Mariss die Geschichte von der Fährfrau Sara und einem jungen Mann, Leon, der sich verletzt auf ihre Fähre rettet und den sie verarztet und aufgrund seines Zustands bei sich wohnen lässt. Es entwickelt sich eine bewegende Geschichte die aus zwei Perspektiven geschildert wird.
Hat mir gut gefallen - klare Empfehlung!
Buchhändler*in 1759956
Es hat ein wenig gedauert bis ich in die Story kam aber dann hat es mir gut gefallen.
Die Beziehung und Freundschaft zwischen den Protagonistin hat mich überzeugt.
Rezensent*in 485843
Leon ist auf der Flucht. Er hat an einer Demonstration im Uhlendorfer Forst teilgenommen, die von der Polizei aufgelöst wurde, seitdem glaubt er, gesucht zu werden. Verwundet schafft er es mit letzter Kraft auf die Fähre von Sara Harmsen. Das hat ihr gerade noch gefehlt, so kurz vor Feierabend. Widerwillig nimmt sie den jungen Mann mit nach Hause, verarztet ihn und gibt ihm für eine Nacht ein Dach über dem Kopf. Sara wohnt auf dem Hof «Grüner Mond», auf dem sie aufgewachsen ist und schon ihr Vater die Fähre betrieben hatte. Der Hof ist ziemlich heruntergekommen und so bietet Leon ihr an, bei den Reparaturarbeiten zu helfen. Nach anfänglichem Zögern nimmt Sara die Hilfe an. Die beiden werden ein eingespieltes Team, dabei entwickeln sie füreinander Gefühle, die sie nicht wahrhaben wollen. Besonders verbindet sie eine Gemeinsamkeit: Beide waren die schwarzen Schafe ihrer Familie.
Doch über der Idylle liegt ein Schatten: Die Haupthandlung dreht sich um eine Brücke, die gebaut werden soll und Saras Fähre ersetzen würde. Der Betonklotz würde nicht nur die Landschaft verschandeln, sondern auch mitten durch ein Naturschutzgebiet führen. Alexander Ahlhausen, der Ortsbürgermeister, droht ihr sogar mit Enteignung. Dazu kommt Felix Kowalsky, der sich mit seinem Verein «ProBrücke» für das Projekt starkmacht. Doch längst nicht alle Bewohner von Erlengrund sind für die Brücke.
Mir gefiel der ruhige, atmosphärische Schreibstil. Er lädt dazu ein, sich richtig in die Geschichte fallen zu lassen, sich einfach zu den beiden zu setzen oder sie irgendwo hinter einem Baum zu beobachten. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Sara Harmsen wird als schrullige Eigenbrötlerin dargestellt . Doch der Schreibstil bleibt dabei durchgehend so weich, dass diese Kanten in der Sprache kaum spürbar werden. Hier hätte ich mir einen etwas prägnanteren Ton gewünscht, der besser zu Saras Wesen passt.
Insgesamt aber ein gelungener Sommerroman!
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