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Buchcover für Die Dinner Party

Die Dinner Party

Roman | Wenn ein kurzer Moment alles verändert. Ein Roman mit Sogkraft über Grenzen, Wut und Selbstbefreiung

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Erscheinungstermin 30.03.2026 | Archivierungsdatum 31.05.2026


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Zum Inhalt

»Ich erinnere mich an alles, was in diesen drei Minuten zu Beginn des Abends geschah, an ihn und mich in der Küche. Das und das, was am Ende geschah: das Messer und was ich damit gemacht habe.«
Franca zieht Andrew zuliebe von Utrecht nach England, doch das Idyll beginnt schnell zu bröckeln. Als sie auf seinen Wunsch eine Dinnerparty für seine Kollegen ausrichtet - mitten in einer flirrenden Hitzewelle, der Kühlschrank streikt, der Alkohol fließt - spitzen sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem Abend zu, der alles verändert. Als lang verdrängte Wut in ihr aufsteigt, verliert Franca die Kontrolle ...

»Ich erinnere mich an alles, was in diesen drei Minuten zu Beginn des Abends geschah, an ihn und mich in der Küche. Das und das, was am Ende geschah: das Messer und was ich damit gemacht habe.«
Franca...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783759600585
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 336

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

4 stars
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4 stars

Dieses Bild war wirklich eine absolute Achterbahnfahrt. Das Ganze wird in drei Zeitebenen erzählt und super viel bleibt über die Geschichte hinweg ungesagt, sodass immer wieder zwischen den Zeilen gelesen werden muss. Dazu kommt der Schreibstil, der sich mit dem Zustand der Protagonistin zusammen wandelt. Was ich vor allem geliebt habe, ist, wie sich die Erzählweise an den Abend angepasst hat. Umso mehr Alkohol ins Spiel kam und umso heißer es wurde, umso hitziger wurden auch die Gedanken und Unterhaltungen. Das hat nochmal ordentlich Spannung reingebracht. Zudem hat natürlich auch das Messer einen sehr großen Anteil an besagter Spannung. Was jedoch wohl mein Highlight war, sind die Metaphern und die Gesellschaftskritik, die hier wirklich durch die Blume mit den Lesenden geteilt wird. Bin allgemein wirklich super happy, dass es mir so gefallen hat und bin jetzt sehr gespannt, was in Zukunft noch so von der Autorin kommen wird.

4 stars
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Frans Leben ist aus dem Ruder gelaufen - bei einer Dinnerparty in ihrem Haus hat sich etwas ereignet, an das sie sich nicht mehr erinnern kann oder will - etwas, das dazu geführt hat, dass sie nicht nur in einer neuen Stadt ihr Leben komplett neu aufbaut, sondern auch wöchentliche Sitzungen bei einer Psychaterin absolviert. Nun schreibt sie einen Brief an Harry, eine Person, die ihr vor einiger Zeit sehr nahe stand, und nähert sich darin verdrängten Wahrheiten an - nicht nur über den Abend der Dinnerparty, sondern auch ihre eigene Vergangenheit. Spannend erzählt und voller kluger Beobachtungen - wie eine moderne Version von "Who's Afraid of Virginia Woolf".

5 stars
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Die Dinner Party von Viola van de Sandt

Stell dir vor, du ziehst für die Liebe in ein fremdes Land, nur um festzustellen, dass du dort Stück für Stück deine eigene Identität verlierst. Viola van de Sandts Roman führt uns genau an diesen Punkt: in ein Leben in England, das für die Protagonistin Franca wie ein Maßanzug wirkt, der an jeder Stelle kneift. Was oberflächlich wie ein Neustart wirkt, entpuppt sich als meisterhaft konstruiertes Kammerspiel der Unterdrückung. Die Autorin verzichtet dabei auf plumpe Schockeffekte und setzt stattdessen auf ein subtiles Unbehagen, das sich wie Nebel zwischen die Zeilen legt. Man spürt förmlich, wie Franca versucht, in einer Welt zu funktionieren, die nicht die ihre ist, und wie schwer das Gewicht der Erwartungen auf ihren Schultern lastet.

Der Wendepunkt des Romans, eine vermeintlich banale Dinnerparty für die Kollegen ihres Partners, wird zum Schauplatz einer psychologischen Entlarvung. Die Stimmung kippt schleichend, während sich die unterdrückten Emotionen Francas mit einer Intensität entladen, die den Leser unmittelbar in das Geschehen zieht. Die Spannung ist dabei kaum greifbar, aber ständig präsent, und erzeugt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann.

Es ist ein beklemmend reales Porträt einer Frau, die unter dem Zwang zur ständigen Anpassung zu ersticken droht. Wer ein Buch sucht, das man nicht einfach nebenbei konsumiert, sondern das einen fordert, aufwühlt und auch nach dem Zuklappen der letzten Seite noch lange im Kopf arbeitet, wird hier fündig. Es ist eine eindringliche Charakterstudie, die den schmalen Grat zwischen gesellschaftlicher Erwartung und persönlichem Zusammenbruch präzise auslotet und damit einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

4 stars
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„Ich weiß, was ich getan habe […] Nur daran erinnern kann ich mich nicht.“


Franca folgt ihrem Freund Andrew von Utrecht nach England. Sie bricht ihr Studium ab, nach der Verlobung ist Franca quasi Hausfrau und langweilt sich. Sie flüchtet sich oft in Alkohol und exzessiven Serienkonsum.
Als Andrew sie bittet, für ihn und einige Arbeitskollegen kurzfristig eine Dinnerparty zu organisieren, eskaliert alles. Kurz vor der Dinner Party passiert etwas. Als dann zur Dinner Party noch unerwartet eine weitere Person erscheint, wird Franca mit ihrer Vergangenheit und ihren damaligen Entscheidungen konfrontiert.
Sie greift zu einem Messer - An alles, was dann passiert, erinnert sie sich danach nicht mehr …

„‘Franca? Nachdem Sie das Messer genommen haben …’
‘Doch, ich weiß, was passiert ist’, sage ich leise. ‘Sie haben es mir ja erzählt.’ Erinnerungen blitzen auf, Gesichter hauptsächlich, Ärzte, Polizisten. Zerknitterte Laken, die sonderbare Füllung des Kissens, weder Schaum noch Daunen. Das Warten darauf, dass die Tür sich öffnet.
‘Ich weiß, was ich getan habe’, sage ich. ‘Nur daran erinnern kann ich mich nicht.‘“

„Die Dinner Party“ von Viola van de Sandt ist eine herausfordernde Leseerfahrung.
Die Geschichte wird in drei Zeitebenen erzählt: das Leben in Berlin, der Abend der Party und die Zeit in Utrecht.
Da Francas Therapeutin ihr rät, einen Brief zu schreiben, um das Erlebe zu verarbeiten, liest sich der Roman wie ein Brief, wodurch man gut in Francas Leben eintauchen kann.
Der Schreibstil ist oft sehr direkt und brutal, die Geschichte fesselnd.
Zwischendurch gab es allerdings einige Stellen, die mir etwas zu wirr waren: was war hier real und was nicht?
Gegen Ende gibt es eine recht unerwartete Wendung (ich werde sicher nicht spoilern hier!), die nochmal ordentlich für Spannung sorgte.

„Wie nennt man das, was Andrew mir an jenem Abend angetan hat? Spielt das eine Rolle?
[…] Wichtig ist, was ich daraus mache. Nicht, was Andrew getan hat. Der Einfluss, den es auf mein Leben hat, auf meine Persönlichkeit, auf meine Wünsche und Träume.
Es gibt keine einfache Antwort. Die gibt es nie. Aber wie auch immer die Antwort lauten mag – ich lausche. Ich lese.
Sie muss irgendwo in diesen Seiten stecken.“

Als Bibliophile fand ich natürlich den Bezug zur Literatur sehr interessant; sowohl den Diskurs um den Literaturkanon als auch solche Stellen zum Thema Lesen:

„‘Einer meiner Dozenten meinte mal, dass Lesen wie ein Muskel ist, der trainiert werden muss’, fahre ich fort, während ich die Amsel weiter beobachte. Stella hört zu. ‘Man muss diesen Muskel erst aufbauen. Wenn man in seinem Leben nur fünfundzwanzig bis hundert Bücher liest …’ Ich schüttele den Kopf.
‘Was dann?’
‘Dann ist man als Leserin so leistungsfähig wie eine Couch-Potato bei den Olympischen Spielen.’
Stella lacht.
‘Dann liest man nur das, was in dem Buch erzählt wird’, füge ich hinzu. ‘Nur die Geschichte, und das war’s. Aber die Geschichte ist ja nur der Anfang eines Buches. Und ein Buch endet erst dann, wenn es nicht mehr gelesen wird.’“

Vielen Dank an den pola Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

4 stars
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Ich hab ehrlich gesagt gedacht, ich bekomme hier einfach ein Kammerspiel über eine Dinnerparty. Ein Abend, ein paar Leute, Gespräche, vielleicht ein bisschen unterschwellige Spannung.

Aber das Buch hat sich ganz anders angefühlt.

Es passiert eigentlich gar nicht so viel im klassischen Sinne. Kein großes Drama, keine krassen Wendungen. Und trotzdem hatte ich die ganze Zeit dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. So eine unterschwellige Anspannung, die immer da ist, auch wenn gerade nichts „passiert“. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag, aber ich war die ganze Zeit wach beim Lesen.

Franca fand ich dabei richtig gut getroffen. Nicht im Sinne von „sympathisch“ oder „stark“, sondern einfach glaubwürdig. Dieses ständige Zweifeln, dieses sich selbst nicht so richtig trauen, dieses Mitgehen, obwohl man vielleicht merkt, dass etwas nicht gut ist. Das war teilweise echt unangenehm zu lesen, weil es sich so nah angefühlt hat.

Auch diese Dynamik zwischen den Figuren fand ich spannend. Da wird viel nicht ausgesprochen, aber man merkt es trotzdem. Kleine Bemerkungen, Blicke, Stimmungen im Raum. Ich hatte oft das Gefühl, ich sitze mit am Tisch und beobachte das alles, ohne eingreifen zu können.

Und dieser Abend entwickelt sich dann langsam in eine Richtung, die man irgendwie kommen sieht, aber trotzdem hofft, dass es nicht so weit geht. Es ist kein lautes Eskalieren, sondern eher so ein langsames Kippen.

Das Ende fand ich passend, auch wenn ich danach erst mal kurz da saß und nicht genau wusste, was ich jetzt damit mache. Es ist kein „schönes“ Ende, eher eins, das einen noch ein bisschen beschäftigt.

Für mich ist das kein Buch, das man einfach so wegliest oder nebenbei liest. Man muss sich ein bisschen darauf einlassen. Aber wenn man das tut, bleibt es irgendwie hängen.

Ich glaube, es ist vor allem ein Buch über Dynamiken zwischen Menschen. Über Unsicherheiten, Rollen, Erwartungen. Und darüber, wie schnell man sich selbst dabei verlieren kann, ohne es richtig zu merken.

5 stars
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So toll, ich war komplett gefesselt von dieser intensiven, fast schon beklemmenden Atmosphäre. Diese Mischung aus unterschwelliger Spannung und aufbrechenden Emotionen hat sich richtig unter die Haut geschlichen. Für mich ein unglaublich eindringlicher Read, der lange nachhallt.

5 stars
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„Die Dinner Party“ ist ein Roman von Viola van de Sandt, übersetzt von Heike Reissig. In dieser Geschichte geht es um Franca, die eine Dinnerparty für ihren Verlobten Andrew und seine Kollegen ausrichtet. Ein Abend mit Alkohol, einem Messer, Wut und noch viel mehr, ein Abend der alles verändert.
Das war ein krasses Leseerlebnis, ich habe mich manchmal wie in einem Albtraum gefühlt. Es geht um einige wichtige Themen (siehe Triggerwarnungen), die in einer fesselnden Geschichte verpackt sind. Nach und nach versucht Franca, sich mit Unterstützung ihrer Therapeutin an diesen Abend zu erinnern. Die Geschichte wird dabei auf mehreren Zeitebenen erzählt, den Sprachstil habe ich dabei als direkt empfunden und es sind einige Fragen offen geblieben. Ein gutes Buch für Menschen, die schonungslose Geschichten zu wichtigen Themen lesen.

4 stars
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4 stars

Ich liebe Geschichten, die in einem begrenzten Setting spielen, und diese „Dinner Party“ hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Ich fand die unterschwellige Spannung zwischen den Charakteren fast schon physisch spürbar. Während des Lesens habe ich ständig hinterfragt, wer welche Absichten verfolgt. Die psychologische Dynamik war meisterhaft ausgearbeitet, und das Ende hat mich wirklich sprachlos zurückgelassen. Für mich ein absolutes Muss für Fans von Kammerspielen und psychologischen Spannungsromanen!

4 stars
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Ich finde den Roman von Viola van de Sandt wahnsinnig intensiv, weil er diese eine Frage stellt: Was passiert, wenn man in einem einzigen Moment die Beherrschung verliert und alles bisherige Leben einreißt? Die Geschichte um diese Dinner Party hat eine enorme Sogkraft und zeigt ungeschönt, wie sich aufgestaute Wut und gesellschaftliche Erwartungen irgendwann entladen.
Für mich ist es ein starkes Buch über Selbstbefreiung, das einen dazu bringt, über die eigenen Grenzen und Rollenbilder nachzudenken. Es ist keine leichte Kost, aber genau deshalb so packend, weil es so ehrlich mit den Abgründen hinter der perfekten Fassade umgeht.

5 stars
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4,5*

Dieses Buch hat mich wirklich umgehauen, ich bin sprachlos.
Anfangs wirkt alles noch distanziert und kühl, aber genau daraus entwickelt sich eine unglaublich intensive, ehrliche und emotional aufwühlende Geschichte.
Das Erzähltempo ist eher langsam, aber sehr bedacht, es passiert viel zwischen den Zeilen und man beobachtet die Situation und die Protagonisten bei einer langsamen, aber intensiven Eskalation.
Erzählt wird auf mehreren Zeitebenen, die sich Stück für Stück zu einem chaotischen, aber extrem gut aufgebauten Gesamtbild verbinden. Der Roman ist sprachlich wirklich wunderschön gestaltet und sehr durchdacht konstruiert, sodass alles nach und nach seine Wirkung entfaltet.
Inhaltlich ist das Buch nicht leicht: Es geht um Verlust, Trauer und Depressionen, um Überforderung und Female Rage, aber auch um Liebe und dieses leise, schmerzhafte Gefühl, etwas im eigenen Leben falsch gemacht zu haben oder nie wirklich angekommen zu sein. Genau diese Mischung macht es so intensiv und teilweise richtig schwer auszuhalten. Die Triggerwarnung sollte übrigens unbedingt beachtet werden, einige Szenen sind sehr verstörend und ich musste zwischendurch wirklich schlucken.
Mit der Zeit spitzt sich die Situationen zu, es wird emotionaler und teilweise richtig überwältigend. Die Dinner-Party selbst ist chaotisch, überfordernd, verstörend und fast wie ein Fiebertraum und spiegelt dadurch Francas aufgeheizten, verwirrten, chaotischen und unter Druck stehenden Zustand perfekt wider. Die Atmosphäre hat einfach perfekt dazu gepasst.
Ich muss zugeben, dass ich keine der Figuren hundert Prozent sympathisch fand (einige besser gesagt überhaupt nicht), aber dafür umso echter und authentischer. Gerade Franca hat definitiv ihre Ecken und Kanten, aber ich habe wahnsinnig stark mit ihr mitgefühlt.
Am Ende gibt es einen überraschenden Twist, der mir unglaublich gut gefallen hat und mein Herz auf ganz andere Art und Weise irgendwie erwärmt hat, das hat die Autorin wirklich fantastisch konstruiert. Ich bin froh, dass ich im Vorfeld so gut wie nichts über dieses Buch wusste, denn nur so hat diese Wendung so wunderbar funktioniert.

Insgesamt ist das ein Roman, der sich langsam entfaltet, aber genau dadurch umso stärker trifft. Extrem atmosphärisch, intensiv, schmerzhaft, ehrlich und chaotisch, aber sprachlich so gut konstruiert, dass es mich sprachlos zurückgelassen hat und ich das Buch nach der letzten Seite am liebsten wieder von vorn gelesen hätte.

4 stars
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5 stars

Und am Ende des Buches wollte ich es am liebsten direkt noch einmal von vorne beginnen - so viel, was ich nicht wahrgenommen habe…

Man könnte meinen, einer Dinnerparty mutet zunächst etwas Elegantes, Stilvolles, Exklusives und Genussvolles an. Ein Abend mit guten Freunden in schönem Ambiente. So hat sich Andrew das mit Sicherheit gedacht, als er Franca bittet, für seine Kollegen einen spontanen Abend zu organisieren. Und selbstverständlich scheut er keine Mühen und Kosten und … lässt seine Verlobte den Abend über selbst in der Küche stehen. Wäre das nicht schon erniedrigend genug, erlaubt er sich auch noch einen (gelinde ausgedrückt) Fehltritt vor der Party, bei dem man lange nicht weiß, ob es der erste dieser Art war. Und Franca fällt es zunehmend schwer, an diesem Abend ihr Gesicht vor Andrew, seinen Gästen und einer ihr zufällig selbst schon lange bekannten Person zu wahren.

In einem zweiten Handlungsstrang erfahren wir von der Aufarbeitung genau jenes Abends – bis zu dem Moment, an dem sich die lange verdrängten Erinnerungen wieder begegnen. Und genau an dieser Stelle wollte ich das Buch direkt noch einmal von vorne lesen. Was hatte ich selbst übersehen im Rausch der Dinnerparty?

Diesen Rausch erlebt der Lesende nicht nur bildlich durch die Erzählung, sondern spürt ihn auch im Lesestil. Denn im Handlungsstrang der Dinnerparty wird mehr als das ein oder andere Gläschen Alkohol zu viel getrunken, und beim Lesen frage ich mich zunehmend: Habe ich etwas verpasst oder überlesen? Wo liegt die Grenze zwischen Illusion, Vorstellung, Wahn und Wahrheit? Bin ich beim Lesen vielleicht selbst schon „lesetrunken“, habe ich gar einen Filmriss? Oder ist genau das die Wirkung, die die Autorin mit ihrem modernen Schreibstil erzielen möchte – mich am Ende des Buches verwirrt zurückzulassen? Verwirrt - wütend - geschockt.

Ich mochte das Buch sehr und habe tatsächlich ganze Kapitel ein zweites Mal gelesen, nachdem ich es beendet hatte. Lange dachte ich, die Handlung sei vorhersehbar. Doch die Autorin schafft es, durch viele Hintergründe und Umstände aus Francas Leben die Geschichte auf ein ganz anderes Niveau zu heben. Die Fülle an Fehlbarkeiten aus ihrem Umfeld, die Francas gesamtes Leben beeinflussen, schmerzen und fesseln zugleich beim Lesen.

Ich finde es sehr wichtig, dass es Bücher wie dieses gibt - um Frauen in ähnlichen Situationen zu zeigen: Sie sind nicht allein auf der Welt. Nein! Und es kann ihnen geholfen werden. Und ein klitzekleines bisschen Franca steckt vielleicht sogar … leider … in jeder von uns.

5 stars
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Die Dinner Party ist ein tiefgehender Roman über Franca und einen Vorfall am Abend einer Dinner Party, der nach und nach aufgeschlüsselt wird. Wir begleiten sie durch ihr Leben nach diesem Vorfall, während sie in einer Therapie versucht aufzuarbeiten, was an jenem Abend geschehen ist. Hierfür schreibt sie einen Brief an Harry, ihren früheren besten Freund, der plötzlich weggezogen ist.

Ich habe den Roman gerne gelesen, die verschiedenen Perspektiven haben mir sehr gut gefallen. Dass immer wieder vom Abend der Dinner Party zur Therapeutin, Treffen mit ihrer Mutter und dem Tod des Vaters in der Kindheit gesprungen wird, gibt der Figur Franca mehr Tiefe und wir beginnen, ihre Entscheidungen verstehen zu können. Wut, Trauer, Verdrängung und die Angst nie zu wissen, wie es weitergehen soll. Ein toller Roman!

4 stars
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5 stars

Vielschichtig und psychologisch dicht;
Das Buch wird aus der Perspektive der Protagonistin erzählt, aber in einer interessanten Mischung aus Gesprächen mit ihrer Therapeutin, Erinnerungen an die Dinner Party und therapeutischen Briefen an Harry, eine alte Studienbekanntschaft. Man erfährt die Familien- und Lebensgeschichte von Franca und erlebt ihre Einsamkeit, ihre Selbstaufgabe in der Beziehung mit Andrew sowie ihre Anpassung an den bequemen Lebensstil der Reichen, aber auch sein unreflektiertes, übergriffiges Verhalten. Mir hat sehr gut gefallen, wie sie sich ihre Erinnerung an die Dinner Party langsam zurückholt und dessen Ablauf geschildert wird. Ein Höhepunkt war für mich, wie sie als Vegetarierin ein Fleischgericht für die Gäste zubereitet, darin zeigt sich so symptomatisch, wie sie sich bis zur Selbstaufgabe in diese Rolle der repräsentativen Partnerin verloren hatte. Lange erfährt der Leser nicht, was auf dieser Party mit dem Messer passiert ist, so ist die Geschichte zugleich spannend und psychologisch dicht. Die Autorin spielt mit der Wahrnehmung des Lesers und dem, was man meint zu verstehen oder so sieht, wie man es sehen will. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, ich empfehle ihn gerne weiter.

5 stars
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Die Dinnerparty, die Franca und ihr Freund ausrichten, um den erfolgreichen Abschluss von Andrews Projekt zu feiern, läuft völlig aus dem Ruder. Noch lange danach kann sich Franca zwar detailliert an den Anfang erinnern, aber die Ereignisse, die sie an den Punkt in ihrem Leben gebracht haben, an dem sie sich jetzt befindet, hat sie komplett verdrängt. Gemeinsam mit ihrer Therapeuten Stella versucht sie, die Lücken in ihrer Erinnerung zu schließen.

Viola van de Sandt erzählt die Geschichte in Rückblicken. Franca soll einen Brief schreiben, in dem sie erzählt. wie es zu den Ereignissen bei der Party gekommen ist. Aber obwohl sie immer vom Schreiben geträumt hat, fällt es Franca schwer, den richtigen Anfang zu finden. Deshalb erzählt sie ihre Erinnerungen nicht immer in chronologischer Reihenfolge. Trotzdem fließt sie Handlung und hat mich in ihren Bann gezogen.

Frans Geschichte ist die von Verlusten. Als sie zwölf Jahre, als ist, stirbt ihr Vater an Krebs. Danach verliert sie auch ihre Mutter, die ein Jahr lang nur das Nötigste mit ihrer Tochter spricht. Danach ist das Verhältnis der beiden zerrüttet. Ausgerechnet an dem Tag, an dem Franca mit Harry den Menschen verliert, der ihr am nächsten steht, verliert sie ihre Mutter zum zweiten Mal: sie zieht nach Berlin.

Danach verliert Franca sich selbst. Sie lernt Andrew kennen, verliebt sich in ihn und zieht mit ihm nach nur fünf Wochen Beziehung von Utrecht nach England. Sie bricht ihr Studium ab und plant, einen Roman zu schreiben. Aber nach einigen Jahren sitzt sie nur noch zuhause, trinkt und streamt Serien. Andrew stört das nicht: er verdient genug Geld für sie beide.

Dieses Verhalten hat mich von Anfang an gestört. Andrew scheint sich nicht für seine Freundin zu interessieren. Francas Leid ist offensichtlich, aber das Einzige, was Andrew unternimmt, damit es ihr besser geht, ist ihr einen kleinen Kater zu kaufen. Im Verlauf der Lektüre habe ich immer mehr den Eindruck gewonnen, dass Franca Andrew egal war. Wichtig war nur die Rolle, die sie in seinem Bild von einem perfekten Leben gespielt hat.

Das Dinner ist von Anfang an ein Fiasko. Der Kühlschrank fällt aus, deshalb muss Franca beim Essen improvisieren. Der Ehrengast ist ein Mann, den niemand aus Andrews Team leiden kann und dann und der trotzdem im Projekt die wichtigste Rolle spielte. Franca ertappt Andrew bei einer Lüge und plötzlich ist Harry wieder da, als Begleitung eines der Gäste. Aber da ist auch etwas anderes: eine Szene in der Küche, von der Franca lange nicht weiß, ob sie so wirklich passiert ist und ob es nicht vielleicht ihre Schuld war.

Es gibt vieles, was mir die Lektüre schwergemacht hat. Franca kommt mir zutiefst unglücklich vor, sowohl bei der Party als auch schon in der Zeit davor. Das Schlimme dabei ist, dass es ihr anfangs nicht bewusst ist und sie dann irgendwann aufgegeben hat. Andrews Verhalten ihr gegenüber wirkt liebevoll, ist aber in Wahrheit gleichgültig. Später bei der Party zeigt er dann sein wahres Gesicht und sagt, was er wirklich über Franca denkt. Bei dieser Party ist sie unter den Alphamännchen alleine und bleibt in der ihr zugewiesenen Ecke. erst als sie die verlässt, sehe ich das erste Mal die Frau, die sie sein könnte. Aber es wird immer offensichtlicher, dass sie kurz vor einem Zusammenbruch steht.

Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser schweren Themen habe ich die Lektüre als Besonders empfunden. Viola van de Sandt erzählt mit einer unglaublichen Intensität. Damit verleiht sie ihren Charakteren einen Tiefgang, den ich so nur selten gelesen habe.

5 stars
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"Die Dinner Party" ist ein Buch, das ich nach dem Zuklappen erst einmal habe sacken lassen müssen. Es entwickelt sich nämlich ganz anders als gedacht und behandelt Themen, die ich anhand des Klappentextes so nicht erwartet habe.

Es beginnt ganz harmlos: Andrew bittet seine Verlobte Franca, ein Abendessen für die Geschäftsfreunde auszurichten. Doch statt eines entspannten Sommerabends eskaliert die Situation, die Anspannung zwischen den Gästen kocht hoch und dann: ein Messer wird gezückt!

Zwei Jahre später versucht Franca immernoch, diesen Abend mithilfe einer Therapeutin zu verarbeiten. Dazu soll sie einen Brief schreiben, den wir nun in Form dieses Buches in Händen halten.

Die Autorin wechselt dabei zwischen drei Zeitebenen: dem Dinnerabend, dem Danach und der Vorgeschichte. Das macht das Lesen teilweise etwas anspruchsvoll, spiegelt aber Francas Auseinandersetzung mit dem Abend sehr gut wieder.

Ich muss ein wenig wage bleiben, um nicht zu spoilern, aber das zentrale Thema ist eines, das leider viele Frauen im Laufe ihres Lebens einmal betrifft. Auf jeden Fall keine leichte Kost!

Zu Ende gab es noch einen Twist, der mich total überrascht hat und mich einen Teil der Geschichte noch einmal in einem anderen Licht sehen hat lassen.

Fazit: ein sehr starker Debütroman! Ich hoffe, schon ganz bald noch mehr von Viola van de Sandt lesen zu dürfen!

5 stars
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Wow. Einfach nur wow. Mir fehlen auch 3 Tage nach Beenden dieses Buches immer noch die Worte, aber ich fand »Die Dinner Party« einfach großartig! Der Erzählstil ist spannend, vor allem, weil wir drei verschiedene Zeitpunkte und auch irgendwie Erzählweisen haben, obwohl wir immer aus Francas Sicht lesen. Es gibt keinen Charakter, der mir in diesem Buch so richtig sympathisch ist. Sie haben alle ihre Macken und verhalten sich an verschiedenen Stellen nicht richtig, aber genau das macht die Charaktere für mich so aus.

Wir begleiten Franca bei der Dinner Party, die bei ihr und ihrem Verlobten Andrew Zuhause stattfindet. Eingeladen sind drei weitere Gäste, eine Person davon ist Harry. Franca kennt Harry noch aus ihrer Zeit in Utrecht und sagen wir es mal so: Harry wirbelt ganz schön viel in Franca wieder auf.

Ich kann nicht zu viel verraten, weil es euch wirklich zu viel vorwegnehmen würde, aber am Ende saß ich wirklich mit offenem Mund da, weil ich den Twist so auf gar keinen Fall erwartet hätte.

Das ganze Buch über begleiten wir Franca gedanklich durch ihre Zeit in Utrecht aber auch durch ihr Trauma, das sie gemeinsam mit ihrer Therapeutin aufarbeitet. Dazu erfahren wir, was am Abend der Dinner Party passiert ist. Und auch wenn ich mit keinem der Charaktere relaten kann, hat dieses Buch mich auf einer emotionalen Ebene einfach mitgenommen und vom Schreibstil und der Erzählweise her fasziniert.

5 stars
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