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Buchcover für Unerwünschte Töchter

Unerwünschte Töchter

Roman

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Erscheinungstermin 28.05.2026 | Archivierungsdatum 20.07.2026


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Zum Inhalt

»Miriam Carbe erzählt in einer bewegenden Familiengeschichte von einem ganzen Jahrhundert.« Mariana Leky Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit. Sie stammen aus dem Bildungsbürgertum Dresdens, die Männer und Väter fallen in den Weltkriegen. Zum schlimmsten Zerwürfnis kommt es nach der Übersiedlung in den Westen, als die hochintelligente, labile Enkelin Monika in den Sechzigerjahren gegen alle Widerstände ein uneheliches schwarzes Kind zur Welt bringen will. Die Autorin selbst ist dieses Kind. Menschlich, eindringlich und mitreißend macht Miriam Carbe ein ganzes Jahrhundert erlebbar. Wer dieses Buch liest, begegnet sich selbst und den eigenen Familiengeschichten. Episch und epochal – ein Meisterwerk.

»Miriam Carbe erzählt in einer bewegenden Familiengeschichte von einem ganzen Jahrhundert.« Mariana Leky Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier...


Eine Anmerkung des Verlags

Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (28.05.2026).

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783446287426
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 576

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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5 stars

Der Roman Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe erzählt eindrucksvoll die eigene Familiengeschichte der Autorin – über mehrere Generationen hinweg.
Die Erzählung beginnt 1908 in Dresden mit der Urgroßmutter Margarethe, genannt Immi, die mit ihren Geschwistern in der großbürgerlichen Villa „Parsifal“ aufwächst. Über Marianne (Nanni), Monika bis hin zu Miriam spannt sich der Bogen einer von Frauen geprägten Familiengeschichte.
Carbe selbst wächst bei ihrer alleinerziehenden Mutter Monika auf. Ihr Vater, ein Nigerianer, den Monika während ihres Studiums kennenlernt, verlässt die Familie früh – Miriam ist gerade zwei Jahre alt. Der Roman folgt in seiner Struktur den Tagebüchern und Aufzeichnungen der verschiedenen Generationen und entfaltet so ein vielschichtiges und zugleich sehr persönliches Panorama.
Besonders gelungen ist es Carbe, den jeweiligen Zeitgeist einzufangen: das großbürgerliche Bildungsideal mit Goethe, Schiller und Wagner, aber auch die unterschwellige antisemitische Grundhaltung innerhalb der Familie. Ebenso eindringlich schildert sie die ideologische Durchdringung der Gesellschaft durch den Nationalsozialismus sowie die Enge, den Kleinbürgergeist und die restaurative Atmosphäre der 1950er- und 1960er-Jahre.
Die Männer der Familie sterben in den Weltkriegen, sodass über Generationen hinweg ein von Frauen getragenes Gefüge entsteht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt im Westen ein neuer Lebensabschnitt, doch die tiefsten Konflikte spielen sich innerhalb der Familie ab: Als Monika gegen den Willen ihrer Mutter Marianne – und auch gegen den des Vaters des Kindes – ein Kind zur Welt bringt, kommt es zum Zerwürfnis. Margarethe erfährt erst Jahre später von ihrer Urenkelin Miriam.
Ein fesselnder, atmosphärisch dichter und sehr persönlicher Roman, der durch Authentizität und erzählerische Kraft überzeugt – absolut lesenswert.

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In einer beeindruckenden Mischung aus Autobiografie und Fiktion erzählt Miriam Carbe das Leben ihrer Vorfahrinnen und nimmt den Leser mit durchs ganze 20. Jahrhundert. Sie beschönigt nicht, auch bezüglich des düsteren Nationalsozialismus.

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Miriam Carbe beschreibt über mehrere Generationen hinweg die Geschichte ihrer Familie, die sehr stark durch Frauen geprägt wurde.
Die Geschichte beginnt mit dem ersten Weltkrieg und endet in der heutigen Zeit mit ihr selbst. Wir erleben die deutsche Geschichte, 2 Weltkriege, die Teilung Deutschlands, die Wiedervereinigung, sowohl aus westlicher als auch östlicher Sicht. Das Ganze ist sehr unterhaltsam geschrieben und für mich das was man im besten Sinne unter einem spannenden Schmöker versteht.

4 stars
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Miriam Carbe erzählt eine bewegenden Familiengeschichte von einem ganzen Jahrhundert. Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit. Sie stammen aus dem Bildungsbürgertum Dresdens, die Männer und Väter fallen in den Weltkriegen. Dieses Buch hat mich sehr berührt, weil es nicht nur eine Familiengeschichte erzählt, sondern ein ganzes Jahrhundert deutscher Realität durch vier Frauen hindurch fühlbar macht. Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Jede von ihnen trägt ihre eigene Last, ihre eigenen Hoffnungen, ihre eigenen Kämpfe. Und doch sind ihre Leben untrennbar miteinander verwoben. Besonders eindrucksvoll finde ich, wie Miriam Carbe zeigt, dass familiäre Liebe und Verletzung oft Hand in Hand gehen. Die Frauen dieser Linie sind stark, aber nicht unverwundbar. Monikas Geschichte ist für mich der emotionale Kern des Romans. Ihr Wunsch, in den 1960er Jahren ein uneheliches schwarzes Kind zur Welt zu bringen, ist nicht nur ein persönlicher Akt des Mutes, sondern ein Aufbegehren gegen eine Gesellschaft, die dafür keinen Platz sieht. Dass die Autorin selbst dieses Kind ist, verleiht dem Buch eine besondere Tiefe und Glaubwürdigkeit. Man spürt, dass hier nicht nur erzählt, sondern erinnert wird. Für mich ein Buch, das einen dazu bringt, über die eigene Herkunft nachzudenken.

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Miriam Carbe erzählt in ihrem Roman "Unerwünschte Töchter" die Geschichte ihrer Familie, insbesondere der Frauen. Dabei nutzt sie die Tagebücher ihrer Vorfahrinnen,.

Wir begleiten ihre Urgroßmutter Margarethe, ihre Großmutter Marianne, ihre Mutter Monika und sie selbst über ein ganzes Jahrhundert. Durch die Tagebuchauszüge wird der Roman sehr authentisch. Die Familie stammt aus dem Bildungsbürgertum Dresdens, Väter und Männer sterben in den Weltkriegen. Was sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht ist die Auflehnung der Töchter gegen ihre Mütter, von denen sie sich bevormundet fühlen. Da ist Margarethe, die immer darauf bedacht ist, ihre Töchter standesgemäß zu verheiraten, Goethe liebt und Musik mag. Sie passt in die damalige Zeit, auch von der Sprache her. Marianne möchte alles anders machen als ihre Mutter, aber auch sie verfällt in alte Muster. Was die Leute denken, ist auch ihr wichtig. Als ihre Tochter Monika einen afrikanischen Studenten kennenlernt und schließlich ein Kind erwartet, wird auch dies vertuscht, nicht einmal Margarethe erfährt davon. Hier zeigt sich besonders der Rassismus, der die Familie über Generationen begleitet. Auch psychische Krankheiten spielen eine Rolle, Miriam Carbe geht damit offen und ehrlich um.

Der Roman ist ein historischer Roman, aber anders als gewohnt. Die Frauen stehen im Mittelpunkt, wir können über die Tagebücher an ihrem Leben teilhaben, mitfühlen und uns mit ihnen ärgern. Sie "stehen ihren Mann", es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig. Eingestreut über diese Tagebücher wird immer wieder die Liebe der Frauen zur Literatur und zur Musik. Sowohl Goethe, Wagner als auch der Dirigent von Karajan finden immer wieder Erwähnung. Die Zitate aus Goethes Werken waren mir allerdings etwas zu sehr präsent, obwohl sie zu dieser Familie auch passen.

Ich fand den Roman äußerst interessant, er zeigt eine andere Herangehensweise und vermittelt gleichzeitig den Zeitgeist über ein ganzes Jahrhundert hinweg. Wer genau hinschaut, wird sicher Parallelen zur eigenen Familiengeschichte finden.

5 Sterne und eine Leseempfehlung für diese gelungene Chronik eines Jahrhunderts!

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Die Herzfrequenz der Generationen
„In der Herzfrequenz der Generationen markieren Margarethe und Monika die großen Ausschläge, wir die ruhigen Abschnitte.“ In diesem autobiografischen Buch geht es um vier Generationen von Frauen: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Miriam ist die Autorin, die das Buch anhand von Notizbüchern und Tagebüchern ihrer Vorfahrinnen schrieb.
Das Buch schildert ein großes Stück deutscher Geschichte, erzählt anhand der Leben der vier Frauen. Zeitlich umfasst es den ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik, den zweiten Weltkrieg, die Zeit danach mit dem Aufschwung und dem Mauerbau. Die Autorin benutzt eine kraftvolle Sprache und ausdrucksstarke Bilder, nimmt die Leserschaft auf atemlose, rastlose Art mit auf eine Reise durch die Jahrzehnte. Die Erlebnisse, die die Frauen haben, gehen beim Lesen unter die Haut, auf schonungslos anschauliche Art und Weise befasst sich die Autorin mit der Brutalität des Krieges, mit dem Verlust von Brüdern und Ehemännern. Die Literatur ist es, die auf fast absurde Weise vor allem Margarethe Hilfe und Trost in den schweren Zeiten spendet.
Keine der vier Frauen hat Glück mit den Männern, alle sind den Zwängen und Konventionen ihrer Zeit unterworfen.
Der Roman liest sich sehr fesselnd, macht betroffen und nachdenklich. Trotzdem ist er unterhaltsam und lässt einen als Leserin mit der Hoffnung zurück, dass die jüngste der Frauen, Miriam, über die man im Buch am wenigsten erfährt, ein ruhigeres und zufriedeneres Leben hat als ihre Vorfahrinnen.

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Das Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Autorin - in meinem Alter - schafft es, ein ganzes Jahrhundert vor dem Leser aufzublättern. Die 4 Frauen - Margarethe, Marianne, Monika und Miriam - kommen einem sehr nahe, besonders dadurch, dass man als Leser/in nicht nur ihre Stärken, sondern auch all ihre Schwächen kennenlernt. Faszinierend, dass Miriam Carbe auf so viele Tagebucheinträge und Notizen ihrer Vorfahrinnen zurückgreifen konnte. So eindrücklich wie hier über die Erfahrungen der Frauen während des 1. und 2. Weltkriegs und in den 50er/60er Jahren berichtet wird, habe ich das in noch keinem anderen Buch erlebt.

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Vier Frauen, vier Generationen, vier Mütter. Das was sie eint, sind ihre familiären Verbindungen und der Anfangsbuchstabe ihrer Vornamen: Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Letztere ist die Autorin des Romans „Unerwünschte Töchter“, ein authentischer Abriss ihrer eigenen Familiengeschichte. Beginnend Anfang des letzten Jahrhunderts mit ihrer Urgroßmutter Margarethe. Aufzeichnungen aus deren Tagebüchern, lassen die Zeit wieder aufleben. Aus dem Bürgertum Dresdens kommend, heiratet sie unter ihrem Stand. Heutzutage unerheblich, damals jedoch entscheidend fürs weitere Leben. Der Mann stirbt früh, Margarethe heiratet ihren Schwager, damit die beiden Kinder einen Vater haben. So wächst Marianne mit einem Stiefvater auf, aber das Geld ist immer knapp. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges wird Mariannes Tochter Monika geboren, der Erzeuger ist verstorben. Mit ein wenig List und Tücke nehmen Marianne und Monika den Nachnamen dieses Mannes an. Dieser hat als Jurist das Naziregime unterstützt, eine Tatsache, die Monika ihrer Mutter später immer vorwerfen wird. Mariannes und Monikas Leben ist geprägt von vielen Umzügen. Die ersten Lebensjahre Monikas verbringen sie noch in der neu gegründeten DDR, bis sie in den Westen nach Ostwestfalen flüchten. Finanziell können sie keine großen Sprünge machen, aber Marianne kann ihrer Tochter Monika ein Studium ermöglichen. Doch Monikas Psyche ist angeschlagen, immer wieder begibt sie sich in therapeutische Behandlungen. Mit diesem Krankheitsbild wird sie bis zu ihrem Tod zu kämpfen haben. Noch während des Studiums wird Monika schwanger, der Vater ein schwarzer Kommilitone. Marianne und auch der Kindsvater drängen zum Schwangerschaftsabbruch, aber Monika entscheidet sich fürs Kind, Miriam wird 1967 geboren. Der Urgroßmutter Margarethe wird das Baby verschwiegen, es passt nicht in ihr aller Weltbild, Miriam und Margarethe werden sich erst später kennenlernen. Im Mittelpunkt dieses 576 Seiten umfassenden Romans, stehen Marianne und Monika. Ihr Verhältnis war nicht immer einfach und wir, die Leserschaft, sind dabei, wie sie sich durch die Jahrzehnte schlagen. Sehr anschaulich beschreibt Miriam Carbe die Lebensläufe ihrer Ahnen. Im gleichen Jahr wie die Autorin geboren, kommt mir vieles bekannt und nachvollziehbar vor, ich konnte sofort eine Verbindung zum Gelesenen herstellen. Die Erzählung erfolgt meist chronologisch, so dass man der Handlung gut folgen kann und sich schnell ein Lesefluss einstellt. Ich bin beeindruckt, wie ehrlich die Autorin die Dinge benennt, denn schließlich geht es hier um ihre Familie. Auf jeden Fall kann sie stolz sein, denn was diese vier Frauen an Kraft und Durchsetzungsvermögen aufbringen mussten, verdient Anmerkung und Respekt und sie können uns ein Vorbild sein. Wie gut, dass Miriam Carbe die Zeit und Arbeit auf sich genommen hat und ihre Familiengeschichte aufgeschrieben hat. Herausgekommen ist ein tolles Zeitzeugnis, der Roman verdient eine 5 Sterne Bewertung.

5 stars
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