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Hazel sagt Nein
Roman. Wenn ein Nein das Leben aller verändert. Bookclub-Fiction mit Nachhall
von Jessica Berger Gross
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Erscheinungstermin 02.02.2026 | Archivierungsdatum 01.03.2026
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Zum Inhalt
Wenn ein Nein alles infrage stellt - ein kraftvolles Debüt mit Nachhall
In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus nach herausfordernden Jahren endlich eine Professur ergattert hat. Doch der idyllische Schein trügt. Gleich an ihrem ersten Schultag wird die achtzehnjährige Hazel ins Büro des Direktors zitiert. Er verkündet ihr Unglaubliches: Jedes Jahr sucht er sich eine andere Schülerin aus der Abschlussklasse aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht. Dieses Jahr ist sie die Auserwählte. Instinktiv sagt Hazel Nein - und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben ihrer Familie, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft auf den Kopf stellen ...
Mit feinem Humor und Gespür für Zwischentöne erzählt Jessica Berger Gross von Selbstbehauptung, gesellschaftlichen Dynamiken und dem Mut, für sich einzustehen.
Ein Roman, über den man sprechen möchte - und muss.
Wenn ein Nein alles infrage stellt - ein kraftvolles Debüt mit Nachhall
In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783757701963 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 384 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Delia S, Buchhändler*in
Hazel sagt Nein ist ein beeindruckend kraftvolles Debüt, das lange nachhallt und gerade deshalb so wichtig ist. Jessica Berger Gross erzählt eine Geschichte, die zutiefst verstört, aber zugleich Mut macht eine Coming-of-Age-Erzählung, die den Mut einer jungen Frau ins Zentrum stellt, die sich weigert, Teil eines über Jahrzehnte tolerierten Machtmissbrauchs zu sein.
Die Figur der Hazel überzeugt durch ihre Klugheit, Verletzlichkeit und Entschlossenheit. Ihr Nein wird zum Dreh- und Angelpunkt des Romans, zu einem Akt der Rebellion in einer Gemeinschaft, die sich an Bequemlichkeit, Schweigen und Wegsehen gewöhnt hat. Besonders spannend ist, wie subtil die Autorin zeigt, wie eine ganze Stadt Lehrer, Eltern, Schüler, lokale Entscheidungsträger in ein System verwoben sind, das auf Abhängigkeiten und stillschweigender Zustimmung basiert.
Mit feinem Humor, präziser Sprache und einem äußerst wachen Blick für Zwischentöne gelingt es die Autorin die Balance zwischen Ernst und Leichtigkeit zu halten. Sie verurteilt nicht plump, sondern seziert Strukturen, zeigt menschliche Schwächen auf und lässt genügend Raum, um sich als Leserin oder Leser selbst zu positionieren.
Der Roman entfaltet seine Kraft weniger durch spektakuläre Wendungen als durch psychologische Tiefe und gesellschaftliche Genauigkeit. Besonders berührend ist, wie Hazels Entscheidung das familiäre Gefüge der Blums verändert: Die Eltern werden gezwungen, ihre eigenen Überzeugungen und Lebenslügen zu hinterfragen, während Hazel lernt, dass Selbstbehauptung ein einsamer, aber notwendiger Weg sein kann.
Hazel sagt Nein ist ein Roman, über den man sprechen möchte und tatsächlich sprechen muss. Er ist unbequem, aber wichtig feinfühlig geschrieben und doch voller Wucht. Ein Buch, das lange im Gedächtnis bleibt und dazu anregt, über Macht, Mut und Verantwortung neu nachzudenken.
Ein starkes, relevantes Debüt, das zeigt, wie viel Veränderung ein einziges Nein bewirken kann.
Inge H, Rezensent*in
Klasses Debüt
Hazel sagt Nein, dieser Roman ist der Schriftstellerin gut gelungen.
Sie schreibt hier über eine Familie, die von New York nach Maine zieht.
Es beginnt mit dem ersten Schultag an der neuen Schule.
Die achtzehnjährige Hazel wird gleich zum Direktor gerufen.
Sie braucht nur noch ein Jahr um sich am College zu bewerben.
Als der Direktor sagt; Ich suche jedes Jahr ein Mädchen aus, mit dem ich Sex habe.
Da war ich , das Hazel nein sagt. Aber der verdreht die Wahrheit und Hazel wird von dem Ort angefeindet.
Erst als sie die Geschichte aufschreibt und publik macht, wird sie von der Presse vorgeführt. Sie soll daraus ein Buch machen, aber Hazel hat Skrupel.
Sie will Schriftstellerin werden, aber nicht so.
Hazel und ihre Familie sind wunderbar dargestellt und die Emotionen sind prima.
Der Roman gefällt von Anfang an.
Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen.
Buchhändler*in 890271
Hazel Blum und ihre Familie träumen von einem ruhigeren Leben, als sie aus dem lebendigen Brooklyn in die beschauliche Kleinstadt Riverburg (Maine) ziehen. Doch kaum ist Hazel an ihrer neuen Schule angekommen, sieht sie sich mit einer unfassbaren und zutiefst verletzenden Realität konfrontiert: Der Schulleiter verkündet ihr, dass er jedes Jahr aus der Abschlussklasse eine Schülerin auswählt, mit der er eine intime Beziehung eingeht — und dieses Jahr soll Hazel „die Auserwählte“ sein. Hazel reagiert instinktiv: Sie sagt Nein — und bringt damit nicht nur ihr eigenes Leben ins Wanken, sondern löst eine Bewegung aus, die ihre Familie und die gesamte Stadtgesellschaft herausfordert und ins Wanken bringt. Im Zentrum stehen Mut, Selbstbehauptung und die Frage, wie weit man für das eigene Selbstbestimmungsrecht gehen muss.
Ein unglaublich gutes Buch – ein Roman, der lange nachhallt und ein aktuelles Thema so eindrucksvoll verpackt, dass man ihn nicht so schnell vergisst. Die ganze Familie Blum ist mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen: Jede Figur ist liebevoll und detailliert ausgearbeitet, so lebendig, dass man fast glaubt, sie könnten einem im echten Leben begegnen.
Hazels Verhalten, ihre inneren Zweifel, Hoffnungen und die Zerrissenheit zwischen ihrem Selbstschutz und dem Wunsch, gehört zu werden, konnte ich gut nachvollziehen. Aber auch die Handlungen und inneren Entwicklungen der anderen Charaktere — seien es Familienmitglieder oder Menschen aus dem Umfeld — sind realistisch und fein gezeichnet.
Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und gerade durch seinen feinen Humor und die Zwischentöne überraschend warm, obwohl er ein so ernstes Thema behandelt. Ich habe das Buch in nur drei Tagen durchgelesen und war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
Manchmal hätte ich mir gewünscht, auch Einblicke in die Gedanken des Schulleiters zu bekommen — nicht weil es dem Buch gefehlt hätte, sondern einfach, weil die Autorin so gut schreibt und ich noch tiefer in diese Welt eintauchen wollte.
Dieses Buch werde ich definitiv oft verschenken, weil es nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern auch zum Nachdenken anregt und Gespräche eröffnet. Außerdem habe ich beim Lesen echt Lust bekommen, mir Maine mal anzusehen!
Rezensent*in 1941048
Das Cover von Hazel sagt Nein hat mich sofort angesprochen. Es wirkt modern und frisch und passt gut zu einer Geschichte über eine junge Frau am Ende ihrer Schulzeit. Hazel ist achtzehn, steht kurz vor dem Abschluss und erlebt gerade den Übergang ins Erwachsenwerden, inklusive aller Unsicherheiten rund um Auszug, Zukunft und eigenständige Entscheidungen. Gleichzeitig wird sie mit einem schweren Übergriff durch eine Autoritätsperson konfrontiert – und reagiert instinktiv dagegen, was ihr Leben und ihr Umfeld nachhaltig verändert.
Die Geschichte greift dieses schwere, hochrelevante Thema sehr sensibel auf. Erzählt wird konsequent aus Hazels Perspektive, wodurch man die handelnden Personen und ihre Reaktionen gut nachvollziehen kann. Besonders eindrücklich ist, wie realistisch gezeigt wird, was sich nach dem Übergriff alles verändert – innerlich, innerhalb der Familie und im sozialen Umfeld. Der Umgang mit dem Nein-Sagen und dem darüber Sprechen wird ehrlich, sensibel und im richtigen Tempo dargestellt. Trotz der Schwere gibt es immer wieder kleine, warme und humorvolle Momente, die der Geschichte Luft zum Atmen lassen, ohne dass das Thema verharmlost wird. Besonders stark ist die Botschaft, dass junge Menschen – und insbesondere Mädchen – lernen sollten, nicht zu schweigen, laut zu werden und sich zu behaupten. An einer Stelle wird dies anschaulich mit einer Metapher aus der Gaming-Welt verdeutlicht, ohne dass es die Geschichte spoilert.
Der Schreibstil ist flüssig, klar und gut verständlich. Man kann den Entscheidungen und Gefühlen der Figuren sehr gut folgen und sie nachfühlen, ohne dass es überdramatisiert wirkt.
Auch die Figuren sind authentisch gezeichnet. Nicht nur Hazel, sondern auch die Familienmitglieder und Nebenfiguren kommen mit ihren Perspektiven vor, ohne dass die Geschichte überladen wirkt. Hazels innere Gefühlswelt mit ihren Auf und Ab, Momenten von Lähmung oder innerer Taubheit und dem langen Weg hin zu einer neuen Normalität wird sehr nachvollziehbar dargestellt. Die Nebenfiguren sind dabei stimmig eingesetzt – nicht übermäßig tief, aber passend und realistisch.
Für mich ist dieses Buch besonders wichtig, weil es ein Thema behandelt, über das gesprochen werden muss. Es zeigt Machtgefälle deutlich auf und verdeutlicht, wie entscheidend es ist, dass junge Menschen lernen, Grenzen zu setzen, sich zu wehren und nicht stillzuhalten – eine Botschaft, die insbesondere für Töchter von großer Relevanz ist.
Fazit:
Hazel sagt Nein ist ein bewegendes, starkes und relevantes Buch, das lange nachwirkt. Es erzählt eine belastende Geschichte mit viel Feingefühl, Klarheit und Haltung. Ein Buch, das Gespräche anstößt, Mut macht und das ich Leser*innen aller Altersgruppen sehr ans Herz lege – eine große und ehrliche Leseempfehlung.
Dieses Buch wird auf jeden Fall einen Platz in unserem Regal mit den Leserempfehlungen finden!
Welche Auswirkungen ein NEIN auf eine ganze Familie hat, das war interessant, aufregend und für mich sehr intensiv. Ich habe viel über dieses Buch nachgedacht und werde es gerne weiterempfehlen!
Rezensent*in 1519782
Der Roman „Hazel sagt Nein" wurde von Jessica Berger Gross verfasst und erscheint am 2. Februar 2026 im Lübbe Verlag. Das Buch umfasst 384 Seiten und das farbenfroh gestaltete Cover lässt auf den ersten Blick keinen direkten Bezug zum Titel erkennen. In der Geschichte geht es um die Familie Blum, die von Brooklyn ins ruhige Riverburg zieht. Dort wird die 18-jährige Hazel am ersten Schultag mit einer schockierenden Tradition konfrontiert: Der Direktor will eine Beziehung zu ihr erzwingen. Hazel sagt entschieden Nein und bringt damit ihr Leben, das ihrer Familie und die ganze Stadt in Bewegung. Die Autorin erzählt diese bewegende Geschichte in einem angenehm ruhigen und flüssigen Stil. Ihre Sprache bleibt stets zugänglich und einfühlsam, dabei aber auch nachdenklich und tiefgründig. Die Spannung ist durchgehend spürbar, ohne sich aufzudrängen. Die Figuren - allen voran Hazel selbst - sind authentisch und glaubwürdig gezeichnet. Besonders eindrucksvoll ist Hazels Entwicklung zur mutigen jungen Frau, die sich gegen Ungerechtigkeit stellt. Auch die Nebenfiguren fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Insgesamt ist das Buch ein zeitgemäßer Roman mit Tiefgang und gesellschaftlicher Relevanz.
Ein Roman mit unglaublich wichtiger Thematik, die viel zum Nachdenken anregt, und eine äußerst mutige, junge Protagonistin hat.
Hazel zieht für ihr Abschlussjahr an der High School mit ihrer Familie nach Maine, weil Vater Gus eine neue Stelle als Professor ergattert hat. Doch der Umzug steht unter keinem guten Stern, als Hazel direkt am ersten Tag zum Direktor zitiert wird. Der Schock kommt erst noch: er möchte eine sexuelle Beziehung mit ihr. Hazel sagt „nein“. Und das mit weitreichenden Folgen für sie und ihre Familie.
Das Cover wirkt so unscheinbar, wenn man die Wucht des Romans dahinter betrachtet. Aber gerade deshalb finde ich es perfekt gewählt.
Das Thema des Buches ist so unglaublich wichtig und von der Autorin gut erzählt. Es gibt viele Momente, die zum Nachdenken anregen. Die Kern-Aussagen sind keinesfalls belehrend, sondern eher unterschwellig und nachhallend.
Hazel ist eine junge, aber sehr starke und mutige Protagonistin - manchmal vielleicht etwas zu stark. Für ihre 18 Jahre ist sie wirklich reif, sie hinterfragt vieles, wächst aber im Verlauf des Romans noch weiter über sich hinaus. Diese Entwicklung fand ich gut gelungen.
Ebenso gefiel mir ihr Bruder Wolf. Seine Probleme an der neuen Schule konnte ich total nachvollziehen. Insbesondere als der Vorfall mit Hazel publik wird, wird es für den Jungen nämlich noch schwerer anzukommen und sich in der Kleinstadt einzufinden.
Problematisch fand ich Mutter Claire und Vater Gus. Beide sind sehr Ich-bezogen und meiner Meinung nach extrem auf sich und ihre Außenwirkung bedacht. Das konnte ich so nicht nachempfinden. Ihre Gedanken kreisen zwar immer wieder um Hazels Vorfall, aber eher um die Konsequenzen, die das für ihr eigenes Leben hat und nicht für das ihrer Tochter. Das fand ich seltsam.
Leider wirkten die Kapitel manchmal sehr nüchtern aneinander gereiht. Irgendwie fehlte mir da ein passender Übergang, gerade in Hinblick auf die wichtige Thematik #metoo, hätte es da mehr Tiefgang und klärende Gespräche gebraucht.
Besonders gefallen hat mir eins der letzten Kapitel (Stichwort Schwimmbad). Für mich wäre das das perfekte Ende gewesen. Die danach folgenden Kapitel hätte es für mich nicht gebraucht.
Alles in allem ein starker Roman mit wichtiger Message und einer tollen Protagonistin, die sich einfach nicht unterkriegen lässt und unablässig für Gerechtigkeit kämpft. Dieses Buch braucht Aufmerksamkeit und Leute, die über es reden!
Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Blick behalten und ich hoffe, dass sie weiter solche Themen behandeln wird.
Rezensent*in 1170089
Klare Worte
Mit dem fortschreitenden Prozess um Eppstein wird die MeToo Debate nicht nur in den sozialen Medien präsent. Ein Buch, dass sich mit dem Thema befasst, ist „Hazel sagt nein.“
Das Cover scheint recht harmlos. Eine Landschaft mit Wald und See im Hintergrund, vordergründig ein Haus mit Wäsche auf der Leine. Ein scheinbar normales zuhause in einem Vorort. Doch was ist die Geschichte der Bewohner?
Im Buch geht es um Familie Blum. Vater Gus hat eine Professur in Riverburg, wo er mit seiner Familie hinzieht. Allerdings steht das Leben dort unter keinen guten Stern: Tochter Hazel wird am ersten Schultag zum Direktor zitiert , der eine sexuelle Beziehung möchte- ein klares Nein. Aber was sind die Folgen?
Selten hatte ich beim Lesen eines Romans einen so realen Fall vor Augen wie dieses Mal. Jessica Berger Gross gelingt es, mit Fingerspitzengefühl und sprachlichen Geschick die Situationen authentisch darzustellen. Sei es Hazels Sorge um Konsequenzen, die Solidarität oder der Fakt, dass jeder etwas dazu zu sagen hat- hier bleibt kein Thema unausgesprochen.
Spannend finde ich vor allem, wie Hazel sich selbst während des Trubels neu definiert. Erst scheint sie ein gefundenes, verschwiegenes Opfer, wie auch einige Eppstein Opfer wirken, doch dann emanzipiert sie sich und steht für sich ein. Zumindest bis zu einem gewissen Punkt, der sich nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren lässt.
Auch die anderen Charaktere werden authentisch dargestellt. Dies liegt vor allem an der authentischen, gefühlvollen Sprache der Autorin, die es schafft, einzelne Szenen so darzustellen, dass ich sie vor Augen habe.
Was mich allerdings stört sind die präsenten Vorurteile. Fragen wie, ob Hazel richtig handelt oder ob Gus mehr für seinen Ruf tun könnte sowie das Schubladen Denken in seiner Vorlesung lassen mich mit den Augen rollen. Auch, dass die Szenen teils wirr aneinander gereiht scheinen, ist nicht optimal.
Insgesamt gebe ich den Roman rund um Macht und Selbstfindung vier Sterne. Hoffentlich folgen ähnliche Bücher zu den wichtigen Themen- sei es von der Autorin selbst oder jemand anderen.
Rezensent*in 1488781
Die achtzehnjährige Hazel ist mit ihrer Familie in die Kleinstadt Riverburg, Maine, gezogen. Am ersten Schultag im letzten Jahr der neuen High School wird sie vom Direktor ihrer Schule dazu aufgefordert eine sexuelle Beziehung mit ihm einzugehen. Doch Hazel hat den Mut Nein zu sagen. Ein Nein, das für sie und ihre Familie noch weitere Auswirkungen hat.
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross ist ein sehr amerikanischer Roman über das Thema "#MeToo", also sexueller Nötigung und Machtmissbrauch. Das Buch greift daneben viele weitere Thematiken auf, wie zum Beispiel die Midlife-Crisis der Eltern, das kostspielige Collage-System, den Kontrast zwischen New York City und Provinz, ohne das eigentlichen Thema aus den Augen zu verlieren. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Autorin hier vielleicht zu viel unterbringen will. Interessant ist, dass gerade bis zur Mitte und am Ende, die Geschichte nicht nur aus Hazels Blickwinkel erzählt wird, sondern auch aus dem ihrer Familienmitglieder. Gerade Hazels Entwicklung, die zunächst in ein mentales Tief fällt, dann aber zu sich zurück findet und für sich kämpft, hat mir gut gefallen. Sprachlich liest sich das Buch leicht, wenn auch oft eine gewisse Anspannung zu spüren ist.
Fazit: Lesenswertes Familien -Gesellschaftsportrait mit wichtigem Thema.
Der Schuldirektor sagt: Ich suche mir jedes Jahr eine Schülerin aus, mit der ich Sex habe. Dies Jahr nehme ich dich.
Hazel sagt: Nein.
Ab hier folgen wir Hazel und ihrer Familie, Mutter, Vater und kleinem Bruder, und erleben mit ihnen Fassungs- und Ratlosigkeit, Empörung und Wut, Angst und Schrecken, Traurigkeit und Depression, Mut und Kraft.
Autorin Jessica Berger Gross beschreibt intensiv und interessant sowohl die organisatorischen als auch die emotionalen Herausforderungen, vor denen nun alle stehen. Sie beleuchtet alle möglichen Folgen für die Familie, von Ausschluss aus dem Schultheaterstück über Streit mit den Nachbarn bis hin zu Vandalismus. Aber auch positive Veränderungen werden angestoßen, so macht Hazel zum Beispiel einen großen Schritt Richtung ihres Traumberufs Autorin.
Das Buch liest sich fix durch und wird nicht langweilig. Allerdings entwickelt sich die Handlung rasch
von der krassen Ausgangssituation weg und teilweise thematisch auch weit weg. Mir hätte es persönlich besser gefallen, wenn sich die Geschehnisse mehr auf das Thema der sexuellen Belästigung konzentriert hätten.
Trotzdem empfehle ich die Lektüre, da sie viele wichtige Punkte aus den leider immer aktuellen Bereichen wie #metoo #cancel #LautGegenSexuelleGewalt, sexuelle Belästigung, Mobbing, Verarbeitung, Depression, Überlebende, Hass und Antisemitismus behandelt. Und vor allem, da sie in einer positiven Grundstimmung endet.
Ein "Nein" mit Folgen
Clair und Gus ziehen mit ihren Kindern Hazel und Wolf von New York nach Maine.
Hazel soll in Maine ihr Abschlussjahr absolvieren.
Am ersten Schultag wird Hazel zum Director gerufen, der ihr erklärt, dass er sich jedes ein Jahr ein Mädchen aussucht mit dem er Sex hat.
Hazel erzählt alles ihren Eltern, die sofort verschiedene Strategien überlegen, wie man am Besten mit der Situation umgehen sollte. Gus entscheidet sich dann den Vorfall zu melden.
Sehr flüssig und angenehm schreibt die Schriftstellerin über wichtige Themen, wie sexueller Missbrauch, Antisemitismus und Ausgrenzung. Authentisch beschreibt sie, wie das Alles das Leben der Familie verändert.
Besonders die beiden Kinder Hazel und Wolf habe ich ins Herz geschlossen.
Das Cover finde ich sehr schön, aber passt meines Erachtens nicht zum Buch. Es hat mir den Eindruck vermittelt, dass es sich bei dem Buch um eine leichte, nette Geschichte handelt. Aber dieses Buch ist viel mehr.