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Hazel sagt Nein
Roman. Wenn ein Nein das Leben aller verändert. Bookclub-Fiction mit Nachhall
von Jessica Berger Gross
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Erscheinungstermin 02.02.2026 | Archivierungsdatum 29.03.2026
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Zum Inhalt
Wenn ein Nein alles infrage stellt - ein kraftvolles Debüt mit Nachhall
In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus nach herausfordernden Jahren endlich eine Professur ergattert hat. Doch der idyllische Schein trügt. Gleich an ihrem ersten Schultag wird die achtzehnjährige Hazel ins Büro des Direktors zitiert. Er verkündet ihr Unglaubliches: Jedes Jahr sucht er sich eine andere Schülerin aus der Abschlussklasse aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht. Dieses Jahr ist sie die Auserwählte. Instinktiv sagt Hazel Nein - und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben ihrer Familie, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft auf den Kopf stellen ...
Mit feinem Humor und Gespür für Zwischentöne erzählt Jessica Berger Gross von Selbstbehauptung, gesellschaftlichen Dynamiken und dem Mut, für sich einzustehen.
Ein Roman, über den man sprechen möchte - und muss.
Wenn ein Nein alles infrage stellt - ein kraftvolles Debüt mit Nachhall
In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783757701963 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 384 |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Delia S, Buchhändler*in
Hazel sagt Nein ist ein beeindruckend kraftvolles Debüt, das lange nachhallt und gerade deshalb so wichtig ist. Jessica Berger Gross erzählt eine Geschichte, die zutiefst verstört, aber zugleich Mut macht eine Coming-of-Age-Erzählung, die den Mut einer jungen Frau ins Zentrum stellt, die sich weigert, Teil eines über Jahrzehnte tolerierten Machtmissbrauchs zu sein.
Die Figur der Hazel überzeugt durch ihre Klugheit, Verletzlichkeit und Entschlossenheit. Ihr Nein wird zum Dreh- und Angelpunkt des Romans, zu einem Akt der Rebellion in einer Gemeinschaft, die sich an Bequemlichkeit, Schweigen und Wegsehen gewöhnt hat. Besonders spannend ist, wie subtil die Autorin zeigt, wie eine ganze Stadt Lehrer, Eltern, Schüler, lokale Entscheidungsträger in ein System verwoben sind, das auf Abhängigkeiten und stillschweigender Zustimmung basiert.
Mit feinem Humor, präziser Sprache und einem äußerst wachen Blick für Zwischentöne gelingt es die Autorin die Balance zwischen Ernst und Leichtigkeit zu halten. Sie verurteilt nicht plump, sondern seziert Strukturen, zeigt menschliche Schwächen auf und lässt genügend Raum, um sich als Leserin oder Leser selbst zu positionieren.
Der Roman entfaltet seine Kraft weniger durch spektakuläre Wendungen als durch psychologische Tiefe und gesellschaftliche Genauigkeit. Besonders berührend ist, wie Hazels Entscheidung das familiäre Gefüge der Blums verändert: Die Eltern werden gezwungen, ihre eigenen Überzeugungen und Lebenslügen zu hinterfragen, während Hazel lernt, dass Selbstbehauptung ein einsamer, aber notwendiger Weg sein kann.
Hazel sagt Nein ist ein Roman, über den man sprechen möchte und tatsächlich sprechen muss. Er ist unbequem, aber wichtig feinfühlig geschrieben und doch voller Wucht. Ein Buch, das lange im Gedächtnis bleibt und dazu anregt, über Macht, Mut und Verantwortung neu nachzudenken.
Ein starkes, relevantes Debüt, das zeigt, wie viel Veränderung ein einziges Nein bewirken kann.
Inge H, Rezensent*in
Klasses Debüt
Hazel sagt Nein, dieser Roman ist der Schriftstellerin gut gelungen.
Sie schreibt hier über eine Familie, die von New York nach Maine zieht.
Es beginnt mit dem ersten Schultag an der neuen Schule.
Die achtzehnjährige Hazel wird gleich zum Direktor gerufen.
Sie braucht nur noch ein Jahr um sich am College zu bewerben.
Als der Direktor sagt; Ich suche jedes Jahr ein Mädchen aus, mit dem ich Sex habe.
Da war ich , das Hazel nein sagt. Aber der verdreht die Wahrheit und Hazel wird von dem Ort angefeindet.
Erst als sie die Geschichte aufschreibt und publik macht, wird sie von der Presse vorgeführt. Sie soll daraus ein Buch machen, aber Hazel hat Skrupel.
Sie will Schriftstellerin werden, aber nicht so.
Hazel und ihre Familie sind wunderbar dargestellt und die Emotionen sind prima.
Der Roman gefällt von Anfang an.
Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen.
Buchhändler*in 890271
Hazel Blum und ihre Familie träumen von einem ruhigeren Leben, als sie aus dem lebendigen Brooklyn in die beschauliche Kleinstadt Riverburg (Maine) ziehen. Doch kaum ist Hazel an ihrer neuen Schule angekommen, sieht sie sich mit einer unfassbaren und zutiefst verletzenden Realität konfrontiert: Der Schulleiter verkündet ihr, dass er jedes Jahr aus der Abschlussklasse eine Schülerin auswählt, mit der er eine intime Beziehung eingeht — und dieses Jahr soll Hazel „die Auserwählte“ sein. Hazel reagiert instinktiv: Sie sagt Nein — und bringt damit nicht nur ihr eigenes Leben ins Wanken, sondern löst eine Bewegung aus, die ihre Familie und die gesamte Stadtgesellschaft herausfordert und ins Wanken bringt. Im Zentrum stehen Mut, Selbstbehauptung und die Frage, wie weit man für das eigene Selbstbestimmungsrecht gehen muss.
Ein unglaublich gutes Buch – ein Roman, der lange nachhallt und ein aktuelles Thema so eindrucksvoll verpackt, dass man ihn nicht so schnell vergisst. Die ganze Familie Blum ist mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen: Jede Figur ist liebevoll und detailliert ausgearbeitet, so lebendig, dass man fast glaubt, sie könnten einem im echten Leben begegnen.
Hazels Verhalten, ihre inneren Zweifel, Hoffnungen und die Zerrissenheit zwischen ihrem Selbstschutz und dem Wunsch, gehört zu werden, konnte ich gut nachvollziehen. Aber auch die Handlungen und inneren Entwicklungen der anderen Charaktere — seien es Familienmitglieder oder Menschen aus dem Umfeld — sind realistisch und fein gezeichnet.
Der Schreibstil ist flüssig, gut lesbar und gerade durch seinen feinen Humor und die Zwischentöne überraschend warm, obwohl er ein so ernstes Thema behandelt. Ich habe das Buch in nur drei Tagen durchgelesen und war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
Manchmal hätte ich mir gewünscht, auch Einblicke in die Gedanken des Schulleiters zu bekommen — nicht weil es dem Buch gefehlt hätte, sondern einfach, weil die Autorin so gut schreibt und ich noch tiefer in diese Welt eintauchen wollte.
Dieses Buch werde ich definitiv oft verschenken, weil es nicht nur eine spannende Geschichte erzählt, sondern auch zum Nachdenken anregt und Gespräche eröffnet. Außerdem habe ich beim Lesen echt Lust bekommen, mir Maine mal anzusehen!
Rezensent*in 1941048
Das Cover von Hazel sagt Nein hat mich sofort angesprochen. Es wirkt modern und frisch und passt gut zu einer Geschichte über eine junge Frau am Ende ihrer Schulzeit. Hazel ist achtzehn, steht kurz vor dem Abschluss und erlebt gerade den Übergang ins Erwachsenwerden, inklusive aller Unsicherheiten rund um Auszug, Zukunft und eigenständige Entscheidungen. Gleichzeitig wird sie mit einem schweren Übergriff durch eine Autoritätsperson konfrontiert – und reagiert instinktiv dagegen, was ihr Leben und ihr Umfeld nachhaltig verändert.
Die Geschichte greift dieses schwere, hochrelevante Thema sehr sensibel auf. Erzählt wird konsequent aus Hazels Perspektive, wodurch man die handelnden Personen und ihre Reaktionen gut nachvollziehen kann. Besonders eindrücklich ist, wie realistisch gezeigt wird, was sich nach dem Übergriff alles verändert – innerlich, innerhalb der Familie und im sozialen Umfeld. Der Umgang mit dem Nein-Sagen und dem darüber Sprechen wird ehrlich, sensibel und im richtigen Tempo dargestellt. Trotz der Schwere gibt es immer wieder kleine, warme und humorvolle Momente, die der Geschichte Luft zum Atmen lassen, ohne dass das Thema verharmlost wird. Besonders stark ist die Botschaft, dass junge Menschen – und insbesondere Mädchen – lernen sollten, nicht zu schweigen, laut zu werden und sich zu behaupten. An einer Stelle wird dies anschaulich mit einer Metapher aus der Gaming-Welt verdeutlicht, ohne dass es die Geschichte spoilert.
Der Schreibstil ist flüssig, klar und gut verständlich. Man kann den Entscheidungen und Gefühlen der Figuren sehr gut folgen und sie nachfühlen, ohne dass es überdramatisiert wirkt.
Auch die Figuren sind authentisch gezeichnet. Nicht nur Hazel, sondern auch die Familienmitglieder und Nebenfiguren kommen mit ihren Perspektiven vor, ohne dass die Geschichte überladen wirkt. Hazels innere Gefühlswelt mit ihren Auf und Ab, Momenten von Lähmung oder innerer Taubheit und dem langen Weg hin zu einer neuen Normalität wird sehr nachvollziehbar dargestellt. Die Nebenfiguren sind dabei stimmig eingesetzt – nicht übermäßig tief, aber passend und realistisch.
Für mich ist dieses Buch besonders wichtig, weil es ein Thema behandelt, über das gesprochen werden muss. Es zeigt Machtgefälle deutlich auf und verdeutlicht, wie entscheidend es ist, dass junge Menschen lernen, Grenzen zu setzen, sich zu wehren und nicht stillzuhalten – eine Botschaft, die insbesondere für Töchter von großer Relevanz ist.
Fazit:
Hazel sagt Nein ist ein bewegendes, starkes und relevantes Buch, das lange nachwirkt. Es erzählt eine belastende Geschichte mit viel Feingefühl, Klarheit und Haltung. Ein Buch, das Gespräche anstößt, Mut macht und das ich Leser*innen aller Altersgruppen sehr ans Herz lege – eine große und ehrliche Leseempfehlung.
Dieses Buch wird auf jeden Fall einen Platz in unserem Regal mit den Leserempfehlungen finden!
Welche Auswirkungen ein NEIN auf eine ganze Familie hat, das war interessant, aufregend und für mich sehr intensiv. Ich habe viel über dieses Buch nachgedacht und werde es gerne weiterempfehlen!
Rezensent*in 1519782
Der Roman „Hazel sagt Nein" wurde von Jessica Berger Gross verfasst und erscheint am 2. Februar 2026 im Lübbe Verlag. Das Buch umfasst 384 Seiten und das farbenfroh gestaltete Cover lässt auf den ersten Blick keinen direkten Bezug zum Titel erkennen. In der Geschichte geht es um die Familie Blum, die von Brooklyn ins ruhige Riverburg zieht. Dort wird die 18-jährige Hazel am ersten Schultag mit einer schockierenden Tradition konfrontiert: Der Direktor will eine Beziehung zu ihr erzwingen. Hazel sagt entschieden Nein und bringt damit ihr Leben, das ihrer Familie und die ganze Stadt in Bewegung. Die Autorin erzählt diese bewegende Geschichte in einem angenehm ruhigen und flüssigen Stil. Ihre Sprache bleibt stets zugänglich und einfühlsam, dabei aber auch nachdenklich und tiefgründig. Die Spannung ist durchgehend spürbar, ohne sich aufzudrängen. Die Figuren - allen voran Hazel selbst - sind authentisch und glaubwürdig gezeichnet. Besonders eindrucksvoll ist Hazels Entwicklung zur mutigen jungen Frau, die sich gegen Ungerechtigkeit stellt. Auch die Nebenfiguren fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Insgesamt ist das Buch ein zeitgemäßer Roman mit Tiefgang und gesellschaftlicher Relevanz.
Ein Roman mit unglaublich wichtiger Thematik, die viel zum Nachdenken anregt, und eine äußerst mutige, junge Protagonistin hat.
Hazel zieht für ihr Abschlussjahr an der High School mit ihrer Familie nach Maine, weil Vater Gus eine neue Stelle als Professor ergattert hat. Doch der Umzug steht unter keinem guten Stern, als Hazel direkt am ersten Tag zum Direktor zitiert wird. Der Schock kommt erst noch: er möchte eine sexuelle Beziehung mit ihr. Hazel sagt „nein“. Und das mit weitreichenden Folgen für sie und ihre Familie.
Das Cover wirkt so unscheinbar, wenn man die Wucht des Romans dahinter betrachtet. Aber gerade deshalb finde ich es perfekt gewählt.
Das Thema des Buches ist so unglaublich wichtig und von der Autorin gut erzählt. Es gibt viele Momente, die zum Nachdenken anregen. Die Kern-Aussagen sind keinesfalls belehrend, sondern eher unterschwellig und nachhallend.
Hazel ist eine junge, aber sehr starke und mutige Protagonistin - manchmal vielleicht etwas zu stark. Für ihre 18 Jahre ist sie wirklich reif, sie hinterfragt vieles, wächst aber im Verlauf des Romans noch weiter über sich hinaus. Diese Entwicklung fand ich gut gelungen.
Ebenso gefiel mir ihr Bruder Wolf. Seine Probleme an der neuen Schule konnte ich total nachvollziehen. Insbesondere als der Vorfall mit Hazel publik wird, wird es für den Jungen nämlich noch schwerer anzukommen und sich in der Kleinstadt einzufinden.
Problematisch fand ich Mutter Claire und Vater Gus. Beide sind sehr Ich-bezogen und meiner Meinung nach extrem auf sich und ihre Außenwirkung bedacht. Das konnte ich so nicht nachempfinden. Ihre Gedanken kreisen zwar immer wieder um Hazels Vorfall, aber eher um die Konsequenzen, die das für ihr eigenes Leben hat und nicht für das ihrer Tochter. Das fand ich seltsam.
Leider wirkten die Kapitel manchmal sehr nüchtern aneinander gereiht. Irgendwie fehlte mir da ein passender Übergang, gerade in Hinblick auf die wichtige Thematik #metoo, hätte es da mehr Tiefgang und klärende Gespräche gebraucht.
Besonders gefallen hat mir eins der letzten Kapitel (Stichwort Schwimmbad). Für mich wäre das das perfekte Ende gewesen. Die danach folgenden Kapitel hätte es für mich nicht gebraucht.
Alles in allem ein starker Roman mit wichtiger Message und einer tollen Protagonistin, die sich einfach nicht unterkriegen lässt und unablässig für Gerechtigkeit kämpft. Dieses Buch braucht Aufmerksamkeit und Leute, die über es reden!
Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Blick behalten und ich hoffe, dass sie weiter solche Themen behandeln wird.
Rezensent*in 1170089
Klare Worte
Mit dem fortschreitenden Prozess um Eppstein wird die MeToo Debate nicht nur in den sozialen Medien präsent. Ein Buch, dass sich mit dem Thema befasst, ist „Hazel sagt nein.“
Das Cover scheint recht harmlos. Eine Landschaft mit Wald und See im Hintergrund, vordergründig ein Haus mit Wäsche auf der Leine. Ein scheinbar normales zuhause in einem Vorort. Doch was ist die Geschichte der Bewohner?
Im Buch geht es um Familie Blum. Vater Gus hat eine Professur in Riverburg, wo er mit seiner Familie hinzieht. Allerdings steht das Leben dort unter keinen guten Stern: Tochter Hazel wird am ersten Schultag zum Direktor zitiert , der eine sexuelle Beziehung möchte- ein klares Nein. Aber was sind die Folgen?
Selten hatte ich beim Lesen eines Romans einen so realen Fall vor Augen wie dieses Mal. Jessica Berger Gross gelingt es, mit Fingerspitzengefühl und sprachlichen Geschick die Situationen authentisch darzustellen. Sei es Hazels Sorge um Konsequenzen, die Solidarität oder der Fakt, dass jeder etwas dazu zu sagen hat- hier bleibt kein Thema unausgesprochen.
Spannend finde ich vor allem, wie Hazel sich selbst während des Trubels neu definiert. Erst scheint sie ein gefundenes, verschwiegenes Opfer, wie auch einige Eppstein Opfer wirken, doch dann emanzipiert sie sich und steht für sich ein. Zumindest bis zu einem gewissen Punkt, der sich nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren lässt.
Auch die anderen Charaktere werden authentisch dargestellt. Dies liegt vor allem an der authentischen, gefühlvollen Sprache der Autorin, die es schafft, einzelne Szenen so darzustellen, dass ich sie vor Augen habe.
Was mich allerdings stört sind die präsenten Vorurteile. Fragen wie, ob Hazel richtig handelt oder ob Gus mehr für seinen Ruf tun könnte sowie das Schubladen Denken in seiner Vorlesung lassen mich mit den Augen rollen. Auch, dass die Szenen teils wirr aneinander gereiht scheinen, ist nicht optimal.
Insgesamt gebe ich den Roman rund um Macht und Selbstfindung vier Sterne. Hoffentlich folgen ähnliche Bücher zu den wichtigen Themen- sei es von der Autorin selbst oder jemand anderen.
Rezensent*in 1488781
Die achtzehnjährige Hazel ist mit ihrer Familie in die Kleinstadt Riverburg, Maine, gezogen. Am ersten Schultag im letzten Jahr der neuen High School wird sie vom Direktor ihrer Schule dazu aufgefordert eine sexuelle Beziehung mit ihm einzugehen. Doch Hazel hat den Mut Nein zu sagen. Ein Nein, das für sie und ihre Familie noch weitere Auswirkungen hat.
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross ist ein sehr amerikanischer Roman über das Thema "#MeToo", also sexueller Nötigung und Machtmissbrauch. Das Buch greift daneben viele weitere Thematiken auf, wie zum Beispiel die Midlife-Crisis der Eltern, das kostspielige Collage-System, den Kontrast zwischen New York City und Provinz, ohne das eigentlichen Thema aus den Augen zu verlieren. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Autorin hier vielleicht zu viel unterbringen will. Interessant ist, dass gerade bis zur Mitte und am Ende, die Geschichte nicht nur aus Hazels Blickwinkel erzählt wird, sondern auch aus dem ihrer Familienmitglieder. Gerade Hazels Entwicklung, die zunächst in ein mentales Tief fällt, dann aber zu sich zurück findet und für sich kämpft, hat mir gut gefallen. Sprachlich liest sich das Buch leicht, wenn auch oft eine gewisse Anspannung zu spüren ist.
Fazit: Lesenswertes Familien -Gesellschaftsportrait mit wichtigem Thema.
Der Schuldirektor sagt: Ich suche mir jedes Jahr eine Schülerin aus, mit der ich Sex habe. Dies Jahr nehme ich dich.
Hazel sagt: Nein.
Ab hier folgen wir Hazel und ihrer Familie, Mutter, Vater und kleinem Bruder, und erleben mit ihnen Fassungs- und Ratlosigkeit, Empörung und Wut, Angst und Schrecken, Traurigkeit und Depression, Mut und Kraft.
Autorin Jessica Berger Gross beschreibt intensiv und interessant sowohl die organisatorischen als auch die emotionalen Herausforderungen, vor denen nun alle stehen. Sie beleuchtet alle möglichen Folgen für die Familie, von Ausschluss aus dem Schultheaterstück über Streit mit den Nachbarn bis hin zu Vandalismus. Aber auch positive Veränderungen werden angestoßen, so macht Hazel zum Beispiel einen großen Schritt Richtung ihres Traumberufs Autorin.
Das Buch liest sich fix durch und wird nicht langweilig. Allerdings entwickelt sich die Handlung rasch
von der krassen Ausgangssituation weg und teilweise thematisch auch weit weg. Mir hätte es persönlich besser gefallen, wenn sich die Geschehnisse mehr auf das Thema der sexuellen Belästigung konzentriert hätten.
Trotzdem empfehle ich die Lektüre, da sie viele wichtige Punkte aus den leider immer aktuellen Bereichen wie #metoo #cancel #LautGegenSexuelleGewalt, sexuelle Belästigung, Mobbing, Verarbeitung, Depression, Überlebende, Hass und Antisemitismus behandelt. Und vor allem, da sie in einer positiven Grundstimmung endet.
Ein "Nein" mit Folgen
Clair und Gus ziehen mit ihren Kindern Hazel und Wolf von New York nach Maine.
Hazel soll in Maine ihr Abschlussjahr absolvieren.
Am ersten Schultag wird Hazel zum Director gerufen, der ihr erklärt, dass er sich jedes ein Jahr ein Mädchen aussucht mit dem er Sex hat.
Hazel erzählt alles ihren Eltern, die sofort verschiedene Strategien überlegen, wie man am Besten mit der Situation umgehen sollte. Gus entscheidet sich dann den Vorfall zu melden.
Sehr flüssig und angenehm schreibt die Schriftstellerin über wichtige Themen, wie sexueller Missbrauch, Antisemitismus und Ausgrenzung. Authentisch beschreibt sie, wie das Alles das Leben der Familie verändert.
Besonders die beiden Kinder Hazel und Wolf habe ich ins Herz geschlossen.
Das Cover finde ich sehr schön, aber passt meines Erachtens nicht zum Buch. Es hat mir den Eindruck vermittelt, dass es sich bei dem Buch um eine leichte, nette Geschichte handelt. Aber dieses Buch ist viel mehr.
Ich habe Hazel sagt nein von Jessica Berger Gross gelesen und Hazel schon auf den ersten Seiten ins Herz geschlossen. Ich mochte die ganze Familie sofort und habe das Buch trotz des ernsten Themas als gut und leicht lesbar erlebt, mit einem feinen Humor, der die Thematik nie ins Lächerliche zieht.
Zum Inhalt: Die Familie Blum zieht von Brooklyn ins scheinbar ruhige Riverburg, weil Vater Gus endlich eine Professur bekommt. Gleich am ersten Schultag wird Hazel mit dem sexuellen Machtmissbrauch ihres Direktors konfrontiert und sagt instinktiv nein. Dieses Nein setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihre Familie und die ganze Stadt erfassen.
Besonders stark fand ich, wie schnell Hazels Zwiespalt durch die Erpressung des Direktors deutlich wird und wie klar der Roman zeigt, dass jede Handlung Konsequenzen hat. Das Bild vom Steinchen im Wasser passt für mich sehr gut, weil alle in der Familie Hazel auf ihre Art helfen wollen und dadurch immer größere Kreise entstehen. Das Buch zeigt eindrücklich, wie oft mit einem Nein die wahren Probleme erst anfangen und wie schwer die Situation für das Opfer danach weiter ist.
Clever aufgebaut ist auch der Parallelstrang mit Vater Gus und Bill Cosby, der verdeutlicht, wie schnell man aus einem unbedachten Moment heraus angeprangert und gecancelt werden kann. Ich mochte, dass die Geschichte verschiedene Perspektiven einnimmt und auch zeigt, wie schwer die Situation für die Familie des Täters ist, denn auch sie werden zu Opfern seiner Taten. Der Roman macht zudem sichtbar, dass Aktivismus ein Geschäftsmodell sein kann, und stellt Hazels eigene Moral und Haltung immer wieder auf die Probe. Für mich entwickeln sich alle Figuren spürbar weiter, was die Geschichte rund und sehr eindringlich macht.
Hazel sagt nein behandelt wichtige Themen unserer Zeit. Trotz der schwere der Themen lässt sich das Buch leicht lesen. Mir hat der Roman gut gefallen.
Ein folgenreiches Wort
Die Familie Blum zieht von New York City in das provinzielle Riverburg, gelegen im Bundesstaat Maine. Es ist kalt, kälter als in ihrem geliebten Brooklyn. Doch nicht die Witterung spielt die wesentliche Rolle, dass die vier Blums nicht ankommen im neuen Zuhause. Gus nimmt das verlockende Angebot einer gut bezahlten Anstellung in Riverburg an, um seiner Familie, seiner Frau Claire, seiner Tochter Hazel und seinem Sohn Wolf eine finanzielle Absicherung und damit ihre Versorgung zu garantieren.
Die achtzehnjährige Hazel steht im Mittelpunkt der Geschichte. Ein deutliches Nein gegenüber dem Schuldirektor, der gleich am ersten Schultag auf der neuen Highschool ihr ein äußerst verwerfliches, sexuell anzügliches Angebot macht, bringt sie und damit auch ihre Familie in arge Bedrängnis. Sie werden offen angefeindet, geraten in eine Außenseiterposition, die besonders Hazel aber auch Wolf zu spüren bekommen, womit sie sich auseinandersetzen müssen und mental schwer darunter leiden. In den Vorfall kommt schließlich eine ungeahnte Bewegung als die Öffentlichkeit sich mehr und mehr für Hazel und die Geschichte zu ihrem entschiedenen Nein interessiert.
Jessica Berger Gross spricht in ihrem Debütroman ‘Hazel sagt Nein‘ ein brisantes Thema an, welches in der MeToo Debatte ihren Ursprung fand. Sie stellt ihre junge Protagonistin in den Mittelpunkt des Geschehens. Eine junge Frau, eigentlich noch ein Teenager, die sehr genaue Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft besitzt, muss sich in Themen hineindenken und Handlungsstrategien entwickeln, diese verfolgen, um ihren Weg zu finden, um nicht durch verlockende Angebote in einen Strudel von Vermarktungsspielchen großer Institutionen und Konzerne zu geraten.
Unerwartete Wendungen machen die Geschichte interessant und spannend. Die verschiedenen Erzählperspektiven stellen eine Bereicherung dar und gaben mir immer wieder neue Impulse zum Nachdenken und Überdenken gefasster Meinungen. Ein wichtiges Buch, das sich mit der Verarbeitung von einschneidenden Veränderungen im Leben beschäftigt und die psychischen Auswirkungen beschreibt.
Ulrike H, Rezensent*in
Jessica Berger Gross befasst sich in "Hazel sagt Nein" mit dem aktuellen und schwierigen Thema sexueller Machtmissbrauch in der Schule und dem Mut, sich dem zu widersetzen.
Die achtzehnjährige Hazel zieht mit ihrer Familie von New York in eine Kleinstadt in Maine. Gleich an ihrem ersten Schultag wird sie vom Schuldirektor in sein Büro gerufen. Er suche sich jedes Jahr eine Schülerin aus dem Abschlussjahrgang für eine sexuelle Beziehung aus und dieses Jahr sei Hazel an der Reihe. Hazel sagt Nein. Dieses Nein ist der Beginn einer Kette von Ereignissen, die nicht nur Hazels Leben, sondern das ihrer gesamten Familie und der Kleinstadt verändert.
Die Geschichte wird nicht ausschließlich aus Hazels Sicht erzählt, sondern auch aus der ihrer Eltern und ihres jüngeren Bruders Wolf. Dadurch werden die Folgen für alle besonders deutlich. Vor allem Wolf bereichert enorm die Dimension des Romans.
Das Buch beginnt sehr direkt und aufwühlend. Die klare, eher nüchterne Schreibweise verstärkt den Eindruck der ersten Seiten. Die Resonanz nach dem Bekanntwerden des Vorfalls, insbesondere die Schuldumkehr, wird nachvollziehbar dargestellt. Die zentrale Botschaft, dass ein Nein legitim und richtig ist, wird deutlich.
Später verliert der Roman jedoch für mich an Prägnanz. Die Handlung driftet immer mehr ab, der eigentliche Machtmissbrauch verwässert. Stattdessen werden zahlreiche weitere Themen angerissen. Vieles davon ist relevant, doch die Masse führt dazu, dass kaum ein Aspekt wirklich vertieft wird. Der Roman wirkt stellenweise überladen und thematisch zerrissen.
Hinzu kommt, dass die Geschichte gegen Ende immer konstruierter wirkt und durch den übertrieben positiven Drive nicht mehr glaubwürdig erscheint. Einige Wendungen wirken unwirklich und stehen in Kontrast zum anfänglichen Realismus.
Trotz dieser Schwächen bleibt "Hazel sagt Nein" ein durchaus wertvolles Buch, das Mut macht. Sein großes Potenzial schöpft der Roman allerdings nicht vollständig aus.
Angelina W, Buchhändler*in
Ganz und gar unfassbar spannend, unterhaltsam und WICHTIG! Einfach unmöglich, in diese Geschichte nicht voll abzutauchen und jede Seite und Sekunde mit den Blums mitzufühlen und mitzufiebern. Stark, voller Feingefühl und zu keiner Sekunde kitschig - rund, und endlich wieder eine Autorin, die ihrem Buch auch einen runden, gekonnten Schluss gibt. Ein Genuss.
Azra G, Buchhändler*in
Obwohl „Nein“ eines der häufigsten Worte ist, die wir im Alltag gebrauchen, ist es dennoch nicht immer einfach, es auszusprechen. Die Art und Weise, wie das „Nein“ im Buch Hazel sagt Nein zur Sprache kommt, finde ich sehr wichtig. Es wird deutlich, dass „Nein“ nicht nur ein Wort oder eine Entscheidung ist, sondern auch ein Gefühl, das ernst genommen werden muss. Das Buch zeigt, wie wichtig es ist, sich zu trauen, „Nein“ zu sagen, und keine Angst davor zu haben.
Das sollte unbedingt jeder gelesen haben.
Lehrende*r 1197203
Hazel sagt nein von Jessica Berger Gross hat mich tief berührt. Ich fand das Buch sowohl sprachlich als auch inhaltlich wunderschön – ruhig erzählt, klug beobachtet und gleichzeitig unglaublich kraftvoll. Es ist eines dieser Bücher, die nicht laut sein müssen, um lange nachzuwirken.
Die Geschichte beginnt mit dem Umzug der Familie Blum von Brooklyn in die scheinbar friedliche Kleinstadt Riverburg, wo endlich alles ruhiger und geordneter werden soll. Doch gleich am ersten Schultag wird Hazels Welt erschüttert: Der Schuldirektor konfrontiert sie mit einem perfiden „Ritual“, das er sich seit Jahren erlaubt – und Hazel sagt Nein. Dieser eine Moment verändert alles. Nicht nur für sie selbst, sondern für ihre ganze Familie und die Gemeinschaft, in der plötzlich Dinge sichtbar werden, die lange verdrängt wurden.
Ich konnte mich sehr gut in Hazel hineinversetzen – in ihre Unsicherheit, ihre Wut, ihre Angst und ihren Mut. Besonders berührt hat mich, wie feinfühlig ihre inneren Konflikte geschildert werden, ohne sie zu dramatisieren. Gleichzeitig fand ich es wunderschön, dass der Roman auch die Blickwinkel der anderen Familienmitglieder einnimmt: der Eltern, der Geschwister, der Menschen drumherum. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie ein einzelnes „Nein“ Wellen schlägt und Beziehungen auf die Probe stellt.
Die Sprache ist ruhig, präzise und voller Zwischentöne, mit einem feinen Humor an genau den richtigen Stellen. Jessica Berger Gross erzählt von Machtstrukturen, Schweigen, Zusammenhalt und davon, wie schwer – und wie notwendig – es ist, für sich einzustehen.
Für mich ist Hazel sagt nein ein kluger, sensibler und sehr berührender Roman, der lange im Kopf und im Herzen bleibt. Absolute Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.
Rezensent*in 407335
Was ein gutes Buch, vom Cover hätte ich nie so eine Story erwartet und miss sagen ich bin super begeistert.
Eine super gelungene Story die ganz viel Aufmerksamkeit bekommen sollte und viele Leser ins Herz schließen sollte.
Christina M, Buchhändler*in
Ein sehr modernes und heiteres Buch mit Tiefgang. Der Schuldirektor macht Hazel ein unmoralisches Angebot und Hazel sagt: Nein! Dies ist der Beginn des Buches und dann lernen wie mit welchen Konsequenzen Hazel und ihre Familie leben muss und wie die Gesellschaft darauf reagiert. Ein Mut machendes Buch aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, das Spaß gemacht zu lesen! Klare Leseempfehlung
Katharina L, Buchhändler*in
Ein Moment, der alles verändert.
Familie Greenberg Blum verlässt das geliebte Brooklyn um in Riverburg, Maine, einen Neustart zu wagen und finanziell auf sichereren Beinen zu stehen. Das ist für alle nicht leicht, aber hier hat Vater Gus eine besser bezahlte Professoren-Stelle und das Leben ist günstiger.
Tochter Hazel kommt für das Abschlussjahr an die Riverburg High School - ein Opfer, dass sie bereit ist zu bringen. Ein Jahr... dann möchte sie studieren. Die Gebühren sind unter diesen Umständen für die Familie besser zu händeln...
Aber dann wird sie am ersten Schultag zum Direktor gerufen. Er teilt ihr mit, dass er in jedem Jahr eine Schülerin auswählt und eine sexuelle Beziehung mit ihr eingeht. In diesem Jahr wählt er sie. Doch: Hazel sagt nein.
Ein Nein, dass viele Folgen nach sich zieht. Für Hazel, für ihre ganze Familie, für Riverburg.
Die Sogkraft, die dieser Roman entwickelt, hatte ich nicht erwartet. Sein Thema ist so wichtig - und gleichzeitig schwer zu ertragen. Was kann da kommen, nach einem solchen Nein?
Zunächst einmal eine großartige Familie! Die ProtagonistInnen des Romans: Mutter Claire, die von einer eigenen Mode-Kollektion träumt; Vater Gus, der sich endlich voll auf seine Arbeit konzentrieren und gleichzeitig für die Familie da sein kann; Bruder Wolf, ein besonderer Typ mit hellem Köpfchen. Die wechselnde Perspektive fand ich sehr erfrischend, sie hat viele Facetten der Geschichte aufgedeckt.
Und der Umgang mit dem Geschehenen: Hazel wird sofort ernst genommen. Sie kann sich ihrer Familie anvertrauen. Alle sind angemessen entsetzt und treten, jeder für sich in Aktion, auch wenn Hazel das erst zuviel ist.
Und dann die Reaktion von Riverburg: Auch bei den offiziellen Stimmen findet Hazel Gehör. Und doch schlägt der Familie und vor allem Hazel viel Negativität entgegen. Schuldirektor White ist ein angesehener Mann. Er leugnet, bezichtigt Hazel der Anmache.
Wie kann die Familie dem entgehen? Was macht all das mit der Familie des Schuldirektors
Gus' Professur, die Medien und der Besuch einer berühmten Aktivistin bringen die Sache ins Rollen. Und aufeinmal scheint Hazels Traum, Schriftstellerin zu werden - eine Stimme zu haben - ganz nah. Aber zu welchem Preis? #metoo
Ein Roman, der sich sehr gut für Literaturkreise eignet. Generell zum Diskutieren, zum Austausch anregt. Moralische Fragen aufwirft und dazu einlädt, mitzufiebern und zu überlegen, wie man sich selbst verhalten hätte.
Die persönlichen Geschichten, Aspekte aller Familienmitglieder reichern die Geschichte an. Denn irgendwie geht während all dem der Alltag ja auch weiter.
Ein Roman, der leicht zu lesen ist und zeitgleich so viele Themen und Aspekte umfasst. Klasse.
Zum Inhalt:
Um Geld zu sparen und ein ruhigeres Leben zu führen, ziehen die Blums von New York nach Riverburg, wo Vater Gus auch endlich als Professor arbeiten kann. Als die achtzehnjährige Hazel gleich am ersten Tag zum Schuldirektor gerufen wird, ahnt sie noch nichts Böses. Doch was er von ihr verlangt ist unglaublich. Er will eine sexuelle Beziehung mit ihr. Hazel sagt nein und das löst eine Kette von Ereignissen aus.
Meine Meinung:
Wow, was für ein tolles Buch! Ich finde es richtig gut, dass so ein Thema mal aufgegriffen wird und auch die Schattenseiten der Betroffenen zeigt und zwar nicht nur des Opfers sondern eben auch das ganze Umfeld des Opfers. Auch dass die Medien dann so auf Hazel aufmerksam werden, hat mir gut gefallen. Was natürlich auch interessant war und vermutlich auch oft nicht so im Fokus steht, dass die Familie des Täters auch plötzlich vor den Scherben steht und erstmal klar kommen muss. Ich fand das Buch wirklich rundum gelungen und ich habe es förmlich verschlungen.
Fazit:
Toll!
Buchhändler*in 1276542
Bisher mein lese Highlight aus diesem Jahr. Eine tolle Geschichte, über eine stark junge Frau. Ich finde es beeindruckend, wie dieses Thema beschrieben wird und finde es gut das man so viel draus mit nehmen kann. Ich freue mich schon das Buch den Kunden zu empfehlen.
Mit "Hazel sagt Nein" hat Jessica Berger Gross einen Roman geschrieben, der zum Denken anregt und nachhallt.
Erster Schultag in der Abschlussklasse der neuen Schule nach dem Umzug nach Riverburg, das so anders ist als die alte Heimat Brooklyn. Alles scheint gut, ihr Vater hat eine Professur bekommen, ihre Mutter ist glücklich im neuen Haus, Da wird Hazel zum Schuldirektor beordert, der ihr etwas mitteilt, das ihr den Atem verschlägt. Er, der Direktor, suche sich jedes Jahr eine junge Frau aus der Abschlussklasse aus, mit der er Sex haben kann. Und in diesem Jahr ist Hazel die Auserkorene. Als Belohnung winkt ein Empfehlungsschreiben für ihre Wunschuniversität. Aber: Hazel sagt NEIN! Dieses Nein hat Konsequenzen nicht nur für sie selbst.
Jessica Berger Gross hat in in ihrem ersten Roman mit Sprache gearbeitet, die Emotionen weckt. Wut auf den Schuldirektor und seine Schuldumkehr, Unverständnis für die Eltern, die in ihrer eigenen Blase sitzen und eigentlich wenig Interesse am Schicksal ihrer beiden Kinder haben. Nein, sie gehen noch weiter und nehmen für sich die Hilfe eines Verhaltenstherapeuten in Anspruch. An ihrem Verhalten Hazel gegenüber konnte ich allerdings keine Auswirkungen der Therapie feststellen.
Ich konnte Hazel verstehen, die an sich selbst gezweifelt hat. Hat sie etwas falsch interpretiert? Hazel will eigentlich alles vergessen, bis sie sich eines Tages entschließt, ihre Erlebnisse öffentlich zu machen. Und damit eine Lawine lostritt, mit der sie selbst nicht gerechnet hat. Eine Lawine, die sie aber auch selbst weiterbringt.
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In diesem Roman werden nicht nur Missbrauch an Abhängigen, sondern auch Rassismus, Antisemitismus und Mobbing thematisiert. Die Botschaft, dass Frau etwas bewirken kann, wenn sie will und mutig ist, war für mich DIE Message überhaupt. Und Hazel ist mutig mit ihren 18 Jahren, wehrt sich, hinterfragt (auch sich selbst)und findet Gleichgesinnte.
Ein Roman, der mir im Gedächtnis bleiben wird und den ich sehr gerne weiterempfehle. 5 Sterne !
Buchhändler*in 739556
Ich bin nicht sicher, ob ich mit 18 Hazels Mut gehabt hätte, einem Schulleiter den S. zu verweigern und damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie in vergleichbaren Situationen Hazels Mindset haben.
Lasst uns unsre Kinder darin bestärken, Nein zu sagen. Wir können nicht jeder erwachsenen Person vertrauen, mit der unsere Kinder zutun haben. Aber wir können unsre Kinder bestärken, dass sie ungute Gefühle nicht wegdrücken, und ihnen vertrauen und ihnen glauben.
Tanja S, Rezensent*in
Hazel zieht mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder nach Maine um, kurz vor dem Start des letzten High School Jahres. Den Direktor der High School hat sie schon bei der Schulbesichtigung kennengelernt und als sie im Sommer öfters mit ihrem Bruder im Freibad ist, trifft sie ihn dort auch. Am ersten Schultag wird sie ins Büro des Direktors gerufen und er bietet ihr an, sie bei den Collegebewerbungen zu unterstützen. Doch diese Hilfe hat einen hohen Preis, er möchte mit ihr Sex haben. So wie in den vergangenen Jahren, sucht er sich wieder eine Abschlussschülerin aus, mit der er eine sexuelle Beziehung führt. Hazel ist mutig und sagt Nein. Damit kommt natürlich ein großer Stein ins Rollen und Hazel zweifelt zwischendurch, ob es die richtige Lösung war. Ihr Leben auf der High School und in dem kleinen Provinznest in dem sie wohnt ist sehr herausfordernd und kostet sie und ihre Familie sehr viel Kraft. Ihre Familie steht hinter ihr, aber alle haben auch ihr eigenes Päckchen zu tragen. Besonders der Vater, der in seiner ersten Vorlesung am College einen großen Fehler begeht.
Das Buch ist super toll geschrieben, ich konnte es kaum aus den Händen legen. Es ist sehr spannend und zeigt auch immer wieder die unterschiedlichen Blickwinkel und wie vielschichtig das Problem „Me too“ ist. Es ist toll dargestellt wie schwer es für eine 18-jährige Schülerin ist, glaubwürdig rüberzukommen, wenn auf der anderen Seite der ältere renommierte High School Direktor steht. Ich bin total begeistert von dem Buch und das Thema ist leider immer topaktuell.
Diana N, Buchhändler*in
HAZEL SAGT NEIN - zu dem Direktor ihrer neuen Kleinstadt-Schule - und stellt mit diesem tapferen Wort ihre Familie und ihre Nachbarschaft auf den Kopf.
Ein fantastisches Debüt mit viel Herz und Humor, und einem großen Augenmerk auf persönliche Entwicklung in den unterschiedlichsten Stadien des Lebens.
Ich hatte Sorge, dass das Buch thematisch zu schwer sein könnte - da wurde ich aber komplett eines Besseren belehrt. Jessica Berger Gross hat die charakterliche Entwicklung von Hazel, Wolf, Claire und Gus in den Vordergrund gestellt und es geschafft, dass jedes Familienmitglied seine eigene erkennbare Stimme mit nachvollziehbaren Ängsten und Träumen hat. Und gerade weil niemand in der Bloom Familie perfekt ist, hat sich die Geschichte so wunderbar authentisch angefühlt.
Großartig um im Buchclub oder mit FreundInnnen darüber zu plaudern.
Elvira S, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Hazel sagt Nein on Jessica Berger Gross
Ein Roman mit feinem Humor und gesellschaftlichen Dynamiken. Eine Familie die von New York aufs Land zieht und alles wird anders als erhofft. Die sexuelle Belästigung der Tochter, vom Schuldirektor wirkt sich auf alle Mitglieder der Familie negativ aus.
Mareike H, Rezensent*in
„Hazel sagt Nein“ hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Hazel ist eine starke, nachdenkliche Jugendliche, die plötzlich in eine Situation gezwungen wird, in der sie ihre eigenen Grenzen behaupten muss. Dieses klare „Nein“ ist nicht nur eine Entscheidung, sondern ein Akt der Selbstbestimmung, der ihr Leben und das ihrer Familie grundlegend beeinflusst. Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch die Autorin Hazels Gedanken, Gefühle und Konflikte schildert. Man spürt ihren Mut, ihre Unsicherheiten und die Spannung zwischen ihr, ihrer Familie und der neuen Umgebung in Maine.
Was das Buch für mich so eindrucksvoll macht, ist die Balance zwischen emotionaler Tiefe und nachdenklicher Erzählung: Es geht nicht nur um Hazels Mut, sondern auch um die Dynamik innerhalb der Familie, um Loyalität, Verantwortung und die Frage, wie wir als Menschen auf schwierige Entscheidungen reagieren. Dabei bleibt Hazel immer greifbar und nachvollziehbar – man kann ihre Reaktionen verstehen, auch wenn sie herausfordernd oder unbequem sind.
„Hazel sagt Nein“ ist ein berührender, kraftvoller Roman über Selbstbestimmung, Mut und die Wirkung eines einzigen Wortes, der lange nachhallt und zeigt, wie wichtig es ist, zu sich selbst zu stehen, auch wenn die Welt um einen herum kompliziert ist.
Es passiert überall
Familie Blum ist nach Riverburg, Maine gezogen. Papa Gus hat einen Platz am College und unterrichtet, Hazel und Wolf gehen in die Schule und Mama Claire ist zu Hause und versucht Kleidung zu designen (Sabbatjahr). Am ersten Schultag wird Hazel zum Direktor gerufen. Diesen kannte sie bereits aus den Ferien, da hat sie ihn im Schwimmbad getroffen und sie haben über Literatur gesprochen. Sie hatten sich gut unterhalten. Nach kurzem Geplauder eröffnet ihr der Direktor, dass er sich dieses Jahr Hazel ausgesucht hat, um sie zu fördern. Hazel ist angewidert und geschockt und sagt demonstrativ Nein.
Hazel erzählt es ihrer Familie und dann läuft alles aus dem Ruder.
Ich bin zu einer Zeit aufgewachsen, wo der Film "Angeklagt" mit Jodie Foster etwas Bahnbrechendes und Schockierendes war. Wir haben alle die Bill Cosby Show gesehen und fanden sie gut. Wenn wir in der Schule unsere Mitschüler geärgert haben, hat keiner laut Mobbing geschrien und den Schulpsychologen brauchten wir nur, weil eine Mitschülerin sich weigerte sich mündlich zu beteiligen, obwohl sie das Wissen dazu hatte. Quasi eine heile Welt. Jetzt in meiner Lebensmitte ist mir dass, was in der Welt passiert manchmal zu viel. Die übertriebene Berichterstattung, die reißerischen Schlagzeilen und die Darstellung in schwarz und weiß.
Ich war neugierig, was Jessica Berger Gross aus dem Thema sexuelle Nötigung macht. Wie realistisch, übertrieben, anklagend, diffamierend oder absurd die Geschichte sich entwickelt. Und ich war positiv überrascht bis zur Hälfte. Bis dahin war Wolf mein definitiver Lieblingscharakter, bis Hazel übernahm. Denn genau wie es mir zu viel wurde, war es auch bei Hazel und das fand ich extrem gut.
Schwierigkeiten hatte ich am Anfang (oder immer zu) mit Mama Claire, die kiffend auf der Terrasse saß. Ja, ich habe nachgeschaut, ob das in Maine legal ist. Denn mit so etwas bin ich vorher nicht in Berührung gekommen.
Alles in allem fand ich das Buch gut geschrieben, leicht zu lesen und emotional stark.
Fazit: Lesenswert. Regt zum Nachdenken an.
Wenn ein Mensch die Leben vieler anderer negativ beeinflusst
Hazel sagt Nein zu ihrem übergriffigem Direktor. Das ist richtig, doch dieses Nein setzt eine Spirale an Ereignissen in Gang, die nicht nur Hazel und den Direktor betreffen. Was genau, erfährt man in diesem Buch.
Die Autorin schafft es wirklich wunderbar aufzuzeigen, dass (sexuelle) Übergriffigkeit nicht bei der Tat endet. Sondern das Leben des Opfers, seiner Angehörigen und anderer Menschen auch später noch massiv beeinflusst. Das war schon einmal ein Pluspunkt des Buches. Denn man kommt dadurch ins Grübeln und sieht solche Taten noch einmal mit einem völlig anderen Blick, der einen noch empathischer für die Opfer werden lässt.
Die Figuren in dem Buch sind dabei sehr vielschichtig angelegt und auch überzeugend. Nur mit der Mutter - Claire - bin ich bis zum Schluß nicht warm geworden. Irgendwie lebt sie so in den Tag hinein, ist nicht wirklich für ihre Tochter oder gar ihren Sohn - der auch unter den Geschehnissen leidet - da.
Allerdings war mir das Buch zum Ende hin too much. Der Ruhm den Hazel dann einfährt - mit Buchvertrag und Hollywood - war für mich nicht so richtig authentisch bzw. überzeugend. Sicherlich wollte die Autorin hier aufzeigen, dass man die junge Frau nochmal "missbraucht". Aber wäre das im wirklichen Leben auch so... Da hatte ich halt meine Zweifel.
Mein Fazit: Ein Buch, das aufrüttelt und nachdenklich macht. Lesen lohnt sich, auch wenn das Ende nicht ganz meins war.
HAZEL SAGT NEIN von JESSICA BERGER GROSS, erschienen im Bastei Lübbe Verlag, 02.02.2026, 384 Seiten, übersetzt aus dem Amerikanischen von Angela Koonen (Rezension - unbez. Werbung)
Wenn ein NEIN das Leben aller verändert
Autorenportrait:
JESSICA BERGER GROSS stammt ursprünglich aus New York, lebt aber inzwischen mit ihrem Mann und ihrem Sohn im Teenageralter in Maine. In den USA ist sie mit zwei Memoirs bekannt geworden. Die Essays der Vassar-Absolventin sind im NEW YORK TIMES MAGAZINE, THE CUT, LONGREADS und vielen andere Publikationen erschienen. HAZEL SAGT NEIN ist ihr erster Roman.
Zum Inhalt:
In der Hoffnung auf ein ruhigeres Leben ziehen die Blums vom pulsierenden Brooklyn ins beschauliche Riverburg, wo Vater Gus nach herausfordernden Jahren endlich eine Professur ergattert hat. Doch der idyllische Schein trügt.
Gleich an ihrem ersten Schultag wird die achtzehnjährige Hazel ins Büro des Direktors zitiert. Er verkündet ihr Unglaubliches: Jedes Jahr sucht er sich eine andere Schülerin aus der Abschlussklasse aus, mit der er eine sexuelle Beziehung eingeht. Dieses Jahr ist sie die Auserwählte. Instinktiv sagt Hazel Nein - und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben ihrer Familie, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft auf den Kopf stellen ...
Mein Leseeindruck:
Mit feinsinnigem Gespür für Zwischentöne erzählt Jessica Berger Gross in flüssigem Schreibstil von Selbstbehauptung, gesellschaftlichen Dynamiken und dem Mut, für sich einzustehen, an sich zu glauben. Ein Roman, über den man nachdenken und sprechen sollte - Ein Roman-Debüt mit kleinen Schwächen, doch mit einer guten Botschaft und Intention. Kurze Kapitel und ansprechendes Cover und Titel, der OV nachempfunden. Leseempfehlung!
Eileen S, Rezensent*in
Hazel sagt nein“ ist ein sehr berührendes und wichtiges Buch. Es geht um ein schwieriges Thema, aber auf eine ruhige und ehrliche Art. Besonders gut hat mir gefallen, dass gezeigt wird, wie kompliziert solche Situationen für die Betroffenen sind und auch für die Menschen um sie herum.
Hazel muss nicht nur mit dem Geschehenen klarkommen sondern auch damit, dass ihre Geschichte plötzlich öffentlich wird. Dass sie die Möglichkeit bekommt, ein Buch darüber zu schreiben, bringt sie sehr ins Grübeln. Man merkt, wie sehr sie damit kämpft, ob dieses eine Ereignis ihr ganzes Leben bestimmen soll oder nicht.
Ich fand es spannend, wie das Buch auch darüber nachdenkt, warum gerade Hazel gehört wird und welche Rolle Aussehen, Herkunft und Bildung dabei haben. Das regt zum Nachdenken an. Die Geschichte fühlt sich sehr aktuell an.
Auch die Perspektiven der Familie haben mir gut gefallen, weil man sieht, wie unterschiedlich alle mit der Situation umgehen. Insgesamt ist es ein sensibles, ehrliches Buch, das mich emotional sehr mitgenommen hat und das ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde.
Claudia S, Rezensent*in
Ich ging ganz unvoreingenommen an das Buch heran, mir sagte die Autorin bis dato überhaupt nichts. Mir hat das Buch im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Es gab einige Längen darin die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte. Die Protagonisten fand ich bis auf einige wenige sehr sympathisch und gut ausgearbeitet. Hazel tat mir richtig leid. Der Direktor Mr. White ist schlicht ein arroganter Brocken, der seine Macht missbraucht in dem er junge Frauen quasi für das Bestehen der High School und den Abschluss zum Sex zwingen will. Hazel sagt Nein, 4 Buchstaben die ihr Leben, das ihrer Familie und der ganzen Ortschaft gehörig auf den Kopf stellt. Hazel ahnt nicht welchen Stein sie damit ins Rollen bringt....
Ich denke, das "Hazel sagt nein" ein Buch ist welches nachhallt und zeigt auch wenn es hart wird Mann/Frau seine Grenzen zeigen und sagen soll.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Lehrende*r 1247686
Ein kluger, mutiger Roman, der wirklich mal etwas anderes ist. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken, und bleibt lange im Kopf. Für mich ein starkes Buch mit echtem Diskussionspotenzial.
Greta H, Buchhändler*in
Ein mitreißender Roman darüber, wie ein einziges Wort das Leben von so vielen Menschen verändern kann. Aber eigentlich ist dass, was das Leben so vieler Menschen verändert doch eher das Handeln eines pädophilen Direktors.
Die 18-jährige Hazel ist gerade mit ihrer Familie in das beschauliche Riverburg, Maine gezogen. Nicht ideal im Abschlussjahr, doch Hazel möchte sich sowieso auf die Collegebewerbungen konzentrieren. Dann kommt ihr jedoch etwas dazwischen. Etwas so Drastisches, dass es jedes Leben in ihrem Umkreis vereinnahmt.
Dieses Buch wird jeden Menschen berühren, der es liest. Denn es zeigt so klar, wie wir funktionieren. Wie wir verletzen, wenn wir verletzt sind. Wie schwer es manchmal ist, die Wahrheit zu akzeptieren. Dass wir alles richtig machen und trotzdem bestraft werden können. Und dass es das Wichtigste ist, Menschen um uns zu haben, die uns lieben. Ein großartig geschriebenes Buch, das beim Lesen jede Menge Emotionen auslöst.
ich liebe Hazel und Wolf. Was für tolle Menschen, das einfach sind. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen und wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht und ich bin so froh das es ein 'Happy End' hat. Auch die Eltern wurden mir mit der Zeit immer sympatischer. Vielen Dank für diesen tollen Debutreoman.
Barbara H, Buchhändler*in
Ein großartiger Roman mit hoher aktueller Relevanz ist Jessica Berger Gross mit „Hazel sagt Nein“ hier gelungen. Ich möchte weniger auf den Inhalt eingehen, denn dieser Roman sollte von möglichst vielen Leuten selbst gelesen werden. Ein schöner Blick auf eine geruhsam wirkende Kleinstadt in Maine, die die neue Heimat von Hazel und ihrer Familie wird. Erzählt wird das erste Jahr der Familie, die für jedes Mitglied seine eigenen Herausforderungen birgt. Der Vater, ein Hochschullehrer, den eine alte Vorlesung in ernste Schwierigkeiten bringt, die Mutter im Sabbatjahr, muss ihr Leben neu ordnen. Der jüngere Bruder Wolf mit besonderen Fähigkeiten, findet nur schwer Freunde. Die Hauptfigur Hazel, die am ersten Schultag ein unmögliches unmoralisches Angebot erhält, das ihr letztes Schuljahr vor dem College zum Spießrutenlauf werden, lässt, weil sie sich weigert. Dieses Jahr der Familie wird immer wieder aus einer anderen Sicht eines Familienmitglieds erzählt und das macht diesen Roman so lebendig, weil auch die Sprache die Person charakterisiert. Nicht nur Hazel leidet unter diesem Angebot, sondern ihr ganzes Umfeld. Die Stadt und die Öffentlichkeit reagiert zwiegespalten und spiegelt einige bekannte MeToo Fälle. Die Geschichte lebt aber auch von der Entwicklung der Figuren, die in diesem besonderen Jahr trotz aller Widrigkeiten ihren Platz finden.
Lisa G, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Die achtzehnjährige Hazel und ihre Familie ziehen von New York ins beschauliche Riverburg in Main und ausgerechnet dort passiert ihr etwas, womit sie absolut nicht gerechnet hat. Ihr Schuldirektor macht sie am ersten Schultag an. So geschockt wie sie in diesem Moment auch ist, reagiert sie völlig richtig. Hazel sagt Nein! Und noch richtiger war es, trotz dem inneren Kampf den sie führt, über diese Begegnung mit ihren Eltern zu sprechen. Ihr Nein hat Konsequenzen, für den Direktor, für sie und ihre Familie, für die ganze Kleinstadt.
Gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht nur aus Hazels Perspektive erzählt wird, ihre Eltern und auch ihr kleiner Bruder Wolf bekommen im Roman ihren Raum. Hazels und Wolfs Perspektiven haben mir dabei besonders gefallen. Beide fand ich sehr nachvollziehbar und menschlich und es hat sehr gut gezeigt, was so ein Übergriff, so harmlos er auch scheinen mag, für Konsequenzen hat. Etwas aufgebauscht fand ich den Medienrummel in der zweiten Hälfte des Buches, aber es diente Hazels Entwicklung und ich fand das Ergebnis sehr gut. Etwas langatmig fand ich vor allem die Perspektiven von ihren Eltern Claire und Gus. Das Drama um Gus ersten Tag an der Uni (ist lehrt dort) habe ich nicht wirklich verstanden. Es wirkte zu konzipiert. Wie konnte er einen ganzen Sommer Zeit gehabt haben sich auf diese Vorlesung vorzubereiten und es dann doch so eilig haben, dass er sich seine Präsentation nicht noch einmal angeschaut hat?
Davon abgesehen aber ein solides Buch über ein verdammt wichtiges Thema. Gern viel mehr davon!
Ein Nein ist ein Nein!
Wir kämpfen dafür, dass Frauen die gleichen Rechte haben, dass sie für ihre Leistungen anerkannt werden und sich sicher fühlen können.
Doch dann muss Hazel etwas Unglaubliches erleben. Die Familie Blum zieht für einen Neuanfang von Brooklyn ins scheinbar idyllische Riverburg, wo Vater Gus eine Professur antritt. Doch gleich am ersten Schultag wird die 18-jährige Hazel vom Schuldirektor mit dessen perfider Tradition konfrontiert, sich jedes Jahr eine Schülerin für eine sexuelle Beziehung auszusuchen. Als Hazel entschlossen Nein sagt, löst sie damit eine Kette von Ereignissen aus, die ihre Familie und die gesamte Stadt erschüttert.
Ein Thema, das mich wirklich sehr interessiert hat, vor allem, wie es umgesetzt wird. Wie das Umfeld reagiert und wie es endet.
Es spricht viele Themen an, doch das ist vielleicht auch ein bisschen das Problem. Denn mit der Zeit wird es zu viel und der Fokus verschwimmt etwas. Ich hätte mir tatsächlich mehr Intensität gewünscht, was das Thema angeht. Ja, sicher fällt vieles zusammen und kann nicht komplett losgelöst voneinander behandelt werden, aber der Versuch wäre es wert gewesen.
Dennoch spricht die Autorin das Thema an und gerade als jüngerer Leser in einem guten und nachvollziehbaren Ton. Man bekommt viel von Hazels Gedanken mit und wie sie selbst mit all dem umgeht.
Alles in allem ist es ein wichtiges Buch, das auf unbequeme Themen eingeht und sie auf den Tisch legt.
ISBN: 978-3757701963
Autorin: Jessica Berger Gross
Verlag: Lübbe
ET: 02.02.26
Umfang: 384 Seiten
Tatjana L, Buchhändler*in
Es war das ERSTE MAL, dass ich das Ende vorweg nehmen musste: nach etwa einem Viertel des Textes habe ich die letzten Seiten überflogen, weil ich wissen musste, dass die Geschichte für Hazel und ihre Familie gut endet. Sonst hätte ich nicht weiterlesen können.
Das zeigt ja schon, wie intensiv die Autorin erzählt und wie sehr das Thema und das Leben der Protagonist*innen einen berühren.
Leider hat die Autorin mehrere Erzählstränge zugunsten des Hauptthemas schleifen lassen, um sie unvermittelt wieder aufzunehmen und ließ mich gelegentlich etwas genervt zurück (aha - das ist also der neue Status, aber wie kommt es dazu?). Es hätte mir gut getan, wäre sie in den Nebensträngen etwas konzentrierter gewesen.
Aber abseits davon ist die Geschichte dieser mutigen und außergewöhnlich reflektierten jungen Frau beeindruckend. Und ich liebe ihre absolut emotionale und loyale Familie!
„Hazel sagt nein! - Jessica Berger Gross
“Als Hazel zum Direkt Nein sagte, hatte sie geglaubt, die Demütigung wäre damit vorbei. Doch jetzt wurde klar, dass diese vermutlich erst begann.” (S. 74)
Klappentext:
Die Familie Blum zieht von Brooklyn in die Kleinstadt Riverburg, Maine.
Ein Neuanfang.
Eine Anstellung als Professor für Vater Gus. Endlich Ruhe, damit Mutter Claire, sich um ihre Kollektion kümmern kann. Nur Hazel und ihr kleiner Bruder Wolf sind alles andere als fröhlich über die idyllische Wahlheimat.
Gleich am ersten Schultag wird die 18-jährige Hazel ins Büro des Direktors gerufen und hört dort etwas Unfassbares: Jedes Jahr „wählt“ er eine Schülerin aus der Abschlussklasse für eine sexuelle Beziehung. Dieses Jahr sei sie es.
Hazel sagt: Nein.
Und dieses Nein bringt nicht nur ihr eigenes Leben ins Wanken, sondern erschüttert eine ganze Stadt.
Thema:
Ein Roman über Selbstbehauptung. Über Machtmissbrauch in geschützten Systemen. Über das Schweigen von Gemeinschaften und den Preis, es zu brechen.
Meinung:
Es ist das erste Buch, dass ich von Jessica Berger Gross lese. Ihr Erzählstil ist klar und scharfsinnig, und trotz des ersten Themas unfassbar leicht und humorvoll. Es wird aus einer beobachtenden Perspektive geschrieben, wodurch man Einblicke in die Köpfe aller Familienmitglieder bekommt. Thematisch handelt es also nicht nur von Hazels Erfahrungen, sondern über die der ganzen Familie. Mich haben vor allem die starken Figuren der Familie Blum überzeugt, die mich teilweise an meine eigene Familie erinnert haben.
Fragen, die ich mir beim Lesen gestellt habe:
1. Warum funktionieren solche Machtstrukturen oft so lange ungestört?
2. Warum genießen Autoritätspersonen so häufig Vertrauensvorschuss?
Insgesamt bekommt das Buch von mir 4 von 5 möglichen Sternen.
Anke S, Buchhändler*in
Ein Debut mit Luft nach oben.
Ich bin absolut begeistert von dem Cover dieses Buches! Es ist ein wunderschönes, idyllisches Bild, das genau meine Vorstellungen von dem charmanten Ort in Maine trifft, an dem die Geschichte spielt. Man möchte am liebsten sofort dorthin reisen. Auch der Schreibstil konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Ich war direkt wie gebannt, was natürlich auch daran lag, dass mich das Thema sehr interessiert hat. Die Atmosphäre war anfangs dicht und einnehmend. Leider muss ich jedoch sagen, dass die Geschichte gegen Mitte, ein wenig unglaubwürdig und weniger fesselnd wurde. Es zog sich stellenweise ein wenig. Umso glücklicher war ich, dass die Handlung zum Ende hin wieder an Fahrt aufnahm und ich mit dem Schluss dann doch sehr zufrieden war. Fazit: Eine tolle, stimmungsvolle Geschichte für alle, die das Setting von Maine lieben, auch wenn es in der Mitte etwas Geduld erfordert
Jasmin P, Buchhändler*in
Was für ein unerträglich hartes Thema für ein Buch: junge Erwachsene verweigert ihrem Direktor den Missbrauch und ihre ganze Familie bekommt es zu spüren.
Ich fand es sehr gut aufgearbeitet, stellenweise war mir der Schreibstil aber zu salopp und manche Situationen, die eigentlich tragisch waren, hatten einen Hauch zu viel gewollte Komik, die die ganze Interaktion dann irgendwie lächerlich hat wirken lassen.
Nichtsdestotrotz ist die ganze Geschichte super spannend, man will wissen wie es weitergeht und es lässt sich kaum ablegen.
Ramona O, Buchhändler*in
Wow - ein wirklich tolles Buch! Die Sicht der einzelnen Protagonist*innen ist sehr spannend und es macht durchaus Sinn, dass nicht nur Hazel im Vordergrund steht, sondern auch der Rest ihrer Familie. Denn aus einer Situation, die einen Skandal darstellt, wird eine Familiengeschichte mit viel Tiefe. Das Ende der Geschichte ist ein wenig plakativ, aber davon abgesehen eine Story mit Ecken und Kanten an den richtigen Stellen.
Ein wirklich guter Roman. Ich war gefesselt , stellenweise wirklich mit den Charakteren mitgelitten und war wirklich glücklich es gelesen zu habe.
Hazels Begegnung mit ihrem Schulrektor und dessen Aufforderung mit ihm eine Affäre zu beginnen ist ja nur der Auslöser. Der Stein, der im Teich Wellen schlägt. Im Laufe der Geschichte bekommt der Leser all die Auswirkungen auf ihre Familie mit. Die direkten Konsequenzen, aber auch indirekte.
Fazit: Ein gutes Buch, eine gute Umsetzung des Themas und auf jeden Fall eine sehr lesenswerte Geschichte.
Bei diesem Buch hat mich irgendwie das Cover total gefesselt und ich kann nicht mal genau sagen warum. Es hat nicht Mal unbedingt etwas mit dem Inhalt der Geschichte zu tun, aber ich finde es einfach unglaublich gelungen. Ich sehe es mir immer wieder gerne an
Hazel ist die Neue an ihrer Schule und wird dann auch noch an ihrem ersten Tag zum Direktor gebeten. Dieser eröffnet ihr recht schnell, dass er eine sexuelle Beziehung zu ihr möchte. Doch Hazel sagt Nein.
Besonders gefallen hat mir an dieser Geschichte, dass so viele verschiedene Perspektiven beleuchtet wurden. Es ging gar nicht so viel um den Moment an sich, sondern viel mehr um die Folgen. Und vor allem fand ich den Blickwinkel so interessant, dass dieses Nein sich auf so viele Leute in Hazels Umfeld auswirkt, und das auf die unterschiedlichsten Arten und teilweise ganz unerwartet. Diesen Teil fand ich wirklich gelungen. Da hätte ich mir nur in manchen Perspektiven mehr Tiefe gewünscht und andere waren dafür meiner Meinung nach eher unnötig für das eigentliche Thema des Buches. Das fand ich an manchen Stellen etwas zäh.
Trotzdem finde ich das Buch sehr gelungen, das Thema wirklich gut gelöst und den Schreibstil angenehm zu Lesen. Eine Empfehlung für Leser, die wie ich, absolut begeistert von Büchern wie Prima Facie sind.
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