Mo & Moritz
von Julya Rabinowich
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Erscheinungstermin 27.01.2026 | Archivierungsdatum 16.02.2026
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Zum Inhalt
Queere Romance mit Tiefgang: Zwei Jugendliche, die für ihre Liebe kämpfen und Vorurteile überwinden. Julya Rabinowichs neuer Jugendroman - Ausgezeichnet als »Jugendbuch des Monats« der Deutschen...
Eine Anmerkung des Verlags
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783446285897 |
| PREIS | 17,00 € (EUR) |
| SEITEN | 224 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 1477326
Julya Rabinowich erzählt in "Mo & Moritz" - vom positiven Ende ausgehend - die Geschichte einer Befreiung und Grenzen auflösenden Liebe zwischen zwei traumatisierten Jugendlichen. Mo und Moritz treffen sich erstmals in den glamourösen Kulissen des Wiener Opernballs. Mo ist zu diesem Zeitpunkt unverschuldet und ungehört von der Schule verwiesen worden. Im Friseursalon von Herr Franz findet er eine Anstellung und einen Ort, wo man an ihn glaubt. Moritz wiederum ist als Teilnehmer beim Opernball geladen und scheint in einer anderen Welt zu leben. Die beiden finden auf Umwegen zueinander und schnell zeigen sich religiöse, wirtschaftliche, erzieherische Differenzen die zu überwinden viel Mut wie gegenseitiges Vertrauen verlangt. Rabinowich verknüpft diese Liebesgeschichte mit einer großen, von realen Ereignissen Konfrontation: Mos Bruder entpuppt sich als angehender Terrorist und plante einen Anschlag auf das Taylor Swift Konzert in Wien, so geschehen im August 2024. Mos Anzeige zersprengt seine Familie. Moritz wiederum ist Jude und nach einer antisemitischen Schmieraktion im Hausflur ihrer Wohnung muss auch er mit seiner Familie brechen. Dieses "Seitenthema" scheint fast zu groß für einen so schmalen Jugendroman, aber es ist letztlich die passende und sinnbildliche Kulisse für die gelungene Schilderung einer von Konventionen eingeengten und zur Lüge verdammten ersten Liebe, welche für Verständigung, Vertrauen und Aussprechen von Wahrheiten - trotz der Konsequenzen - appelliert.
Die Handlung mag an "Über kurz oder lang" von Marie-Aude Murail und viele andere Jugendromane über die Liebe zwischen Angehörigen verschiedener Gesellschaftsgruppen erinnern - der Rahmen ist in diesen aber meist weniger dramatisch und politisch angelegt als bei Rabinowich. Die im Text wiederholt aufgegriffen Geschichte vom Romeo und Julia ist hier der passendere Vergleich - zumindest was den Dramengehalt betrifft.
Zum Inhalt:
Mo hat muslimische Wurzeln und beginnt eine Friseurlehre in einem Wiener Salon und lernt dadurch auch eine glamourösere Welt kennen. Als er beim Wiener Opernball hinter den Kulissen eingesetzt wird, lernt er Moritz kennen und verliebt sich in ihn. Ausgerechnet in ihn, einen jüdischen Jungen. Mo ist glücklich, hat gleichzeitig aber auch Angst, denn wie wird seine Familie damit umgehen?
Meine Meinung:
Was mir an diesem Buch so gut gefallen hat, ist das gleich mehrere Themen sehr sensibel aufgegriffen werden ohne eben kitschig zu werden. Mo, der muslimische Wurzeln hat und wo Homosexualität sicher nicht gut ankommt und sich dann auch noch in einen Juden verliebt, das wären eigentlich schon Themen genug, aber es werden eben auch die normalen Probleme der Jugendlichen aufgegriffen. Herr Franz hat mir da mit seiner Art und auch wie er Mo unterstützt so gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr gut und das Buch absolut lesenswert.
Fazit:
Tolles Buch
Rezensent*in 352491
In "Mo & Moritz" tun sich nach und nach eine Reihe jugendlicher, familiärer und gesellschaftlicher Problemfelder auf, die alle glaubhaft beschrieben werden und zu Mos Geschichte passen. Diese knallharte Realität neben dem Glamourumfeld des Friseursalons war ein guter und realistischer Gegensatz. Dazu dann noch die einfühlsam erzählte Liebesgeschichte zwischen Mo und Moritz, die ebenfalls sehr glaubhaft war. Bei der Zeichnung der Charaktere wird mir vor allem Mos Familie in Erinnerung bleiben, die einige Gegensätze beinhaltet, und so das Spannungsfeld, in dem (nicht nur) Migranten (nicht nur) in Westeuropa sich oft befinden, gut und wertfrei beschreibt.
Für mich ein stimmiges Coming-of-Age-Jungendbuch, das viele aktuelle Themen aufgreift und diesen dennoch gerecht wird, ohne für alle Lösungen zu finden.
Das in Wien spielende Buch ist von der der ebenfalls in Wien lebenden Julya Rabinowich mit österreichischem Lokalkolorit geschrieben. Vielleicht stolpern jugendliche deutsche Leser*innen da mehr drüber als ich, aber ich denke, man kommt schon gut zurecht. Sprachlich hat das Buch eine gewisse Leichtigkeit, aber immer mit Niveau.
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