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Im Licht der Lofoten
von Sophie Van der Linden
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Erscheinungstermin 24.02.2026 | Archivierungsdatum 22.05.2026
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Zum Inhalt
Eine einsame Hütte auf den Lofoten: Hierher reist die schwedische Malerin Anna Boberg (1864–1935) jeden Winter völlig allein. Sie will die raue Schönheit und das besondere Licht der Arktis auf die...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783866487536 |
| PREIS | 20,00 € (EUR) |
| SEITEN | 128 |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Silke S, Buchhändler*in
Weihnachten habe ich eine mir bislang unbekannte schwedische Malerin entdeckt: Anna Boberg (1964 - 1935). Ein paar wenige Bilder sind mir durch meine Fahrten nach Norwegen schon begegnet, ich hatte mich aber nie gefragt, wer sie gemalt hat. Anna Boberg hatte das große Glück, das ihr Mann, der Architekt Fredrik W. Boberg, sie beim Malen unterstütze. Häufig malte sie auf den Lofoten, immer wieder auch im Winter. Ende Februar erscheint im mareverlag ein kleiner Roman über die Malerin von Sophie van der Linden. Geschrieben wie ein Tagebuch oder persönliche Briefe, begleitet der Leser Anna Boberg durch die verschneite Arktis und nimmt an ihren Gedanken über ihre Bilder teil. Ein wunderschönes Kleinod von Buch! Ich werde es mit Freuden auspacken, wenn es kommt.
Karen R, Buchhändler*in
Zum Glück hat der mare Verlag dieses kleine, feine Buch über die relativ unbekannte schwedische Malerin Anna Boberg ins Deutsche übersetzt! Auf knapp hundert Seiten nimmt uns die Autorin Sophie van der Tann mit in das außergewöhnliche Leben der Malerin Anna Boberg (1864-1935). Sie war Zeitgenossin der Impressionisten. Ganz im Geiste dieser Bewegung fing sie in ihren Bildern das Licht und die Farben der winterlichen Arktis ein: „ein Weiß malen, das keine Abwesenheit darstellt, ein Licht malen, das keine Materie ist. Einfach malen.“ Jahr für Jahr zog es sie im Winter in ihre einsame Hütte in der Arktis, vis-à-vis der Lofoten. Dort galt ihre ganze Aufmerksamkeit dem Licht, den Farben, dem Schnee in der Landschaften und dem Himmel, den Polarlichtern. Sie wollte ihre schwedischen Landsleute davon überzeugen, dass sie mehr als nur die „Frau von“ war. Und sie wollte die Wertschätzung als Künstlerin von ihrer Heimat, die ihr das Ausland, ganz besonders Frankreich, längst gewährte. Schneestürme, Einsamkeit, die Sehnsucht nach ihrem Mann und größtem Seelenvertrauten, die Schroffheit der arktischen Bewohner - nichts hielt sie ab. Dieses innere wie äußere Ringen mit sich, der Malerei, der Anerkennung der schwedischen Gesellschaft beschreibt van der Thann in pinselfeinen Sätzen. „Ich möchte, dass die betrachtende Person wie ich das Gefühl hat, voll und ganz in diese polare Landschaft einzutauchen.“ Was Anna Boberg für ihre Kunst proklamiert, das gelingt Sophie von der Thann in ihrem intensiven Buch „Im Licht der Lofoten“. Sie bringt uns Lesende auf Tuchfühlung mit einer ganz und gar außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit.
Was jetzt noch fehlt zum ganz großen Glück? Ein gut gemachter Katalog, eine Einzelausstellung und eine Übersetzung der Autobiographie der beeindruckenden Künstlerin Anna Boberg. Eine weitere Künstlerin, die schleunigst aus der Mottenkiste der Kunstgeschichte geholt werden muss!
Sibylle K, Buchhändler*in
Ein absolut großartiger Text, wir erfahren durch den inneren Dialog der Protagonistin, vieles aus deren Vergangenheit und Gegenwart als Künstlerin und Ehefrau. Außerdem entsteht ein Bild der äußeren Landschaft, der Lofoten vor unseren Augen, der Beschwerlichkeit in der Natur, aber auch deren große Schönheit. Und dann lernen wir auch noch über das Entstehen von großer Kunst. Und ständig entstehen Bilder der Natur vor dem inneren Auge des Lesenden. Das ist große Literatur. Danke für die wunderbaren Lesestunden und absolute Weiterempfehlung.
Die Lofoten sind eine einsame Inselgruppe in Norwegen. Genau hierhin reist Anna Boberg (1864–1935), eine schwedische Malerin. Jeden Winter ist sie hier völlig allein und nutzt die Stille, um kreativ zu werden. Sie will die raue Schönheit und das besondere Licht der Arktis auf die Leinwand bannen, auch wenn das die monatelange Trennung von ihrem Mann bedeutet, dem Architekten Ferdinand Boberg, der ihr die Hütte einst erbaute. In einem Winter Anfang der 1930er ahnt Anna, dass es ihr letzter Aufenthalt sein könnte. Sie spürt einen inneren Drang, das eine große Werk zu erschaffen, das ihr endlich auch in ihrer Heimat die Anerkennung bringen wird.
Grundsätzlich mag ich historisch basierte Romane sehr. "Im Licht der Lofoten" konnte mich nicht in allen Aspekten überzeugen, doch ich habe die malerischen Landschaftsbeschreibungen und besonders auch die atmosphärische Schilderung von Annas Zugreise sehr geschätzt. Anna war für mich etwas unnahbar, obwohl wir die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt bekommen. Sie ist sich ihres Talents bewusst und mimt nicht die bescheidene Frau von Nebenan (Warum sollte sie auch?) und man hat auch gemerkt, dass sie ihren Mann sehr vermisst, doch irgendwie hat mir in ihrem Gedanken-Monolog etwas Gefühl gefehlt.
Es ist ein ruhiges, bedächtiges Buch, dass wie eine Art Tagebuch Annas Reise festhält. Es eignet sich auf jeden Fall sehr für die kalte Jahreszeit und ich empfehle es gerne allen weiter, die keine große Rahmenhandlung brauchen.
3,75/5 Sterne
Rezensent*in 1805469
Eigenwillige, sprachlich gelegentlich sperrige, aber insgesamt eindrucksvolle Romanbiografie einer wenig bekannten Malerin, die nicht nur im Schnee tiefe Spuren hinterlassen hat. Die Fülle an Farben, Formen und Texturen in ihren Bildern werden von der Autorin nachvollziehbar dargestellt. Das schöne Titelbild sowie die Abbildung von Bobergs Darstellung des Stormolla-Massivs sind eine wunderbare Ergänzung des Textes und regen dazu an, mehr vom Werk der Künstlerin zu entdecken.
Buchhandlung Collibri/Federleserin
Diese Rezension wird erst nach Ablauf der Sperrfrist veröffentlicht.
Karin S, Buchhändler*in
Ein kleines, intensives Büchlein, das mir eine bis dahin mir unbekannte Malerin nahe gebracht hat: Anna Boberg.
Eine außergewöhnliche Frau, die mit ihren Reisen auf die Lofoten immense Strapazen auf sich nahm, um die Schönheit der dortigen Natur abzubilden.
Ich habe des Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte mich durch den sehr persönlichen Schreibstil der Autoren sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen.
Ich werde das Buch auf jeden Fall gerne unseren Kunden empfehlen!
Den Titel "Im Licht der Lofoten" kann man wahrlich wörtlich nehmen. Sophie van der Linden ist hier ein stimmungsvolles Werk gelungen, das sich mit dem Leben der Künstlerin Anna Boberg beschäftigt, zumindest einem kleinen Auszug daraus. Wie werden entführt in die winterliche Einöde der Lofoten im beginnenden 20.Jahrhundert. Dorthin zieht sich die Künstlerin regelmäßig in der kalten, dunklen Jahreszeit zurück, um zu wirken. Sie selbst zu sein, zu erschaffen. Ihren Mann, den berühmten Schwedischen Architekten Ferdinand Boberg, vermisst sie dabei schmerzlich. Kleinigkeiten aus dem Leben des Ehepaars erfahren wir, ein wenig Zeitgeschichte steckt in dem schmalen Büchlein, auch Gesellschaftskritik. Was aber vor allem darin steckt: viel Liebe, Licht und Kunst! Die Detailverliebtheit , die auch die Künstlerin besessen hat, wird ebenso ttansportiert, wie das Entstehen ihrer Werke und wie sie geduldig auf die Momente wartet, die ihr das perfekte Licht geben. Ihre Kunst habe ich gegoogelt und sie als sehr ausdrucksstark empfunden. Es ist erstaunlich, dass die Künstlerin ihren eigenen Weg gegangen ist, trotz aller Widrigkeiten und der Geringschätzung der Schwedischen (männlichen) Künstlerszene. Auch davon erzählt der Roman in einer feinen, würdigen Sprache.
Für Leser*innen, die die Lofoten bereits besucht haben, muss es ein schönes Wiedersehen sein- alle anderen geraten wahrscheinlich ins Träumen von dem wunderschönen Landstrich im Norden Norwegens.. der trotz der Kälte des Winters so viel Licht und Wärme vermittelt.. das ist aber wohl die Kunst der Autorin und Überstzerin Valerie Schneider .. 😉
Ute G, Rezensent*in
Die schwedische Malerin Anna Boberg (1864 – 1935) traute sich was: Es war zu dieser Zeit nämlich doch sehr ungewöhnlich für eine Frau und noch dazu für eine verheiratete, allein zu reisen, aber gut 30 Jahre fuhr Anna im Winter auf die Lofoten zum Malen. Sie war mit dem bekanntesten und produktivsten schwedischen Architekten Ferdinand Boberg verheiratet, leider kinderlos, und arbeitete auch mit ihm zusammen. Doch ihre Leidenschaft fürs Malen ließ sie alle Beschwernisse eingehen, so stark war ihr Verlangen danach.
Die französische Autorin Sophie van der Linden schlüpfte in ihre Haut und lässt uns an einer ihrer letzten Reisen, Anfang der 30iger Jahre, teilhaben. Übersetzt wurde dieses schmale Buch von Valerie Schneider und vom mare-Verlag herausgebracht – ein Garant für sehr gute und interessante Bücher!
Und wir werden auch sofort reingeworfen mit der Szene, als Anna sich durch den Wecker wecken ließ, um die Polarlichter nicht zu verpassen. Sie beschreibt, wie sie schnell aufsteht, sich anzieht, sich die Malsachen schnappt und loszieht. Auf einem Felsvorsprung steht sie dann wartend, den Pinsel erhoben und ‚dann kamen die Lichter wie ein Crescendo, allen voran die üblichen, leicht gelb eingefärbten Grüntöne. Ein Schleiertanz á la Loié Fuller, zart und verführerisch. Mehr und mehr wurden sie entfesselt…………….‘
So fasziniert ich von dieser Beschreibung war, hatte ich doch Sorge, ob das jetzt das ganze Buch so weitergeht – das wäre mir doch etwas zu einseitig geworden! Geht es aber nicht! Bei dieser Fahrt (sie weiß, es wird eine ihrer letzten sein) erfahren wir durch ihre Erinnerungen: wie diese Liebe zu den Lofoten entstand, von der innigen Beziehung zwischen dem Ehepaar Anna und Ferdinand, so dass er sie, wohl schweren Herzens, weil er auf das Zusammensein mit ihr verzichten muss, jedes Jahr ziehen lässt. Er entwarf bald für sie eine komfortable Hütte (mit 7 Fenstern!), damit sie mit allen Annehmlichkeiten versorgt ist und sich wohlfühlen kann.
Wir lesen von ihrer Jugend mit Familienreisen, z.B. nach Andalusien und ihrem 1. Drang zum Malen in der Alhambra, vom Ausreißen als 17-Jährige aus einem Schweizer Mädchen-Pensionat, ihren Bezug zu Paris durch das Ehepaar Garnier, das Kennenlernen von Ferdinand, ihren gemeinsamen Reisen und die Wirkung ihrer ‚Winterfeldzüge auf die Lofoten‘ auf andere: „Meine Reisen verleihen mir anscheinend etwas Wildes, von dem sie lieber nichts gewusst hätten. Ohne die Unterstützung unserer Künstlerfreunde, Prinz Eugen an erster Stelle, wäre ich ohne Zweifel schon lange aus der guten schwedischen Gesellschaft ausgeschlossen worden.“
Als Laie war ich überrascht, welche Schwierigkeiten es allein bereitet, das richtige Weiß fürs Malen auszuwählen – zeigen doch die weißen Ölfarben eine große Tiefe und viel Feinheit. Anna hatte die Wahl zwischen ‚Titanweiß‘, das ‚Zinkweiß‘ und ‚Perlweiß‘.
Sehr beeindruckend fand ich auch Annas Begegnung mit dem alten Ehepaar in einer Berghütte, in der alles nach Verwahrlosung und Verfall roch. Was konnte ‚der ungepflegte, gedemütigte alte Löwe mit Geigenhänden‘ jedoch für eine Geschichte erzählen, in der eine Stradivari eine wichtige Rolle spielte!
Ja, dieses schmale Buch hat nur insgesamt 128 Seiten, aber es besticht durch stimmungsvolle Naturbeschreibungen, kenntnisreiche Details aus dem Leben von Anna Boberg (und ihrem Mann) und vielem mehr. Ich werde nach dieser Lektüre Ausschau nach ihren Bildern halten und empfehle dieses Buch wärmstens - fünf Sterne vergebe ich völlig überzeugt an diesen kleinen Schatz!
Mein Leseeindruck:
„Im Licht der Lofoten“ ist ein ruhiger, atmosphärisch dichter Roman, der mich mit in eine raue, zugleich faszinierende Welt im hohen Norden nimmt.
Im Winter 1930 reist die schwedische Malerin Anna Boberg (1864–1935) allein auf die Lofoten, eine einsame Inselgruppe in Norwegen. Jedes Jahr verbringt sie einen Winter in einer einsamen Holzhütte um das besondere arktische Licht auf Leinwand zu bannen.
Der Lesende begleitet die Malerin bei ihrer Reise, Ankunft in der Hütte und bei ihren Vorbereitungen für den Winter, dabei schweift sie immer wieder in Gedanken ab. Dabei erfährt man mehr über ihr Leben, vor allem mit ihrem Mann,
dem Architekten Ferdinand Boberg, der ihr auch ihr Atelier auf den Lofoten gebaut hat.
Schon nach wenigen Seiten wird deutlich, das ist nicht nur ein Reisebericht , sondern es wird eine faszinierende Atmosphäre transportiert. Die raue atemberaubende Kulisse der Lofoten wird in einer eindrucksvollen, beinahe malerischen Sprache gezeichnet. Wind, Schnee, Meer und Licht und besonders das titelgebende nordische Licht konnte ich vor meinem inneren Auge während des Lesens sehen. Das Lesen war für mich entschleunigend, was hervorragend zur der Kulisse passt.
Die Malerin kannte ich nicht, auf den letzten Seiten ist ein Gemälde abgedruckt, dass die Malerin auf den Lofoten gemalt hat. Das hat das Leseerlebnis für mich abgerundet.
Sophie van der Linden zeichnet bildgewaltig das Portrait einer mutigen Frau in den 30er-Jahren, die ihrer eigene inneren Stimme folgt - gegen die Konventionen ihrer Zeit.
Wer sich auf dieses atmosphärische, stille Portrait einer selbstbestimmten Frau einlässt, wird mit einer eindrucksvollen Reise in eine besonders atemberaubende Landschaft belohnt.
Buchhändler*in 498302
Ein wirklich besonderes, wundervolles Buch, dass durch seine ruhige und poetische Beschreibung von Anna Bobergs Leidenschaft für die Lofoten und die Malerei besticht. Man glaubt beim Lesen neben Ihr zu stehen und ungeduldig den richtigen Moment, das richtige Licht herbei zu sehnen. Ein Buch voll intensiver Atmosphäre!
Christina M, Buchhändler*in
Ein stiller Roman aus dem Leben der Künstlerin Anna Boberg mit wunderbaren Naturbeschreibungen. Beim Lesen kommt man zur Ruhe und reist mit der Autorin nach Norwegen. Ich konnte mir die Umgebung und die Polarlichter sehr gut vorstellen. Ein besonderes Buch in bildhafter Sprache!
Anne T, Buchhändler*in
Um 1931 kehrt die schwedische Malerin Anna Boberg mit fast siebzig Jahren wieder auf die Lofoten zurück – wie schon seit drei Jahrzehnten viele Winter. Schon früh hat sie sich gegen das bürgerliche Leben gestellt, das ihre Eltern für sie vorgesehen hatten. Stattdessen folgt sie kompromisslos ihrer Kunst.
In einer einfachen Hütte, die ihr Mann, der Architekt Ferdinand Boberg, für sie gebaut hat, sucht sie die Einsamkeit der nordischen Landschaft: Fjorde, Häfen, Schnee, das extreme Licht. Ihre große künstlerische Inspiration ist Claude Monet – auch sie will Licht und Atmosphäre malen, ein „Weiß, das keine Abwesenheit ist“.
Der Roman ist als eine Art Brief- oder Erinnerungsform an ihren Mann erzählt und begleitet eine Künstlerin, die versucht, ganz bei sich zu sein, um ihre Arbeit zu vollenden. Am Ende entsteht mit Fjäll ein Bild, das ihr auch in Schweden die ersehnte Anerkennung bringt.
Für kunstinteressierte Leser:innen oder Menschen, die biografische Künstlerromane schätzen, ein schöner, bildreicher Roman über Freiheit, Landschaft und künstlerische Selbstbestimmung einer Künstlerin des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.