Resist! Weich bleiben in harten Zeiten.
Von den Hosts des Lila Podcasts - Feminismus für Alle
von Katrin Rönicke; Laura Lucas; Lena Sindermann
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Erscheinungstermin 09.09.2025 | Archivierungsdatum 19.12.2025
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Zum Inhalt
Für einen solidarischen Feminismus
Eine inklusive, niedrigschwellige und trotzdem kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen im Patriarchat
Feminismus ist die Superpower des 21. Jahrhunderts! Denn feministische Ideen verbessern das Leben von uns allen, egal welchem Geschlecht wir uns zuordnen. Im Lila Podcast sprechen Laura Lucas, Katrin Rönicke und Lena Sindermann regelmäßig über weibliche Selbstbestimmung, gesellschaftliche Machtverhältnisse und die bitteren Tränen des Patriarchats. In ihrem ersten gemeinsamen Buch versammeln sie jetzt die wichtigsten Erkenntnisse aus ihrer Arbeit: Wie gelingt Gleichberechtigung in Beziehungen? Ist es wirklich ein Ausdruck von Schwäche, Gefühle zu zeigen? Dürfen sich Feminist*innen Botox spritzen lassen? Und können drei weiße cis Frauen intersektionalen Feminismus überhaupt glaubwürdig vertreten?
Dieses Buch ist die Absage an die feministischen Grabenkämpfe der Vergangenheit. Es surft keine Welle mehr, sondern schaut auf den ganzen feministischen Ozean. Es ist ein starkes Plädoyer dafür, Unterschiede anzuerkennen und trotzdem zueinanderzuhalten.
Für einen solidarischen Feminismus
Eine inklusive, niedrigschwellige und trotzdem kritische Auseinandersetzung mit den...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783701183548 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Insgesamt ist es ein persönliches, angenehm lesbares und sehr unterhaltsames Buch über zeitgenössischen intersektionalen Feminismus, das ich allen, die sich neu für das Thema interessieren, aber auch jenen, die sich schon länger damit beschäftigen, empfehlen kann.
Lehrende*r 1267070
Das Buch setzt ein Zeichen für einen modernen, inklusiven und kritischen Feminismus. Es hinterfragt Normen, Klischees und patriarchale Strukturen, betont Vielfalt und Solidarität. Besonders beeindruckend ist die offene Diskussion kontroverser Themen wie Botox oder kulturelle Unterschiede. Das Werk plädiert für eine pluralistische Haltung, die Unterschiede als Chance begreift und gemeinsam für Gleichberechtigung kämpft.
Bücher über feministische Themen sind in Mode, allein in diesem Jahr sind so einige erschienen. Nun haben sich drei junge Frauen, Katrin Rönicke, Laura Lucas und Lena Sindermann, die gemeinsam mit anderen den feministischen lila Podcast betreiben, die Aufgabe gestellt, eine persönliche Positionierung zu aktuellen feministischen Strömungen zu schreiben. Herausgekommen ist ein interessantes und gut lesbares Buch, das für alle, die sich neu für das Thema interessieren, eine fundierte Einführung bietet, aber auch denen, die schon länger an dem Thema dran sind, neue Impulse zum Nachdenken liefert.
Die Autorinnen wechseln sich kapitelweise ab, manche Texte haben sie auch gemeinsam geschrieben. Insgesamt ist dabei ein sehr gut lesbarer, flüssiger Text entstanden, der ein stimmiges Ganzes ergibt und dem man kaum anmerkt, wer welches Kapitel verfasst hat. Das Buch beginnt mit dem Thema Emotionalität, das ja gerne klischeemäßig Frauen zugeschrieben wird, und stellt dieses Klischee gleich auf humorvolle und provokative Art in Frage, während aufgezeigt wird, dass alle Menschen, auch Männer, natürlich auch emotional geprägt sind, und wie Gefühle und Verstand miteinander verbunden sind.
Leider wird das Klischee der emotionalen, irrationalen Frauen aber oft gegen diese verwendet, wie sich etwa in den unfairen Angriffen Donald Trumps auf das Lachen seiner Rivalin Kamala Harris gezeigt hat, bei der er eine leider historisch tief verwurzelte Fehlverknüpfung von Weiblichkeit und Verrücktheit reaktiviert und für seine Zwecke manipulativ genutzt hat. Dabei kann ein reflektierter Zugang zu den eigenen Emotionen sogar für alle Geschlechter sehr hilfreich sein, um ein glückliches, erfülltes Leben zu führen.
In weiteren Kapiteln geht es um Themen wie gendergerechte Sprache und Sprachpolitik, sexualisierte Gewalt und das einseitige Framing der Vorfälle in der Kölner Silvesternacht (während ähnliche Vorkommnisse leider seit langem bei anderen Veranstaltungen, z.B. beim Münchner Oktoberfest, ebenfalls gang und gäbe sind), Solidarität und die Frage, wie man damit umgehen soll, Männer zu lieben, möglicherweise sogar eine nicht ganz feminismuskonforme Libido am eigenen Körper zu erleben, und dennoch feministisch Position gegen Gewalt und Ungerechtigkeiten zu beziehen. Auch intersektionale Themen wie Klassismus, Rassismus, Ableismus und Antisemitismus sind Teil des Buches.
Dabei legen die Autorinnen großen Wert darauf, eine breite Leserinnenschaft abzuholen: während es im Buch durchaus auch, in gut verständlicher Sprache, um fortgeschrittene feministische Themen geht, findet sich im Anhang ein umfangreiches Glossar wichtiger Begriffe zu dem Thema für die, die noch nicht so viele Berührungspunkte damit hatten.
Mir persönlich hat besonders gut gefallen, dass deutlich wird, dass die Autorinnen sich wirklich tiefgehend mit den behandelten Themen und ihren eigenen Positionen dazu auseinandergesetzt und diese durchaus auch kritisch hinterfragt haben. Ich muss nicht jede einzelne Position zu 100 % selbst teilen, um für diese Grundlagenarbeit Respekt zu haben. Es wird immer deutlich, wie die gerade erzählende Autorin aufgrund der Beschäftigung mit einschlägiger Literatur, aber auch mit eigener reflektierter Lebenserfahrung zu ihren jeweiligen Standpunkten gekommen ist.
Insgesamt ist es ein persönliches, angenehm lesbares und sehr unterhaltsames Buch über zeitgenössischen intersektionalen Feminismus, das ich allen, die sich neu für das Thema interessieren, aber auch jenen, die sich schon länger damit beschäftigen, empfehlen kann.
Neue Perspektiven für einen solidarischen, inklusiven Feminismus
"Resist! Weich bleiben in harten Zeiten" ist das erste gemeinsame Buch von Katrin Rönicke, Laura Lucas und Lena Sindermann, den drei Hosts des „Lila Podcasts“, in dem sie die wichtigsten Erkenntnisse ihrer Arbeit teilen, sowohl anhand persönlicher Erfahrungen als auch durch die im Podcast geführten Gespräche.
Das Buch behandelt Fragen zur weiblichen Selbstbestimmung, gesellschaftlichen Machtverhältnissen sowie viele andere feministische Themen wie die Gleichberechtigung in Beziehungen und das Zeigen von Gefühlen (gerade den Abschnitt über Emotionen fand ich sehr interessant!).
Vor allem ist das Buch ein Plädoyer dafür, Unterschiede anzuerkennen; ein Aufruf für einen solidarischen, inklusiven Feminismus.
Auch wenn Wut ein starker Motor ist und es nicht ganz ohne geht, wenn man etwas verändern will, finde ich den im Untertitel genannten Satz „Weich bleiben in harten Zeiten“ wichtig - Denn gerade im Feminismus sollten wir nicht gegeneinander arbeiten, sondern offen sein für ein Miteinander. Ich wünsche mir Solidarität und Offenheit für unterschiedliche Meinungen und Perspektiven.
„Ich verstehe jede Person, die keine Lust mehr auf Nachsicht und Sanftheit hat. Ich verstehe den Ansatz, dass wir für unsere Rechte einstehen müssen und dass uns das Nettsein nicht weiterbringt. Versucht euch jedoch mal für einen Moment vorzustellen, dass alle Menschen mit dieser Idee durch die Welt gehen: verstehen wollen. Dann müsste man ja niemanden mehr überzeugen! Dann müssten wir uns alle gar nicht mehr gegeneinander behaupten. Das bedeutet übrigens jedoch nicht, dass wir immer nett sein müssen. Für mich gehört zu einer feministischen Sprachpraxis auch die selbstbestimmte Entscheidung, wer es überhaupt wert ist, mit mir zu reden. Klingt ein bisschen arrogant, hat aber mehr mit Selbstverantwortung zu tun. Ich entscheide, mit wem ich ins Gespräch gehe. Und ‚Nein‘ ist ein ganzer Satz.“
Dabei fand ich vor allem das Wort „Ambiguitätstoleranz“ sehr inspirierend: Das ist „die Fähigkeit, mit Unsicherheit, Mehrdeutigkeit und widersprüchlichen Informationen umzugehen, ohne vorschnelle Schlüsse zu ziehen oder rigide Urteile zu fällen“. Und davon können wir alle nur profitieren, weshalb ich dieses neue Wort gerne in meinen Alltag mitnehmen möchte.
Was mir leider nicht so gut gefallen hat, waren die aufgeführten KI-Konversationen - darauf hätte ich gerne verzichten können.
Sehr gut fand ich dagegen, dass viele kluge Frauen zu Wort kommen, darunter Kübra Gümüşay und Leonie Schöler: „Für mich bedeutet Feminismus eine Perspektive, die es mir als Journalistin ermöglicht, fairer zu berichten. […] Ich glaube, dass es eine Utopie ist, jemals objektiv berichten zu können. Aber man kann versuchen, transparent zu arbeiten: Wie wähle ich Themen aus? Wie wähle ich Stimmen aus?“
Das Buch beinhaltet auch ein Glossar mit den wichtigesten feministischen Begriffen, für ein besseres Verständnis (gerade für Neulinge).
Für alle, die sich schon tiefergehend mit feministischen Themen beschäftigt haben, bietet das Buch inhaltlich vielleicht nicht viel Neues, aber es kann ein paar neue Denkimpulse und andere Perspektiven eröffnen.
Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen.
Vielen Dank an den Leykam Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚
Resist! Weich bleiben in harten Zeiten von Katrin Rönicke, Laura Lucas & Lena Sindermann
Dieses Buch ist genau zur richtigen Zeit erschienen: Es behandelt feministische Themen auf eine inklusive und zugängliche Weise, ein echtes Plädoyer dafür, auch in harten Zeiten weich bleiben zu können. Die Autorinnen verbinden persönliche Geschichten mit gesellschaftlichen Analysen und zeigen, wie Machtverhältnisse, Gefühle und Identitäten zusammenspielen.
Was mir besonders gefallen hat: Der Stil ist locker und einladend, dabei aber keineswegs oberflächlich. Es geht um echte Fragen: Wie wollen wir Beziehungen führen? Was heißt Gleichberechtigung im Alltag? Wie gehen wir mit unseren Gefühlen und Erwartungen um, wenn das System eigentlich anders liebt, arbeitet und fühlt? Genau diese Mischung aus Empathie und Analyse hat mich überzeugt.
Gleichzeitig hatte ich ein paar kritische Gedanken: In manchen Kapiteln hätten mir tiefere Beispiele oder klarere Handlungsempfehlungen gefallen. Das Buch lädt stark zum Nachdenken ein, aber manchmal bleibt es eher bei Impulsen als bei konkreten Wegen. Für Leser:innen, die schon viel feministische Literatur kennen, könnte das Gefühl entstehen, dass hier vieles bekannt ist. Neu sind hier eher die Perspektiven als die Thesen.
Unterm Strich: Resist! bietet starke Impulse, gute Zugänglichkeit und ein gutes Fundament für Gespräche. Ich würde mir nur mehr Tiefe bei einzelnen Themen wünschen. Für mich eine sehr empfehlenswerte Lektüre mit kleiner Luft nach oben.
★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
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