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Buchcover für Die echtere Wirklichkeit

Die echtere Wirklichkeit

Roman | »Raphaela Edelbauer hat einen absurd-witzigen Roman geschrieben.« ttt ARD

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Erscheinungstermin 16.08.2025 | Archivierungsdatum 14.10.2025


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Zum Inhalt

100 Beste Bücher des Jahres der ZEIT

Eine philosophische Terrororganisation im Kampf gegen  fake news und alternative Fakten

Die Aktivistengruppe Aletheia kämpft für die absolute Wahrheit, denn Verschwörungstheorien, Fehlinformationen und alternative Wahrheiten sind die größten Probleme unserer Zeit. Durch künstlerische Interventionen will die Gruppe die Öffentlichkeit bekehren. Aber wozu eine Sprengstoffexpertin in der Gruppe haben, wenn man nie Sprengstoff nutzt? Der neue Roman von Raphaela Edelbauer erzählt von den Bedingungen unserer Gegenwart und den Grundlagen unseres Denkens.

Als Byproxy mit zwei Koffern, Laptop und Rollstuhl aus dem betreuten Wohnen für junge Erwachsene entlassen wird, übernachtet sie in offengelassenen Markständen und verbringt die Tage in den Kaffeehäusern Wiens. Dort erregen vier lebhaft über Philosophie streitende Leute ihre Aufmerksamkeit: Sie sind Aletheia. Byproxy überzeugt sie davon, sie in das besetzte Haus mitzunehmen, das den vier Hauptquartier und Kommune ist. In harten Probemonaten, während derer sie tagsüber die Toiletten putzt und sich abends durch den philosophischen Kanon gräbt, erarbeitet sie sich das Vertrauen der Gruppe. Doch während sich Aletheia auf die große Aktion vorbereitet, wachsen die Zweifel an Byproxy. Welche Schuld treibt sie dazu, jede Woche die Mutter eines bei ihrem Unfall umgekommenen Mädchens zu besuchen? Wenn hier jemand dem Anspruch nach absoluter Wahrheit nicht nachkommt, dann ist es Byproxy, dann ist es die Erzählerin selbst.

100 Beste Bücher des Jahres der ZEIT

Eine philosophische Terrororganisation im Kampf gegen...


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Bitte nicht vor dem 16. August 2025 außerhalb von NetGalley rezensieren.

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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608966305
PREIS 28,00 € (EUR)
SEITEN 448

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

4 stars
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🌟 4 von 5 Sternen

Intellektuell, provokant und stilistisch anspruchsvoll

Raphaela Edelbauers „Die echtere Wirklichkeit“ ist kein gewöhnlicher Roman, sondern eine kluge, bisweilen radikale Auseinandersetzung mit Wahrheit, Wahrnehmung und der philosophischen wie politischen Konstruktion unserer Realität. Die Terrorgruppe Aletheia wirkt wie ein Spiegel unserer von Fake News und Postfaktizität zerrissenen Gegenwart – zugleich grotesk überhöht und erschreckend nah an der Realität.

Die Protagonistin Byproxy ist eine faszinierende Figur, voller Widersprüche und schwer greifbar – genau wie die Frage, ob es so etwas wie objektive Wahrheit überhaupt geben kann. Edelbauer lässt Leser:innen durch die verschachtelte Erzählstruktur und anspruchsvolle Sprache aktiv mitdenken – das ist fordernd, aber auch lohnend.

Ein kleiner Punktabzug: Manche Passagen wirken bewusst überintellektualisiert und könnten etwas mehr narrative Erdung vertragen. Doch wer sich darauf einlässt, wird mit einer vielschichtigen Reflexion über Wahrheit, Schuld, Radikalität und Ideale belohnt.

👉 Fazit: Ein philosophischer Roman für Leser:innen mit Lust auf Denkabenteuer, die sich in Ambivalenzen verlieren dürfen. Edelbauer gelingt ein literarisches Gedankenexperiment mit Wucht und Tiefgang.

4 stars
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4 stars

Es klingt in der Tat wie ein Widerspruch. Eine philosophische Terrororganisation namens Aletheia. Dies ist das altgriechische Wort für „Wahrheit“. Aletheia ist aber auch ein zentraler Begriff in der Philosophie von Martin Heidegger, der ihn als „Unverborgenheit“ oder „Enthüllung“ des Seienden verstand. Dies zeigt schon, dass sich Edelbauer in dem Buch sehr mit der Philosophie auseinandersetzt.

Das Buch ist in einem österreichischen Dialekt geschrieben, bzw. es gibt in Österreich andere Wörter und Formulierungen. So ist z.B. eine Stiege eine Treppe und der Invalide der Schwerbehinderte. Selbstredend bleibt das Buch verständlich, als Leser bin ich nur hier und da über die ein oder andere Formulierung gestolpert.

Ich finde es gut, dass Edelbauer eine Rollstuhlfahrerin zur Hauptfigur ihres Romans machte. Allerdings kommt es hier und da zu der ein oder anderen Ungereimtheit. So beschreibt sie diese manchmal als hilflos, dann aber doch wieder sehr selbstbestimmt. Allerdings sind dies Details, die nur einem Rollstuhlfahrer auffallen.

Zurück zum Inhalt, in dem besagte Rollstuhlfahrerin mehr oder minder spontan sich eine Aktivistengruppe anschließt, eben besagte philosophische Terrororganisation. Sie wird mit Misstrauen empfangen, kann sich aber dann doch in der Gruppe behaupten. Innerhalb der Gruppe gibt es immer wieder zahlreiche philosophische Diskussionen, weshalb der Leser selbiger zugeneigt sein muss. Das auch, weil die Autorin hier und da recht tief in die Materie einsteigt.

Das macht das Buch zu einer Mischung aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen. Zum einen die Suche nach der Wahrheit in Zeiten der Fake-News und der Autokraten. Zum anderen ganz praktische Themen wie die Inklusion, die auch in Österreich an mancher Stelle nicht gelebt wird. Und immer wieder sehr anspruchsvolle Textpassagen, die zum Nachdenken anregen.

An mancher Stelle wurde es mir in der Tat etwas zu philosophisch, weshalb ich die ein oder andere Passage quergelesen habe. Ich denke zwar gern auch über philosophische Themen nach, aber eben nur in Grenzen. Allerdings ist der Roman dann wieder spannend genug, um dranzubleiben, denn es gilt in Erfahrung zu bringen, mit welchen Aktionen eine philosophische Terrororganisation die Aufmerksamkeit erzeugen kann, die sie benötigt, um ihre Thesen bzw. Themen publik zu machen.

4 stars
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Raphaela Edelbauers „Die echte Wirklichkeit“ ist definitiv kein Roman von der Stange. Das Buch taucht tief in aktuelle gesellschaftliche Themen wie Desinformation, Fake News und Verschwörungstheorien ein – Themen, die auch im geschäftlichen Umfeld immer relevanter werden. Im Mittelpunkt steht die philosophisch motivierte Gruppe Aletheia, die mit beinahe radikaler Konsequenz für die Wahrheit kämpft. Das ist durchaus eine Parallele zu Unternehmen, die sich in einer Welt voller Daten und Meinungen um Glaubwürdigkeit und Transparenz bemühen müssen.
Die Protagonistin Byproxy bringt eine besondere Tiefe in die Handlung: Ihre persönlichen Herausforderungen – körperlich wie psychisch – machen deutlich, wie schwer es ist, Verantwortung und Wahrheit sauber zu trennen. Edelbauer schafft es, gesellschaftskritische Reflexionen und philosophische Fragen mit einer spannenden Handlung zu kombinieren. Das Ergebnis: Nicht nur ein literarisch anspruchsvolles Werk, sondern auch eine Analyse von Themen, die für Führungskräfte und Entscheider äußerst relevant sind.
Die künstlerischen Interventionen von Aletheia und die ambivalenten Charaktere laden dazu ein, über Moral, Wahrheit und Entscheidungsfindung nachzudenken – Werte, die auch im Business-Kontext zentral sind. „Die echte Wirklichkeit“ ist ein herausfordernder Roman, der durch seine komplexe Figurenführung und die kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Fragen überzeugt. Für alle, die im Unternehmensumfeld mit Wahrheit, Verantwortung und Kommunikation zu tun haben, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung wert.

5 stars
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Inhalt:
Die Grundidee des Romans ist definitiv hochaktuell: In einer Gegenwart, die von Fake News, Verschwörungstheorien und alternativen Fakten geprägt ist, betritt die Aktivistengruppe Aletheia die Bühne – eine philosophisch motivierte Bewegung, die künstlerische Interventionen nutzt, um absolute Wahrheit zu fordern.
Meine Meinung:
Das Buch habe ich im Rahmen der Summer Reading Challenge von NetGalley gelesen, an dieser Stelle vielen Dank. Meine Meinung beeinflusst dies jedoch nicht.
Die Grundidee des Buchs hat mich total gecatched und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, jedoch kam sehr schnell die Ernüchterung, denn:
Der Stil ist eindeutig philosophisch-intellektuell angelegt. Es ist so hochtrabend und schörkelig geschrieben, ich habe überhaupt nicht in die Geschichte reingefunden. Für Leser:innen, die tiefgründige Reflexionen schätzen, ist der Stil bereichernd – für alle anderen, die einen einfachen Stil oder emotionalen Zugang erwarten, könnte es überfordernd sein. Fürich war es das auf jeden Fall.

Fazit: Wirklich eine starke Idee, die sich mit einem der dringendsten Themen unserer Zeit auseinandersetzt, allerdings für mich persönlich stylistisch zu hochintellektuell.

2 stars
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3 stars

Raphaela Edelbauer beweist mit „Die echtere Wirklichkeit“ erneut, wie virtuos sie Sprache und Ideen zu einem eigenwilligen, fast schwindelerregenden Leseerlebnis verwebt. Der Roman spielt mit den Grenzen zwischen Realität und Fiktion, Logik und Absurdität, und fordert die Lesenden heraus, sich auf ein gedankliches Labyrinth einzulassen. Edelbauers präzise, zugleich poetische Sprache und ihr philosophischer Witz machen den Text zu einem intellektuellen Vergnügen. Wer Freude an literarischen Experimenten hat und bereit ist, sich zwischen Traum und Wirklichkeit treiben zu lassen, wird hier reich belohnt – alle anderen könnten sich allerdings in den dichten Satzkonstruktionen verlieren.

3 stars
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Inhalt (spoilerfrei): der Roman begleitet Petra, auch Byproxy genannt, die nach dem Verlust ihres betreuten Wohnens auf eine Gruppe namens „Aletheia“ trifft. Diese Menschen beschäftigen sich mit philosophischen Texten und wollen durch verschiedene Aktionen auf gesellschaftliche Missstände und falsche Wirklichkeiten aufmerksam machen. Gleichzeitig ringt Petra mit dem Trauma um den Tod ihrer besten Freundin, was ihre persönliche Geschichte tief prägt. Die Gruppe sucht nach einer tieferen, „echteren“ Wirklichkeit in einer Welt voller Lügen und Täuschungen.

Erzählstil: Der Stil ist serh anspruchsvoll und philosophisch. Die Sprache komplex und intellektuell, was für mich den Zugang erschwert hat Der Erzählfluss wirkt manchmal etwas chaotisch.

Figuren: die Hauptfiguren sind sehr vielschichtig. Petra alias Byproxy steht im Mittelpunkt, mit ihrer persönlichen Geschichte und ihren körperlichen Einschränkungen. Die Mitglieder der Gruppe „Aletheia“ haben unterschiedliche Hintergründe und Sichtweisen, was zu inneren Spannungen führt. Besonders die Leiterin, eine Chirurgin, sowie Bernward, ein Professor, und Paul, der mit der Polizei in Kontakt war, zeichnen das Bild einer philosophisch motivierten, aber auch aggressiven Aktivistengruppe.

Symbole und Motive: das zentrale Motiv ist die Suche nach Wahrheit und einer „echteren Wirklichkeit“ in einer Zeit, die von Fake News und alternativen Fakten geprägt ist. Die philosophischen Texte und Diskussionen dienen als Symbol für das Streben nach Erkenntnis und Klarheit. Die Gruppe „Aletheia“ steht für den Widerstand gegen eine vermeintlich verzerrte Realität. Persönliche Verluste und gesellschaftliche Desorientierung verweben sich hier zu einem Gesamtbild der Verunsicherung.

Fazit: „Die echtere Wirklichkeit“ ist ein sehr anspruchsvoller und philosophischer Roman, der sich mit der Frage nach Wahrheit und Realität in der modernen Gesellschaft auseinandersetzt. Der hochintellektuelle Stil macht das Buch nicht einfach zu lesen. Für Leser:innen, die komplexe Themen und tiefgründige Gedanken schätzen, bietet das Buch viel Stoff zum Nachdenken, während es anderen (wie mir) eher schwer zugänglich sein dürfte.

2 stars
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Im Zentrum von "Die echtere Wirklichkeit" von Raphaela Edelbauer steht Petra – auch Byproxy genannt – eine junge Frau im Rollstuhl, die auf die philosophisch motivierte Terrorgruppe Aletheia trifft. Zwischen künstlerischem Aktivismus, radikalen Wahrheitsforderungen und persönlichen Traumata entspinnt sich ein Roman, der so stark zwischen den Sphären von Philosophie, Politik und Poesie wechselt, dass die Handlung selbst zu einer Frage wird: Was ist wirklich, und wer hat das Recht, dies zu definieren?

"Die echtere Wirklichkeit" ist kein Wohlfühlbuch, das mal eben so weggelesen werden kann. Edelbauers Schreibstil ist anspruchsvoll, philosophisch mit Wiener Dialekt und zeugt von einer gewissen Schwere. Ich habe mich darauf eingelassen und wurde in ein verstörendes Gedankenexperiment hineingezogen, das mich zwischen dem Lesen viel Nachdenken hat lassen.
Byproxy ist eine sehr widersprüchliche Protagonistin, deren Gedankengänge ich manchmal nicht ganz folgen konnte, durch die Rückblicke in die Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit den weiteren Charakteren hat sie dennoch eine gewisse Tiefe.
Das Thema Fake News in Kombination mit den draus resultierenden gesellschaftlichen Krisen hat mich an der Buchbeschreibung besonders interessiert. Dieses wir jedoch nur am Rande behandelt und hätte für mich noch mehr Raum einnehmen können.

"Die echtere Wirklichkeit" ist eine intellektuelle Herausforderung, ein Roman, der sich weigert, den Pfad einfacher Wahrheiten zu beschreiten und mehr Fragen als Antworten bietet. Wer Herausforderungen beim Lesen, philosophische Themen und individuelle Ideen mag, dem wird dieser Roman gefallen.

4 stars
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Rezension zu " Die echtere Wirklichkeit"
von Edelbauer Raphaela

Es macht sehr nachdenklich - realitätsnah ❤️❤️❤️❤️❤️

Byproxy wird nur mit wenig Gepäck, einem Laptop und Rollstuhl aus dem betreuten Wohnen entlassen. Da sie nun ihren Individuellen Weg gehen soll, der sie weiterbringen soll. Sie ist sehr gespannt darauf. Zunächst hat sie keine feste Bleibe, übernachtet zuerst auf etwas unsicheren Marktplätzen. Die Gruppe Aletic spricht sie auf dem Marktplatz an. Und Byproxy wird von ihnen im gemeinsamen Haus erstmal aufgenommen. Sie hilft dort mit. Nach einiger Zeit zweifelt sie an dieser Gruppe.

Wird sie dort bleiben? Wie wird ihre Zukunft dort sein?

Auf mich wirkt der Roman wirklich sehr nachdenklich. Und dabei spielt er auch gleichzeitig die Realität im Leben wieder. Das merkt man hierbei auch sehr deutlich zwischen den Zeilen. Am AlltagsLeben darin.
Ein Marktplatz ist ja manchmal wirklich unsicher, da können durchaus mal Vorkommnisse im Alltag lauern
, die nicht unbedingt schön und gut sind. Die Gruppe Aletic fand ich schon interessant, was sie machen. Vor allen Dingen ihr Haus mit den vielen Büchern. Die habe ich alle einmal virtuell umarmt und geküsst. Da ich Bücher ja über alles liebe und Mag .❤️❤️❤️❤️❤️

Das braucht ein Buch ja auch mal schliesslich zwischendurch. Ist ganz wichtig in der Richtung, finde ich. Auch ist es ein besonderer Roman, der ewig im Gedächtnis bleibt.

Auch ist ein Roman, der einen dabei wirklich auch zum Nachsinnen bringt im Leben. Und ich freue mich wirklich sehr, wenn ihr Euch individuell die Zeit dafür nimmt, ihn zu lesen. Sie wartet schon tiefstsehnsüchtig auf euch.😀

🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈🌈

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Die österreichische Autorin Raphaela Edelbauer ist mit ihrem Roman "Das flüssige Land" auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises gelandet und hat für "DAVE" den Österreichischen Buchpreis gewonnen. Das lässt auf eine Autorin schließen, die anspruchsvolle Literatur verfasst. Doch wie sieht es mit Unterhaltungsfaktor, Spannung und Lesbarkeit aus?

Tatsächlich beginnt das neueste Werk der Autorin, "Die echtere Wirklichkeit" sehr anspruchsvoll, denn wir haben es mit einer philosophischen Terrorgruppe zu tun, die erst einmal Jahre lang gemeinsam philosophische Werke liest und diskutiert, bevor es daran gehen könnte, mit konkreten Aktionen zur Tat zu schreiten.

So finden wir gleich am Anfang der Lektüre ein Manifest der Gruppe, das folgendermaßen beginnt:
"Es gibt nur eine Wahrheit und sie ist absolut. Diese Wahrheit ist weder eine soziale Konstruktion noch subjektiv oder bloß eine unter vielen Perspektiven auf die Dinge. Mögen sich im Laufe der Zeiten auch die Sicht auf die Wahrheit oder die Methoden, zu jener zu gelangen, geändert haben, und mag in vielen Fällen die Sinnesbeschränkung der Lebewesen nicht hinreichen, zu ihr zu gelangen, so ist doch hinter den Phänomenen die absolute Wahrheit jenseits allen Meinens vorhanden."

Eine gewisse Affinität zur Philosophie ist dem Lesegenuss bei diesem Buch also durchaus zuträglich. Aber, keine Sorge, so kompliziert, wie oben zitiert, formuliert zwar die philosophische Terrorgruppe, doch nicht die Autorin selbst im Hauptteil des Buches. Die philosophischen Ergüsse der Gruppe werden nur gelegentlich zitiert, ansonsten ist es ein gut lesbares und humorvoll geschriebenes Buch.

Die Charaktere sind sehr schräge Gestalten, die sonst an ihren Ansprüchen ans Leben gescheitert sind. Da gibt es Byproxy, eigentlich Petra, die junge, nach einem Unfall im Rollstuhl sitzende Ich-Erzählerin, die aus ihrer Wohngruppe geschmissen wurde und auf der Suche nach einem Obdach zufällig auf die Gruppe stößt. Diese bestand zuvor aus vier Personen: ein promovierter Philosoph, dem die Festanstellung verwehrt wurde, eine reiche Erbin, die sich von ihrer Familie distanziert hat, ein Vorbestrafter und eine weitere Person. Gemeinsam haben sie eine Wohnung in einem Wiener Abbruchhaus besetzt, lesen und diskutieren philosophische Werke und unterwerfen sich selbst einem strikten Regelwerk, so darf etwa jedes Mitglied der Gruppe nur einmal in der Woche die Wohnung verlassen. Byproxy muss sich die Aufnahme in die Gruppe und deren Vertrauen erst erarbeiten, doch mit Intelligenz, Charme und Gerissenheit schafft sie das, wird eine treibende Kraft der Geschehnisse und so nehmen die Dinge ihren Lauf.

Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, in die Lektüre hineinzukommen, doch war der Einstieg einmal geschafft und hatte ich mich mit dem philosophischen Rahmen und den schrägen Figuren vertraut gemacht, war es eine höchst vergnügliche und spannende, ungewöhnliche Lektüre. Sowohl das Thema als auch die Art, wie es behandelt wird, sind sehr innovativ - so etwas auf diese Art habe ich noch nicht gelesen. Wie nebenbei regt es außerdem zum Nachdenken über Wirklichkeit, Konstruktivismus, Fake-News, die Verantwortung von Universitäten und Medien und viele weitere Themen an. Man merkt, dass die Autorin sich tiefgehend damit beschäftigt hat. Örtlich ist die Geschichte in Wien und Umgebung angesiedelt, was man am Vokabular und an vielen Ortsbezügen deutlich merkt.

Insgesamt ist es ein Buch, das ich jenen, die sich für anspruchsvolle Lektüre, unkonventionelle Konzepte und schräge Charaktere interessieren, sehr empfehlen kann. Philosophisch vorgebildete oder interessierte Menschen können von diesem Buch ganz besonders profitieren, bei allen anderen kann es Interesse an diesem Thema wecken, oder man liest über die stark philosophisch geprägten Passagen einfach hinweg, auch dann ist es noch eine unterhaltsame und kohärente Erzählung. Ich jedenfalls freue mich darauf, weitere Bücher dieser talentierten und vielseitigen Autorin zu lesen.

5 stars
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Ich bin wirklich sehr positiv überrascht. Ich will mehr von Raphaela Edelbauer lesen!
"Die echtere Wirklichkeit" spielt mit der deutschen Sprache so gekonnt, dass das Lesen wirklich ein fantastisches Erlebnis war. Das Buch ist leider nicht für jedermann gedacht, man muss philosophische Gedankengänge und komische Chaoten als Charaktere mögen um wahrscheinlich Gefallen an dem Buch zu finden. Auch hatte ich etwas anderes erwartet als ich die Kurzbeschreibung gelesen habe, aber trotzdem war es ein Genuss diese Geschichte zu lesen. Es ist spannend erzählt und die Story geht auch zügig voran, ohne dass es langweilig wird. Über mehrere Ebenen wird hier ein Konstrukt aufgebaut, was auch den Leser herausfordern kann. Was ist denn schließlich wirklich die echtere Wirklichkeit und die wirkliche Wahrheit gewesen?

5 stars
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Echtere Wirklichkeit ist ein ungewöhnlicher, anspruchsvoller Roman über eine philosophische Aktivistengruppe, die gegen Fake News und alternative Wahrheiten kämpft – notfalls mit Sprengstoff. Im Zentrum steht Byproxy, Rollstuhlfahrerin und Spieleentwicklerin, die sich der Gruppe anschließt und selbst zunehmend zur Figur voller Widersprüche wird.
Der Stil ist dicht, oft philosophisch und sprachlich sperrig, manchmal witzig und provokant. Nicht alles fügt sich perfekt zusammen, manches bleibt bewusst offen, aber gerade das macht den Reiz aus. Edelbauer verwebt Philosophie, Satire und Gesellschaftskritik zu einem Text, der fordert, irritiert und lange nachhallt.

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"Vielleicht ist Terror einfach ein Wort, das man für wirksamen Aktionismus verwendet." (S. 213)

Byproxy, Spieleentwicklerin und schwerbehindert, tritt der Aktivistengruppe Aletheia bei. Diese kämpft für die absolute Wahrheit und will die Öffentlichkeit in Österreich bekehren, ist sich dabei aber nicht ganz eins. In welchem Umfang soll Aktivismus betrieben werden? Wie wäre es mit einem Terroranschlag? Aletheia ist eine Ansammlung von Philosoph*innen, die der Frage nachgeht, was verdammt nochmal Wahrheit ist.

Ich habe kaum die Worte, um dieses Buch zu beschreiben. Raphaela Edelbauer schafft mit diesem Roman eine Welt, die wirkt, wie ein bloßes Beiwerk der Protagonistin Byproxy. Ist sie eine zuverlässige Erzählerin? Oder berichtet sie nur von ihrer eigenen, subjektiven Wahrheit?

Es ist schon ein sehr anspruchsvolles Werk, zugegeben, bei den philosophischen Ausführungen bin ich öfter mal nicht richtig mitgekommen. Ich würde auch sagen, dass es doch einige Längen hatte. Für mich war jedoch die Protagonistin diejenige, die meine Aufmerksamkeit in der Geschichte gehalten hat. Ich fand sie spannend und kalkulierend, unbeugsam und doch irgendwie auch ein wenig menschlich.

Begeistert hat mich auch der Humor, der gerade in den Kammerspiel-Szenen der Gruppe durchscheint. Mein liebster Ausdruck war definitiv "Lektür mich am Arsch", ich hoffe, den kann ich irgendwann mal im wahren Leben einbringen!

3,75/5 Sterne

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Die echte Wirklichkeit
Dieser philosophische Roman ist sehr anspruchsvoll und regt den Leser zum Nachdenken an. Das Thema ist hochaktuell, aber das Buch ist nicht einfach zu lesen. Dies ist eher ein Buch für Leser, die sich mit der Literatur tiefer auseinandersetzen wollen. Der Titel des Buches passt daher sehr gut zum Inhalt.

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Ein spannendes Buch über eine Gruppe von Terroristen, die für die absolute Wahrheit kämpfen und die postmoderne Beliebigkeit hinter sich lassen wollen. Ich fand die philosophischen Ausführungen neben der Romanhandlung sehr interessant. Das Buch liest sich flüssig und ist gut geschrieben. Sehr empfehlenswert.

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