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Buchcover für UNIversal gescheitert?

UNIversal gescheitert?

Wissenschaft und Hochschule zwischen Machtmissbrauch, Leistungsdruck und Ausbeutung - Was wir dagegen tun können | Von Bildungsforscherin Lisa Niendorf alias @frauforschung

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Erscheinungstermin 01.10.2025 | Archivierungsdatum 16.01.2026


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Zum Inhalt

Bildungskrise in Deutschland: Lisa Niendorf zeigt, was sich ändern muss

"Bildungsfragen sind unweigerlich auch Machtfragen. Lisa Niendorf lädt uns ein, diese neu zu verhandeln. Ihr Buch ist nicht nur lehrreich, sondern vor allem auch lebensnah und echt!" – Maren Urner

Unser Bildungssystem steckt tief in der Krise:

  • soziale Ungleichheit – wer in Deutschland studieren kann, bestimmt zu oft der Geldbeutel,
  • prekäre Arbeitsbedingungen – zu viele Forschende erhalten nur Zeitverträge,
  • Geldmangel – viele Universitäten sind nicht mehr zeitgemäß ausgestattet,
  • Lehrkräfte-Mangel – der sich in Zukunft noch verstärken wird,
  • Defizite in der Digitalisierung,
  • unzureichende Betreuungsverhältnisse

Bildungsforscherin Lisa Niendorf – auf Social Media bekannt als @frauforschung – deckt in ihrem Sachbuch die Schwächen unserer Bildungspolitik auf: Sie spricht über die Herausforderungen, denen Studierende und Wissenschaftler*innen gegenüberstehen, thematisiert Leistungsdruck, Ausbeutung, Machtmissbrauch, Diskriminierung und Mental-Health-Probleme.

Geht es so weiter, so ihr alarmierender Aufruf, verlieren wir eine ganze Generation. Zugleich zeigt sie, welche Maßnahmen zur Lösung dieser Probleme beitragen. Denn ein menschliches Wissenschaftssystem ist möglich, so Niendorf – doch wenn die Krise zum Kollaps wird, verlieren wir alle.

"Dieses Buch ist besonders. Es ist einladend und barrierefrei geschrieben, erklärt viel, schenkt Rat, fühlt mit. Die Probleme unserer Hochschulen werden deutlich benannt. Mir hat das Buch geholfen und den Blick geöffnet." – Jutta Allmendinger

Bildungskrise in Deutschland: Lisa Niendorf zeigt, was sich ändern muss

"Bildungsfragen sind unweigerlich auch Machtfragen. Lisa Niendorf lädt uns ein, diese neu zu verhandeln. Ihr Buch ist nicht nur...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783426564547
PREIS 20,00 € (EUR)
SEITEN 288

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Was für Bilder habt ihr im Kopf, wenn ihr an Universitäten, Wissenschaft oder Forschung denkt?

Bibliotheken mit endlosen Reihen von Fachliteratur? Studierende an holzvertäfelten Tischen, die sich den Kopf über Adorno zerbrechen? Oder Labore, in denen konzentriert Experimente laufen?

So ähnlich sah es zumindest bei mir aus. Was hätte mir das Buch von Lisa Niendorf damals doch geholfen, Universität wirklich zu verstehen.

»UNIversal gescheitert. Wissenschaft und Hochschule zwischen Machtmissbrauch, Leistungsdruck und Ausbeutung - Was wir dagegen tun können« beleuchtet umfassend, vor welchen Problemen das System Hochschule aktuell steht. Lisa Niendorf greift wirklich eine Vielzahl komplexer Themen auf:

💸 Wie wird die Forschung an einer Hochschule eigentlich finanziert?
👨‍🏫 Warum fehlt es scheinbar so oft an engagierter Lehre?
⚖️ Wie reproduzieren Hochschulen Diskriminierung?

Besonders gelungen finde ich dabei, wie präzise und zugänglich sie diese komplexen Themen erläutert, inklusive relevanter Forschungsergebnisse und notwendiger fachsprachlicher Erklärungen, statt diese einfach vorauszusetzen.

Die Lektüre ist oft ernüchternd. Bei so vielen Baustellen fragt man sich unweigerlich, wie das alles jemals lösbar sein soll. Aber Lisa Niendorf zeigt auch, wo Veränderung möglich ist und welche Initiativen Impulse für ein gerechteres Wissenschaftssystem liefern.

Ich empfehle »UNIversal gescheitert« unbedingt weiter.
Allen, die selbst studieren (oder es vorhaben), allen, die an eine Karriere in der Wissenschaft denken oder allen, die einfach verstehen möchten, wie unser Hochschulsystem funktioniert und warum es Veränderung braucht.

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Vor kurzem habe ich "UNIversal gescheitert?" von Lisa Niendorf fertig gelesen und ich bin voll der Bewunderung für dieses großartige Buch einer mutigen Frau, die so vieles von dem, was ich und viele meiner Kolleginnen und Kollegen im Laufe der Jahre als Studierende und Mitarbeitende auf unterschiedlichen Universitäten erlebt haben, offen ausspricht. Wie die Autorin das am Anfang ihres Buches anspricht, gibt es in den Köpfen vieler Menschen immer noch ein überhöhtes, idealistisches Bild von Universitäten und Wissenschaft, als ob das ein heiliger Raum wäre, in dem keine Missstände herrschen würden.

Wer aber näher mit diesem System in Berührung kommt, ob als Studierende oder später vielleicht als hoffnungsvolle Doktorandin oder wissenschaftlicher Projektmitarbeiter, wird oft bitter desillusioniert von all den Missständen, die es da gibt und gegen die man sich oft so machtlos fühlt. Denn kaum jemand unterhalb der ordentlichen Professuren - die nur von ganz wenigen privilegierten Menschen und wenn überhaupt, meist erst frühestens im mittleren Erwachsenenalter erreicht werden - hat kaum jemand eine gut abgesicherte Position auf einer Universität, die es erlaubt, offen Kritik zu üben, ohne die eigene Vertragsverlängerung zu gefährden.

Ich schätze die Ehrlichkeit der Autorin, mit der sie zugibt, selbst eine der wenigen zu sein, die im akademischen Mittelbau einen unbefristeten Vertrag erhalten haben, und wie das ihr dabei hilft, sich zu trauen, so ein mutiges Buch zu schreiben, das viele Widerstände so deutlich offen legt.

Um welche Missstände geht es in dem Buch? Um stark unterfinanzierte Universitäten, marode Gebäude, überfüllte Studiengänge. Um ein extrem hierarchisches System, in dem, wie oben beschrieben, alle unterhalb der allerhöchsten Positionen auch bei exzellenten Leistungen und noch so viel Fleiß und Anstrengung ständig um ihre Stelle zittern müssen, und das strukturell zu Machtmissbrauch regelrecht einlädt.

Denn es handelt sich bei näherer Betrachtung um ein System, das Ausbeutung und Missbrauch nicht nur verleugnet, sondern teilweise regelrecht fördert: denn Karriere macht etwa, wer die meisten Publikationen aufweisen kann. Und wer dafür abhängige wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausnützt, ihnen viele unbezahlte Überstunden aufbrummt, sie fast die ganze Arbeit alleine machen lässt und dann aber ausschließlich den eigenen Namen auf die Publikationen schreibt, der hat auf dem Papier eine längere und eindrucksvollere Publikationsliste vorzuweisen. Ehrlichkeit, Redlichkeit und insbesondere die Qualität der eigenen Lehre oder gar besonderes Engagement für Studierende zählen hingegen kaum etwas für das Vorankommen im akademischen Bereich, können sogar hinderlich sein.

Der Autorin gelingt es, überzeugend und anhand von vielen Beispielen und einer fundierten Analyse des Aufbaus des wissenschaftlichen Systems, zu zeigen, dass die vielen Missstände in diesem Bereich eben keine Ausnahmefälle sind, sondern mit der Struktur dieses Systems zusammenhängen, welche zum Teil aktiv und bewusst aufgebaut wurde und geschützt wird, um die Interessen der Mächtigen zu vertreten. Da ist es auch kein Wunder, dass mit jeder Hierarchieebene auf den Universitäten mehr weiße heterosexuelle Männer aus sozioökonomisch privilegierten Milieus vertreten sind und alle, die in einer oder mehreren Kategorien davon abweichen, weil sie etwa Frauen, queer, migrantisch, mit Betreuungspflichten oder aus Arbeiterfamilien sind, sich schwer tun, hier ihren Platz zu finden und ihn zu behalten. Denn Menschen fördern meist die, die ihnen ähnlich sind, und auch Themen wie Rassismus, Diskriminierung, Ausbeutung und sexualisierte Gewalt sind nicht nur in der Gesamtgesellschaft, sondern auch auf Universitäten weit verbreitet, wie die Autorin eindrucksvoll anhand von aktuellen Zahlen und Beispielen belegt.

Sprachlich ist das Buch sehr zugänglich und gut verständlich geschrieben und die Autorin hat sich große Mühe gegeben, sich nicht hinter akademischer Sprache zu verschanzen, sondern das Buch für eine breite Menge an Interessierten lesbar zu machen und alle nicht allgemein bekannten Konzepte zu erklären.

Ich wünsche diesem Buch von Herzen, dass es viele Leserinnen und Leser findet, in der allgemeinen Bevölkerung, aber auch unter jenen in Machtpositionen, bei denen es vielleicht ein Umdenken bewegen möge, um eine wissenschaftliche Landschaft zu gestalten, die gerade die engagiertesten und klügsten Köpfe aus der gesamten Bevölkerung nicht frustriert und vertreibt, sondern wertschätzt und ihnen einen Raum gibt, sich einigermaßen abgesichert zu entfalten und damit zum Wohle aller zur Vielfalt der Perspektiven im wissenschaftlichen Bereich beizutragen. Das würde den aktuellen und zukünftigen Studierenden, der Forschung und der Gesamtgesellschaft sehr zugute kommen. Danke für dieses mutige Buch!

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