Kalmann und der schlafende Berg

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Erscheinungstermin 23.08.2023 | Archivierungsdatum 31.05.2024

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Zum Inhalt

Kalmann sitzt in der Tinte. Besser gesagt, er sitzt im FBI-Hauptquartier in Washington. Dabei wollte er eigentlich nur seinen amerikanischen Vater besuchen. Doch der lässt ihn hängen, und ehe Kalmann sich’s versieht, sitzt er wieder im Flugzeug zurück nach Island. Im hohen Norden hat er aber auch keine Ruhe. Ein Mord ist geschehen, und die Spuren reichen zurück bis nach Amerika und in den Kalten Krieg. Und wer muss diesen explosiven Fall aufklären? Korrektomundo: Kalmann, der berühmte Sheriff von Raufarhöfn.

Kalmann sitzt in der Tinte. Besser gesagt, er sitzt im FBI-Hauptquartier in Washington. Dabei wollte er eigentlich nur seinen amerikanischen Vater besuchen. Doch der lässt ihn hängen, und ehe Kalmann...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783257072662
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 304

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Wer mit einem typischen Krimi rechnet, hat Kalmann verkannt. Der Leser muss sich Kalmanns Tempo beugen und erst einmal wieder in Kalmanns Welt eintauchen. In der zweiten Hälfte wird es dann aber richtig spannend. Die Lektüre hat Spaß gemacht.

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Der zweite Kalmann-Band ist etwas schwächer als der erste, denn er funktioniert nach bewährter Methode, bringt aber nichts Neues. Kalmann berichtet als kognitiv eingeschränkter Ich-Erzähler von seinen Abenteuern und der Leser vesteht oft mehr als er.
So erzählt Kalmann, davon, dass er seinen Vater in den USA besucht, der sich als Q-Anon-Anhänger entpuppt und ihm mit zum Sturm auf das Kapitol schleppt. Aber Kalmann versteht weder, worum es dabei geht, noch welche Konsequenzen es für die Demokratie hat.
Ein weiteres Mal erweist sich Kalmann als Held, als er einen US-Spion enttarnt und ein Munitionslager entdeckt. Und nebenbei gibt der scheinbare Simpel oft erstaunliche Lebensweisheiten von sich, z.B. "Mütter müssen ihren Kindern auf die Nerven gehen, das ist einfach so, das ist ein Naturgesetz."
Ich glaube, ein dritter Kalmann-Roman würde das Erfolgsrezept überstrapazieren.

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Wenn ich mit einem nach „Kalmann“ nicht gerechnet hatte, dann damit, dass es je eine Fortsetzung geben würde; von daher war ich doch sehr positiv überrascht, als ich die Ankündigung des Titels „Kalmann und der schlafende Berg“ gesehen habe, denn auch wenn der erste Band 2020, als ich ihn gelesen habe, nicht zu meinen Top-Titeln gehörte: Kalmann, der Protagonist, hatte durchaus Eindruck hinterlassen und um es vorwegzunehmen, wird „Kalmann und der schlafende Berg“ in diesem Jahr eher auch nicht zu meinen absoluten Top-Titeln gehören, aber so schnell ebenfalls nicht vergessen werden, obschon mir dieser knackige Roman nu wiederum nicht mehr als einen entspannten Nachmittag auf dem Balkon beschert hat. Wie auch der nur nach der Hauptfigur benannte erste Band war „… und der schlafende Berg“ zwar kurz, aber auch kurzweilig, wobei ich im Übrigen davon abrate, diesen zweiten Band, auch wenn er prinzipiell eine eigenständige Geschichte erzählt, ohne Kenntnis des Vorgängers zu lesen. Es wird doch relativ oft das Geschehen aus „Kalmann“ erwähnt und mit der Figur des Kalmann wird man in Band 1 auch eher langsam vertraut gemacht, während man sich im zweiten Band nun schon fast wie zu den Einwohner*innen von Raufarhöfn zählend fühlen kann, die von Kalmann kaum noch überrascht werden können und für die all seine „Eigentümlichkeiten“ längst zum Alltagsbild gehören. Das war selbst mir hier in „Kalmann und der schlafende Berg“ dabei nun schon fast ein wenig zu viel bzw. stellenweise zu wenig „Außenwelt“. Kalmann tritt hier als Erzähler auf und entsprechend seiner Art wertet er kaum, er ordnet nicht wirklich ein: er schildert hauptsächlich einfach einen Ist-Zustand – und seine Erlebnisse rund um den 6. Januar, während seiner Zeit in den USA, wirken da eher lückenhaft und stockend. Zum Einen begreift er das ganze Geschehen in Washington, D.C. gar nicht und zum Anderen merkt man, dass ihm generell alles fremd ist und er sich auch in seiner Familie väterlicherseits da nicht als Mitglied, sondern als Besucher, sieht. Das passt zwar zum generell sehr heimatverbundenen Kalmann und seiner ohnehin eher einzelgängerischen Art; ich kann also nicht sagen, dass ich Kalmann da nicht als authentisch empfunden hätte, aber da fehlte für mich einfach die Dynamik, die in Kalmanns isländischem, bewährten Umfeld handelte. Da war ich wirklich froh, als Kalmanns Erzählung hier bei seinem Rückflug aus den Staaten angelangt war und dass sich die restliche Geschichte auf isländischem Boden ausbreitete.

Vor dem Lesen hatte ich wegen des in der Buchbeschreibung angesprochenen Verstrickung von USA, Island und Kaltem Krieg ein wenig Sorge, dass es hier ein wenig sehr politisch und verschworen wird; ich bin Politthrillern generell nicht sehr zugetan, aber das war hier dann doch noch recht gemäßigt und blieb gut nachvollziehbar. Ein bisschen schade fand ich den spektakulären Showdown am Schluss, der für mich einem dritten Band definitiv widerspricht, denn auch Band 1 mündete zwar letztlich in großer Aufregung, dort war das Ende aber nicht derart über alle Maßen aufsehenerregend wie nun im Nachfolger und insgesamt ergibt sich für mich da eine derartige Menge an Action, dass es für das gesamte Lebtag eines ferner eher leisen Charakters wie Kalmann, noch dazu in einer so, auch was die Population angeht, eher abgelegenen Einöde ausreicht und zu sehr Gefahr laufen würde, ihn ins Klamaukige abdriften zu lassen, sollte man ihm noch mehr Abenteuer andichten. (Allerdings hatte Band 1 für mich ja auch schon einer Fortsetzung widersprochen. Nun denn.)

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Es gibt Neues von Kalmann, dem selbsternannten Sheriff von Raufarhöfn. Im Herbst 2020 habe ich ihn kennengelernt, diesen liebenswerten jungen Mann, bei dem die Räder manchmal rückwärts laufen.

Der Autor verrät, dass er gar nicht vor hatte, eine Fortsetzung von Kalmanns Geschichte zu schreiben, aber wie es manchmal so zugeht im Leben, kam der Sturm aufs Kapitol im fernen Washington D.C. dazwischen. Die Bilder im Netz zeigen einen jungen Mann mittendrin im Gewühl, in seinem Rucksack steckt eine isländische Fahne - es könnte Kalmann gewesen sein. Und da der sowieso endlich seinen Vater in Amerika kennenlernen will, könnte es gar nicht besser passen. Es ist so einiges los da drüben, sogar das FBI verhört ihn. Dabei stellt sich heraus, dass sein Großvater nicht nur Haie verarbeitet hat, er steht als Spion auf der schwarzen Liste. Nun kann er aber aus dem System genommen werden, er ist ja tot. Jetzt endlich, nach 36 Jahren, ist er bei Großmutter, die – so schlussfolgert Kalmann auf seine kindlich-naive Art - bestimmt sauer ist, weil er so lange auf sich hat warten lassen.

„Kalmann und der schlafende Berg“ knüpft an das erste Buch „Kalmann“ an, man sollte es schon gelesen haben. Denn da lernt man ihn kennen - seine arglose Sichtweise, seine Einfältigkeit, seine etwas verschrobene Weltanschauung. Joachim B. Schmidt gelingt es, das Geschehen um dem Sturm aufs Kapitol mitsamt dem damaligen Präsidenten als Antriebsfeder in Kalmanns Unbedarftheit wiederzugeben.

„Er ist zwar geistig nicht so ganz auf der Höhe aber so einigen Mitmenschen haushoch überlegen in seiner Geradlinigkeit, seiner Aufrichtigkeit.“ Im ersten Buch war ich ihm gefühlt näher, er war der Held, er war präsent in seiner kleinen Welt. Hier spielt das Weltgeschehen zu sehr mit hinein, Kalmann hat für mich nicht immer in diese Rolle gepasst.

Viel hat unser Held erlebt, von seiner amerikanischen Familie hat er irgendwann genug, viel lieber ist er wieder daheim in seinem Raufarhöfn, da passt er auch sehr viel besser hin. Auch wenn er sich manchmal so viele Gedanken zugleich macht, dass es sich wie ein Feuerwerk anfühlt: „Wenn der Kopf explodiert und die Fischsuppe überläuft, ist das unangenehm.“ Aber so ist es nun mal, wenn man Sheriff ist. Korrektomundo.

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Eine vergnügliche Lesereise nach Island und einfülsames Erleben der Denkweise von Kalman, die Geschichte baut sich langsam auf und wird immer spannender bis zum Thriller.. Die Geschichte vermittelt gute Eindrücke in das Leben der Isländer und der faszinierenden Natur..

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Wie gut, dass der Autor noch eine Idee für eine Kalmann Geschichte hat. Auch erwartet Lesende eine breit gefächerte Geschichte voller Humor und Menschlichkeit. Nicht zu vergessen der Fall, der aufgeklärt werden muss. Kalmann gerät in die Mühlen der (Zeit-) Geschichte und meistert alles mit seiner wunderbaren Geradlinigkeit und dem Rückwartszählen (ab 10).. Großartig!!

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Eigentlich wie immer gut. Nervig fand ich die lange Wiederholung des letzten Bandes. Es dauerte bis die Story Fahrt aufnahm. Ansonsten super Typ und gut geschrieben. Danke

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Nicht so gut wie der erste Teil (aber das ist ja auch schwierig), hat mich der Szenenwechsel etwas überrascht, aber ich bin dann doch ganz schnell wieder warm geworden mit der ganz eigenen Schreibe des Autoren, dem man irgendwie den Schweizer immer raushört, ohne, dass man den kriminellen Skandinavier vermisst!
"Back to the roots" könnte das Motto hier sein, denn die Schatten der Vergangenheit bringen Kalmann an den Rand seines Horizontes, dabei möchte er doch nur Gammelhai à la Großvater machen, im Grunde...
Schön schräg, mal wieder ein echtes Diogenes-Schmankerl.

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Ich hatte den ersten Band Kalmann gerne gelesen. Allerdings war es für mich nicht stimmig davon eine Fortsetzung zu lesen. Und so erlebte ich auch den ersten Teil dieses Buches. Inhaltlich ging es um Kalmanns Familie und darum wie er in seiner Besonderheit seinen Alltag lebt, was er über sich und das Leben denkt. Ja, insgesamt ist Kalmann mit seinen Eigenarten recht sypathisch, aber es hat mich nicht sonderlich begeistert.
Zum Schluß hin entwickelte sich ein Krimi bzw. Verbrechen mit rasantem Ende. Dies fand ich deutlich unterhaltsamer so dass dieser Roman eine mittlere Bewertung von mir erhält.

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Kalmann ist der Beste!
Auch das neue Buch fand ich wieder sehr gut! Der Großvater von Kalmann stirbt alt und dement im Pflegeheim.Kalmann und sein Onlinefreund glauben nicht an einen natürlichen Tod,aber niemend glaubt den beiden.Bis sich die Ereignisse überschlagen.
Bitte mehr von Kalmann!

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Nachdem ich "Kalmann" von Autor Joachim B. Schmidt vor einigen Jahren ganz hervorragend fand, habe ich mich sehr sehr sehr sehr auf diesen Folgeband gefreut. Kalmann, der Sheriff von Raufarhöfn, ist mir auch in diesem Buch grundsympathisch geblieben, mich hat besonders gefreut, dass wir ein bisschen mehr Einblick in seine Welt bekommen haben. Kalmanns Gedankengänge nachzuverfolgen fiel mir deutlich leichter als im ersten Buch - ich kannte ihn ja schon und wusste, worauf ich mich einlasse. Kalmann ist ein angenehmer Protagonist, der Menschen repräsentiert, die häufig nicht zu Wort kommen. Eine hervorragende Sache und allein deswegen ein relevantes Buch! Meiner Eiinschätzung nach sind die Schwierigkeiten beim Schlussfolgern / der Informationsverarbeitung im Rahmen der Entwicklungsverzögerung nicht stigmatisierend dargestellt, das sollten aber Menschen, die selbst davon betroffen sind entscheiden.
Übringens lässt sich dieses Buch gut ohne Kenntnisse um den ersten Roman lesen, runder wirds jedoch, wenn man um die Geschichte mit dem Eisbären weiß.
Die Story fängt stark an - und lässt nicht nach. Ich habe mich auf jeder Seite dieses Buchs rundum gut unterhalten gefühlt, habe mitgefiebert und gefühlt. Es ist kein typischer Krimi, greift jedoch erstaunlich viele politische Entwicklungen und Verwirrungen auf.
Mich hat dieses Buch positiv überrascht, ich habe mit einem netten und kurzweiligen Buch gerechnet - das habe ich auch bekommen - jedoch war ich deutlich mehr in der Story gefangen als vorab vermutet. Kalmann ist mir richtig ans Herz gewachsen in diesem schnellebigen Roman.

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Mit "Kalmann" hatte Joachim B. Schmidt einen fulminant andersartigen Roman vorgelegt. Spritzig, witzig, abgedreht, komisch - ohne dabei den Protagonisten der Lächerlichkeit preis zu geben. In der Fortetzung verschlägt es Kalmann in die USA, und natürlich überschlagen sich die Ereignisse... Das ist immer noch schräg, verliert in der Fortsetzung leider aber ein wenig an Witz und Schlagkraft. Nichts desto trotz gute Unterhaltung.

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Ich hab mich so sehr auf die Fortsetzung von "Kalmann" gefreut, allerdings bin ich nun doch etwas enttäuscht.
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Geschichte gezwungen humorvoll sein möchte, was meines Erachtens nicht wirklich gelingt und sehr gekünstelt wirkt. Leider!

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Zum Inhalt:
Eigentlich wollte Kalmann nur seinen Vater in Amerika besuchen, doch der lässt ihn hängen, stattdessen sitzt er im Hauptquartier des FBI und schneller als er sich versieht ist er wieder im Flieger nach Island. Aber auch hier wird es turbulent, denn ein Mord ist geschehen und scheinbar reichen die Spuren bis in den kalten Krieg und natürlich muss Kalmann den Fall klären.
Meine Meinung:
Wie schon beim ersten Kalmann habe ich mich lange Zeit schwer getan, denn der Schreibstil ist eben nicht 08/15 und daran muss man sich erstmal gewöhnen. Kalmann als Typ gefällt mir aber, deshalb bin ich auch dran geblieben und das Buch wird im Verlauf auch immer besser. Die Story ist ungewöhnlich und auch irgendwie viel mehr als "nur" ein Krimi. Es werden auch Themen aufgegriffen, die das gesamte Buch eben zu mehr als nur einem Krimi machen.
Fazit:
Hat mir gefallen

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Es ist schön, Kalmann wieder zu treffen. Kalmann ist der berühmte Sheriff aus Raufarhöfn, hat manchmal Fischsuppe im Kopf, und wenn er sich sehr aufregt, muss er von zehn rückwärts bis null zählen, um nicht völlig aus der Haut zu fahren. Nach dem er im ersten Band mit einem Eisbären kämpfte und einen Mord aufklären musste, geht es dieses Mal um Spionage. Sein über alles geliebter Großvater ist im hohen Alter in einem Heim plötzlich gestorben. Eigentlich alles normal, wären da nicht diese seltsamen Fotos in seinem Nachlass aufgetaucht. Außerdem hatte der Großvater in seinen letzten Stunden Russisch gesprochen. Warum konnte er das ?
Fragen über Fragen.
Zur selben Zeit bekommt Kalmann eine Einladung von seinem Vater, ihn in Amerika zu besuchen. Es wird alles organisiert, und Kalmann fliegt über den großen Teich.
Und dann überschlagen sich die Ereignisse.
Die Beschreibung dieses liebenswerten jungen Mannes ist wieder sehr berührend. Man schließt ihn ins Herz und leidet mit ihm, wenn er beleidigt wird oder Mühe hat, seine Gedanken zu sortieren. Schmidt schreibt flüssig und vor allem das Ende ist sehr spannend.
Mir persönlich hat der erste Band besser gefallen. Trotzdem auf jeden Fall lesenswert.

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Wie auch schon der erste Band lebt dieser Roman von der einzigartigen und sympathischen Hauptfigur, die sich immer wieder, ohne es zu beabsichtigen, in brenzligen Situationen wiederfindet. Die Geschichte ist durchweg spannend und macht Lust auf weitere Kalmann-Romane.

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Dieses Buch ist ein Roman mit kriminalistischen Zügen und einem großen
Showdown am Ende.
Als Leser erfährt man Einiges über Island und die Bewohner, ihre Traditionen.
Kalmann, der Protagonist dieses Buches ist Isländer mit einem amerikanischen Vater.
Aufgewachsen ist er mit seiner Mutter und seinem Opa. Als dieser stirbt findet
sich Kalmann nur schwer zurecht, "der schlafende Berg" ist ein echter
Berg, zugleich aber auch der große Brocken an Trauer, der auf ihm lastet.
Es gibt politische, kriminalistische Einschübe, als Klamann seinen Vater
in Amerika aufsucht, diese reichen bis nach Island herüber.
Gut gelungen sind auch die Themen über Umweltzerstörung und die Veränderungen
des ländlichen Raums, die eingeflochten wurden.

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Kalmann, der "Sheriff von Raufahöfn" fliegt in die USA, um seinen Vater kennen zu lernen. Er landet jedoch im Verhörraum des FBI, wo er einer FBI Beamtin viel aus seinem Leben erzählt. Nachdem sein Vater ihn mit zum Sturm aufs Capitol schleppt, Kalmann nicht wirklich versteht , worum es geht, wird er auch bald als unerwünschte Person wieder ins Flugzeug nach Hause gesetzt.
Wieder berichtet Kalmann aus seiner etwas eingeschränkten Sicht über die Ereignisse, Auch der Plot ist spannend und gut zu lesen. Dennoch hab ich nicht soviel Freude empfunden wie beim ersten Buch. Ich kann nicht sagen, ob es daran lag, dass ich etwas skeptisch war, weil ich meinte, ein weiterer Kalmann würde das erste Buch "relativieren", ob es daran lag, dass ich den ersten Kalmann so einzigartig und herausragend fand.. Ich habe für den mit etwas weniger Freude und Genuss gelesenen zweiten Band keine richtige Erklärung dafür gefunden. Und deshalb werde ich auch dieses Buch meinen Kunden empfehlen und mich auf die Rückmeldungen freuen.

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Gleich am Beginn des Romans findet sich Karmann unversehens in einem Verhörraum des FBI wieder. Dabei wollte er einfach nur nach Amerika, um seinen Vater endlich, einen Amerikaner, richtig kennenzulernen.
Leider zog sich der Beginn des Romans ziemlich hin, in dem es hauptsächlich um Kalians Familie geht. Erst am Ende nahm er richtig Fahrt auf.

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Vor drei Jahren hat Joachim B. Schmidt mit seiner Romanfigur "Kalmann" und dem gleichnamigen Buch einen ganz besonderen Protagonisten geschaffen - und irgendwie auch ein Plädoyer für Akzeptanz und Inklusion. Denn Kalmann Odinsson, der selbst ernannte Sheriff von Raufarhövn, hat zwar immer wieder mal "Watte im Kopf", ist aber voll in das Dörfchen am Polarkreis integriert und selbstverständlicher Teil der Dorfgesellschaft. Nur alleine mit dem Boot unterwegs sein und Haie jagen, das darf er nicht mehr. Doch der reine Tor aus Island hat den Kopf voll mit ganz anderem Kummer, um die Jagd groß zu vermissen im Nachfolgeband "Kalmann und der schlafende Berg": Odin, sein geliebter Großvater ist gestorben, und auch wenn er am Ende schwer dement war und Kalmann nicht mehr erkannte, trauert der tief um den geliebten Opa, der am Ende damit überraschte, dass er auf einmal Russisch sprach.

Vielleicht ist es also eine gute Sache, dass Kalmanns leiblicher Vater, zu dem er bis dahin nie Kontakt hatte, den jungen Mann zu sich in die USA einlädt. Dabei ergeht es Kalmann, der mich immer an einen isländischen Forrest Gump erinnert, ähnlich wie der Filmfigur: Er findet sich nämlich plötzlich an einem historischen Schauplatz wieder. Denn seine bislang unbekannte besteht aus schießwütigen Rednecks und erzkonservativen Anhängern eines gewissen orangehaarigen US-Präsidenten. Und so befindet sich Kalmann an einem politisch aufgeheizten Januartag plötzlich vor dem Capitol in Washington - und kurz darauf in FBI-Gewahrsam.

Dank einer empathischen FBI-Agentin kommt Kalmann allerdings recht schnell frei und zurück nach Island, wo er sich plötzlich mit der amerikanischen Vergangenheit am Polarkreis befassen muss: Sein Online-Freund Noi überzeugt ihn, dass sein Großvater ermordet worden sein müsse. Nur die Gespinste eines Nerds? Als der Sheriff von Raufarhövn mit seinen Nachforschungen beginnt, stößt er auf allerlei Ungereimtheiten, viele Fragen - und einen weiteren Todesfall.

Nach und nach wird ihm klar, dass sein Großvater so manches Geheimnis bewahrt hatte und im Kalten Krieg Kommunist gewesen war. Womöglich auch ein Spion für die Sowjets? Oder warum hat er seine kleinen Töchter immer auf Ausflüge zu ausgerechnet jenem Berg geschleppt, auf dem sich eine amerikanische Radarstation befand? Und warum sind die Mädchen auf diesen Ausflugsbildern stets so unscharfe Randfiguren? Klar, dass Kalmann nun jeden Stein und Eisbrocken umdrehen muss!

Auch wenn die Erzählweise eher gemächlich ist, eben ganz wie die Denkprozesse von Ich-Erzähler Kalmann, entwickelt das Buch einen Spannungsbogen und am Ende ziemliche Dramatik. Mit der Figur des Kalmann überzeugt der Autor erneut und bettet seinen sympathischen Antihelden diesmal in ein zeitgeschichtliches Setting ein. Ich hoffe, das war nicht das Letzte, was ich zu Kalmann Odinsson gelesen habe - diese Figur hat Potential!

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„Kalmann“ steht schon seit Jahren auf meiner Leseliste. Diesen Sommer habe ich es endlich geschafft den ersten Teil zu lesen und war begeistert. Noch begeisterter war ich dann, als ich entdeckte, dass ich gleich im Anschluss mit dem zweiten Teil weitermachen kann.
Wie schon im ersten Buch hat mich in diesem zweiten Band wieder vor allem der Protagonist begeistert. Er ist so ein unwahrscheinlicher Buchheld und Ermittler, dass ich ihn einfach mögen muss und die ganze Geschichte einen originellen Touch bekommt. Kalmann ist arglos, einfältig und naiv, aber er hat ein reines Herz und begegnet Menschen ohne Urteil. Das macht ihn sympathisch.
Mir gefällt wie glaubwürdig und authentisch seine Geschichte erzählt wird. Sie passt perfekt in die raue Natur Islands und schafft es auch im zweiten Buch Spannung aufzubauen. Dennoch kann dieser zweite Teil nicht mit dem ersten mithalten. Es fühlt sich etwas nach einem Abklatsch an. Und obwohl ich auch dieses Buch gerne gelesen habe, hoffe ich dass der Autor auf einen dritten Teil verzichtet.

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Ich gebe zu, zu Beginn der Lektüre war ich ziemlich verwirrt und habe mich wahrscheinlich etwa so wie Kalmann gefühlt, der auch nicht recht wusste, was da vor sich geht. Aber dann hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Ist ja auch ziemlich spannend und verrückt, was da alles ans Licht kommt!
Danke für das packende Lesevergnügen.

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KALMANN UND DER SCHLAFENDE BERG
Joachim B. Schmidt

Kalmanns Leben ist ruhiger geworden, jetzt, nachdem der ganze TV-Rummel aufgehört hat. Leider. Sein Jagdgewehr, die Mauser, hat er lieber ins Meer geschmissen und apropos Meer: Fischen ohne Großvater wurde ihm auch verboten und Gammelhai hat er keinen mehr.
Als dann auch noch der Großvater stirbt, ist Kalmann ganz neben der Spur.
Zum Glück kommt eine E-Mail von seinem Erzeuger, der ihn einlädt, nach Amerika zu kommen.
Doch nachdem er dort landet, entpuppt sich sein Vater, den er zum ersten Mal im Leben trifft, als Waffennarr, QAnon-Anhänger und Präsident Trump-Fan, der ihn dann auch noch zum Sturm auf das Kapitol schleppt. Als er anschließend vom FBI verhört wird, erfährt er, dass sein Großvater einst ein russischer Spion war.
Zurück in Raufarhöfn ernennt er sich wieder zum Sheriff und versucht dem Geheimnis um seinen Großvater herum auf die Spur zu kommen.

Da ist sie, die Fortsetzung von Kalmann. Ich bin mit großen Erwartungen an das Buch gegangen, da ich den ersten Teil so gerne gelesen habe, aber leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Erst das letzte Drittel konnte mich einfangen, vorher fand ich die Geschichte einfach erzwungen und stellenweise langatmig.
Auch unseren Protagonisten Kalmann, den ich im letzten Teil so lieb gewonnen hatte, verlor meine Sympathie, nachdem er seine Mutter schlug.
Schade, ich hätte so gerne etwas anderes geschrieben, da ich ein großer Joachim B. Schmidt-Fan bin.

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Unser aller Lieblingssheriff ist zurück!

Und wird in den USA prompt vom FBI festgehalten und verhört. Was passiert ist? Das kann sich Kalmann, eigentlich selbsternannter Sheriff von Raufarhöfn, selbst nicht so richtig erklären. Eigentlich wollte er nur seine Familie besuchen. Sein leiblicher Vater lebt nämlich dort, ebenso wie seine zwei Halbschwestern und Onkel Bucky. Wo ist er da nur reingeraten?

Nach einigem Hin und Her, beruhigt sich die Lage und kommt er endlich zurück nach Hause. Aber damit geht es erst richtig los! Denn Kalmanns geliebter Großvater ist verstorben. Klassisches Herzversagen. Doch war das wirklich altersbedingt? Kalmanns Internetbekanntschaft Nói glaubt felsenfest an einen Mord und bringt unseren liebenswürdigen Sheriff dazu, einmal genauer hinzusehen. Was er findet, ist an Brisanz kaum zu toppen. Und immer mehr findet er heraus, was besser unter der Erdoberfläche verborgen geblieben wäre.

Der zweite Band um Kalmann und das Nestchen Raufarhöfn ist, wie zu erwarten war, wieder ganz großartig. Unterhaltsam, lustig, spannend. Ein Krimi in Romanform, bei dem nichts auf der Strecke bleibt - schon gar nicht die vielen einzigartigen Charaktere in und um die sonst so verschlafene Kleinstadt Islands (die es im Übrigen wirklich gibt!), die wir bereits aus dem ersten Buch "Kalmann" kennen. Wem die Reise nach Island zu weit ist, dem seien beide Kalmann-Romane sehr ans Herz gelegt. Aber vorsicht: nach der Lektüre wollt ihr den weiten Weg möglicherweise doch in Kauf nehmen.

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Kalmann hat ein kindliche Seele und lebt in Raufarhöfen in Island bei seiner Mutter. Sein Grossvater, der ihm alles beibrachte und den er sehr liebte, stirbt im Altersheim. Wir begleiten Kalmann auf eine bizarre Reise zu seinem Vater in die USA und finden heraus, wieso sein Grossvater starb. Kalmann und seine liebenswerte und ehrliche Sicht auf die Welt muss man einfach gerne haben.

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Kalmann und der schlafende Berg
von Joachim B. Schmidt


Zum Inhalt
Kalmann sitzt in der Tinte. Besser gesagt, er sitzt im FBI-Hauptquartier in Washington. Dabei wollte er eigentlich nur seinen amerikanischen Vater besuchen. Doch der lässt ihn hängen, und ehe Kalmann sich’s versieht, sitzt er wieder im Flugzeug zurück nach Island. Im hohen Norden hat er aber auch keine Ruhe. Ein Mord ist geschehen, und die Spuren reichen zurück bis nach Amerika und in den Kalten Krieg. Und wer muss diesen explosiven Fall aufklären? Korrektomundo: Kalmann, der berühmte Sheriff von Raufarhöfn.

Der zweite Kalman wiedet was Besonderes. Die Figur ist speziell und sehr vielschichtig. Eine gelungene Komposition. Kein Krimi der Schema F Art.

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Da ist er wieder, der sympathische Kalmann der Sheriff, ein wenig rückwärts im Kopf. Er bekommt es mit großen Gefühlen zu tun, sein Großvater und Leitbild verlässt ihn. Er macht eine große Reise um seinen Vater zu finden, um ihn wieder zu verlieren. Trauer und Einsamkeit quälen ihn. Und er muß einen Mord aufklären. Viele Dinge für einen wie Kalmann, da muß man schon immer wieder von 10 langsam rückwärts zählen, damit der Kopf nicht platzt. Doch mit seiner Sicht auf die Dinge, einfach, gradlinig und auf den Punkt gebracht und seinem trockenen Humor schafft er es, sich in dieser Welt zu behaupten.
Ein toller Typ!

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Kalmann ist zurück und darüber habe ich mich sehr gefreut. Der Autor lässt seinen geistig behinderten isländischen Helden den unbekannten Vater in Amerika besuchen. Trotz dem Tod des Großvaters und Corona tritt Kalmann die Reise an und landet unvermittelt im Sturm auf das Kapitol. Zurück in seiner Heimat muss er wieder einmal ein Verbrechen aufklären: der angeblichen Mord im Altersheim muss aufgeklärt werden… Joachim Schmidt ist es gelungen, einen Charakter zu erschaffen, den man einfach lieben muss.

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Kalmann is back! Und meine Freude riesengroß. Ich habe das erste Buch geliebt und mit Begeisterung verkauft. Mit dem zweiten werde ich es genauso machen. Man muss dieses Buch komplett gelesen haben um die Zusammenhänge zu verstehen. Im ersten Moment fand ich es nämlich seltsam, dass Kalmann beim Sturm aufs Capitol dabei gewesen sein soll. Doch als es zum Showdown am Berg kommt, kann man viele Verbindungen ziehen und es ergibt einen Sinn. Kalmann ist einer meiner liebsten Helden in der Literatur und ich möchte ihn nicht mehr vermissen wollen.

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Kalmann wurde schon mein Freund im ersten Band, und hat mich nicht enttäuscht. Die Krimihandlung ist dabei eher Nebensache, die einzelnen Figuren machen auch diesen Roman zu einem Lesevergnügen.

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REZENSION – Kalmann, der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn, gehört sicher zu den ungewöhnlichsten Figuren deutscher Belletristik. Vor drei Jahren stellte uns der seit 2007 in Island lebende Schweizer Schriftsteller Joachim B. Schmidt (42) in seinem Roman „Kalmann“ den unter Vormundschaft seiner Mutter stehenden 34-Jährigen mit Down-Syndrom vor. Er lebt als letzter Haifischfänger allein im Häuschen seines Großvaters an Islands Nordküste. Während die meisten Dorfbewohner ihn, der nicht einmal die Hauptschule geschafft hat, herablassend als „Dorftrottel“ behandeln, reagieren Wohlmeinende auf ihn voller Mitgefühl.
Doch Kalmann, der uns sein aufregendes Leben selbst erzählt, kann auf Spott oder Mitgefühl verzichten: Er steht dank seines geradlinig strukturierten Denkens mit beiden Beinen weitaus sicherer und selbstbewusster im Leben als mancher seiner Mitmenschen. Unerschrocken sorgt er für Ordnung, wo andere Probleme fürchten – so auch wieder im zweiten Band „Kalmann und der schlafende Berg“, der im August im Diogenes Verlag erschien: „Ich rappelte mich auf, nahm den Cowboyhut vom Haken und steckte mir den Sheriffstern an die Brust.“
Kalmann wohnt inzwischen bei seiner Mutter in Akureyri und arbeitet dort als Hilfe beim Supermarkt. „Jemand muss dafür sorgen, dass auf dem Parkplatz Ordnung herrscht. Und dieser jemand bin ich.“ Auch hier ist Kalmann ein Ordnungshüter. „Korrektomundo! Ein Sheriff eben.“ Doch eines Tages wird er von seinem ihm völlig unbekannten „Samenspender“ Quentin Boatwrite in die amerikanische Provinz eingeladen. Dort in den USA überschlagen sich die Ereignisse: Kalmann gerät unversehens in den Sturm auf das Capitol. „Ich hätte stehenbleiben sollen, ich weiß. Mein Fehler. … Aber ich wurde von den Massen mitgerissen wie Treibholz.“ Nach einem strengen Verhör beim FBI wird Kalmann kurzerhand ins Flugzeug gesetzt und zurück nach Island geschickt, wo er nach Ankunft wegen der Corona-Pandemie in einem Hotel in Quarantäne bleiben muss. So kann er erst später seinen Landsleuten von seinem USA-Erlebnis erzählen - von den „verrückten Leuten, denen ich da begegnet war. … Abgesehen davon, dass ich vom FBI festgenommen wurde, gefiel es mir in den Vereinigten Staaten sehr gut.“
In Island erfährt Kalmann, dass sein kürzlich verstorbener Großvater vielleicht umgebracht wurde. Er soll im Kalten Krieg für die Sowjets spioniert haben. Doch nicht einmal Polizistin Birna glaubt an Mord. Also muss der „Sheriff von Raufarhöfn“, den Freunde auch „Kalli Kaliber“ nennen, auch diesen zweiten Fall selbst aufklären.
Während der erste Kalmann-Roman ausschließlich in Island spielte und durch seine atmosphärisch stimmige Handlung und seine ebenso stimmigen Figuren überzeugte, hat Autor Schmidt in diesem zweiten Band mit anteiliger Verlagerung der Handlung in die USA und mit Einbindung der Capitol-Erstürmung diese Stimmigkeit leider gestört. Hinzu kommt das Sammelsurium an Themen ohne Zusammenhang: Umweltverschmutzung, Corona, Trumps Präsidentschaft, Spionage im Kalten Krieg. Mit dieser Themenvielfalt hat der Autor seinem Roman eher geschadet.
Aber zum Glück gibt es ja Kalmann, der für Ordnung sorgt. Er hält alle Handlungsfäden in der Hand und ist noch derselbe liebenswerte Mensch, den wir aus dem ersten Band kennen. Viele seiner Dorfbewohner belächeln den „Dorftrottel“ in arroganter Selbstüberschätzung und Überheblichkeit. Doch Kalmann weiß: „Niemand möchte der Dümmste sein. Aber jemand muss der Dümmste sein, und wenn man so ist wie ich, ist es das Klügste, es nicht abzustreiten.“ Diese unleugbare Logik, von der sich Kalmann leiten lässt, ist es, die nicht ihn, sondern alles Geschehen um ihn herum wirr und verrückt erscheinen lässt, und wir uns fragen müssen: Wer ist hier eigentlich der Dumme? Der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn wird in seiner schlichten Natürlichkeit in „Kalmann und der schlafende Berg“ wieder so verständnisvoll und mitfühlend beschrieben, dass man diesen Sonderling einfach ins Herz schließen muss und diesmal gern manche inhaltliche Schwäche des Buches verzeiht.

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Ich gehöre zu denjenigen, die der Meinung waren, dass Kalman nicht fortgesetzt werden sollte. Aber natürlich war ich zu neugierig, um die Fortsetzung zu ignorieren, und so begann ich „Kalman und der schlafende Berg“ mit gemischten Gefühlen zu lesen. Ich befürchtete, mich nicht wirklich auf die neue Geschichte einlassen zu können. Meine Bedenken zerstreuten sich, als ich die alten Bekannten wieder traf und lesen konnte, wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen war. So ist zum Beispiel Kalmans Großvater gestorben und Kalman hat eine schwere Zeit hinter sich, weshalb er seinen Vater in Amerika besucht. Durch verschiedene Umstände landet er im FBI-Hauptquartier. Der Kriminalfall entwickelt sich zunächst sehr langsam, aber dann zieht er einen in seinen Bann und wird zu einem richtigen Thriller.
Man trifft nicht nur alte Bekannte wieder, sondern lernt auch neue Menschen kennen. Und Kalmans Weisheiten kann man nur zustimmen, z.B. „Mütter müssen ihren Kindern auf die Nerven gehen, das ist einfach so, das ist ein Naturgesetz“.
Wenn auch vielleicht nicht ganz so stark wie der erste Teil, so ist „Kalman und der schlafende Berg“ doch eine vergnügliche Lektüre. Mehr noch als der Kriminalfall hat mir die einfühlsam erzählte Hintergrundgeschichte gefallen, in der es um Trauer, Verlust und einen Neuanfang geht. Man sollte allerdings den ersten Teil kennen, da an einigen Stellen darauf Bezug genommen wird.

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Kalmann ist zurück und wie!

Der kauzige und herrliche Kalmann erlebt ein weiteres skuriles Abenteuer. Diesmal verschlägt es ihn nach Amerika, dort besucht er zum ersten Mal seinen Vater. Doch natürlich wird der Trip zum unvergleichlichen Ereignis. Kalmann wird vom FBI verhaftet, des Landes verwiesen und zurück nach Island geschickt. Doch dort geht die absurde Episode mit Tod und Gefahr nahtlos weiter.

Wieder ein gelungener Kalmann Auftritt, dessen Geschichte einfach nur höllisch Spaß macht und sogar lehrreich ist.

Unbedingt lesen!

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Er ist zurück, der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Kalmanns Erzeuger hat ihn nach Amerika eingeladen, natürlich macht Kalmann dort Bekanntschaft mit dem FBI, allerdings unfreiwillig. Zurückgeschickt nach Island geht es munter so weiter, Kalmanns Großvater ist inzwischen gestorben, ein Fall, um den Kalmann sich selbst kümmern muss - wenn es schon kein anderer tut.. MIr hat das erste Kalmann-Buch von Schmidt zwar besser gefallen, es war in meinen Augen stringenter und angenehm pur, aber trotzdem überzeugt auch hier mal wieder Kalmanns unbestechliche Lebensweisheit. Skurril und unterhaltend.

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"Kalmann" war seinerzeit mein absolutes Lese-Highlight. Beim zweiten Band "Kalmann un der schlafende Berg" habe ich etwas mehr Zeit für den Einstieg benötigt und wusste nicht genau, ob es jetzt in einem abenteurlichen Klamauk endet oder nicht. Aber Kalmann wäre ncht Kalmann, wenn sich nicht alles einwandfrei und recht nachvollziehbar auflöst. Vielleicht wäre neben der Spionagegeschichte des kürzlich verstorbenen Großvaters während des Kalten Krieges, dennoch nicht nötig gewesen, auch die Themen "Trump" und "Corona" einzuflechten.
Jedenfalls freue ich mich auf weitere Bücher von Joachim B. Schmidt.

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Da ist er wieder, der Parzival des Nordes, der unendlich weise, ohne Falsch und von großer Einsicht ist und doch von allen für einen tumben Toren gehalten wird, weil in seinem Kopf, wie er selbst so treffend sagt „die Räder manchmal rückwärtslaufen.“
Sein Opa ist gerade gestorben, als Kalmann eine Einladung von seinem amerikanischen Erzeuger erhält. Und obwohl es mitten in der Pandemie ist, schafft Kalmann es, in die USA zu reisen. Doch dann landet er in einem Verhörraum des FBI in Washington und ist flott zurück in Island.
Als wäre das nicht genug, steht da auch noch der Verdacht im Raum, dass Kalmanns Opa umgebracht worden ist. Warum hat er kurz vor seinem Tod russisch gesprochen und zudem über einen „fliegenden Berg“? Kalmann sucht Antworten und treuherzig, dickköpfig und mit stiller Weisheit findet er des Rätsels Lösung.
Kalmann und der schlafende Berg ist ein literarisches Juwel, das den Irrsinn unseres vermeintlich normalen und rationalen Verhaltens anrührend und mit stillem Schmunzeln entblößt.

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Man sollte unbedingt die erste Geschichte um den sehr ungewöhnlichen Kalmann, den Sheriff von Raufarhöfn gelesen haben. Denn wer ihn kennt, schätzt ihn. Und schätzt ihn auch richtig ein. Ansonsten müssen sie von vorne anfangen ihn kennenzulernen um verstehen zu können, wie der Mann tickt. Er tickt anders.

Es handelt sich um keinen Krimi und keinen Thriller im herkömmlichen Sinne. Es geht um Kalmann, um Island, um die Menschen, die in einen Todesfall verwickelt sind. Die Story ist mit vielen skurilen Personen und seltsamen Vorfällen gespickt. Der Humor kommt leise und oft im Wortwitz und mit Hintersinn daher. Ich mag eigentlich keine lustigen Krimis. Aber wenn man Kalman als Roman über einen Mann liest, der aus der Zeit gefallen ist und wenn man Cowboyfilme der alten Art liebt, der wird sich hier wohlfühlen. Mir hats gefallen.

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Mich hat dieser Krimi nicht so ganz gepackt, ich bin auch nicht wirklich in die Geschichte reingekommen. Allerdings habe ich den ersten Band nicht gelesen, und das wäre gut gewesen. Für diejenigen, die den ersten Band von ihm gelesen haben, ist er aber genau richtig.

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Wie schön, Kalmann, der seit seinem ersten Abenteuer einen festen Platz in meinem Herzen hat, wieder zu begegnen. Die Idee, Kalmann in die USA zu seinem Vater zu schicken und ihn dort in besondere Situationen geraten zu lassen , ist schön - auch, wenn ich finde, dass der zweite Teil nicht an den ersten heranreicht. Lesenswert ist er auf jeden Fall., denn man muss Kalmann einfach mögen.
Ich finde allerdings, dass das vorherige Lesen des ersten Bandes "Pflicht" ist, denn ich glaube, sonst geht einem Vieles verloren, auf das sich "Insider" besinnen können.

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Joachim B. Schmidt - Kalmann und der schlafende Berg

Meinung
Vor Allem der Protagonist Kalmann beeindruckt mich.
Er ist so ein außergewöhnlicher Mensch, arglos und naiv, großartig.
Dazu kommt die herbe isländische Landschaft, das zusamen ergibt ein tolles Leseerlebnis.
Der angenehme, gut zu lesende Schreibstil des Autors kommt noch zu dem Leseerlebnis dazu.
Ich mochte dieses Buch, fand aber den ersten Band besser

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Kalmann will eigentlich nur eines - seinen Vater kennen lernen. Doch es handelt sich um Kalmann, also stolpert er in den Sturm auf das Kapitol, verliert seinen Vater aus den Augen, wird verhaftet,...
Wunderbar komisch, tiefgründig und traurig. Genau wie Kalmann eben.

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Klappentext:

„Kalmann sitzt in der Tinte. Besser gesagt, er sitzt im FBI-Hauptquartier in Washington. Dabei wollte er eigentlich nur seinen amerikanischen Vater besuchen. Doch der lässt ihn hängen, und ehe Kalmann sichs versieht, sitzt er wieder im Flugzeug zurück nach Island. Im hohen Norden hat er aber auch keine Ruhe. Ein Mord ist geschehen, und die Spuren reichen zurück bis nach Amerika und in den Kalten Krieg. Und wer muss diesen explosiven Fall aufklären? Korrektomundo: Kalmann, der berühmte Sheriff von Raufarhöfn.“



Die Figur „Kalmann“ ist mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen und so ist auch in diesem Buch eines wieder klar: man muss ihn einfach mögen! Gerade jetzt, wo er es so gar nicht leicht hat, hat man richtig Mittleid mit dem armen Kerl aber mal detaillierter: Gammelhai ist aus, Fischen ist nicht mehr weil seine Buddy, sein Großvater, leider verstorben ist und überhaupt ist nichts mehr so wie es war. Diese kompletten Veränderungen haben unseren Kalmann richtig aus der Bahn geworfen und man kann es verstehen. Als sich dann auch noch sein Vater aus den Staaten meldet, ist das ganze Drama eigentlich komplett vorprgrammiert, denn als sich die beiden zum ersten Mal in ihrem Leben sehen, ist es auch eigentlich schon zu spät. Kalmanns Vater ist verquer politisch eingestellt wie es nur geht, lebt in seiner eigenen Welt und ist weiß Gott nicht die Vater-Figur die Kalmann sich irgendwie vorgestellt hatte. Der arme Kerl wurde von seinem Vater sogar mit zum Sturm auf das Kapitol geschleppt! Das hat er nicht verdient, denn jeder Leser weiß nun was das bedeutet und was mit den Stürmer geschehen ist! Und ich muss gestehen, hier war ich dann raus. Die Geschichte verliert an Glaubwürdigkeit und irgendwie wird es sarkastisch bzw. gewollt lustig und das passt nicht zu unserem Kalmann. Als er dann wieder in heimischen Gefilden weilt, was ihm definitiv besser zu Gesicht steht als die USA, geht er der Spur nach, die er bei seinem Auftritt beim FBI erfahren hat. Ja, der Verlauf der Geschichte passt irgendwie zusammen aber wie gesagt, wirkt hier vieles unglaubwürdig und verdreht. Wie anderen Lesern ebenfalls aufgefallen ist, ist die Figur Kalmann wieder mehr als gelungen und man folgt ihr gern aber der Verlauf der Geschichte war nicht wirklich passend bzw. überzogen. Genau deshalb gibt es dieses Mal 3 von 5 Sterne von mir.

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Auch das zweite Abenteuer von Klamann ist einfach super witzig, komisch und super spannend. Kalmann ist einfach eine Person, die man in sein Herz schließt.

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Ein lange erwartetes Wiedersehen mit Kalmann, dem Sheriff von Raufarhöfn. Ein so toller menschlicher Charakter, sehr liebevoll gezeichnet. Ich hoffe, dass noch weitere Bücher mit Kalmann erscheinen werden, Die anderen Bücher des Autors sind auch gut, aber Kalmann fehlt halt doch...

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Der erste Kalman war komischer, weil die Figur noch unbekannt war - der hier ist eher spannend. Die Originalität ist weg, wird aber auch nicht mehr so betont - gut so. Das Ende finde ich eher unglaubwürdig weil sich Kalman zu einem Mr. Invincible entwickelt und alles übersteht, aber der Leser gönnt es ihm ja auch.

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"Kalmann und der schlafende Berg" ist ein fesselndes Abenteuer, das mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte ist einfallsreich und voller überraschender Wendungen. Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig, und die Landschaftsbeschreibungen entführen einen direkt in die Welt des schlafenden Berges. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich nach einer spannenden Lektüre sehnen!

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Was für eine verzwickte Geschichte! Viele Rückbezüge machen deutlich, dass Vorwissen aus dem 1. Band das Verständnis erleichtert, aber es ist keine Voraussetzung. Als neuer Leser wundert man sich über manche Reaktionen des Protagonisten, bis man erkennt, dass Kalmann, der Sheriff von Raufarhöfn aus eigenen Gnaden, das Down-Syndrom hat – eine „Behinderung“, mit der sich der Autor offensichtlich sehr gut auskennt.

Kalmann liebt nämlich die Ordnung, und daher sorgt er engagiert dafür, dass auf dem Parkplatz eines großen Supermarkts Ordnung herrscht und die Einkaufswagen wieder da stehen, wo sie hingehören. Eine Einladung seines Vaters in die USA lässt Kalmann am Sturm aufs Kapitol teilnehmen, führt zu einer Verhaftung und zur Entdeckung, dass sein geliebter Großvater Spion gewesen war – eine Räuberpistole tut sich auf, die in einem gewaltigen Showdown endet. Der Autor öffnet mit Themen wie Umweltverschmutzung, Kalter Krieg, Corona, Spionage einige Fässer, auf die er aber nicht immer einen Deckel draufsetzen kann. Dadurch wirkte die Geschichte auf mich recht konstruiert.

Dennoch entfaltet diese besondere Hauptfigur einen Charme, dem man sich nicht entziehen kann. Kalmann ist in seiner direkten und menschlich so zugewandten Art einfach nur liebenswert. Man muss ihn fast bewundern, wie selbstbewusst und einsichtig er mit seinen kognitiven Einschränkungen umgeht. Mit Kalmann und auch mit dessen Mutter sind dem Autor zwei eindrückliche und authentische Charakterzeichnungen gelungen.

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So gar nicht mein Ding. Ich liebe normalerweise Island Krimis sehr. Nur mit diesem Protagonisten kann ich mich so gar nicht anfreunden. Unverständliche Verwickungen des Großvaters im Weltkrieg und ein hanebüchenes Ende machten es nicht besser.

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Watte im Kopf und ein rätselhafter Berg
Seit Großvater gestorben ist wohnt Kalmann, der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn, bei seiner Mutter in Akureyri, wo er für Ordnung auf dem Parkplatz des Supermarktes zuständig ist. Aber jetzt sitzt er im Vernehmungszimmer des FBI in Washington, ist wütend, hat mal wieder „Watte im Kopf“ und versteht rein gar nichts mehr. Er ist doch auf Einladung seines „Samenspenders“, seines amerikanischen Vaters, in die USA geflogen um seine dortige Familie kennen zu lernen. Diese nahmen ihn dann mit zu einem Ausflug zum Capitol, zu dem ein amerikanischer Präsident aufgerufen hatte, und lassen ihn jetzt schmählich im Stich. Ehe Kalmann sich’s versieht, sitzt er auch schon wieder im Flieger nach Island, wo er einen neuen Mord aufzuklären hat. Warum musste Großvater so plötzlich sterben und warum hat er kurz vor seinem Tod noch russisch gesprochen? Sein bester Freund, die Online-Bekanntschaft Noi, hat einen Verdacht, dem Kalmann natürlich nachgehen muss …
Der 1981 im Kanton Graubünden/Schweiz geborene Autor Joachim B. Schmidt entschied sich 2007 Island zu seiner Wahlheimat zu machen und erwarb sogar die dortige Staatsbürgerschaft. Nachdem er 2010 mit einer Kurzgeschichte einen Schreibwettbewerb gewann begann er Romane zu schreiben. „Kalmann und der schlafende Berg“ ist sein sechster Roman, für den er den diesjährigen Glauser-Krimipreis in der Kategorie Bester Roman erhalten hat. Heute lebt Joachim B. Schmidt mit seiner Familie in Reykjavik, wo er als Journalist, Autor und Touristenführer tätig ist.
Wieder ist es dem Autor gelungen, den in seinen kognitiven Fähigkeiten eingeschränkten Kalmann als äußerst liebenswerten Menschen darzustellen. Man muss ihn einfach gern haben, den eigenwilligen Sheriff von Raufarhöfn, mit all seinen Schwächen und absonderlichen Eigenheiten. Joachim B. Schmidt lässt den Protagonisten selbst berichten, so dass man als Leser die Ereignisse durch seine Gedankenwelt wahrnimmt und dabei stets zwischen Bewunderung und Mitleid schwankt. Ganz nebenbei erfährt man auch einiges vom Weltgeschehen in den 2020/21er Jahren, als Kalmann beim Sturm auf das Capitol in die Fänge des FBI geriet und bei seiner Rückkehr nach Island wegen Corona in Quarantäne musste. Mit viel Witz und beeindruckender Sprachintensität führt uns der Autor an die verschiedensten Schauplätze und glänzt dabei mit seltsamen, teils etwas überspitzten Einfällen, die er gekonnt zu einem großartigen, unterhaltsamen Kriminalroman verknüpft.
Fazit: Ein etwas anderer Kriminalroman, witzig und abgedreht komisch – und vor allem gut unterhaltend. Lesenswert!

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