Der dreizehnte Mann

Justiz-Krimi

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Erscheinungstermin 01.03.2022 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Ein Mord führt Anwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer auf die Spur eines erschütternden Sozial-Experiments: der 2. Justiz-Krimi des Bestseller-Duos Florian Schwiecker & Michael Tsokos bietet erneut Hochspannung kombiniert mit außergewöhnlichen Insider-Einblicken!

Rocco Eberhardt kann kaum glauben, was den unscheinbaren Timo Krampe in seine Anwaltskanzlei führt. Timo wollte mit seinem Freund Jörg einen Skandal von enormer Sprengkraft aufdecken, doch nun ist Jörg verschwunden. Ermordet, wie Rechtsmediziner Justus Jarmer angesichts der Wasserleiche auf seinem Tisch vermutet. Und auch Timos Leben scheint in Gefahr, denn seine Enthüllung ist wahrlich brisant: Im Rahmen des Granther-Experiments hatten Berliner Jugendämter noch bis 2003 Pflegekinder bewusst an pädophile Männer vermittelt – auch Timo und Jörg. Und die Verantwortlichen sitzen inzwischen an den Schalthebeln der Macht …

Auch im 2. Band ihrer Justiz-Krimi-Reihe lassen der ehemalige Strafverteidiger Florian Schwiecker und Rechtsmediziner Michael Tsokos wieder tief hinter die Kulissen des deutschen Justiz-Systems blicken. Der spannende Fall um einen Mord vor dem Hintergrund eines Missbrauchs-Skandals ist inspiriert von einer wahren Geschichte.

Ihren ersten Fall lösen der Anwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer im Bestseller »Die siebte Zeugin«.

Ein Mord führt Anwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer auf die Spur eines erschütternden Sozial-Experiments: der 2. Justiz-Krimi des Bestseller-Duos Florian Schwiecker & Michael...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Klappenbroschur
ISBN 9783426528440
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Nach seinem letzten aufsehenerregenden Fall wollte es der Anwalt Rocco Eberhardt eigentlich eher erst mal ruhiger angehen lassen. Sein neuer Auftrag klingt erst einmal danach – er soll einen verschwundenen Mann ausfindig machen. Doch die Hintergründe sind erschreckend. Der Vermisste stand mit seinem Freund Timo Krampe kurz davor, ein Interview bei einer großen Berliner Zeitung zu geben um dort ihre Erlebnisse rund um ein erschreckendes Sozialexperiment in ihrer Kindheit zu enthüllen. Ein möglicher Skandal für die damaligen Verantwortlichen, die inzwischen große Macht haben. Daher müssen Eberhardt und der Rechtsmediziner Justus Jarmer nach einem Leichenfund ausgehen, dass jemand genau diesen verhindern möchte.
In diesem 2. Justiz-Krimi ist genau das eingetreten, was ich mir schon im ersten Band gewünscht hätte – der Rechtsmediziner Jarmer hat endlich einen größeren Anteil am Geschehen. Somit haben wir hier eine tolle Balance zwischen der juristischen (Fachinformationen werden wirklich anschaulich und für Laien verständlich erklärt) und der medizinischen Seite. Quasi ein Krimi, bei dem man nebenbei noch interessante Informationen geliefert bekommt. Der Fall an sich bzw. dessen Hintergründe sind absolut erschreckend und haben mich stark beschäftigt. Aber die Autoren haben es geschafft, dies hier gut zu verpacken und zu einer Lektüre mit Sogwirkung zu modifizieren. Lange habe ich gerätselt, was der Titel zu bedeuten hat – man erfährt dies relativ spät. Ein sehr gelungen gewählter Titel also, denn er macht neugierig! Die kurzen Kapitel, die jeweils mit einer präzisen Orts- und Zeitangabe versehen sind, sind öfters mit Cliffhangern versehen, so dass man immer weiter dranbleiben möchte. Der Schreibstil ist wieder absolut flüssig. Wir lernen in diesem zweiten Band nun auch die Hauptcharaktere weiter kennen, was mir gut gefallen hat. Insgesamt konnte mich dieser Krimi mehr überzeugen als Band 1 und ich bin gespannt auf eine Fortsetzung.

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Noch spannender als der 1. Teil und ein erschreckend realer Hintergrund

Worum geht’s?
Die Journalistin Anja Liebig kommt mit Timo Krampe in Rocco Eberhards Anwaltskanzlei, um mit seiner Hilfe den verschollenen Pflegebruder von Krampe zu finden. Rocco, der auf Strafverteidigungen spezialisiert ist, weiß zunächst nicht, was er von dem Fall halten soll. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und ein hochrangiger Politiker wird an den Pranger gestellt.

Meine Meinung:
„Der 13. Mann“ (Droemer Knauer, März 2022) ist der zweite Teil der Justiz-Krimi Reihe um den Anwalt Rocco Eberhard und den Rechtsmediziner Justus Jarmer aus der Feder des Autorenduos Florian Schwiecker und Michael Tsokos. Schon der erste Teil war spannend und mitreißend, aber dieses Buch toppt das erste nochmals deutlich. Es macht Spaß zu lesen, wie das Autorenduo die Ermittlungen vor dem Prozess aufbaut und den LeserInnen damit Einblicke in die Tätigkeiten von Anwälten, Staatsanwaltschaft und Privatdetektiven gibt, auch wenn in der Realität meist alles deutlich bürokratischer abläuft. Hier haben Schwiecker und Tsokos es wieder geschafft, mich mit einzubeziehen und mich als Teil des Ermittlerteams zu fühlen.

Zudem sind die Charaktere einfach einzigartig. Und bei dieser Serie fallen mir immer wieder die für mich doch ausgefallen wirkenden Namen auf. Rocco, Justus Jarmer, Claudia Spatzierer – anders und doch einprägsam. Und mit Claudia trifft Rocco in diesem Teil seine alte Jugendliebe wieder. Ich bin mir sicher, dass wir von ihr noch mehr lesen werden. Auch die Eigenschaften und Eigenarten der Protagonisten gefallen mir, z.B. Justus, der den Tick mit dem Stift hat. Ich kann sie alle lebendig vor mir sehen und mag das Team einfach. Und vielleicht dürfen wir auch Holland, den wir hier nur kurz erleben, wiedersehen. Auch er ein Charakter, der viel Potenzial hat!

Dann die Geschichte selbst. Es geht um das Granther-Experiment, das auf dem tatsächlich durchgeführten Kentler-Experiment aufbaut. Ein Experiment, bei dem bis in die frühen 2000er Jahre Kinder aus schwierigen Verhältnissen u.a. zu pädophilen Pflegevätern vermittelt wurden, um herauszufinden, ob sich dieses sog. schwierige Umfeld positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Was dabei herausgekommen ist, kann man sich denken und will es sich nicht vorstellen. Absolut grauenhaft! Basierend auf diesem Experiment baut das Autorenduo den Fall auf und wir dürfen miterleben, wie sie nach alten Akten suchen, wie Indizien und Beweise verschwinden und wie versucht wird, alles unter den Teppich zu kehren. Ein brandaktuelles Thema, damals wie heute. Aber nicht nur mit dem Experiment haben wir es zu tun, sondern auch mit einem Mord, der so verwickelt ist und ganz anders, als es zunächst scheint. Immer tiefer ziehen uns die Ermittlungen in einen Fall, der in einem Prozess mündet, der nochmals jede Menge Überraschungen und Plottwists für uns LeserInnen bereithält und bei dem am Ende fast alle Gerechtigkeit erleben dürfen. Wieder einmal ein gut recherchierter und spannend geschriebener Pageturner, der einfach nur Lust auf den nächsten Teil macht.

Fazit:
Mit dem Justiz-Krimi „Der 13. Mann“ schickt das Autorenduo Schwiecker und Tsokos ihr Ermittlerduo Eberhard und Jarmer auf ihren zweiten Fall, der wirklich spannend ist. Ich mag die Charaktere, alle sind authentisch, eigenwillig und lebendig und man möchte einfach nur Teil des Teams sein. Dann basiert dieses Buch auf dem tatsächlich stattgefundenen Kentler-Experiment, bei dem schwierige Kinder und Jugendliche u.a. zu pädophilen Pflegevätern vermittelt wurden. Ein brisantes, aktuelles und auch schreckliches Thema das hier perfekt in den Fall um einen Mord verwoben wird, der am Ende vor Gericht nochmal richtig Fahrt aufnimmt und uns auf den letzten Seiten mit mehreren spannenden Twists überrascht.

5 Sterne von mir für diesen unterhaltsamen und mitreißenden 2. Teil, ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit Rocco und Jarmer!

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Jörg Grünewald und Timo Krampe wurden im Rahmen des Granther-Experiments als Kinder vom Jugendamt in die Obhut eines Mannes gegeben. Dort wurden sie dann missbraucht. Alle Bemühungen der beiden, diesen Skandal aufzudecken und Entschädigung zu bekommen, wurde von den Behörden mit Verjährung und Tod der Verantwortlichen abgeschmettert. Jetzt sollen sie ein Interview für eine Zeitung geben. Da wird Grünewald tot aus dem Landwehr-Kanal gefischt und die Journalistin erscheint mit Krampe bei Rocco Eberhardt in der Kanzlei.
Das Cover zeigt eine Gerichtsszene und passt zum 2. Teil dieser Reihe. Die Bedeutung des Titel bleibt bis kurz vor dem Ende unklar, um dann sehr gut zur Handlung zu passen. Die Protagonisten sind größtenteils bekannt. Der Rechtsmediziner Justus Jarmer und der Anwalt Rocco Eberhardt arbeiten wieder ausgezeichnet zusammen. Was uns ja schon das Autoren-Duo verrät. Die Handlung ist spannend und auch aus juristischer Sicht sehr interessant. Diesen Justiz-Krimi kann man auch ohne Vorkenntnisse lesen und ich hoffe auf eine Fortsetzung.

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Ich habe den Vorgängerband gelesen und war daher auch neugierig auf dieses Buch. Der Krimi wurde wieder inspiriert durch eine wahre Geschichte.
Es ist erschreckend, was Timo Krampe zum Rechtsanwalt Rocco Eberhardt führt. Mit seinem Freund Jörg wollte Timo einen Skandal aufdecken, bei der die Verantwortlichen in den Behörden an einem schrecklichen Experiment beteiligt waren. Das Experiment ist zwar schon einige Zeit her und daher verjährt, doch es wurde nie öffentlich bekannt, was geschah. Doch nun ist Timos Freund verschwunden. Dann taucht eine Wasserleiche auf, die auf dem Tisch des Rechtsmediziners Justus Jarmer landet. Es scheint sich um Jörg zu handeln, der vermutlich ermordet wurde. Auch Timos Leben scheint in Gefahr.
Ich lese gerne Justiz-Krimis und dieser Fall ist auch wieder interessant und spannend. Dass Pädophile sich an Kindern und Jugendlichen vergreifen, ist schon schlimm genug, doch dass diese Schutzbefohlenen von Behörden ganz gezielt in die Obhut solcher Männer gegeben wurden, ist grausam, skandalös und nicht hinnehmbar. Der damals verantwortliche Jugendamtsleiter besteigt gerade die nächste Stufe der Karriereleiter und kann keinen Skandal gebrauchen. Dabei sind die Leidtragenden, die endlich gehört werden wollen, nur im Weg.
Der Schreibstil lässt sich aufgrund der kurzen Kapitel rasch lesen. Auch die Charaktere sind gut und authentisch beschrieben.
Es ist nicht einfach in dieser Sache zu recherchieren, denn passenderweise sind die alten Akten im Shredder gelandet. Doch wenn man jemanden überführen will, so muss man dieses auch gerichtsfest nachweisen. Das ist sehr aufwendig. Da dies genau beschrieben wird, geht schon mal ein Stück weit die Spannung runter. Doch zum Ende hin wird es wieder spannend und hält sogar noch eine Überraschung bereit.
Ein spannender Justiz-Krimi zu einem Thema, das schockiert und fassungslos macht.

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Das Cover passt perfekt zur Reihe.

Mit diesem 2. Justizkrimi konnten mich die Herren Schwiecker und Tsokos wieder voll überzeugen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, spannend und leicht zu lesen.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben.

Von mir gibt es eine klare Lese-Empfehlung und 5 Sterne.

Ich freue mich jetzt schon auf einen weiteren Teil.

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Genial gut .. hab mit dem Buch begonnen und es in kurzer Zeit ausgelesen. Sehr sehr gut geschrieben. Volle Leseempfehlung von mir - sowie auch für das Vorgängerbuch der beiden Autoren, welches ebenfalls super spannend und interessant zu lesen war!!! Super, realer und nach einer wahren Begebenheit - las sich so rund und nahm einen voll in seinen Bann - freu mich sehr, wenn es weitere Justiz-Krimis von den Autoren geben wird. Topp!!!

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Florian Schwiecker, 1972, hat viele Jahre in Berlin als Strafverteidiger gearbeitet, Michael Tsokos, 1967,
ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik.
Zuletzt erschien der 1. Band der gemeinsamen Arbeit der beiden: "Die 7. Zeugin" in der Reihe: "Eberhardt &
Jarmer ermitteln"

Die Journalistin der "Tagespost" Anja Liebig will in einer Serie ihrer Zeitung auf das sogenannte "Ganther
Experiment" aufmerksam machen. In den 60 er Jahren hat der bekannte Diplompsychologe zusammen
mit den Berliner Jugendämtern, dafür gesorgt, dass sozial vernachlässigte Kinder bei pädophilen Pflegevätern
untergebracht wurden. Liebig will den Opfern Gerechtigkeit widerfahren lassen, und kontaktiert zusammen
mit einem der Betroffenen, Timo Krampe, den Anwalt Rocco Eberhardt, um ihn um Hilfe bei einem
möglichen Verfahren zu bitten. Kurze Zeit später hat der Rechtsmediziner Justus Jarmer einen Toten
auf seinem Tisch, der offensichtlich Opfer eines Tötungsdelikts ist, und bei dem es sich um den Freund
von Timo Krampe und ein weiteres Missbrauchsopfer handelt. Rocco Eberhardt hat es jetzt nicht nur um
einen verjährten Fall von Missbrauch zu tun, sondern mit Mord, und er benötigt dringend Hilfe von seinem
besten Freund und Privatdetektiv Tobi Baumann. Und den beiden ist klar, dass der Fall bis weit in die
Berliner Politszene reicht.

Hintergrund dieses fiktiven Romans ist der Fall des Sexualwissenschaftlers Helmut Kentler, der m.E. bis
heute nicht richtig aufgearbeitet wurde. Sehr spannend erzählen die Autoren vom Verdacht gegen den
für die Berliner Bürgemeisterwahl kandidierenden Markus Palme, über die Recherche seiner Spuren im
Darknet und die möglichen Hindernisse bei der bevorstehenden Gerichtsverhandlung.
Der Leser profitiert von dem überragenden Fachwissen der Autoren, das viel über die deutsche Gerichtsbar-
keit aussagt, aber auch die nötige Psychologie, um eine Strafsache nicht in eine emotionale Achterbahn
laufen zu lassen.
Ganz überrragend der Twist während der Verhandlung, der das ganz Verfahren auf den Kopf stellt und
dem Fall eine ganz neue Wendung gibt.
Ich liebe die Bücher der beiden Autoren , sehr spannend, sehr flüssig zu lesen und auch für den Laien
verständlich geschrieben. Ich freue mich auf die Fortsetzungen.

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Kostenloses ARC von NetGalley und Knaur gegen einen Review zur
Verfügung gestellt.

Trigger-Warnung:
Thema ist Kindesmissbrauch, allerdings sensibel gehandhabt
und nicht explizit.

Da ich schon einige Bücher, sowohl Romane als auch Sachbücher von
Michael Tsokos gelesen habe, interessierte mich das Buch, obwohl ich
kein so grosser Fan von Justiz-Büchern bin.
Der andere Autor war mir bisher unbekannt.

Zum Kennlernen hatte ich mir den 1. Band der Reihe gekauft und gelesen,
der war nicht ganz so gut, vor allem weil die Gerichtsmedizin eher eine
kleine Rolle spielte.

Wie oft bei Tsokos hat das Buch einen realen Hintergrund.
Die Handlung hat einige sehr gute Wendungen, die ich nicht alle
habe kommen sehen, und die sehr real wirkten, auch das Ende,
mit einigen offenen Problemen gefällt mir, mit guten Erklärungen.

Als Serie ist es sinnvoll, den 1. Band zu lesen, kann ich
nur empfehlen.

Ich fand das Buch sehr spannend, und von den Autor/-innen, die ich lese,
hat mich das Buch vom Aufbau her an die Serien von Katharina Peters
erinnert, vor allem, da ich diese auch sehr gerne lese.

Die Gerichtsmedizin hat in diesem Buch eine grössere Rolle,
als im 1. Band, deshalb vergebe ich für dieses Buch volle 5 Sterne.

Und ich bin auch gespannt, wie es weitergeht.

Das Buch kann auch gut gelesen werden, ohne True-Crime oder Gerichtsmedizin-
Fan zu sein, die entsprechenden Szenen sind nicht so blutig / explizit usw.

Damit insgesamt eine Empfehlung meinerseits.

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In diesem zweiten Fall für den Strafverteidiger Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer ist wenig, so wie es scheint.

Die Journalistin Anna Liebig erscheint mit Timo Krampe, einem eingeschüchtert wirkenden jungen Mann, in Eberhardts Kanzlei, um ihn um Hilfe zu bitten. Timos Freund Jörg Grünwald ist verschwunden und aus Gründen, die erst nach und nach enthüllt werden, vertraut Krampe der Polizei nicht.

Obwohl die Suche nach einem Vermissten nicht zu seinen Agenden zählt, verspricht Rocco Hilfe.
Der Fall nimmt eine dramatische Wendung, als man eine Wasserleiche findet, die Jörg Grünwald ist. Grünwald, so findet Justus Jarmer heraus ist ermordet worden. So ganz nebenbei verschwinden Akten, die Aufschluss über das Ganther-Experiment geben sollen. Das ist jenes Experiment, in dem Berliner Jugendämter Kinder aus schwierigen Verhältnissen ausgerechnet in die Obhut Pädophiler gegeben hat. Timo und Jörg waren in ihrer Kindheit Betroffene dieses Experimentes und wollten gemeinsam mit Anna Liebig die Aufklärung dieser schier unglaublichen Machenschaften.

Will hier jemand verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt?

Meine Meinung:

Das Autoren-Duo Schwiecker & Tsokos hat sich bei diesem Justiz-Krimi Anleihe bei einer wahren Begebenheit geholt. Das macht diesen zweiten Fall für Eberhardt & Jarmer für mich besonders spannend. Wie krank kann so ein Experiment sein?

Eberhardt nutzt seine Kontakte, um diesen Fall zu lösen. Dazu erhält er auch Hilfe aus einer ungewöhnlichen Ecke. Für ihn, den Strafverteidiger, der es gewöhnt ist, für harte Burschen milde Strafen zu erwirken, ist der Wechsel zur Anklage, neues, unbekanntes Terrain.

Die Auflösung, zu der auch Justus Jarmer, der sich in der kargen Freizeit in einem Verein, der missbrauchten Kindern hilft, engagiert, einen entscheidenden Beitrag leistet, ist stimmig, wenn auch vielleicht für manche Leser überraschend.

Mir hat der Krimi recht gut gefallen, da er die penible Recherchearbeit bei der Staatsanwaltschaft und dem Rechtsanwalt beschreibt. Diesmal wird gut zusammengearbeitet. Die Ereignisse rund um den Missbrauch sind nur dezent angedeutet.

Das Wiederauftauchen von Roccos früherer Liebe, der Staatsanwältin, kann in einem nächsten Fall durchaus für Konfliktstoff sorgen.

Fazit:

Das Autoren-Duo Schwiecker & Tsokos haben mit „Der 13. Mann“ ein aufwühlendes Thema gekonnt in einem Krimi verarbeitet. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Da ich schon vom ersten Teil um den Anwalt Eberhardt und den Gerichtsmediziner Jarmer begeistert war, musste ich Band 2 natürlich auch lesen.

„Der 13. Mann“ ist ein Justiz-Krimi der ist in sich hat, gerade weil es einen wahren Hintergrund gibt.
Mich hat das Buch sehr berührt, das Thema „Pädophile“ ist immer schrecklich.
Die Autoren Schwiecker und Tsokos haben sich wieder viel Mühe gegeben, die Story ist spannend und absolut lesenswert geschrieben. Mich wird die Geschichte noch lange verfolgen, das es so etwas wirklich gegeben hat macht mich furchtbar wütend und traurig.

Das Ende war dann für mich ziemlich überraschend, damit habe ich so nicht gerechnet.
Aber so soll es ja auch sein.

Meinung:

Für mich haben sich da zwei gute Autoren zusammen getan und ich warte schon voller Spannung auf weitere Teile.
Es muss nicht immer blutig sein, Spannung geht auch so.
Von mir bekommt „Der 13. Mann“ eine absolute Leseempfehlung.

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Interessant mal einen Krimi aus der Feder von 2 Fachleuten zu lesen. Das Buch handelt von einem interessanten Fall, dessen Aufklärung sich ein Rechtsanwalt und ein Gerichtsmediziner annehmen. Man spürt sofort, dass es den Autoren nicht um Effekthascherei, sondern vielmehr um das nüchterne Schildern der Fakten geht.
Hat mir gut gefallen, mal einen nicht so übertriebenen und reisserischen Krimi zu lesen.

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Das Autoren-Duo aus Florian Schwiecker und Michael Tsokos konnte mich schon im letzten Buch begeistern, man merkt einfach, wenn ein Autor nicht nur recherchiert hat, sondern selbst über Background-Wissen verfügt. Dass dieser neue Fall für den Verteidiger Rocco auf einer wahren Geschichte beruht, macht das Buch nur noch interessanter für mich, da ich großer Fan von True Crime bin.

Zum Inhalt: Ein Missbrauchs-Skandal, ein Mord und ein opportunistischer Politiker. Anwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer habe einen neuen Fall der weite Kreise zieht: denn in den frühen 2000er Jahren wurden beim Sozialamt auffällig gewordene Kinder an Pädophile Männer als Pflegekinder vermittelt. Und keinen hat es interessiert. Doch zwei Männer wollen mit ihrer Geschichte an die Presse gehen und endlich Gerechtigkeit bekommen. Als einer von beiden erst verschwindet und dann ermordet aufgefunden wird, beginnt ein spektakulärer Fall, der Kreise bis in die oberste Riege der Politik zieht.

Obwohl Eberhardt und Jarmer natürlich keine Ermittler im üblichen Sinne sind, finde ich, dass sie ein echt gutes Duo abgeben. Und natürlich sind im neuen Fall auch Polizisten involviert, man hat beim Lesen aber schon das Gefühl, dass ein Großteil der Arbeit von Eberhardt, Jarmer und Baumann verrichtet wird. Denn natürlich verfügen alle drei über allerlei nützliche Kontakte und können diverse Gefallen einfordern, nicht zuletzt bekommen sie sogar unerwartete Hilfe eines Clan-Bosses, für den Rocco regelmäßig arbeitet.

Der Fall selbst ist schon ungemein spannend und schockierend, man kann bzw. will gar nicht glauben, dass ein ähnlicher Fall tatsächlich existiert hat und ich habe im Nachgang an das Buch nach mehr Informationen dazu gesucht. Missbrauch, und vor allem an Kindern, ist ein wichtiges Thema, was viel zu oft totgeschwiegen wird. Daher finde ich es gut, dass Autoren mit ihren Büchern diesen Themen eine Plattform geben und darauf aufmerksam machen.

Das Buch ist natürlich kein rasanter Thriller, aber aufgrund der kurzen Kapitel und der unterschiedlichen Perspektiven nimmt die Handlung schnell fahrt auf und war thematisch sehr packend. Was mir gut gefallen hat, war auch wie schlüssig die Handlung war, einfach gut geplottet, sodass am Ende keine Fragen offenblieben. Zusätzlich haben wir ein paar kleine Einblicke in Eberhardts Privatleben erhaschen können, sodass man sich Hoffnungen auf eine Weiterführung seiner persönlichen Beziehung zu Claudia im nächsten Band machen darf. Das macht den Anwalt nochmal menschlicher und in meinen Augen sympathischer, besonders wenn man dieselben Figuren über mehrere Bücher begleitet.

Für mich ist dieses Buch ein gelungener Justiz-Krimi, der mich sicher noch eine Weile weiterbeschäftigen wird.

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Im 2. Band der Justiz-Krimi Reihe
Ein hochbrisantes Thema.
Mir gefällt der Schreibstil der beiden Autoren sehr.
Die kurzen Absätze mit detaillierter Ort und Zeitangabe, wie für mich gemacht.
Schon im ersten Roman habe ich diese Aufteilung beim Lesen sehr genossen.

Ruckzuck ist man versunken und steckt mitten in Berlin, in der Kanzlei von Rocco Eberhardt.
Kaum begonnen, war ich schon auf Seite 100 und einen gefühlten Wimperschlag weiter war das Buch auch schon zu Ende. Mehr braucht man wohl nicht sagen, das spricht eindeutig für den Schreibstil.

Ich freu mich schon auf Band 3.

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Für mich war es der erste Teil dieser Reihe, den ich gelesen habe.
Es ist anders, erfrischend, spannend und teilweise schockierend.

Es hat mir sehr gut gefallen, Ermittlungen einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Denn hier stehen nicht die polizeilichen Ermittlungen im Vordergrund, sondern Anwälte, Strafverteidiger und Rechtsmediziner. Man lernt aus neuen Blickwinkeln, wie viel tiefer doch Ermittlungen in einem Mordfall gehen können.

Die Geschichte ist dabei sehr kurzweilig erzählt. Die kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen, denn sie haben einen schnell durch die Handlung geführt. Am Anfang war dies zwar zunächst etwas schwierig, um in die Geschichte einzutauchen, denn es passiert in sehr kurzen Abständen sehr viel. Auch wechseln die Kapitel zwischen den Protagonisten. Bei jedem Kapitel gibt es einen Perspektivwechsel.
Aber wenn man das Prinzip verstanden hat, ist es noch spannender, denn man bekommt keine einseitige Ermittlung mit, sondern so kann man ganz viele Gesichtspunkte kennenlernen.

Die Geschichte die diesem Krimi zugrund liegt, ist sehr interessant aber gleichzeitig einfach schockierend - besonders wenn man bedenkt, dass hier reale Ereignisse als Inspiration gedient haben.
Einfach erschreckend, wozu Mensch fähig sind und wie sie ihre Taten rechtfertigen, ungeachtet der Folgen, mit denen Betroffene ihr ganzen Leben zu kämpfen haben.
Es ist erschreckend, wie es hinter den Kulissen der Politik zugehen kann.
Es ist erschreckend zu sehen, welche Macht die Menschen in einer gewissen Position doch haben und wie skrupellos sie diese ausnutzen.
Es ist erschreckend, wie lückenhaft das deutsche Rechtssystem doch ist.
Es ist erschreckend, wie machtlos man als kleiner Bürger doch ist und wie schwierig es ist, aufrichtiges Gehör für die eigene Stimme zu finden.

Sehr interessant ist auch die Gerichtsverhandlung. Ein Punkt, wo viele Krimis aufhören - hier wird weiter erzählt. Man bekommt einen Einblick in den Gerichtssaal und wie Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Richter arbeiten.

Das Ganze wird von einer kleinen Romanze begleitet und aufgelockert.
Zuerst hat mich dies etwas gestört, denn ich möchte einen Krimi lesen und keine Liebesgeschichte. Da das jedoch nicht übertrieben wurde, hat es sich gut in die Handlung eingefügt und die Charaktere menschlicher und nahbarer gemacht.
Auch - oder gerade, wenn man inmitten solch schwieriger Ermittlungen steckt, darf man seine menschliche Seite nie vergessen.

Für mich war es eine neue Erfahrung. Einen Justiz-Krimi in dieser Art habe ich noch nie gelesen, aber es hat mich sehr beeindruckt.
Ich werde mir definitiv noch Teil 1 zulegen, um mehr aus dieser Welt zu erfahren.
Große Empfehlung!

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Die Autoren, Florian Schwiecker und Michael Tsokos, haben einen interessanten, flüssigen und spannenden Schreibstil. Die Protagonisten sowie die Umgebung sind gut recherchiert und bildhaft dargestellt. Man könnte meinen man steht daneben und erlebt alles hautnah mit.

Dies ist der zweite Fall für Rechtsanwalt Rocco Eberhard und Rechtsmediziner Justus Jarmer.
Zwei Männer, Timo und Jörg, die als Kinder bei pädophilen Pflegevätern missbraucht wurden. Nach dem Auftauchen von Timo beim Rechtsanwalt Rocco und einem Interview mit einem Journalisten verschwindet Jörg und wird wenig später ermordet aufgefunden.

Es geht um einen Skandal, das Granther Experiment, die Berliner Jugendämter haben noch bis 2003 Pflegekinder bewusst an pädophile Pflegeväter untergebracht. Nach Jahren wollten Timo und Jörg dies öffentlich machen.

Jörgs Leiche wird von Justus untersucht, wie sich herausstellt ist er ermordet worden und im Wasser gefunden worden.
Nun schwebt auch Timos Leben am seidenen Faden, den das Interview soll nicht veröffentlicht werden.
Es stellt sich heraus das die früheren Herren vom Jugendamt nun wichtige Stellen in der Regierung haben.

Dieser Justiz-Krimi ist ein schockierender und auch spannend Fall. Man könnte ihn nicht für möglich halten, aber er ist geschehen.

Eine klare Leseempfehlung

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Zum Inhalt: (Kopiert)
Rocco Eberhardt kann kaum glauben, was den unscheinbaren Timo Krampe in seine Anwaltskanzlei führt: Timo wollte mit seinem Freund Jörg Grünwald einen Skandal von enormer Sprengkraft aufdecken, doch nun ist Jörg verschwunden. Ermordet, wie Rechtsmediziner Justus Jarmer wenig später herausfindet. Und auch Timos Leben ist in Gefahr, denn seine Enthüllung ist wahrlich brisant: Im Rahmen des Granther-Experiments hatten Berliner Jugendämter noch bis 2003 Pflegekinder bewusst an pädophile Männer vermittelt - auch Timo und Jörg. Und die Verantwortlichen sitzen inzwischen an den Schalthebeln der Macht ...

Meine Meinung:
Es ist der 2. Teil des Autoren-Duos Florian Schwiecker und Michael Tsokos.
Der Schreibstil ist unglaublich authentisch, die Kapitel sind kurz und knapp was mir persönlich sehr gut gefällt.
Die Reihe ist sehr gut recherchiert und man ist sofort mitten im Fall und im Geschehen.
Die Geschichte geht unter die Haut, es werden diverse Fälle von früher aufgedeckt, in denen schwer erziehbare Kinder / Jungs aus Kinderheimen an Pädophile vermittelt wurden.
Eine grauenvolle Vorstellung, dass es diese Fälle wirklich gegeben hat, so viel Leid bei Kindern, die es eh schon schwer hatten im Leben, zugefügt wurde.
Der Titel ist auch prima gewählt mit dem Hintergrund, dass jeder 13. Junge und jedes 5. Mädchen weltweit von Missbrauch betroffen ist. Das muss man erst einmal sacken lassen!

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Der 13. Mann ist der 2. Band, der Autoren Florian Schwiecker und Michael Tsokos.
Das Cover ist ähnlich wie das Buch der 7. Zeugin gestaltet was mir sehr gut gefällt.
Zum Inhalt: Im Rahmen eines Experimentes eines Sozialpädagogen wurden über 30 Jahre lang Jugendliche und Kinder aus zerrütteten Familien von Berliner Jugendämtern in die Obhut von pädophilen Männern gegeben. Dazu gehörten auch Timo Krampe und Jörg Grünwald, die nach mehreren erfolglosen Versuchen, ihre Geschichte öffentlich zu machen. Sie wenden sich an die Journalistin Anja Liebig. Doch dann verschwindet Jörg Grünwald spurlos - und taucht nach einigen Tagen als Wasserleiche wieder auf. Liebig und Krampe wenden sich an den Rechtsanwalt Rocco Eberhardt, der zusammen mit seinen Freunden, dem Rechtsmediziner Justus Jarmer und dem Privatermittler Tobias Baumann schon bald zahlreiche Hinweise finden. Das der Politiker Markus Palme der Bürgermeister von Berlin werden möchte dieses Experiemt zur damaligen Zeit gefördert hatte und es stellt sich die Frage, ob er auch an dem Mord an Grünwald seine Hände im Spiel hat.
Die Kapitel sind sehr kurz und jeweils überschrieben mit Ort und Zeit der Handlung, was mich etwas gestört hat. Mit dem Wissen, dass es dieses Experiment tatsächlich gegeben hat und so vielen Kindern dadurch schwerstes Leid zugefügt wurde. Dies ist der Fall des dreizehnten Mannes - denn nach einer Schätzung ist jeder 13. Junge und jedes 5. Mädchen weltweit von Missbrauch betroffen. Trotz ein paar Kritikpunkte vergebe ich 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Rocco Eberhardt ist in Berlin bekannt als erfolgreicher, mit allen Wassern gewaschener Rechtsanwalt, der das Beste für seine Mandanten herausholt. Doch diesmal liegt der Fall anders. Eine Journalistin kommt mit einem eher unscheinbaren Mann (Timo Krampe) in seine Praxis, weil der Freund von Timo verschwunden ist. Eigentlich gar kein Fall für Rocco, eher für die Polizei. Doch davon will Krampe nichts wissen und als Rocco mehr über die beiden Freunde erfährt, willigt er ein diesen Freund zu suchen …..
Ich fand diesem 2. Band sehr spannend. Dieser junge Mann, Timo Krampe, der so vom Leben gebeutelt worden ist, hatte mein volles Mitleid. Kein Wunder, dass er kein Selbstbewusstsein entwickeln konnte und im Leben nie richtig Fuß gefasst hat. Umso spannender und natürlich verblüffender fand ich dann aber die Entwicklung von Roccos, Baumanns und Jarmers Recherchen. Damit hätte ich ja nie gerechnet. Gut gemacht!
Es ist sehr interessant zu lesen, welche Fallstricke beim Prozess beachtet werden müssen, welche Tricks angewendet werden und wie schnell ein Fall bei Nichtbeachtung sich in die falsche Richtung entwickeln kann. Man merkt beim Lesen, dass hier ein Mann vom Fach sein Wissen hat einfließen lassen. Das Wissen um diese Gefahren und die damit zusammenhängenden Unwägbarkeiten bringen nochmal richtig Spannung in diesen Krimi.
Nicht unerwähnt, weil sowohl Charakter als auch Machenschaften des Möchte-Gern-Bürgermeisters, Markus Palme, im Buch so eindringlich beschrieben sind. Abgesehen davon, dass ich für ihn nur Verachtung empfunden habe - genauso könnte es gewesen sein.
Ich fand diesen 2. Teil wunderbar und gebe daher 5 Lese-Sterne.

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Der zweite Teil dieser Reihe knüpft zeitlich recht dicht an den ersten Teil an und da sich Eberhardt und Jarmer ja nun schon kennen, sind auch die gemeinsamen Anteile in diesem Buch größer, was ich persönlich klasse finde.
Das Thema Kindesmisshandlung wird von einem anderen Ansatz her verfolgt und macht das Buch sehr spannend. Die Opfer treten erst im Erwachsenenalter auf Rocco zu und so bleibt nur die rückwirkende Aufklärung, was gar nicht so einfach ist, da den beiden Hauptprotagonisten viele Steine in den Weg gelegt werden. Die Wegrichtugn erkennt man schon sehr früh im Buch, da einer der Verdächtigen eigene Kapitel bekommen hat, allerdings finde ich das überhaupt nicht schlimm , denn das Buch ist ganz klar auf die Wege der Ermittlungsarbeit und des Erkennens ausgerichtet, und nicht auf rasante Action oder Aufklärung durch technische Wunderwerke. Hier ist definitiv der Weg das Ziel.
Wobei ich da ganz klar sagen möchte: Dieses Buch ist anders. Man sollte als Leser keinen Actionthriller erwarten, denn in diesem Buch tun die Protagonisten genau das, was ihre Alter Ego (sprich die Autoren) im Alltag machen. Der eine obduziert, der andere verteidigt. Und so wechseln sich auch die wohldosierten Kapitel ab, wobei die Autoren es meisterhaft verstehen, ihre Profession verständlich zu erklären und in einen spannenden, ja fast unglaublichen Fall zu verpacken. Die Wendung zum Ende gibt dem Buch noch einmal einen aha Effekt und erklärt alle offenen Fragen .

Auch der zweite Teil dieser Serie hat meinen Geschmack wieder zu 100 Prozent getroffen , ich liebe ruhige True - Crime - Gerichtsthriller

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Spannend bis zur letzten Seite.

Sexueller Missbrauch an Kindern in dieser besonderen Konstellation – hier exemplarisch für die Stadt Berlin herausgestellt – all das geht tatsächlich auf absurde Theorien eines Psychologen namens Helmut Kentler zurück, der über 30 Jahre lang Jugendliche und Pflegekinder in die Obhut von pädophilen Männern gegeben hat.
Sehr realistisch wird im Thriller ein Szenarium aufgebaut, das wach rüttelt neben dem gewaltigen, überzeugenden Unterhaltungseffekt. Denn die sehr produktive Zusammenarbeit des Anwalts Rocco Eberhardt und des Mediziners Dr. Jarmer verhilft diesem Krimi in seiner sachlich fundierten Schreibweise zu viel informativer Tiefe, korrekter Beschreibung aller Sachverhalte neben allzu menschlichen, lieben Kontaktaufnahmen zum anderen Geschlecht.
Sehr angenehm finde ich die Darstellung der weiblichen Charakteren: Sowohl die Journalistin Anja Liebig von der Tagespost als auch die Staatsanwältin Claudia Spatzierer kommen als sehr qualifizierte, engagierte Frauen rüber.

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Auch im 2. Band ihrer Justiz-Krimi-Reihe lassen der ehemalige Strafverteidiger Florian Schwiecker und Rechtsmediziner Michael Tsokos wieder tief hinter die Kulissen des deutschen Justiz-Systems blicken. Der spannende Fall um einen Mord vor dem Hintergrund eines Missbrauchs-Skandals ist inspiriert von einer wahren Geschichte.
Interessante Charaktere, spannend geschrieben und wenn man die Tatsache betrachtet, dass es von einer wahren Geschichte inspiriert ist, umso schockierender!

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Als Timo Krampe die Kanzlei von Anwalt Rocco Eberhardt betritt, ahnt dieser noch nicht, welch spektakulärer Fall dahinter steckt. Timo und sein Freund Jörg wollen einen Fall aufdecken, der sich vor vielen Jahren ereignet hat.
Im Rahmen des Granther-Experiments wurden Kinder vom Jugendamt an Pädophile vermittelt.

Das Experiment war grausam, und sollte lange Zeit vertuscht werden, aber Timo und Jörg wollen aufdecken, was nicht nur ihnen, sondern vielen Kindern angetan wurde.

Einer der Schuldigen befürchtet, dass seine politische Karriere ein jähes Ende findet wird, sollte die Wahrheit ans Licht kommen. Ist Jörg deswegen verschwunden?

Spannend, trotz einem schweren Thema, hat mir das Buch sehr gut gefallen, daher vergebe ich fünf Sterne.

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