Ambivalenz

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Erscheinungstermin 22.06.2022 | Archivierungsdatum 24.05.2022

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Zum Inhalt

Claude ist ein unbeständiger Verehrer. Erst lässt er seinen Charme spielen und verführt Dominique mit Champagner und Chanel N° 5, dann wieder ist er unnahbar und abweisend. Gemeinsam haben sie eine Tochter, Épicène, die mit ihrem extravaganten Vornamen früh lernt, eigenständig zu denken und zu handeln. Sie weiß auch sofort, was zu tun ist, als die Mutter in einem Pariser Stadtpalais den Launen des Vaters auf die Schliche kommt.

Claude ist ein unbeständiger Verehrer. Erst lässt er seinen Charme spielen und verführt Dominique mit Champagner und Chanel N° 5, dann wieder ist er unnahbar und abweisend. Gemeinsam haben sie eine...


Eine Anmerkung des Verlags

Eine Familiengeschichte à la Nothomb: kurz, elegant und explosiv

Über enttäuschte Liebe, Rachelust und Befreiung

Starautorin Amélie Nothomb: mit jedem neuen Roman auf Platz 1 der französischen Bestsellerliste

Eine Familiengeschichte à la Nothomb: kurz, elegant und explosiv

Über enttäuschte Liebe, Rachelust und Befreiung

Starautorin Amélie Nothomb: mit jedem neuen Roman auf Platz 1 der französischen...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783257071948
PREIS 20,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Besessenheit

Von Amelie Nothomb habe ich schon viele Bücher gelesen. Wie schon die vorherigen ist auch dieser Roman von geringen Umfang, originell und sehr gut lesbar. Einige Elemente erinnern mich an Nothombs früheren Roman „Klopf an dein Herz“, z.B. die Erkenntnis eines Kindes von einem Elternteil nicht geliebt zu werden.
Im Mittelpunkt steht der Unternehmer Claude, den nur die Rache an die Frau vorantreibt, die ihn verschmäht hatte. Das bestimmt sein Leben und schließlich auch das seiner Frau und Tochter.
Die Idee von Claudes Besessenheit ist vielleicht etwas weit hergeholt, doch es ist spannend gemacht und als Leser bleibt man lange am Stück am lesen.
Zum Ende gibt es noch eine unerwartete Überraschung, die für Nothomb so typisch ist.
Der Stil der Autorin ist unverändert direkt und frisch!
Nothomb-Fans werden auch von diesen Roman begeistert sein.

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Ich bin immer wieder begeistert von der Schreibweise und der Kreativität von Amelie Nothomb.
Sie fasst sich immer sehr kurz, schafft es trotzdem eine gewisse Charme und Atmosphäre aufzubauen, wo die Charaktere sich mit viel Emotionen ausladen. Meistens habe ich auch das Gefühl, dass die Rollen zwischen Kindern und Eltern vertauscht werden, was dazu führt, dass die Erwachsenen besonders doof und stur erscheinen und die Kinder ehrlich und altklug. Auch diese Geschichte "Ambivalenz" schafft es die "Nothomb'schen" Elemente aufzuarbeiten und ich hatte viel Spaß diese kurze Geschichte zu lesen. Für Fans von Amelie Nothomb ist das Buch sicherlich lebenswert. Aber auch für Leser, die Amelie Nothomb noch nicht kennen, ist die Geschichte sicher geeignet um sie endlich kennenzulernen und an ihrer Geschichte Spaß zu haben.

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Amélie Nothomb - Ambivalenz

Meinung
Es ist ein schnell gelesenes Buch, das mir sehr gut gefallen hat..
Es hat mich in vielerlei Hinsicht angesprochen und ich mochte die Moral der Geschichte.
Die Geschichte wirkt wie ein modernes Märchen.
Es sind übertriebene Geschichten, in denen es um Moral und Werte geht, verpackt in eine schöne und leicht verständliche Prosa.
Eine ihrer besten Arbeiten. Ich habe es geliebt.

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Nothomb schafft es immer wieder, mich mit ihren Worten zu fesseln. Auf 128 Seiten erzählt sie eine so komplexe und emotionale Geschichte, dass einem das Blut in den Adern gefriert. Die Ehe von Dominique und Claude ist so voller Traurigkeit und Wut, dass sie mir ans Herz ging. Gewohnt nüchtern und mit sprachlicher Präzision stellt Nothomb diese Ehe da, die einer Tragödie gleicht. Als Leser*in versteht man Dominique, versteht sie aber gleichzeitig auch nicht. Ihre Tochter strahlt eine enorme Faszination uns Sympathie aus, sie war meine liebster Charakter dieser Geschichte. Die kurze Geschichte ist unglaublich spannend und geladen von Emotionen. Ein starkes Buch von einer starken Autorin, das Freude beim Lesen bereitet hat.

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Dominique ist brav, ein wenig langweilig und scheint kein Leben zu haben, bevor ihr Claude in einem Café Champagner bestellt und damit in ihr Leben tritt. Sehr schnell überredet er sie zur Heirat, zum Umzug nach Paris und bedrängt sie, Kinder zu bekommen. Als er jedoch seine neugeborene Tochter Épicène erblickt, beginnt eine Abneigung, die das Kind recht bald erwidert.
Der Grund wird nach und nach klar; der Prolog lässt aber bereits erahnen, welche Motive Claude für sein Handeln antreiben.

Die Autorin erzählt auf den 128 Seiten eine Geschichte und beschränkt sich auf das Wesentliche. So kommt man den einzelnen Figuren nicht sehr nahe und bleibt als außenstehender Betrachter auf Distanz. Jederzeit ist einem bewusst, dass es „nur“ ein Roman ist. Das Eintauchen in die Denkstrukturen der Figuren, oder gar eine emotionale Nähe kommt nicht auf. Am Ende bleibt der Eindruck eine nette, gut geschriebene und interessant erdachte Geschichte gelesen zu haben. Man wünscht den Figuren alles Gute und greift zum nächsten Buch…

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Die Bedeutung von Ambivalenz findet sich in einem Erlebnis, das nachhaltig geprägt ist von einem inneren Konflikt. Zu welch tiefgreifenden Konsequenzen dieser führen kann, zeichnet sich eindrucksvoll in der Geschichte von Claude ab. Die kaltherzige Abweisung seiner grossen Liebe, lässt ihn zu Taten schreiten, deren Umfang zerstörend ist.
Die Geschichte lässt Trauriges erahnen. Es spult sich ein nicht aufhaltender Film ab über einen Mann, der seine Egozentrik in einem Masse auslebt, die schier unvorstellbar ist. Der Schreibstil fängt einen sofort ein, sodass das Buch schon fast die eigenen Gedanken beherrscht. Die Protagonisten zerfliessen zu authentischen Darstellern und lassen den Leser aus seiner Beobachtungsposition heraus mit in die Geschichte eintauchen. Faszinierend ist vor allem die Kunst, die Amélie Nothomb schon fast zur Perfektion beherrscht: Worte gezielt und im richtigen Verhältnis einzusetzen, eine Unvorhersehbarkeit aufzubauen und die Spannung somit auf einem hohen Niveau zu halten. Herausragend ist nicht nur die Handlung selbst, sondern der Blick in die tiefen menschlichen Abgründe, die sich aus der Geschichte von Claude heraus auftun, Zu keinem Moment ist vorhersehbar, zu welcher Entwicklung es kommen wird. Dass eine abgewiesene Liebe zu dermassen zerstörerischem und vor allem selbstzerstörerischem Potential heranwachsen kann, ist so beeindruckend wie erschreckend. Erst im nachhinein erschliesst sich der Hintergrund der Handlung und die Grausamkeit zeigt sich in vollem Umfang.

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Mit großer Begeisterung habe ich Nothombs neustes Werk in einer Sitzung durchgelesen. In ihrer gewohnten klaren, schlichten Sprache zeigt sie uns wieder einmal unerwartete seelische Abgründe. Was ist wem wichtig und warum und wieweit gehen wir dafür? Eine Stärke Nothombs, die mich immer wieder zu ihren Büchern greifen lässt. Die Autorin polarisiert, Fans finden hier aber definitiv einen Leckerbissen.

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Ein Buch, über das man gar nicht viele Worte verlieren muss. Zu unseren Kund*innen würde ich sagen: Es ist so wundervoll bitterbös'. Sehr französisch und einfach Nothomb. Lesen Sie es, es wird Ihnen Spaß machen!

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Ich mag Amélie Nothomb seit Mit Staunen und Zittern sehr gern. Vielen Dank an Diogenes für das elektronische Leseexemplar. Ein kurzer Roman, der mich gleich in seinen Bann gezogen hat und den man fast in einer Sitzung lesen kann. Würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Amélie Nothomb wie eh und je. Ich bin schon vor sehr langer Zeit durch Zufall auf Frau Nothomb aufmerksam geworden und obwohl sie so gar nicht in meiner Literaturkomfortzone weilt, hat sie mich stets begeistert. So auch mit Ambivalenz. In all seiner Kürze hat mir das Buch zum einen die Gefühle wiedergebracht, die ich beim Lesen meines erstens Buches der Autorin hatte, zum anderen ist es einfach wieder ein raffiniertes Werk. Skurriles Thema, skurrile Gestalten. Dennoch immer so, dass man bis zu einem gewissen Grad schon nachvollziehen kann, wieso, weshalb, wie gehandelt wird. Begehren. Hass. Rache. Ich staune immer wieder, wie viele Abgründe der Menschheit ich zwar vielleicht kenne, aber doch nicht immer im Kopf habe. Ein kurzes Buch mit viel Stoff - eigentlich perfektes Buchclubbuch.

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Amélie Nothomb ist die Meisterin der Gratwanderung zwischen skurilen und erschütternden Figuren. Unterhaltsam und mit Leichtigkeit erzählt sie von menschlichen Abgründen, von Liebe und Hass - auf den letzten Seiten blieb mir der Mund offen stehen, ich musste das Buch an einem Stück lesen. Ich möchte nicht mehr als der Klappentext veraten, zu köstlich sind die Einzelheiten. Wer Amélie Nothombs Stil mag, wird auf seine Kosten kommen!

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Leider konnte mich der neue Roman von Amélie Nothomb nicht so recht überzeugen. Während die Charaktere eigentlich viel hergeben würden, bleiben sie flach und unergründlich. Die Handlung war ab einem bestimmten Punkt vorhersehbar und ähnelt einigen anderen Romanen der Autorin.
Dennoch gefallen mir nach wie vor Nothombs Kreativität und ihr einzigartiger Stil.

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"Ambivalenz" von Amelie Nothomb hat mir gut gefallen! Vor allem hat es mir große Freude bereitet vorab schon mal einen Blick in ihr neustes Werk werfen zu dürfen und hibbel nun noch ein bisschen mehr dem Erscheinungstermin entgegen😍📚

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Ah, endlich wieder ein neuer Roman von Amélie Nothomb!
Was dürfen wir erwarten? Eine tolle Geschichte natürlich, perfekt in Stil und Konstrukt, kurzweilige, interessante, amüsante und auch spannende Lektüre also.
Und ja, tatsächlich … Amélie Nothomb hat ein tolles Buch geschrieben! Wie immer knapp aufgesetzt, gelingt es ihr doch spielend und ruck-zuck die Leserschaft in Bann zu ziehen.

Mit großem künstlerischem und psychologischen Geschick entwirft die Autorin die Geschichte einer Ehe und Familie. Ambivalent könnte man hier die Frage diskutieren, was nun besser sei, die stürmische Liebe, die dann zur Ehe führt oder die nüchterne Eheschließung nach der erst peu und peu die Liebe erblüht. Doch was, wenn der eine liebt, der andere jedoch nicht? In diese unglückliche Situation gerät die naive Dominique als sie den nach ihr schmachtenden Claude heiratet, der sehr berechnend ein ganz anderes Ziel als ein liebevolles Familienleben verfolgt.
Was sich hier vielleicht nach herkömmlichen Ehedrama mit Liebeskummer anhört, ist bei Amélie Nothomb vielmehr eine spannend erzählte Lebensgeschichte und –beichte, in hervorragender Machart und mit vielen Twists und Turns.

Zum Schluss fallen alle Puzzlesteine vielleicht ein wenig zu glatt, doch dafür umso passgenauer ins Bild. Amélie Nothomb ist wieder ein wunderbarer Roman gelungen

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Da trifft jedes Wort! Das Buch braucht gar nicht dicker zu sein, denn es spielt sich so viel im Kopf der Leserin ab.
Ich hab auch das Ende sehr gemocht, das mir ermöglichte, noch viel über die Romanfiguren und 'was ihnen wohl 'als nächstes passiert', nachzudenken.
Um solcher Romane wegen lieben wir Buchhändler Diogenes!

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Die belgische Schriftstellerin Amélie Nothomb ist eine Meisterin ihres Fachs. In ihren Novellen versteht sie es auf brillante Weise, die menschlichen Abgründe zu demaskieren. Dabei nimmt sie meist, wie auch in der vorliegenden Geschichte, eine gut bürgerliche Familie in den Blick. Sarkastisch, ungeschönt und vor allem auf den Punkt erzählt Nothomb in "Ambivalenz" von der perfiden Rache des verschmähten Liebhabers Claude Guillaume. Dieser versucht daraufhin seiner Ex Reine in allem nachzueifern und sie dabei gar zu übertreffen. Dass er dabei zwischenmenschlich über Leichen geht, begreift er in seinem Wahn nicht. Weder seine Ehefrau Dominique noch seine kluge Tochter Épicène scheint er zu lieben. Die Staffage dieser Ersatz-Familie fliegt Claude schlussendlich nach einem Wiedersehen mit Reine um die Ohren.

Auf gerade einmal 69 Seiten entwirft die Autorin ein zu 100 % überzeugendes Mehrpersonenstück, in dem die Frauen als Siegerinnen hervortreten und sich behaupten. Besonders die hochintelligente Épicène, die unter ihrem abwesenden Vater schwer gelitten und diesen gehasst hat, fand ich sympathisch. Am interessantesten waren allerdings die changierenden Täter-Opfer-Rollen.

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Irgendwie verkorkst, aber irgendwie auch genial!
Ambivalent eben.

Was eine unerwiderte Liebe alles auslösen kann mit viel Fantasie…

Ich fand es schön in dieser Novella, mich von der französischen Melancholie treiben zu lassen und die Dreiecksbeziehung zwischen Claude, Dominique und Reine gespannt zu verfolgen. Zweifellos, jedoch, war mein Favorit die Charakterdarstellung der Épicène, die Tochter von Claude und Dominique.

#Paris 🎈
#Seine
#unrequited❤️

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Meisterhaft umgesetztes Familiendrama

Dominique ist etwas naiv und lebt sehr zurückgezogen bis sich Claude für sie zu interessieren scheint und mit Champagner und Chanel N° 5 punktet. Schnell drängt er auf Heirat und einen Umzug nach Paris. Die gemeinsame Tochter Épicène kann er nicht lieben, was diese dazu antreibt immer wieder eigenständig zu handeln und das Beste für ihre Mutter und sich selbst zu wollen. Der Vater bleibt für sie eine Nebenfigur, ein Störenfried dieser kleinen Gemeinschaft – bis es in einem Pariser Stadtpalais zur Ernüchterung kommt und die Vergangenheit Claudes mit enormer Wucht die Familie auseinandertreibt.

Die Autorin Amélie Nothomb hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der für mich ein Highlight ist. Mit Feingefühl und sprachlichem Schliff schafft sie es hier, eine Familientragödie fein nuanciert darzubieten, dass man nach und nach Einblick in die Besessenheit Claudes bekommt und zugleich die gesellschaftlichen Abstufungen erkennt. Die Abgründe der menschlichen Seele werden hervorgekehrt, subtile Gewalt und unvorstellbarer Narzissmus stehen im Fokus.

Der Schreibstil der Autorin ist klar und schlicht, trotzdem fesselt das Buch ungemein und liest sich in einem Rutsch durch. Die gewählte angenehme Sprache macht das Buch zu einem Lesegenuss und man genießt als stiller Beobachter das Drama, das sich langsam zuspitzt.

Der stärkste Charakter ist sicherlich Épicène, die für ihr Handeln und Tun früh einstehen muss und für deren Verhalten man nichtsdestotrotz Sympathie aufbringen muss.

Ein facettenreiches Meisterstück, dem ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche. 5 Sterne sind hier selbstverständlich.

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Die junge Dominique lernt in einem Cafe den charmanten Claude kennen, der sie vom Fleck weg heiraten möchte und sie mit Geschenken und Chanel N° 5 überhäuft. Dominiques Eltern sind von dem Mann sofort begeistert und so willigt die junge Dominique ein Claude nach Paris zu seiner neuen Arbeitsstelle zu folgen. Dort zeigt ihr Claude aber immer wieder ein anderes Gesicht und die kalte Schulter. Ausserdem will er um jeden Preis schnell ein Kind mit ihr! Die kleine Épicène wird geboren aber sie spürt von Anfang an, dass ihr Vater sie nicht leiden kann. Was ist mit Claude los, warum reagiert er so?

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und die meisten haben mir wirklich gut gefallen. Die Bücher haben stets eine geringe Seitenzahl und man kann sie an einem Nachmittag lesen, doch der Sprachstil und die Handlung sind immer wieder ein Feuerwerk aus Ideen und gleichen immer wieder der Handlung eines langsam nahenden Thrillers. Wieder einmal hat es Nothomb geschafft mich mit wenigen Worten ganz in die Geschichte hinein zu ziehen und von Anfang an hat man als Leser ein merkwürdiges Gefühl bei dieser Liebesbeziehung. Die wenigen Worte reichen immer aus um die Story ohne langatmige Passagen zum Punkt zu bringen. Die Soogwirkung ist groß und so kann man als Leser nicht anders als das Buch in einem Rutsch durchzulesen-so ist es zumindest mir ergangen.

Ganz wie ein Thriller beginnt die Geschichte erst harmlos und steigert sich in der Spannung mehr und mehr bis zu einem fesselnden Finale! Das liebe ich so an den Büchern von Amelie Nothomb. Auch diese Handlung konnte mich wieder in den Bann ziehen und fesseln, jedoch war ich diesmal vom Ende und der Auflösung nicht ganz so überrascht wie bei meinen Favoriten von ihr. Ich habe realtiv schnell geahnt in welche Richtung das Ganze läuft, aber dennoch war es so fesselnd geschrieben das es ein Lesevergnügen für mich dargestellt hat. Dominique war mir als Charakter teilweise etwas zu naiv und hat zu wenig hinterfragt zum Verhalten ihres Mannes, deshalb konnte ich sie nicht immer ganz nachvollziehen. Dennoch gab es den ein-oder anderen Charakter den ich sympatisch fand.

Fazit: Wieder eine kurze, fesselnde und rasante Handlung wie von der Autorin gewohnt. Nur die Auflösung habe ich diesmal schneller geahnt als in anderen Büchern von Amelie Nothomb. Auf jeden Fall bekommt das Buch wieder eine große Leseempfehlung von mir, für diese explosive kleine Story!

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Ich liebe die Bücher der Autorin und habe mich sehr gefreut, dieses schon vorab lesen zu dürfen. Und auch diesmal wieder war ich innerhalb kürzester Zeit durch, ich konnte dieses Büchlein einfach nicht weglegen.
Was eine unerwiderte Liebe in einem verkorksten Geist alles anrichten kann. Dieses Buch ist einfach genial.

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Zum Inhalt:
Als Claude mit seinem Charme Dominique umgarnt, lässt sie sich schließlich mit „Chanel N° 5“ zur Annahme seines Heiratsantrages überzeugen. Sie gehen nach Paris und bekommen schließlich eine Tochter, die den ungewöhnlichen Namen Épicène erhält. Doch Claudes Stimmungen schwanken. Als Dominique zufällig die Hintergründe erfährt, wächst ihre Tochter über sich hinaus ...

Meine Meinung:

Anfangs war ich ein wenig irritiert, da es nach dem Prolog keine Kapitel gab und mir zunächst die Struktur fehlte. Aber ich bin dann von Seite zu Seite immer mehr in die Geschichte eingetaucht.

Die Autorin erzählt kurz und knackig, aber sehr unterhaltsam über Claude, Dominique und Épicène. Die Gefühle der Protagonisten werden gut dargestellt, ohne sie jedoch genau in Worte zu fassen – und dennoch fühlt man als Leser mit.

Insgesamt habe ich das Buch, welches mir gut gefallen hat, als einfach französisch empfunden. Hier wurde der Titel absolut passend umgesetzt!

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Claude verführt Dominique und ist dann wieder unnahbar,
abweisend. warum?
Sie haben eine gemeinsame kluge Tochter, Èpicène.
Èpicène, ein außergewöhnlicher Name und außergewöhnlich ist sie auch,
sie hilft ihrer Mutter, als diese herausfindet, was ihr Partner
Claude hinter ihrem Rücken treibt.
Dieses Buch, dass die Stärke der Frauen beschreibt ist
schonungslos und facettenreich zugleich.
A. Nothomb bringt diese Familientragödie mit Sarkasmus auf den Punkt.
Es ist ihr Schreibstil und das Thema, dass mich begeistert hat.

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Épicène lernt früh eigenständig zu sein. Ihr Vater ist eher unbeständig und mit ihrem exotischen Namen hat sie ihr eigenes Päckchen zu tragen, aber als ihre Mutter ihren Vater erwischt, ist ihre Stunde gekommen. Ich mochte den Roman sehr gerne. Die Figuren sind interessant und schillernd angelegt, auch wachsen sie an ihren Aufgaben. Der Schreibstil ist angenehm und wunderbar detailliert und auch das Cover finde ich sehr schön. Eine tolle Abwechslung mit Tiefgang, die ich gerne empfehle.

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Klein, aber fein!
Auf etwas mehr als 100 Seiten wird eine überraschende Familiengeschichte erzählt. Das gelingt erstaunlich gut, da die Autorin in einem trockenen, fast sachlichen Stil die Gefühle und Geschehnisse beschreibt, die zwei Menschen zusammenführen, um eine Familie zu gründen, und sich dabei auf das Wesentliche beschränkt. Es geht um Liebe, Rache, Hass, Verzweiflung, entwurzelt sein, erwachsen werden, sich verlieren, Selbstbewusstsein, Stalking, usw. Die Personen werden treffend und glaubhaft beschrieben und die Protagonistinnen waren mir allesamt sehr sympathisch, obwohl jede auf ihre eigene Art etwas eigen ist. An der Sprache habe ich nichts auszusetzen, das Buch liest sich leicht und flüssig. Auf 128 Seiten wird die Geschichte komplett erzählt und mir hat dieser kleine, feine, pointierte Roman sehr gut gefallen.

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Als Dominique Claude kennenlernt, zögert sie erst. Doch er scheint es ernst zu meinen, macht ihr Geschenke und möchte sie heiraten. Zudem scheint er erfolgreich zu sein. Und so heiratet sie ihn und geht mit ihm nach Paris. Die beiden haben eine Tochter, Épicène. Doch das Leben ist nicht ganz so, wie Dominique sich das vorgestellt hat...

Ich liebe Nothombs Schreibweise. Auch dieses Buch bleibt ihrer Linie treu. Nüchtern-distanziert jedoch sehr klar wird die Beziehung zwischen Dominique und Claude und später zu der gemeinsamen Tochter beschrieben. Die Geschichte erinnert mich manchmal an "Klopf an dein Herz", welches ähnliche Themen aufweist. Ein kurzes, eindrückliches Buch von einer ausdrucksstarken Autorin.

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Absolut spannend, fesselnde Dialoge, die weiteres Ausschmücken völlig überflüssig machen. Nothomb destilliert das Geschehen und die inneren Entwicklungen der Personen so meisterhaft auf ihren Kern, daß unser Geist alles andere augenblicklich hinzufügt. Das ist so gut geschrieben, allein deswegen werde ich es noch einmal lesen!

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Der neue Roman von Amélie Nothomb hat mir nicht wirklich gefallen. Das Buch ist gut geschrieben und es liest sich auch leicht. Hingegen konnte mich die erzählte Geschichte nicht überzeugen. Im Gegenteil. Im Verlauf der Geschichte kam mir immer öfter der Ausdruck "bei den Haaren herbeigezogen" in den Sinn. Die Vater/Tochter-Beziehung erschien mir doch sehr unglaubwürdig; ebenso das Verhalten der Mutter.
Das Buch ist zwar schnell gelesen hat bei mir aber einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen.

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Eine kurzweilige Lektüre.
Der knappe Stil hat mir gefallen.
Ich bin aus keiner der Figuren schlau geworden, aber war von jeder beeindruckt.

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Sie hat schon ihren eigenen Stil, den sie auch mit diesem Buch wieder unter Beweis stellt. Ambivalent ist auch mein Gefühl. Eine interessante Idee, aber mir waren die Protagonisten nicht nahe gekommen. Auch das Ende hat mich nicht überzeugen können.

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Wieder ein Buch von Amélie Nothomb, das man so schnell nicht vergisst. Die menschlichen Beziehungen, die Abgründe, die Sehnsüchte, das Ungelebte, das Ende ...

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Man kommt etwas atemlos am Ende dieser Geschichte an, so schnell entwickelt sich die Geschichte. Ich hätte mir an mancher Stelle mehr Verweilen gewünscht. Aber Amélie Nothomb schafft mal wieder außergewöhnliches: sie beschreibt dramatischste zwischenmenschliche Beziehungen so nüchtern und klar, dass man nur darüber staunen kann. Mir haben vor allem die Freundschaft zwischen Dominique und Reine und das Ende gut gefallen.

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Schon von Sokrates ist der Spruch überliefert: „Aus dem tiefsten Verlangen kommt oft der tödlichste Hass.“ Amélie Nothomb fasste diese Erkenntnis in dem vorliegenden kurzen Roman brillant um.

Als erstes werden wir mit der ‚Abservierung‘ von Claude durch Reine nach 5 Jahren Beziehung - von einer Minute auf die andere - konfrontiert. Claude entscheidet sich für den Zorn, den er durch Rache nähren will.

Erstaunt lesen wir dann, wie Claude zur Höchstform aufläuft und um Dominique wirbt. Mit Chanel No 5, in Paris extra für sie erstanden, fallen ihre letzten Bedenken. Als nach einigen Jahren die Tochter Épicène geboren wird, scheint für Dominique das Glück perfekt. Nur, warum straft ihr Mann sie und ihre Tochter mit Nichtachtung? Épicène, meine Lieblings-Protagonistin, ist sehr klug und erkennt beizeiten, dass ihr Vater ihr nur Hass entgegenbringt.

Mit dem gewünschten Umzug auf das linke Seine-Ufer ändert sich erneut Claudes Verhalten gegenüber Dominique, zur Tochter verhält er sich jedoch weiterhin abwertend und hasserfüllt. Und als Leserin fragte ich mich nach dem Warum. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang die Informationen über den Fisch ‚Quastenflosser‘, der ‚über die Fähigkeit verfügt, sich jahrelang auszuschalten, wenn sein Biotop allzu lebensfeindlich wird‘.

Von der ersten Seit an hatte mich dieses Buch gepackt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen! Die Charaktere scharf und authentisch gezeichnet, sind besonders die Unterhaltungen, wie z.B. zwischen Claude und Reine nach 20 Jahren, bzw. zwischen Claude und Épicène am Sterbebett, wahre Highlights (auch wenn sie bei mir kaltes Grausen und entsetztes Kopfschütteln auslösten). Diese Einblicke in die menschlichen Abgründe erschütterten mich!

Fünf Sterne vergebe ich diesem Meisterwerk, das mich auch in seinem Aufbau und Stil überzeugte, und empfehle es wärmstens!

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Fantastisch! Diese Lektüre hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Die Charaktere sind interessant aufbereitet und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen! Der Erzählstil, war sehr eindringlich und ich konnte mich gut mit den Charakteren identifizieren.

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Épicène, ein intelligentes und cleveres Mädchen mit einem ungewöhnlichen Namen, lernt sehr früh, dass sie sich auf niemanden verlassen kann und für sich selbst einstehen muss. Die Mutter ist so blind vor Liebe für den Vater, dass sie sich aufopfert und zu leben vergisst. Der Vater hingegen ist besessen von der Rache, die ihn innerlich auffrisst, von der High Society der Pariser Nobelstadtteile, von dem „dazu gehören müssen“ und von der Frau, die ihn vor vielen Jahren hat fallen lassen. Épicène durchschaut die Spielchen des Vaters relativ schnell und entwickelt eine derart starke Abneigung ihm gegenüber, dass es schon fast schmerzt. Das familiäre labile Leben macht es Épicène nicht leicht in der Gesellschaft Fuß zu fassen, doch sie lernt schnell und kapselt sich innerlich immer mehr von Ihrem Vater ab. Ihre brillanten Gedankengänge helfen ihr mit der verschrobenen Situation zurecht zu kommen und der Hass und die Abneigung, die sie ihrem Vater gegenüber entwickelt, sind ohnegleichen. Als die Situation endgültig eskaliert ist sie es, die einen kühlen Kopf bewahrt und den großen und schnellen Schritt in Richtung Freiheit wagt.

Von Amélie Nothomb habe ich vorher noch kein Buch gelesen, aber wenn all ihre anderen Werke nur halb so gut sind wie dieses, dann habe ich einiges aufzuholen. Die Geschichte hat mich gefesselt und berührt, fasziniert und erschüttert. Die Sprache zog mich in ihren Bann und ließ mich bis zur letzten Seite nicht los. Ein kleines Kunstwerk auf wenigen Seiten, welches jedoch alles, was eine hervorragende Geschichte ausmacht, beinhaltetet.

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Ein wundervolles und kurzweiliges Buch, dass die Schattenseite der Eifersucht eines Mannes aufzeigt. Ambivalenz stellt eine tragische Familiengeschichte dar, die einige Unerwartete Wendungen nimmt. Absolut empfehlenswert!

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Ein Familiendrama, kurz, prägnant und auf den Punkt. Amelie Nothomb bringt auf 69 Seiten einen eigenen kleinen Familienkosmos unter, mit einem rachsüchtigen Mann, einer starken und einer schwachen Frau und einem blitzgescheitem, taffen Mädchen. Claude, der versetzte Liebhaber, möchte es seiner Geliebten Reine heimzahlen, indem er nach Rang und Einfluss strebt, um auf gleicher Stufe mit ihr zu stehen. Dabei bedient er sich der farblosen Dominique und nutzt sie für seine Zwecke. Auch die gemeinsame Tochter Epicene findet nur seine Verachtung. Als sein perfides Spiel auffliegt, gewinnen die Frauen die Oberhand und ihre Rache ist bitter. Sehr schön gemacht, wie ein kleines Theaterstück, bei dem die großen Gefühle, Liebe, Hass und Eifersucht eine zentrale Rolle spielen. Als Leser blicken wir in die unterschiedlichen Pariser Gesellschaftsschichten und erleben, wie sich Täter- und Opferrollen verschieben.

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"Claude ist ein unbeständiger Verehrer" heißt es im Klappentext.
Das greift bei weitem zu kurz. Claude ist ein psychopathisches Monster, der die Gefühler der Menschen in seiner Umgebung nach belieben manipuliert und ausnutzt, um seine Karriere voranzutreiben und eine zurückliegende Zurückweisung zu rächen. Darunter zu leiden haben seine Frau und Tochter. Letztere weiß praktisch von Geburt an, dass von ihrem Vater nichts gutes zu erwarten ist, erstere braucht ein halbes Leben, um dahinter zu kommen, dass Claude sie nur benutzt. Es ist eine beklemmende Geschichte, ein Krimi ohne echtes Verbrechen. Die Handlungen der Personen begründen sich aus ihren Befindlichkeiten,, die einfühlsam beschrieben werden. Sogar Claudes verachtenswertes Verhalten ist erschreckend gut nachvollziehbar, die Abgründe seiner Seele sind beängstigend, aber nicht vollkommen fremdartig. So lässt das Buch den Leser unbehaglich schaudern, bis Mutter und Tochter endlich einen Weg finden, ihrer persönlichen Hölle zu entfliehen.

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Dies war tatsächlich mein erstes Buch von Amelie Nothomb. Und ich war begeistert. Auf so wenigen Seiten erzählt sie das ganze Leben einer Familie, in der Mutter und Tochter unter dem kaltherzigen und lieblosen Ehemann und Vater leiden. Ein Buch, das länger in Erinnerung bleibt.

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Der Roman ist spannend und flüssig zu lesen. Erzählt wird von Dominiqué und Claude, die sich in einem Pariser Straßencafé kennengelernt haben. Claude hat mit Charme und Geschenken Dominiqué in sich verliebt gemacht, Sie heiraten und haben eine Tochter mit Namen Épicène. Obwohl er sich unbedingt ein Kind wünschte,
liebte er sie nicht. Dominiqué aber liebt ihn sehr und tut alles was er will.. Sie merkt nicht, dass er in Wirklichkeit eine andere Frau liebt und sie für ihn keine Rolle spielt. Er will sich an seine verlorene Liebe rächen und dafür braucht er Dominiqué.
Das Buch ist fesselnd und gut erzählt. und empfehlenswert.

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Ein Buch über die Liebe und ein ungelebtes Leben:
Claude verführt die zurückhaltende Dominique unter charmantestem Drängen ihn zu heiraten. Die Ehe wird gekrönt durch die Geburt der gemeinsamen Tocher Épicène. Doch dann ändert sich plötzlich alles...
Eine wunderschöne, aber gleichzeitig traurige Erzählung über eine Ehe. Die einzelnen Charktere werden voller Liebe und mit viel Einfühlsamkeit geschildert. Man leidet mit den ProtagonistInnen bis zum doch sehr überraschenden Ende. Amelie Nothomb gestaltet diesen Roman auch sprachlich sehr schön in einer fast lakonischen Art. Ich empfehle es unbedingt weiter!

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Die belgische Schriftstellerin hat in ihrer äußerst produktiven Karriere seit ihrem Debüt „Die Reinheit des Mörders“ schon mehr als 20 Romane veröffentlicht. Sehr oft kreist sie darin um menschliche Abgründe, um emotionale Verletzungen und die oft unergründlichen, schmerzhaften Dynamiken, die Anziehung und Absto-ßung in (familiären) Beziehungen.
Der neue, schmale, hochkonzentrierte Roman – auf Französisch ist „Les prénoms épicènes“ 2018 erschienen – erzählt von einer komplexen Vater-Tochter-Beziehung und von einem von Racheobsessionen bestimmten Leben.
Mit „prénoms épicènes“ sind jene geschlechtsneutralen Vornamen gemeint, die bei Mädchen und Jungen gleich klingen. Claude oder Dominique gehören dazu. So heißen auch die beiden jungen Menschen, die in ihren Mitzwanzigern heira-ten, der Karriere wegen nach Paris ziehen, nach längerem Bangen und mühseli-gen Versuchen schließlich Eltern werden. Die Tochter Epicène wird nach der Ti-telheldin eines Theaterstücks des Renaissancedichters Ben Johnson genannt. Epicène, schön, liebenswert, freundlich, intelligent und begabt, wird von der Mutter geliebt, vom Vater abgrundtief und – scheinbar ohne erkennbaren Grund – von Anfang an abgelehnt, ja regelrecht gehasst.
Was steckt hinter dieser Obsession? Und warum ist die Mutter so lange blind dafür? Vor allem aber: Wie geht das Mädchen damit um? Wie entwickelt sich ihre Persönlichkeit? Es hat – so viel sei verraten – mit einer lange vor ihrer Ge-burt erlittenen Liebesniederlage des Vaters zu tun, die ihn wie einen emotional verkümmerten Quastenflosser (so auch eine Metapher der Autorin) durchs Le-ben gehen lässt.
Wie immer in den Romanen von Amélie Nothomb wird vieles sehr verknappt und in lapidaren Sätzen erzählt, die aber dennoch viel Wucht in sich haben. Kleine Szenen, scheinbar unbedeutende Episoden, wie im Zeitraffer verdichtete Se-quenzen wirken wie das Konzentrat geballter Gefühle, wie die Quintessenz komplexer Beziehungen.
Das Buch liest sich schnell, wie in einem Atemzug – was nicht allein dem Umfang geschuldet ist. Es ist vielleicht nicht ihr allerbester Roman, aber sicher ein le-senswerter. Einer, in dem man zweifelsfrei Nothombs Handschrift, ihre kluge Beobachtungsgabe, ihren kühlen Zynismus und ihre Wärme wiederfindet.

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Wieder ein packender Roman von Amelie Nothomb. Wer ihren Stil mag, wird auch dieses schmale Büchlein lieben, das so harmlos daher kommt und uns als Leser*innen in solche Abgründe des menschlichen Wesens führt. Großartig!

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Amélie Nothomb erzählt in "Ambivalenz" die ungewöhnliche Geschichte von Dominique und ihrer Tochter Épicène. Dabei enthüllt sie in nüchterner, teilweise stakkatohafter Sprache mit viel Fantasie menschliche Abgründe und wozu man aus Liebe fähig sein kann. Ambivalenz ist kein Wohlfühlbuch, aber leicht zu lesen. Trotzdem oder gerade deshalb lohnt es sich, sich für die 128 Seiten ausgiebig Zeit zu nehmen.

Der Titel hätte nicht besser gewählt werden können. Die Geschichte ist faszinierend und entwickelt eine Sogwirkung, die es mir schwer macht, mich wieder davon zu lösen. Andererseits hinterlässt sie aber auch ein Gefühl des Entsetzens und der Entrüstung. Selbst am Schluss weiß ich erstmal nicht so recht, ob mir das Buch gefallen hat oder nicht und komme erst beim Schreiben der Rezension zum Ergebnis: Schön schrecklich - schrecklich schön!

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Gestaltet in seiner Kürze ein durchweg packendes wie erschreckendes Familien-/Liebesdrama mit erschütterndem Ausgang! GRANDIOS!

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Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art?.. kann Nothomb!

Ihrem Stil entsprechend, entwirft sie auch in ihrem neuen Roman eine kurze und prägnante, amüsante und lesenswerte Chronik einer Familie. Bitterböse sind die Hintergedanken Claudes, sich Dominique zu nähren, sie mit Chanel No 5 zu betören und schließlich innerhalb kürzester Zeit zu heiraten. Die gemeinsame Tochter Epicène merkt bereits sehr früh, was ihrer Mutter bis zuletzt verborgen bleibt.. von diesem Mann geht keine Liebe aus. Der wahre Grund ihres von Lügen, Zorn und Rachegedanken aufgebauten Lebens lässt sich bereits früh für die Leserin erahnen, offenbart sich aber erst am Ende. Und, ganz Nothombs Art, hat sie natürlich noch eine überraschende Kehrtwende in petto, die man mit gewissem Genuss und Genugtuung ganz am Schluss liest, jedenfalls ging es mir so! Rache und Zorn entstehen eben nicht immer nur einseitig.
Originell, mit der Nothomb so eigenen Tonart, spritzig und kurzweilig unterhält der Roman seine Leser*innen.

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Der Buchtitel könnte treffender nicht sein. Die Besessenheit beider Elternteile sorgt für ein zwiespältiges Familienleben mit einer deutlichen Zerrissenheit menschlicher Natur. Vom Kennenlernen über das Familienleben bis zum bitteren Ende der Beziehungen mit einer doch überraschenden Wendung erleben wir schonungslose Erkenntnisse bei der Auflösung. Das Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“ trifft exakt mein Empfinden beim Lesen dieses anspruchsvollen Buches mit psychologischem Tiefgang. Der Schreibstil ist äußerst pointiert, keine unnützen Sätze, alles greift ineinander. Die rasante Abfolge von Geschehnisse bei sehr ruhiger und trauriger Atmosphäre finde ich absolut gelungen. Dies ist mein erstes Buch der Autorin, ihre treffenden Formulierungen haben mich begeistert.

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Wie schreibt man eine Rezension über ein Buch, das einem so furchtbar egal ist? So geht es mir leider mit Ambivalenz. Ich wüsste nicht mal, wie ich den Inhalt zusammenfassen soll, weil mir immer noch nicht klar ist, was die Autorin hier mitteilen möchte.

Der Klappentext hatte mich total angesprochen und ich kam auch gut ins Buch. Es lies sich flüssig lesen, die 128 Seiten waren schnell weggelesen. Und dann saß ich da und war verwirrt. Die Story war irgendwie weird, die Charaktere blieben hauptsächlich leere Hüllen und nichts an diesem Werk konnte mich irgendwie berühren.

Das einzige, was mir wirklich im Gedächtnis geblieben ist, ist die Verwirrung, die Épicène in mir hinterlassen hat. In keiner Sekunde verhält sie sich wie ein Kind, eher wie ein kleines Alien. Vielleicht sogar nachvollziehbar, bei dem Hass mit dem sie aufwächst, aber sie bleibt total unnahbar und befremdlich.

Ich habe jetzt ein paar mal die Worte Familiendrama im Bezug auf das Buch gelesen, wahrscheinlich soll es genau das sein. Und es wird bestimmt Leute geben, die die Tiefgründigkeit in diesem Buch finden werden - Mir blieb sie verborgen und ich blieb mit einem großen Hä zurück.

Dabei gefällt mir der Schreibstil von Amélie Nothomb eigentlich ganz gut. Ich mag dieses direkte, schnörkellose. Aber die Geschichte kam überhaupt nicht bei mir an. Bisher hatte ich noch kein Buch der Autorin gelesen, ich kann mir gut vorstellen, es noch mal mit einem anderen zu versuchen. Dieses war ja auch auf keinen Fall schlecht, ist für mich leider einfach ein großes Meh

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Nachdem Claude sich eifrig um Dominique bemüht hat und sie nach Paris ziehen und ihre Tochter auf die Welt kommt, wird er kalt und unnahbar und lehnt sein Kind geradezu ab.
Das Leben der merkwürdig stillen Familie plätschert so vor sich hin, bis sich plötzlich etwas ändert und die Tochter auf eine andere Schule geht - gegen ihren Willen. So langsam fügt sich ein Puzzleteil zum anderen und als man denkt, es ist vorbei, fängt es erst richtig an. Eine typische Wendung à la Nothomb, irgendwie berechenbar, weil man weiß, dass es noch nicht vorbei ist, wenn man denkt, dass es vorbei ist und gleichzeitig überraschend und auch böse.
Amélie Nothomb gelingt es mal wieder eine besondere Geschichte zu erzählen und schafft es, ihre Figuren noch so sehr auszuschmücken, dass man ihnen zwar nahe kommt, aber nicht an ihren tiefsten Kern gelangt. Es gibt immer noch eine Distanz, auch wenn man ihre Gedanken liest. Ein Mangel an Grautönen sorgt dafür, dass man ihnen nicht zu nahe kommt oder gar ganz tiefe Gefühle für die Personen entwickelt. Die Autorin erzählt das, was für den Fortgang wichtig ist, aber nicht mehr. Es gibt keine unnötigen Ausschmückungen.
Und gleichzeitig fesselt die Geschichte und lässt eine*n nicht aufhören zu lesen. Es sind meist recht kurze Sätze, Handlungen, die selbst ausgemalt werden müssen, um ein wenig Farbe zu bekommen. Ambivalenz liest sich schnell weg und ist ein gelungenes und unterhaltsames Buch, empfehlenswert!

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Amélie Nothomb ist doch immer für eine kleine gemeine Geschichte gut, die man so nicht hat kommen sehen… „Ambivalenz“, erschienen im @diogenesverlag (Ü: Brigitte Große) ist eine Geschichte von verschmähter Liebe und ihren verheerenden Folgen. Er liebt Reine, eine Frau, deren Vorname „Königin“ bedeutet, und das ist sie auch für ihn. Doch anstatt ihn wieder zu lieben, heiratet sie einen reichen und erfolgreichen Mann. Dies könnte das Ende der Geschichte sein, wäre da nicht sein unbändiger Zorn…

Der zweite Teil der Geschichte handelt von der schönen, aber schüchternen Dominique, welche von Claude umworben wird und ihn schon bald heiratet. Doch Claude ist ein launischer Ehemann, sehr auf den Status bedacht. Als das Wunschkind, welches sie Épicène nennen, auf der Welt ist, zeigt Claude keinerlei Interesse mehr an dem Mädchen, welches schnell lernt, auf welchen Elternteil es zählen kann. Épicène ist es auch, die die Zügel in die Hand nimmt, als ihre Mutter Dominique herausfindet, dass sie die ganze Zeit nur „benutzt“ worden ist…

Wieder einmal lässt Amélie Nothomb ihre ProtagonistInnen kompromisslos Böses tun und schaut dabei zu, was passiert. Auf nur wenigen Seiten entwickelt sie einen Plot, der es in sich hat.

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Zum Inhalt:
Claude ist so charmant und verführt Dominique nach allen Regeln der Kunst. Doch kaum verheiratet ist der charmante Verführer Geschichte. Und er, der so sehr darauf gedrängt hat ein Kind zu bekommen, will scheinbar nichts mit der Tochter zu tun haben. Sehr früh merkt auch die Tochter, dass ihr Vater sie nicht mag und sie ihn auch nicht. Immer wieder hat Claude aber auch charmanten Phasen.
Meine Meinung:
Irgendwie ist das Buch total toll wobei ich nicht so richtig greifen kann, wieso ich das so empfunden habe. Mir hat der Schreibstil gut gefallen, aber auch die Protagonisten. Gerade auch die Tochter hat mir richtig gut gefallen. Toll Figur, die mir zunehmend ans Herz gewachsen ist. In der Geschichte passiert im Grunde auch gar nicht so viel, ist eher ein Psychogramm der einzelnen Personen. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen.
Fazit:
Tolles Buch

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