Mama

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Erscheinungstermin 16.08.2021 | Archivierungsdatum 31.10.2021

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Zum Inhalt

Amira wünscht sich ein Kind. Als sie schwanger wird, gesellen sich Ängste und Sorgen zu ihrer Vorfreude. Wie wird sie die Mutterschaft verändern? Ein Ausflug zur abgelegenen Waldhütte ihres Partners Josef bringt nicht die ersehnte Entspannung: Rätselhafte Begegnungen häufen sich, Raum und Zeit scheinen außer Kraft und Amira weiß nicht, ob sie ihrer Wahrnehmung noch trauen kann. Was ist Traum, was Realität? Zwischen tiefer Verunsicherung und inniger Mutterliebe beginnt ein Ringen um Selbstbehauptung und Unabhängigkeit – denn der Wald scheint seine Gäste ungern wieder freizugeben …

Jessica Lind wandelt in ihrem Debütroman stilsicher zwischen den Genrewelten. Was als klassische Beziehungsgeschichte beginnt, entfaltet Seite für Seite einen subtilen Horror. Lind taucht tief in die Psychologie der Protagonistin ein, spielt souverän mit dem Unheimlichen und entwickelt eine erzählerische Sogwirkung, die niemanden unberührt lässt.

„Amira weicht zurück. Ihr Magen ist ein Muskel, der sich ganz fest zusammenzieht. Sie will ihre Hände auf ihren Bauch legen. Ihre Hände greifen ins Leere. Sie blickt an sich hinab. Der Bauch ist fort.“

Amira wünscht sich ein Kind. Als sie schwanger wird, gesellen sich Ängste und Sorgen zu ihrer Vorfreude. Wie wird sie die Mutterschaft verändern? Ein Ausflug zur abgelegenen Waldhütte ihres Partners...


Vorab-Besprechungen

Eine neue, aufregende Stimme. Eindringlich schön, unheimlich und mega spannend!
Bernhard Aichner

„Mama“ von Jessica Lind hat mich auf eine sehr überraschende und eindringliche Weise berührt. Das Mutter-Sein wird selten so unkonventionell zum Thema eines Romans gemacht wie in „Mama“. Hier werden Ängste artikuliert, die ich persönlich kenne, die jedoch kaum je so treffend und vielschichtig formuliert wurden wie von Jessica Lind.
Jessica Hausner


Eine neue, aufregende Stimme. Eindringlich schön, unheimlich und mega spannend!
Bernhard Aichner

„Mama“ von Jessica Lind hat mich auf eine sehr überraschende und eindringliche Weise berührt. Das...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783218012805
PREIS 20,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Über Jessica Lind bin ich eher zufällig gestolpert, weil das Cover ihres neuen Romans "Mama" faszinierend ist. Und ich kann nicht mal genau sagen, ob es mir gefällt oder nicht. Auf jeden Fall zog es mich an und machte mich neugierig auf den Buchinhalt. Vielleicht lag es daran, dass ich keine großen Erwartungen an die Geschichte hatte, doch sie konnte mich dermaßen überraschen, beinahe schon überrumpeln, dass meine Gefühle Achterbahn fuhren. Ich wurde völlig in die Tiefe hinabgezogen ... zu Amira und Josef. Amira wünscht sich von ganzem Herzen ein Baby, doch mit der Schwangerschaft kommen auch Ängste und Zweifel. Sie ist hin- und hergerissen. Als Mutter konnte ich dieses emotionale Chaos durchaus ein Stück weit nachvollziehen, weswegen mir Amira näherkam als ihr Partner Josef, der im Gegenzug recht blass blieb. Was für mich absolut in Ordnung war, da mich viel mehr Amiras Motivation interessierte. Ich wollte unbedingt wissen, was da im Wald los war, was Amira mit der Hundemutter zu schaffen hat und warum unsere Hauptprotagonistin plötzlich gefangen ist. Es bleiben zwar einige kleine Fragezeichen übrig, letztendlich jedoch finde ich es nicht verkehrt, wenn man als Leser gefordert wird und Raum für eigene Spekulationen hat. Sofern das keine Ausmaße annimmt, die jeglicher Logik entbehren. Das war hier Gott sei Dank nicht der Fall. Dass dem Buch konstant eine geheimnisvolle Stimmung innewohnte, sorgte dafür, dass ich regelrecht an den Seiten klebte. Alles war einerseits düster und unheimlich, andererseits aber auch irgendwie märchenhaft. So richtig konnte ich mich daher nicht entscheiden: gruseln oder mitfiebern? Fazit: Eine kleine Literaturperle, die den Leser in die Irre führt und mit einigen überraschenden Elementen punkten kann.

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Die Lichtung im Wald Der Wald als Schauplatz der Handlung ist entscheidend für die bedrohliche Atmosphäre, die sich im Jessica Linds Roman Mama immer mehr und mehr entwickelt. Das Paar Amira und Josef fahren in die Waldhütte, die zu Josefs Kindheit gehörte. Sein Vater ist im Wald ums Leben gekommen, dennoch hängt Josef an dieser Gegend. Die Erzählperspektive wird aber von Amira bestimmt. Sie und Josef haben einen Kinderwunsch und bekommen auch ein Baby, Louisa. Und als sie ca. 3 Jahre später zurück in die Hütte kommen, spürt Amira immer mehr eine Bedrohung. Durch einen mysteriösen fremden Wanderer, durch eine wilde Hündin, die im Wald herumstreift und in der Angst um ihr Kind. Als Leser hat man aber auch Angst, dass Amira selbst, von ihren irrationalen Gefühlen bestimmt, sich zu einer Tat hinreißen lässt. Doch der Verlauf der Handlung lässt viel Interpretationsspielraum und mehrere Erklärungsansätze, ohne das alles aufgeklärt wird. Wie die Autorin die Romanhandlung mit sparsamen Mitteln immer mehr verdichtet und durch psychologische Momente beklemmende Stimmungen entstehen lässt, ist geschickt und wirkungsvoll gemacht. Ein großartiges Debüt.

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Verwirrend. Bedrückend. Strange. Inhalt: „Amira wünscht sich ein Kind. Als sie schwanger wird, gesellen sich Ängste und Sorgen zu ihrer Vorfreude. Wie wird sie die Mutterschaft verändern? Ein Ausflug zur abgelegenen Waldhütte ihres Partners Josef bringt nicht die ersehnte Entspannung: Rätselhafte Begegnungen häufen sich, Raum und Zeit scheinen außer Kraft und Amira weiß nicht, ob sie ihrer Wahrnehmung noch trauen kann. Was ist Traum, was Realität? Zwischen tiefer Verunsicherung und inniger Mutterliebe beginnt ein Ringen um Selbstbehauptung und Unabhängigkeit – denn der Wald scheint seine Gäste ungern wieder freizugeben …“ Schreibstil/Art: Die unfassbar guten Beschreibungen lassen ein zum Teil absurdes Bild im Kopf entstehen. Die Sprache - ungewöhnlich, fast schon poetisch, märchenhaft, die Sätze kurz aber aussagestark. Formulierungen, Vergleiche und die Darbietung der bedrohlichen Lage, sind unglaublich ausgedrückt. Das Spielchen zwischen Horror, Wahn, Traum und Realität kann eigentlich niemand so wirklich auseinanderhalten. Diese Art den Lesenden an das Geschehen zu binden und mit in die Geschichte einzubeziehen, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Irgendwann vermischen sich die Zeitebenen, die Stimmung wird noch düsterer und bedrohlicher als sie eigentlich schon ist. Selbst ich als Nicht-Mama verspürte die Ängste von Amira, zu versagen, seiner Rolle als Mutter nicht gerecht zu werden, nicht gut genug zu sein. Fazit: Vorab kann ich sagen, dass ich befürchte dieses Buch könnte für den einen oder anderen Leser zu speziell sein. Den Stil muss man mögen. Denn trotz der wenigen Seiten, musste ich mir zwischendurch Zeit nehmen um das Gelesene besser zu verstehen, zu verdauen. Beeindruckend fand ich es, dass die Debütautorin mit der Wahrnehmung ein verwirrendes Spielchen treibt. Ich könnte mir vorstellen, dass man das Buch noch einmal gelesen haben muss, um auch die versteckten, verzwickten Komponente zu verstehen.

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