Die Wiederentdeckung des Glücks

Roman

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Erscheinungstermin 01.09.2021 | Archivierungsdatum 27.04.2022

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Zum Inhalt

Können wir Glück recyceln?
Ebenso poetisch wie eindringlich erzählt Antonia Michaelisʼ Gesellschaftsroman von vier Menschen, deren Lebenswege sich auf Madagaskar immer wieder kreuzen, und die einander den Mut geben, Grenzen zu überschreiten und ihre Fesseln abzustreifen.

Kleider, Flaschen, Schuhe – alles kann man recyceln. Warum nicht auch das Glück?
Einst war Madagaskar ein Paradies, heute ist die Insel vor der Küste Afrikas fast komplett abgeholzt und bettelarm – und lebt vom Recycling. Vielleicht webt das Schicksal deshalb genau hier vier Lebenswege ineinander, um am Ende ihre Ketten zu sprengen?
Da ist der Straßenjunge Biscuit, der sich einfach weigert, seine Träume aufzugeben. Da ist die junge Maribelle, die nie gelernt hat, Träume zu haben – bis sie die Kraft ihres Willens entdeckt. Und da sind Terje und seine Tochter Nora aus Deutschland, die gleich zwei Mal alles in Bewegung setzen werden.

Antonia Michaelis hat selbst einige Zeit auf Madagaskar gelebt. Mit »Die Wiederentdeckung des Glücks« hat die preisgekrönte Autorin einen lebensklugen, tief bewegenden Gesellschaftsroman über Empowerment geschrieben, der noch lange im Gedächtnis bleibt.

Können wir Glück recyceln?
Ebenso poetisch wie eindringlich erzählt Antonia Michaelisʼ Gesellschaftsroman von vier Menschen, deren Lebenswege sich auf Madagaskar immer wieder kreuzen, und die einander...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783426282601
PREIS 18,69 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein wunderbares Buch

Inhalt:
Mit 25 Jahren kommt der Deutsche Terje auf einer Radweltreise nach Madagaskar. Hier erobert der fünfjährige Straßenjunge Biscuit sein Herz, aber auch eine wunderschöne Frau. Vierzehn Jahre später kehrt Terje auf die Insel zurück, zerrissen zwischen seinem Freund und seiner Liebe. Er besucht das Land ein drittes Mal, diesmal zusammen mit seiner Tochter. Werden sie beide in Madagaskar endlich ihr Glück finden?

Meine Meinung:
Antonia Michaelis’ Schreibstil ist unvergleichlich. Ich liebe ihn einfach! Wunderschön zu lesen, leicht poetisch, mit fantasievollen Vergleichen und Metaphern, humorvoll und traurig zugleich. Und in jedem Wort spürt man die Liebe der Autorin zu den Figuren, die vor dem inneren Auge zum Leben erwachen.

Madagaskar ist ein sehr armes Land. Das kommt in diesem Roman auch deutlich zum Ausdruck. Michaelis erzählt von Hunger und Korruption, von Kinderarbeit, Unterdrückung und Aberglauben. Aber auch von Lebensmut, von Liebe und Freundschaft. So liest man diesen Gesellschaftsroman mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Antonia Michaelis lebte mit ihrer Familie für zwei Jahre in Madagaskar, wo sie beim Aufbau einer Schule und eines Kinderhauses mithalf. Ihr Verdienst aus diesem Roman fließt zu hundert Prozent in diese Hilfsprojekte.

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Antonia Michaelis - Die Wiederentdeckung des Glücks
Kleider, Flaschen, Schuhe – alles kann man recyceln. Warum nicht auch das Glück?
Einst war Madagaskar ein Paradies, heute ist die Insel vor der Küste Afrikas fast komplett abgeholzt und bettelarm – und lebt vom Recycling. Vielleicht webt das Schicksal deshalb genau hier vier Lebenswege ineinander, um am Ende ihre Ketten zu sprengen?
Da ist der Straßenjunge Biscuit, der sich einfach weigert, seine Träume aufzugeben. Da ist die junge Maribelle, die nie gelernt hat, Träume zu haben – bis sie die Kraft ihres Willens entdeckt. Und da sind Terje und seine Tochter Nora aus Deutschland, die gleich zwei Mal alles in Bewegung setzen werden.

Meinung
Das war mein ersten Buch der Autorin und wird es auch nicht das letzten sein.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Protagonisten sind sehr authentisch.
Eine wunderbare, lebensbejahende Geschichte, ich empfehle sie gern

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Dieser Roman hat mich fasziniert und erschreckt.
Das Land Madagaskar, dass verheißungsvoll verlockend erscheint,
entpuppt sich als armes und ungerechtes Land.
Die Geschichte der vier Protagonisten ging mir sehr nah
und war sowohl traurig , als auch hoffnungsvoll.
Das Ende versöhnt.

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"Man kann nach Madagaskar kommen und es vergöttern – "

oder es hassen. So wie einer ihrer Protagonisten, der deutsche Arzt Terje Sandholz, kam auch die in der Nähe von Greifswald lebende Autorin Antonia Michaelis vor einigen Jahren nach Madagaskar. Zusammen mit ihrer Familie lebte sie zwei Jahre in der Nähe der Stadt Antsirabé. Im Lauf der Zeit hat sie gelernt, das Land und seine Menschen zu lieben. Während sie eine Schule und ein Kinderhaus aufgebaut hat, hat sie nicht nur zahllose Geschichten gesammelt sondern auch – man merkt das diesem Roman auf jeder Seite an - ihr Herz an das von Klimawandel und Kolionalismus gebeutelte, arme Land verloren. "Alles, was in diesem Roman steht, ist erfunden – und alles ist wahr", schreibt sie im kurzen Nachwort; und vielleicht ist das auch ein wenig das Problem.
Antonia Michaelis: Die Wiederentdeckung des Glücks. Droemer Knaur 2021

Schon vor vielen Jahren lernten wir die Kinderbuchautorin Michaelis kennen und lieben: Ihr Buch über Die wilden Prinzessinnen nahm mit seiner ungebremsten, anarchischen Phantasie lange Zeit einen Spitzenplatz unter den Vorlesebüchern ein und ist für mich auch heute noch eines der tollsten, unübertroffenen Kinderbücher im Haus. Michaelis, die eigentlich Medizin studiert hat, entwickelte ihr Schreiben spürbar im Einklang mit der Entwicklung ihrer eigenen Kinder. Neben Bilder- und Vorlesebücher traten bald Bücher für Leseanfänger, erste Romane und später dann spannende, fantastische Jugendbücher – nicht selten mit dunklen Untertönen und "schwierigen" Themen. Dann ging Antonia Michaelis nach Madagaskar – und wir zogen im Sommer 2019 für zwei Wochen in das geräumige, mit Kostümen, Büchern und Spielen vollgestopfte Haus der Frau mit der großen Familie und dem großen Herzen: eine Wundertüte, so wie viele ihrer Bücher. Umso gespannter habe ich nun den Roman aufgeschlagen, der eine erste Aufarbeitung der Jahre in Madagaskar darstellt.

Die Wiederentdeckung des Glücks ist – soweit ich es einschätzen kann – der erste Roman von Antonia Michaelis, der sich eher an größere (erwachsene) Leser wendet. Entsprechend groß ist das Projekt. Vier Figuren werden auf verschiedenen Zeitebenen in ihrem Kreisen umeinander verfolgt: Da ist der deutsche Arzt, der in seinem Leben dreimal nach Madagaskar kommt – und dreimal auf den irgendwann zum Freund werden Cyclo-Pousse-Fahrer Biscuit trifft. Beide wiederum sind auf magische Weise mit einer wunderschönen Frau verbunden, die bald eine ebenso wunderschöne Tochter zur Welt bringt. Und eben jene Maribelle bildet ein Zentrum dieser über Jahrzehnte sich erstreckenden Erzählung. Ein Zentrum – leider nicht das einzige.

Denn irgendwie hat jede der Figuren auch ihre eigene Geschichte, ihre eigene Sehnsucht. Na klar: Jeder sucht sein Glück. In diesem Fall hat das immer irgendwie mit den anderen Figuren des Romans zu tun. Und so dreht sich die Erzählmaschine auf märchenhafte, wundersame Weise immer enger um sich selbst bzw. um die beiden Männer mit ihrer Sehnsucht bzw. Liebe zur zwar sehr behütet und begütert aufwachsenden, aber im Herzen unglücklichen Maribelle. Während Terjes Tochter Nora in den Randzonen der Stadt ihr Glück (in Form eines Duftes) sucht, entfaltet sich auf dem Hauptstrang ein Puzzle aus Romeo und Julia und Effi Briest, Sozialdrama, Krimi, Thriller und Liebesgeschichte in einem. Dazwischen: kleine und größere Geschichten aus der madagassischen Kultur, Details über Details, die sich vor der lokalen Tradition verbeugen und Lokalkolorit erzeugen. Dieses Märchen (denn um nichts anderes handelt es sich) wird zusammenhalten von der unbändigen Fabulierlust Michaelis', die irgendwann ihre Zügel sprengt – die Geschichte geht im Laufe des Romans einfach mit ihrer Autorin durch. Während das Märchenhafte überwiegt und die Wendungen und Überraschungen zunehmen, bleibt leider ein wenig die Glaubwürdigkeit des Erzählten auf der Strecke.

"Die Macht, einen anderen Menschen absolut glücklich zu machen, war wie ein Rauschmittel",

heißt es irgendwo im Roman. So ist es auch mit dem Erzählen: das Glück des Erzählens erzeugt in diesem Buch einen wahrhaften Rausch. Dahinter steht die Geschichte einer Europäerin, die in Madgaskar die Möglichkeit des Glücks wiederentdeckt hat – in einem Land, das bekannt ist dafür, alles zu recyclen. Weiß man um die aktuelle Lage des von Hunger und Trockenheit heimgesuchten Landes, erahnt man die Bedeutung und Macht der Fantasie. Selbst das Glück ist in Madgaskar ein gebrauchtes, so Biscuit – und Nora, das Alter Ego der Autorin, bringt es auf den Punkt:

"Recycling Land, hat Papa gesagt, sie recyceln hier alles, und es ist wahr, sie haben auch mich recycelt, ich bin etwas anderes, gemacht aus den Teilen meines alten Ichs. Glücklicher. Und trauriger."

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Terje kehrt dreimal zurück nach Madagaskar, das erste Mal ist er 25 Jahre alt und hat auf seinem grünen Fahrrad mit der roten Klingel und der blauen Werkzeugtasche schon eine Weltreise hinter sich. Bei einem Gespräch mit einer Frau, die sagt, dass ihr noch ungeborenes Kind auf jeden Fall von dem kleinen Jungen in den Seifenkisten geschoben werden soll, da er der Schnellste ist, entscheidet er sich, dem Jungen die Fahrradklingel zu schenken. Und auch das Fahrrad lässt er in Madagaskar, doch das braucht Jahre, bis es seinen Weg zu Biscuit findet, der eigentlich anders heißt, aber der Name ist viel zu lang und kompliziert. Und dieser Name ist eine Verkürzung von "bicyclette", Fahrrad, und hat nichts mit Keksen zu tun. In den folgenden Jahren begleiten wir Biscuit auf dem Weg zu seinem Traum, manchmal sind wir schon in der Gegenwart, in der er ein berühmter cyclo pousse Fahrer ist, der Schnellste überhaupt. Maribelle, die Tochter der Frau auf der Bank, ist seine Angebetete. Kurz vor seinem 70. Geburtstag kehrt Terje zum dritten Mal zurück. Dieses Mal mit seiner Tochter Nora, die 25 Jahre alt ist und in einer Welt der teuren Düfte lebt, umgeben von Sauberkeit und Sterilität. Doch auch mit Nora macht Madagaskar etwas, ganz langsam, aber es passiert. Ein wunderbares Buch über ein so verkanntes Land, das uns die Autorin hier näher bringt. Und natürlich gibt es auch ein paar Stellen, an denen die Realität verwischt. Dennoch ist dieser Roman nicht so märchenhaft, dafür ernster.

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Die Wege von vier Menschen kreuzen sich in Madagaskar immer wieder. Jeder ist auf der Suche nach seinem Glück und versuche auf unterschiedliche Weise sich ihm zu nähern. Die Geschichten der einzelnen Figuren fand ich interessant, aber auch die Beschreibungen des Ortes der Handlung. Das Buch ist tiefgründig und setzt sich mit Fragen unserer Gesellschaft auseinander. Das Cover passt dazu und auch der Schreibstil ist sehr schön. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es empfehlen.

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Ein sehr bewegender Roman von Antonia Michaelis. Ein junger Mann, der auf Weltreise mit seinem Fahrrad unterwegs ist und in Madagaskar landet ist fasziniert von dem Land und seinen Menschen.
Hier zählen andere Werte und Kleinigkeiten können viel bewirken. Nach seiner Abreise lässt ihn Madagaskar und seine Bewohner nicht mehr los und so kehrt er Jahre später mit seiner Tochter zurück, in der Hoffnung auf ein Wiedersehen und dem großen Wunsch seiner Tochter näherzukommen und ihr eine andere Welt zu vermitteln.
Ein eindringlicher Roman, der für jung und alt gut geeignet ist, sehr poetisch erzählt.

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