Wir können mehr sein

Die Macht der Vielfalt

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Erscheinungstermin 19.08.2021 | Archivierungsdatum 07.05.2022

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Zum Inhalt

Was in diesem Land anders werden muss.

Aminata Touré verbrachte die ersten Jahre ihres Lebens in einer Unterkunft für Geflüchtete, heute ist sie Vizepräsidentin eines Landtags. Dass sich dieser Satz wie eine Heldinnengeschichte liest, zeigt, dass wir noch nicht in einer offenen und gleichberechtigten Gesellschaft leben. Es ist höchste Zeit, das zu ändern.

Aminata Tourés Eltern flohen 1992, kurz vor ihrer Geburt, aus Mali. Im selben Jahr, während sie mit ihrer Familie in einer Flüchtlingsunterkunft lebte, brannten in Deutschland eben solche Häuser. Und das nicht zum letzten Mal. Ihr Buch handelt vom Aufwachsen als Schwarze Frau in einer Gesellschaft, die immer noch Mühe hat, ihren eigenen Rassismus zu erkennen, aber auch vom Weg in die Politik, von Erfolgen und vom Scheitern – nicht, um zu sagen, dass es schwer oder einfach war, sondern, um zu sagen, was in diesem Land anders werden muss. Politik kann mehr sein als Machterhalt und die Verwaltung der Zustände. Ein Aufruf an junge und diverse Menschen, in die Institutionen zu gehen, um die Politik und unser Zusammenleben zu verändern.

Was in diesem Land anders werden muss.

Aminata Touré verbrachte die ersten Jahre ihres Lebens in einer Unterkunft für Geflüchtete, heute ist sie Vizepräsidentin eines Landtags. Dass sich dieser Satz...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462000610
PREIS 14,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ein wichtiger Beitrag zum derzeitigen Feminismus und den Zielen mehr Vielfalt in die Gesellschaftspräsentation und den Diskurs zu bringen. Warum sind immer noch so viele Politiker alt, weiß und cis-männer?! Warum werden Frauen nur immer die selben schlechten kamellen gefragt anstelle der wichtigeren, die nur männliche Politiker hören dürfen?! Warum fällt es den Medien schwer neue und engagierte Menschen zu fördern und denen eine Bühne zu geben?? Lest dieses Buch und tragt bitte auch dazu bei, dass wir voran kommen als Gesellschaft, Wirtschaft und Menschen.

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Ein insprierendes Buch, mit wichtiger Botschaft. Finde es beeindruckend und auch durchaus wichtig zu sehen, dass Politik nicht nur von "alten, weißen Männern" gemacht werden kann und durchaus ein Umdenken sinnvoll wäre. Schöne Einteilung der Kapitel und guter Schreibstil. Hat mir gut gefallen!

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Zuerst mal...ganz wichtig: "Ich will deutsch-migrantische Geschichten hören und sehen, und zwar als Selbstverständlichkeit und nicht als 'etwas Besonderes'." <= Ich auch!!! Da das jetzt gesagt ist, ein paar Gedanken zu "Wir können mehr sein" von Aminata Touré. Es ist ein Buch, bei dem ich direkt am Anfang Gänsehaut bekam. Aminata Touré erzählt ihre Politik- und Lebensgeschichte mit ganz viel Leidenschaft, kräftiger Stimme, sehr reflektierend, mutig, bewegend und inspirierend - und Humor ist auch dabei, z.B. wie die Autorin ihre erste Begegnung mit dem damaligen Umweltminister Schleswig Holsteins, Robert Habeck, bechreibt. Typisch norddeutsch, oder?! Mir gefällt sehr, wie Touré immer wieder betont, dass wir mehr Vielfalt in der Politik und allen Entscheidungsebenen brauchen, sowohl in Bezug auf Geschlecht/Gender, Herkunft (auch Hautfarbe), Religion, aber auch gesellschaftlichen Klassen (da sind natürlich auch wir als Wähler:Innen gefragt, nicht immer nur weiße, ältere, gut situierte Akademiker mit ähnlichen Erfahrungshorizonten zu wählen), um den gewachsenen, machterhaltenden Strukturen entgegenzuwirken, bei denen "in Räumen [...] diskutier[t wird], in denen Menschen, die die politischen Entscheidungen direkt betreffen, nicht anwesend sind." Beim Lesen kamen mir viele Fragen, besonders intensiv bewegt mich immer noch, wie wir es als Teil der Mehrheitsgesellschaft zulassen können, dass viele Afro-Deutsche (und ja, alle Mitbürger:Innen mit "Migrationshintergrund") sich immer wieder aufs Neue und stärker beweisen müssen, als das von weißen Deutschen verlangt wird - und dazu noch ständig Dankbarkeit zeigen sollen. Solange Tourés Geschichte als Heldinnen-Epos gelten kann, ist es eben keine normale Selbstverständlichkeit (eher eine feel-good story) und kein Beweis für die erfolgreiche Bekämpfung von Rassismus in unserem Land: "Es geht darum, dass wir die gleichen Träume haben können, sie laut aussprechen können, ohne dass jemand lacht. Lacht, weil er oder sie weiß, dass das ein Traum ist, den man nicht haben kann." Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, also vor der Bundestagswahl (und bei uns auch den Kommunalwahlen), möchte ich Aminata Tourés Buch jedem und jeder Wahlberechtigten und allen Jugendlichen empfehlen: für wichtige Denkanstösse zu u.a. den Themen Rassismus, Teilhabe und Intersektionalität, gegen Politikverdrossenheit und gefühlte Ohnmacht, für Teilhabe von marginalisierten Gruppen, gegen strukturellen und Alltags-Rassismus und als Aufruf an alle, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten und positiv zu verändern. Wir können mehr sein. [Es] braucht [...] nicht nur die Einsicht, es braucht auch das Handeln."

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Ein authentisches und nachdenklich stimmendes Buch, das mich ziemlich umgetrieben hat beim Lesen. Aminata nimmt ihre Leser mit in ihre politische Arbeit und erzählt sehr berührend über ihr Leben und Erfahrungen als schwarze Frau in Deutschland. Wirklich sehr lesenswert!

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