Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
Roman
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Erscheinungstermin 26.05.2021 | Archivierungsdatum 29.05.2023
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Zum Inhalt
»Das unsichtbare Leben der Addie LaRue« ist ein großer historischer Fantasy-Roman, eine bittersüße Liebesgeschichte – und eine Hommage an die Kunst und die Inspiration.
Addie LaRue ist die Frau, an die sich niemand erinnert. Die unbekannte Muse auf den Bildern Alter Meister. Die namenlose Schönheit in den Sonetten der Dichter. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die europäische Kulturgeschichte – und bleibt dabei doch stets allein.
Seit sie im Jahre 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, ist sie dazu verdammt, ein ruheloses Leben ohne Freunde oder Familie zu führen und als anonyme Frau die Großstädte zu durchstreifen. Bis sie dreihundert Jahre später in einem alten, versteckten Antiquariat in New York einen jungen Mann trifft, der sie wiedererkennt. Und sich in sie verliebt.
Für Leser*innen von Erin Morgenstern, Neil Gaiman, Audrey Niffenegger, Leigh Bardugo und Diana Gabaldon
»Das unsichtbare Leben der Addie LaRue« ist ein großer historischer Fantasy-Roman, eine bittersüße Liebesgeschichte – und eine Hommage an die Kunst und die Inspiration.
Addie LaRue ist die Frau, an...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783596705818 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 608 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Keine Diskussion - eindeutig ein Jahreshighlight.
Dass Schwab gute Bücher schreibt, wissen wir. Aber sie wird dabei auch immer besser. Auf kein Buch habe ich mich die letzten Tage so sehr gefreut, wie auf dieses hier. Ich konnte es kaum abwarten, weiterzulesen und mich jeden Tag aufs Neue verzaubern zu lassen.
Es ist die zartfühlende Art, wie die Geschichte erzählt wird. Fein, sanft, berührend - ohne dabei kitschig zu sein. Ohne dass es erzwungen wirkt. Wie feines Engelshaar greift die Geschichte nach dem Leser und zieht ihn mehr und mehr in seinen Bann.
Die Figuren werden zu Begleitern, man möchte mit ihnen befreundet sein. Ich zumindest wollte es. Ausserdem begann ich mich zu fragen, wofür ich meine Seele verkaufen würde. Nein, ich wüsste es nicht. Aber ich kann die Figuren des Buches verstehen; verstehen, weshalb sie in ihren jeweiligen Situation so gehandelt haben.
Dieses Buch gehört zu jenen, von denen ich nicht aufhören konnte zu lesen, gleichzeitig aber wollte, dass es gar nicht mehr aufhört. Danach hatte ich auch eines jener berühmten Buch-Hangover. Zwar hatte ich ein anderes in der Hand, aber mein einziger Gedanke war "Nein, noch ist es zu früh" und kehrte in Gedanken zu Addie und Henry zurück.
Ich bin Netgalley und dem Fischer Verlag zu Dank verpflichtet, dass ich die Möglichkeit erhielt, das Buch bereits jetzt auf Deutsch zu lesen. Die Übersetzung ist wirklich gelungen, zumindest stolperte ich an keiner Stelle und konnte auch Schwabs Stil gut erkennen.
Überhaupt - vielen Dank auch an V.E. Schwab, dafür dass sie das Jahr 2020 mit diesem Werk ein wenig verbessert haben. Gerade jetzt brauchen wir solche Geschichten. Geschichten fürs Herz. Geschichten, die gut tun. "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" ist genau so ein Werk.
Zumindest für mich ist es das.
Dieses Buch erinnert mich ein wenig an Sarah Perrys "Melmoth". Auch hier ist eine Frau dazu verdammt, einsam durch die Weltgeschichte zu wandern.
Addie LaRue schließt einen Pakt mit einem Schatten, vielleicht sogar mit dem Teufel persönlich. Sie will heraus aus der Enge ihres vorbestimmten Lebens. Aber bei solchen Abmachungen tut man gut daran, den genauen Wortlaut beachten. Als Addie ihre Seele gegen unendliche Freiheit eintauscht, hat sie nicht bedacht, dass Freiheit auch Einsamkeit bedeuten kann. Sie kann fortan keine Beziehung eingehen, keine Arbeit aufnehmen, keine Wohnung mieten, weil alle Menschen sie sofort vergessen, wenn sie aus ihrem Blickfeld verschwindet. Dreihundert Jahre wandelt sie durch die Welt, ist aber nicht bereit aufzugeben. Und als sie endlich jemanden trifft, der sich an sie erinnert, weiß sie nicht, ob dies die Erlösung ist oder nur eine weitere Grausamkeit des Teufels.
Trotz des großen Umfangs der Geschichte ist diese niemals langweilig, wenn auch von Düsterkeit geprägt. Dem Leser bleibt vorallem die Erkenntnis, dass Unsterblichkeit irgendwie doch nicht so toll ist, wenn man das Leben mit niemanden teilen kann.
Henrike H, Buchhändler*in
Das Buch bringt mich ein wenig in einen Zwiespalt. Auf der einen Seite ist es eine wunderbare Liebesgeschichte und auf
der anderen Seite hat es meine Erwartungen nicht erfüllt. Im Klappentext steht: "ein großer historischer Fantasyroman".
Groß ja - mit über 500 Seiten schon. Der historische Anteil ist für mich etwas zu kurz gekommen, insbesondere die Beziehung zu den Künstlern mit Addie als Muse. Auch erst bei ca. der Hälfte des Buches lernt sie Henry kennen. Und ab diesem Moment wird die Geschichte spannend, denn er erkennt sie auch am zweiten Tag, was bei allen anderen Menschen nicht der Fall war.
Natürlich ist es ein durchaus lesenswertes Buch, gerade wenn man eine romantische Ader hat. Der Schreibstil gefällt mir.
Ich kann es empfehlen.
Verena K, Buchhändler*in
Selbst für mein zartes Alter von 52 ein Urban-History-Fantasy Highlight.
Ich bin fasziniert und habe das Buch in einem Rutsch gelesen.
Jana v, Buchhändler*in
Ein wunderschönes Buch, in dessen Story und Charaktere man sich wunderbar verlieren kann. Lange musste wir Leser auf dieses Buch warten, aber das Warten hat sich gelohnt. V.E. Schwab hat eine besondere und eindrucksvolle Geschichte, mit Charakteren, die Übersicht und ihr Schicksal hinauswachsen, geschaffen. Würde jedem empfehlen, diesem Buch einmal eine Chance zu geben!
Tanja L, Buchhändler*in
Ein Buch das ich verschlungen habe.
V.E.Schwab schaft es wiedermal, Ihre Protagonistin unglaublich sympathisch zu machen. Man fiebert das ganze Buch über mit Addie mit, wünscht Ihr nur das Beste.
Mir gefällt, dass es (Auch dies empfinde ich als Spezialität von VE Schwab), einmal mehr eine neue Idee, eine neue Geschichte ist. Man beginnt zu lesen und überlegt sich, was ist Addie.. Ein Vampir ? Eine Unsterbliche? Eine Muse? Die Lösung ist wunderbar genial.
Ich mag wie die Seelische Verfassung beider Charaktere beschrieben ist. Zb. der Vergleich eines Sturms für eine Depression (Auch wenn dies nie Depression genannt wird).
Ein Buch als Ode ans Leben, an die Kunst, ein wenig auch an New York.
Ich hoffe wirklich es werden mehr Bücher von VE Schwab übersetzt.
Kathleen W, Buchhändler*in
Ein wunderschön geschriebenes Buch mit einer tollen Protagonistin. Man fühlt mit ihr mit und kann ihren Schmerz sehr gut nachvollziehen.
PrinzIn E, Buchhändler*in
Es dauert ein bisschen, bis dieses Buch an Fahrt aufnimmt, aber dann wollte ich doch unbedingt wissen, wie es ausgeht. Die Welt ist stimmig und die Charaktere gut ausgearbeitet.
Smilla G, Buchhändler*in
Es war einmal ein Mädchen, das sich nach Freiheit sehnte.
Und eines Tages gab ihr die Dunkelheit ihre Freiheit.
Ein fantastisches Buch, das meine Erwartungen sogar noch übertroffen hat! Addie ist ein wunderbarer Charakter, ebenso wie Henry. Ich bin verliebt in dieses Buch! Die Geschichte entfaltet sich so wunderschön zu einem grandiosen Ende, das sowohl ein Abschluss sein könnte, aber dennoch Hoffnung auf eine Fortsetzung macht!
Ein Jahreshighlight!!!!!
Einen Pakt mit dem Teufel einzugehen ist zumeist keine gute Idee... Als Prämisse für einen fantasievollen Roman aber eignet sich die Idee aber ausgesprochen gut!
Eine mitreißende Geschichte, die sich über Jahrhunderte der europäischen Geschichte erstreckt.
Mein erstes Buch von V. E. Schwab und ich habe es geliebt!
Eine Mischung aus Fantasy und historischer Roman ist sowieso etwas ganz Besonderes, aber es kann dabei auch viel schiefgehen. Jedoch nicht bei "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue"! Für mich war alles total stimmig.
Man wird anfangs direkt in die Geschichte geworfen. Es beginnt 1714 und wir erfahren, dass eine junge Frau vor ihrer eigenen Hochzeit davonläuft. Ziemlich viele Fragen kommen dabei auf, doch keine Sorge: Sie werden früher oder später alle ausnahmslos während des Lesens beantwortet.
Das nächste Kapitel katapultiert einen ins Jahr 2014. Die gleiche junge Frau scheint nun ein ganz anderes Leben zu führen. Es wirkt fast schon normal und sorglos - bis beschrieben wird, wie jeder um sie herum Addie vergisst. Selbst der Mann, mit dem sie sich noch eben das Bett teilte. Viele weitere Fragen kommen da beim Lesen auf, doch wie gesagt: Man erfährt alles Stück für Stück. Dass sie offenbar einen Pakt mit einem Schattenwesen eingegangen ist, der ihr Freiheit versprach (Doch zu welchem Preis?); dass sie keine Spuren hinterlassen kann (Ihr Rotweinfleck verschwindet zum Beispiel einfach); dass sich niemand an sie erinnert, sobald sie aus dem Blickfeld gerät...
Die Kapitel wechseln sich in der Regel ab: Mal befinden wir uns im 18. Jahrhundert und wir erfahren viel über Addie, ihren Fluch und wie gefährlich das Leben zu dieser Zeit war - vor Allem, wenn man eine Frau ist.. Im nächsten Kapitel sind wir dann wieder in der Gegenwart - 2014 - und erleben eine viel selbstbewusstere Addie, die gelernt hat, mit ihrem Fluch umzugehen.
Ich will hier nicht zu viel über den Inhalt verraten, denn ich mag das Buch so sehr, dass ich anderen Lesern nichts vorweg nehmen möchte. Mir hat es sehr viel Freude bereitet, dem ganzen Geheimnis um Addie, dem Schattenwesen und Henry (ja, es gibt auch eine wichtige männliche Rolle in dieser Geschichte) auf die Schliche zu kommen. Schwab hat einen wunderbaren Schreibstil für diese Geschichte gefunden und verstand es, Spannung aufzubauen. Selbst in den Kapiteln, in dem inhaltlich nicht viel passierte, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es war wie ein Sog. Entsprechend enttäuscht war ich, als ich es beendet hatte. Versteht mich nicht falsch, ich fand das Ende stimmig, doch ich hätte einfach noch ewig weiterlesen können.
Für mich bereits jetzt ein Jahreshighlight! Ich werde auf jeden Fall noch weitere Titel dieser Autorin lesen!
Sigrid M, Buchhändler*in
Schon der Klappentext hat mich absolut in seinen Bann gezogen. "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" beschreibt, wie der Titel schon vermuten lässt, das unsichtbare Leben der Addie LaRue. Addie wird Ende des 17. Jahrhunderts geboren und ist als Frau ihrer Zeit weit voraus. Um den gesellschaftlichen Erwartungen (Heirat, Familie, Landleben) zu entfliehen, schließt sie einen Pakt mit dem Teufel. Dieser schenkt ihr zwar Freiheit, lässt sie aber gleichzeitig für ihre Umgebung unsichtbar werden, da alle ihre Mitmenschen sie sofort wieder vergessen. 300 Jahre "geistert" Addie so durch die Weltgeschichte, wird die Muse verschiedenster Künstler, bis sie Henry kennenlernt. Und der sich plötzlich wieder an sie erinnert!
Die Idee des Buches hat mich sofort überzeugt und V.E. Schwab liefert hier Historien-Fantasy auf sehr hohem Niveau. Die Charaktere sind alle wunderbar dargestellt und die "Dreiecksbeziehung" zwischen Addie, Henry und dem Teufel wirklich toll aufgebaut.
An manchen Stellen hätte ich mir mehr Geschichte gewünscht, also detailliertere Szenen, wen Addie in diesen 300 Jahren an Berühmtheiten kennenlernt, wie sie zur Muse der verschiedenen Künstler wurde etc.
Auch dauert es ein wenig bis das Buch Fahrt aufnimmt, aber darüber kann man aufgrund der schönen, detaillierten Sprache hinwegsehen.
Klare Leseempfehlung für alle Fantasyfans, die auf historische Elemente stehen.
Buchhändler*in 772537
Um nicht gegen ihren Willen verheiratet zu werden, schließt Addie LaRue 1714 einen Pakt mit dem Gott der Dunkelheit. Er schenkt ihr Freiheit und Selbstbestimmung, sie verkauft ihm im Gegenzug ihre Seele. Seither kann sie ihren eigenen Namen nicht mehr aussprechen und gerät nach jeder Begegnung in sofortige Vergessenheit. Wie ein Geist wandert sie über die Erde, immer voller Lebensdrang und doch unendlich einsam. Bis sie 300 Jahre später in New York auf Henry trifft, der ihr ihren Namen zurückgibt.
Die erfindungsreiche Geschichte um eine einzigartige, starke Frau, die sich standhaft weigert zu kapitulieren, ist von der ersten Seite an eindrücklich und fesselnd. Die mitreißende, immer wieder überraschende Handlung hat mich ebenso fasziniert wie die ausdrucksstarke Sprache. Durch den Wechsel zwischen den Zeitebenen entsteht erst nach und nach ein vollständiges Bild und bis zum Schluss bleibt es unvorhersehbar, wohin Addies Reise geht. Für mich ein großartiges Lesehighlight, das mich vollkommen begeistert hat.
Addie LaRue lebt schon seit Jahrhunderten, doch ihre Spuren kann sie nur durch die Kunst anderer hinterlassen. Sie selber wird vergessen, sobald sie sich außer Sichtweite befindet. Dies war der Preis für ihre Alterslosigkeit, die sie von einem Dämon erhielt. In ihrer Zeit hat sie vieles gesehen, hat das Überleben gelernt, doch sie eines Tages von einem jungen Mann wieder erkannt wird, beginnt für sie etwas Neues.....doch kann es für Addie wirklich etwas Beständiges geben?
Meinung:
Ich liebe die Bücher von V Schwab und war unglaublich gespannt auf dieses, da ich die Idee einfach super spannend fand. Darin hat sich auch beim Lesen der Geschichte nichts geändert, im Gegenteil ich war begeistert wie realistisch die Umsetzung war. All die Probleme, die ich im ersten Moment gar nicht bedacht hatte. Geld, Zimmer reservieren und so vieles mehr, werden für Addie zum Problem. Die ich als Charakter übrigens wirklich gelungen fand und deren Entwicklung wirklich gut war. Auch wenn der Schatten für mich wohl der faszinierendste Charakter war, ich konnte seine und Addies immer kaum erwarten.
Insgesamt ist dieses Buch eine Lebens- und keine Liebesgeschichte, was das Ende ja nun wirklich gezeigt hat (super), und wäre das Tempo der Geschichte mir nicht manchmal etwas zu langsam gewesen, wäre es wohl eines meiner Jahreshighlights. Ich meine es gibt so viele gute und spannende Momente, aber mir fehlte dieser letzte Kick zu „Großartig“. Auch wenn ich am Ende fast geweint habe. Es fehlt also nicht an Emotionen.
Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, das eine faszinierende Idee zum Leben erweckt, dem mir aber leider etwas Tempo fehlte. Also nur 4 und nicht 5 Sterne.
Buchhändler*in 468680
Eine düstere Geschichte, eine starke Heldin. Die Protagonistin schließen 1714 einen Pakt mit dem Teufel.. wie sich das entwickelt, kann man sich eigentlich fast denken... oder?
Ich will nichts erzählen, weil ich sonst wahrscheinlich etwas vor weg nehmen würde. Eine grandiose Geschichte, eine packende Handlung. Wundervoll!
Rezensent*in 825298
OMG dieses Buch war einfach nur WOW
Phenomenal würde es echt gut beschreiben. Ich klinge gerade so als würde ich übertreiben aber dieses Buch hatte alles was ein Buch je gebraucht hat. Ich hab es an einem einzigen Tag beendet und das Ende war einfach nur EMOTIONAL. *immer noch in Tränen*.
V.E Schwab war mir schon eine bekannte Autorin und ich liebte ihren Schreib Stil allgemein. Sie weiß wie man ein Buch schreibt und wie man den Leser emotional an das Buch bindet und SIE HAT KLASSE ARBEIT GELEISTET.
Addie ist ja mal eine mega Protagonistin, ich kann sie nicht genug Lieben *verliebte Augen*. Sie ist tough, mutig, selbstbewusst und einfach nur der perfekte Charakter. Sie lebt im 1800 Jahrhundert wo Frauen ja nicht wirklich viel im Leben hatten. Sie fürchtete sich vor einem einfachen kurzen Leben wo sie nur zu heiraten und Kinder zu kriegen hatte. So betete sie aus Frustration die Götter an DOCH was sie nicht beachtete, ist, dass man sowas nach Sonnenuntergang STRIKT unterlassen sollte denn dabei wird nie etwas gutes für dich rauskommen. Sie wünschte sich ein Leben mit voll viel Zeit und *oh ja, die kriegt sie auch*. Sie findet sich in einem Fluch wieder in der jede einzelne Person ihre Existenz vergisst, und im Gegenzug ist Addie nun unsterblich (wenigstens hat sie jetzt unendlich Zeit) Niemand wird sich an sie erinnern, alle vergessen sie. „Aus dem Auge aus dem Sinn“ wird hier wortwörtlich genommen. Sie lebt ihre Jahre und gibt sich nicht leicht geschlagen, auch wenn immer wieder die Person auftaucht, die an dem Fluch überhaupt Schuld ist. Luc muss natürlich auch wieder extrem Hot sein. Was macht denn ein Bösewicht, wenn er nicht
heiß ist? Luc ist die Art Dämon der für all dies verantwortlich war. Addie hat aus Frustration her, ihre Seele verkauft und die möchte sich Luc jetzt endlich ergattern.
Das Buch verfolgt dem chaotischen und schweren Leben der Addie la rue. Wie sie es irgendwie schafft, ein Leben zu leben, in der niemand sich an sie erinnert. Eines Tages jedoch betritt sie ein kleines Geschäft in der ein ach so lieber gentleman, ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er kann etwas was bisher noch niemand konnte? Sie ist hin und hergerissen und sucht nach Antworten. Alles ist so viel komplizierter als sie denkt und sie findet sich wieder, zwischen Freude und Schmerz, Verrat und Loyalität und einer starken Prise von Liebe. Hergerissen zwischen Fragen und Antworten, Luc und Harry.
Dieses Buch verfolgt Addies abenteuerliches Leben und glaubt mir, ihr werdet jede einzelne Emotion dieses Buches selbst spüren. Es ist so schön geschrieben worden und auch wenn es schmerz, dann fühlt es sich doch wie wunderschöner Schmerz an. Dieses Buch wird jeden einzelnen Leser den Tränen nahebringen. Macht euch auf eine emotionale Fahrt gefasst. #NetGalleyDE #DasunsichtbareLebenderAddieLarue
Buchhändler*in 344112
Dieses Buch hat mich begeistert und bezaubert. Die Geschichte über einen "faulen" Handel mit dem Teufel ist natürlich wohlbekannt und doch fasziniert dieses Thema immer wieder neu.
1714: Adeline flieht kurz vor ihrer durch die Eltern arrangierten Ehe, da sie ein selbstbestimmtes Leben führen möchte. In ihrer Verzweiflung schließt sie einen Pakt mit dem Teufel. Fortan ist sie dazu verflucht ein unsichtbares Leben zu führen, da sich keiner an sie erinnern kann. Dennoch wird Addie als Muse vieler Künstler mehrere Jahrhunderte durch die Welt reisen, bis ihr eines Tages Henry begegnet und er sich an sie erinnern kann.
Romantisch, fantastisch und unfassbar spannend.
Sei sorgsam mit deinen Wünschen
„Bete niemals zu den Göttern, die nach Einbruch der Nacht antworten.“
Adeline hat es getan. Sie wollte das ihr vorbestimmte Leben als Ehefrau eines Witwers mit drei Kindern in einem kleinen Dorf im Frankreich des Jahres 1714 nicht. Sie bietet ihre Seele gegen absolute Freiheit. Bekommt sie, wandert durch die Zeit, 300 Jahre und mehr, reist durch die Länder, durch Frankreich, Schottland, Deutschland, Italien, Island, Portugal, sieht viele Menschen, auch Voltaire, Beethoven, Sinatra, ist bei bahnbrechenden Erfindungen, aber auch in Kriegen Zeitzeugin. Aber natürlich ist das Dunkle trickreich: Addie wird von Jedem in dem Moment, in dem sie nicht zu sehen ist, vergessen. Kann keine Spuren hinterlassen, hat keinen Besitz, kein Heim, keine Freunde.
V. E. Schwab hat einen wunderbaren Roman geschrieben.
Poetisch-mystische Beschreibungen von Märkten, Natur, Gebäuden und Situationen ziehen den Leser in seinen Bann. Gedankenspiele, welchen Gegebenheiten man ohne allen Möglichkeiten ausgesetzt ist, wie sie gemeistert werden, wie Addie sie bewältigt, sind faszinierend. Moralisch- ethische Fragen werden angerissen, philosophische Gedanken finden - mitunter ausgesprochen ausführlich- Raum.
Ein fantasiereicher Roman, der zum Träumen und Nachdenken anregt, sehr zu empfehlen.
Aus dem Amerikanischen von Petra Huber und Sara Riffel, verlegt von Fischer Tor.
Ein absolutes Meisterwerk hat V.E. Schwab mit " Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" geschaffen. Die Geschichte und ihre Charaktere sind einzigartig und realistisch. V.E. Schwab schafft es in nur wenigen Worten eine bunt schillernde, realistische und irgendwie auch einzigartige Welt zu erschaffen. Ihr Schreibstill ist einzigartig und faszinierend. Ihre Art mit Worten umzugehen, schafft es immer wieder mich zu lachen, zum weinen aber auch zum nachdenken zu bringen. Die Idee hinter der Geschichte ist ein bisschen wie ein moderne "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oskar Wilde, nur ist das ganze etwas moderne, es werden neue Aspekte mit eingebracht und es ist rasanter. "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" sollte nach meiner Meinung jeder einmal gelesen. Eine riesengroße Empfehlung. Von mir gibt es 5 Sterne (warum gibt es keine 6 Sterne? Dieses Buch hätte es so verdient) für dieses grandiose Buch.
V.E. Schwab gehört zu meinen Lieblingsautoren und so wusste ich, dass ich dieses Buch von ihr auf jeden Fall lesen muss. Der Plot ist typisch V.E. Schwab speziell und hat übersinnliche Elemente, die sich wunderbar in unsere Realität einfügen. Mit Addie LaRue hat sie eine Figur erschaffen, die authentisch die Zeitlosigkeit präsentiert. Ihre Melancholie hat mich wirklich berührt und oft zum Nachdenken gebracht.
Was bedeutet Zeit und was bringt Wert in das eigene Leben. Gleichzeitig – was vielleicht von der Autorin gar nicht beabsichtigt war – realisierte ich, wie jung unsere aktuelle Welt ist. Was ist den letzten 300 Jahren (die Addie nun lebt) alles geschehen ist. Was es wohl mit mir gemacht hätte, wenn ich Addies Leben leben würde. Welchen Sinn hat ein Leben, wenn man keine Erinnerung hinterlässt. V.E. Schwab hat die Gedankenwelt von Addie wirklich toll dargestellt, vorallem hat sie sich auch so intensiv in den Alltag gedacht – wenn man keinen Besitz haben kann, wie überlebt man? Wie hoch ist der Skrupel etwas zu klauen, wenn es um das Überleben geht? Wie normal wird es irgendwann?
Auch den Dunklen, den Schatten, den Teufel hat sie meiner Meinung nach wirklich gut getroffen. Seine Unbarmherzigkeit und Gerissenheit – aber tatsächlich wurde er mir während des Verlaufs der Geschichte fast zu menschlich und emotional. Henry war ein tolles Pendant zu Addie. Seine Figur blieb etwas blass, was ich als Absicht von V.E. Schwab vermute. Sein fast eintöniges Leben wurde nur durch Addie interessant.
Ich mochte die Ungewissheit darüber, wie die Geschichte weiterhin verlaufen würde. Generell liebe ich das an V.E. Schwab: Es gibt kein Schema F. Man wird ins kalte Wasser geworfen und treibt mit der Erzählung mit. Ich konnte wunderbar meine Außenwelt vergessen, wenn ich in Addies Geschichte las. Ich war neugierig, wie sie wohl enden würde und gleichzeitig war es mir eigentlich egal, weil es letztlich darum ging, Addie bei einem Teil ihres Lebens zu begleiten. Das Ende ist sehr harmonisch mit dem gesamten Roman. Es ist ein intelligentes Ende, das mir ein Lächeln auf die Lippen legte.
Fazit:
„Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ ist ein neues Meisterwerk von V.E. Schwab. Authentisch erleben wir das ewige Leben von Addie, die voller Melancholie und Realismus ihre Geschichte erzählt. Ein Pakt mit dem Teufel ist der Ausgangspunkt und doch geht es letztlich darum, was der Sinn des Lebens ist. Erinnerungen. In Erinnerung bleiben. Weggefährten haben. Inspirieren. Ich fühlte mich wie gefangen von der Geschichte und tauchte völlig in ihr ab. Das Ende – obwohl es perfekt zum Roman passt – war mir fast egal, denn ich genoss es so sehr die unvorhersehbare Geschichte zu lesen.
Rezensent*in 578981
Addie LaRue ist eine Frau, so bekannt und zugleich unbekannt. Die einzige Frau, welche es geschafft hat, ihre Fußspuren in 300 Jahren in der Kunst, wie der Malerei oder der Musik zu hinterlassen. Aber nirgends erscheint ihr Name, nirgends ein Bild von ihr.
Addie hat im Jahr 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen um einer unfreiwilligen Hochzeit zu entgehen. Die damals 23-Jährige war gewarnt, aber ein Fehler macht sie zu dem Geist der sie heute ist. Denn immer, wenn ein Mensch durch eine Türe geht, vergisst er sie. Eben noch miteinander gesprochen, geht die Person durch eine Türe, kommt wieder und Addie ist ihr fremd.
So erleben wir Addies Geschichte von ihrer Kindheit, den Fluch, über die Zeit von 300 Jahren. Die Französische Revolution, den zweiten Weltkrieg, viele Veränderungen von Städten und Menschen. Doch sie war nie alleine, immer suchte sie Menschen, wenn sich diese auch nur bis zum neuen Morgen an sie erinnerten. Am Abend geht sie mit einem Mann ins Bett, am nächsten Morgen denkt er an einen vergessenen One-Night-Stand.
Neben der Vergangenheit, erfahren wir auch die Gegenwart. Wie lebt ein Mensch in unserer heutigen Zeit ohne Geld und Wohnung der immer vergessen wird? Doch das ist nicht der Mittelpunkt der Geschichte, sondern der junge Mann der sie wiedererkennt. Er vergisst sie nicht und Addie hat das erste Mal seit 300 Jahren einen Menschen der sagt: Ich erinnere mich.
Aber wieso kann er sich an sie erinnern? Dies erfahren wir in seiner Storyline.
Addie, unser junger Mann und der Teufel, der auch einen Namen erhält, begleiten Addie auf ihrer langen, langen Reise.
Das Buch ist anspruchsvoll, vielfältig, spannend und sehr philosophisch. Wie weit gehen Menschen um zu überleben? Was machen Sie um ihren Stärksten Wunsch zu erhalten? Welche berühmten Menschen der Vergangenheit haben mit demselben Teufel einen Pakt geschlossen? Wie weit bist zu bereit zu gehen um geliebt zu werden?
Die Kapitel sind übersichtlich, mit Zeiten und Orten beschrieben. Die Sprünge vom jetzt in die Vergangenheit sind sauber und schlüssig. Es bleiben keine offenen Fragen, zumindest nicht am Ende. Der Weg dahin ist aber schon stark davon gespickt.
Man darf keine reine Liebesgeschichte erwarten, keine reine Historie. Es ist mehr, es ist philosophisch, erzählend, suchend wie findend, es ist traurig und lustig. Es ist ein Roman, der zeigt wie schwerwiegend Bedürfnisse und Ängste des Menschen sind und wohin sie führen können.
Für mich ein ganz besonderes Buch.
Silke B, Journalist*in
Ich habe dieses Buch vormittags angefangen zu lesen und es bis abends verschlungen. So sehr schlug es mich in seinen Bann!
Adeline LaRue geht 1714 mit einem sehr alten Gott einen unheiligen Handel ein. Statt im dörflichen Frankreich mit dem typischen Leben als Mutter, Ehefrau und Träumerin gefangen zu sein, darf sie so lange leben, bis sie ihm ihre Seele schenkt. Daran gebunden sind Bedingungen, die sie im Laufe der nächsten Jahrhunderte als Fluch ansieht. Bis etwas besonderes passiert. Und auch sie selbst wandelt sich. Denn dank ihres Fluches kann sie keine Beziehungen knüpfen, aber sie lernt. Sprachen, lesen, reisen.
Man lernt Addie in New York kennen, 2014. Dort passierte dieses Besondere. Es gibt immer kurze Rückblenden in ihre Vergangenheit. Man durchlebt manches geschichtliche Ereignis mit ihr, jedoch auf ungewöhnliche Art. Und erlebt ihr Leben in New York mit sowie die steten Besuche des Gottes dem sie letztlich alles zu verdanken hat.
Vom Stil her: ideenreich, fein beschrieben und so, dass man merkt, wie Addie tickt, was sie vermisst. Auch der Gott scheint sich zu wandeln, zeigt zwischendurch seine wahre Gestalt. Ein pfiffiges Buch, das mit der Idee des "Was wäre wenn,..." spielt.
Bezaubernd, einzigartig, poetisch. Eine beeindruckende Reise voller wichtiger Botschaften, welche zwischen den Zeilen versteckt sind. Hat mich rundum fasziniert und einen tiefen Eindruck hinterlassen. Regt ausserdem zum Sinnieren an. Definitiv ein Jahreshighlight.
Es gibt Bücher, die plätschern einfach so vor sich hin. Erzählen eine Geschichte für ruhige Stunden. Stunde um Stunde verbringt man mit ihnen; genießt die Zeilen. Ein stetes Auf und Ab an Emotionen; mal ruhiger, mal etwas aufwühlender. Spannung gibt es auch, aber wohl dosiert. Und plötzlich ist es vorbei. Nicht überraschend; man geht sehend dem Ende entgegen. Und nach den letzten Zeilen wird einem bewusst, dass man es wieder lesen wird. Wenn sich das Erlebte gesetzt hat. Nun, da man weiß, wie es endete und auf welche Details und Hinweise, die über das Buch verteilt sind, zu achten ist.
So ging es mir mit "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue". So gefühlvoll und ruhig erzählt; faszinierend und nichts beschönigend. Addies 300 Jahre, nachdem sie eine Abmachung mit dem Teufel traf. Eine Abmachung, die sie aus Verzweiflung traf und erst im Nachhinein erfuhr, was dies für sie bedeutete.
Zugegeben, manchmal war ich ein wenig hin und her gerissen, was ich von der Geschichte halten sollte. Immer wieder Zeitsprünge und Rückblicke, kaum Details zu historischen Ereignissen, aber doch genug Hinweise, dass Addie da war und einiges erlebte. Aber irgendwann setzte sich die Erkenntnis, dass es hier weniger um Addies Erlebnisse ging, als vielmehr um ihre Entwicklung - vor allem auch ihre Entwicklung in Bezug auf Luc. Der Teufel, der ihre Seele haben will.
Schließlich traf sie Henry, der neben Luc der Einzige zu sein schien, der sich an sie erinnern konnte. Ja, das Warum war nicht wirklich überraschend und ab da wechselte es zwischen den Erzählungen über Addie und Henry, denn nun ging es darum, auch ihn kennenzulernen und wie sich die Beziehung zwischen Addie und ihm entwickelte. Und so schön wie die Beziehung zwischen Henry und Addie auch war, das eigentliche Salz in der Suppe war Luc (wobei für Addie eher das Salz in der Wunde...).
So faszinierte mich die Entwicklung zwischen Addie und Luc ein wenig mehr, denn da kam mehr Spannung auf, da deren Beziehung deutlich unberechenbarer war. Wer würde siegen? Die dickköpfige Addie oder der göttliche Luc? Und Henry zwischen ihnen? Die vielen Krumen, die man vorher in kleinen Abschnitten zum Lesen bekam um die Protagonisten kennenzulernen und ihre Entwicklung zu verfolgen, führten am Ende zu einem verflochtenen Ganzen, die mich zufrieden ein Buch abschließen ließen. Mit einer Gewissheit, dass ich dieses und auch noch weitere Bücher dieser Autorin gerne wieder zur Hand nehmen werde.
Verspricht man mir ein Buch für Leser u. a. von Neil Gaiman, liegt die Erwartungslatte recht hoch – wird sie gerissen oder nicht?
»Das unsichtbare Leben der Addie LaRue« handelt von eben jener Addie, einer Frau, die durch die Jahrhunderte reiste, zahlreiche Künstler (und damit insgesamt die Kultur) beeinflusste und an die sich doch keiner erinnert, weil sie wegen eines im 18. Jhs. mit dem Teufel geschlossenen Pakts letztlich immer allein bleibt. Erst als sie im 21. Jh. in einem Antiquariat einem jungen Mann begegnet und sich in ihn verliebt, ändert sich hier Schicksal …
Wow, was war das denn? Überspitzt könnte man sagen: eine Mischung aus „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ und „Faust“, etwas genauer und auf Genres bezogen handelt es sich um historische Fantasy, eine Liebesgeschichte und -erklärung an Kunst. Das klingt ein wenig nach der Gefahr, schwülstig zu werden, doch Fehlanzeige. Das liegt sicher am Schreibstil der Autorin, die ich bislang nicht kannte. Zunächst braucht man fantasytypisch etwas, um „ins Buch“ zu kommen, doch dann zieht es einen rein. Wie das genau passiert, vermag ich nicht nicht beschreiben – es könnte daran liegen, dass man sich mehr und mehr in die Figuren, speziell Addie, verliebt und immer tiefer in ihre Welt eintaucht. Die aufgeworfenen Fragen (Wofür würde man seine Seele eintauschen? Wie kann es gelingen, dass jemand durch die Jahrhunderte hinweg lebt und sich niemand an ihn erinnert?) werfen Wertefragen auf und fordern den Leser auf, sich damit zu befassen – das Ganze kontrastiert noch über die Jahrhunderte und Addies Sprünge darüber hinweg. Insgesamt ist die Geschichte ziemlich rund, spannend und gut zu lesen und Bücher von Frau Schwab werde ich im Auge behalten, denn es war eins von denen, die man anfänglich schnell liest, um zu wissen, wie’s weitergeht und gegen Ende versucht, das Ende herauszuzögern. Volle Punktzahl hätte es von mir gegeben, wenn es sprachlich noch differenzierter gewesen wäre und nicht im Präsens erzählt wäre (das liegt mir einfach nicht), davon ab aber: Leseempfehlung!
Julia M, Rezensent*in
Atmosphärisches Gesamtkunstwerk mit Tragik, Frohsinn, Sinn und Sinnlichkeit - Highlight
Der Belletristik-Roman um Freiheit, ewige Jugend, soziale Bindungen und den Sinn des Lebens hat neben fantastischen auch historische Züge, weil man die nicht alternde 23-jährige Hauptfigur Addie beispielsweise bei der französischen Revolution und in Kriegsjahren begleitet und historische Persönlichkeiten trifft. Das Buch bildet eine Hommage an Kunst, Kultur und Inspiration. Ohne aufdringlich zu sein, macht es richtig Lust darauf, sich mit Bildern, Skulpturen, Musik, Theater, Büchern und kreativen Ensembles auseinanderzusetzen, auch wenn man wie ich in Teilbereichen eher ein „Kulturmuffel“ ist.
Die Leseabschnitte sind kurz. Es wird zwischen der Gegenwart (einige Monate 2014 im Leben von Addie und Henry in New York) und der über 300 Jahre umfassenden Vergangenheit von Addie hin- und hergesprungen. Das sorgt für Abwechslung, Spannung und gut platzierte Kenntnisgewinne.
Der Erzählstil wirkt poetisch, einfühlsam und unaufgeregt. Es gibt wenig Action, dennoch zog mich die Geschichte über die gesamte Länge in ihren Bann. Ich habe die individuell gezeichneten Figuren als authentisch wahrgenommen und liebgewonnen, erlebte intensive Gedanken und Gefühle mit Höhen und Tiefen mit und wähnte mich „dabei“. Themen wie Minderwertigkeitsgefühle, Selbstfindungskrisen und Suizid werden mit dem nötigen Ernst und Empathie aufbereitet. Das hat mich sehr angerührt.
Vom Umfeld gewann ich lebhafte Eindrücke. Erwähnenswert ist die moderne Prägung: Klischees werden durchbrochen, mehrere liebenswerte Charaktere sind queer. Ein weiteres Herausstellungsmerkmal stellt die düstere Anziehungskraft zwischen Addie und Luc dar – ein Katz- und Mausspiel mit faszinierender Chemie. Ich hatte ein bisschen Lucifer aus der gleichnamigen Serie vor Augen. Erotik ohne explizite Szenen ist enthalten. Stilvoll und effektvoller umgesetzt als in vielen Liebes- und Erotikromanen.
Toll eingebettet sind allgemeingültige Lehren und bedeutungsvolle lange und kurze Sätze. Ich habe reichlich im eBook markiert. Viele Denkanstöße werden geboten.
Die Übersetzerin Petra Huber hat es geschafft, den Zauber zu bewahren. Das zeitlos elegante Cover ist großartig.
Das Buch bietet ein abgeschlossenes, stimmiges und gut abgerundetes Ende mit überraschender Wendung.
Dieses Werk gehört zu den besten, die ich je gelesen habe. Die Autorin V. E. Schwab verfolge ich weiter.
Alexa D, Buchhändler*in
"Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" von V. E. Schwab erzählt eine wunderschöne und zugleich tragische Geschichte von dem Verlangen nach Selbstbestimmung, das in einem furchtbaren Fluch endet.
Die Geschichte von Addie hat mich tief berührt. Es hat mich mit ihr geschmerzt, wenn sie geliebt und wieder vergessen wurde. Umso mehr hat es mich mit ihr gefreut, als sie geliebt wurde und in Erinnerung blieb.
Durch Addie LaRues Leben zu streifen, in ihren dunkelsten Tagen und ihren besten Tagen, war bewegend: Momente des Glücks und grausame Momente...
Als stetig begleitende Person, die Verursacher ihres Leidens war, ist der Schatten ein Wesen, auf das Addie ihre ganze Wut abladen kann und ein Anreiz aus Trotz weiterzuleben. Nach und nach wird er jedoch immer mehr eine Person, die immerwährend an Addies Seite steht und somit etwas Bleibendes, etwas wonach Addie sich sehnt.
Mit Henry und Luc hat Schwab zwei ganz elemtare Charaktere erschaffen für, die Addies Leben prägen und einen Unterschied zeigen sollen zwischen Liebe und Besitzen wollen.
Ein gelunger Roman, der sowohl in Addies Gegenwart, als auch in ihrer Vergangenheit mitreißend und bewegend war!
Sandra K, Rezensent*in
Meine Meinung
Nun sitze ich hier und bin noch immer total geflasht von dieser Geschichte.
V. E. Schwab hat so ihren ganz eigenen, besonderen Schreibstil. Meiner Meinung nach ist leicht unterkühlt und sachlich. Dennoch bringt er so viel Leidenschaft mit, dass es einem während des Lesens total umhaut! So ergeht es mir jedenfalls mit ihren Büchern.
So auch mit dieser Geschichte. Addie LaRue hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Sie lebt Anfang des 18. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf. Addie ist bereits Anfang 20 und soll nun an einen Witwer, mit kleinen Kindern, verheiratet werden. Sie wehrt sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Aber nichts hilft. Völlig verzweifelt nimmt sie am Tag der Trauung reißaus und flüchtet in den nahen Wald. In ihrer Not fleht sie die alten Götter an, ihr zu helfen. Erhört wird sie vom Teufel. Er verspricht ihr die ersehnte Freiheit und ewige Jugend. Im Austausch für ihre Seele. Addie nimmt an. Und nimmt uns Leser auf eine phantastische, manchmal düstere und eine sehr persönliche und emotionale Reise mit. Dreihundert Jahre begleiten wir sie durch die Geschichte und ihre Erlebnisse. Es ist eine Reise der ganz besonderen Art. Die niemand kann sich an Addie erinnern. Trifft sie auf jemanden und trennt sich nach der Begegnung von der Person, so erinnert sich diese Person anschließend nicht an sie.
Nur einer begegnet ihr immer wieder. Der Teufel selbst. Er bietet Addie jedes Mal an, ihr einsames Leben zu beenden, um so an ihre Seele zu gelangen. Im Laufe der Zeit lernen beide sich besser kennen und versuchen stets den anderen zu überlisten.Denn wenn auch Addies Leben einsam ist, so findet sie immer etwas besonderes oder schönes.
Schließlich trifft sie in unserer Zeit auf Henry. Einem jungen Mann, der sie plötzlich bei ihrer zweiten Begegnung wiedererkennt. Addie versucht das Rätsel zu lösen und es kommt, wie es kommen muss. Sie verliebt sich in Henry...
Was für ein bewegendes Buch! Durch Addies Augen erlebt man als Leser hautnah die Geschichte mit. Sie ist bei einigen historischen Ereignissen dabei. Und man erfährt, wie es als Frau wohl zu jenen Zeiten gewesen sein muss. Nicht über sich selbst zu bestimmen, sondern stets nur sein Schicksal zu akzeptieren. Addie erfährt hautnah was es bedeutet, aus vorgegebenen Grenzen auszubrechen. Aber sie schaffst es trotzdem ihren eigenen Weg zu gehen. Es ist toll, mitzuerleben, wie sie die Welt der Bücher und vor allen Dingen die der Kunst entdeckt. Sie findet in der Kunst eine Möglichkeit doch einen kleinen Fußabdruck in der Welt zu hinterlassen. Sie inspiriert Künstler zu verschiedenen Werken. Wenn man sie sucht, findet man sie wie kleine Perlen, die überall verteilt sind.
Auch die Art wie die Geschichte aufgebaut ist, passt perfekt zu Addie. Das Buch ist in sieben Abschnitte unterteilt. Wobei in jedem Abschnitt ein Kunstwerk vorgestellt wird. Stets mit direktem Bezug zur Geschichte. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist die abwechselnde Erzählperspektive von Addie und Henry, wie auch die unterschiedlichen Zeiten.
Insgesamt hat mich das Buch sehr beeindruckt und bewegt. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, der einfach mal etwas ganz besonderes lesen möchte! Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Buch von V. E. Schwab.
Vielen lieben Dank an NetGalley und FischerTor für das Rezensionsexemplar.
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Der Pakt mit dem Teufel…
Adeline LaRue wächst behütet am Ende des 17. Jahrhunderts auf. Sie hat schon immer diesen Drang nach Freiheit, hat ihren eigenen sturen Kopf. Doch ihren Eltern gefällt das ganz und gar nicht. Die Jahre vergehen und sie begleitet ihren Vater auf den Markt in die Stadt, bis ihre Mutter es ihr verbietet und sagt, sie sei kein Kind mehr. Und so wird sie auf ein Leben als Hausfrau und Mutter vorbereitet. Ein Leben, dass sie von klein auf hasst und nicht will. Und dann kommt der eine Tag, an dem sich alles verändern soll.
Eine wirklich beeindruckende Geschichte über eine junge Frau, die den Teufel versucht auszutricksen, die nicht mehr als ein Dejavu ist, denn keiner kann sich an sie erinnern. Und doch lebt sie unter all den Menschen auf der Welt. Schon so lange und keiner sieht sie wirklich. Bis dieser eine Tag kommt und Henry sich erinnert. Eine Liebesgeschichte beginnt und soll nie enden. Doch es kommt anders…
Ich bin sehr begeistert von dieser Geschichte, von dieser Figur Addie LaRue, denn sie ist einzigartig und wundervoll und so faszinierend. Der Pakt mit dem Teufel wird zum Spiel und zu einem Kampf. Und führen wir diesen Kampf nicht auch in uns? Jeden Tag auf’s Neue?
Am meisten hat mir die Individualität der einzelnen Figuren gefallen, denen wir begegnen. Addie verliebt sich in jede Art Mensch und auch diese Menschen lieben sie, wenn auch nur für eine gewisse Zeit. Egal, ob Frau oder Mann, welche Hautfarbe, welche Herkunft. Es ist alles egal, nur dieser Moment zählt! Denn die Vergangenheit bringt uns nicht weiter, nur das hier und jetzt zählt und DAS hat die Autorin hier in diesem Buch ganz hervorragend in Szene gesetzt!
Wundervoll gelesen in einem herausragenden Hörbuch. Die Vorlesestimme hat die Atmosphäre einfach noch beeindruckender gemacht, als sie ohnehin schon war!
Der jungen Addie LaRue bricht die Welt zusammen, als sie heiraten soll. Ihr bleibt nur eines übrig: einen Pakt mit dem Teufel zu schliessen. Doch der Segen entpuppt sich schnell als Fluch. Addie ist unsterblich, doch jeder, der ihr begegnet, vergisst sogleich. So durchlebt sie einsam drei Jahrhunderte, bis ihr eines Tages ein junger Buchhändler in New York begegnet. Und etwas Unglaubliches geschieht. Er erinnert sich an sie. Doch der Teufel hat seine eigenen Pläne.
Anfangs hatte ich etwas Mühe aufgrund des Schreibstils in die Erzählung einzutauchen. Wenn man aber sich darauf einlässt, erwartet den Leser eine Geschichte, die bezaubert und sogar poetisch philosophisch wirkt. Addie nimmt einen durch mehrere Ereignisse der Weltgeschichte mit und versucht dabei ihr Schicksal zu erfassen und an ihrem Dasein festzuhalten. Ich war am Ende gefesselt von der Vielschichtigkeit dieses Buches.
Mein Fazit: Eine tiefgründige Geschichte, in die man sich zuerst reinfallen lassen muss und dann nicht mehr auftauchen will. 5 Sterne.
Von V. E. Schwab habe ich bisher Vicious und Vengeful gelesen, eine Reihe die mich begeistert. Auf "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" war ich deswegen schon sehr gespannt. Und was soll ich sagen? Das Buch ist mein definitives Lesehighlight 2021, ich bin total begeistert. Die Story hat mich gefesselt und berührt wie schon lange kein Buch mehr.
Doch worum geht es? Im Jahre 1714 soll Addie LaRue gegen ihren Willen verheiratet werden. Sie lebt in einem kleinen Dorf in der französischen Provinz und liebt nichts mehr als ihre Freiheit. In ihrer Not ruft sie die Götter des Tages, bringt ihnen kleine Opfergaben, bemerkt nicht wie das Tageslicht schwindet und ihr Rufen von dem Gott der Dunkelheit gehört wird. Sie schließt einen Pakt, will ihre Freiheit behalten und niemandem gehören, doch der Teufel nimmt sie wörtlich. Ihr Leben ist fortan ruhelos und anonym. Sobald die Menschen ihr den Rücken zukehren, haben sie Addie vergessen. Ein Fluch, der schwer auf Addie lastet und sie rastlos durch die Jahrhunderte ziehen lässt. Doch Addie entdeckt im Laufe der Jahre Kniffe, wie sie ihren Fluch überlisten kann.
Sie erlebt Kriege, den Wandel der Zeiten. Es geht in verschiedene Kontinente und Städte. Addie liebt die Kunst, Musik und Malerei. Obwohl äußerlich jung, hat sie durch all ihre Erlebnisse eine alte, weise Seele. Regelmäßig trifft sie den Teufel an ihrem Jahrestag, an dem sie ihre Seele verkauft hat. Er demonstriert ihr seine Macht. So vergehen die Jahrhunderte, bis Addie auf den einen trifft, der sich an sie erinnert...
V. E. Schwab hat mit Addie eine wundervolle Protagonistin geschaffen, eine liebenswerte junge Frau, die eine grandiose Entwicklung durchläuft. Man lernt sie sehr gut kennen, ich war an ihren Gefühlen und Gedanken ganz nah dran, sie ist toll gezeichnet. Der teils poetisch anmutende Schreibstil passt perfekt zur Geschichte.
Durch Addie erlebt man den Wandel der Zeiten, sie selbst verändert sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, passt sich der sich verändernden Welt an. Lernt dazu und genießt trotz des Fluchs ihr Leben. Besonders gelungen dargestellt fand ich ihre Beziehung zu Luc, die sich im Laufe der Jahrhunderte verändert.
Fazit: Das Buch hat mich umgehauen, berührt und total in seinen Bann gezogen. 592 Seiten, und doch zu wenig. Ich habe jede einzelne Seite genossen. Mein Lesehighlight 2021. Kann ich uneingeschränkt empfehlen.
Fantastisch in jeder Beziehung
Zum Inhalt:
Küche, Kirche, Kinder, - das ist das Leben, was für Addie vorgesehen ist, doch dieses Leben will sie nicht. Deshalb geht sie einen Pakt ein – ihre Seele gegen die Freiheit. Leider hat diese Vereinbarung einen Pferdefuß: Da es kein Enddatum gibt, macht der Teufel ihr das Leben sehr schwer – Addies Freiheit zeigt sich darin, dass niemand sich an sie erinnert, wenn sie aus seinem Blick gerät. Und so muss sie sich damit begnügen, anderen Menschen bei ihrer Kunst auf die Sprünge zu helfen und betätigt sich als Muse. Bis sie auf Henry trifft… der sich erinnert.
Mein Eindruck:
V.E. Schwab ist ein wunderschönes Märchen für Erwachsene gelungen, das alle dafür notwendigen Komponenten in sich vereint: Ein Schurke, eine Schönheit, ein Fluch, die Liebe, die Hoffnung, Krieg und interessante Schauplätze. Nur das „kriegen sie sich?“ bleibt lange offen, da nicht klar ist, wer „sie“ eigentlich sein sollten, - denn das Böse kommt in sehr verführerischer Gestalt daher und zeigt Risse in der boshaften Rüstung.
Aber die Liebe ist nicht alles, - zusätzlich bietet Schwab einen Ritt durch die Jahrhundert diesseits und jenseits des Atlantiks mit Einblicken in das Leben der einfachen Menschen und des Adels früher und der intellektuellen Boheme in der Gegenwart. Addie ist an vielen interessanten Orten, um ihr Handwerk auszuüben und umgibt sich schon deshalb mit ebensolchen Menschen, um durch die Kunst ihrer Umgebung den Stempel aufzudrücken.
Dabei gefällt der Stil der Autorin genauso, wie er sich bildgewaltig und gefühlsbetont zeigt, um kurz danach wieder völlig kühl und mit Abstand zu analysieren.
Ihr Buch bleibt deshalb in Erinnerung, - Fluch über ihrer Protagonistin hin oder her.
Mein Fazit.
Bittersüß und romantisch
Rezensent*in 816581
Meine hohen Erwartungen wurden sogar noch übertroffen!
Dies ist eine einzigartige Geschichte über eine junge Frau, die sich niemandes Willen beugen möchte und sich ein freies und selbst bestimmtes Leben wünscht, für das sie bereit ist, das Unmögliche zu tun.
Das Buch beginnt im Jahr 1714, in dem die junge Adeline LaRue alles aufgeben soll, was sie sich vom Leben erhofft. Aus Verzweiflung betet sie zu den alten und neuen Göttern, aber niemand erhört sie. Am Tag ihrer Hochzeit betet sie aus Verzweiflung zu ihm und der Teufel macht ihr ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann.
Die Geschichte startet ohne langes Vorgeplänkel und war für mich ab der ersten Seite spannend und faszinierend. Besondern hervorheben möchte ich den absolut genialen Schreibstil der Autorin. Ich fand das Buch durchgehend spannend, oft sehr gefühlvoll und emotional, bildlich, poetisch, aber dennoch sehr locker zu lesen. Sehr gefallen haben mir auch die Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit (in der wir Addies Geschichte erfahren) und der Gegenwart (ihrem Leben in New York).
Addie beginnt ihr episches Abenteuer, in dem sie die Weltgeschichte miterlebt, wobei sie ihre Zeit hauptsächlich in europäischen Ländern verbringt und die Französische Revolution, die Weltkriege, künstlerische, politische, sozialökonomische Bewegungen und das Erwachen der Städte miterlebt. Das war für mich als Leserin sehr spannend, da man so nicht nur Addies Geschichte mitverfolgt, sondern auch noch auf einige geschichtliche Ereignisse und wahre Größen der Kunst und Musik trifft.
Was mir bei der Autorin immer wieder auffällt, sind ihre genialen Charaktere, die man nicht so schnell wieder vergisst. Zum einen natürlich Addie, eine sehr starke Frau, die dennoch auch eine emotionale und weiche Seite besitzt, was sehr sympathisch ist. Zum anderen den Teufel Luc, der nicht einfach nur böse ist, weil er der Teufel ist, sondern unglaublich facettenreich, teilweise sogar sympathisch ist. Der dritte Hauptcharakter – Henry – ist ebenso grüblerisch, melancholisch, wie auch liebenswert. Die Charaktere im Buch sind eben nicht einfach schwarz oder weiß und man kann ihr Denken und Handeln immer gut nachvollziehen, was sie für mich sehr authentisch gemacht hat.
„Sie will dieses Gefühl in ein Gefäß füllen, mit sich durch die Dunkelheit tragen.“ (Das unsichtbare Leben der Addie LaRue, Seite 469)
Genauso geht es mir mit dem Buch, die Gefühle, die man beim Lesen hat sind unglaublich. Die Message, die die Autorin mit dem Buch vermitteln möchte kommt definitiv an und ich fand es sehr inspirierend, anregend, poetisch und vor allem wunderschön.
Addies Geschichte mitzuverfolgen und vor allem mitzufiebern hat unglaublich viel Spaß gemacht und mich zutiefst berührt. Für mich ein perfektes Buch! Deshalb eine ganz, ganz große Leseempfehlung von mir!
„Das unsichtbare Leben der Addie Larue“ ist ein Brocken zu lesen. Ein Fels, ein Berg. Nicht wegen seiner Länge oder seines Ausmaßes, weil die Wortwahl besonders schwierig wäre oder der Stil zu schlicht. Nein, der einzige Grund für diese Größe ist die emotionale Wucht, die hinter dieser Geschichte steckt.
Addie wächst in einem kleinen Dorf in Frankreich auf, im 18. Jahrhundert. Und von Anfang an scheint ihr Leben in Stein gemeißelt. Sie soll heiraten, Kinder kriegen, Hausfrau werden, so früh wie möglich. Die einzige Flucht aus diesem Weg bieten ihr die Kunst und die Geschichten von alten Göttern, die ihr die alte Estele erzählt. Und so betet Addie, wann immer ein Mann sie zu lange ansieht, zu den alten Göttern. Und immer wird er aus dem Weg geräumt – auf die ein oder andere Weise. Bis Addie vor ihrer Hochzeit steht und nichts sie mehr retten kann. Sie läuft davon, in den Wald und fleht um Hilfe. Bis die Sonne untergeht. Bete nie zu Göttern, die nach Einbruch der Nacht antworten. Das hat Estele ihr immer gesagt und doch – sie bemerkt das Dunkel nicht, bis es vor ihr steht, um ihr Flehen zu beantworten. Freiheit, das will sie, Zeit, für ihre Seele. Und er gibt sie ihr, verflucht sie, Freiheit, absolute Unabhängigkeit. In der sich niemand, den sie jemals trifft an sie erinnert, in der sie nicht die kleinste Kerbe in dieser Welt hinterlassen kann. Dreihundert Jahre lebt sie, sieht den Fortschritt, die Kriege, die Welt. Und findet Trost gegen ihre Einsamkeit in der Kunst – nicht mehr als Künstler, sondern als Muse. Denn Ideen sind stärker als Erinnerungen, lassen sich pflanzen und wachsen von allein. Und es ist okay, in Ordnung. Bis sie zum ersten Mal die Worte hört, nach denen sie sich seit Ewigkeiten sehnt. „Ich erinnere mich“.
Addie nimmt einen mit durch die Jahrhunderte, zeigt einem die dunklen Seiten der Geschichte sowie die Wunder der Kunst, findet in ihr immer wieder einen Silberstreif, während sie selbst vom Dunkel, vom Teufel verfolgt wird. Sie liebt, ohne je das Glück zu haben, Liebe zu erfahren, genießt, hungert, inspiriert, ohne je genannt werden zu können. Immer wieder zerreißt ihre Geschichte einem das Herz, immer wieder kann man ihre Freiheit deutlich selbst spüren, hofft man, verzweifelt man an ihrer Seite. Man wandert mit ihr durch das New-York in 2014, findet einen Funken der Hoffnung und verliebt sich so wie sie es tut. Und dann durchlebt man dieselben Tiefen mit Henry, leidet an seiner Seite, will ihn nur in den Arm nehmen und ihm sagen, dass alles gut wird.
Es gibt einen guten Grund, warum ich nicht auf die deutsche Übersetzung dieses Buches warten konnte, warum ich es mir auf Englisch gekauft habe und dieser hat sich beim Lesen nur immer wieder bestätigt, bis er zu einer einzigen Wahrheit wurde. „Das unsichtbare Leben der Addie Larue“ ist ein Meisterwerk. Es ist eigen, so wie sie es ist, grau an den richtigen Stellen und bunt und träumerisch farbenfroh, sodass man wie ein Schulmädchen kichernd hinter den Seiten sitzt und zeigt gleichzeitig die dunklen tiefen, die einen empört, wütend und unsagbar traurig werden lassen.
Ein Brocken. Ein Berg, den es zu besteigen gilt. Denn oben auf kann man wahrlich atmen.
Buchhändler*in 505838
Vielen Dank dass ich das Buch lesen durfte. Dieses Buch wurde bisher so sehr gelobt, dass ich riesige Erwartungen an die Geschichte hatte. Jedoch wurden diese nicht ganz erreicht.
"Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" von V.E. Schwab, erschienen beim FISCHER Tor Verlag, war eins meiner Most Anticipated Releases für dieses Jahr. Von der Autorin hatte ich letztes Jahr das Buch "Vicious" gelesen und war total begeistert von ihrem Schreibstil und wie sie den Charakteren Leben eingehaucht hat. Als ich dann die ersten positiven Stimmen aus dem englischsprachigen Raum gelesen habe, war ich super aufgeregt!
Die Geschichte startete für mich sehr emotional. Addie ist noch jung und will auf gar keinen Fall heiraten, so wie es in der Zeit üblich war. Sie wollte frei sein, die Welt erkunden und ihr Leben leben. Voller Verzweiflung betet sie zu den alten Göttern und bittet um Hilfe, unwissend wer vor ihnen am Ende vor ihr steht. Letzendlich geht sie ein Abkommen ein, mit einer Gottheit, die uns besser bekannt ist als der Teufel.
Danach begleiten wir Addie durch die verschiedenen Jahre nach ihrem verherrenden Abkommen und erfahren wie schwer sie es hat, immer wieder vergessen zu werden, besonders zu dieser rauen Zeit. Ich persönlich finde, dass die Autorin die Verzweifulung von Addie und ihre Geführe sehr gut rüber gebracht hat. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Entwicklung von ihr. Mit jedem weiteren Jahr ist sie stärker geworden und hat sich an die Zeiten angepasst. Doch nicht nur Addie selbst hat es mir angetan, nein auch die beiden Herren in der Geschichte.
Luc war ein für mich sehr interessanter und faszinierender Charakter, auch wenn er irgendwie der Bösewicht in der Geschichte war, habe ich ihn ins Herz geschlossen. Wie er und Addie sich gegenseitig anspornen und versuchen den jeweils anderen in die Knie zu zwingen, fand ich richtig spannend. Luc fand ich auch einen sehr vielseitigen Charakter, er selbst sagt von sich, dass er das Dunkle ist und alles nur so handhabt um Addie zu brechen. Doch eigentlich ist er einfach nur einsam und dank des Abkommens mit ihr, hat er endlich etwas Gesellschaft. Zum Großteil hat ich irgendwie Mitleid mit ihm, auch wenn er - wie schon vorher geschrieben - der Bösewicht ist.
Henry ist das komplette Gegenteil von Luc und man kann ihn einfach nur mögen. Er ist so lieb und auf der anderen Seite so verzweifelt, einsam und traurig. Das Kennenlernen mit Addie und der weitere Verlauf ihrer Geschichte erwies sich als bittersüße Liebesgeschichte. Ab einem bestimmten Punkt hat sie sogar tragische Merkmale angenommen und passte somit ideal zur Grundstimmung in dem Buch. Die empfand ich durchweg als sehr traurig und melancholisch.
Mir hat die Geschichte wirklich ausgesprochen gut gefallen, doch am Ende war es der Schreibstil von V.E. Schwab die das ganze Buch zu einem Highlight gemacht hat. Die Wiederholungen von ihr zu bestimmten Begriffen oder Teile von einem Satz, zuerst war es die Vergangenheit, dann die Gegenwart und zum Schluss die Zukunft. Sie passten einfach perfekt zu der Geschichte von Addie. Die Beschreibungen waren teilweise so magisch und der Schreibstil passte sich auch immer wieder perfekt an die Stimmung der Geschichte an.
Wie schon zuvor erwähnt, war das Buch ein Highlight für mich und es hat meine Erwartungen am Ende sogar übertroffen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!
Fazit: Ein wunderbares, melancholisches und zeitloses Buch. Der Schreibstil und die Geschichte haben mich absolut begeistert!
Es ist der 29. Juli 1714. Im französischen Villon-sur-Sarthe ist die 23-jährige Addie LaRue auf der Flucht. Seit Jahren hat sie sich erfolgreich dagegen gewehrt, verheiratet zu werden, doch nun soll sie die Frau eines jungen Witwers im Dorf werden und sich um seine Kinder kümmern; ihre Eltern lassen ihr keine Wahl. Und so betet Addie zu den Göttern um Hilfe, ganz wie sie es von der Dorfheilerin Estele gelernt hat. Doch dann begeht sie einen Fehler und gerät dabei an den Teufel, der mit ihr einen Pakt schließt. Addie wünscht sich, nie jemandem zu gehören und gibt dafür ihre Seele, doch dieser Wunsch hat einen hohen Preis.
Die Handlung wird auf verschiedenen Zeitebenen und zumeist aus Addies Perspektive erzählt. Auf der einen Seite folgen wir der Protagonistin durch ihr Leben in der Vergangenheit, auf der anderen Seite steht die Begegnung mit Henry Strauss im Jahr 2014. Die Erzählweise ist eher ruhig und der Fokus klar auf Addies Innenleben. Ihr Pakt hat sich inzwischen als Fluch erwiesen, denn sie wird vergessen, sobald sie eine Tür durchschreitet. Jahrhunderte der Enttäuschung und Einsamkeit liegen hinter ihr. Amüsant sind hingegen die Anspielungen auf historische Persönlichkeiten, die wie Addie einen Pakt geschlossen haben. Die Sprache ist klangvoll, fast schon poetisch – große Abenteuer sucht man hier jedoch vergeblich.
In Henry trifft Addie zum ersten Mal jemanden, der sich an sie erinnern kann. Zwar ist es ihr bisher immerhin gelungen, Künstler zu einem Gemälde oder Song zu inspirieren, aber nun existiert jemand, der sich sogar ihren Namen merken kann. Doch Addies Glück ist nicht von langer Dauer, denn das Schicksal in der Gestalt ihres ganz persönlichen Teufels hat noch eine weitere Grausamkeit für sie auf Lager.
Ehrlich gesagt hatte ich von diesem Buch einfach nur nette Fantasy erwartet, aber es ist so viel mehr: vom mehrschichtigen Aufbau (7 Abschnitte für 7 Sommersprossen in Addies Gesicht, die ein Sternbild formen und 7 Kunstwerke inspirieren) über Addies großartigen Charakter, eine Reise durch die unterschiedlichsten Epochen und natürlich die Liebe – dieser Roman hat all das zu bieten!
Rezensent*in 348518
Großartiger Urban Fantasy Plot mit wunderbar ausgearbeiteten Charakteren
Das unsichtbare Leben der Addie LaRue von V. E. Schwab, erschienen im Fischer Tor Verlag am 26. Mai 2021.
Addie lebt ein unsichtbares Leben. Jedem dem sie begegnet vergisst sie in dem Augenblick, wo sie nicht präsent ist. Das ermöglicht auf der einen Seite 100 Neuanfänge, auf der anderen Seite hat es schon etwas vom Murmeltiertag. Addie hat im beginnenden 18. Jahrhundert einen Pakt mit einem Gott geschlossen, der ihre Seele bekommt und sie die Freiheit und zieht nun ruhelos durch die Jahrhunderte, wo sie inspiriert, aber nicht im Gedächtnis bleibt.
Es ist fast schon ein Reflex gewesen. Als ich sah, dass es ein neues Buch der Autorin gab, hat sich sofort dieser „muss ich haben Reflex“ eingestellt und es ist ein guter Reflex gewesen. Die Autorin hat es uns erspart die ganze Litanei der geschichtsträchtigen Plätze zum rechten Zeitpunkt aufzusuchen. Die Geschichte spielt in der Gegenwart, aber auch in der Vergangenheit, kümmert sich aber darum wie Addie sich fühlt und wie der Gott immer wieder ihre Seele einfordert. Addie hat natürlich nicht das bekommen, was sie glaubt was sie bekommen würde. Das kommt davon, wenn man nur genau weiß, was man nicht möchte, nicht aber, was man gerne hätte.
Die Geschichte braucht etwas bis wir die Charaktere kennengelernt haben, aber auch der Weg dahin lässt einen im Buch versinken. Die lange Zeit, die sich die Autorin genommen hat, bis ihr Werk fertig gewesen ist hat sich gelohnt. Klare Leseempfehlung.
Inhalt: »Das unsichtbare Leben der Addie LaRue« ist ein großer historischer Fantasy-Roman, eine bittersüße Liebesgeschichte – und eine Hommage an die Kunst und die Inspiration.
Addie LaRue ist die Frau, an die sich niemand erinnert. Die unbekannte Muse auf den Bildern Alter Meister. Die namenlose Schönheit in den Sonetten der Dichter. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die europäische Kulturgeschichte – und bleibt dabei doch stets allein.
Seit sie im Jahre 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, ist sie dazu verdammt, ein ruheloses Leben ohne Freunde oder Familie zu führen und als anonyme Frau die Großstädte zu durchstreifen. Bis sie dreihundert Jahre später in einem alten, versteckten Antiquariat in New York einen jungen Mann trifft, der sie wiedererkennt. Und sich in sie verliebt.
Dieses Buch ist ein absolutes Lesehighlight in diesem Jahr für mich. Kaum hatte ich mit dem Lesen begonnen, konnte ich es auch schon nicht mehr aus den Händen legen.
Sehr interessant und spannend wurde ich hier als Leser direkt in die Geschichte geführt, und kaum hat man mit dem Lesen begonnen ist es auch schon spannend und man kann einfach nicht mehr aufhören.
Der Schreibstil ist einfach sehr besonders und macht wirklich Spaß beim Lesen.
Der Inhalt des Buches ist fesselnd und faszinierend. Hinzu kommen interessante Charaktere und bezaubernde Hintergründe. Was will man als Leser mehr.
Eine klare Kauf- und Leseempfehlung meinerseits. Und ein absolutes Lieblingsbuch für dieses Jahr.
Auf “Das unsichtbare Leben der Addie LaRue” habe ich so hingefiebert, da ich im Amerikanischen Raum viele Gute, aber auch ein paar nicht so gute Meinungen gehört habe und ich mir unbedingt selber ein Bild davon machen wollte. Der Klappentext hat mich nämlich sehr angezogen und ich wollte mich nicht von den bereits gehörten Meinungen beeinflussen lassen.
Mit dem Buch habe ich mein erstes Buch von V. E. Schwab gelesen. Der Schreibstil konnte mich von Anfang an überzeugen. Ich habe ein paar Seite ngebraucht, um mich an die Perspektive zu gewöhnen, da ich nicht so häufig Geschichten aus der dritten Person lese, aber es hat nicht lange gedauert, bis ich komplett an den SChreibstil gewöhnt war. Ich muss auch sagen, dass der Schreibstil einfach perfekt zur Handlung und zur Geschichte gepasst hat. Der Schreibstil hat alles außergewöhnlicher gemacht und mit ihm konnte V. E. Schwab eine noch magischere Atmosphäre hervorbringen, welche gleichzeitig sehr poetisch war. Das Wordbuilding von V. E. Schwab ist einfach genial. Sie schafft es Emotionen so hervorragend rüberzubringen, dass ich die Angst, Sorgen, Gefahren und auch Glücksmomente der Personen spüren konnte und total nachvollziehen konnte. Die Geschichte ist auf eine etwas andere Art spannend, die ich hier nicht näher beschreiben möchte, da ich ansonsten spoilern könnte. Aber trotz dessen war die Geschichte total fesselnd und hat mich nicht mehr losgelassen. Ich wollte immer wissen, wie es mit Addie weitergeht und habe sie und ihre Geschichte mit großem Interesse verfolgt.
Die Geschichte von Addie wird in unterschiedlichen Zeitsträngen erzählt. Der eine Zeitstrang beginnt mit der Kindheit von Addie im Jahr 1714 in Frankreich. Wir erleben ihre Geschichte im Verlauf der Zeit und verfolgen mit Addie viele wichtige geschichtliche Höhepunkte in den darauffolgenden Jahren. V. E. Schwab hat nichts verharmlost, sondern auf eine tolle Art und Weise die Grausamkeiten der jeweiligen Zeiten erzählt. Das hat die ganze Geschichte sehr authentisch gemacht, denn Addie bringt diese Gefahren als Frau deutlich rüber. Der andere Zeitstrang beginnt im Jahr 2014 in New York, wo Addie Henry kennenlernt. Zu diesem Zeitstrang möchte ich gar nicht so viel sagen, denn die Geschichte ist so speziell, dass ich auch hier spoilern könnte. Addie selbst ist eine unglaubliche Frau. Seit ihrem Deal mit dem Teufel lebt sie für immer, aber keiner kann sich an sie erinnern. Sie ist eine so starke Frau, die mit 300 Jahren schon sehr viel Lebenserfahrung hat. Sie hat so viel erlebt, wird allerdings nicht glücklicher dadurch. Ich konnte ihr so direkt anmerken, dass sie unzufrieden mit ihrem Leben ist, es aber nicht aufgeben wird, da sie den Teufel nicht gewinnen lassen möchte. Addie und Henry sind sehr authentisch gezeichnet. Die Autorin konnte mich emotional berühren und besonders durch die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit faszinieren. Ich hatte das Gefühl, Addie im Verlauf der Geschichte immer mehr zu verstehen und sie besser kennenzulernen, da wir Leser ihre Entwicklung miterleben dürfen. Neben Addie und Henry ist auch Luc eine Hauptperson, die ich super interessant fand. Alle Charaktere sind so unterschiedlich und alle außergewöhnlich.
So eine Geschichte habe ich noch nie gelesen. Mit “Das unsichtbare Leben der Addie LaRue” konnte mit V. E. Schwab so dermaßen begeistern, ihr MÜSST dieses Buch lesen. Es ist definitiv ein Highlight geworden und ich kann nicht anders, als dem Buch ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne zu geben.
Buchhändler*in 723211
Einen guten ersten Eindruck bei jemandem zu hinterlassen fällt Addie nicht schwer, schließlich stehen ihr unendlich viele Chancen zur Verfügung. Seit 300 Jahren heißt es bei jeder ihrer Begegnungen „Aus den Augen, aus dem Sinn“ und zur Einsamkeit verdammt, liegt der Rest ihres unsterblichen Lebens noch vor ihr.
Mit ihren nunmehr über zwanzig Veröffentlichungen hat Schwab sich längst im Bereich der (Jugend-) Fantasy etabliert und veröffentlicht mit „The Invisible Life of Addie La Rue“ eines ihrer am längsten geplanten Herzensprojekte – und das merk man auch.
Die Charaktere wurden liebevoll ausgearbeitet, egal in welcher Zeit sich die Geschichte befindet, man hat das Gefühl, man wäre selbst dort. Und auch wenn ihr „Fluch“ nicht ohne ist, so kann man doch sehr gut nachvollziehen, welche Faszination die Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen, auslösen.
Für Fans von V. E. Schwab ein absolutes Muss und für alle anderen Freunde besonderer Geschichten meine wärmste Empfehlung.
Buchhändler*in 778036
Selten hat mich eine Geschichte so sehr verzaubert wie die von Addie. Ich habe Tag und Nacht gelesen, mit ihr gebangt und gezittert, ob sie es schafft, sich selbst und ihrem Traum von Freiheit, für den sie alles- mit Ausnahme ihrer Seele- an Luc, den geheimnisvollen Schatten, den Teufel und Herrscher über die Nacht, aufzugeben gezwungen wird, zu leben.
Es ist ein einfaches Buch, obwohl so schwere Themen darin behandelt werden und sowohl Addie als auch Henry tragische Protagonisten sind, die "aus unterschiedlichen Gründen" an ihrer jeweiligen Realität scheitern. Mit der Beiläufigkeit, mir der die Geschichte erzählt wird, ist sie dennoch bedeutungsschwer. Da immer wieder zauberhafte Höhepunkte gesetzt werden und mit den Protagonisten liebevoll umgegangen wird.
In dem Roman „Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ von V. E. Schwab schließt Addie im Jahr 1714 einen Pakt mit dem Teufel. Sie möchte ihr vorherbestimmtes Leben hinter sich lassen, frei sein und die Welt sehen. Der Pakt schenkt ihr Unsterblichkeit, ewige Jugend und Gesundheit, doch es gibt auch Schattenseiten. Von nun an wird Addie von allen die ihr begegnen, wieder vergessen, sobald sie aus deren Blickfeld verschwindet. Sie ist dazu verdammt, alleine durch die Jahrhunderte zu streifen. Der Teufel, den sie Luc nennt, besucht sie meistens zum Jahrestag der Paktschließung und fragt sie, ob sie nun genug hat und ihm ihre Seele überlässt. Dreihundert Jahre später trifft sie Henry, der sich an sie erinnert.
Meinung:
Die Sprache ist sehr poetisch und malerisch und ich brauchte einige Zeit, um mich daran zu gewöhnen. Addie ist ein starker Charakter, die ihrer Zeit weit voraus ist, sie will sich nicht mit dem vorgeschriebenen Frauenbild zufriedengeben. Sie wünscht sich mehr vom Leben. Das konnte ich gut nachvollziehen und machte mir Addie sehr sympathisch. Der Anfang des Buches, in dem es um Addies Leben vor dem Pakt geht, war mir allerdings ein bisschen zu langatmig.
Im Laufe der Geschichte begleiten wir Addie dabei, wie sie die Grenzen ihres Fluches austestet. Was ist möglich und was nicht. Und obwohl Addie viele schwere Zeiten hat und Verluste betrauert, ist sie des Lebens niemals wirklich müde und gibt nicht auf. Sie sprüht vor Lebensfreude, wenn sie neue Dinge sieht und erlebt. Sie genießt jeden schönen Moment, den das Leben ihr schenkt. Addie schafft es ihren Fluch ein Stück weit zu umgehen, indem sie die Inspiration und die Muse von zahlreichen Künstlern wird, die sie in ihren Bildern oder ihrer Musik verewigen.
Die Story wird uns hauptsächlich von Addie erzählt. In einigen Kapiteln kommt auch Henry zu Wort. Nach und nach wird uns offenbart, was so besonders an Henry ist, dass er sich an Addie erinnert. Die Beziehung zu Henry bleibt aus meiner Sicht recht blass. Ich konnte nachvollziehen, warum die beiden sich mögen, aber für mich schien das eher wie eine Zweckgemeinschaft.
Das wirklich interessante und spannendste an diesem Buch war für mich die Beziehung zwischen Luc und Addie. Luc und Addie treffen sich über die Jahrhunderte immer wieder. Ihre Verbindung besteht zu Anfang aus Feindseligkeit und Verachtung und entwickelt sich dann doch weiter. Beide schenken sich nichts, verletzen mit Worten und sind doch irgendwie froh über die Gesellschaft des jeweils anderen.
Fazit: Ein toller Roman, der doch ganz anders war, als ich es erwartet habe. Die Beziehung zwischen Luc und Addie fand ich am spannendsten und hätte gerne noch mehr Raum im Buch einnehmen können. Zwischendurch war es mir etwas zu langatmig und an die poetische Sprache musste ich mich erst gewöhnen, daher gibt es von mir 4 Sterne.
Puh, selten habe ich mir mit einer Rezension so schwer getan wie mit "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" von V.E. Schwab.
Es war ein wirklich tolles Buch und ein absolutes Highlight. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, was mich daran sooo sehr gefesselt hat, aber es ist einfach so besonders.
Die ganze Geschichte der Addie LaRue zieht sich über mehrere Jahrhunderte und man lernt Addie bereits im 18. Jahrhundert kennen, als sie ihrem Leben entfliehen will und einen Pakt mit dem Teufel schließt.
Addie wird dadurch zu einer Frau die ewig lebt, aber keiner sich an sie erinnern kann. Sie versucht all die Jahre Spuren über ihr Leben zu hinterlassen. Bis sie nach 300 Jahren einen Mann trifft, der sich an sie erinnert.
Der Schreibstil von V.E. Schwab ist besonders und durch die poetische und malerische Beschreibung hat es mich in seinen Bann gezogen und an sich gefesselt. Ich habe das Buch langsam gelesen um es bewusst zu genießen und noch immer muss ich an das Buch denken, weil es einfach so anders war, als alle Bücher die ich bisher gelesen habe. Es geht um Träume, Freundschaft, Liebe, Erinnerungen und den Sinn des Lebens wundervoll verpackt.
Die ganze Geschichte hat mich so in seinen Bann gezogen und auf eine Art und Weise berührt, die ich gar nicht genau beschreiben kann. Die Charaktere haben mich von Anfang an begeistert und fasziniert.
Und auch an Addie, Luc und Henry muss und werde ich noch länger denken und mich immer wieder in ihre Welt eindenken.
Die Geschichte wird größtenteils von Addie erzählt, man bekommt aber auch kurze Einblicke durch Luc und Henry's Sichtweise.
Am Anfang jedes Kapitels wird ein Kunstwerk beschrieben und am Ende fügt sich das alles zusammen und man nimmt irgendwann die ganze Tragweite des ganzen wahr.
Diese Geschichte ist mit Worten kaum zu beschreiben und es geht einfach um so viel mehr als in allen anderen Büchern, die ich bisher in meinem Leben gelesen habe.
Absolute Leseempfehlung.
Addies Pakt mit dem Teufel ist jetzt schon dreihundert Jahre her. Seit dreihundert Jahren hat sie jeder vergessen, sobald sie außer Sicht ist, ganz egal, wie oft sie sich schon getroffen haben und wie viel Zeit sie miteinander verbracht haben. Sie hat kaum Besitz, keine Freunde, keine Bekannten und kann keine Spuren hinterlassen, aber sie sucht schon immer nach Wegen, ihren Fluch zu umgehen, indem sie Künstler inspiriert, in deren Werken man sie finden kann. Dass man sie immer vergisst, verstärkt in ihr den Wunsch, dass man sich an sie erinnert, und wenn sie nur eine unbekannte Frau auf einem Gemälde ist.
Ich fand Addie wirklich sehr sympathisch und konnte ihr Sehnen nach Normalität, Freundschaften und Besitztümern wirklich gut spüren. Auch ihre regelmäßigen Verluste und wie sie nach all diesen Jahren immer noch darunter leidet, immer und immer wieder vergessen zu werden, hat mir immer wieder das Herz gebrochen.
Dann trifft sie Henry, der sie nicht vergisst und das allein macht ihn ja schon unglaublich faszinierend. Wenn man so wenig Auswahl hat wie Addie, hat man dann überhaupt wirklich eine Wahl? Wie könnte sie nicht Zeit mit dem einzigen Menschen verbringen wollen, der sie nicht sofort vergisst, sobald sie kurz weg ist? Trotzdem ist ihre Beziehung mit Henry nicht einfach, weil seine Freunde sie weiterhin vergessen, weil sie immer noch kein normales Leben führen kann und weil Henry auch eigene Geheimnisse hat.
Es gibt noch eine Konstante in ihrem Leben: Das Wesen, mit dem sie den Pakt einging. Natürlich kann er sich durchaus an Addie erinnern und macht ihr das Leben so schwer, damit sie aufgibt und ihm ihre Seele überlässt. Einerseits hasst Addie ihn, für das, was er sich durchleiden lässt, aber andererseits bedeutet es ihr auch viel, dass er sich an sie erinnern kann, so sehr sie sich selbst dafür hasst. Das komplizierte Verhältnis der beiden war für mich einer der interessantesten und spannendsten Aspekte in diesem Buch.
Es gibt auch viele verschiedene Szenen aus den letzten dreihundert Jahren von Addies Leben, die mir alle sehr gut gefallen haben. Addie ist da immer eine alleinstehende, fremde Frau und ohne besonders viele Rechte und ohne viele Möglichkeiten, sodass sie es besonders schwer hatte. Das macht das Buch gewissermaßen auch zu historischer Fiktion.
Fazit
"Das unsichtbare Leben der Addie Larue" hat mir wirklich gut gefallen. Ich mochte die Einblicke in Addies langes Leben und wie sie lernte, damit umzugehen, immer wieder vergessen zu werden. Auch ihre komplizierten Beziehungen fand ich wirklich faszinierend und gelungen dargestellt.
Yvonne K, Rezensent*in
Ich weiß nicht was ich groß sagen soll. Dieses Buch ist einfach eine Wucht! Zuerst stieg ich ins Hörbuch ein, einfach weil es sich ergab. Schon hier war ich sehr angetan und regelrecht verzaubert. Anfangs habe ich diese Zeitsprünge so gar nicht kapiert. Diesen Wechsel von 2014 zu 1714, von New York nach Frankreich. Sehr verwirrend und natürlich nicht mehr den Klappentext auf dem Schirm. Doch schnell ging mir ein Licht auf. Nach etwa 15% begann ich auch mit dem Lesen, der Zauber lies nicht nach. Lustigerweise las sich das Buch auch ungemein gut, aber trotzdem hatte ich stets das Gefühl, dass es nicht vorwärts geht. Dann las ich ein anderes Buch, weil ich nicht wollte das es endet. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen, aber diese Geschichte ist einfach so unfassbar schön. Sehr ruhig, sehr bildgewaltig auf ihre Art, sehr mitreißend und bewegend. Eine Symphonie für den Geist.
Ich möchte es ehrlich gesagt auch gar nicht zerreden mit Worten, die meinen Empfindungen sowieso nicht gerecht werden. Es war einfach ein Erlebnis für sich. Man lese sich doch allein den Klappentext durch und versuche es dann zu fühlen. Allein auf der Welt zu sein, niemand erinnert sich an dich und nichtsdestotrotz streift man über dreihundert Jahr durch die Welt. Erlebt Kriege, Revolutionen, Erfindungen von denen man früher nicht einmal geträumt hat. Schon allein dies erzeugt ein sehr überwältigendes Gefühl und V. E. Schwab hat all diese Gedanken und Gefühle nieder geschrieben.
Fazit:
Eine Homage an das Leben und die Liebe, mit all seinen Tücken.
Emily K, Rezensent*in
Auf "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" war ich wahnsinnig gespannt, nicht nur, weil das Buch im englischsprachigen Raum extrem gehyped wurde, sondern auch, weil mich die Geschichte als Liebhaberin von (Kunst-) Geschichte sehr angesprochen hat.
Das Buch startet in seiner Handlung etwas langsam, entwickelt dann aber in der zweiten Hälfte eine wahre Suchtwirkung. Man will nicht mehr aufhören, zu lesen und wird immer wieder von unerwarteten Wendungen überrascht. Und im eBook kann man natürlich auch schwer zum Ende vorblättern ;-) Dieses war wirklich interessant, recht unkonventionell und bittersüß. Ich dachte immer, das Buch wäre ein Einzelband, aber nach diesem Ende bin ich mir da nicht mehr ganz so sicher.
Addie LaRue konnte mich als Charakter voll überzeugen. Sie ist vielschichtig und stark, hat aber auch ihre schwachen Momente. Und sie ist sehe clever, ihre Raffinesse hat mir mit am besten gefallen. Henry als Nebencharakter und Love Interest kam mir ab und an etwas blass vor, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob das nicht sogar gewollt war. Luc dagegen fand ich wirklich spannend, weil man aus ihm nie ganz schlau wird. Gerade die Dialoge zwischen ihm und Addie haben deshalb sehr interessante Dynamiken.
Auch der Schreibstil war wirklich toll. Sehr poetisch und lyrisch und passend zur leicht melancholischen Stimmung. Das einzige, was ich an diesem Buch bemängeln kann, ist, dass es mich emotional nicht komplett abgeholt habe. Da war immer eine leichte Distanz zwischen mir als Leser und der Geschichte.
Ansonsten aber definitiv eine Leseempfehlung von mir für ein Buch, das ganz eigen und ganz anders ist, als alle anderen.
Adeline wächst Ende des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts in einem kleinen französischen Ort auf. Mit dem vorbestimmten Leben (heiraten, Kinder kriegen, im gleichen Ort alt werden und sterben) will sie sich nicht zufrieden geben. Sie ruft die Götter zu Hilfe, doch der einzige der antwortet, ist genau der, mit dem man keinen Pakt schließen sollte... 300 Jahre später begleiten wir Addie durch New York, wo sie auf einen unscheinbaren Buchladen stößt...
Fazit:
Was für eine Geschichte 😍 genau die richtige Mischung aus mehreren Genres, eine unglaublich gut umgesetzte Grundidee (was bei Goethe funktioniert hat, tuts auch heute noch) und so viele behandelte Themen, einfach der Wahnsinn! Ich hab mich immer wieder gefragt, wo die Geschichte hinführen soll und vor allem wie sie enden wird! Und das Ende hat mich sehr überrascht!! Mehrmals sogar! Würde ich ein Manko suchen wollen, stellt sich die Frage ob es in der Mitte jede Seite braucht... aber ich habs sehr genossen und geb eine ganz große Leseempfehlung!!!
Franziska R, Rezensent*in
Das Cover:
Das Cover ist in einem grün-türkis-schwarz gehalten und zeigt im Vordergrund eine Glaskugel auf einer hübschen Halterung, in dem eine in einem Umhang gehüllte Gestalt mit Kapuze zu sehen, die uns dem Rücken zudreht. Im Hintergrund sind mehrere Bäume zu sehen. Ich muss leider sagen, dass das Cover leider so gar nicht mein Fall ist, und mir das Originalcover viel besser gefällt, das auch einen Bezug zur Geschichte hat.
Die Geschichte:
Im Jahr 1691 wird Adeline LaRue im kleinen Dorf Villon-Sur-Sarthe in Frankreich geboren. Sie ist eine Träumerin, möchte die Welt sehen, die vielen schönen Dinge, die es gibt. Doch im Jahr 1714, mit 23 Jahren soll sie Roger aus ihrem Dorf heiraten. Sie betet deshalb zu den Göttern, damit irgendetwas passiert, und die Hochzeit nicht stattfinden kann, da Addie gar nicht heiraten will. Sie will frei sein, viel mehr Zeit haben und die Welt erkunden. Ihr Gebet wird erhört, und ein Schatten erscheint ihr, dem Addie ihre Seele verspricht. Von nun an ist nichts mehr, wie es war. Addie lebt länger als normale Menschen, jedoch verlieren alle, denen Addie begegnet, ihre Erinnerung an sie, sobald sie Addie nicht mehr sehen. Auch kann Addie ihren eigenen Namen nicht aussprechen. So lebt sie über 300 Jahre lang, bis sie einem jungen Mann namens Henry begegnet, der sich an sie erinnern kann...
Meine Meinung:
Ich habe schon vor dem deutschen Erscheinungstermin sehr viel Gutes über 'The invisible life of Addie LaRue' gehört, und war dementsprechend sehr gespannt auf die Geschichte. Gleich zu Anfang sei gesagt, dass Addie LaRue nicht chronologisch spielt, sondern immer wieder in der Zeit vor und zurück springt. Ich fange jedoch für meine Rezension chronologisch an. Adeline "Addie" LaRue wird 1691 in Villon-sur-Sarthe in Frankreich geboren und wächst dort auf. Ihr besonderes Markenzeichen sind sieben Sommersprossen in ihrem Gesicht, die wie ein Sternbild aussehen. Addie zeichnet unheimlich gerne und liebt die Geschichten ihres Vaters. Nach einer Fahrt mit ihm nach Le Mans möchte Addie die Welt entdecken. Doch ihre Eltern wollen, dass sie heiratet. Ein Horror für die 23-jährige Addie, also betet sie zu den Göttern, wird jedoch von den falschen erhört. Addie will frei sein und viel mehr Zeit haben. Und so schließt sie am 29. Juli 1714 eine Abmachung mit dem Teufel.
Von nun an lebt Addie LaRue, bis sie nicht mehr will, und muss danach dem Teufel ihre Seele überlassen. Doch für ihre Freiheit bezahlt Addie auch einen hohen Preis, und das ist das titelgebende Problem: Addie führt quasi ein unsichtbares Leben, denn niemand kann sich an sie erinnern, sobald Addie außer Sicht ist. Menschen vergessen sie, jedoch vergisst sie nichts, erinnert sich an alles, was sie erlebt hat. Und so beginnt Addies Leben durch die Jahrhunderte. Sie lernt viele Menschen kennen, durchlebt viele Epochen und beeinflusst die Kunst, hinterlässt so eine kleine Spur in der Geschichte. Denn Addie kann nichts aufschreiben, es gibt keine Bilder von ihr. Sie kann nur inspirieren, ganz nach dem Prinzip, das auch im Buch mehrmals erwähnt wird: "Ideen sind hartnäckiger als Erinnerungen".
Vermutlich ist euch gar nicht klar, wie es ist, wenn man für die anderen quasi unsichtbar ist, weil sie euch um nächsten Moment schon wieder vergessen haben. Ihr könnt kein Zimmer zum Übernachten mieten, könnt kein Geld verdienen, könnt keine Klamotten und nur sehr schwer Lebensmittel kaufen. So geht es Addie, weshalb ihre Finger immer flinker werden und sie stehlen und andere Dinge tun muss, um zu überleben. So schleicht sich natürlich eine Routine ein. Deshalb ist es für Addie umso erstaunlicher, als sie im Jahr 2014 ein Buch aus einem Buchladen klaut und von dem Angestellten Henry erwischt und zur Rede gestellt wird. Von da an ändert sich Addies Leben erneut, denn Henry erinnert sich bei ihrem nächsten Besuch im Buchladen an sie. So beginnt eine wunderschöne Liebesgeschichte, und wir erfahren mehr über Henry, wer er ist, wie er lebt, warum er sich erinnern kann. Doch die Beziehung der beiden ist von Geheimnissen durchzogen. Und ich war sehr erstaunt über die Wendungen, die im Laufe der Geschichte passieren und über die Geheimnisse, die enthüllt werden.
Während des Lesens habe ich mich natürlich schon gefragt, wie das Buch enden wird, da ich schon gehört hatte, dass 'Das unsichtbare Leben der Addie LaRue' ein Einzelband ist, auch wenn sich mehrere Lesende eine Fortsetzung wünschen würden. Und ich irgendwie auch. Auch wenn Addie LaRues Geschichte kein Fantasybuch ist, so ist es doch irgendwie magisch und besonders, einprägsam und einfach wunderbar. Addie durchlebt die verschiedenen Epochen und Zeiten, Kriege und Seuchen. Auch die Themen Homo- und Bisexualität sowie ausufernder Alkohol- und Drogenmissbrauch werden thematisiert. Addie trifft berühmte Persönlichkeiten wie Voltaire und Beethoven, und sie erfährt mehr über den mysteriösen Schatten, den sie Luc nennt. Mit ihm liefert sie sich ein zermürbendes Katz-und-Maus-Spiel sowie viele hitzige Wortgefechte. Die Beziehung zwischen den beiden ist so interessant. Sie entwickelt sich, da Luc der Einzige ist, der sich an sie erinnert.
Ich würde hier gerne noch mehr ins Detail gehen und darüber schreiben, was alles noch so passiert und wie schockiert ich darüber war, aber ich möchte nicht spoilern und die Spannung bzw. die überraschenden Momente vorwegnehmen, weshalb ich es hierbei jetzt belasse. Das Buch ist in sieben Teile unterteilt. Über jedem neuen Kapitel ist der Ort und das Datum zu lesen, damit wir wissen, wo und wann wir uns gerade befinden. Vor jedem der sieben Teile ist eine Besonderheit der Kunst zu sehen, die im Laufe des Teils erklärt wird. Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines unbeteiligten Erzählers, was mir sehr gut gefallen hat und sich auch fließend lesen ließ. Dies war mein erstes Buch von V.E. Schwab, und ich habe es geliebt. Der Schreibstil ist sachlich, ehrlich und zum Teil auch sehr aufwühlend, aber dafür sehr angenehm zu lesen. Mir wird Addie LaRue auf jeden Fall in Erinnerung bleiben. Ich werde mich sehr gerne an ihre Geschichte erinnern.
Meine Bewertung:
'Das unsichtbare Leben der Addie LaRue' ist ein aufwühlender, magischer, einprägsamer und einfach wunderbarer Roman über eine junge Frau, die nicht vergessen werden will. Sie möchte Spuren hinterlassen. Bei mir hat sie das auf jeden Fall, denn ich liebe Addies Geschichte. Ich möchte sie euch alle ans Herz legen. Und auch wenn der Einstieg mit den Zeitsprüngen vielleicht etwas merkwürdig und verwirrend sein mag, am Ende ergibt alles ein großes Ganzes. Und das ist Addies wundervolle Geschichte. Von mir gibt es alle fünf Sterne!
Ein ganz besonderes Buch ist leider zu Ende gelesen. Die über 500 Seiten waren zu schnell beendet. Ich habe jede Seite inhaliert und mich über jede Seite gefreut, die noch kam. Doch irgendwann ist das letzte Kapitel gelesen und ich schalte den Ereader ab.
Es wird mit noch für sehr lange im Gedächtnis bleiben, 300 Jahre werde ich nicht schaffen, aber zumindest ein paar davon.
"Das unsichtbare Leben der Addie LaRue", übersetzt aus dem Amerikanischen von Petra Huber und Sara Riffel
ist eine phantastische Geschichte über ein junges Mädchen, dass im Jahr 1714 vor den Fesseln der Ehe einen Pakt mit einer dunklen Gestalt eingeht.
Sie will leben, frei sein, keinem gehören. Ihr Wunsch wird erfüllt. Der Preis, ihre Seele, wenn Addie nicht mehr leben will.
Es beginnt eine lange Reise mit einem sehr erfüllten und ereignisreichen Leben.
Einzig die Beständigkeit bleibt Addie verwehrt. Wer sich von ihr abwendet, vergisst sie sofort wieder.
Eine Beziehung zu einem Mann ist unmöglich, nach einer gemeinsamen Nacht, weiß derjenige nichts mehr davon.
Addie ist zunächst verzweifelt, doch im Laufe der Jahre lernt sie sich zu arrangieren.
Jeder Abschnitt auf Addies Reise ist eine abenteuerliche Erzählung. Man taucht ein in die Jahrhunderte und lernt Addie sehr gut kennen. Der Schatten von damals ist immer wieder präsent und versucht sich die Seele der jungen Frau zu holen.
Mit Charme und auch brutaler Gewalt versucht er sein Glück. Addie bleibt hart, ihre Seele ist ihr Heiligtum.
Erst als sie im Jahr 2014 einen Mann trifft, der sich an sie erinnert, beginnt Addie erst richtig das Leben zu genießen. Doch Henry hat ein Geheimnis, welches die Zukunft sehr beeinflusst.
Dieses Buch hat mich restlos begeistert, die einzelnen Epochen aus Addies Leben sind voller Spannung und sehr interessanter Szenen. Egal wo sich Addie gerade befindet, ich habe mit ihr gebangt, wenn es brenzlig wurde.
Da auch das schönste Buch irgendwann ein Ende hat, habe ich unterwegs viel überlegt, wie Addies Reise endet.
Es kommt recht überraschend, ich hätte einen anderen Weg gewählt, aber wie es die Autorin geschrieben hat, damit kann ich mich mit abfinden.
Addie LaRue ist absolut empfehlenswert, für Leser die phantasiereiche Bücher mögen.
Es gibt auch romantische Momente, die nie zu rosarot sind. Auch eine freie Person braucht Liebe. Es gibt auserdem keine langatmigen Szenen , die Autorin verwendet keine Lückenfüller. Der Stil ist fesselnd und fängt den Leser von Anfang an mit einer wundervollen Geschichte.
Ich freue mich sehr, dieses Buch gelesen zu haben.
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