Wild Game

Meine Mutter, ihr Liebhaber und ich

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Erscheinungstermin 01.04.2020 | Archivierungsdatum 16.10.2020

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Zum Inhalt

Sprachgewaltig, mitreißend, erschütternd: „Wild Game“ der amerikanischen Schriftstellerin Adrienne Brodeur ist ein fesselndes Buch zum Thema Mutter-Tochter-Verhältnis.

Adrienne hat eine umwerfende, strahlende Mutter, die der Mittelpunkt einer jeden Gesellschaft ist. Schon ihr Name Malabar strömt reine Exotik aus. Doch Malabar ist auch eine große Egozentrikerin, und als sie sich in den besten Freund ihres Mannes verliebt, macht sie ihre Tochter zu ihrer engsten Vertrauten und stellt auf diese Weise das Mutter-Tochter-Verhältnis auf den Kopf. Bald schon lebt Adrienne ganz für die aufregende Liebesgeschichte ihrer Mutter, statt ihre eigene Jugend auszukosten. Erst als erwachsene Frau ist sie in der Lage, die Mechanismen zu erkennen, die ihr Leben geprägt haben. Und es gelingt ihr, sich mit ihrer Mutter auszusöhnen, die ihr die Jugend gestohlen hat.

„Das Buch ließ mich atemlos zurück." Richard Russo

„Dieses atemberaubende Memoir über eine auf besondere Weise befrachtete Mutter-Tochter-Beziehung kann man nicht mehr aus der Hand legen.“ - Publishers Weekly

„Seit Jeannette Walls ‚Schloss aus Glas‘ ist es keinem Memoir mehr gelungen, eine solch komplexe Familienbeziehung zu schildern, in der Liebe, Hingabe und zerstörende Geheimnisse so untrennbar miteinander verbunden sind." Ruth Ozeki

„Wild Game erzählt eine außergewöhnliche Familiengeschichte. Dieses Memoir wird alle Mütter und Töchter berühren. Adrienne Brodeur erkundet so mitfühlend wie klarsichtig die emotionalen Bande, die eine Familie ausmachen – und was es bedeutet, wenn sie zerstört sind. Ein beeindruckendes Buch.“ Claire Messud

Sprachgewaltig, mitreißend, erschütternd: „Wild Game“ der amerikanischen Schriftstellerin Adrienne Brodeur ist ein fesselndes Buch zum Thema Mutter-Tochter-Verhältnis.

Adrienne hat eine umwerfende...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783426278178
PREIS 18,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Rennie ist 14 als der alles verändernde Kuss geschieht. Nicht sie selbst ist es, sondern ihre Mutter, Malabar, die Ben, den seit Jahrzehnten besten Freund ihres Gatten, küsst und damit alles aus den Fugen gerät. Die schillernde Frau geht eine Affäre ein und macht ihre Tochter nicht nur zur Mitwisserin, sondern zur Gehilfin, um ihre Treffen mit Ben zu decken, und zu ihrer Vertrauten, die sich alles anhören muss. Rennie hat ein schlechtes Gewissen gegenüber ihrem Stiefvater, aber die Sehnsucht nach der Nähe zur Mutter und deren Aufmerksamkeit, lassen ihr keinen anderen Ausweg. Als das Verhältnis droht aufzufliegen, ist sie zur Stelle, wann auch immer ihre Mutter leidet, spendet sie Trost. Dabei vergisst sie selbst jedoch den Abnabelungsprozess, den sie als junge Frau vollziehen sollte und wähnt sich in der Illusion, die geliebte Tochter zu sein. Tatsächlich ist sie nur eins: ein notwendiges Hilfsmittel.

Adrienne Brodeur verarbeitet in ihrem Buch ihre komplizierte Beziehung zur Mutter und schildert, welche drastische Folgen diese toxische Beziehung für sie auch viele Jahre später als eigentlich unabhängige Erwachsene hat. Selbst Kind einer allseits bewunderten, strahlenden Frau, hat Malabar nie gelernt zu lieben oder die Perspektive anderer einzunehmen. Ein Schicksalsschlag in jungen Jahren verhindert letztlich eine bedingungslose Beziehung zu ihren Kindern, die ihrerseits so sehr nach Zuwendung lechzen, dass sie aus diesem fragilen und schädlichen Beziehungsgebilde nicht herauskommen.

Anfangs hat das Geheimnis um das Verhältnis noch spannende und reizvolle Aspekte. Mit der Mutter ein so großes Geheimnis zu teilen, lässt das Mädchen geradezu euphorisch werden und sie deutet dies nicht nur als Vertrauens- sondern als Liebesbeweis. Gerne unterstützt sie das Spiel mit den anderen, unbedarft und nicht berücksichtigend, welche Folgen dies für die beiden anderen Partner haben kann. Doch je älter Rennie wird, desto deutlicher erkennt sie ihre Rolle im Leben ihrer Mutter. Schnell ist sie ersetzbar, ihr eigenes Leben und Leid wird gar nicht wahrgenommen und die psychologische Last, die sie seit Jahren mit sich herumträgt, muss zwangsläufig irgendwann in einer manifesten Erkrankung enden. Was von außen eine völlig klare und nachvollziehbare Entwicklung ist, wird von der Autorin an diesem Punkt nicht erkannt, zu sehr steckt sie fest als dass sie sich lösen und einen Schritt beiseite treten könnte, um einen anderen Blickwinkel zu gewinnen.

Es gelingt Adrienne Brodeur den perfekten Ton zu finden, um nicht verbittert ihre Erfahrungen zu schildern, sondern die verschiedenen Stadien, die sie durchläuft, auch sprachlich widerzuspiegeln. Der lockere, neugierig-heitere Ton begleitet die Anfangsphase, ernstere folgen je älter sie wird, bis schließlich der psychologische Tiefpunkt erreicht wird und sie erkennen muss, was aus ihrem Leben geworden ist. Aus dem naiven Mädchen wird die differenzierter denkende junge Frau und schließlich eine Erwachsene, die sich der unerfreulichen Realität und Erkenntnis stellen muss. So wie sie durch die Literatur sich selbst erkannt hat, kann sicherlich auch ihr literarischer Verarbeitungsprozess andere dazu ermutigen, ihre Beziehungen zu hinterfragen.

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Erinnerungen

Wild Game ist eigentlich kein Roman, obwohl er sich streckenweise so liest. Doch es ist ein literarisches Memoir der Autorin Adrienne Brodeur über ihre Familie, insbesondere ihre Mutter und sie selbst als Kind/Jugendliche. Es beginnt als Adrienne 14 Jahre alt ist.

Geschrieben ist es wirklich gut, aber streckenweise konnte ich mich schlecht mit dieser eigentlich wohlhabende Familie identifizieren. Die Probleme machen sie sich selbst bzw. es ist Malabar, die Mutter von Adrienne, die sich Eskapaden erlaubt. Eine exzentrische Person, die ihre Tochter in ihre Lügen mit verstrickt und Adrienne leidet darunter.

Die Szenerie wird wirklich lebendig geschildert. Dazu kommt noch die besondere Stimmung der Zeit Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre.

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Eine spannender, flirrender Roman über eine toxische Mutter-Tochter-Beziehung. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten, was die Fassungslosigkeit über das, was man da liest, nur noch größer macht.

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Adriennes halbes Leben ist geprägt davon, dass sie die außereheliche Beziehung ihrer schillernden, dominanten Mutter mit dem besten Freund ihres zweiten Mannes deckt.
Seit sie vierzehn ist, instrumentalisiert ihre strahlende und narzistische Mutter Ariennes unverbrüchliche Liebe zu ihr, indem sie sie nicht nur zur Mitwisserin, sonder auch zur Komplizin macht und ihr klar die Aufgabe überträgt, das Geheimnis in jeder Situation zu wahren. Ein Liebesbeweis für die Jugendliche, die fortan für dieses ungesunde Spiel lebt. Ihr eigenes Leben gerät über viele Jahre in Schieflage, nicht nur, weil sie den betrogenen Charles ebenfalls liebt und achtet.
Übergriffig, nennt man das wohl – die Jugendliche hat keine Chance, sich der Narzistin zu entziehen, alles dreht sich um die Mutter und ihr Geheimnis. Ihr eigenes (Liebes-)Leben wird dagegen überhaupt nicht wahrgenommen.

Adrienne Bondeur bleibt sehr nah an der von ihr erlebten Realität. Nicht einmal die Namen der Hauptbeteiligten ändert sie. Sie arbeitet sehr klar die komplizierte Familienkonstellation heraus, die Motivation der Mutter und ihre eigene Rolle in diesem Konstrukt aus Lüge, Verrat und Abhängigkeit.

Adrienne Brodeur muss dunkle Stunden durchschritten haben, bis sie soweit war, die Abhängigkeit von Ihrer übergriffigen Mutter zu erkennen und für sich zu thematisieren. Es muss harte Arbeit gewesen sein, als mittlerweile erwachsene, reife Frau ihre egozentrische Mutter in diesem Buch zu entlarven ohne sie bloßzustellen.

Sprachlich auf hohem Niveau – zunächst jugendlich klar, später reflektiert und feinfühlig. Die Charaktere sind sehr glaubwürdig und nachvollziehbar dargestellt, der rote Faden immer gehalten. Lektüre, die einen packt und mehrmals fassungslos zurücklässt, durchaus auch als Warnung zum Umgang mit Narzisten zu lesen!

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Seit ihrem 14.Lebensjahr wird Adrienne von ihrer Mutter als Vertraute und Komplizin hinsichtlich ihrer Affäre mit dem besten Freund ihres Mannes missbraucht. Als Teenager ist sie stolz auf das Vertrauen der exzentrischen Mutter, wenn sie auch manchmal Zweifel an der Richtigkeit ihres Handelns quälen. Als Erwachsene schafft sie es nicht, sich emotional von ihrer Mutter zu lösen. Depressionen sind die Folge....
Die Autorin scheint hier ihre Lebensgeschichte zu beschreiben. Dies tut sie - trotz des traurigen Themas - zugleich unterhaltsam und sehr berührend, ohne zu werten. Die Leserin leidet mit, ärgert sich über die unfassbar egoistischen Erwachsenen und hofft, das Adrienne einen Weg in ein selbstbestimmtes Leben für sich findet.
Ein bewegender Roman als Beispiel dafür, wie Eltern es nicht machen sollten.

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