Laufen

Roman

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Erscheinungstermin 12.09.2019 | Archivierungsdatum 31.12.2019

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Zum Inhalt

Isabel Bogdan überrascht mit einem Roman über eine Frau, die nach einem Schicksalsschlag um ihr Leben läuft.

Eine Ich-Erzählerin wird nach einem erschütternden Verlust aus der Bahn geworfen und beginnt mit dem Laufen. Erst schafft sie nur kleine Strecken, doch nach und nach werden Laufen und Leben wieder selbstverständlicher. Konsequent im inneren Monolog geschrieben, zeigt dieser eindringliche Roman, was es heißt, an Leib und Seele zu gesunden. Isabel Bogdan, deren Roman »Der Pfau« ein großer Bestseller wurde, betritt mit diesem Buch neues Parkett.

Eine Frau läuft. Schnell wird klar, dass es nicht nur um ein gesünderes oder gar leichteres Leben geht. Durch ihre Augen und ihre mäandernden Gedanken erfährt der Leser nach und nach, warum das Laufen ein existenzielles Bedürfnis für sie ist. Wie wird man mit einem Verlust fertig? Welche Rolle spielen Freunde und Familie? Welche Rolle spielt die Zeit? Und der Beruf? Schritt für Schritt erobert sich die Erzählerin die Souveränität über ihr Leben zurück.

Isabel Bogdan beschreibt mit großem Einfühlungsvermögen und einem ganz anderen Ton den Weg einer Frau, die nach langer Zeit der Trauer wieder Mut fasst und ihren Lebenshunger und Humor zurückgewinnt.

Isabel Bogdan überrascht mit einem Roman über eine Frau, die nach einem Schicksalsschlag um ihr Leben läuft.

Eine Ich-Erzählerin wird nach einem erschütternden Verlust aus der Bahn geworfen und...


Marketing-Plan

• Nach dem Bestseller »Der Pfau« zeigt Isabel Bogdan eine ganz andere Seite ihres Könnens

• Ein berührender Roman über das Zurückfinden ins Leben

• Für Leser von Susann Pásztor

• Isabel Bogdan steht für Lesungen zur Verfügung.

• Nach dem Bestseller »Der Pfau« zeigt Isabel Bogdan eine ganz andere Seite ihres Könnens

• Ein berührender Roman über das Zurückfinden ins Leben

• Für Leser von Susann Pásztor

• Isabel...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462053494
PREIS 18,69 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

„Laufen“ von Isabel Bogdan hat mich total überrascht. Dem Klappentext konnte man ja in etwa entnehmen, worum es in dem Buch geht. Allerdings war mir nicht klar, dass es auf diese besondere Weise geschrieben ist.

Die Frau, deren Namen der Leser nicht erfährt, hat ihren Lebensgefährten verloren, weil er Selbstmord begangen hat. Sie leidet sehr unter dem Verlust und überlegt sich schließlich wieder mit dem Laufen anzufangen. Man merkt ganz deutlich, dass ihr nicht nur die Bewegung und die Therapie gut tun, sondern auch, dass sie nach und nach wieder Lebensfreude bekommt und immer offener wird für andere Menschen und mit sich selber wieder versöhnlicher umgeht. Diese Entwicklung wird nur durch die Gedanken der Hauptperson dargestellt. Anfangs fand ich den Fließtext etwas verwirrend, aber genau so ist es ja: Die Gedanken fließen so dahin und man kommt von einem Thema auf das andere. Zumindest ist es bei mir so, wenn ich laufe.

Das Buch hat nur ca. 200 Seiten und daher habe ich es relativ schnell weg gelesen. Es ist zu keiner Zeit langweilig, weil man einfach merkt, wie sich nach und nach das Leben der Hauptdarstellerin verändert. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Ein Buch, das ich ohne vorherige genauere Kenntnis über den Inhalt gelesen habe und welches mich mit elementarer Wucht erwischt hat. Ein Buch, welches mich auf mehreren Ebenen sehr berührt hat, da ich mit der Protagonistin ein sehr persönliches Schicksal teile.
Schnörkellos, ungeschönt und sehr authentisch lässt mich Isabels Erzählerin teilhaben an ihren Gedanken beim Laufen, an ihren Schuldgefühlen, an ihrer Trauer und auch ihrem Entsetzen angesichts der unfassbaren Tatsache, dass ein geliebter Mensch seinem Leben selbst ein Ende gesetzt hat.
Sprachlich ist dieses Buch ein Kunstwerk. Der Gedankenstrom reißt mich mit und lässt die Atemlosigkeit spürbar werden, aber auch die Wut, die Trauer, Freude und Liebe. Spürbar ist auch die Anstrengung des Trauerns.

Das ungefilterte Erzählen machen diesen Roman sehr authentisch und atmosphärisch dicht. Mit viel Feingefühl seziert Isabel Bogdan das Erleben von Suizidhinterbliebenen, die sich neben ihrer Trauer auch Wut erlauben müssen.
Trotz aller Ernsthaftigkeit entbehrt „Laufen“ nicht einer wohltuenden Leichtigkeit. Ich konnte mich über jede Errungenschaft der Erzählerin freuen, jeden bewältigten Kilometer und jedes Stück Loslassen der Vergangenheit.

Ein wunderbares, wichtiges und sehr berührendes Buch über Trauer, Verlust und die stärkende Kraft des Laufens auf dem Weg zu sich selbst.

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In ‚Laufen‘ von Isabel Bogdan erlebt der Leser, wie eine Frau den Selbstmord ihres langjährigen Partners verarbeitet und zwar in dem sie anfängt zu laufen. In einem inneren Monolog (während sie läuft) durchlebt man mit ihr die zerschmetternde Trauer, die sich langsam in Wut wandelt und schließlich immer hoffnungsvoller wird.

Angefangen zu lesen hatte ich es auf einer längeren Zugfahrt, was sich als großer Fehler herausstellen sollte, weil ich schon nach ein paar Seiten weinen musste. Wem öffentliche Gefühlsausbrüche auch unangenehm sind, der sollte dieses Buch also vielleicht lieber in den eigenen vier Wänden lesen.

Isabell Bogdan erzählt nicht nur unglaublich einfühlsam sondern streckenweise auch mit dem gleichen trockenen Humor, den ich schon in ‚Der Pfau‘ total super fand.

Auch der Rhythmus der Erzählung hat mir sehr gut gefallen, weil er tatsächlich an die Atmung beim Laufen erinnert. Anfangs hektisch und abgehackt, wie bei einem untrainierten Läufer, wird er mit der Zeit immer ruhiger und langsamer, was sich eben auch in der Gefühlswelt der Ich-Erzählerin widerspiegelt.

Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt ganz bald tun!

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Atmen und weiterlaufen. Sensible Psychogramm, sprachlich wunderschön, selten fühlte ich mich so sehr im Kopf einer Protagonistin wie hier.

Atmen und weiterlaufen

„… ein ein aus aus aus aus…“

CN / Content Note: Suizid, Depression

Der Tod, das ist leider so, ist eigentlich ziemlich banal. Alle werden ihn erleben, alle sind schon zuvor damit konfrontiert, weil geliebte Menschen um uns herum sterben. Aber eigentlich ist der Tod DIE existentielle Frage schlechthin. Dieser Ambivalenz ist sich jede Zeile von Isabel Bogdans „Laufen“ bewusst. Auch die Protagonistin spürt das, in deren Kopf wir eintauchen und die uns ihre Sicht und ihre Gedanken als Ich-Erzählerin schildert. Sie muss sich immer wieder selbst dran erinnern, beim Laufen zwei Mal ein- und vier Mal auszuatmen.

Sie kämpft gegen diese Banalität und taucht darin ein, wenn sie ihre Umgebung schildert und ihre Gedanken, die ihr manchmal selbst albern vorkommen. Ein Stück des Weges hat sie schon geschafft, als wir sie kennenlernen. Vor einem Jahr hat ihr Lebensgefährte Suizid begangen. Und jetzt sind wir dabei, wenn sie wieder mit dem Laufen beginnt, ein Jahr werden wir ihr folgen.

„Manchmal träume ich vom Laufen oder vielmehr davon, nicht laufen zu können, ich muss schnell rennen, komme aber nicht vom Fleck, ich bewege mich in Zeitlupe, wie in der Schwerelosigkeit, ein Schritt dauert ewig und bringt mich nicht weiter…“

Ich bin selbst keine Läuferin, vermutlich eher das genaue Gegenteil einer Läuferin. Und trotzdem: Wow, dachte ich mir bei der ersten Zeile dieses wundervollen Buches. Und dieses Wow-Gefühl blieb in jeder Seite und jeder Zeile erhalten. Alle, die Menschen mit Depressionen kennen oder selbst damit konfrontiert waren, werden sich in diesem Buch wieder erkennen. Dennoch überwog für mich nie die Traurigkeit, sondern die Schönheit der Sprache und der Fokus auf das Leben.

„Das, was noch im Boden festgewachsen ist, kommt bestimmt wieder neu, aber die beschnittenen Stümpfe sehen schrecklich verstümmelt aus, man möchte beinahe einen Verband drumwickeln und sie ein bisschen streicheln, es sieht aus, als könnte es nie wieder leben, aber das wird es wohl, und das ist doch alles eine beschissene Metapher. Ich kann nicht mehr, ich muss langsamer laufen oder ein paar Schritte gehen, aber ich will nicht gehen, ich will rennen, mir egal, ob ich noch kann, ich kann nicht mehr.“

Natürlich ist das ganze Buch eine Metapher, eine „beschissene Metapher“ darüber, dass Tod und Banalität so nah beisammen liegen. Glück und Unglück. Es geht ums Weiteratmen, ums Weiterlaufen. Die Ich-Erzählerin ist gebildet, auch ihr Gedankenstrom bildet dies ab. Aber dann gibt es immer wieder Ausbrüche mit Flüchen wie „beschissen“ zwischen ihrer intellektueller Selbstreflexion und ihrer Ablenkung mit Banalitäten. Ja, das Leben ist manchmal ganz schön „beschissen“, auch, wenn wir hier in Deutschland „First World“-Probleme haben, doch auch der Tod ist eben eines davon.

Ich habe mir so viele Stellen markiert, weil sie wahr sind und mich angerührt habe. Wünschen wir uns nicht alle manchmal so etwas?

„…ich hätte auch gern einen Geigenbauer für mich selbst, der mich wieder aufarbeitet und neu justiert, damit ich wieder klinge.“

Im Verlauf des Buches ändert sich nicht nur die Sichtweise der Protagonistin, sondern die Autorin ändert nach und nach auch Aspekte der Sprache. Das ist subkutan und geschickt (ich werde keine Beispiele nennen, damit Ihr nicht beim Lesen darauf wartet…) und eine wahre Freude beim Lesen.

Sprachlich finde ich „Laufen“ ein Meisterwerk. Die Bandwurmsätze bilden den Gedankenfluss nach, gleichzeitig sind die einzelnen Elemente klar und nachvollziehbar. Die Struktur der Sprache steuert die Wahrnehmung. Ich habe übrigens parallel das Hörbuch, gelesen von Johanna Wokalek gehört. Trotzdem war es mir ein Bedürfnis jede einzelne Szene dieses wundervollen Buches selbst gelesen zu haben. Was ich auch spannend fand, dass der Rhythmus beim Hören und Lesen wirklich anders war. Beim Hören habe ich längere Passagen gehört, beim Lesen habe ich oftmals nach denen einzelnen Kapiteln, die Lauf-Sessions abbilden, aufgehört und das Gelesene wirken lassen.

Als letzten Punkt möchte ich noch erwähnen, dass „Laufen“ ein wundervolles #frauenlesen ist. Es geht im die Selbstdefinition in der Beziehung, ums Älterwerden, um Attraktivität. BIPoC kommen in der weißen Hamburger Blase nicht vor und der Diversityaspekt steht nicht im Vordergrund, doch Heterosexualität ist für die Ich-Erzählerin völlig normal und auch die Neurodivergenz ihres toten Lebensgefährten wird als Spielart des Lebens dargestellt.

Fazit
Wow! Dieses Buch ging mir so nach, ich bin absolut begeistert! 5 von 5 Sternen.

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Fröhliches Lauf-Assoziieren

Ich mag Frau Bogdans Schreibstil, der "Pfau" war etwas ganz anderes als das hier Vorliegende, viel mehr klassisch mit Erzählungen, Protagonisten, lustigen und Nebenfiguren, ein Anfang, ein Ende. Hier bei "Laufen" wird... ja, so banal... gelaufen. Erst langsam während der Lektüre erschließen sich die Gedankengänge der erzählenden Frau, ihre inneren Taten und Träume, ihre Wege und Wagnisse.
Es ist teils ein wildes Assoziieren, teils ein konkretes Abarbeiten von Reflexionen, wie das vielleicht manche/r beim eigenen Laufen in Turnschuhen kennt. Ein Faden beginnt, ein Faden endet, ein Knoten hier, eine Schleife dort.
All in allem ein Leseerlebnis, auf das der Leser sich einlassen muss, aber das am Ende erfüllt.

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Nach ihrem Erstling „Der Pfau“ hatte ich etwas anderes erwartet, muss ich zugeben.
„Laufen“ handelt von einer Frau, die läuft, um zu vergessen, um sich abzulenken vom Tod ihres Ehemanns.

Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, mit dem Text warm zu werden. Lange Sätze ohne Punkt und Komma stellen den Gemütszustand der Läuferin dar, die sich immer wieder ans Atmen erinnern muss.

Je länger wir die Läuferin, die namenlos bleibt, begleiten, umso ruhiger wird sowohl der Gemütszustand als auch der Schreibfluss und das fand ich schon genial

Obwohl wir den Namen der Hauptfigur nicht wissen, entwicklen sich Gefühle, sie tat mir leid, ich habe sie andererseits auch bewundert, wie sie mit der Situation fertig wird.

Leseempfehlung, allerdings muss man vom Pfau Abstand gewinnen, diese Geschichte ist ganz anders.

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Sie läuft nicht, um für einen Wettkampf zu trainieren oder um den Körper zu straffen und Gewicht loszuwerden. Sie läuft, um zu leben und zu überleben. Denn ihr Lebensgefährte hat sie allein zurück gelassen - nicht, weil er eine andere Frau gefunden hätte oder für einen interessanten Job ins Ausland gezogen wäre. Vielmehr hat er sich das Leben genommen und sie mit wenigen Abschiedsworten und dem Wunsch, sie möge glücklich sein, zurückgelassen. In einem inneren Monolog, der ihr Laufen begleitet über viele Monate hin, bewegen wir uns beim Lesen mit der Ich-Erzählerin auf ihrem Weg rund um die Alster und hinein in eine neue Zukunft ohne ihn.
Isabel Bogdan erzählt einfühlsam und lebendig, intensiv und berührend. Sie spürt den äußeren und inneren Bewegungen ihrer Ich-Erzählerin nach, ihren Ängsten, ihren Schuldgefühlen, ihrer Wut, ihren Hoffnungen, dem Wechselbad ihrer Gefühle, dem uneingestandenen Leiden an der Depressionserkrankung ihres Partners. Die Jahreszeiten ändern sich, es kommt zu Begegnungen mit Freunden, mit Arbeitskollegen, mit neuen Bekannten, an die Stelle alter Gewohnheiten und vertrauter Rituale treten neue Verhaltensweisen und Interessen.
Das Laufen selbst verändert sich - aus dem gehetzten Anfang wird eine beglückende Erfahrung der Selbstwirksamkeit.. Und mit dem Laufen (aber längst nicht nur deswegen) verändert sich auch die Ich-Erzählerin.
Ein Buch, das anrührt und Hoffnung macht.

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Brisantes Thema, jedoch sehr gut vermittelt

Das Buch „Laufen“ von Isabell Bogdan hat mich völlig überrascht. Und dies dazu noch komplett positiv. Den ersten Roman „Der Pfau“ fand ich noch recht bemüht und entgegen der vorab gelesenen Rezensionen nicht so besonders lustig. Hier entgegen war trotz eines richtig schwierigen Themas „Depressionen und Suizid“ durchweg ein angenehmer Humor zu spüren und trotzdem eine intensive Beschäftigung mit der Thematik.

Der gewählte Weg des Monologs und des Tagebuchs überraschte ebenso, war aber aus meiner Sicht für dieses Thema geradezu perfekt. Tiefe, innere Dialoge, aber halt auch alles nur sehr subjektive Eindrücke, die aufgrund ihrer Subjektivität immer richtig sein müssen und nicht infrage gestellt werden können.

Interessant fände ich es, wenn eine Fortsetzung den männlichen Part aufnehmen und in der gleichen Weise beschreiben würde.

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Ein wunderschönes, bewegendes Buch, das einen Innehalten lässt um annähernd mitfühlen zu können, was in einem Menschen vorgehen muss, der sowas erleben bzw. durchleben musste. Ich kann diese Buch jeden wirklich nur von ganzen Herzen empfehlen.

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Ein Buch über eine Frau, die nach dem Tod ihres Mannes wieder mit dem Laufen beginnt und so Schritt für Schritt ihre tiefe Trauer bewältigt. Geschrieben ist das Buch im inneren Monolog und das passt einfach perfekt zu diesem Buch. Wir nehmen während die Protagonistin Meter für Meter läuft an ihrer Gedankenwelt teil und bekommen so tiefe emotionale Einblicke in ihre Gefühlswelt. Ich konnte regelrecht bei mir selbst fühlen, wie sie sich mit jedem Schritt, den sie beim Laufen macht, besser fühlt und so über sich hinaus wächst.

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Eine namenlose Ich-Erzählerin versucht den Selbsmord ihres depressiven Lebenspartners zu verarbeiten. Sie beginnt zu Laufen. Quasi vor allem davon zu laufen. Ihre Gedanken während des Laufens werden in diesem Buch geschildert, ebenso wie die Durchhalteparolen für immer längere Läufe. Ihre Gedankenwelt dreht sich vor allem um ihre Mitschuld am Selbstmord und um die Frage des Warums.

"Laufen" ist ein etwas anderer Roman. Komplett nur aus der Sicht der Frau und ihren Gedanken erlebt man ihr Training und schließlich auch ihren ersten Alsterlauf samt ihren Erfolgserlebnissen. Sie beweist dabei recht trockenen Humor und berichtet gleichsam einfühlsam von den Geschehnissen. Der Schreibstil von Isabel Bogdan ist dabei auch eigen. Einzelne Sätze können fast komplett über eine Seite gehen. Trotz der Wiederholungen von Gedanken und dem immer um ein Thema kreisenden Geschichte, will man immer weiterlesen und hofft so sehr gemeinsam mit der Erzählerin, Antworten zu bekommen und dass sie wieder glücklich sein kann.

Ein bewegendes Buch mit einem schwierigen Thema, sehr gut geschrieben und umgesetzt. Flüssig und kurzweilig zu lesen, nicht nur für Läufer/innen zu empfehlen.

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Dieses Buch hat mich umgehauen. Es ist keine seichte Lektüre, aber darum umso wichtiger.
Das Buch ist authentisch wie wenige die ich zuvor gelesen habe. Wie man aus dem Titel entnehmen kann, geht es um das Laufen, aber das ist es nicht nur. Neben der Geschichte, der Massage, geht die Autorin auch spielerisch mit dem Wort Laufen um. Der Einstieg ist zwar zunächst etwas schleppend durch das Gefühlsleben der Protagonistin, aber gerade deswegen wirkt es noch näher an der Realität also viele andere.
Es ist eine klare Kaufempfehlung, für Menschen die sich mit dem Thema Trauer Bewältigung und Sport interessieren. Es hat mich viel zum Nachdenken gebracht und mich sehr inspiriert.

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Ich bin sehr beeindruckt, was Isabel Bogdan hier geschafft hat. Es geht um eine Frau, die mitten im Leben, als sie eigentlich schon dachte, sie hat den Mann fürs Leben gefunden, ihn verliert. Er beschloss freiwillig, sich das Leben zu nehmen. Und damit muss sie nun leben. Sie beginnt zu laufen und wir tauchen ein in ihre Gedankenwelt.

Gleich auf der ersten Seite war ich fasziniert von dem Schreibstil und wie Bogdan so authentisch die Gedanken der Frau einfängt, die auch immer mal wieder abschweifen oder beschreiben, was sie gerade sieht während sie läuft. Es geht natürlich um ein großes, emotionales Tabuthema. Gerade deswegen ist das Buch so wichtig, denn hier haben alle Gefühle Platz: auch die Wut, auch die Schuldgefühle, das Gefühl dass man sich nach jemanden an seiner Seite sehnt: das, worüber man eigentlich mit niemanden reden kann. Aber das, was ausgesprochen werden muss. Immer wieder bewegend, aber auch nicht nur bedrückend sondern ermutigend. Die Stelle, an der mir die meisten Tränen kamen, war keine traurige. Man fiebert mit der Frau mit, die versucht sich frei zu laufen, frei zu kämpfen. Dieses Buch möchte ich jedem ans Herz legen. Vor allem aber allen, die vielleicht jemanden im Umfeld haben, der jemanden auf diese Weise verloren hat und sich in diesen Menschen hineinfühlen möchte.

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Mal wieder eine großartige Geschichte von Isabel Bogdan. Mit ihrem üblichen Scharfsinn zeichnet die Autorin das Seelenleben der Protagonistin und lässt den Leser im inneren Monolog daran teilhaben. Ich habe mich in vielen Gedanken wiedergefunden, auch wenn ich selbst noch keinen Verlust dieser Größe zu verarbeiten hatte. Dieses Buch hat mich sehr berührt und zur Selbstreflektion angeregt.
Auch wenn das Thema wenig raum für Humor lässt, gab es doch viele Stellen, die mich schmunzeln ließen, denn das Leben selbst entbehrt nicht einer gewissen Ironie, die auch die Protagonistin bisweilen erfährt.

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