Die vollkommene Lady

Roman

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Erscheinungstermin 26.07.2019 | Archivierungsdatum 31.01.2020

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Zum Inhalt

EINE LADY AUF ABWEGEN

Von der Autorin des Romans Die Abenteuer der Cluny Brown

Brillant neu übersetzt von Wibke Kuhn

»Eine der sympathischsten und warmherzigsten Romanfiguren überhaupt.«
New York Herald Tribune

Im Frankreich der 1930er-Jahre versucht eine unkonventionelle Frau, ihre Tochter vor der Heirat mit dem Falschen zu bewahren – und verliebt sich gegen ihren Willen selbst.

Julia Packett ist die Fröhlichkeit in Person. In London führt sie ein freies, ausgelassenes Leben, nur leise getrübt durch den einen oder anderen finanziellen Engpass. Als ihre Tochter sich nach Jahren wieder bei ihr meldet und sie um Beistand bei der Wahl ihres Ehemanns bittet, lässt Julia mit neu entflammtem Mutterherz alles stehen und liegen, um ihrer Tochter zu Hilfe zu eilen. Kaum in der Luxusvilla in der Haute-Savoie angekommen, begreift Julia jedoch, dass ihre Tochter sich in einen zur Ehe völlig ungeeigneten jungen Mann verliebt hat, denn er ist wie sie selbst, Julia: charmant, aber schwer zu domestizieren. Wie kann es Julia nur gelingen, ihrer Tochter den Verlobten auszureden, ohne ihren eigenen Status als vollkommene Lady zu gefährden? Die Anreise des vornehmen Sir William Waring kompliziert die Situation nur noch weiter. Und schon bald gerät ihr Plan, das Glück ihrer Tochter zu retten, hoffnungslos außer Kontrolle ...

»Eine herrlich geschriebene, extrem amüsante Geschichte einer lebenslustigen Frau mit heiterem Gemüt und einem Herz aus Gold. Ihre Affären sind ebenso pikant wie zahlreich. Nach Lektüre des ersten Kapitels kann einen nichts mehr davon abhalten, weiterzulesen.« Toronto Saturday Night

»Ein scharfsinniger und unterhaltsamer Gesellschaftsroman.« Frankfurter Rundschau über Die Abenteuer der Cluny Brown

»Amüsante, witzige und frische Wiederentdeckung.« Bayern 2 über Die Abenteuer der Cluny Brown
EINE LADY AUF ABWEGEN

Von der Autorin des Romans Die Abenteuer der Cluny Brown

Brillant neu übersetzt von Wibke Kuhn

»Eine der sympathischsten und warmherzigsten Romanfiguren überhaupt.«
New York Herald...

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783961610662
PREIS 20,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

In Die vollkommene Lady erzeugt die Autorin Margery Sharp einen ironischen Ton, der an Screwball-Komödien aus den dreißiger Jahren erinnert. Ein Ton, den ich sehr mag. Tatsächlich stammt der Roman aus dem Jahr 1937, allerdings ist der Roman auch sehr british. Dabei spielt sich die Handlung größtenteils in Frankreich ab. Julia ist ein unbeschwerter Freigeist und eher unkonventionell. Eine Frau, die nach dem frühen Tod ihres Mannes ein selbstständiges Leben wählt. Dafür musste sie ihre kleine Tochter verlassen. Doch als diese als Erwachsene Julia schreibt, dass sie Hilfe braucht, macht sich Julia sofort auf den Weg. Der Roman hat einen Humor, wie man es schon durch Margery Sharps bekanntestes Buch „Die Abenteuer der Cluny Brown“ kennt und wer das mochte, ist auch hier nicht falsch.

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Eine Lebedame Die britische Schriftstellerin Margery Sharp war eine begnadete Autorin. Sie schrieb viele Kinderbücher. Ich habe Die Abenteuer der Cluny Brown gerne gelesen. Der neue Roman „Die vollkommene Lady“ wurde neu übersetzt von Wibke Kuhn. Margery Sharp lebte von 1905 bis 1991. Die Romanfigur Julia Packett ist lebenslustig und sympathisch beschrieben. Der Roman spielt 1930 in Frankreich. Julia versteht es sich von Männern aushalten zu lassen. Jetzt soll sie zu ihrer Tochter kommen, die bei den Großeltern väterlich seits groß gezogen wurde. Susanne möchte schnell heiraten und die Großmutter will, das sie bis zu ihrer Volljährigkeit wartet. Julias Aktionen sind ganz witzig, aber nicht so richtig lebensnah. Ob die Lady jetzt vollkommen ist, möchte ich nicht sagen, aber so ist eben der Titel. Die Geschichte liest ist amüsant und interessant. Der Roman besticht von seiner Sprache.

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amüsante, liebenswürdige und unterhaltsame Gesellschaftssatire mit kleiner Liebesgeschichte Der Titel "Die vollkommene Lady" ist wunderbar mehrdeutig und bezieht sich als gesellschaftliche Idealvorstellung dieser Zeit (vor dem zweiten Weltkrieg) im Grunde auf alle drei Frauen der Erzählung: auf Julia, die Hauptperson, die diesem Ideal nur zeitweise nachstrebt, aber es sehr bewundert (oder glaubt zu bewundern) - auf Susan, ihre Tochter, die dieses Ideal lebt und den Leser im Laufe des Buches sich fragen lässt ob dieses Ideal tatsächlich bewundernswert ist ... - und Mrs. Packett, Schwiegermutter von Julia, die dieses Ideal gelebt hat und sich beginnt davon zu lösen. Doch auch wenn uns dieses Ideal in der Form heute nicht mehr vor Augen steht, gesellschaftliche Idealformen, denen wir meinen nachstreben zu sollen oder zu wollen, gibt es nach wie vor und sie beeinflussen uns, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, massiv. In dieser Hinsicht ist der Roman immer noch sehr aktuell, denn im Grunde geht es um die Frage, leben wir uns selbst und unsere natürliche Art aus oder richten wir uns an den gesellschaftlich sanktionierten Formen aus? Und was ist wichtiger, die sanktionierte Form, die Version, die sich nur an uns selbst orientiert oder eine Version, die neben persönlicher Präferenzen auch Herzenswärme aufbringt ...? In der Geschichte wird natürlich keine dieser Fragen offen gestellt, sondern wir begleiten Julia auf ihrer Reise zu ihrer Tochter nach Frankreich und dann auf dem Feriendomizil nördlich von Aix en Provence. Der Stil der Erzählerin ist leicht und amüsant, liebevoll und mit Augenzwinkern macht sie uns mit den Eigenheiten aller Mitspieler vertraut. Nirgends tritt die Erzählerin hervor, nur durch ihr Handeln, Denken und Fühlen lernen wir alle Protagonisten kennen und machen uns so unsere Gedanken. Ich kann diese elegante Gesellschaftssatire und kleine Liebesgeschichte nur empfehlen, hier war eine feinsinnige Menschenkennerin und fähige Schriftstellerin am Werk. Dank an den Verlag für ein Rezensionsexemplar

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Ich hatte Lust, ein unterhaltsames Buch zur Entspannung zu lesen, das auf ähnlich humorvolle Weise mit (zwischen)menschlichen Verhaltensweisen, gesellschaftlichen Erwartungen und ihren Brechungen umgeht, wie die Autorin es bei "Cluny Brown" gehandhabt hat, und bin in dieser Hinsicht nicht enttäuscht worden. "Die vollkommene Lady" ist amüsant und locker geschrieben, leicht, aber nicht seicht, und steckt voller Sympathie für eine Heldin, die ihr Leben nicht ganz lady-like gestaltet, und leisen ironischen Spitzen gegen eine Gesellschaft, die damit gewisse Schwierigkeiten hat. Da nehme ich mich selbst als Leserin nicht aus... *lach* Margery Sharp hat mit der flotten Julia eine chaotische und lebenslustige, dabei aber meistens völlig gutherzige Sympathieträgerin erdacht, die man lieben, mit der man mitfiebern und der man nur das Beste wünschen kann - und sei es gegen die eigenen oder gesellschaftlich akzeptierten Vorstellungen von gelungenen oder einfach nur "guten" Lebenswegen. Julia nutzt andere aus, zeigt sich aber selbst auch großzügig, ist mal egoistisch, mal altruistisch, bei aller aufblitzenden Hellsichtigkeit oft gedankenlos und meint es nie so richtig böse. Es ist eine der zeitlosen, im Buch oft implizit, dann auch explizit gestellten Fragen: Kann man Julia ihre Lockerheit zum Vorwurf machen, so lange sie niemandem damit ernsthaft schadet? (Abgesehen von der Kindheitsgeschichte ihrer Tochter, bei der ich schon schlucken musste.) Soll sie sich selbst verbiegen müssen, um irgendwelchen gesellschaftlichen Idealen zu entsprechen, was ihr dann aber auch nicht die Miete zahlen würde oder die Butter aufs Brot? Und kann jemand von ihrer Art Menschenschlag, also fröhlicher Hallodri, mit jemandem zusammenleben, den man heute wohl als "Gutmenschen" bezeichnen würde? In genau dieser Situation befindet sich nämlich nun auch ihre inzwischen erwachsene Tochter... Wie diese verzwickte Ausgangslage sich weiter entwickelt, habe ich an einigen lauen Sommerabenden mit einem Gläschen Wein auf der Terrasse schmunzelnd verfolgt. Man sollte von dem Roman nicht zu viel Tiefgang erwarten; über einige Kapitel hinweg hätte er auch deutlich straffer geschrieben sein können. Was mir leider nicht so gut gefallen hat, ist das Ende, da es für meinen Geschmack einfach zu abrupt daherkommt und zu viele Fragen offen lässt. Allerdings passt es auch wiederum prima zum Wesen der Hauptfigur. ;-) Hervorheben möchte ich noch das schöne und treffende Cover, das ja stilistisch an das Cover von "Cluny Brown" angelehnt ist und so sicher für Wiedererkennungseffekte sorgen wird. Ich hätte in der Buchhandlung auf jeden Fall nach dem Roman gegriffen. Herzlichen Dank an den Eisele-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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30er Jahre. Julia Packett ist eine Frau, die durch ihren ansteckenden Optimismus und ihre Lebenslust ein Leben völlig losgelöst von den gesellschaftlichen Konventionen in London führt. Seit dem Tod ihres Mannes becirct sie mit ihrem Charme die Männerwelt und lässt sich von ihnen ohne Skrupel finanziell unter die Arme greifen. Dafür hat sie ihre Tochter Susan bei ihren Schwiegereltern in Frankreich geparkt und lässt sie von ihnen erziehen. Nun bekommt Julia von ihrer mittlerweile erwachsenen Tochter nach langer Zeit per Brief einen Hilferuf zugesandt, denn Susan möchte heiraten und braucht Unterstützung, da Julias Schwiegermutter sich quer stellt. Julia lässt sich nicht nehmen, der Bitte Folge zu leisten und reist nach Frankreich, um dort in der Nobelvilla ihrer Schwiegereltern nicht nur den zukünftigen Ehemann unter die Lupe zu nehmen, sondern nebenbei selbst auch für einige Unruhe zu sorgen… Margery Sharp hat mit „Die vollkommene Lady“ einen unterhaltsamen und gleichsam humorvollen Roman vorgelegt, der den Leser in das vergangene Jahrhundert entführt in eine Zeit, da Frauen von ihren Ehemännern abhängig waren, auf ihren Ruf achten und sich gesellschaftlichen Normen und Regeln unterwerfen mussten. Mit einem Zwinkern in den Augen hat die Autorin ausgerechnet eine Hauptprotagonistin gewählt, die all diese Vorgaben überhaupt nicht erfüllt und sich damit mehr recht als schlecht durchs Leben laviert. Der Leser lernt während der Lektüre Julias unkonventionelle Lebensweise kennen und darf oft schmunzeln, während Julia sich bei der Begutachtung des potentiellen Schwiegersohns so ihre eigenen Gedanken und Sorgen macht. Die Autorin hat ein Händchen dafür, die oftmals vorhandene Situationskomik mit dem typisch britisch-trockenen Humor einzufangen und die Widersprüchlichkeit der gesellschaftlichen Erwartungen dem Leser wunderbar vor Augen zu halten. Es brauchte Frauen, die mit Traditionen und Regeln brechen, damit die Frauen von heute endlich ein Wahlrecht haben oder selbständig leben können, ohne sich von einem Mann abhängig zu machen und dafür gesellschaftlich am Rand stehen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und glaubwürdig in Szene gesetzt. Manchmal wirken sie ein wenig überspitzt, doch tut das ihrer Authentizität keinerlei Abbruch. Der Leser kann sich gut in sie hineinversetzen, die eine oder andere Handlungsweise nachvollziehen und sich ihnen verbunden fühlen. Julia ist eine Frau, die sich nichts aus dem Gerede anderer macht. Sie ist offen, großzügig, unternehmungslustig und vor allem selbstbestimmt. Sie legt keinen Wert auf Konventionen, hat einen Hang dazu, Unruhe zu stiften, ohne dass es ihr wirklich bewusst ist oder Absicht und besitzt einen gesunden Egoismus, der aber in punkto ihrer Tochter manchmal nicht so sympathisch wirkt. Susan ist eine Frau, die eine sehr gute Erziehung genossen hat und noch völlig unerfahren ist, wenn es um die Männerwelt geht. Sie lässt sich in ihrer Naivität blenden und doch sieht es irgendwie so aus, als wenn sie sich diesen Mann gerade deswegen ausgesucht hat, weil er ihrer Mutter so ähnlich ist. Ebenso überzeugen die weiteren Nebendarsteller und lassen den Handlungsverlauf zu einem Vergnügen der besonderen und etwas angestaubten Art werden. „Die vollkommene Lady“ wirkt mit einer Extraportion Charme. Die Geschichte besitzt eine Leichtigkeit und aufgrund des britischen Humors hat man während der Lektüre oft ein Grinsen im Gesicht. Verdiente Leseempfehlung für eine unterhaltsame Geschichte!

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Den Roman habe ich ganz gern gelesen. Es war wie eine Reise in der Zeit (Copyright von 1934) zu den Menschen, die damals, etwa nach dem ersten Weltkrieg, in London und Frankreich lebten. Julia, die Protagonistin des Romans, ist schon ein Fall für sich. Sie ist so etwas wie Lebenskünstlerin. Sie akzeptiert sich so, wie sie ist, und macht das Beste daraus. Sie hat ihr junges Leben dem Theater und dem ganzen Vergnügen drumherum gewidmet und ihre Leidenschaften gelebt. So in etwa war sie zu ihrer Tochter gekommen, die dann von den Eltern ihres Ehemannes aufgezogen wurde. Julia weiß, dass sie keine Lady ist und sein kann, dennoch schwebt dieses ladyhafte Dasein als ein höheres, erstrebenswertes, aber für sie unerreichbares Ziel vor ihrem inneren Auge. Als sie etwas älter wurde, da musste ein ganz anderer Lebensentwurf her. Das Theater brauchte sie mit etwa Mitte dreißig nicht mehr. Wie sie diesen Übergang meisterte, so ganz sie selbst, das war recht amüsant zu erfahren. Der Roman lebt von den authentischen Figuren, die wie dem wahren Leben entsprungen rüberkommen. Hier gibt es junge Dandys wie auch die reiferen Herrschaften, ältere, geschäftstüchtige Damen und eine junge Frau, die vor ihrer geplanten Heirat mit einem unpassenden Kandidaten steht. Leichter, leichthumoriger Erzählstil passt hier auch sehr gut und trägt dem Lesevergnügen bei. Schön, dass Eisele Verlag solche Perlen, neu übersetzt, nochmals herausbringt. Recht amüsant, leichtfüßig geschrieben.

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Die Geschichte beschreibt eine englische Mutter-Tochter-Beziehung im Frankreich der 1930er Jahre. Julia Packett führt sie freies, ausgelassenes Leben, nur leise getrübt durch den einen oder anderen finanziellen Engpass. Als ihre Tochter sich nach Jahren wieder bei ihr meldet und sie um Beistand bei der Wahl ihres Ehemanns bittet, lässt Julia mit neu entflammtem Mutterherz alles stehen und liegen, um ihrer Tochter zu Hilfe zu eilen. Da die Tochter inzwischen bei Julias Schwiegereltern lebt und diese zur gehobenen, britischen Gesellschaft gehören, nimmt Julia - leidenschaftliche Schauspielerin - sich vor, als "Vollkommene Lady" aufzutreten. Die Geschichte hat mich wirklich überrascht. Da ich nur den Titel, nicht aber den Klappentext kannte hatte ich einfach einen ganz anderen Roman erwartet. Das hat der Lesefreude aber keinen Abbruch getan, im Gegenteil: die Geschichte ist so wunderbar satirisch und erfrischend direkt - ich habe Tränen gelacht. Trotzdem beschreibt das Buch im Kern ein ernstes Thema, und das ist auch gut so, da es sonst wohl an Substanz fehlen würde. Die Mischung hat mich aber absolut überzeugt.

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" Die vollkommene Lady" von Margery Sharp zaubert einen ein Lächeln ins Gesicht. Ein bißchen lieb, ein bißchen naiv, ein bißchen altmodisch. Ich habe dieses Buch genau wie den Vorgänger "Cluny Brown" sehr, sehr gerne gelesen. Dieser Roman wirkt ein wenig aus der Zeit gefallen, und das gerade in unser lauten hektischen Zeit! Zum Wohlfühlen!

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Very british! Einfach köstlich, gelungene Unterhaltung die meinen Kundinnen gut gefallen wird. Ich bin jetzt Margery Sharp Fan

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Cover und Titel harmonieren perfekt, der Stil wurde vom Verlag beibehalten, was schon mal ein großer Pluspunkt ist. Margery Sharp schrieb sehr gesellschaftskritisch, dies aber mit viel stilvollem Humor. Der Stil der Autorin ist verständlich, sowie flüssig. Die Handlung selbst hatte keine Logikfehler und war unterhaltsam. Die Charaktere waren bildlich sehr gut dargestellt. Für mich ein wirklich toller Roman und ich freue mich auf mehr solcher Bücher.

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Julia Packet Ist eine fröhliche Person die gern beobachtet. Sie hat ihr junges Leben dem Theater verschrieben und allen Vergnügungen Drumherum. Sie fühlt Sich nicht vollkommen sondern anders. Sie verbirgt ihr wahres ich. Sie nimmt andere gerne aus, teilt wiederum aber auch gern. Sie braucht die Bewunderung von Männern, sonst fühlt sie sich unnütz. Das Buch ist leicht und locker geschrieben ohne seicht zu sein.

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Nach Cluny Brown dir nächste literarische Wiederentdeckung von Margery Sharp in einer glänzenden Übersetzung von Wibke Kuhn. Eine Komödie aus den 30er mit Niveau, Leichtigkeit und feiner Beobachtung. Die "vollkommene Lady" des Titels ist natürlich nicht so vollkommen, weiß sich aber immer zu helfen. Eine liebenswerte Figur, das Zusammenprallen von Milieus und Wertvorstellungen und eine Sprache, die trotz des zeitlichen Abstands nie verstaubt wirkt - das sind die Zutaten dieser Komödie. Sorgt für heitere Lesestunde!

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Wir reisen nach London und Südfrankreich der 30er Jahre. Julia ist Ende 30, ein Freigeist, liebt ihr Leben, die Theaterwelt und das schillernde Drumherum, lange stand sie selber auf der Bühne, aber nun mit Ende 30 ist sie nicht mehr sehr gefragt und dies bringt den ein oder anderen finanziellen Engpass mit sich. Nun wäre Julia nicht Julia, wenn sie für dieses Problem keine Lösung hätte, in aller Seelenruhe liegt sie singend in der Badewanne, während zwei Gerichtsvollzieher samt Möbelpackern ihre Wohnung leeren und überlegt sich, wie sie aus dieser misslichen Lagen rauskommt . Während sie also trällernd plantscht liest sie erneut den Brief ihrer Tochter, denn Susan hat ihr geschrieben und lädt sie ein nach Südfrankreich, wo sie derzeit mit ihrer Großmutter lebt, sie braucht Hilfe in Liebesdingen, Hilfe bei ihrer gewünschten Hochzeit, denn da sie erst 20 ist benötigt sie eine Erlaubnis. Julia und Susan haben sich aus verschiedenen Gründen 16 Jahre nicht gesehen, während Julia ein freies und bewegtes Leben führte, wuchs Susan bei ihren Großeltern väterlicherseits auf. Behütet, wohlerzogen und geliebt wuchs sie zu einer intelligenten jungen Frau heran, einer Lady mit Prinzipien, klaren Vorstellungen von ihrer Zukunft, willensstark und ehrlich. Das absolute Gegenteil ihrer Mutter, die ein zweckmäßiges Leben führt, eine blühende Fantasie hat, es mit der Ehrlichkeit nicht immer sehr genau nimmt und mit viel Charme Männer um den Finger wickelt und gelegentlich so ihre finanziellen Engpässe regelt. Julia reist nach Südfrankreich und diese Reise ist sehr amüsant, ereignisreich und vor allem lebhaft. In Südfrankreich angekommen nehmen die Dinge ihren Lauf und das mit einigen Überraschungen, Turbulenzen und insgesamt 3 Heiratsanträgen. Mir hat dieses Buch sehr viel Freude bereitet, angenehme Lesestunden, viel Schmunzeln, eine zauberhafte Welt voller wunderschöner Landschaften und authentischer, liebenswerter Charaktere. Außerdem die Fragen, was eine Lady ist, was macht sie aus, ist es erstrebenswert und notwendig diesem Bild zu entsprechen? Ist es jemals zu spät seinem Leben eine Wendung zu geben, sich auf die Suche nach sich selber zu machen und vielleicht festzustellen, dass in einem viel mehr schlummert, als man dachte, das eigene Wesen einen überraschen kann? Eine hübsche, leichte und wunderbare Geschichte für gemütliche Lesestunden. Julia muss man einfach lieb gewinnen.

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Wieder hat der Verlag einen Glücksgriff bewiesen, indem er diesen englischen Klassiker neu übersetzt und aufgelegt hat. Im Mittelpunkt des ursprünglich 1937 erschienen Romans steht die Lebenskünstlerin Julia Packett, die es immer wieder versteht, ihre Liebe zum Theater, zu Männern und zur eleganten Inszenierung trotz finanzieller Engpässe frei und unbeschwert zu leben. Eigentlich verwitwet und Mutter einer (fast) erwachsenen Tochter, hat sie diese schon als Kind bei den gutbürgerlichen und wohlanständigen Eltern ihres im Krieg gefallenen Mannes zurückgelassen und dem noblen Haus auf dem Land und dem ehrbaren, aber langweiligen Leben als Lady für die Freiheiten der Großstadt den Rücken gekehrt. Nun wendet sich ihre Tochter Susan erstmals nach vielen Jahren direkt an sie mit einer Bitte: Obwohl noch auf dem College möchte sie unbedingt einen jungen Mann heiraten, in den sie sich auf einer Reise Hals über Kopf verliebt hat. Um die Vorbehalte der Großmutter zu überwinden, soll Julia Packett Partei für die Tochter und ihre junge Liebe ergreifen. Dazu wird sie ins Ferienhaus in die südfranzösischen savoyardischen Alpen eingeladen. Dort entdeckt Julia aber bald, dass der junge Mann aus dem gleichen Holz geschnitzt ist wie sie selbst. Wie soll sie ihn von der Hochzeit abbringen und gleichzeitig ihren Ruf und ihre Darstellung als “vollkommene Lady” aufrecht erhalten? Zumal der charmante Hallodri ihr diese Inszenierung ohnehin nicht abkauft und sie darüber hinaus alles daransetzen muss, um während des Urlaubs ihre prekäre finanzielle Situation zu kaschieren. Doch Julia gelingen die unglaublichsten Kapriolen und erst als Susans Vormund, der – scheinbar – vornehme Sir William auftaucht, gerät ihr gesamtes Konstrukt ins Wanken. Der sehr warmherzig und unterhaltsam erzählte Roman besticht mit Situationskomik, slapstickhaften Wendungen, liebenswert-schrulligen Charakteren und augenzwinkernder Leichtigkeit. Der Roman wurde später erfolgreich für den Broadway als Theaterstück umgewandelt und kam 1948 unter dem Titel “Julia Misbehaves” auch ins Kino.

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Maragery Sharp "Vollkommene Lady" ist herzzerreißend schön! Ein wunderbarer Schmöker, nostalgisch, romantisch, einfach ein liebenswertes Buch zum Abschalten und Ausspannen. Karin Kersten

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Wer oder was ist eine vollkommene Lady? 2018 hatte ich Ihnen an dieser Stelle „Die Abenteuer der Cluny Brown“ von Margery Sharp vorgestellt. Diesen herrlichen Roman um ein englisches Dienstmädchen gibt es bereits auch als Taschenbuch. Neu und gebunden ist jetzt „Die vollkommene Lady“ neu übersetzt im Julia Eisele Verlag erschienen. Geschrieben hat die bereits 1991 verstorbene Autorin das Buch bereits 1937. Zum Inhalt muss ich Ihnen dieses Mal tatsächlich nichts weiter erzählen. „Die vollkommene Lady“ Julia Packett ist natürlich meilenweit von einer vollkommenen Lady entfernt. Ich würde sie als eine ausgesprochen charmante Glücksritterin beschreiben. Vielleicht nicht unbedingt die intelligenteste, aber ausgesprochen bauernschlau. Sie ist impulsiv, hat das Herz am rechten Fleck und lässt sich unwahrscheinlich schnell begeistern. Und so verläuft auf ihrer Reise nach Frankreich natürlich alles nicht so, wie sie es geplant hat. Ich liebe diese Art englischen Humors. Dadurch, dass Julia eben keine vollkommene Lady ist, kann die Autorin die englische Upper Class so richtig schon vorführen und mit ihrem Witz liebevoll bloßstellen. Da gibt es die langweiligen, bzw. distinguierten Männer und Frauen, die man heiratet. Und es gibt die charmanten und lebenslustigen Männer und Frauen, mit denen man seinen Spaß hat. Schwierig wird es natürlich dann, wenn eine nicht standesgemäße Person in die andere Klasse einheiraten will. Und wenn zwei gleichgesinnte, nicht standesgemäße Personen aufeinandertreffen, dann ist das Chaos vorprogrammiert. Mir hat dieser Roman mit seinen vielen ungeplanten Eskapaden Julias und ihren Ideen, die Katastrophen zu vertuschen, wunderbar gefallen. Es ist eine intelligente Unterhaltung, die einfach Spaß macht. Irgendwie bilde ich mir ein, dass dieser Standesdünkel damals nicht so gemein und herablassend war, wie er heute rüberkommt. Man hat die anderen einfach gelassener betrachtet, war ein wenig weltfremd und sie ihr Ding machen lassen, solange sie den vornehmen Herrschaften nicht gefährlich wurden. Schöne, gute Unterhaltung für Fans von Julian Fellowes, Nancy Mitford, Evelyn Waugh und auch F. Scott Fitzgerald.

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