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Unsichtbare Musen
Frauen, die unsere Welt veränderten
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Erscheinungstermin 12.09.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Dieses Buch verändert unser Verständnis von Kunst und Kultur
Was wäre aus den berühmten Malern, Schriftstellern, Komponisten und Popstars geworden, wenn niemand da gewesen wäre, um sie zu inspirieren, zu trösten, zu korrigieren, zu managen, zu lieben? Von den antiken Musengöttinnen hin zu Christiane Vulpius, Sofja Tolstaja, Gala Dalí, Véra Nabokov, Lee Krasner, Uma Thurman und vielen anderen erzählt Elisa von Hof von den Frauen, die unsere Kunst und Kultur prägen, aber kaum anerkannt oder sichtbar gemacht werden.
An wen denken wir, wenn wir von einer Muse sprechen: vielleicht an eine schöne, junge Frau, die sich halbnackt auf einer Chaiselongue räkelt, während ein Mann sie malt oder fotografiert? Das wäre nicht verwunderlich. Das Bild der liegenden Muse ist durch die Gemälde Tizians, Manets, Matisses und vielen anderen in unser Gedächtnis eingeschrieben. Sie dient dem genialen Künstler als Modell, Liebhaberin und Projektionsfläche. Dabei muss sie noch so viele Jobs mehr erledigen. Obwohl sehr vertraut, ist die Idee vom männlichen Genius, der allein schöpft, noch gar nicht so alt. Systematisch hat sie die Frauen – und den einen oder anderen Mann – im Umfeld des Künstlers zu schmuckem Beiwerk degradiert – und sie wirkt bis heute. Elisa von Hof wirft einen Blick hinter die Kulissen, hinterfragt unsere Vorstellungen von Kunst und Kultur und rückt die ins Scheinwerferlicht, die nicht im Programmheft stehen, dafür aber gearbeitet und oft auch gelitten haben.
Dieses Buch verändert unser Verständnis von Kunst und Kultur
Was wäre aus den berühmten Malern, Schriftstellern, Komponisten...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783608967050 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 400 |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 8 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein faszinierendes Buch über Frauen, die grossen Künstlern zur Seite standen, teilweise aber wenig Beachtung fanden. Die Autorin erzählt ihre Geschichte am Beispiel von Musenhöfen, unter anderem von Picasso. Dabei wird deutlich, dass wie in vielen Bereichen ein "grosser " Mann ohne die verborgene Unterstützung von vielen Frauen im Hintergrund gar kein Erfolg gehabt hätte. Ich habe das Buch als Kunstinteressierter sehr genossen, aber auch für Neugierige auf das System Macht und Erfolg mit Gewinn zu lesen. Sehr empfehlenswert.
Lehrende*r 2087656
„Unsichtbare Musen“ von Elisa von Hof erzählt von Frauen, die im Schatten berühmter Künstler und ihrer Werke standen und dabei selbst viel mehr waren als nur Inspiration oder schmückendes Beiwerk. Das Buch rückt diese oft übersehenen Lebensgeschichten in den Mittelpunkt und zeigt, wie eng Kreativität, Beziehungen und gesellschaftliche Rollen miteinander verbunden waren. Der Ausgangspunkt lautet daher: Wer durfte in der Kunstgeschichte “schaffen”, und wer nur “inspirieren”? Bzw. wie oft war die Kunst für die ein Mann die Lorbeeren erntet ohne die Frau dahinter nicht denkbar. Ihre Beiträge verschwanden aber im Schatten der “Genies”, mit denen sie lebten. Von Hof bezieht sich dabei nicht nur auf Künstler und vor allem Maler in der Vergangenheit, sondern zieht durch aktuelle Beispiele, wie Kim Kardashian, eine Linie bis in die Gegenwart.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin nicht einfach nur bekannte Künstlerbiografien neu erzählt, sondern den Blick konsequent auf die Frauen richtet, die sonst gerne zur Randnotiz werden. Dadurch bekommt man einen ziemlich spannenden Perspektivwechsel und ertappt sich beim Lesen tatsächlich öfter bei dem Gedanken: Warum habe ich von ihr eigentlich noch nie gehört?
Dabei bleibt das Buch angenehm sachlich, ohne trocken zu werden. Elisa von Hof schreibt verständlich und mit einem guten Gespür dafür, die Geschichten lebendig zu machen, ohne sie unnötig zu dramatisieren. Gerade die Mischung aus historischen Fakten, persönlichen Schicksalen und einem Blick hinter die Kulissen der Kunstwelt hat mir gut gefallen.
Für mich ein interessantes und unterhaltsames Buch über Frauen, die lange unsichtbar gemacht wurde und definitiv mehr, wenn nicht alle Aufmerksamkeit verdient haben.
Rezensent*in 2131394
Von Musen haben fast alle in irgendeinem Kontext bereits gehört. Doch was genau macht diese unsichtbar? Diese Frage schlüsselt Elisa von Hof gekonnt in diesem Sachbuch auf. Genie und Muse – dieser Zusammenhang ist für viele klar, gerade in der bildenden Kunst. Doch wofür wird diese vom Genie benötigt? Natürlich als Inspirationsquelle, um Kunst zu schaffen, sei es ein Film, ein Roman oder ein Bild. Doch dies deckt sich oft nicht mit der Wirklichkeit – so wie Care – Arbeit in diesem System oft übersehen wird, leisten Musen im Hintergrund so viel mehr, als benannt und anerkannt wird. In welchen Lebensbereichen Musen in der Vergangenheit und bis heute tätig sind und welche Rollen diese einnehmen, das wird ans Licht geholt und hat absolute Anerkennung verdient. Dabei geht es nicht nur um die „normale“ Hausarbeit oder Kindererziehung, sondern auch um die Regulation der Emotionen des Genies, die meist therapeutischen Charakter haben, das Bewerben und Verkaufen der Kunst bis hin zum Mitwirken und Selbst schaffen der Kunst.
Inhaltlich ist das Buch sehr relevant, denn die (unsichtbare) Arbeit dieser Frauen (und Männer, wenn auch diese deutlich seltener betroffen sind), die maßgeblich daran beteiligt war, dass besagte „Genie“ überhaupt so erfolgreich werden konnten, ist leider heute oftmals in den Hintergrund getreten oder in Vergessenheit geraten. Doch gerade diese Vorstellung des Genies, dass für seinem Erfolg alleine verantwortlich ist gilt es aufzubrechen und das dahinter stehende Netzwerk zu würdigen. Dazu leistet das Buch einen relevanten Beitrag durch eine tiefe, deaillierte und facettenreiche Recherche der Autorin, die die Musen in mühevoller Kleinarbeit zu Wort kommen lasst und sie aus dem Schatten holt.
Für all dies findet die Autorin klare Worte und beschreibt den Lebenslauf verschiedenster Musen im Schatten ihres Künstlers. Mit kleinen Einwürfen der eigenen Meinung schildert die Autorin gut verständlich, wenn auch teilweise etwas sperrig die Zusammenhänge und flicht oft eine heutige, feministische Perspektive ein. Durch eine für mich teils etwas sprunghafte Erzählweise zwischen verschiedenen Genies, langen Kapiteln und der besprochenen sperrigen, manchmal etwas langatmigen Schreibweise, bin ich leider manchmal etwas schwer durch das Buch gekommen. Hier daher ein Stern Abzug von meiner Seite.
Ein hoch relevantes, sehr informatives, feministisches Sachbuch über Kultur und verschiedenste Biographien. Jeder, der Interesse an diesen Themen hat, wird hier auf interessante Fakten, verteilt über verschiedenste Künstler und Jahrhunderte, und einen spannende Perspektivwechsel stoßen.
Rezensent*in 2042432
Ein wirklich spannendes Buch mit sehr viel Hintergrundwissen. Besonders interessant fand ich, dass hier Frauen in den Mittelpunkt gerückt werden, die in der Kunst- und Kulturgeschichte oft kaum Beachtung finden. Einige von ihnen waren mir vorher völlig unbekannt, und gerade ihre Geschichten und ihre Rolle an der Seite der berühmten „Genies“ fand ich sehr aufschlussreich.
Gut gefallen haben mir auch die Erklärungen rund um den Begriff der „Muse“ und die Einordnungen, wie sich unsere Vorstellung davon überhaupt entwickelt hat. Dadurch bekommt man noch einmal einen ganz anderen Blick auf bekannte Künstler und ihre Werke.
Für mich ein sehr interessantes und informatives Buch, das einige spannende Perspektiven eröffnet.
Rezensent*in 658031
Unsichtbare Musen erzählt ,wie der Name schon vermuten lässt, die Geschichten von Frauen die im Schatten bekannter Männer standen,
Elisa von Hof hat sich einige interessante Frauen herausgesucht und beleuchtet in ihrem Buch deren Geschichten. Oftmals waren sie viel mehr als nur die Musen, also die Inspiration sondern sie waren eine wichtige Stütze für den Künstler. Sie hat sich zum Beispiel mit Göthe und Picasso beschäftigt aber auch mit Kanye West ein aktuelles Beispiel beleuchtet.
Aber nicht die Künstler stehen im Vordergrund des Buches sondern diejenigen die von der Geschichte meist vergessen werden, die Frauen ohne die vieles gar nicht möglich gewesen wäre, die starken Personen im Hintergrund.
Sie erzählt aber auch davon wie die Männer mit ihnen umgegangen sind, was nicht immer als nett zu nennen ist.
Stellt sich die Frage warum blieben sie im Schatten?
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich lese sehr gerne Biographien und fand es sehr gut das in diesem Buch nicht nur ein Leben erzählt wurde, sondern das von vielen. So entsteht ein interessanter Einblick in die unterschiedlichsten Kunstrichtungen und zu den unterschiedlichsten Menschen.
Interessant, gut recherchiert und einfach lesenswert.
Fernande Oliviers kubistisches Meisterwerk „Les Demoiselles d’Avignon“.
Uma Thurmans cineastischer Geniestreich “Kill Bill”.
Véra Nabokovs literarische Sensation „Lolita“.
Klingt ungewohnt, oder?
In Elisa von Hofs „Unsichtbare Musen: Frauen, die unsere Welt veränderten“ bekommen diejenigen den Fokus, die unter dem Label „Muse“ große Kunst ermöglicht haben. Viele mit dem Namen eines männlichen Künstlers verknüpfte Meisterwerke würde es ohne diese Frauen nicht geben. Sie investierten Care-Arbeit, Inspiration und mitunter ihr körperliches und seelisches Wohlergehen in den künstlerischen Prozess eines Mannes. Dabei blieben sie oft unsichtbar, wenn die Welt das vermeintliche Genie feierte.
Von Hof führt uns auf 400 Seiten kreuz und quer durch die Jahrhunderte. Sie begleitet uns durch eine patriarchal geprägte Kulturindustrie, zu der Frauen lange keinen Zugang hatten. Viele Musen waren selbst Künstlerinnen, und die Mitarbeit an der Kunst ihres Mannes war oft die einzige Möglichkeit, sich selbst schöpferisch zu betätigen. Ihre Arbeit war oft unbezahlt und meistens unsichtbar. Im schlimmsten Fall wurde die Muse vom Künstler entwertet, verleugnet oder sogar missbraucht.
Elisa von Hof benennt Picasso, Hitchcock, Lennon und viele andere als das, was sie waren: große Künstler und Gewalttäter. Das eine sollte nicht geschmälert, das andere nicht bagatellisiert werden. Es soll in diesem Buch nicht darum gehen, Meisterwerke zu entwerten, weil die zugeschriebenen Erschaffer Drecksäcke waren. Es geht vielmehr darum, die beteiligten Frauen mit ins Bild zu holen, das Machtgefälle zwischen Genie und Muse auszugleichen und den Mythos des Künstlers, der autonom und aus sich heraus Unsterbliches schafft, gründlich zu hinterfragen. Dabei porträtiert von Hof auch Frauen wie Gala Dali oder Véra Nabokov, die vergleichsweise selbstbestimmt ihre Arbeits- und Liebesbeziehungen eingegangen sind.
Ich war beim Lesen oft entsetzt, angewidert und wütend. Gut so. Die Autorin plädiert dafür, die Wut als Veränderungsmotor anzuerkennen. Damit das Verständnis von großer Kunst sich weitet, den Machtbereich des Genies sich verkleinert und Platz für neue Formen von Kunst und Zusammenarbeit entsteht.
Holen wir die Musen mit ins Bild.
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