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Buchcover für Ein Haus mit einem Baum und einer Schaukel

Ein Haus mit einem Baum und einer Schaukel

Roman

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Erscheinungstermin 07.10.2026 | Archivierungsdatum 31.10.2026


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Zum Inhalt

Lars Anavoli ist ein deutscher Journalist und Kriegsberichterstatter. Seine Reportagen über die Menschen in Syrien während des Krieges erhalten sehr viel Anerkennung und werden preisgekrönt, weil es ihm gelingt, mit der detaillierten Schilderung einzelner Schicksale, wie dem des Jungen Fadi und seiner Familie, zutiefst zu berühren und auf die Schrecklichkeit des Krieges/jedes Krieges aufmerksam zu machen. Fadi ist in den Kriegswirren verschwunden – verschwunden wie vor Jahren Anavolis eigene Schwester, die er nur einen kurzen Moment aus den Augen verloren hatte. Ein fortwährender Alptraum für ihn. Zurück in Deutschland erfährt er von der Suche nach einem Kind in den USA: Ellie, die zuletzt ein rotes Kleid trug, so wie seine Schwester Sophie. Anavoli reist als Reporter in die USA und trifft auf eine Kleinstadt, deren Gemeinschaft zutiefst zerrissen ist. Ein vermeintlich Schuldiger wird erschossen. Und in Anavoli verschwimmen traumatisch die Schicksale aller drei verschwundenen Kinder. Er will bei der Suche nach Ellie helfen.

Lars Anavoli ist ein deutscher Journalist und Kriegsberichterstatter. Seine Reportagen über die Menschen in Syrien während des Krieges erhalten sehr viel Anerkennung und werden preisgekrönt, weil es...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783947857357
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 192

Auf NetGalley verfügbar

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Durchschnittliche Bewertung von 4 Mitgliedern


Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Drei verschwundene Kinder und keines lässt einen los

Geschichten über verschwundene Kinder gehen mir ohnehin nahe. Hier sind es gleich drei Schicksale, die sich immer stärker miteinander verbinden: Fadi im syrischen Krieg, Ellie in den USA und Sophie, die Schwester des Journalisten Lars Anavoli, die viele Jahre zuvor verschwunden ist. Gerade Fadis Geschichte hat mich beschäftigt. Wir hören Nachrichten über Kriege, sehen Bilder und irgendwann drohen die vielen Opfer zu Zahlen zu werden. Sobald aber ein einzelnes Kind einen Namen und eine Geschichte bekommt, verändert sich etwas. Vielleicht empfinde ich das auch durch meine Jahre als Grundschullehrer besonders stark. Bei einem Kind denke ich nicht zuerst an Statistiken, sondern daran, was dieses Kind gern macht, wovor es Angst hat, wer abends auf es wartet. Lars trägt zugleich seine ganz eigene Geschichte mit sich herum. Er hat seine Schwester nur einen Moment aus den Augen verloren und lebt seitdem mit diesem Verlust. Als er von Ellie erfährt, die wie Sophie zuletzt ein rotes Kleid trug, vermischen sich Vergangenheit und Gegenwart immer stärker. Ich konnte gut nachvollziehen, warum er nicht mehr einfach nur der distanzierte Reporter bleiben kann. Das Buch hat mich stellenweise richtig bedrückt. Gleichzeitig mochte ich, dass es hinter den großen Themen Krieg, Gewalt und Schuld immer wieder den einzelnen Menschen sucht.Für mich vor allem ein Roman über etwas, das sich nicht einfach abschütteln lässt: die Erinnerung an einen Menschen, den man nicht retten konnte und die Hoffnung, es dieses eine Mal vielleicht doch zu schaffen.

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Eine Geschichte, die mich vor allem durch ihre ernsten und gesellschaftlichen Themen beschäftigt hat.

Es geht um ein verschwundenes Kind, eine zerissene Gemeinschaft und einen Journalisten, der immer tiefer in die Geschichte hineingezogen wird.

Besonders die Verbindung von persönlichen Schicksalen, Krieg, Verlust und der Suche nach Wahrheit fand ich interessant.

Nachdenklich, gesellschaftlich und emotional – ein Buch, das im Kopf bleibt.

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Der Roman "Ein Haus mit einem Baum und einer Schaukel" von Iris Antonia Kogler lässt sich nicht eindeutig "in eine Schublade" stecken:
Teils Drama und Gesellschaftskritik, teils Krimi, beginnt die Geschichte rund um den freischaffenden Journalisten Lars Anavoli mit seinen Vorbereitungen für eine Recherchereise in die USA. Dort ist vor einigen Wochen ein kleines Mädchen spurlos verschwunden.
Ein junger Mann, der in den Augen einiger Menschen mit dem Verschwinden zu tun hat, wird vom Großvaters des vermissten Kindes erschossen. Die Kleinstadt ist tief erschüttert und es geht ein Riss durch die Gemeinschaft. Anavoli will helfen und wird dabei von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt.

Das Cover und der Titel haben mich direkt angesprochen: Kryptisch, künstlerisch - ich wollte sofort wissen, worum es geht. Nachdem ich dann den Klappentext gelesen hatte, war ich mir sicher: Das wird spannend!

Die Geschichte baut sich langsam auf, lässt sich Zeit, um sich im Kopf des Lesers festzusetzen und ist generell eher unaufgeregt.
Aber Spannung ist ab der ersten Seite spürbar: Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Und wenn doch, habe ich viel an Anavoli und seine Recherche gedacht. Diese Reportage über das vermisste Mädchen, die Tötung des jungen Verdächtigen und die Risse in der Kleinstadtidylle ist für Anavolis Umfeld eine logische Folge seiner bisherigen Karriere: Seine letzte Arbeit - ein preisgekröntes Werk über einen syrischen Jungen und die unaussprechlichen Schrecken des Krieges - hat ihm gewisse Freiheiten und eine Menge Ansehen verschafft - aber als Leser bekommt man schnell den Eindruck, dass Anavoli nicht so stolz auf seine Arbeit ist, wie er sein könnte...

Kogler bedient sich eines personalen Erzählers, der die Geschehnisse aus Lars Anavolis Sicht in der dritten Person schildert. Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich daran zu gewöhnen, aber danach liest sich das Buch sehr flüssig.
In meinen Augen unterstreicht dieser Erzählstil auch die Distanz, die der Leser schon direkt zu Beginn der Geschichte ab der ersten Szene spürt. Im Laufe des Buches arbeitet die Autorin diese Distanziertheit und Isolation des Protagonisten mit ihrer bildreichen, fast poetischen Sprache sehr fein heraus.
Anavoli schirmt sich von seinen Mitmenschen ab: Niemand soll ihm so nahe sein, dass er Fragen stellen könnte. Er will keine Freundschaften, keine Familie, keinen "Hafen". Nur in der Belanglosigkeit eines Gesprächs unter Fremden kann er sich entspannen.
Kogler hat mit ihrem Protagonisten einen sich sehr real anfühlenden Charakter geschaffen: Lars Anavoli war mir trotz seiner Fluchtmechanismen sofort sympathisch und ich habe oft über ihn und seine Verhaltensweisen nachgedacht. Er ist ein Getriebener: Er sucht nach den immer gleichen Geschichten und hofft, dass sich das Ende (zum Guten) ändert.
Es werden wichtige gesellschaftskritische Themen, beispielsweise der Umgang mit Schuld und Vorverurteilung, den Anteil der Boulevardmedien daran sowie Vorurteile und wie sie unsere Wahrnehmung beeinflussen, angesprochen - dieses Buch geht mit den vielen sensiblen Themen rund um Verlust, Scham und Schuld so authentisch um, dass ich nur staunen kann.
Eine Geschichte, die noch lange nach dem Lesen im Kopf bleibt.

Für mich ein Jahreshighlight und eine klare Leseempfehlung!

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Ein Haus mit einem Baum und einer Schaukel von Iris Antonia Kogler gelesen dank Netgalley
Ein preiswürdiger deutscher Journalist, der in eine amerikanische Kleinstadt fährt um dort die Geschichte eines verschwundenen Mädchens zu recherchieren und über sie zu schreiben. Er hat eine behutsame Art Fakten zu suchen. Er spricht mit den Menschen und lässt sich Zeit. Die Geschichte ist längst nicht mehr heiß und gerade deshalb ein brennendes Anliegen. Denn Anavoli hat eine Geschichte, die ihn mit verschwundenen Kindern verbindet. Die ihn täglich umtreibt und immer wieder neue Wunden schlägt. Dieses Kind muss gefunden werden – auch, aber nicht nur um seine Schuld, Verantwortung oder das, was er dafür hält bei 2 anderen Kindern zu tragen.
Obwohl die Sprache sich so weit wie möglich von jeder Überladung entfernt, komme ich den Personen sehr nahe. Den Anwesenden und den Erinnerten und der aktuelle Fall wird auch eine Brücke zu dem Fall in dessen Reportage er den Schluss geschwindelt hat.
Das Buch hat mir Vergnügen beim Lesen gemacht und mich berührt. Es klingt nach. Eine aufgerundete 5.
#EinHausmiteinemBaumundeinerSchaukel #NetGalleyDE! @IrisAntoniaKogler #KathrinliebtLesen #Bookstagram #Rezension

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