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Grenzwertig
Ein Fall für Inspektor Zedlnitzky - Kriminalroman
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Erscheinungstermin 16.09.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Österreich Noir: Düster und rau
Der Eiserne Vorhang ist Geschichte, die Grenze in den Osten wieder offen, die Brücke in Hardegg wiedereröffnet. Während Beton und Stahl wieder zusammenfinden, bleiben in den Köpfen Misstrauen und alte Feindseligkeiten bestehen. Die Stimmung ist angespannt und kippt vollends, als ein einflussreicher Hardegger Großbauer brutal aus dem Leben gerissen wird.
Ein Mord. Kein Motiv. Keine Zeugen.
Zur gleichen Zeit ereignet sich in einem Edelbordell der Wiener Innenstadt eine bestialische Bluttat. Das Rotlichtmilieu gerät in Aufruhr.
Ein weiterer Mord. Ebenfalls kein Motiv. Abermals keine Zeugen.
Zwei brutale Verbrechen. Und zwei erfahrene Ermittler, die im Dunkel tappen.
Andreas Pittler nimmt uns mit auf eine Reise quer durch die Wiener Unterwelt und in die düsteren Wälder des Waldviertels.
Der neue Titel unserer beliebten Kremi-Reihe!
Österreich Noir: Düster und rau
Der Eiserne Vorhang ist Geschichte, die Grenze in den Osten wieder offen, die Brücke in Hardegg wiedereröffnet. Während Beton und...
Eine Anmerkung des Verlags
Bitte beachten Sie die Sperrfrist bis inklusive 15.09.2026
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Marketing-Plan
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783218015189 |
| PREIS | 17,00 € (EUR) |
| SEITEN | 224 |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 4 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Düsteres Österreich nach dem Eisernen Vorhang
Ich wurde vom Buch besonders durch seine ungewöhnliche Zeit und Atmosphäre angesprochen. Der Eiserne Vorhang ist gerade gefallen, die Grenzen öffnen sich, aber in den Köpfen sind die alten Grenzen noch längst nicht verschwunden. Zwei brutale Morde, einer im Waldviertel und einer im Wiener Rotlichtmilieu, scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben. Gerade die Frage, ob und wie diese beiden Fälle zusammenhängen, hat mich beim Lesen immer weitergetrieben. Mir hat gefallen, wie Andreas Pittler Kriminalgeschichte und Zeitgeschichte miteinander verbindet. Das Österreich dieser Umbruchzeit wirkt rau, manchmal beklemmend und alles andere als idyllisch. Alte Feindseligkeiten, Misstrauen und die Veränderungen nach dem Ende des Eisernen Vorhangs bilden einen starken Hintergrund für die Ermittlungen. Ja, es ist insgesamt ein angenehm düsterer Krimi mit historischem Flair, zwei rätselhaften Mordfällen und viel österreichischer Atmosphäre. Für mich eine spannende Entdeckung.
Renate S, Rezensent*in
3Andreas Pillers Krimi spielt knapp nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs abwechselnd an der Thaya und in Wien. Es ist wieder spannend mir gefällt, dass die Hauptfiguren menschlich sind und ihre Probleme haben. Vor allem lebt er wieder vom Lokalkolorit. Ich habe mich sehr gut unterhalten
Gertie G, Rezensent*in
Historiker und Autor Andreas Pittler, der durch sein Krimis rund um David Bronstein bekannt ist, entführt uns mit „Grenzwertig“ in das Jahr 1990, das vom Fall des Eisernen Vorhangs und diffusen bzw. durchaus berechtigten Ängsten der österreichischen Bevölkerung geprägt ist. Man fährt gerne nach Znaim/Znojmo (damals noch Tschechoslowakei) oder nach Sopron/Ödenburg (Ungarn), um um wenig Geld fein zu speisen oder billig einzukaufen. Umgekehrt sind Tschechen und Slowaken sowie Ungarn nicht so gerne gesehen, verpesten sie doch einerseits mit ihren Zweitaktern die Luft und verstopfen die Straßen, andererseits wird ihnen jede Schandtat, Mord inklusive zugeschrieben.
So ist es auch kein Wunder, dass der Mord am alten Säufer Höller nur von einem Auswärtigen begangen worden sein kann. Die Hiesingen, also die einheimischen Bewohner der Waldviertler Stadt Hardegg, würden so etwas nie machen, oder?
Beinahe gleichzeitig wird in einer Wiener Innenstadtbar eine Animierdame brutal erstochen und verstümmelt. Inspektor Paul Zedlnitzky übernimmt die Ermittlungen, die ihn und seine Kollegen tief ins Wiener Rotlichtmilieu eintauchen lassen. Dort ist die Sorge groß, dass es wegen der Ostöffnung zu Revierkämpfen zwischen den etablierten Strichgrößen und den Neuen kommen wird, streben doch nun zahlreiche Zuhälter mit ihren Prostituierten in den „Goldenen Westen“.
Für die aufmerksamen Leserinnen und Leser stellt sich natürlich sofort die Frage: WIE hängen die beiden Mordfälle zusammen? Denn, dass es einen gemeinsamen Bezug geben muss, ist dem geneigten Pittler-Fan klar.
Meine Meinung:
Das Cover zeigt die wieder errichtete Thayabrücke Hardegg – Čížov, die eine Fußgänger- und Radverkehrsbrücke ist, deren Eröffnung am Gründonnerstag, den 12. April 1990 hier im Buch eine Rolle spielt. Der blaue Himmel trügt ein wenig, denn die Stimmung ist eher dunkelgrau und drückt aufs Gemüt. Da ist es ja gut, dass das Allheilmittel Doppler und Schnapsflasche gleich zur Hand sind. Jahrzehntelang sind die Staaten des Warschauer Pakts vom Westen abgeschottet. Nur vereinzelt und oftmals illegal gibt es heimliche Zusammenkünfte und Austausch - vornehmlich billige, weil geschmuggelte, Zigaretten. Und jetzt ist alles anders. Die Bewohner an der niederösterreichischen Grenze haben Angst um ihre Arbeitsplätze und um ihr ohnehin geringes Vermögen.
Andreas Pittler hat die düstere Stimmung dieser Zeit sehr gut eingefangen. Wer Pittlers Bücher kennt, weiß, dass er ausgiebige Milieustudien betreibt, wobei das diesmal (fast) nicht notwendig ist, denn der werte Herr Autor, ich darf es wohl sagen, ist Jahrgang 1964 und hat die Zeit „live und in Farbe“ (wie man in Wien sagt) erlebt. Deshalb sind seine Charaktere aus dem damaligen Leben gegriffen. Es wird in Wohnungen, Autos und Büros geraucht, was die Lunge aushält oder auch nicht, Alkohol am Steuer ist besonders am Land ein Kavaliersdelikt, die „g‘sunde Watschen“ hat noch nicht ausgedient und die Altvorderen haben ihre eigene Vorstellung von Erziehung:
„Sein Vater stünde der Problematik, dessen war sich Zedlnitzky sicher, vollkommen verständnislos gegenüber. Der eigene Enkel ein Schlurf? Dann ab ins Heim für schwer Erziehbare! Tagwache um 5 Uhr früh, Dauerläufe, Kniebeugen und Liegestütze bis zum Umfallen hätten noch jeden Halbstarken zur Räson gebracht, würde sein Credo lauten“
Gleichzeitig besteht die Exekutive noch aus Gendarmerie und (Stadt)Polizei, die einander nicht immer grün sind. Apropos Gendarmerie: Die Gepflogenheit, betrunkene Dorfbewohner manchmal auch mit dem Dienstwagen heimzufahren, ist nicht erfunden.
Schmunzeln musste ich über die (zumindest namentliche) Auftritte von echten Rotlichtgrößen (z. B. Heinz Bachheimer) sowie über das Einbinden von Charakteren aus anderen Krimi-Reihen wie Oberst Brandner, Ignaz Wessely, „Sandler“ Rudi, Kurt Brösler und natürlich Trautmann (aus der gleichnamigen Reihe von Ernst Hinterberger) oder Simon Polt aus den Romanen von Alfred Komarek, die ja im Pulkautal spielen.
Andreas Pittler ist es wieder meisterhaft gelungen, Kriminal- und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen. Ich mag seinen Schreibstil, der immer wieder Erinnerungen an Kindheit und Jugend (ich bin Jahrgang 1960) hoch kommen lässt.
Die gesamte Handlung erstreckt sich zwischen dem 16. und dem 22. April 1990. Ermittelt wird so gründlich wie es ohne GPS, DNA-Abgleich oder Mobiltelefone eben geht. Paul Zedlnitzky dehnt hin und wieder den Spielraum der Gesetze ein wenig, um möglichst effizient zu sein.
Wer mehr über Paul Zedlnitzky lesen möchte, dem sei „Der Fluch der Sirte“ ans Herz gelegt, in dem er, nun längst zum Oberst befördert, in einem diffizilen Mordfall, der hochpolitisch ist, ermitteln muss.
Fazit:
Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, sei ob Andreas Pittlers Schreibstils, seiner Charaktere oder sei es, dass ich mich an beiden Tatorten auskenne. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung und 5 Sterne. Mögen noch weitere Krimis folgen!
Helga P, Buchhändler*in
Der Eiserne Vorhang ist gefallen, in Hardegg wurde die Brücke über die Thaya wieder hergestellt (Schönes Cover übrigens!).
Die Menschen in der Grenzregion fürchten Übles.
In Hardegg wird ein bekannter Großbauer ermordet aufgefunden. Wer sollte ihm denn was antun? Wer war zuletzt mit ihm im Wirtshaus?
In Wien wird eine junge Frau in einem Edelbordell bestialisch umgebracht. Wieso das und warum so grausam?
Zwei Fälle, die die jeweiligen Ermittler vor ein großes Rätsel stellen.
Natürlich gibt es einen Zusammenhang.
Der Autor hat viel Gefühl für die damalige Zeit, viel Lokalkolorit eingebracht. In dem Buch wird man in eine Zeit versetzt, die noch gar nicht so lang her ist, aber doch schon Geschichte.
Hat mir sehr gut gefallen
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