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Buchcover für Tramezzini und Triumphpforte

Tramezzini und Triumphpforte

Ein Innsbruck-Krimi

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Erscheinungstermin 15.09.2026 | Archivierungsdatum 28.09.2026


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Zum Inhalt

Letzte Ruhe mit Bergpanorama? Erst, wenn Kommissar Stock weiß, warum der Mord an einer Touristin am Wiltener Friedhof den Staub der letzten 60 Jahre aufwirbelt. Tatort zwischen Postkarten und Speisekarten Innsbruck, das ist doch dieses Postkartenmotiv mit dem goldenen Dachl vor massiver Bergkette? Da, wo alle sportfanatisch sind und für ein Feierabendbier auf die Alm laufen? Auch. Doch in der Alpenhauptstadt sorgen nicht nur die Immobilienpreise samt Spekulant*innen für schlaflose Nächte. Dass dem Verbrechen die eindrucksvolle Kulisse egal ist, weiß Chefinspektor Romed Stock, der an zwei ungelösten Fällen arbeitet, am allerbesten. Als seine Kollegin Dobernig und er zum Wiltener Friedhof bestellt werden, kommt plötzlich Tempo in Stocks Polizeialltag: Zwischen den Gräbern liegt eine tote Frau, die keine persönlichen Habseligkeiten bei sich trägt. Da sogar die Etiketten aus der Kleidung geschnitten sind, fehlt es zunächst an Anhaltspunkten. Nun heißt es, die kleinen grauen Zellen zu Höchstleistung zu animieren. Gut, dass die neue Kollegin Dobernig Pfeffer im Hintern hat und im richtigen Moment nicht davor zurückscheut, ihrem Kollegen Stock in denselben zu treten. Auf die Mischung kommt’s an: kalte Spuren und heiße Kaspressknödel „Romed Stock: Mitte 40, Polizist, geschieden, 12-jährige Tochter, wohlgenährt, auf der Suche nach etwas Ernstem“ – letzteres sowohl in Bezug auf neue Indizien, als auch auf eine neue Romanze. Der Alltag, die komischen Begriffe, mit denen die pubertäre Tochter um sich wirft, der Second-Hand-Dating-Markt, auf dem sich neben ihm auch andere tummeln, die aus der Übung gekommen sind, und vor allem die Arbeit: All das hält den Mitvierziger ganz schön auf Trab. Gut, dass er alle Orte der Stadt kennt, in denen es sich bei italienischen Spezialitäten und anderen kulinarischen Genüssen sowie dem ein oder anderen Sauren Spritzer (Weißwein gespritzt mit prickelndem Mineralwasser) entspannen lässt. Auf Indiziensuche in der verwinkelten Altstadt erscheint es Stock nur logisch, auch in den ansässigen Konditoreien nach dem Rechten zu sehen. Wenn er durchs dörfliche Hötting streift, ist ein Stopp beim Bauern ein Muss. Der bietet nicht nur herrlichen Graukas an, sondern womöglich auch einen Hinweis. Wenn auf die Bisse in Leckereien Gewissensbisse folgen, bietet sein liebster TV-Held, der fiktive Kollege Hercule Poirot, Zuflucht. Herbert Dutzler zieht es dorthin, wo Student*innen, Italienfeeling, zweifelhafte Prominenz und Naturgewalt aufeinandertreffen Wien wird gleich von ganzen Scharen motivierter Ermittler*innen bevölkert. Das Salzkammergut hat mit Polizist Franz Gasperlmaier, Ermittler in den äußerst erfolgreichen Altaussee-Krimis von Herbert Dutzler, einen ikonischen Botschafter. Und in Innsbruck? Gähnende Leere und wilder Westen? Damit ist jetzt Schluss, denn Dutzler beehrt mit dem Reihenauftakt um Chefinspektor Romed Stock nun auch die Alpenhauptstadt. Auch wenn sie sich gut verstehen würden, aus dem gleichen Holz geschnitzt sind Gasperlmaier und Stock nicht. Die Dutzler-Handschrift ist dennoch zu erkennen: ein humorvoller Blick hinter Klischees, Protagonist*innen, die einem in Realität schon begegnet sein könnten, mit feiner Ironie eingearbeitete Beobachtungen und das Spiel mit all den Ambivalenzen, die den Charakter einer Region prägen. Und mit einem Ermittler als Feinspitz wird der kulinarische Horizont gleich bis Italien erweitert.

Letzte Ruhe mit Bergpanorama? Erst, wenn Kommissar Stock weiß, warum der Mord an einer Touristin am Wiltener Friedhof den Staub der letzten 60 Jahre aufwirbelt. Tatort zwischen Postkarten und...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783709980019
PREIS 15,95 € (EUR)
SEITEN 380

Auf NetGalley verfügbar

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Durchschnittliche Bewertung von 3 Mitgliedern


Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

5 stars
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5 stars
5 stars
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Mit diesem Krimi, der Auftakt zu einer neuen Reihe ist, verlässt Herbert Dutzler das Ausseer Land und seinen Gasperlmaier, um mit einem neuen Team in Innsbruck Verbrechen aufzuklären.

Chefinspektor Romed Stock liest gerne Krimiklassiker und ist ein Fan von Hercule Poirot, der übergewichtig wie er selbst, mit Akribie und Ruhe diversen Verbrechern das Handwerk legt. Seit wenigen Tagen hat er eine neue Kollegin, Hedi Dobernig, die das genau Gegenteil von ihm ist: sportlich und mit einer schnellen Auffassungsgabe. Zunächst weiß Stock nicht so recht, wie er mit der aus Klagenfurt zugezogenen Kollegin umgehen soll, weshalb die beiden getrennt an zwei alten, ungeklärten Kriminalfällen arbeiten.

Als man auf dem Wiltener Friedhof eine vorerst unbekannte Frauenleiche findet, müssen die beiden die Cold Cases zur Seite schieben und im aktuellen Fall gemeinsam ermitteln. Nichts ahnend, mit welchen Überraschungen dieser Kriminalfall noch aufwarten wird.

Meine Meinung:

Bislang ist die Landeshauptstadt Tirols als Schauplatz von Krimis nicht sonderlich in Erscheinung getreten. Zwar gibt es mit jenen von Stefan König, Joe Fischler oder Lena Avanzini durchaus Krimis, die in Innsbruck spielen, die Anzahl ist durchaus überschaubar zu nennen. Am Lokalkolorit und den interessanten Menschen kann es wohl nicht liegen Nun, dieser Lücke schafft Herbert Dutzler ja nun Abhilfe.

Mit feinem Humor nimmt er so manche Eigenheit von Bewohnern sowie Protagonisten wahr. Mit Romed Stock, einem Genussmenschen mit Übergewicht, streifen wir durch Innsbruck und laben uns an kulinarischen Köstlichkeiten, während Hedi Dobernig fast asketisch lebt. Nur beim Kaffee sind sich beide einig: Automatenkaffee ist beiden Gräuel. Stock hütet seine Siebträgermaschine im Büro wie seinen sprichwörtlichen Augapfel, was manchmal für heitere Szenen führt. Bei den Ermittlungen ergänzen sich beide recht gut und lernen einander schätzen.

Romed Stock ist ein liebenswürdiger und authentischer Charakter, der nach der Scheidung von seiner Frau gerne wieder eine Beziehung hätte, was in ein wenig unbeholfenen Versuchen mündet. Entzückend finde ich seine Bemühungen, seine Teenager-Tochter an den Papa-Wochenenden zu bespaßen, obwohl er keine Ahnung hat, was Teenies im Allgemeinen und seine Tochter im Speziellen interessiert.

Auch Hedi, eigentlich Hedwig, Dobernig hat eine gescheiterte Beziehung mit ihrem ehemaligen Vorgesetzten hinter sich. Es scheint, dass es hier noch Spätfolgen geben wird, wie es den Andeutungen zu entnehmen ist. Das macht neugierig auf den nächsten Band, der hoffentlich bald erscheinen wird.

Und der Kriminalfall? Über den verrate ich jetzt nichts, sonst ginge die ganze Spannung verloren. Nur so viel, wir müssen uns durch die von Touristen verstopfte Altstadt quälen und einen Laden betreten, der unsäglichen und billigen Kitsch verkauft.

So mancher Leser wird sich über den Titel wundern: Gut, die Triumphpforte ist klar. Sie ist eines der Wahrzeichen von Innsbruck, und ist 1765, anlässlich der Hochzeit von Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen, errichtet worden. Damals am südlichen Stadtende gelegen, wirkt sie heute (man möge mir diesen Ausdruck verzeihen) vom öffentlichen und lndividualverkehr umtost, ein wenig verloren am Ende der Maria-Theresien-Straße. Manchmal wird sie, auch wenn man das in Innsbruck nicht laut ausspricht, sogar als Verkehrshindernis gesehen.

Nun zu den Tramezzini: Der mediterrane Einfluss mit den Laubengängen in der Altstadt und das oft milde, föhnige Wetter, sowie die kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Süden wie Schlutzkrapfen und eben Tramezzini, ist deutlich zu spüren. Der Brennerpass, über den Jahrhunderte hinweg die Handelsrouten vom Süden in den Norden führten, also die Grenze zu Italien ist in knapp 35 Minuten oder 40 Kilometer zu erreichen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Krimi, der durch feinen Humor und authentische Charaktere sowie komplexe Zusammenhänge fesselt, eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Herbert Dutzler hat den Auftakt zu einer neuen Krimireihe geschrieben.

Ermittelt wird in Innsbruck. Chefinspektor Romed Stock ist von gemütlicher Natur und arbeitet am liebsten alleine. Seinen ehemaligen Kollegen, der nun in Pension ist, hat er über Jahre mit sinnlosen Tätigkeiten beschäftigt und herumgeschickt, um selbst seine Ruhe zu haben.
Nun wird ihm die äußerst quirlige, aktive Kollegin Dobernig zur Seite gestellt, und er ist sich noch nicht sicher was er davon halten soll.
Doch als am Wiltener Friedhof ein Frauenleiche gefunden wird, kann er Dobernigs Hilfe gut gebrauchen.
Neben den Mordermittlungen ist Chefinspektor Stock auch privat gut beschäftigt: Mit seiner pubertierenden Tochter, die jedes zweite Wochenende bei ihm verbringt und mit seiner Mutter, die ihn nach seiner Scheidung ständig mit Frauen verkuppeln will, die so gar nicht seinen Geschmack treffen.

Der Krimi besticht durch feinen Humor und sympathische Charaktere.

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