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Buchcover für Jenseits der blauen Grenze

Jenseits der blauen Grenze

Ein packender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und eine Flucht aus der DDR durch die Ostsee. Mit Glossar. Perfekt als Schullektüre

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Erscheinungstermin 04.09.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Über die Sehnsucht nach Freiheit und den Mut, alles hinter sich zu lassen. Dorit Linke verbindet historische Realität mit packender Spannung und zeigt, wie weit Menschen für Freiheit gehen.

DDR, August 1989. Hanna und Andreas träumen von Freiheit und von einem Leben, das sie selbst bestimmen können. Ihr Alltag in der DDR ist geprägt von Willkür, Misstrauen und zerbrochenen Träumen. Sie wagen das Unvorstellbare: die Flucht über die Ostsee. Fünfzig Kilometer Wasser liegen zwischen ihnen und ihrem ersehnten Neuanfang. Dunkelheit, Kälte und Erschöpfung bedrohen sie, und nur eine dünne Schnur, die ihre Handgelenke verbindet, rettet sie vor der absoluten Einsamkeit.
Ein Roman über die Kinder- und Jugendzeit in der letzten Dekade der DDR, verwoben mit einer dramatischen Flucht in die Unabhängigkeit.

„Jenseits der blauen Grenze“ öffnet Jugendlichen ein Fenster in die Lebenswelt der DDR. Mitreißend, authentisch und voller Gesprächsanlässe — eine Schullektüre, die bewegt und bildet.

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015.
Dorit Linke ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes für ihr Engagement in Leseförderung.

  • Für diesen Titel stehen Unterrichtsmaterialien zum kostenlosen Download auf der Verlagswebsite zur Verfügung: arena-verlag.de
  • Gedruckt auf Recycling-Umweltschutzpapier, zertifiziert mit dem „Blauen Engel“.
  • „Jenseits der blauen Grenze“ ist auch als Ausgabe in Einfacher Sprache erhältlich.

Wie geht es für Hanna weiter?
Dorit Linke erzählt vom Ankommen in der BRD: „So leicht kommen wir nicht davon“ (978-3-401-60853-2)
Ein Roman über das Ankommen in der BRD, traumatische Fluchterfahrungen und den Umgang mit den Zurückgebliebenen.

Über die Sehnsucht nach Freiheit und den Mut, alles hinter sich zu lassen. Dorit Linke verbindet historische Realität mit packender Spannung und zeigt, wie weit Menschen für...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783401513010
PREIS 11,00 € (EUR)
SEITEN 304

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Über die Ostsee in die Freiheit ...


„Jenseits der blauen Grenze“ von Dorit Linke erzählt die Geschichte der drei Jugendlichen Hanna, Andreas und Jens („Sachsen-Jensi“). In der DDR können die Siebzehnjährigen von Freiheit und einem selbstbestimmten Leben nur Träumen, während ihr Alltag von staatlicher Lenkung und Willkür geprügt ist. Der talentierten Leistungsschwimmerin Hanna bereitet ihre SED-kritische Haltung Probleme, auch Andreas rebelliert gegen das sozialistische System, landet sogar in einer Besserungsanstalt, genannt „Jugendwerkhof“. Nachdem Jens ungewollt mit seinen Eltern nach Westdeutschland ausreist, plant Andreas seine Flucht, sieht er doch hier keine Zukunft: Über die Ostsee will er in den Westen fliehen. Hanna schließt sich ihm an. Gemeinsam gehen sie im August 1989 in einer Nacht das Risiko ein: Fünfzig Kilometer Wasser in der kalten, dunklen Ostsee müssen sie überwinden; ausgerüstet mit Neoprenanzügen, Flossen und Schnorcheln.

„Ich atme durch den Schnorchel, damit der Kopf unter Wasser bleiben kann, ich ihn nicht drehen muss. Jede Bewegung kostet Energie.
Nach wenigen Metern merke ich, was ich schon lange weiß. Es ist alles ganz anders als im Schwimmbad. Ulrich ist nicht hier, keiner gibt Anweisungen. Wir sind auf uns allein gestellt.
Ich höre nur das Glucksen der Wellen, die sich an meinem Körper brechen. Aus der dunklen Tiefe steigen Blasen auf.
Leise schwimmen wir hinaus auf die Ostsee, nach Norden.“

Um sich in der Dunkelheit nicht zu verlieren, sind sie mit einer Schnur miteinander verbunden. Doch die Kälte, die hohen Wellen und die permanente Angst vor Entdeckung zehren an ihnen. Als sie eigentlich schon in neutralen Gewässern sind, schwinden bei Andreas die Kräfte.

„Ich fühle mich schlecht. Schuldig.
Wir hätten bleiben sollen. Er schafft es nicht.
Schwimmen, nur schwimmen. Die Tonne ist Vergangenheit.
Die Schiffe am Horizont sind unser Ziel.
Die Schnur zwischen uns spannt sich kaum, wir schwimmen gleichmäßig nebeneinander, als hätten wir nie etwas anderes getan.
Weiter, immer weiter, immer geradeaus.
Ein Brennen zieht durch meinen Körper. Er ist eiskalt.
Wir reden nicht. Gibt nichts zu reden, kostet außerdem Energie.
Habe das Gefühl für die Zeit verloren. Die Sonne steht hoch am Himmel, vermutlich später Vormittag.
Wellenberg, Wellental, Wellenberg, Wellental.
Das Wasser ist trübe, die Ostsee eine Wüste, trostlos und öde.
Kein Leben, nicht einmal mehr Quallen.
Schiffe am Horizont, doch sie kommen nicht näher.“

Am Ende kann nur Hanna gerettet werden, in letzter Sekunde, während für Andreas die Flucht mit dem Tod endet.

In zwei Erzählsträngen wechselt das Geschehen zwischen Rückblenden in das Leben der Jugendlichen in der DDR und der Gegenwart, der Flucht über die Ostsee. Dadurch ist das Buch unheimlich fesselnd, ich konnte es bis zum Schluss nicht aus der Hand legen.


Ich vergebe für „Jenseits der blauen Grenze“ 5 Sterne, eine ganz klare Leseempfehlung – und auch eine Empfehlung für den Fortsetzungsroman „So leicht kommen wir nicht davon“, den ich sogar noch eindringlicher und besser fand!

Vielen Dank an den Arena Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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Perfekt für den Unterricht: Wenn Jugendromane Geschichte lebendig machen

Es gibt Bücher, die liest man nicht nur. Sondern man reist mit ihnen in der Zeit zurück. Genau das ist mir passiert, als ich Jenseits der blauen Grenze von Dorit Linke aufgeschlagen habe. Ich habe das Buch auf meinem Kindle gelesen und bin komplett in der Geschichte versunken.
Da ich meine eigene Kindheit ebenfalls in der DDR verbracht habe, war die Lektüre für mich unglaublich nah und persönlich. Beim Lesen musste ich so oft schmunzeln: Der Schulalltag, der Pionieralltag, das Produktive Arbeiten, bestimmte Klamotten oder die Musik: all das holte sofort meine eigenen Erinnerungen an damals zurück. Besonders der Pioniernachmittag am Mittwoch, der oft für das Sammeln von Altpapier und Glas genutzt wurde, hat mich lächeln lassen. Es war faszinierend, wie lebendig diese Details plötzlich wieder vor meinem inneren Auge waren.

Doch das Buch schafft einen Spagat, der mich tief bewegt hat. Auf der einen Seite die vertraute Nostalgie, auf der anderen Seite ein echter Schockmoment: Mir wurde beim Lesen erst richtig bewusst, welche massiven Restriktionen (Jugendwerkhof, Entzug der Studiumerlaubnis) und Verfolgungen damals im Hintergrund stattfanden. Diese Dinge, hat man als Kind oder Jugendliche oft gar nicht so mitbekommen.

Der absolute emotionale Höhepunkt und ein echter Gänsehautmoment waren für mich die Flucht der Protagonisten über die Ostsee. Zu lesen, wie Hanna und Andreas in der eiskalten, dunklen Nacht um ihr Überleben kämpfen, hat mich total mitgenommen. Diese Mischung aus psychologischem Druck, Verzweiflung und dem unbändigen Wunsch nach Freiheit ist von der Autorin meisterhaft eingefangen worden.

Was diese Neuausgabe in vereinfachter Sprache so wertvoll macht, ist ihre Zugänglichkeit. Der Text transportiert die enorme emotionale Wucht und die historische Bedeutung der Geschichte, ohne sprachliche Hürden aufzubauen. Das macht das Buch absolut ideal für den Einsatz im Unterricht, gerade, um auch leseschwächere Jugendliche für dieses wichtige Thema zu begeistern.
Ein riesiges Plus: Der Verlag bietet auf seiner Website Begleitmaterialien zum Herunterladen an, was die Vorbereitung für den Unterricht ungemein erleichtert.

Fazit
Dorit Linke ist mit dieser Geschichte ein bewegendes Meisterwerk gelungen, das historische Authentizität mit packender Erzählkunst verbindet. Für mich eine absolute Herzensempfehlung, sowohl für den Unterricht als auch für alle, die sich auf eine emotionale Zeitreise in die DDR begeben möchten!

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Jenseits der blauen Grenze
Ein packender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und eine Flucht aus der DDR durch die Ostsee. Mit Glossar. Perfekt als Schullektüre
von Dorit Linke

Aufwühlend und sehr eindringlich erzählen Hannah und Andreas von ihrem Alltag als Jugendliche in der DDR. Von ihren Einschränkungen und zermürbenden und quälenden Erlebnissen bis sich der Drang und Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung nicht mehr unterdrücken lässt. Was bleibt ist Flucht. Und diese verläuft überaus dramatisch.

Nicht umsonst wurde dieser Text ausgezeichnet und wird an vielen Schulen gelesen. Beispielhaft dafür, was es heißt, wenn Freiheit und Menschenrechte nur auf dem Papier existieren.

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