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Hinaus in den Wind
Roman | Von der Autorin des Bestsellers 'Als Großmutter im Regen tanzte'
mit Günther Frauenlob (Übersetzer*in)
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Erscheinungstermin 26.08.2026 | Archivierungsdatum 25.10.2026
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Zum Inhalt
Eine starke Frau aus den Fjorden, die sich gegen alle Stürme lehnt
An der rauen norwegischen Westküste hat die Schifferin Kristiane ein gutes Leben für sich und ihre Familie erkämpft. Sie wünscht sich, dass ihr Sohn Anders die Familientradition bewahrt und Schiffslotse wird. Doch Anders hat eigene Träume, er möchte dem Ruf der Musik folgen. Als Kristiane sich zum Nachdenken an den Strand zurückzieht, macht sie eine dramatische Entdeckung, die die ganze Fischergemeinschaft in Aufruhr versetzt.
Von der großen norwegischen Erzählerin und SPIEGEL-Bestseller-Autorin Trude Teige, inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte.
Der bewegende Roman um eine starke Frau in der traditionellen Gesellschaft der nordischen Fischer und Seefahrer.
Nach »Gesang der See« der zweite Roman um die Schifferin Kristiane, auch ganz unabhängig für sich zu lesen. Die beiden Bücher um Kristiane sind Trude Teiges erste Romane und machten sie als Autorin bekannt.
Von der Autorin der ergreifenden SPIEGEL-Bestseller 'Als Großmutter im Regen tanzte', 'Und Großvater atmete mit den Wellen' und 'Wir sehen uns wieder am Meer'.
Eine starke Frau aus den Fjorden, die sich gegen alle Stürme lehnt
An der rauen norwegischen Westküste hat die Schifferin Kristiane ein gutes Leben für sich und ihre Familie erkämpft. Sie wünscht...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783949465260 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 272 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Deidree C, Rezensent*in
Emotional aufwühlend, fesselnd und tragisch schön
Es ist mein zweites Buch der Autorin Trude Teige und ich bin von dieser Geschichte völlig in den Bann gezogen worden. Die Autorin schafft eine Atmosphäre die es schwer macht, das Buch zur Seite zu legen. Emotionen werden beinahe greifbar, manchmal möchte man die Figuren schütteln und sie zu bestimmten Handlungen zwingen, versteht gleichzeitig aber auch ihre Beweggründe, warum sie gerade so und nicht anders reagieren.
Manches ist schwer auszuhalten und genau das, wie die Figuren damit umgehen, fesselt den Leser an die Geschichte. Die Ereignisse sind bisweilen tragisch, aber tragisch schön beschrieben. Auch hat man das Gefühl, dass es sich genauso zutragen hätte können, dass nichts erfunden und erdacht ist.
Es passt alles zusammen. Kristiane ist zwar eine starke Frau, dennoch blitzen immer wieder ihre Schwächen durch und machen sie authentisch. Sogar der Titel „Hinaus in den Wind“ wird von der Autorin erklärt, beschrieben, aufgegriffen.
Es ist ein Buch, das schwere Themen aufgreift, sie in Emotionen hüllt und ungeschönt widergibt ohne eine bedrückende Stimmung zu erzeugen, sondern eine mitfühlende. Die Geschichte ist wunderbar für Leser, die gerne tiefer in die Wesen der verschiedenen Protagonisten eintauchen.
Was mich an Kristianes Geschichte sofort berührt, ist diese stille, unerschütterliche Kraft, die Frauen in rauen Landschaften oft haben. Sie lebt an der norwegischen Westküste, wo der Wind nicht nur über das Meer fegt, sondern auch durch Biografien. Man spürt, wie viel sie sich erkämpft hat nicht laut, nicht heroisch, sondern mit dieser beharrlichen, fast trotzig-warmen Entschlossenheit, die aus einem Leben zwischen Fjorden und Fischern wächst. Ihr Wunsch, dass Anders die Familientradition fortführt, ist für mich weniger Starrheit als Sehnsucht, nach Kontinuität, nach einem Halt, den das Meer nie verspricht. Anders dagegen trägt eine andere Art von Sturm in sich. Der Ruf der Musik, der Wunsch nach einem eigenen Weg das ist ein Aufbruch, der gleichzeitig schön und schmerzhaft ist. Zwischen den beiden entsteht ein leises Ringen, das ich sehr menschlich finde: die Liebe einer Mutter, die festhalten will, und die Freiheit eines Sohnes, der losmuss. Die dramatische Entdeckung am Strand wirkt wie ein Riss im Alltag, ein Moment, in dem die ganze Gemeinschaft aufschreckt. Und doch ist es Kristiane, die diesen Schock trägt, wie sie alles trägt: mit einer Mischung aus Mut, Pflichtgefühl und einer tiefen, fast archaischen Verbundenheit mit ihrer Welt. Für mich ist dieser Roman ein stilles, kraftvolles Porträt einer Frau, die sich gegen Stürme auflehnt, äusserlich wie innerlich. Ein Buch, das nach Salz riecht und nach Herz.
Ulrike M, Buchhändler*in
Wieder nimmt der Leser Anteil am Leben der Lotsenfamilie von Kristiane, die mit ihrem Mann inzwischen zu einigem Wohlstand auf der Insel vor der Westküste Norwegens gekommen ist. Eine starke Frau, die gerlernt hat, den Stürmen (auch des Lebens) entgegen zu treten. Und doch wird ihr Alltag auf den Kopf gestellt durch einen unerwarteten Fund an ihrer Lieblingsstelle an der See. Und auch die Zukunft des Lotsenbetriebs steht in Frage, da ihr Sohn seine Hingabe in der Musik findet. aber sie hat gelernt, scih gegen den Wind zu stellen!
Trude Teige ist einer meiner Lieblings Autorin. Schon mit ihrem Roman Der Gesang der See entführte mich die norwegische Autorin Trude Teige in die Welt von Kristiane, der Tochter des Lotsen von Kvalsvika im Westen Norwegens. Nun folgt mit der zweite Band Hinaus in den Wind die ersehnte Fortsetzung von Kristiane. Auch der zweite Teil der Geschichte dreht sich vor allem um Kristiane, die für sich und ihre Familie die Voraussetzungen für ein gutes Leben an der norwegischen Westküste geschaffen hat. Ihr Sohn Anders soll das Familienerbe weitertragen und Schiffslotse werden, doch sein Herz schlägt für die Musik und er möchte dieser Leidenschaft folgen. Eines Tages macht Kristiane am Strand eine unerwartete Entdeckung, die einige Dinge ins Rollen bringen. Die Autorin Trude Teige schafft es mit ihrer sanften und emotionalen Sprache, lebhafte, detaillierte Bilder zu zeichnen, die mich tief in die Geschichte einsteigen ließ Ich liebe die Geschichten von Trude Teige und habe mich daher auch sehr auf diese Fortsetzung von „Der Gesang der See“ gefreut. Ein tolles Buch, ich gebe hier eine klare Leseempfehlung.
In der Fortsetzung des Romans "Der Gesang der See" geht es wieder um die Lotsenfamilie mit der starken Kristiane, im Mittelpunkt, die auch „Herrin von Kvaslvika“ genannt wird. Diesmal findet sie am Strand der norwegischen Küste ein totes Baby. Sie wird bei der Suche nach der Mutter des Säuglings gebeten zu helfen. So müssen alle in Frage kommenden Frauen von ihr auf milchgebende Brüste untersucht werden.
Gleichzeitig machen die Schweden den Fischern Konkurrenz indem sie heimlich in deren Gewässern fischen. Während Kristianes Tochter gerne die Lotsentradition durch Heirat mit einem passenden Fischer fortführen würde, möchte ihr Sohn Anders sich nur noch der Musik widmen. Seine Mutter besteht aber darauf, das er für das Lotsenpatent üben soll. Ihr Ehemann Lars hat seine eigenen Geheimnisse und ist nur selten zu Hause.
Das Cover passt sehr gut zum vorherigen Teil diese Romans. Der Titel ist sehr gut gewählt. Die Protagonisten sind teilweise bekannt und ich bin sofort wieder drin im Geschehen. Bei Kristiane habe ich so ein bisschen das Gefühl, alles muss sich um sie drehen ohne viel Rücksicht auf andere zu nehmen. Der Schreibstil ist erfrischend und gibt einen guten Einblick in das Leben der Fischergemeinschaft.
Buchhändler*in 1505103
Ein neues Buch von Trude Teige, das ich mir wieder sofort geschnappt habe. "Hinaus in den Wind" hat mir besser gefallen als "Der Gesang der See". Die Geschichte ging direkt mit einer unerwarteten, berührenden Szene los und so ging es dann auch weiter. Es ist so viel passiert, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Es war beührend, schlimm und mitreißend.
Claudia E, Rezensent*in
Zum zweiten Mal steht die Schifferin Kristiane an der Küste Norwegens im Mittelpunkt. Um sie herum ihre Familie und eine ländliche Gegend, in der das Meer und der Fischfang den Lebensunterhalt der meisten Menschen bedeuten. Kristiane würde gerne ihren Sohn als Nachfolger sehen, aber wie das so ist mit KIndern, die interessieren sich nicht immer für den Job der Eltern. Der Sohn möchte Musiker werden.
In die scheinbare Idylle kommt ein Misston, als ein totes Baby gefunden wird. Kristiane und ihre Familie geraten in die Ermittlungen.
Das Buch hat einen eher ruhigen Grundton. Es ist auch kein Krimi auch wenn es einen Who-dunit-Strang gibt. Gefallen hat mir, dass Kristiane eine selbstbestimmte starke Frau ist, die sich weder von der Gesellschaft noch dem Ehemann vorschreiben lässt, wie sie zu leben und zu denken hat. Das war sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin.
Das Buch ist die Fortsetzung von "Der Gesang der See" und erzählt die weitere Geschichte von Kristiane, der starken Frau, die einst ihrem Vater versprochen hat, das Lotsenamt, das in der damaligen Zeit nur Männern vorbehalten war, in der Familie zu halten. Sie hat ihren Jugendfreund Lars geheiratet und mit ihm die gemeinsame Tochter Konstanze. Kristianes Sohn Anders, der einmal das Lotsenamt weiterführen soll, ist aus der Ehe mit ihrem ersten Mann Anders, der bei einem Schiffsunglück ums Leben kam. Doch Anders hat musikalische Pläne, die Kristiane jedoch kategorisch ablehnt. Gleichzeitig muss sich Kristiane um ein tot aufgefundenes Baby kümmern, dessen Mutter finden und sie der gerechten Strafe zuführen.
Wieder einmal muss Kristiane sich zwischen Pflicht und Liebe entscheiden, wenngleich diesmal nicht wegen eines Mannes.
Gelungene Fortsetzung
Buchhändler*in 405648
Auch in diesem zweiten Band steht Kristiane, die Frau des Schiffslotsen, und ihre Familie im Mittelpunkt. Kristiane ist eine starke Persönlichkeit, die bei den Menschen etwas gilt. Als sie eines Tages ein totes Baby am Ufer findet, ist die Aufregung groß.
Zudem möchte ihr Sohn, entgegen der Tradition, kein Schiffslotse werden, sondern Musiker. Kristiane ist strickt dagegen.
„Hinaus in den Wind“ zu lesen, war ein Eintauchen in das Leben am norwegischen Fjord in all seinen Facetten. Zugpferd der Geschichte ist die Frage, was es mit dem toten Kind auf sich hat. Das erhält die Spannung aufrecht. Aber auch die ehelichen Konflikte um Kristianes Untreue vor vielen Jahren, wirken noch nach. Gefallen haben mir die Naturbeschreibungen, die Atmosphäre am Fjord, die Art und Weise wie die Menschen beschrieben werden. Die Handlung verdichtet sich immer mehr, wird zum Schluss hin richtig dramatisch. Ein bereicherndes, sehr unterhaltsames Buch von einer Autorin, die ihr Handwerk zweifellos versteht. Hat mir sehr gut gefallen.
„Hinaus in den Wind“ ist der zweite Teil der Geschichte rund um Kristiane und ihre Familie und schließt direkt an „Der Gesang der See“ an, ich bin aber der Meinung, dass man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann. Kristianes Kinder sind inzwischen erwachsen. Von ihrem Sohn Anders wird erwartet, dass er die Familientradition fortführt und Lotse wird. Doch Anders hat andere Pläne: Er ist Musiker und möchte seinen eigenen Weg gehen. Eines Tages macht Kristiane am Strand eine unerwartete Entdeckung, die einige Dinge ins Rollen bringen. Auch in diesem Buch spielt das Meer eine wichtige Rolle. Es ist für Kristiane ein Ort, aus dem sie Kraft, Energie und Mut schöpft Das Meer ist immer für sie da. Trude Teige beschreibt die Familie und ihre Beziehungen sehr bildhaft und gefühlvoll. Man kann gut nachvollziehen, wie schwierig es manchmal ist, zwischen den Erwartungen der Familie, der starren Traditionen und der gesellschaftlichen Vorstellungen sowie den eigenen Wünschen hin- und hergerissen zu sein. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Die Handlung bleibt kontinuierlich interessant und spannend, sodass man gerne weiterlesen möchte. Besonders berührt hat mich, dass die Geschichte auf der Familiengeschichte der Autorin basiert. Das macht das Buch für mich noch persönlicher und besonderer. Alles in einem ist„Hinaus in den Wind“ eine gefühlvolle und spannende Familiengeschichte über Traditionen, Erwartungen und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.
Kirsten O, Buchhändler*in
Eine gelungene Fortsetzung der historischen Geschichte der Lotsen Norwegens im 19. Jahrhundert. Authentischer Rahmen, lebendige Charaktere, detaillierte Geschichtsbeschreibung machen den Reiz des Buches aus.
Gertie G, Rezensent*in
„Hinaus in den Wind“ ist der zweite Band rund um Kristiane und ihre Familie an der norwegischen Küste. Obwohl Kristiane in manchen Belangen sehr fortschrittlich denkt und handelt, ist sie doch den Traditionen verhaftet. So soll ihr Sohn Anders, der ein begnadeter Pianist ist, der Familientradition folgen und Lotse werden, während die kleine Tochter das Meer liebt und durchaus das Zeug zur Lotsin hätte. Allerdings ist es Frauen zu jener Zeit verboten, als Lotse zu arbeiten. Zu diesem innerfamliären Konflikt gesellt sich ein gesellschaftlicher, denn Kristiane findet die Leiche eines Babys und muss den Behörden bei der Suche nach der Mutter helfen, was sie in weitere Schwierigkeiten bringt. Doch damit nicht genug, gesteht ihr Ehemann Lars einen Fehltritt und erwartet ihre Vergebung, so wie er ihr in den langen Jahren ihrer Ehe (beinahe) verziehen hat.
Meine Meinung:
Trude Teige hat mit diesem Roman, die Geschichte einer starken Frau, die einerseits ihr Leben selbst in die Hand nimmt (und damit gegen die damalige gesellschaftliche Ordnung verstößt) und andererseits aber die Traditionen sehr wichtig nimmt, fortgesetzt. Um die Lotsenmarke, also die (erbliche) Berechtigung Lotsendienste anzubieten, weiter in der Familie zu behalten, hat sie ihr eigenes Glück geopfert und macht dasselbe mit ihrem Sohn. Dabei lässt sie ihre Tochter links liegen. Gelegentlich erkennt sie, dass sie ihrer Tochter Unrecht tut, kann aber aus ihrer Haut nicht heraus.
Die starren gesellschaftlichen Normen, die harten Lebensbedingungen zu denen sich nun schwedische Fischer, die in den norwegischen Gewässern ihre Netze ausbreiten und die karge Landschaft machen Kristiane zu der Frau, die sie ist.
Dieser zweite Teil endet für mich ein wenig abrupt, so dass ich einen halben Stern abziehe, aber fix mit einer Fortsetzung rechne.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser atmosphärischen und emotionalen Geschichte 4,5 Sterne, die ich auf 5 Sterne aufrunde .
Buchhändler*in 1449023
Kristiane lebt an der rauen norwegischen Westküste. Sie ist eine starke Frau , die für sich und ihre Familie ein gutes Leben erkämpft hat.
Ihr Sohn Anders soll die Familientradition als Schiffslotse fortführen. Doch Anders hat eigene Träume und Pläne. Kristiane zieht sich an den Strand zum Nachdenken zurück und macht dabei eine dramatische Entdeckung.
Wieder ein bewegender Roman von Trude Teige . Eine starke Frau, die sich in der traditionellen Gesellschaft der norwegischen Fischer und Seefahrer bewähren muss.
Trude Teige wurde von ihrer eigenen Familiengeschichte zu diesem Roman inspiriert.
Zum Inhalt:
Schifferin Kristiane hat für sich und ihre Familie ein gutes Leben erkämpft und sie wünscht sich, dass ihr Sohn Anders auch die Familientradition fortsetzt und Schiffslotse wird. Aber Anders hat ganz andere Träume, er möchte Musik machen. Zum Nachdenken geht Kristiane an den Strand und macht dort eine Entdeckung, die die ganze Fischergemeinschaft in Aufruhr versetzt.
Meine Meinung:
Was mich wieder beeindruckt hat, wie lebendig und vorstellbar die norwegische Landschaft beschrieben wird. Die Protagonisten sind ebenfalls sehr greifbar beschrieben. Die Geschichte hat mich auch von Anfang bis Ende gefesselt, vieles erfahren wir über Kristianes Familie, die ja auch schon im ersten Teil sehr schicksalshaft war. Das hat Kristiane sehr hart gemacht, was man auch gut am Umgang mit den Kindern merkt, da ist sie schon härter als es sein müsste. Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut lesbar, aber auch die Hörbuch-Version hat mir sehr gut gefallen. Ich kann beide Versionen empfehlen.
Fazit:
Ein schwieriges Leben
Was im ersten Band geschah
Kristiane Kvalsvik war in „Der Gesang der See“ eine Vernunftehe eingegangen, um die Lotsennummer und den Lotsenhof für ihre Familie zu erhalten. Als Frau konnte sie keine Prüfung für ein Lotsenpatent ablegen, sondern nur einen Lotsen heiraten. Circa 20 Jahre später treffen wir sie als erfolgreiche Geschäftsfrau, die weiter Verbindungen nach Ålesund pflegt, und Mutter von zwei Kindern. Ihr zweiter Mann Lars war beruflich unerwartet erfolgreich und besitzt inzwischen einen Anteil am Handelshaus der Familie Rønnestad.
Inhalt
Kristiane stehen aufregende Veränderungen bevor; Sohn Anders aus ihrer ersten Beziehung mit Anders dem Älteren zeigt erstaunliches musikalisches Talent und würde die Insel gern verlassen, die tatkräftige Tochter Konstanze glänzt in allen Disziplinen im und auf dem Wasser. Sie wäre die ideale Nachfolgerin für Kristiane und Lars, würde Kristiane – mit den Inselbewohnern an ihrer Seite - nur nicht so starrsinnig daran festhalten, dass eine Frau weder den Lotsenhof noch ein Handelshaus führen kann. Sie hat sich damals für den Hof geopfert und erwartet das ebenso von Anders dem Jüngeren. Als Kristiane, sichtlich erschöpft vom großen Geschäftshaushalt mit Fischfang und -handel, gemeinsam mit Konstanze Ruhe am Meer sucht, findet sie ein totes Baby. Der Lensmann, eine Art Dorfpolizist, unterstellt, eine Frau von der Insel hätte ihr Kind getötet und zwingt Kristiane, Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter genauestens zu befragen. Kristiane will zwar mehr als eine Frau unbedingt schützen, bleibt mit den Ermittlungen jedoch lange erfolglos. Parallel dazu zieht es Mutter und heranwchsende Kinder immer öfter nach Ålesund und die Entscheidung drängt, welche Berufswege Kristianes Kinder einschlagen werden.
Fazit
Für den Wiedereinstieg in die Großfamile auf Kvalsvik mit ihren privaten und geschäftlichen Kontakten ist es sinnvoll zwischen Band 1 und 2 nicht zu viel Zeit verstreichen zu lassen. Kristiane tut sich noch immer schwer, ihre Kinder eigene Wege gehen zu lassen, obwohl es sie selbst immer öfter in die Stadt zieht und sich auch für sie selbst berufliche Veränderungen abzeichnen. Die Rahmenhandlung um das am Strand angetriebene Baby zeigt die Dorfgemeinschaft von ihrer beharrlichsten, konservativsten Seite, mit der die Verantwortung für voreheliche Schwangerschaften allein den betroffenen Frauen zugeschoben wird. Die Zukunft des Lotsenhofes samt Nachfolgekonflikt, Strukturkrise der Fischerei und Kristianes noch immer von altem Groll bestimmte Ehe fügen sich zu einem fesselnden historischen Roman, der sich an Trude Teiges couragierte eigene Vorfahrinnen anlehnt.
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Serieninfo: Band 2 von bisher 2
Alexandra M, Rezensent*in
Die Kinder von Kristiane werden groß. Anders will aber kein Lotse werden. Dafür aber seine Schwester. Für Kristiane ist das alles nicht einfach. Und dann findet sie auch noch ein totes Kind am Meer. Die Mutter erwartet die Todesstrafe. Kann Kristiane das verhindern?
„Hinaus in den Wind“ ist die Fortsetzung von „Der Gesang der See“. Ich würde empfehlen, diesen Band zuerst zu lesen, da der zweite Band stark auf diesem aufbaut.
Wieder entführt uns Teige an die raue Nordseeküste von Norwegen. Kristiane hat sich dort ein gutes Leben aufgebaut und kommt auch ihrem Mann wieder näher.
„Hinaus in den Wind“ ist eine sehr bewegende Geschichte, die auch sehr emotional erzählt wird. Die Charaktere wirken durchwegs glaubwürdig und handeln authentisch. Besonders gut konnte ich mich in Kristiane hineinversetzen, die nur das Beste für ihre Kinder will, von denen aber nicht wertgeschätzt wird. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, flüssig und gut verständlich. Manche Stellen sind sehr emotional und nachdenklich, während andere für Spannung sorgen. Dadurch bleibt das Interesse an der Geschichte bis zum Schluss erhalten.
Fazit: Man merkt dem Buch die Heimatliebe der Autorin an. Die Geschichte ist mitreißend und ich bin gespannt, ob es noch einen weiteren Band aus der Reihe geben wird. Ich würde auf jeden Fall gerne weiterlesen.
Bärbel K, Rezensent*in
Kristiane führt ein sehr arbeitsreiches Leben auf dem Lotsenhof. Viele der Dorfbewohner kommen zu ihr, wenn sie einen Rat brauchen. Sie wird ihrer Verantwortung als Lars Ehefrau, als Mutter von Konstanze und Anders und als Chefin des Lotsenhofes mehr als gerecht. Zumindest glaubt sie das. Es gibt einen Ort auf der Insel, den Kristiane aufsucht, wenn sie allein sein will, wenn sie ihre Gedanken ordnen will und neue Kraft schöpfen muss – Mulevika, die abgeschiedene Bucht vor dem Meer. Doch diesmal wird ihr Besuch von Mulevika zur Tragödie. Kristiane findet an Meeressaum ein Bündel….
Ich habe mich mit dem Buch wieder sehr kurzweilig unterhalten gefühlt. Wie Kristiane mit der vielen Arbeit umgeht und doch noch immer ein offenes Ohr für ihre Familienmitglieder und die Dorfbewohner hat, finde ich bewundernswert. Doch leider ist Kristiane auch in manchen Dingen stur. Wenn es zum Beispiel um Anders Zukunft geht. Sie sieht ihn als Lars Nachfolger als Lotse. Jedoch hat Anders ganz andere Pläne. Er sieht sich als Pianist und Komponist. An Talent fehlt es ihm sicher nicht, das weiß auch Kristiane. Bleibt aber stur, wenn es um seine Lotsenausbildung geht. Nicht ahnend, wie folgenschwer ihr beharrliches Drängen sein wird.
Auch wenn in diesem Buch nicht alles sich fließend entwickelt, habe ich mich sehr kurzweilig unterhalten gefühlt. Besonders die Beschreibungen, wie Kristiane aus den Naturgewalten Kraft für ihr arbeitsreiches Leben schöpft und wie sie versucht dies auch an ihre Kinder zu vermitteln, haben mich berührt. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.
Kristiana ist den Traditionen gefolgt, von ihrem Sohn erwartet sie das gleiche. Er liebt aber die Musik mehr als die See. Sie erinnert sich nicht mehr daran, das sie auch mal etwas mehr als die vorgegebenen Richtlinien geliebt hat.
Man sollte den Vorgängerband um Kristiana und ihre Familie kennen, denn es fehlt sonst an einigen Stellen der Zusammenhang.
Kristiana ist eine starke Frau, Arbeit ist für sie kein Fremdwort, sie tut alles damit es ihrer Familie gut geht und sie mehr als nur ihr Auskommen haben. Für eine Frau ihrer Zeit, in einer Welt die von Männern dominiert wird ist es sehr ungewöhnlich. Aber die Männer und Frauen ihrer Umgebung akzeptieren sie, vor allem weil sie durch ihre Weitsicht auch in den Genuss von mehr als nur das Nötige kommen.
Die Figuren werden wie die Umgebung fast hart, karg an Emotionen beschrieben. Trotzdem lernt man sie kennen, kann ihre Verhaltensweisen nachvollziehen. Ans Herz wachsen sie einem während des Lesens nicht so unbedingt dafür haben sie nicht viel Liebenswertes an sich. Selbst die Kinder wirken fern, an anderer Stelle hätte ich blass geschrieben. Aber hier ist der ganze Roman mit wenig Farbe ausgestattet. Es passt einfach alles zueinander. Ein Küstenstrich am Meerm voller Felsen, Wind und Wasser.
Inge H, Rezensent*in
Dramatisch
Der Roman „Hinaus in den Wind“ von der norwegischen Schriftstellerin Trude Teige.Es ist die Fortsetzung von „Der Gesang der See“.
Die Autorin versteht es, ihren Personen besondere Charakter zu geben.
Der Roman geht weiter mit Kristinas Familie. Ihr Mann ist Lotse und die Kinder Anders und Konstanze sind eine perfekte Familie. Es gibt, wie überall Auseinandersetzungen.
Kristina ist versessen darauf, das Anders Die Tradition als Lotse einhält.
Aber Anders ist ein wunderbarer Musiker und komponiert schon in jungen Jahren. Aber Kristiane bleibt hart. Dabei ist Konstanze eine gute Seglerin und sie will sich sogar opfern und einen Lotsen später heraten, nur das Anders seinen Traum verwirklichen kann Er wird bei einer Lotsen fahrt schwer verletzt.
Dann findet Kristiane ein totes Baby.
Ihre Schwester Ilena sagt sie hätte ihr Kind getötet.Aber irgendwas ist da falsch
Im Logenhaus wird ein Konzert gegeben, ob Kristiane endlich nachgibt.
Im Lotsenhaus findet die Gerichtverhandlum´ng statt.
Trude Teige hat das alles wieder brillant geschrieben.
Es ist ein Roman, den ich nur empfehlen kann.
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