Jetzt beginnt das Leben
Ungekürzte Lesung mit Fabian Busch (1 mp3-CD)
mit Fabian Busch (Sprecher*in)
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Erscheinungstermin 20.08.2026 | Archivierungsdatum 05.10.2026
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Zum Inhalt
Nach einem gewalttätigen Vorfall in der Schule wird Vidar vom Lehrdienst suspendiert. Zu Hause findet er in einem alten, vergessenen Pappkarton zufällig die Telefonnummer des alten Sommerhauses der...
Marketing-Plan
Ungekürzt gelesen vom Preisträger des »Deutschen Hörbuchpreis 2026«:
Kategorie »Bester Interpret«:
Fabian Busch für »Vergiss mich« von Alex Schulman
Ungekürzt gelesen vom Preisträger des »Deutschen Hörbuchpreis 2026«:
Kategorie »Bester Interpret«:
Fabian Busch für »Vergiss mich« von Alex Schulman
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hörbuch, Ungekürzt |
| ISBN | 9783742441447 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| DAUER | 5 Stunden, 50 Minuten |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 36 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Lehrende*r 1533633
Mit dem Hörbuch Jetzt beginnt das Leben von Alex Schulman bekommt man einen Eindruck davon, wie es sich anfühlen kann, bis ins Erwachsenenleben mit unverarbeiteten Kindeheitserlebnissen zurecht kommen zu müssen. Das Hörbuch ist wie auch schon Vergiss mich vom Autor Alex Schulman wunderbar einfühlsam und spannungsreich gelesen von Fabian Busch. Keine leichte Kost, jedoch unbedingt empfehlenswert, wenn die psychologischen Zusammenhänge früher Erfahrungen mit dem Verhalten Erwachsener verstanden werden wollen.
Rezensent*in 2061425
Kindheitstrauma mit schrecklichen Folgen: ein faszinierendes Hörbuch
Was für ein Erlebnis: Ein Roman des Gänsehaut-Autors Alex Schulmann, das Hörbuch gelesen von Fabian Busch, einem der besten seines Fachs. Fabian Busch liest jeden Roman so, dass ich das Hörbuch der Lektüre vorziehe, weil er ihm eine zusätzliche Qualität, eine solche Tiefe und Lebendigkeit verleiht, die ich mich mir nicht entgehen lassen möchte. Ein 5-Sterne-Erlebnis, auch hier wieder.
Alex Schulmanns Roman ist eine weitere Variation seines Themas von traumatischen Erlebnissen eines Kindes, die auf das Leben des Erwachsenen ungeahnte Auswirkungen haben. Aber wie er diese skurrile Geschichte schildert, welche Spannung er aufzubauen versteht, auf welche Irrwege er seine Leser oder Hörerinnen führt, immer gewürzt mit einer Prise Humor, das ist große Kunst. Mehr sei nicht verraten, denn dieses Buch oder besser noch, dieses Hörbuch zu genießen, ist meine uneingeschränkte Empfehlung.
Alex Schulman gestaltet mit Hilfe magischen Realismus eine beeindruckend innovative wie berührende Geschichte über (eigene) Traumabewältigung und geht damit der Frage nach:
Wie viel von dem, was wir als Erwachsene tun, wird von Dingen bestimmt, an die wir uns gar nicht mehr erinnern?
Großartiger Aufbau, dessen Stimmung(en) Sprecher Fabian Busch eindrucksvoll transportiert und bekommt ganz sicher einen Platz in meinen Jahreshighlights!
Inge H, Rezensent*in
Telefonat mit sich selber
Das Hörbuch „Jetzt beginnt das Leben“ von Alex Schulman wird von Fabian Busch perfekt gelesen.
Der Autor schreibt eine kuriose Geschichte.
So wird darüber gesprochen, das die Kindheit des Lehrers Vidar problematisch war. Diese lieblosen Erfahrungen, sind Schuld, das der sonst
ruhige Lehrer in einem Vorfall austickt.
Er versucht sich zu erinnern.
Die Sache mit den Anrufen an sein früheres ich, hilft ihm zwar, iist aber utopisch.
Der Teil war mir auch etwas zu lang.
Aber alles in allem ist es ein unterhaltsamer Roman.
Ein Anruf, der alles verändert
Vidars Leben ist gehörig aus dem Gleichgewicht geraten. Nach einem Vorfall an seiner Schule wird er suspendiert und findet sich plötzlich in einer Situation wieder, in der er gezwungen ist, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ausgerechnet eine alte Telefonnummer führt ihn dabei zu seinem verstorbenen Vater und zu einem ganz bestimmten Tag im Jahr 1986. Mit jedem weiteren Anruf taucht Vidar tiefer in seine Kindheit ein. Was zunächst wie eine faszinierende Möglichkeit wirkt, wird zunehmend zu einer gefährlichen Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Die Idee hinter dieser Geschichte hat mich sofort gepackt. Mit dem Telefon eine Verbindung zu einem längst vergangenen Tag herstellen zu können, ist gleichzeitig faszinierend und unheimlich. Besonders spannend fand ich die Frage, was man mit einer solchen Möglichkeit anfangen würde, wenn man plötzlich die Vergangenheit noch einmal erreichen könnte. Würde man nur zuhören oder irgendwann versuchen, Dinge zu verändern? Während des Hörens musste ich selbst an einige Telefonate denken, die ich als Kind geführt hatte. An Gespräche, die damals völlig alltäglich waren und heute doch so weit entfernt wirken. Dadurch hat sich die Zeitreise für mich überraschend persönlich angefühlt. Diese Seite der Geschichte hat mir sehr gefallen, die Zeitreise war für mich nicht nur spannend, sondern auch irgendwie schön.
Das Hörbuch wird gut gelesen und schafft es, die zunehmend beklemmende Atmosphäre passend zu transportieren. Gerade bei einer Geschichte, die stark von Erinnerungen, Beziehungen und den kleinen Veränderungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart lebt, ist das für mich ein wichtiger Punkt. Hier hat das Hören mühelos funktioniert und ich konnte mich gut auf Vidars ungewöhnliche Reise einlassen.
Ein paar Passagen haben sich für meinen Geschmack allerdings etwas gezogen. Gerade in der Mitte hätte die Geschichte stellenweise etwas mehr Tempo vertragen können. Die Neugier auf das Geheimnis und die Frage, wohin das Ganze führt, haben mich aber trotzdem bei der Stange gehalten.
Und dann kommt die Auflösung ... und die hat für mich einiges wieder herausgerissen. Plötzlich bekommen viele Dinge eine andere Bedeutung und die einzelnen Puzzleteile fügen sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Genau solche Momente mag ich bei Geschichten, die mit Zeit, Erinnerungen und Wahrnehmung spielen.
Für mich bleibt vor allem die ungewöhnliche Grundidee im Kopf. Ein Telefonat mit dem eigenen verstorbenen Vater klingt zunächst wie ein unmögliches Szenario, entwickelt sich hier aber zu einer spannenden und zunehmend beklemmenden Auseinandersetzung mit Vergangenheit, Familie und den Folgen eigener Entscheidungen.
Buchhändler*in 834263
Großartiges Buch, absolute Leseempfehlung!
Endlich mal wieder ein Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite überrascht und überzeugt! Sehr zärtlich, nie larmoyant, mit großer Spannung entfaltet sich eine ganz persönliche Familiengeschichte, die keine historischen Ereignisse der Weltbühne braucht.
Wunderbar gelesen, transportiert sich auch im Hörbuch die ganze Bandbreite der Gefühle, auf die der Protagonist bei der Suche nach den Geschehnissen dieses einen Tages stößt und die durch die Vergangenheit die Gegenwart erklären. Ich bin durch das Buch durchgerauscht und konnte es nicht aus der Hand legen. Sprachlich, wie immer bei Schulman, natürlich sehr schön und auch in der Tragik durchaus nicht ohne Humor.
Rezensent*in 2141504
Alex Schulman hat uns mit „Jetzt beginnt das Leben“ eine ganz tolle Geschichte geschenkt. Das Hörbuch wurde großartig eingesprochen von Fabian Busch.
Die Geschichte ist skurril und zugleich unglaublich lebensbejahend und liebenswert. Die Figuren sind wahnsinnig detailreich und realistisch dargestellt. Fabian Busch hat das Hörbuch so toll und atmosphärisch eingesprochen, dass ich komplett in dieser Geschichte versunken bin. Ein großartiges Hörerlebnis!
Ich empfehle jedem dieses Hörbuch, der mal wieder in eine Welt abtauchen möchte voller liebenswerter und skurriler Charaktere. Eine riesengroße Hörempfehlung!
Laura C, Bibliothekar*in
„Jetzt beginnt das Leben“ ist eine eindringliche und ungewöhnliche Geschichte, die Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander verbindet. Besonders interessant fand ich die psychologische Ebene und die Frage, wie prägende Kindheitserlebnisse das Verhalten im Erwachsenenalter beeinflussen können. Die Geschichte ist spannend und gleichzeitig emotional, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Auch Fabian Busch überzeugt mit einer sehr passenden und einfühlsamen Interpretation. Insgesamt ein nachdenkliches und atmosphärisches Hörbuch, das noch eine Weile nachwirkt.
Rosa W, Buchhändler*in
Diese Rezension bezieht sich aufs Hörbuch:
Die Idee an einem bestimmten Tag der eigenen Kindheit anrufen zu können, hat mich absolut fasziniert und in ihren Bann gezogen.
Aber Schulman hatte nicht nur die Idee, sondern hat sie zudem spannend und auf höchstem Niveau umgesetzt.
Fabian Busch ist für den Text die allerbeste Besetzung. Er liest mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen in die Charaktere.
Buchhändler*in 435837
Ein eindrücklicher Roman über die Zeitreise eines Mannes in einen Tag seiner Kindheit. Schulmanns ausgearbeitete Charaktere stechen hier besonders hervor.
Laura S, Buchhändler*in
Jetzt beginnt das Leben von Alex Schulman, erscheint am 20.08., werden wir als Buch im Laden haben
Vidars Leben läuft gerade ziemlich aus dem Ruder. Er wurde in der Schule suspendiert, weil er bei einer Auseinandersetzung unter Schülern dazwischen gegangen und einem der Schüler angeblich gewalttätig gegenüber geworden ist. Während seiner neu gewonnenen freien Zeit, findet er eher zufällig die alte Telefonnummer des Sommerhauses seiner Familie und ruft dort an, doch plötzlich meldet sich sein Vater. Das Problem: Sein Vater ist längst tot. Vidar ruft die nächsten Tage immer wieder an und merkt, dass er jedes Mal am 17. Juni 1986 rauskommt. Einem Tag aus seiner Kindheit, an dem offensichtlich etwas Entscheidendes passiert ist. So versucht er die verschiedenen Fragmente des Tages, die er bei den Telefonaten mit seiner Familie und seinem jüngeren Ich herausbekommt zusammenzusetzen, denn es scheint so, als hätte dieser Tag etwas mit den Ereignissen in der Gegenwart zu tun.
Während Vidar immer wieder in der Vergangenheit anruft, taucht man immer tiefer in seine Kindheit und in die Familiengeschichte ein.
Was ich besonders gut fand, ist dieses Gefühl, dass man gemeinsam mit Vidar versucht, sich an etwas zu erinnern, von dem man eigentlich gar nicht weiß, ob man es überhaupt richtig in Erinnerung hat. Und je mehr man erfährt, desto mehr merkt man, dass Kindheitserinnerungen eben nicht unbedingt die ganze Wahrheit erzählen. Gleichzeitig ist die Geschichte ziemlich melancholisch und beschäftigt sich viel mit Familie, Kindheit und der Frage, was einen Menschen eigentlich prägt. Für mich ein eher ruhiges, aber trotzdem sehr spannendes Buch mit besonderer Erzählweise.
Kerstin G, Rezensent*in
Ein tolles Hörbuch, das voller Überraschungen steckt. Der Sprecher versteht es, dem Ganzen Leben einzuhauchen und ich war wie gebannt von der Geschichte rund um Vidar und sein Leben.
Nach einem gewalttätigen Vorfall an der Schule wird Vidar von seinem Dienst als Lehrer suspendiert. Zuhause findet er in einem alten Karton die Telefonnummer ihres damaligen Sommerhauses. Ein Anruf dort lässt ihn in die Vergangenheit reisen. Sein längst verstorbener Vater hebt ab. Ab diesem Tag wählt er immer wieder diese Nummer und landet immer wieder beim selben Tag. Was hat das zu bedeuten? Kann ihm das vielleicht helfen seine jetzige Situation zu verstehen?
Alex Schulmann nimmt uns mit auf eine außergewöhnlich Reise in die Vergangenheit. Viele haben sich wohl schon mal vorgestellt mit ihrem alten Ich zu sprechen. Dadurch vielleicht die Vergangenheit besser verstehen zu können. Für Vidar wird es zur Realität, doch auch er beginnt mit der Zeit, an seinem Verstand zu zweifeln. Er taucht immer tiefer ein in die Recherchen zu diesem einen außergewöhnlichen Tag seiner Kindheit. Er droht, sich darin zu verlieren. Doch es ist sein einziger Halt in der Zeit der Suspendierung.
Die Story hat mich sofort gefesselt und ich habe dem Sprecher gebannt gelauscht. Dieser Roman ist ein großartiges Werk und hat mich in vielen Dingen positiv überrascht.
Christine G, Buchhändler*in
JETZT BEGINNT DAS LEBEN
Alex Schulman
dtv Verlag - DAV
Eingesprochen von Fabian Busch
ÜS: Hanne Granz
[ unbezahlte Werbung]
Schonmal einen Alex Schulman gelesen?
Wenn ja, kann ich hier gleich aufhören, weil ihr wisst, was er in seinen Büchern mit uns macht.
Falls nein: Warum?
In seinem neuen Roman geht es um Vidar.
Er ist Lehrer. Bei einer Auseinandersetzung von Schülern geht er dazwischen, danach wird er suspendiert.
Vidar versteht die Welt nicht mehr, er hat doch gar nichts gemacht. In einer Handyaufnahme ist allerdings zu sehen, dass der Junge, um den es geht etwas gesagt hat, woraufhin Vidar heftig reagiert hat.
Vidar selbst hat einen Blackout, möchte aber zu gerne wissen, was der Schüler zu ihm gesagt hat. Durch diese Versuche der Kontaktaufnahme verschlimmert er seine Lage aber zusehends.
Parallel dazu läuft die Rekonstruktion eines Tages in Vidars Kindheit ab.
Zufällig wählt Vidar die Nummer des elterlichen Sommerhauses, ans Telefon geht sein Vater.
Da der bereits verstorben ist, denkt Vidar an eine Halluzination, probiert es aber erneut und spricht mit seinem jüngeren ich.
Daraufhin wählt er die Nummer immer wieder. Und immer wieder geht jemand ran.
Immer am 17. Juni 1986.
Nie kann sich jemand an seine Anrufe erinnern, auch verändert sich nichts an Vergangenheit oder Zukunft.
Für Vidar steht fest, irgend etwas muss an diesem Tag geschehen sein. Er versucht es auch mit Erkundigungen bei seiner Mutter und seiner Schwester. Aber nichts...
Was jetzt vielleicht abgefahren klingt, entpuppt sich am Ende als unheimlich tiefgehende Traumaverarbeitung.
Alex Schulman erzählt und verbindet die Gegenwart und die Vergangenheit mit viel Feingefühl. Und Fabian Busch trägt uns mit seiner angenehmen Stimme durch dieses Buch. Ich war von Anfang an gefesselt und habe mehr gehört als gelesen.
Er hat es also wieder getan, er hat mich mitgenommen auf eine Reise und dann erschüttert und ergriffen zurückgelassen.
Dieser Roman ist verdammt gut konstruiert ohne so zu wirken.
Danke #netgalleyde #dtv #deraudioverlag #jetztbeginntdasleben #alexschulman
#fabianbusch #hannagranz #namethetranslator #dtv
"Jetzt beginnt das Leben" von Alex Schulman habe ich als Hörbuch gehört, wunderbar gesprochen von Fabian Busch.
Vidar, unser Protagonist, ist Lehrer, aber im Moment vom Schuldienst suspendiert. Die Eltern eines Schülers haben ihn angezeigt, er habe ihren Sohn so hart angefasst, dass dieser tiefblaue Flecken am Arm hat. Vidar kann das nicht verstehen, so etwas tut er doch nicht, oder? Als er nun gezwungenermaßen zu Hause ist, beginnt er mit Aufräumarbeiten und stößt dabei auf einen kleinen Karton. und in diesem einen kleinen Zettel mit einer Telefonnummer. Es ist die Telefonnummer des Sommerhauses, in dem er als Kind mit seiner Familie immer die Ferien verbracht hat. Aus Neugier wählt er die Nummer und hat plötzlich seinen Vater am Telefon, der schon lange nicht mehr lebt. Auch bei weiteren Anrufen landet Vidar immer wieder an einem bestimmten Tag, dem 17. Juni 1986 . Irgendetwas ist damals passiert. Vidar versucht herauszufinden, was das war. Währenddessen wird seine berufliche Zukunft immer dramatischer.
Wir begleiten in diesem Hörbuch den Protagonisten Vidar in der Gegenwart, aber hauptsächlich durch den Tag am 17. Juni 1986 . Schulman lässt uns teilhaben an den Recherchen Vidars, der mit den verschiedenen Mitgliedern seiner Familie telefoniert, immer am gleichen Tag, aber zu verschiedenen Uhrzeiten. Dadurch entsteht von Anfang an eine Spannung, die mich gefesselt hat. Was hat Vidar in seiner Kindheit erlebt, das heute noch Nachwirkungen zeigt? Dazu ist Schulmans Sprache sehr bildhaft, ich hatte das Sommerhäuschen und die Protagonist*innen vor Augen, dadurch wurde die Geschichte um Vidar für mich lebendig und erlebbar. Schulmans Sprache ist klar und präzise, teilweise erschütternd, trotz allem schafft es der Autor in seinen Roman das richtige Quäntchen Humor einfließen zu lassen. Das Ganze wohl dosiert, um das Thema Kindheitstraumata nicht in die Belanglosigkeit abgleiten zu lassen. Ich kannte den Autor vorher noch nicht, er konnte mich mit dieser Geschichte aber sofort einfangen und ich werde ihn mir auf jeden Fall merken.
Genauso merken werde ich mir den Sprecher Fabian Busch, er leistet grandiose Arbeit und wird der Liste meiner Lieblingssprecher zugefügt! Ich fand es äußerst anregend, ihm zu lauschen. Er gibt jedem Charakter eine besondere Stimme, die zu den einzelnen Personen passt. Egal ob Mann, Frau oder Kind, es passt einfach! Für diesen Roman war er genau die richtige Wahl und hat zum Hörgenuss definitiv beigetragen!
Eine Hörempfehlung an Freunde leiser aber eindringlicher Literatur mit einem ungewöhnlichen Ansatz und 5 Sterne für dieses Hörbuch!
Dorothee M, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Vidar ist Lehrer und wurde nach einem Vorfall in seiner Schule suspendiert. Er soll einen Jungen beim Schlichten eines Streits gewalttätig behandelt haben. Nun hat er zu Hause viel Zeit und findet ein altes Telefonbuch seines Vaters. Aus einer Laune heraus ruft er die Nummer des alten Sommerhauses der Familie an - und sein Vater nimmt ab. Vidar ruft immer wieder an, spricht mit allen Familienmitgliedern und stellt fest, dass im Sommerhaus immer der 17. Juni 1986 ist. Während Vidar in der Gegenwart zu viele Grenzen überschreitet, um herauszufinden, warum er sich gegenüber dem Jungen in der Schule so verhalten hat, beginnt der 17. Juni 1986 eine immer größere Rolle in seinem Leben zu spielen.
Dieses Hörbuch ist ganz stark gesprochen von Fabian Busch. Er passt hervorragend zu Vidar und seinen Gedanken und hat mich wunderbar mitgenommen in die Geschichte. Ich konnte ihm lange fasziniert zuhören.
Die Geschichte von Vidar hat mich zunehmend gefesselt. Das Konstrukt, das Alex Schulman hier aufbaut, ist wirklich stark, die Zusammenhänge werden immer klarer und die Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft ein immer größeres Rätsel. Die bedrückende Stimmung bei Vidar kommt sehr gut rüber und die Härte seines Lebens traf mich als Hörerin immer mehr. Seine zunächst nicht nachvollziehbare Besessenheit führt zu einer enormen Spannung, zumal wir parallel erfahren, dass er in der Gegenwart eigentlich ein sehr freundlicher und umgänglicher Mensch ist. Ein spannendes Hörbuch mit Tiefgang, langsam und packend erzählt.
Vidars Leben gerät ein bisschen außer Kontrolle. Er ist Lehrer und geht bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Schülern dazwischen. Anschließend wird er suspendiert. Warum, kann er sich nicht erklären. Er hat einen Filmriss und weiß von diesem Moment nichts mehr. Zuhause fällt ihm die Decke auf den Kopf, und aus Langeweile wählt er die Nummer des Ferienhauses seiner Eltern. Am anderen Ende geht sein Vater ans Telefon. Doch dieser ist bereits seit vielen Jahren tot. Ungläubig versucht er es immer wieder und jedes Mal spricht er wieder mit ihm. Es ist der 17. Juni 1986. An diesem Tag aus seiner Kindheit scheint etwas essentielles passiert zu sein, und so beginnt Vidar den 17. Juni bis ins kleinste Detail auseinander zu nehmen. Er ruft immer wieder dort an und merkt schnell, dass er mit jeden Anruf nichts an der Vergangenheit und der Zukunft verändert. Er spricht mit seinem jüngeren Ich, seiner Schwester, seiner Mutter und seinem Vater. Er versucht Informationen zu sammeln die ihm Rückschlüsse geben können,weshalb es in der Gegenwart zu dieser Suspendierung gekommen ist.
Fabian Busch hat dieses Hörbuch wunderbar eingelesen, ich konnte mir Vidar förmlich vor Augen führen. Es war spannend dem Geschehen zu lauschen, und ich habe den Telefonaten in die Vergangenheit immer wieder entgegengefiebert. Mit jedem Gespräch gab es mehr Informationen, manchmal unnötige und dann wiederum wichtige. Vidars Traumabewältigung war super interessant aufgebaut, und ich habe auch erst nach Beendigung des Hörbuchs das Ausmaß verstanden. 1986 fand ich tatsächlich viel spannender, weil ich die Vorstellung, in die Vergangenheit zu telefonieren, so interessant fand! Wie wäre es wenn man das wirklich könnte, ohne dabei Zukunft und Vergangenheit zu verändern. Das fand ich sehr spannend.
Einziger Kritikpunkt war für mich die Gegenwart, die Passagen haben mich leider nicht so abholen können. Natürlich war dies der Ausgangspunkt. Denn das war der Grund, weshalb er erst zum Telefon gegriffen hat. Aber irgendwie ist da der Funke nicht übergesprungen. Ich habe mich stattdessen wieder auf die Telefonate gefreut.
Eine überaus gelungene Geschichte mit dem Thema der Traumaverarbeitung. Spannend, raffiniert und irgendwie auch kurzweilig.
⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen
Laura W, Rezensent*in
Nach einem gewalttätigen Vorfall in der Schule wird Vidar vom Lehrdienst suspendiert. Zu Hause findet er in einem alten, vergessenen Pappkarton zufällig die Telefonnummer des alten Sommerhauses der Familie. Als er die Nummer wählt, meldet sich sein Vater, der vor langer Zeit verstorben ist. Vidar hat den 17. Juni 1986 angerufen, einen Tag aus seiner Kindheit, an dem etwas Entscheidendes passiert ist. Nur was? Immer wieder wählt Vidar diese Nummer, immer wieder landet er beim 17. Juni – es ist, als ob sich eine Falltür in die Vergangenheit öffnet. Währenddessen spitzt sich seine Lage in der Gegenwart dramatisch zu …
Bei diesem Hörbuch fand ich den Klappentext schon sehr interessant und ganauso war das Hörbuch auch- in jeder Weise gelungen und mitreißend! Der Schreibstil ist leicht verständlich aber man muss sich schon auf auf die Geschichte konzentrieren und darauf einlassen. Dies ist mir jedoch nicht schwer gefallen. Man ist ganz dicht an den Charakteren dran, und fragt sich die ganze Zeit was wohl an diesem bedeutenden Tag passiert sein mag. Der junge Vidar als Kind ist so liebenswürdig und man würde ihn einfach gerne in den Arm nehmen.
Aber auch in der Gegenwart passiert einiges und man rätselt was bei diesem Schulvorfall den Ausschlag gegeben hat...
Die ganze Zeit ist eine hohe Spannung gegeben und deshalb wollte ich in jeder freien Minute auch weiterhören und erfahren was denn nun vorgefallen ist. Die Geschichte ist psycholgisch dicht und meisterhaft erzählt, wirklich sehr zu empfehlen!
Auch der Autor hat seine Sache ausgezeichnet gemacht und super vorgelesen. Ich hatte immer Lust das Hörbuch anzumachen. Große Empfehlung von mir.
Buchhändler*in 1632239
Ich habe das Hörbuch gehört und mochte auch den neuen Roman sehr gerne.
Die Geschichte zieht sich etwas aber der Schreibstil bewegt, wie immer, sehr..
Rezensent*in 1975334
Dieses Hörbuch hat mich wirklich gepackt. Nicht, weil ständig etwas Spektakuläres passiert, sondern weil sich die Spannung ganz leise aufbaut. Ich wollte irgendwann unbedingt wissen: Was ist an diesem 17. Juni 1986 passiert?
Vidar wird nach einem Vorfall an seiner Schule beurlaubt und versteht selbst nicht richtig, wie es dazu kommen konnte. Beim Aufräumen zu Hause stößt er auf Dinge aus dem Leben seines verstorbenen Vaters und schließlich auf eine alte Telefonnummer. Er ruft dort an und plötzlich ist sein Vater am anderen Ende der Leitung.
Ich möchte gar nicht viel mehr von der Geschichte erzählen, weil gerade dieses langsame Begreifen für mich einen großen Teil des Reizes ausgemacht hat. Vidar beginnt, sich mit seinem jüngeren Ich und seiner eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. Und je mehr er herausfindet, desto mehr versteht man auch, dass manche Dinge, die wir als Erwachsene tun, viel weiter zurückreichen können, als wir selbst denken.
Das hat mich tatsächlich sehr berührt. Besonders der Blick darauf, was Erfahrungen aus der Kindheit mit uns machen können und wie wichtig es ist, die Ängste von Kindern ernst zu nehmen. Manchmal wissen wir als Erwachsene gar nicht, was in einem Kind gerade passiert und welche Bedeutung eine Situation für es haben kann.
Sehr gut gefallen hat mir der Wechsel zwischen dem erwachsenen Vidar, den aktuellen Geschehnissen und seinem Kindheits-Ich. Ich habe immer wieder weiterhören wollen, weil ich wissen musste, wie sich alles zusammenfügt.
Dabei ist Vidar keineswegs jemand, der bewusst falsche Entscheidungen trifft. Im Gegenteil: Er versucht eigentlich, das Richtige zu tun, und gerät dabei immer weiter in schwierige Situationen. Gerade dadurch wird seine Geschichte für mich so nachvollziehbar.
Fabian Busch hat mir als Sprecher ebenfalls sehr gut gefallen. Seine Stimme ist angenehm und passt wunderbar zu dieser ruhigen und eindringlichen Geschichte.
Ein kleines bisschen hätte ich mir am Ende noch gewünscht zu erfahren, wie die bevorstehende Gerichtsverhandlung ausgeht. Dafür wird die zentrale Frage, die sich durch die ganze Geschichte zieht, beantwortet: Was ist am 17. Juni 1986 passiert?
Für mich ist Jetzt beginnt das Leben deshalb eine klare Empfehlung. Eine spannende und gleichzeitig berührende Geschichte über Kindheit, Prägungen, Ängste, Traumata und darüber, dass man manchmal zurückschauen muss, um sich selbst im Heute besser zu verstehen.
Mein Fazit? 5 Sterne von mir. Nicht nur, weil ich die Geschichte spannend fand, sondern weil sie mich auch nach dem Hören noch beschäftigt hat.
Rezensent*in 1083199
Alex Schulman ist einer der Autoren, von denen ich alle Bücher gelesen habe und mir jeden neuen Roman sofort besorgen muss. Du könntest also sagen, ich bin ein Fan.
Ich liebe seine intimen und sensiblen Familienporträts, die mich oft bis tief ins Herz treffen. Die meist von großer Dysfunktionalität geprägten Eltern-Kind-Konstellationen, die er beschreibt, zeigen eine große Verletzlichkeit seiner Figuren, die mich berühren.
Gleichzeitig konstruiert Schulman seine Romane so gekonnt, dass sie unglaublich spannend sind, und oft erst allmählich Abgründe und Entsetzen aus Vergangenheit und Gegenwart enthüllen
So auch in seinem neuesten Roman „Jetzt beginnt das Leben“. Vidar, der Ich-Erzähler Mitte 40, hat Issues. Er wurde von seinem Beruf als Lehrer vorübergehend suspendiert, weil er angeblich einen Schüler angegriffen hat. Vidar selbst hat den Vorfall in der Schule anders in Erinnerung, schließlich wollte er nur einen Streit schlichten und Schlimmeres verhindern, und ist überzeugt, dass sich alles bald klären lässt.
Außerdem hat er gerade festgestellt, dass die alte Nummer des Ferienhauses am See seiner Kindheit noch funktioniert und er dort seinen Vater anrufen kann.
Sein Vater ist aber eigentlich schon länger tot und das Ferienhaus gibt es nicht mehr. Der Erzähler findet schnell heraus, dass er mit dieser alten Nummer immer am gleichen Tag in der Vergangenheit landet und dort mit seinen Eltern, mit seiner Schwester und sogar mit sich selbst in der Kinderversion sprechen kann.
Vidar tastet sich mit seinen Anrufen immer weiter in seine Vergangenheit vor und stellt bestürzt fest, dass genau an diesem Tag etwas so Entsetzliches vorgefallen sein muss, dass es aus seinem Gedächtnis getilgt wurde.
Kein Wunder, dass mich dieser Roman von Schulman sofort in seinen Bann gezogen hat. Ich liebe alles, was auch nur annähernd mit Zeitreisen zu tun hat, solange es literarische Form hat. Und wenn es darum geht, einem Rätsel auf den Grund zu gehen. Schulmans Erzähler versucht gleich zwei Rätsel zu lösen: Er versucht zu verstehen, was bei dem Vorfall in der Schule wirklich passiert ist und warum ihm auch hier scheinbar Erinnerungen fehlen. Gleichzeitig will er unbedingt herausfinden, was sein jüngeres Ich an jenem Tag im Sommerhaus erlebt hat und warum er sich auch hier nicht mehr erinnern kann.
Wie immer ist Schulman ein Meister der einfühlsamen Ergründung der menschlichen Psyche und auch in „Jetzt beginnt das Leben“ wird die Verzweiflung seines Erzählers greifbar. Und auch in seinem neuen Roman lebt die Geschichte des jungen und alten Vidars von der komplizierten Beziehung zu seinen Eltern, die von Zärtlichkeit, Verletzungen und Trauma geprägt ist. Auch der Alkoholkonsum der Mutter spielt wieder eine Rolle, ein Motiv, das ich aus anderen Romanen Schulmans kenne.
Ich muss sagen, ich liebe besonders die Hörbuchausgaben der Roman, wobei die großartige Stimme und Vortragsweise des Schauspielers und Sprechers Fabian Busch, der bis jetzt alle Bücher Schulmans eingesprochen hat, eine maßgebliche Rolle spielt.
Wenn du noch nichts von Alex Schulman gelesen hast, empfehle ich „Jetzt beginnt das Leben“ als optimalen Einstieg, da es als fiktiver Roman komplett unabhängig von seinen autofiktionalen Büchern gelesen oder gehört werden kann.
Buchhändler*in 1748429
Meisterhafte Geschichte und toll erzählt! Man ist bis zur letzten Minute gefesselt und ist gespannt auf die Auflösung, die so intensiv und doch so simple ist!
Der schwedische Lehrer Vidar wird nach einem gewalttätigen Vorfall an seiner Schule suspendiert. Was genau passiert ist, kann sich der Mittvierziger selbst nicht genau erklären. Parallel zu seinen Nachforschungen dazu ist er dabei, die Besitztümer seines verstorbenen Vaters zu durchforsten. Dabei stößt er auf ein altes Telefonbuch, in dem die Nummer des Ferienhauses steht, in dem die Familie im Sommer 1986 Urlaub gemacht hat. Aus einer Laune heraus ruft er die Nummer an und staunt nicht schlecht, dass er eine Direktleitung in die Vergangenheit gefunden hat. Wie es dazu kommt, wird genauso wenig erklärt, wie die Frage, weshalb es bei jedem seiner Anrufe stets der 17. Juni 1986 ist. Vidar ist trotzdem fasziniert und beginnt damit, den Tag durch unzählige Anrufe peu à peu aufzuschlüsseln. Was ist wann wem passiert? Merkwürdigerweise erinnert er selbst sich nämlich gar nicht mehr an die damalige Zeit zurück.
So begleitet man im Roman Vidar auf zweifacher Spurensuche, sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart. Er geht dabei ebenso hartnäckig wie unbelehrbar vor. Selbst ein Verbot der Polizei hält ihn nicht davon ab, weiterhin die Familie des Jungen, dem er Gewalt zugefügt haben soll, zu kontaktieren. Diese Beharrlichkeit grenzt teilweise an Penetranz und wirkt etwas unangenehm. Auch sein rigoroses Interesse an der Vergangenheit ist stellenweise etwas anstrengend. Immerhin geht es immer um denselben Tag in seiner Kindheit.
Dennoch bleibt man als Leser (oder Hörer des Hörbuchs) am Ball, weil man unbedingt erfahren möchte, ob und wie alles zusammenhängt.
Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Dauer von knapp sechs Stunden und wird sehr stimmig von Fabian Busch gelesen.
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