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Broder
Roman - Der Nummer 1 Bestseller
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Erscheinungstermin 09.09.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Der neue große Roman von Dörte Hansen
»Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben Teil der Herde, ob sie wollen oder nicht. Weil sie mit großen Tieren aufgewachsen sind, ihr Atmen und ihr Brüllen kennen, und den Geruch von Milch und Mist noch an sich haben. Weil sie im Glauben an die alte, ungerechte Ordnung großgeworden sind: Vater, Sohn und heiliger Hof, schon immer so gewesen.«
Broder Bahnsen wollte nie etwas anderes als Bauer werden, Nachfolger seines Vaters, der ihm den »Kuhverstand« vererbt hat, das Gespür für Tiere. Aber den Hof bekommt sein Zwillingsbruder Henning, nur wenige Minuten älter, immer schon selbstbewusster und mehr an Maschinen interessiert.
Vom Hof vertrieben, baut Broder Bahnsen sich ein Gegenleben auf, wird Tierarzt und hält Abstand zum Betrieb, bis er nach über zwanzig Jahren wiederkommt und eine Praxis in der Nähe der Familie übernimmt. Ab da kümmert er sich auch um die Herde seines Bruders, der den elterlichen Hof zu einem hochmodernen Vorzeigebetrieb gemacht hat, mit Kühen, die auf maximale Milchleistung gezüchtet wurden.
Doch der Erfolg hat seinen Preis. Broder ist der erste, der bemerkt, dass Henning langsam die Kontrolle über seinen Hof verliert. Und muss sich plötzlich fragen, ob er darauf nicht all die Jahre nur gewartet hat. Ist das die Gelegenheit, endlich den Platz seines Bruders einzunehmen? Oder hegt er genau wie seine Tochter Claire schon längst Zweifel an dieser Art der Tierhaltung?
Dörte Hansen schreibt mit großer Klarsicht über eine Welt, in der unser Wachstumsglaube an seine Grenzen stößt und sich die Frage nach der Verantwortung gegenüber der Schöpfung immer dringender stellt.
Der neue große Roman von Dörte Hansen
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Marketing-Plan
Breite Offline- und Online-Marketing-Kampagne für den lang erwarteten neuen Roman der gefeierten Bestsellerautorin.
Breite Offline- und Online-Marketing-Kampagne für den lang erwarteten neuen Roman der gefeierten Bestsellerautorin.
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783328604556 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
| SEITEN | 224 |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 98 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 643645
Danke für dieses Leseexemplar, es ist wieder ein wunderbarer Roman von Frau Hansen. Sie erzählt und rührt zu Tränen, aber immer mit einer Zurückhaltung, die zu der Landschaft und den Menschen passt.
Bibliothekar*in 1544156
„Broder“ von Dörte Hansen hat mich sehr angesprochen. Der Roman ist sprachlich gelungen, atmosphärisch und gesellschaftlich relevant. Besonders gefallen haben mir die glaubwürdigen Figuren und die Themen Familie, Heimat, Landwirtschaft und Veränderung.
Dörte Hansen erzählt ruhig, aber dennoch fesselnd. Die eindrucksvolle Sprache macht die Landschaft und das Leben der Menschen lebendig.
Eine klare Leseempfehlung!
Ruth B, Buchhändler*in
Ich habe nur ein anderes Buch von Dörte Hansen gelesen und möchte trotzdem sagen ein typischer Dörte Hansen.
Der Ton, die Sprache und die Figuren so ruhig und schmucklos und gerade dadurch total nah am Kern der Dinge. Ein Buch, das man jedem in die Hand drücken möchte!
Jonah R, Rezensent*in
Dörte Hansen erzählt in ihrem neuen Roman von den Zwillingsbrüdern Broder und Henning, die zwar auf demselben Hof aufgewachsen sind, aber ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. Während Henning den Familienbetrieb übernimmt und ihn zu einem modernen Hochleistungsbetrieb ausbaut, wird Broder Tierarzt und kehrt erst nach mehr als zwanzig Jahren wieder in die Nähe seiner Familie zurück. Ausgerechnet er bekommt nun hautnah mit, welchen Preis der vermeintliche Fortschritt fordert.
Dabei geht es längst nicht nur um Landwirtschaft. Hansen erzählt von Geschwisterrivalität, familiären Erwartungen, alten Dorfstrukturen und der Frage, wie viel Tradition man bewahren kann und wie viel Veränderung notwendig ist. Besonders eindringlich fand ich den Blick auf die Tiere und die Konsequenzen einer immer stärker auf Leistung ausgerichteten Landwirtschaft.
Sprachlich ist der Roman wieder typisch Dörte Hansen: ruhig, präzise und mit vielem, das zwischen den Zeilen steckt. Die Atmosphäre ist allerdings von Beginn an eher bedrückend als behaglich. Gerade das macht die Geschichte für mich so eindringlich. Ein kluger Roman über Familie, Heimat und Landwirtschaft, der auch den eigenen Blick auf unseren Konsum nicht ganz unberührt lässt.
Insa B, Buchhändler*in
Dörte Hansen kann einen einfach fesseln. Das Buch ist so schonungslos und man „leidet“ an so vielen Stellen, entweder mit den Tieren oder mit den Menschen, aber man liest weiter, weil das Leben eben so ist. Und dann geht es weiter. Und dann muss man zwischendurch auch noch lachen. Als der Zenmeister sich in der Gülle wälzt zum Beispiel…. Großartig und so echt. Genauso sind (alte) Hunde.
Ursula R, Buchhändler*in
Wieder ein ganz großes Buch von Dörte Hansen, sie gehört eindeutig zu meinen Lieblingsschriftstellerinnen. Ihren Figuren bringt sie sehr viel Empathie entgegen, zeigt aber auch ihre Fehler und Schwächen auf. Selbst der "gute" Broder ist auch nicht fehlerfrei, siehe seine Wutanfälle.
Auch Henning wird nicht nur als Tierschänder dargestellt, sondern seine ganze Zerrissenheit endet im Selbstmord. Tierwohl und Wirtschaftlichkeit sind oftmals nicht unter einen Hut zu bringen, daran sind wir Verbraucher nicht ganz unschuldig. Wer will schon freiwillig mehr als -,95 Cent für einen Liter zahlen, bzw. hat nicht das nötige Geld um sich Weidenmilch zu leisten. Ein Buch, das zum Nachdenken, auch über das eigene Verhalten, anregt.
Buchhändler*in 1670656
Dörte Hansens Roman „Broder“ erzählt die Geschichte der Zwillingsbrüder Broder und Henning, die auf einem norddeutschen Bauernhof aufgewachsen sind. Im Mittelpunkt stehen ihre schwierige Beziehung, familiäre Konflikte und der Wandel der Landwirtschaft.
Besonders gut gefallen mir die realistischen Figuren und Hansens ruhige, bildhafte Sprache. Sie beschreibt die norddeutsche Landschaft und das Leben auf dem Hof sehr atmosphärisch. Gleichzeitig regt das Buch zum Nachdenken über Familie, Heimat, Tradition und die Zukunft der Landwirtschaft an.
Fazit: „Broder“ ist ein eindrucksvoller und nachdenklicher Roman, der besonders durch seine Figuren und die schöne Sprache überzeugt. Ich würde das Buch weiterempfehlen.
Wenn du möchtest, kann ich es auch noch auf 5–6 Sätze kürzen.
Deike Sophie W, Buchhändler*in
Dörte Hansen schafft es einfach immer wieder einen rundum perfekten Roman zu schreiben! In ruhiger und unfassbar atmosphärischer Sprache beschreibt sie das tiefste Innere ihrer Protagonisten. Die Figuren sind dabei so gut getroffen, dass man meinen könnte, sie wären echt. Ich bin begeistert und kann dieses Buch nur allen wärmstens empfehlen!
Leona B, Buchhändler*in
Das Buch spielt wie die anderen Bücher von Dörte Hansen in Norddeutschland. Broder kehrt in den Norden zurück, als eine Stelle als Tierarzt frei wird. Hier leben auch sein Zwillingsbruder und die Eltern auf einem Bauernhof. Dem Bauernhof, den er so gerne übernommen hätte, der dann aber seinem Zwillingsbruder zugesprochen wurde.
Er fragt sich, ob man so arbeiten soll wie der Vater, auf die gute, bewährte Art, oder so wie der Bruder, der mit einem technologisierten Stall mit Hochleistungskühen. Und gleichzeitig auch der Vorwurf der Tochter, welche auch Tierärztin ist, nicht überall 100 % aufs Tierwohl zu achten.
Immer gilt es abzuwägen, was nötig und was möglich ist.
Broder bezweifelt, dass sein Bruder alles richtig macht, hält ihn aber auch nicht auf und leidet unter der Hassliebe zu ihm.
Rezensent*in 374889
Henning und Broder Bahnsen sind Zwillinge. Aber nur einer kann den Hof erben, der schon lange im Familienbesitz ist – und das ist nun mal der Erstgeborene. Dabei ist Henning mehr an Maschinen interessiert, während Broder das Gespür für die Tiere hat. Daher ging Broder weg und wurde Tierarzt. Aber nach über zwanzig Jahren kommt er zurück und muss nun zuschauen, wie sein Bruder den Hof zu einem computergesteuerten Betrieb mit auf Milchleistung hochgezüchteten Kühen gemacht hat. Er kümmert sich bei Bedarf um die Tiere, natürlich umsonst. So bekommt er als erster mit, wie es langsam bergab geht.
Wir erleben in diesem Roman, dass Traditionen in einem Dorf immer noch sehr wichtig sind. Jeder kennt jeden und weiß genau Bescheid. Probleme bleiben in der Familie. Es ist auch wichtig, zu zeigen, wo man steht. Doch ständiges Wachstum birgt Gefahren, das bekommt Henning zunehmend zu spüren, aber anders geht es nicht, sonst würde der Betrieb aufhören zu existieren.
Broder wollte diesen Hof immer schon, doch war ihm als Zweitgeborenen klar, dass sein Bruder diesen Hof bekommen würde. So sah der Vater Paul das, weil es schon immer so war, obwohl er auch wusste, dass Broder seinen Kuhverstand geerbt hatte. Broder sieht, dass es den Hochleistungskühen nicht gut geht und trägt es mit, aber erst seine Tochter Claire weckt in ihm Zweifel. Henning ist der Chef auf dem Hof und er lässt sich auch nicht reinreden, nicht von seinem Vater, der auf dem Altenteil lebt, aber nicht loslassen kann, und auch nicht von seinem Bruder, mit dem er sich sonst gut versteht.
Dieses Buch ist keine Wohlfühlgeschichte. Die Menschen sind wortkarg in diesem Dorf und die Atmosphäre ist von Anfang an bedrückend. Sprachlich ist dieser Roman wieder sehr gelungen. Manches muss man zwischen den Zeilen lesen.
Deutlich wird hier aufgezeigt, dass die Milch halt nicht aus dem Supermarktregal kommt, sondern von einem Tier, und dass alles seinen Preis hat. Jeder von uns trägt also mit seinen Entscheidungen und seinem Handeln Mitverantwortung.
Ein großartiges Buch über Familien, Zusammenhalt und Rivalität, Tradition und Dorfleben, Tierhaltung und letztendlich auch über Konsumverhalten. Ich kann es nur empfehlen.
Monja S, Buchhändler*in
Dörte Hansen stellt uns, in ihrer unnachahmlichen Art zu Schreiben, Broder vor. Sein Leben, seine Geschichte und die des elterlichen Hofes werden eindringlich in Episoden erzählt. Der Alltag eines Tierarztes, der Druck der auf der modernen Landwirtschaft liegt und die Dorfgemeinschaft, die Fluch und Segen zugleich ist, sind die Themen in Dörte Hansens neuem Roman.
Ruben S, Buchhändler*in
Ein ganz toller Roman. Ganz ruhig erzählt und trotzdem hat die Geschichte des Bahnsen-Hofs so eine Intensität, die mich komplett gefesselt hat. Die Probleme der Landwirtschaft zwischen Expansion und Existenzangst, der Preisdruck, das Ansehen in der Öffentlichkeit, aber auch die Veränderung des dörflichen Lebens sind zentrale Punkte des Buches, die die Autorin hervorragend verknüpft. Die innerfamiliären und innerdörflichen Differenzen dazu noch, machen die Erzählung zu einem Highlight des Bücher-Herbstes.
Buchhändler*in 1167849
Ertrag kommt von ertragen
Dieses Buch habe ich mit großer Spannung erwartet und es hat all meine Erwartungen übertroffen! Im Mittelpunkt stehen Zwillingsbrüder, aufgewachsen auf einem Milchviehbetrieb in Norddeutschland. Henning und Broder Bahnsen. Obwohl Broder den „Kuhverstand“ des Vaters geerbt hat, übernimmt der ältere, technisch begabte Henning den Hof. Broder wird notgedrungen Tierarzt. Jahre später kehrt Broder zurück in die Gegend und betreut auch die Herde des Bruders (ohne Rechnungen zu schreiben, versteht sich!) und muss feststellen, dass der Hof inzwischen ein System geworden ist, dass Mensch und Tier an seine Grenzen bringen.
Dörte Hansen zeigt mit diesem Roman meisterhaft, dass die Veränderungen in unserer Gesellschaft auch auf den Höfen spürbar und sichtbar sind, nicht aufzuhalten oder zu vermeiden sind. Wie sehr die Familien, die Landwirtinnen und Landwirte sich aufreiben zwischen Verantwortung, Existenzsicherung und der Liebe zu ihrem Beruf, ihrem Land, ihren Tieren und sich trotzdem – oder gerade deshalb - den Herausforderungen von Klimakrise, Wertschöpfung, Digitalisierung und gesellschaftlichen Erwartungen stellen.
Die vielschichtigen Figuren, die einprägsamen, klaren Sätze haben mich tief berührt, mich zum Nachdenken gebracht und auch zu Tränen gerührt.
Dieses Buch wird hoffentlich viele begeisterte Leser finden, es ist bis jetzt mein Jahreshighlight und ein Herzensbuch - unbedingt lesen!!
(PS: Da ich selbst mit einem Landwirt verheiratet bin, wir auf einem Milchviehbetrieb leben, bin ich umso berührter, wie wahrhaftig dieser Roman ist!)
Heike H, Buchhändler*in
Endlich ist er da, der “Neue” von Dörte Hansen!
Sanft, unaufgeregt und beständig zieht sie einem erneut in die Landschaft, die Menschen. Fein gezeichnete Charaktere mit Konflikten, die unter der Oberfläche brodeln, bis es nicht anders geht, als das sie aufbrechen. “Broder” erzählt von Brüdern Bahnsen, die äußerlich nicht zu unterscheiden sind, doch in ihrem Wesen kaum unterschiedlicher sein können. Der eine will und darf nicht, der andere muss. Unausgesprochen bleibt vieles, auch die Verbundenheit, die nicht gezeigt werden darf, die Schuld, die weg geschwiegen werden will, so wie Generationen vorher das getan haben. Doch das funktioniert nicht mehr, weder im Leben, noch in der Landwirtschaft. Hansen zeigt die Zwischengeneration, die irgendwo hängt zwischen den Alten und den Jungen, im unaufhaltsamen Gegenwind.
Ein Buch, das einfach nicht enden soll, so nah, so aufgesogen fühle ich mich als Lesende in die Welt der Bahnsens!
Buchhändler*in 1938868
Ein hellsichtig und melancholisch geschriebenes Buch über Familie, Landwirtschaft und die Generationenkonflikte, die mit dem Wandel der Zeiten zwischen uns aufbrechen.
Anja N, Buchhändler*in
Broder
von Dörte Hansen
Was für ein dichtes und atmosphärisches Buch,
Fragen nach dem • wo komme ich her? • welcher Weg ist mir auf Grund der Tradition vorgezeichnet? • Familie und Heimat • möchte man sich fügen oder ausbrechen?
Dies Buch ist kein fröhliches - dafür sehr ehrlich, es wird sehr genau hingeschaut und gibt einem viel Material zum Nachdenken an die Hand,
Bücher wie diese sind sehr bereichernd!
Ganz große Klasse - was andres habe ich auch gar nicht erwartet. Der Ton bzw. die Gedankenwelt der Protagonisten hat mich sehr beeindruckt.
Monika P, Buchhändler*in
Broder und Henning Bahnsen sind Zwillinge und leben mit der Schwester und den Eltern auf dem Bauernhof. Broder fühlt sich als der bessere Bauer, aber Henning übernimmt den Hof, er ist der Erstgeborene. Broder wird Tierarzt und hat seinen Lebensmittelpunkt weit weg vom Hof aufgebaut. Als er nach 20 Jahren eine Praxis in der Nähe der Heimat aufmacht, lernt er den Hof von Henning neu kennen. Aber die Schmach des Zweitgeborenen brodelt noch in ihm.
Die Autorin schildert eindrucksvoll das alte bestimmende Leben der Bauern, mit ihrem festhalten am Alten. Sie beschreibt aber auch, dass Profit und Tierwohl häufig nicht zusammenpassen. Alte Gepflogenheiten ändern sich nur schwer, dass muss auch Broder erkennen. Die Jugend, hier seine Tochter Claire erkennt vieles, was auf dem Hof von Henning schief läuft.
Broder ist der Zweite. Der zweit geborene Zwilling, der Zweite seines Namens, nicht weil sein Vater oder Großvater ihn schon trug, sondern weil er überraschend kam und da musste der Name des verstorbenen Bruders her halten. Den Bauernhof bekam dadurch sein Bruder der daraus ein funktionalen High End Hof gemacht hat. Broder ist Tierarzt, er behandelt die Tiere seines Bruders umsonst. Sonst wäre der Hof wohl nicht zu halten. Die Brüder sind eins, nur in der Frage um den Hof da bekommen sie sich in die Haare. Das erlebt man aber nicht beim Lesen sondern es steht in wenigen kurzen Sätzen und zwischen den Zeilen.
Es ist eine Bauernfamilie die auf der einen Seite sehr auf Traditionen bedacht ist, im Dorf eine wichtige Rolle spielt, mit vielen Problemen hinter verschlossenen Türen. Man redet nicht.
Dörte Hansen schließt mit diesem Buch an "Altes Land" an. War es dort noch teilweise humorig, ist es hier eher bitter und verzweifelt. Der Trecker Protest ist noch in Erinnerung, die Gründe dafür weniger. Hier werden sie einmal angesprochen. Hier kommt die Milch von der Kuh und nicht aus dem Supermarkt. Schonungslos in kurzen knappen Sätzen wird der Beruf des Milchbauern und des Tierarzt beschrieben. Die Familien müssen es mit tragen oder gehen, möglichst weit weg.
Es ist der Schreibstil der offen, fast schroff sehr viel transportiert. In wenigen Worten werden Schicksal, Angst, Trauer und Wut transportiert. Schöne Gefühle gibt es nur am Rand aber die bringen Licht ins Dunkel.
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