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Solange der Fluss wartet
Roman | Der herzzerreißende Besteller des "Magiers der Worte" - Oprah Winfrey
mit Ulrike Wasel (Übersetzer*in); Klaus Timmermann (Übersetzer*in)
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Erscheinungstermin 30.07.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Corby Ledbetter ist am Ende. Erst verliert der junge Vater von Zwillingen seinen Job. Als sich eine heimliche Sucht einschleicht, droht seine Ehe zu zerbrechen. Und dann geschieht eine so schwerwiegende Tragödie, dass es die Familie zerreißt.
Nach der Verurteilung zu einer Haftstrafe kämpft Corby im Gefängnis ums Überleben. Er erfährt grausame Gewalt, aber auch kleine Gesten von Güte und elementare Verbundenheit. Getragen von Freundschaften und dem unerschütterlichen Glauben seiner Mutter an ihn, beginnt Corby, die Grenzen seiner Gefangenschaft zu überwinden. Er hofft, dass Gnade und Versöhnung vielleicht noch möglich sind. Aber können diejenigen, die er liebt, ihm seine Schuld je verzeihen?
Corby Ledbetter ist am Ende. Erst verliert der junge Vater von Zwillingen seinen Job. Als sich eine heimliche Sucht einschleicht, droht seine Ehe zu zerbrechen. Und dann geschieht eine so...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783989411364 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
| SEITEN | 544 |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 39 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein großartiger, unvergesslicher Roman. Ein Highlight unter Neuerscheinungen.
„Solange der Fluss wartet“ von Wally Lamb aus dem Gutkind Verlag ist ein außergewöhnlicher Roman, der lange nach der letzten Seite nachhallt. Mit großer emotionaler Wucht erzählt Wally Lamb eine Geschichte über Schuld, Verlust, Vergebung und die Hoffnung auf einen Neuanfang. Es ist ein tief bewegendes, eindringliches und zutiefst menschliches Buch, das zu den besten Werken des Autors zählt und für mich ein absolutes Highlight ist. Meine Erwartungen an den neuen Roman vom Meister der eindringlichen, tiefsinnigen Werken, Willy Lamb, sind mehr als erfüllt worden.
Im Mittelpunkt steht Corby Ledbetter, ein junger Familienvater von Zwillingen, dessen Leben völlig aus den Fugen gerät. Nachdem er seine Arbeit verliert, entwickelt er eine heimliche Alkohol- und Tablettensucht, die er erfolgreich von seiner Familie verbirgt. Trotz dieser Sucht ist er jedoch ein guter Vater für seine Kinder. Als schließlich eine schreckliche Tragödie geschieht, wird Corby zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Dort muss er sich nicht nur mit Gewalt, Angst und den harten Regeln des Gefängnisalltags auseinandersetzen, sondern vor allem mit seiner eigenen Schuld. Wobei er keine Vergdbung findet.
Auf seinem langen Weg begegnet er Menschen, die ihm mit Mitgefühl, Freundschaft und Menschlichkeit begegnen. Besonders die unerschütterliche Liebe seiner Mutter gibt ihm Kraft, nicht aufzugeben und an die Möglichkeit von Vergebung zu glauben. Die Begegnungen auf seinem Weg verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und zeigen, dass auch an dunkelsten Orten, Menschlichkeit existiert. Überhaupt, das Hauptteil des Romans, der sich im Gefängnis abspielt, ist tiefgründig, eindringlich und sehr emotional.
Corby ist eine unglaublich vielschichtige Hauptfigur. Er macht schwerwiegende Fehler und trägt deren Konsequenzen, bleibt dabei aber stets menschlich und nachvollziehbar. Gerade diese Ambivalenz macht ihn so authentisch. Auch Emily ist weit mehr als nur die verletzte Ehefrau – ihre Zerrissenheit zwischen Schmerz, Wut und Liebe ist eindrucksvoll dargestellt. Zutiefst glaubhaft.
Wally Lamb schreibt mit einer Intensität und Feinfühligkeit, die tief unter die Haut geht. Er urteilt nie über seine Figuren, sondern zeigt ihre Schwächen, Hoffnungen und inneren Kämpfe mit großem Mitgefühl. Die Geschichte entwickelt eine enorme emotionale Kraft und stellt schwierige Fragen über Schuld, Strafe, Vergebung und die Möglichkeit, nach einem folgenschweren Fehler wieder einen Platz im Leben zu finden.
„Solange der Fluss wartet“ ist ein bewegender, kluger und zutiefst berührender Roman, der lange im Herzen bleibt. Die Figuren wirken lebendig, die Emotionen sind greifbar und die Geschichte entfaltet eine außergewöhnliche Sogwirkung. Für mich ist dieses Buch ohne jeden Zweifel ein absolutes Jahreshighlight und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Silvia W, Rezensent*in
Ein absolut lesenwerter und empfehlenswerter Roman. Sehr gut geschrieben, alles in allem ist es eine sehr traurige Geschichte, man könnte schon fast sagen eine Tragödie, was so manch einer oder eine Familie im Leben erleiden muß. Auch das Ende ist sehr traurig und emotional aber ich würde sagen trozdem noch ein sauberes und gutes Ende für alle beteiligten.
Mir hat das Buch sehr fut gefallen ,man mußte einfach weiterlesen in der Hoffnung, das doch noch alles gut wird.
Buchhändler*in 1342725
Endlich mal wieder ein Buch von Wally Lamb. Seinen früheren Bestseller der Gesang der Wale habe ich in jungen Jahren geliebt. Das Buch beginnt im Grunde mit einer Katastrophe, eine familiäre Tragödie die man sich schlimmer nicht vorstellen kann. In meinem Freundeskreis gibt es eine Familie, die ähnlich aufgestellt war. Vater verliert Job, Mutter ist allein verantwortlich für das Einkommen, macht Karriere, Vater kümmert sich um Kinder und Haushalt, wird depressiv und fängt heimlich an zu trinken. Auch er hatte einen Unfall, wo aber glücklicherweise nichts schlimmes passiert ist. Also ist der Plot nicht unrealistisch, so schlimm er auch sein mag. In dem Buch geht es darum, wie geht man um mit dieser Dchuld, die einen nie mehr loslässt? Wie damit weiterleben? Auch die Gefängniszeit wird intensiv und sehr plastisch beschrieben.. Mich hat das Buch sehr berührt und zu Perspektivwechseln angeregt.
Ein tragisches, trauriges und wertvolles Buch. Corby Ledbetter ist ein junger Vater von 2jährigen Zwillingen. Bevor er seine Arbeit verlor waren seine Welt und seine Ehe in Ordnung. Als er jedoch keine neue Arbeitsstelle findet, wird er depressiv und eine heimliche Sucht schleicht sich ein. Dann geschieht eine Tragödie und seine Welt bricht völlig entzwei. Er kommt ins Gefängnis. Dort erlebt er exzessive Gewalt und Macht. Doch er hat das Ziel diese harte Zeit zu überstehen um wieder mit seiner Familie vereint zu sein. Er versucht sich nicht brechen zu lassen.
Ob es ihm gelingt, lest ihr am besten selbst. Aber Vorsicht, das Buch ist wirklich ergreifend und mehr als einmal hoffte ich, dass inhaftierte Menschen nicht wirklich solchen Übergriffen ausgesetzt sind.. Auch wenn Sie "Verbrecher" sind, haben sie menschliches Verhalten verdient.
Sandy V, Buchhändler*in
Corby Ledbetters Leben gerät völlig aus den Fugen: Der junge Vater von Zwillingen verliert seinen Job, während seine heimliche Alkohol- und Tablettensucht seine Ehe zunehmend belastet. Als schließlich eine folgenschwere Tragödie alles zerstört, bricht seine Welt endgültig zusammen…
Im Gefängnis beginnt für Corby der schwerste Kampf seines Lebens - nicht nur ums Überleben, sondern vor allem mit sich selbst. Zwischen grausamer Gewalt, Angst und Hoffnungslosigkeit findet er unerwartete Verbundenheit und Freundschaften. Dank des unerschütterlichen Glaubens seiner Mutter beginnt er, sich seinen Fehlern zu stellen und nach Gnade und Versöhnung zu suchen.
Wally Lamb erzählt diese Geschichte mit großer emotionaler Wucht. Corby ist kein Held, sondern ein menschlicher Protagonist voller Fehler, Schwächen und innerer Konflikte. Gerade diese Authentizität macht seine Entwicklung für mich so glaubwürdig und berührend. „Solange der Fluss wartet“ ist ein bewegender Roman über Schuld und Vergebung, Verlust und Hoffnung – und darüber, dass selbst aus den dunkelsten Abgründen ein Weg zurück ins Leben führen kann.
(Erschheint im August-Newsletter der Buchhandlung Graff-Azubis und dann auch auf der Graff-Website. Noch kein Link vorhanden)
Claudia E, Rezensent*in
Auch wenn im Klappentext nicht verraten wird, welche Tragödie Corby Ledbetter vollends aus der Bahn wirft (und ich verrate das hier auch nicht) so ist mir doch von vorne herein klargewesen, dass es keine leichte Lektüre wird. Wie keines von Wally Lambs Büchern. Und die Tragödie passiert auch ziemlich schnell. Und ja, man muss wirklich schwer schucken. Und dann landet Corby erst mal im Gefängnis und wir begleiten ihn dabei. Ich kann gar nicht sagen, was es genau ist, aber die Geschichte entwickelte für mich schnell einen starken Lesesog. Man kann gut mit Corby mitfühlen und seine Entwicklung ist sehr authentisch beschrieben.
Aus einem Mann mit Suchtproblemen und einer nur oberflächlich glücklichen Ehe wird erst ein Knasti, der aber nach und nach zu einem aufmerksameren Menschen wird, der sowohl seine Vergangenheit reflektiert als auch seine Empathie für Mitmenschen schärft. Einem besseren Menschen sozusagen. Einem Menschen, der sich und sein Schicksal lernt anzunehmen. Einem Mann, der um seine Frau und sein Kind kämpft und um einen Weg zu einer glücklichen Zukunft auch nach dem Gefängnisaufenthalt.
Gut gefallen hat mir, dass verschiedene typisch amerikanische Themen im Buch gestreift werden. Von Politik und Gesellschaftspolitik bis zu den Anfängen der nordamerikanischen Besiedlung, die in der Vergangenheit die indigenen Välker plattgewalzt hat. Es gibt auch einige sehr starke Nebendarsteller.
Ein Buch was einen reinzieht, berührt und lange nachhallt. Volle Punktzahl.
Ich habe noch die vorherigen Werke von Wally Lamb in guter Erinnerung - es ist lange her, dass ich die gelesen habe- und als ich sah, dass es ein neues Buch gibt, habe ich mich sehr darauf gefreut.Meine Erwartung wurde nicht enttäuscht.Was für eine unglaublich gute Geschichte.Nichts für schwache Nerven.Die Figuren sind alle deutlich beschrieben.Ich hatte sofort eine Vorstellung von der jeweiligen Person.Das was dem Protagonistin Corby passiert, und er sich immer wieder selber sabotiert, ist teilweise sehr hart zu lesen.Dieses Buch ist eines, dass ich so schnell nicht vergessen werde.Grosse Leseempfehlung!
Diese Geschichte hat für mich eine erschütternde, aber zutiefst menschliche Intensität, weil sie zeigt, wie schnell ein Leben aus den Fugen geraten kann, wenn mehrere Krisen gleichzeitig auf einen Menschen einprasseln. Corby Ledbetter ist kein Held, kein Bösewicht, sondern ein junger Vater, der unter der Last von Verantwortung, Angst und Überforderung zusammenbricht. Der Verlust des Jobs, die heimliche Sucht, die bröckelnde Ehe dies wirkt wie ein schleichender Sturm, der sich lange ankündigt, bevor er alles zerstört. Und dann kommt die Tragödie, die die Familie endgültig zerreisst. Man spürt, wie aus Fehlern schuld wird und aus Schuld ein Abgrund. Im Gefängnis verändert sich der Ton der Geschichte. Die Gewalt, die Corby dort erlebt, ist brutal. Sie zeigt, wie verletzlich Menschen werden, wenn ihnen Freiheit und Würde genommen werden. Gleichzeitig berühren die kleinen Gesten von Güte ein geteiltes Stück Brot, ein kurzer Moment echter Verbundenheit. Diese Kontraste machen den Roman so eindringlich. Dunkelheit und Licht existieren nebeneinander, oft im selben Raum. Besonders stark finde ich Corbys inneren Weg. Getragen vom Glauben seiner Mutter und den Freundschaften, die er trotz allem knüpft, beginnt er, die Grenzen seiner Gefangenschaft zu überschreiten. Nicht körperlich, sondern seelisch. Können die Menschen, die er liebt, ihm jemals verzeihen. Genau darin liegt die stille Wucht dieses Romans in der Hoffnung, die sich gegen jede Wahrscheinlichkeit behauptet.
Wally Lamb erzählt in Solange der Fluss wartet eine Geschichte, die mich tief bewegt hat. Es ist kein Buch, das auf schnelle Spannung setzt, sondern eines, das seine Wirkung nach und nach entfaltet. Gerade dadurch hat es mich so nachhaltig beeindruckt.
Im Mittelpunkt steht ein Mann, dessen Leben durch persönliche Schicksalsschläge und folgenschwere Entscheidungen völlig aus den Fugen gerät. Die Geschichte behandelt Themen wie Schuld, Sucht, Verlust, Hoffnung und Vergebung mit großer Sensibilität und einer beeindruckenden emotionalen Tiefe. Dabei werden die Figuren nie auf ihre Fehler reduziert, sie wirken vielschichtig, glaubwürdig und zutiefst menschlich.
Besonders gefallen hat mir, wie einfühlsam Wally Lamb selbst schwierige Situationen beschreibt. Trotz der Schwere der Handlung gibt es immer wieder Momente, die Hoffnung schenken und zeigen, wie wichtig Mitgefühl, Freundschaft und Zusammenhalt sein können. Gerade diese Balance macht den Roman so besonders.
Der Schreibstil ist ruhig, eindringlich und sehr bildhaft. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren und ihre Entwicklung, was den Roman intensiv und authentisch wirken lässt. Ich habe mich den Charakteren schnell verbunden gefühlt und ihre Emotionen auf jeder Seite mitgetragen.
Solange der Fluss wartet ist kein leichtes Buch, aber eines, das lange nachhallt. Es regt zum Nachdenken an und zeigt, dass selbst nach den dunkelsten Zeiten Versöhnung und ein Neuanfang möglich sein können.
Was bleibt, wenn ein Fehler alles zerstört?
Eine bewegende Geschichte über Schuld, Familie und die Suche nach einem Weg zurück ins Leben.
Corby Ledbetter verliert seine Arbeit und gerät immer tiefer in eine Situation, aus der er keinen einfachen Ausweg findet. Als schließlich etwas Schlimmes passiert, verändert sich sein ganzes Leben. Auch seine Familie muss mit den Folgen leben, denn nichts ist danach mehr so wie vorher.
Der Alltag im Gefängnis wird sehr eindringlich beschrieben. Manche Szenen sind schwer zu lesen, weil Gewalt und Angst dort allgegenwärtig sind. Gleichzeitig lernt Corby Menschen kennen, die ihm trotz seiner Vergangenheit mit Respekt begegnen. Vor allem seine Mutter hält weiterhin zu ihm und gibt ihm die Hoffnung, nicht völlig verloren zu sein.
Interessant ist die Entwicklung von Corby. Er muss sich mit dem auseinandersetzen, was geschehen ist, und erkennen, welche Folgen sein Handeln hatte. Dieser Weg ist nicht einfach und wird auch nicht beschönigt. Gerade dadurch wirkt seine Geschichte nachvollziehbar.
Auch die Familie spielt eine große Rolle. Verletzungen und Enttäuschungen verschwinden nicht einfach, sondern müssen erst verarbeitet werden. Diese Seiten der Handlung haben die Geschichte für mich besonders glaubhaft gemacht.
Nicht alle Abschnitte konnten mich gleichermaßen fesseln, denn manche Stellen ziehen sich und wiederholen sich. Trotzdem bleiben einzelne Szenen und vor allem Corbys Weg noch lange im Kopf.
Der Schluss gehört zu den stärkeren Teilen des Romans. Er bringt noch einmal viele Gefühle zusammen und zeigt, dass Schuld und die Hoffnung auf einen Neuanfang manchmal eng verbunden sind. Trotz einiger Längen ist eine Geschichte entstanden, die von Fehlern, Verantwortung und der Suche nach einem besseren Weg erzählt.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Jahreshighlight
Ich bin von diesem Buch begeistert.
Es ist ein sehr emotionales und berührendes Buch. Alle Gefühle waren nachvollziehbar ohne dass es kitschig wurde. Nicht immer einfach zu ertragen.
Am Anfang des Buches wollte ich Corby am liebsten schütteln, um ihn zur Vernunft zu bringen. Doch im weiteren Verlauf der Geschichte, gab es viele Situationen, wo ich ihn gerne in den Arm genommen hätte.
Ich habe Corby dafür bewundert, wie er es geschafft hat im Gefängnis klar zu kommen, wie er anderen Häftlingen geholfen hat und wie er alles erduldet hat, ohne sein Ziel aus den Augen zu verlieren.
Ich habe mitgefiebert, ob er es schafft nach dem Gefängnis in der Freiheit Fuss zu fassen. Und zum Schluss konnte ich die Tränen nicht zurückhalten.
Dieses Buch wird mich nicht so schnell loslassen.
Bianka M, Rezensent*in
Dieses Buch hat mich ziemlich lange beschäftigt. Schon der Anfang ist schwer zu verdauen, denn Corby Ledbetter verliert nach und nach die Kontrolle über sein Leben. Er verliert seinen Job, seine Sucht wird immer stärker und gleichzeitig versucht er, für seine Familie da zu sein. Als dann die Tragödie passiert, die alles verändert, bleibt eigentlich nur noch die Frage, wie ein Mensch mit einer solchen Schuld weiterleben soll.
Corby war für mich eine sehr schwierige Figur. Ich hatte nicht immer Verständnis für seine Entscheidungen und gerade am Anfang war ich teilweise sogar wütend auf ihn. Gleichzeitig schafft es Wally Lamb, ihn nicht einfach als Täter abzustempeln. Man bekommt sehr viel von seinen Gedanken, seiner Verzweiflung und seinen Schuldgefühlen mit. Dadurch habe ich mich beim Lesen immer wieder dabei ertappt, dass ich zwischen Wut, Mitleid und Verständnis hin und her gewechselt habe.
Besonders eindringlich fand ich den Teil im Gefängnis. Corby muss dort nicht nur mit seiner Schuld leben, sondern auch mit Gewalt, Angst und einer völlig neuen Welt, in der andere Regeln gelten. Gleichzeitig begegnet er Menschen, die ihm trotz allem Menschlichkeit entgegenbringen. Gerade diese kleinen Momente haben mir gut gefallen, weil sie zeigen, dass selbst an einem sehr dunklen Ort noch Mitgefühl und Verbundenheit möglich sind.
Auch seine Beziehung zu Emily hat mich sehr beschäftigt. Sie liebt Corby, aber gleichzeitig ist da diese unglaubliche Wut und Trauer. Ich fand es sehr glaubwürdig, dass Vergebung hier nicht einfach als etwas dargestellt wird, das man irgendwann beschließt und dann ist alles wieder gut. Emily muss mit ihrem eigenen Schmerz leben und Corby muss lernen, dass seine Schuld nicht einfach dadurch verschwindet, dass er bereut.
Was mir an dem Roman besonders gefallen hat, ist, dass Wally Lamb seine Figuren nicht vorschnell beurteilt. Er lässt sie Fehler machen, verzweifeln, hoffen und sich verändern. Dadurch fühlt sich die Geschichte sehr menschlich an. Es geht für mich nicht nur um eine Tragödie und eine Gefängnisstrafe, sondern vor allem darum, was danach kommt. Kann man mit etwas Unverzeihlichem weiterleben? Kann man sich selbst irgendwann wieder in die Augen sehen? Und kann ein anderer Mensch einem vergeben, wenn man selbst kaum weiß, ob man sich das überhaupt verdient hat?
An einigen Stellen war mir die Geschichte etwas ausführlich und gerade der Gefängnisteil hätte für mich stellenweise etwas kürzer sein dürfen. Trotzdem hat mich Corbys Entwicklung immer weiter interessiert und besonders das letzte Drittel hat mich emotional noch einmal richtig erwischt.
Solange der Fluss wartet ist für mich ein Buch, das nicht einfach nach dem Lesen abgeschlossen ist. Es hat mich emotional mitgenommen und mich immer wieder dazu gebracht, meine eigene Meinung über Corby zu hinterfragen. Genau solche Geschichten bleiben mir im Gedächtnis.
Für mich ist es deshalb ganz klar ein 5 Sterne Buch. Ein emotionaler, intensiver und sehr menschlicher Roman über Schuld, Verlust, Sucht, Vergebung und die Frage, ob nach einem großen Fehler überhaupt noch ein Weg zurück ins Leben möglich ist.
Corby ist am Ende. Er ist ein Familienvater von Zwillingen, der erst seinen Job verliert und dann in die Alkoholabhängigkeit gleitet.
Als Corby einen Augenblick unaufmerksam ist, passiert ein schreckliches Unglück, das er sich niemals verzeihen kann und er landet im Gefängnis.
Das Buch ist eine Wucht! Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen, doch mich hat diese Geschichte so in ihren Bann gezogen. Ich habe es hauptsächlich als Hörbuch gehört, was wirklich sehr gut vertont ist.
Die Geschichte hat mich an Die Verurteilten von Stephen King erinnert, auf ihre eigene Weise.
Es wird schon langsam erzählt und für manchen mag es eventuell zu langsam sein, doch ich habe beim Lesen und Hören so viele Emotionen erlebt.
Der hauptsächliche Bestandteil der Geschichte sind die drei Jahre, die Corby im Gefängnis verbringt und was er dort erlebt. Seine Angst, seine Familie zu verlieren, spürt man auf jeder Seite.
Man liest, welche Qualen er im Gefängnis zu spüren bekommt, aber auch die Freundschaft, die zwischen manchen Männern entsteht und wie sie ihr Leben meistern, jeder mit seinen eigenen Problemen.
Für mich ist dieses Buch mein Monatshighlight und ich werde @wallylambauthor im Auge behalten, denn diese Schreibweise hat mir sehr gut gefallen.
Simone F, Rezensent*in
Corby Ledbetter ist mit seiner großen Liebe Emily verheiratet und Vater von Zwillingen. Als er seinen Job verliert und sich als Hausmann um die Kinder kümmert, gerät er in eine Krise und wird abhängig von Alkohol und Antidepressiva. Er verschuldet eine furchtbare Tragödie, an der die Familie zu zerbrechen droht und wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Im Gefängnis muss er sich nicht nur mit seiner Schuld auseinandersetzen, sondern wird mit dem rauen Alltag dort konfrontiert, der durch Macht, Willkür, Gewalt und Rassismus geprägt ist.
Die große Stärke dieses Romans liegt in seiner herausragenden, vielschichtigen Figurenzeichnung. Corby ist zutiefst menschlich und glaubwürdig. Er trägt schwer an seiner Schuld, kämpft um seine Ehe und seine Familie, zweifelt, hadert und strauchelt. Auch Emily ist sehr authentisch gezeichnet und hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrem Ehemann, ihrer tiefen Verzweiflung, Trauer und Wut. Beide ringen um ihre Zukunft, bemühen sich um einen respektvollen Umgang miteinander und erkennen die inneren Kämpfe des jeweils anderen an. Doch die Kluft, verursacht durch Corbys Schuld, scheint unüberwindbar. Auch der Mikrokosmos des Gefängnisses mit seinen ganz eigenen Strukturen, Dynamiken und Machtverhältnissen ist eindrucksvoll und intensiv geschildert, mit teils starken Nebenfiguren.
Wally Lamb webt in seinen Roman auch deutliche Gesellschaftskritik mit ein, insbesondere in Bezug auf Rassismus und die Gewalt weißer Siedler gegenüber den First Nations.
Mich hat Corbys und Emilys Geschichte beim Lesen sehr berührt. Der Roman entwickelte beim Lesen eine emotionale Wucht, auf die ich nicht gefasst war, und wirkt noch lange nach. Für mich ist „Solange der Fluss wartet“ eines der ganz großen Highlights dieses Jahres und ich habe mich sofort auf die Suche nach weiteren Büchern von Wally Lamb gemacht. Leider werden seine älteren Werke derzeit nicht mehr auf Deutsch verlegt – ich hoffe sehr auf baldige Neuauflagen und empfehle seinen neuesten Roman nachdrücklich weiter!
Dieses Buch gehört definitiv zu einem jener Bücher die erstmal sacken müssen und lange nachhallen werden. Es ist unfassbar traurig und schwer und man schließt so viele Charaktere so schnell ins Herz und kann viele so nachempfinden.
Manche dagegen sind auf verschiedene Art so erschütternd und unfassbar grausam.
Ich hätte gerne 5 Sterne gegeben, aber das Ende lässt mich so hoffnungslos zurück und hat mir so sehr das Herz gebrochen, da hätte ich mir einfach ein anderes Ende gewünscht.
Andrea L, Rezensent*in
„Solange der Fluss wartet“ von Wally Lamb ist ein emotionaler und zugleich sehr intensiver Roman über Schuld, Verlust, Sucht, Gefangenschaft und die schwierige Frage nach Vergebung.
Corby Ledbetter gerät innerhalb kürzester Zeit in eine Abwärtsspirale, die sein bisheriges Leben völlig aus der Bahn wirft. Besonders eindringlich fand ich, wie seine persönliche Entwicklung und die Auswirkungen seiner Entscheidungen auf seine Familie dargestellt werden. Die Geschichte zeigt dabei nicht nur die harten Seiten des Gefängnisalltags, sondern auch unerwartete Momente von Menschlichkeit, Freundschaft und Hoffnung.
Der Roman ist definitiv keine leichte Lektüre. Einige Passagen sind sehr bedrückend und gehen emotional nahe. Gleichzeitig regt die Geschichte zum Nachdenken darüber an, ob ein Mensch trotz schwerer Schuld eine zweite Chance verdient und ob Vergebung überhaupt möglich ist.
Wally Lamb erzählt sehr atmosphärisch und mit viel psychologischem Feingefühl. Allerdings war mir die Geschichte an manchen Stellen etwas zu ausführlich, wodurch sich die Handlung für mich gelegentlich gezogen hat. Trotzdem hat mich Corbys Schicksal berührt und noch einige Zeit nach dem Lesen beschäftigt.
Ein bewegender, schwerer und nachdenklicher Roman über einen Menschen, der versucht, mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen zu leben und irgendwo zwischen Schuld und Hoffnung einen Weg zurück ins Leben zu finden.
4 von 5 Sternen – emotional, eindringlich und definitiv ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
Mirja B, Rezensent*in
Wir begleiten Corby durch eine sehr schwere Zeit. Nachdem er seinen Job verloren hat, nimmt seine Alkohol- und Medikamentensucht immer mehr zu. Er glaubt, dass er alles noch unter Kontrolle hat und gut für seine Zwillinge sorgen kann. Eine sehr dramatische Situation und die Folge davon zeigen, dass dies nicht der Fall ist. Corby hat massive Schuldgefühle und muss lernen, damit und mit seiner Trauer zu leben. Anstatt zu lügen, stellt er sich seiner Verantwortung und wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Wie wird das Leben dort für ihn sein? Wird seine Frau ihn verlassen oder kann sie ihm verzeihen? Wird er abstinent bleiben?
Ich muss gestehen, dass ich vor allem am Anfang stark zwischen Mitgefühl und Empörung für Corby geschwankt habe. Der Autor nimmt einen sehr gut mit und gibt tiefe Einblicke in Corbys Gedanken und Gefühle. Auch die Begegnungen im Gefängnis werden sehr eindrücklich beschrieben. Dort erlebt Corby einerseits viel Negatives aber anderseits auch positive Begegnungen und Freundschaft. Es ist erschreckend, wie das Personal teilweise mit den Häftlingen umgeht und wie die Bedingungen sind (z.B. willkürliche Verkürzung der Essenszeiten, die ungesunde Verpflegung, Schikane). Zum Glück gibt es immer wieder Lichtblicke.
Mich hat das Buch insgesamt sehr berührt. Ich habe mit Corby gelitten und über positive Erlebnisse gefreut. Das Ende hat mich ebenfalls sehr berührt und ich hatte mehrfach Tränen in den Augen. Es ist kein unrealistisches Happyend sondern sehr stimmig. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Alles ist sehr anschaulich beschrieben ohne irgendwelche unnötige Nebengeschichten. Ich werde mir auf jeden Fall die anderen Bücher des Autors ansehen.
Tina T, Buchhändler*in
Diese Geschichte hat mich tief berührt. Was die Familie nach einem der schlimmsten Schicksalsschläge, die man sich vorstellen kann, durchmacht, war stellenweise kaum auszuhalten. Trauer, Schuld, Wut, Verzweiflung und die schwierige Frage nach Vergebung werden unglaublich eindringlich erzählt.
Corby Ledbetter verliert seinen Job und rutscht als junger Vater von Zwillingen immer tiefer in eine Sucht. Eine schwere Tragödie verändert sein Leben für immer und führt ihn schließlich ins Gefängnis. Dort muss er lernen, mit seiner Schuld und seinem neuen Leben umzugehen.
Ich habe beim Lesen mehrmals geweint. Vor allem aber hat mich der Roman zum Nachdenken gebracht: Kann man nach einer solchen Tragödie vergeben? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit zur Wiedergutmachung? Und wie lebt man mit einer Schuld, die sich nicht rückgängig machen lässt.
Mein bisheriges Jahreshighlight 2026.
Oda B, Buchhändler*in
Die Bücher von W. Lamb hab ich immer schon gemocht, insofern habe ich mich auch gefreut, endlich wieder was von ihm lesen zu dürfen..
Und ja, wow, ich hab das Buch in 2 Tagen runtergelesen und war nach Beendigung der Lektüre total ergriffen,
Vielleicht für manchen Leser etwas deftig, aber wenn man nicht allzu empfindlich ist, ist dieses Buch eine unbedingte Leseempfehlung.
Ich habe jedenfalls einen Stapel für die Empfehlungswand bestellt...
Rezensent*in 2001989
Eindringlich erzählt
"Solange der Fluss wartet" ist ein eindringlicher & sehr menschlicher Roman über Verlust, Schuld, Vergebung & Hoffnung, der zeigt, wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten & eine Familie zerbrechen kann.
Wally Lamb ist ein ausgezeichneter Erzähler. Corby & Emily sind glaubhafte Charaktere, deren Trauer, Wut & Zerissenheit nah geht. Das Leben im Gefängnis, das den Großteil des Romans ausmacht, ist anschaulich darstellt. Es ist ergreifend, wie Corby dort Gewalt, aber auch Momente der Verbundenheit erlebt.
Fazit:
Bewegend & intensiv.
„Solange der Fluss wartet“ ist eines dieser Bücher, bei denen es mir schwerfällt, nach dem Lesen einfach so zur Tagesordnung überzugehen. Wally Lamb erzählt hier eine Geschichte über Schuld, Sucht, Verantwortung und die Frage, ob ein Mensch nach einem unverzeihlichen Fehler überhaupt noch das Recht darauf hat, glücklich zu sein. Dabei macht er es seinen Leser*innen alles andere als leicht, sich eindeutig zu positionieren.
Im Mittelpunkt steht Corby, zweifacher Vater und Künstler, der nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes zunehmend die Kontrolle über sein Leben verliert und in eine Abhängigkeit von Alkohol und Schmerzmitteln gerät. Eine folgenschwere Katastrophe verändert schließlich nicht nur sein eigenes Leben unwiderruflich. Ein großer Teil des Romans spielt anschließend im Gefängnis, wo Corby nicht nur mit seiner Schuld und seiner Trauer konfrontiert wird, sondern auch mit den schwierigen Bedingungen des Gefängnisalltags. Besonders eindringlich fand ich dabei die Darstellung von Abhängigkeiten, Hierarchien und Machtmissbrauch innerhalb des Strafvollzugs.
Corby hat bei mir ausgesprochen widersprüchliche Gefühle ausgelöst. Immer wieder hatte ich Mitgefühl mit ihm, nur um mich kurze Zeit später über sein egoistisches Verhalten zu ärgern und ihn dafür zu verurteilen. Gerade diese Ambivalenz macht die Figur für mich aber so unfassbar glaubwürdig und v.a. auch real. Corby wird weder zum unschuldigen Opfer seiner Umstände gemacht noch auf seine schlimmsten Entscheidungen reduziert. Als Leser*in schwankt man permanent zwischen Verständnis und Anklage und befindet sich damit in einem ähnlichen inneren Konflikt wie Corby selbst.
Wally Lamb wird als „Meister der Emotionen“ bezeichnet und nach diesem Roman kann ich sehr gut nachvollziehen, warum. Besonders beeindruckt hat mich, wie tief er in die Psyche seiner Figuren eintaucht. Gedanken, Ängste, Schuldgefühle und kleine Momente der Hoffnung werden so nachvollziehbar beschrieben, dass die Charaktere regelrecht lebendig werden. Der Schreibstil ist intensiv und emotional, ohne dass die Geschichte für mich künstlich auf Gefühle getrimmt wirkte. Gerade bei einem so schweren Thema hätte der Roman leicht ins Sentimentale abrutschen können.
„Solange der Fluss wartet“ ist keine leichte Lektüre und ganz sicher kein Buch für zwischendurch. Dafür beschäftigt es sich zu intensiv mit Verlust, Schuld, Sucht, Bestrafung und der Möglichkeit von Vergebung. Gerade das hat den Roman für mich aber so lesenswert gemacht.
Ich empfehle das Buch allen, die psychologisch tiefgründige, emotionale Romane mögen und bereit sind, sich mit moralisch schwierigen Fragen auseinanderzusetzen. Für mich liegt die große Stärke des Romans darin, dass ich Corby gleichzeitig verstehen, bemitleiden und verurteilen konnte. Diese Widersprüchlichkeit hat mich bis zum Ende begleitet und wird mir vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben.
Desirée H, Rezensent*in
Ergreifendes Schicksal und Gesellschaftskritik
Ich hatte nach den vielen positiven Rezensionen aus dem englischen Raum große Erwartungen an den Roman und wurde nicht enttäuscht: Wally Lamb hat ein Buch geschrieben, das ich kaum zur Seite legen konnte. Es geht um die Frage von Schuld, Wiedergutmachung und Versöhnung und begleitet den Protagonisten Corby während seiner Haftstrafe in einem US-amerikanischen Gefängnis. Ich gebe zu, dass ich Corby zu Beginn nicht mochte und nur wenig mit ihm als Person anfangen konnte, er zeigte mir zu wenig Schuldgefühle und Verzweiflung. Doch als die Geschichte der Haftstrafe begann, hat mich das Buch absolut gepackt. Es ist nicht nur eine Geschichte über ein tragisches Schicksal, sondern sie legt auch den Finger in die Wunde der amerikanischen Gesellschaft, wo Rassismus und Klassismus maßgeblich mit darüber entscheiden, wie ein Leben verläuft. Wally Lamb zeigt die Ungerechtigkeit deutlich auf und macht klar was er von der aktuellen Regierung hält. Der Gefängnisalltag ist hart, von Schikanen und Machtstrukturen durchzogen und lässt die Frage aufkommen, wie unwürdig Menschen in diesem System behandelt werden.
Ich hätte zu Beginn gerne mehr Empathie und Sympathie für Cory empfunden, aber nichtsdestotrotz ist dieser Roman ein Jahreshighlight. Ich vergebe 4,5 Sterne und eine große Leseempfehlung für alle, die ein gesellschaftskritisches Buch über ein ergreifendes Schicksal lesen möchten.
Vielen Dank an den Gutkind Verlag und netgalley für die zur Verfügungsstellung des Ebooks
Inhalt
Corby Ledbetter ist am Ende. Erst verliert der junge Vater von Zwillingen seinen Job. Als sich eine heimliche Sucht einschleicht, droht seine Ehe zu zerbrechen. Und dann geschieht eine so schwerwiegende Tragödie, dass es die Familie zerreißt.
Nach der Verurteilung zu einer Haftstrafe kämpft Corby im Gefängnis ums Überleben. Er erfährt grausame Gewalt, aber auch kleine Gesten von Güte und elementare Verbundenheit. Getragen von Freundschaften und dem unerschütterlichen Glauben seiner Mutter an ihn, beginnt Corby, die Grenzen seiner Gefangenschaft zu überwinden. Er hofft, dass Gnade und Versöhnung vielleicht noch möglich sind. Aber können diejenigen, die er liebt, ihm seine Schuld je verzeihen?
Meinung
Das ist mein zweites Buch des Autors. Seine Bücher sind sehr komplex und nicht leicht zu lesen. Thematisch sind sie sehr bewegend.
Aber schwergängig beim lesen, ich lese eigentlich lieber Bücher die leichter zu konsumieren sind.
Trotzdem wollte ich das Buch lesen, weil mich der Inhalt angesprochen hat.
Die Geschichte setzt kurz vor dem tragischen Unfall ein, der mich richtig mitgenommen hat. Der Erzählstil des Autors war so real als wäre die geschichte nicht fiktiv, sondern man hätte sie ich den Nachrichten so gehört. Das Gefühl hatte ich die gesamte zeit und war durchgehend aufgewühlt, wegen der Tragik.
Das Ende und der Anfang haben mich richtig mitgenommen und auch jetzt ist in mir ein Gefühl als hätte ich was wichtiges verloren.
Brillante Geschichte.
Große Lese Empfehlung
Ich wurde durch die vielen positiven Stimmen auf diesen Roman aufmerksam und war gespannt, was mich erwarten wird.
Und das war eine Wucht an Gefühlen...Corby, Familienvater von knapp zweijährigen Zwillingen, verliert seine Arbeit und sich selbst immer mehr in einer Sucht, die zu einer unfassbaren Tragödie führt. Dadurch ändert sich das komplette Leben für ihn und seine Familie und er muss für einige Jahre ins Gefängnis.
Für mich war der erste Teil sehr ergreifend und herzzerreißend. Ich konnte tief in die Handlung eintauchen und habe mitgelitten.
Der zweite Teil, der im Gefängnis spielt, konnte mich leider nur bedingt fesseln, da die Szenen recht ausschweifend erzählt wurden.
Gefallen hat mir die Entwicklung Corbys und ich konnte seine Schuldgefühle, die Scham und seine Hoffnungsloskeit spüren. Er versucht das Beste daraus zu machen und sich selbst treu zu bleiben. Die Beschreibungen in Gefangenschaft waren anschaulich und eindringlich geschildert.
Das Leben von Corbys Ehefrau und seinen Eltern und deren Beziehung zu ihm hat mich berührt. Können sie ihm je verzeihen?
Dieser Roman hat mich nachdenklich gemacht, sie hallt noch nach und das Ende hat mich wirklich geschafft.
Dieses bewegende Familiendrama punktet mit Tiefgang und ich empfehle sie gerne weiter.
Rezensent*in 1518830
Manche Bücher liest man. Andere bleiben für immer. Solange der Fluss wartet gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie. Es ist ein Roman, der mich tief berührt hat und mich wahrscheinlich ein Leben lang begleiten wird.
Im Mittelpunkt steht Corby Ledbetter, dessen Leben von einem auf den anderen Tag auseinanderbricht. Nach einer folgenschweren Tragödie landet er im Gefängnis und muss sich dort nicht nur mit den harten Realitäten des Strafvollzugs auseinandersetzen, sondern vor allem mit seiner eigenen Schuld. Während er versucht, mit dem Unfassbaren zu leben, stellt sich immer wieder die Frage: Kann ein Mensch nach einem schrecklichen Fehler überhaupt noch einen Weg zurück ins Leben finden?
Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in der Geschichte. Wally Lamb erzählt nicht einfach von Schuld und Verlust. Er erzählt von Menschen. Von ihren Fehlern, ihrer Zerbrechlichkeit und der Hoffnung, dass selbst nach den dunkelsten Momenten noch etwas Gutes wachsen kann.
Was diesen Roman für mich so besonders gemacht hat, ist seine Ehrlichkeit. Es gibt keine einfachen Antworten und keine Schwarz-Weiß-Malerei. Stattdessen begegnet man Figuren, die Ecken und Kanten haben, Entscheidungen treffen, die wehtun, und trotzdem nie eindimensional wirken. Ich habe mit ihnen gelitten, sie manchmal nicht verstanden und ihnen trotzdem die ganze Zeit gewünscht, dass sie einen Weg aus ihrer Verzweiflung finden.
Obwohl große Themen wie Trauer, Sucht, Schuld, Vergebung und das amerikanische Justizsystem im Mittelpunkt stehen, verliert der Roman nie seine Wärme. Immer wieder blitzen Momente von Menschlichkeit auf. Kleine Gesten, Begegnungen und Gespräche zeigen, dass selbst an den dunkelsten Orten Hoffnung existieren kann.
Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig Wally Lamb seine Figuren zeichnet. Selbst Nebencharaktere bekommen Tiefe und wirken wie echte Menschen mit ihrer eigenen Geschichte. Dadurch fühlt sich der Roman unglaublich lebendig an und entwickelt eine emotionale Wucht, die mich immer wieder innehalten ließ.
Solange der Fluss wartet ist kein Buch, das man einfach verschlingt. Es ist eines, das man bewusst liest, über das man nachdenkt und das einen auch nach der letzten Seite noch begleitet. Es stellt unbequeme Fragen: Wie definiert ein einziger Moment unser ganzes Leben? Kann Reue heilen? Und verdienen Menschen eine zweite Chance?
Für mich ist Wally Lamb wieder ein außergewöhnlicher Roman gelungen. Bewegend, klug und voller Mitgefühl. Eine Geschichte, die weh tut, Hoffnung schenkt und eindrucksvoll zeigt, wie komplex das Menschsein sein kan
Rezensent*in 1502785
Wie in allen seinen Büchern hat Wally Lamp es geschafft mich gänzlich abzuholen.
Corby überfährt seinen Sohn im Drogen und Alkoholrausch.
Seine Zeit im Gefängnis wird sehr bildlich gemacht.
Mich hat das Buch in einen inneren Zwiespalt gebracht, Mitleid oder doch Abneigung gegen den armen verurteilen Süchtigen.
Von mir gibt es eine eindeutige Empfehlung für dieses Buch
Rezensent*in 1452236
Ganz tolles Buch, super emotional, manchmal verliert sich der Autor ein bisschen in ausufernden Nebenschauplätzen, was machmal richtig toll ist! Aber manchmal auch einfach zu viel, hätte mir öfter gewünscht zurück zur Geschichte zu kommen. 4,5/5 Sterne
Buchhändler*in 1715822
Ein absolutes Lebenshighlight! "Solange der Fluss wartet" hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich habe nie das Gefühl gehabt, dass mich dieses Buch verliert. Ich habe jede Passage des Buches genossen und ein grandioses Lesegefühl vermittelt bekommen. Die Thematik kann durchaus schwer auf den Lesenden lasten, man braucht eine gewisse Toleranz gegenüber harten und schwierigen Themen. Aber genau dadurch entsteht auch diese emotionale Last der Geschichte, die einen mit dem Protagonisten mitfühlen und -fiebern lässt. Für mich hätte die Geschichte immer weiter und weiter gehen können, doch leider hatte auch sie irgendwann ihr Ende gefunden. Und hier ist mein einziger kleiner Kritikpunkt. Das Ende kam sehr abrupt und kurz gefasst. Durch das Abschlusskapitel wurde dem Ganzen dann aber noch einmal eine neue Perspektive gegeben, der die Geschichte dann doch noch perfekt abgerundet hat. Kurz gesagt: Eine absolute Leseempfehlung, mein Jahreshighlight und das nach einer ganzen Menge Bücher, die ich bisher konsumiert habe.
Wally Lamb - lange habe ich auf ein neues Buch von ihm gewartet.
Bücher wie "Früh am Morgen beginnt die Nacht" gehören zu meinen absoluten Langzeit-Highlights.
Nun also "Solange der Fluss wartet".
Was für eine tragische Geschichte.
Ich habe mit Corby Ledbetter gelitten und gebangt. Ich habe mit ihm gehofft und ich habe mit ihm getrauert.
Corby ist nach einem tragischen Unfall im Gefängnis gelandet und am Ende.
Seine Alkoholsucht und Medikamentenabhängigkeit, beides anerkannte Krankheiten, haben ihn hierher gebracht.
Und Corby leidet, Corby will davon wegkommen.
Denn er hat dadurch seine Familie verloren, seine große Liebe.
Was ihm bleibt, sind seine Mutter und der eine oder andere Mensch im Gefängnis.
Für mich wurde der Kampf, das Leben von Corby nachvollziehbar erzählt.
Das Ende muss jeder für sich selbst beurteilen.
Mir hat es einen kleinen Schock versetzt und ich hätte mir ein anderes gewünscht.
Trotzdem handelt es sich um einen weiteren Wally-Lamb-Hammer.
Daniela B, Rezensent*in
Der Einstieg in das Buch beginnt mit einem Alltag von Familie Ledbetter und einem weiteren wie Emily und Corby sich kennengelernt haben, was mir schon mal sehr gut gefiel. Als das schon recht früh im Buch die große Tragödie passiert ist, hatte ich Tränen in den Augen und ich kann euch sagen, dass war während des gesamten Buches noch weitere Male der Fall. Corby fand ich trotz seiner anfänglichen Sucht, der Tragödie und seiner Zeit in der Haft einen guten und irgendwie auch sympathischen Charakter. Das was während seiner Haftstrafe nicht nur ihm, sondern auch einem Mithäftling passiert ist, war schon schlimm zu lesen und dennoch hat er die Hoffnung auf seine Entlassung nicht aufgegeben.
Das Buch wird in verschiedene Teile unterteilt und der letzte Teil wird aus einer kurzen Sicht von Emily erzählt, was mich dann auch nochmal gerührt hat. Einige Stellen in dem Buch hätten für mich etwas kürzer beschrieben sein können, aber insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Ich vergebe 4,5 von 5 ⭐️
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Judith M, Rezensent*in
Eine Geschichte über Liebe und Verlust der besonderen Art. Corby Überfahrt seinen eigenen zweijährigen Sohn. Daraus entsteht aus Wally Lambs Feder eine wirklich berührende Geschichte die sich mit Vorwürfen und Selbstvorwürfen mit Therapie und Aufarbeitung, und ganz viel mit dem überleben in einem amerikanischen Gefängnis auseinandersetzt. Ein Buch das ans Herz geht, unbedingt lesenswert.
Da ich keine Klappentexte lese wusste ich nicht, was mich im Buch "Solange der Fluss wartet" von Wally Lamb erwarten wird. Zunächst einmal lässt der Titel keinesfalls auf den Inhalt des Buches schließen. Wir lesen von Corby, der nach einer wahren Tragödie eine lange Haftstrafe verbüßen muss. Noch nie in dieser Form mit dem Gesetz in Konflikt geraten, gerät er in eine für ihn vollkommen neue und unvorstellbare Situation, als er vom Gerichtsgebäude aus direkt in die Haftanstalt verlegt wird. Hier beginnt ein langer Weg mit für ihn absurden Regeln und unter großer Angst. Angst davor, die Zeit nicht durchzustehen. Davor, dass es nie wieder so werden kann, wie es war und davor, dass ihm seine große Liebe vielleicht niemals verzeihen kann. Das kann er nämlich selbst nicht.
Das Leben im Gefängnis hält neben all den Grausamkeiten aber auch kleine Überraschungen bereit. Kleine zwischenmenschliche Dinge, die das Leben ein klein wenig schöner machen und zum Durchhalten animieren. Wally Lamb beschreibt den Alltag in einem Gefängnis außerordentlich nachvollziehbar und die be- und teilweise erdrückende Stimmung konnte ich stellenweise richtig nachfühlen. Zwischendurch hatte das Buch ein paar Längen, die zum Glück aber erst an so fortgeschrittener Stelle kommen, dass man unbedingt wissen will, wie es Corby weiter ergeht und was er noch alles über sich ergehen lassen muss.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung! Unbedingt Taschentücher bereitlegen!
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Belletristik, Historische Romane