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Der neunte Kreis
Roman
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Erscheinungstermin 15.08.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
»Ich bin es leid, dass alles zu Material wird. Ich will einmal nur leben, um zu leben.«
Die nahe Zukunft: Therapie, Strafvollzug und Optimierungswahn sind im Zeitalter künstlicher Intelligenz ununterscheidbar geworden. »Der neunte Kreis« ist eine Geschichte über eingepflanzte Erinnerungen, artifizielle Kunst, verschwimmende Grenzen der Urheberschaft und die Täuschbarkeit menschlicher Wahrnehmung. Sophie Stein entwirft in diesem hochaktuellen Roman das beklemmende und zugleich zutiefst komische Bild eines Höllentrips, in dem hundert Jahre simulierten Lebens in wenigen Sekunden durchgespielt werden können.
Nachdem Ond an einem experimentellen Resozialisierungsprogramm teilgenommen hat, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, beginnt ihre Wahrnehmung der Welt zu zerfallen. Gemeinsam mit einem Freund gerät sie in ein Labyrinth aus grotesken Prüfungen, die an Dantes Höllenkreise erinnern, sieht sich mit datenverschlingenden Maschinen und kannibalistischer Kunst konfrontiert. Ein Text wird gestohlen und bei einem Wettbewerb als der eigene ausgegeben, eine Tech-Firma will künstliche Literatur auf den Markt bringen und als unmoralisch gebrandmarkte Bürger verschwinden in Umerziehungslagern... »Der neunte Kreis« ist eine radikale, zuweilen satirische Erkundung von Kontrolle, Schuld und der Frage, was vom Menschen und Menschlichkeit übrig bleibt, wenn alles, aber auch wirklich alles, messbar und verwertbar wird.
»Ich bin es leid, dass alles zu Material wird. Ich will einmal nur leben, um zu leben.«
Die nahe Zukunft: Therapie, Strafvollzug und Optimierungswahn sind im Zeitalter künstlicher Intelligenz...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783608505337 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 320 |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 12 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Jules I, Buchhändler*in
Was tut künstliche Intelligemz (uns an), wenn wir sie nur lassen? Erschreckend real und toll geschrieben
Buchhändler*in 2100555
Ein anspruchsvoller und ungewöhnlicher Roman, der sich einer eindeutigen Interpretation bewusst entzieht.
Strukturell an die neun Kreise der Hölle angelehnt, führt der Roman zunehmend in eine surreal verzerrte Wirklichkeit. Dabei verhandelt er Fragen nach Identität, menschlicher Verwertbarkeit, Kunst und dem Einfluss künstlicher Intelligenz.
Eine klassische Handlung steht dabei weniger im Mittelpunkt als Ideen, Bilder und Gedankenströme. Dadurch ist das Buch stellenweise schwer zugänglich, lässt aber viel Raum für individuelle Interpretationen.
Gerade diese Abstraktheit hat mich fasziniert. „Der neunte Kreis wird vermutlich auch bei einer zweiten Lektüre noch neue Bedeutungsebenen offenbaren.
„Der neunte Kreis“ von Sophie Stein ist keine leichte Lektüre und genau darin liegt für mich eine seiner größten Stärken. Es ist ein Buch, das vermutlich nicht mit einem einzigen Lesen vollständig erfasst werden kann. Ich habe die Geschichte vor einigen Tagen beendet und dennoch lässt sie mich nicht los. Immer wieder denke ich über einzelne Szenen, Ideen und Fragen nach, die das Buch aufwirft.
Beim Lesen musste ich häufig an Hideo Kojimas Death Stranding denken und an die Aussage, dass manche Werke ihrer Zeit voraus sind und erst später in ihrer ganzen Tragweite verstanden werden. Einen ähnlichen Eindruck hatte ich bei „Der neunte Kreis“. Das Buch stellt Fragen, deren Bedeutung mit der weiteren Entwicklung unserer Gesellschaft vermutlich noch zunehmen wird.
Was passiert mit unserer Individualität, wenn künstliche Intelligenz immer weiter optimiert wird? Was bleibt vom Menschen, wenn sich mentale Belastungen einfach durch „Gehirn-Wellness“ beseitigen lassen? Und vor allem: Was bleibt von uns, wenn Kultur, Erinnerung und die Auseinandersetzung mit unserer eigenen Geschichte ihre Bedeutung verlieren?
Auf diese Fragen gibt Sophie Stein eine sehr eindeutige und für mich persönlich ausgesprochen deprimierende Antwort. Gerade diese Düsternis macht das Buch jedoch so interessant. „Der neunte Kreis“ ist keine Geschichte, die man nach dem Zuklappen einfach abhakt. Vielmehr lädt sie dazu ein, über die dargestellte Zukunft, ihre Konsequenzen und die eigenen Vorstellungen von Menschlichkeit nachzudenken. Gleichzeitig bietet der Roman zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten. Ich muss auch offen zugeben, dass ich beim ersten Lesen wahrscheinlich längst nicht alle Ebenen und Zusammenhänge vollständig durchdrungen habe. Das empfinde ich allerdings nicht als Schwäche, sondern als eine der großen Qualitäten des Buches.
Bemerkenswert fand ich, dass sich der Roman trotz seiner ernsten und düsteren Themen gelegentlich selbst etwas auf die Schippe nimmt (etwa bei der Szene, in der die Jury über Vasus Kunst diskutiert).
„Der neunte Kreis“ ist anspruchsvoll, unbequem und stellenweise verstörend. Es ist kein Buch, das einem einfache Antworten oder angenehme Zukunftsvisionen bietet. Wer sich jedoch auf eine intensive und philosophische Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz, Individualität, Kultur und der Frage nach dem Wesen des Menschen einlassen möchte, ist hier genau richtig.
Für mich ein außergewöhnliches Buch, das noch lange nachwirkt und über das ich mit Sicherheit noch einmal nachdenken und lesen werde.
Eine klare 5-Sterne-Leseempfehlung.
Simone S, Buchhändler*in
Ich glaube, dieses Buch macht mir Lust, an eine Verschwörungstheorie zu glauben. Oder Angst, bereits in einer zu leben?
Sehr coole Arbeit!!
Ond ist straffällig geworden. Doch in der Zukunft geht man nicht mehr ins Gefängnis, sondern man wird therapiert. Eine Stunde. Dann ist man resozialisiert. So heißt es. Was Ond und Vasu danach blüht, gleicht einem Höllentrip, denn mit einer Stunde ist es nicht getan.
Erinnerungen, Bilder, Handlungen, alles ist überlagert. Alles ist verschwommen. Was ist real? Was ist die Hölle?
Das Buch in einem Beitrag zusammenzufassen ist äußerst schwer. Durch die verschiedenen Ebenen, die mal ernst, mal tragisch, aber auch mal lustig, dann aber auch unheimlich verstörend wirken, wird man als Leser wie bei einer Achterbahn immer wieder durchgeschüttelt. Glaubt man, den roten Faden gefunden zu haben, wechselt die Szenerie und man muss sich neu orientieren und das fällt zunehmend schwerer.
Erzählstränge wechseln sich mit Briefen und Tagebucheinträgen ab und der Vergleich mit Dantes "Göttlicher Komödie" wird immer verständlicher.
Ironie, Sarkasmus, Kritik und Zukunftsvisionen, das alles findet man auf gut dreihundert Seiten, wenn man nicht zu zart besaitet ist. Denn das Buch fordert, den Geist, das Verständnis und auch die Anpassungsfähigkeit beim Denken. Nie ist man sicher, nie ist der Weg gradlinig.
Die Autorin schüttelt den Geist des Lesers kräftig durch und regt ihn zum Denken an.
Wie kann die Zukunft aussehen?
Wie gehen wir damit um?
Was passiert mit Menschen, die anders denken?
Sie wirft sehr viele Fragen auf, auch wenn mir die Umsetzung an vielen Stellen zu heftig ist.
Aber vielleicht braucht es gerade intensive Bilder, um den Geist zu schärfen? Vielleicht braucht es den berühmten Finger auf der Wunde, um gehört zu werden.
Sicherlich ist es kein Buch, was man nebenbei liest und auch kein Buch für jeden. Doch wer sich mit Ideen auseinandersetzen will, sollte dieses Buch zur Hand nehmen, so verstörend es zuweilen auch ist.
3,5 von 5 Kreisen
Lea R, Buchhändler*in
Eine spannende und interessante Geschichte die ich verschlungen habe. Ich werde das Buch gerne weiterempfehlen!
Ein surrealer Höllentrip durch die menschliche Psyche
Ich kann gar nicht sagen, was mich direkt so an dem Buch fasziniert hat. Das Cover kommt schon recht mysteriös daher und auch der Klappentext geben nicht so viel her. Dennoch hat es mich direkt angesprochen. Und es ist definitiv kein gewöhnlicher Roman. Ich musste mich erstmal auf das Buch einlassen, denn es ist anspruchsvoll, surreal und stellenweise ziemlich verstörend. Und dennoch hat es mich bis zum Ende in den Bann gezogen.
Die Handlung selbst spielt in einer Zukunft, in der Straftäter ihre Strafe innerhalb kürzester Zeit auf mentaler Ebene verbüßen sollen. Doch was erstmal nach einer schnellen und effektiven Lösung klingt, entwickelt sich für die Protagonisten Ond und Vasu zu einer Reise durch eine immer stärker verzerrte Wirklichkeit. Ihre Erinnerungen, Gedanken und Bilder verschwimmen zunehmend. Ich wusste selbst oft nicht genau, was gerade real ist und was nicht.
Der Aufbau orientiert sich an den neun Kreisen der Hölle. Und das wird verwoben mit Themen wie Kunst, künstliche Intelligenz, menschliche Beziehungen und die Frage, was uns als Menschen eigentlich ausmacht.
Einen klassischen roten Faden sollte man hier allerdings nicht erwarten. Die Geschichte springt zwischen verschiedenen Ebenen und verlangt einiges an Aufmerksamkeit. Es ist definitiv kein Buch für zwischendurch. Manchmal fiel es mir schwer, die Zusammenhänge zu erkennen. Gleichzeitig haben mich die ungewöhnlichen Ideen und die bildhafte Sprache beeindruckt.
Es ist ein außergewöhnliches Buch, das mich gleichermaßen gefordert und fasziniert hat. Wer eine klare Handlung und einfache Antworten sucht, wird hier jedoch vermutlich nicht glücklich.
ISBN: 978-3608505337
Autorin: Sophie Stein
Verlag: Tropen
ET: 15.08.26
Umfang: 336 Seiten
Buchhändler*in 2172338
Der neunte Kreis ist ein außergewöhnlicher Roman, äußert schon beschrieben begibt man sich auf eine Achterbahnfahrt des Geistes.
Eine sehr anspruchsvolle Geschichte über die Kunst; Künstler-Sein, Geistigeseigentum, das Erschaffen von Kunst und die Allgegenwärtigkeit der KI im Schaffungsprozess. Außerdem geht es besonders um zwischenmenschliche Beziehungen und was uns als Menschen ausmacht.
Ein unglaublich belohnendes Buch, wenn man aufmerksam die Geschichte verfolgt mit einem fantastischen Ende.
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