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German Glück
Roman
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Erscheinungstermin 03.09.2026 | Archivierungsdatum 28.02.2027
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Zum Inhalt
»German Glück« ist ein hochaktueller, scharfsinniger Gesellschaftsroman, der das deutsche »The White Lotus« sein könnte: Sieben Schicksale prallen in einem Luxusresort in der deutschen Provinz aufeinander.
Ein brennender Tesla in der mecklenburgischen Provinz markiert den Nullpunkt: Roger Ross, frisch gefeuert und ohne Gepäck, flieht in das Luxusresort »Eden« und erfindet sich radikal neu. Doch das Hotel ist keine Zuflucht, sondern eine prunkvolle Endstation für die Illusionen unserer Zeit. Denn im »Eden«, dieser bröckelnden Festung des bundesdeutschen Wohlstands, klammern sich anscheinend alle Gäste an ein Leben, das längst Geschichte ist: eine vom Shitstorm verbrannte TV-Komikerin, ein Tabakmanager, der seine Frau an den Klimaaktivismus verloren hat, ein von der mütterlichen Rente lebendes Zwillingspaar und eine Direktionsassistentin, die das Resort mithilfe ihres mörderischen Plans retten will. Diese Schicksalsgemeinschaft tanzt am Abgrund.
Bitterböse und rasend komisch zugleich: eine literarische Abrechnung mit dem schönen Schein, in der die deutsche Seele Wellness bucht und den Wahnsinn bekommt.
»German Glück« ist ein hochaktueller, scharfsinniger Gesellschaftsroman, der das deutsche »The White Lotus« sein könnte: Sieben Schicksale prallen in einem Luxusresort in der deutschen Provinz...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783462006476 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 400 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Jules I, Buchhändler*in
Jedes Buch, das mit einem brennenden Tesla beginnt, ist ein gutes Buch. Unbedingt lesen! Politisch wichtig
Beschäftigte*r in der Buchbranche 613009
Das Buch hat mir wirklcih sehr gut gefallen. Ich habe mehrmals laut aufgelacht und hatte Spaß beim lesen.
Buchhändler*in 1331597
Humorvolles Buch mit Tiefgang. Unterschiedliche Charakter die alle irgendwie einen an der Waffel haben, alle aber auf ihre Art sympathisch sind. Beim ein oder anderen Charakter hätte ich mir noch mehr Tiefgang gewünscht.
Unter Strich ein sehr gutes, leicht zu lesendes Buch.
4,5 von 5
Bitterböse, pointiert, unterhaltsam
Ein vom Abstieg bedrohtes Luxusressort namens „Eden“ in Mecklenburg-Vorpommern inklusive allerhand skurriler Gäste und nicht weniger auffälligen Hotel Mitarbeitenden dienen Simon Urban als Kulisse für seinen großartigen Roman. Dieser ist ein großartiger, bitterböser Rundumschlag und eine pointierte Abrechnung mit der deutschen Gesellschaft.
„German Glück“ greift aktuelle gesellschaftliche Debatten auf und macht daraus herrlich amüsante und absurde Unterhaltung: Kulturkampf und Shitstorms, Sparpolitik und Late-Stage Capitalism – hier wird einmal alles durchgespielt.
Dazu kommen tolle, herrlich überzeichnete Charaktere und die ein oder andere überraschende Wendung.
Fazit: Beste Unterhaltung, pointiert, bitterböse und wirklich lustig. Ganz große Leseempfehlung!
In diesem sehr spannenden Buch treffen sieben Schicksale prallen in einem Luxusresort in der deutschen Provinz aufeinander. Die Idee, ein Luxusresort als Mikrokosmos der bundesdeutschen Befindlichkeit zu nutzen, ist klug und aktuell. Ein Tesla der brennt als Startpunkt setzt den Ton hier prallen persönliche Krisen auf kollektive Illusionen, und das Resort wird zur Bühne für Eitelkeiten, Verdrängung und moralische Verwerfungen. Die Figurenkonstellation verspricht viel vom arbeitslosen Roger über die verbrannte TV-Komikerin bis zur Direktionsassistentin mit mörderischem Plan jede Figur kann eine Facette unserer Gegenwart spiegeln. Besonders spannend ist, wie der Roman Balance hält zwischen bitterböser Satire und psychologischem Tiefgang. Wenn die Charaktere nur als Karikaturen des Zeitgeists fungieren, droht die Wirkung zu verpuffen. Gewinnt jede Figur dagegen an innerer Komplexität, entsteht ein scharfes, zugleich mitfühlendes Panorama. Am stärksten wirkt der Roman, weil er die Illusionen nicht nur entlarvt, sondern die Menschen dahinter in ihrer Verletzlichkeit zeigt. Dann wird aus der literarischen Abrechnung eine präzise, schmerzhafte Bestandsaufnahme unserer Zeit. Diese Schicksalsgemeinschaft tanzt am Abgrund.
!n der mecklenburgischen Provinz thront das „Eden“ – ein Luxusresort, dessen makellose Fassade bereits bröckelt. Nicht nur wirtschaftliche und organisatorische Mängel, sondern auch der schleichende Verfall der Zeit zeugen vom Niedergang. Auch der Mutterkonzern will sich des deutschen Standorts entledigen. Doch hinter den glatten Oberflächen der Gäste und Mitarbeitenden verbergen sich Abgründe, die weit über das Offensichtliche hinausgehen. Hier formiert sich eine Schicksalgemeinschaft am Rande des Kollapses, in der die Selbstzerstörung mitunter als einziger Ausweg erscheint.
Der Roman entfaltet sich aus den Blickwinkeln von sieben Hauptfiguren: die Hotelmanagerin, ihre Assistentin, ein ukrainischer Flüchtling, der im Hotel angestellt ist, ein Zwillingspaar, das von der mütterlichen Rente lebt, eine Comedienne, ein Tabakmanager, der seine Frau an den Klimaaktivismus verloren hat und ein weiterer Herr. Ihre Schicksale, Motive und Hintergründe werden zu einem Spiegelbild unserer Gesellschaft – oder vielmehr: zu einem verzerrten Abbild, das bei mir Unbehagen auslöst. Wenn die erzählten Straftaten tatsächlich als gesellschaftstypisch gelten sollen, bleibt ein bitterer Nachgeschmack.
„German Glück“ wird zwar mit beißendem Humor beworben, doch dieser Einschätzung kann ich mich nicht anschließen. Die meisten Schicksale lesen sich eher wie eine Abfolge von Tragödien. Allerdings muss man konstatieren: Der zeitliche Abstand zwischen Veröffentlichung und Handlung macht dem Autoren Simon Urban einen Strich durch die Rechnung, denn die Deutschen sind ja bekannterweise doch nicht so gut in der Rettung eines halbtoten Wals.
Faszinierend sind die Verflechtungen zwischen den Figuren. Trotz des vorherrschenden älteren Publikums im Hotel sind die Geschichten und Charaktere vielfältig. Immer wieder werden Vergleiche zwischen „damals“ und „heute“ gezogen – sei es in beruflicher Hinsicht, wo Jobchancen früher größer waren und heute durch KI ersetzt werden (aus Sicht des Autors), oder im Bereich des Humors, der damals noch Freiräume hatte, die heute undenkbar wären. Auch die DDR-Vergangenheit der Region und einiger Figuren bleibt nicht unberücksichtigt.
Der Titel des Buches findet im Roman seine Deutung: Ein ukrainischer Flüchtling stellt fest, dass das Unglück deutsch sei – und die Deutschen daher unglücklich. Eine These, die im Buch immer wieder untermauert wird und die bei mir den Impuls weckt, sie gerade nicht zu übernehmen.
Trotz aller inhaltlichen Schwere besticht der Schreibstil: prägnant, wortgewandt und von einer Bildhaftigkeit, die Orte und Speisen lebendig vor dem inneren Auge erstehen lässt. Nur beim Long Island Iced Tea bleibt die Frage: Was hat der Barkeeper hier falsch gemacht?
Ein herausragender Roman mit einer scharfsinnigen Gesellschaftskritik, prägnanten Schreibstil und lebendige Charaktere, der jedoch starke Nerven erfordert. Grundkenntnisse der englischen Sprache sind von Vorteil, da einige Dialoge auf Englisch geführt werden.
Buchhändler*in 1499613
"German Glück" von Simon Urban, als Buch gelesen.
Inhalt:
In Mecklenburg, irgendwo im nirgendwo, steht das „Eden“ – ein Luxushotel, weches nicht mehr ganz so luxuriös ist. Wirtschaftliche und organisatorische Mängel, sowie der schleichende Verfall, zeugen vom Niedergang. Das ist auch dem Mutterkonzern aufgefallen und möchte das Hotel veräußern. Hat die Hotel eigene Seife recht und das Eden ist am Ende? Hinter den glatten Oberflächen der Gäste und Mitarbeiter verbergen sich Abgründe, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. Der Teslafahrer, dessen Auto abbrennen, der unter einem neuen Namen im Hotel wohnt, die Komikerin, die einen Shitstorm hinter sich hat und ihre Karriere wiederbeleben will oder, der Reiche ältere Mann, der seine Frau an eine Kommune in Berlin verloren hat. Um nur einige Beispiele zu nennen. Hier findet sich eine Schicksalgemeinschaft am Rande der Zerstörung, manchmal nur die Selbstzerstörung.
Fazit:
Ein solider Roman, mit schwarzen Humor. Manchmal hätte dieser Humor noch deutlicher durchscheinend dürfen.
Buchhändler*in 1323428
So richtig überzeugt bin ich nicht, vom Titel und vom Klappentext her hatte ich mir mehr versprochen. In einem Wellness Resort, das selbst finanziell auf der Kippe steht, treffen sich allerlei auf die eine oder andere Art gescheiterte Existenzen. Insgesamt ist das Buch ein Spiegel der Gesellschaft, würde ich sagen. Das ist verpackt in einen unterhaltsamen Schreibstil. Allerdings hat es auch Längen und ist mir teilweise zu wirr, weil man ständig überlegt, um wen es jetzt gerade geht und wie da nochmal die Geschichte hinter der Person war. Das wird im Laufe des Buches natürlich klarer, dennoch konnte es mich nicht so recht einfangen. Vielleicht hatte ich einfach eine andere Erwartung.
Carola H, Buchhändler*in
German Glück“ von @christophsimonurban, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, gibt Einblicke in den Mikrokosmos eines 5-Sterne Hotels am Fleesensee in Mecklenburg-Vorpommern. Wir lernen die Direktorin Caroline Bedford kennen, ihre „rechte Hand“ Regina Seidel, die aus dem kleinen Ort stammt und mit allen Wassern gewaschen ist, ihren ehemaligen Stasi-Kontaktmann Werner (das Walross) der im Hintergrund die Strippen noch immer zieht, Lew, einen der vielen unterbezahlten Angestellten, der seine Großmutter so gerne aus der Ukraine nach Deutschland holen möchte und da sind dann noch die illustren Gäste: der leicht senile Martin von Winterfeld, ehemaliger Tabak-Magnat und „gehörnter“ Ehemann, dessen Frau nun mit Umweltschützern nackt für das Klima demonstriert, die Zwillinge Johann und Frederick, die abwechselnd das Hotel bewohnen, der Erstgeborene Johann ist das Alpha-Männchen und der erste Ehemann von Annika, die jetzt Fredericks Frau ist, aber auch hier gibt es noch Geheimnisse zu entdecken. Dann ist da noch Sandra Beckmann, die als „Frau Mensch“ eine beachtliche Karriere als Komikerin gemacht hat, bis zu ihrem Karriere-Absturz durch fehlende „political correctness“ während eines Auftritts und es gibt noch eine weitere schillernde Persönlichkeit, die zu Beginn des Romans, frisch gekündigt, einen Autounfall mit einem Tesla hat und der wir im weiteren Verlauf des Buches immer wieder begegnen.
Die Zeiten sind schlecht für Luxushotels und das „Eden“ steht unter Erfolgsdruck durch den internationalen Konzern, dem es angehört. Es steht auf der „Abschussliste“, weil es keinen Außenpool hat und Dubai scheint da attraktiver zu sein. Kurzerhand wird der aktuelle Manager des Unternehmens, Bennett eingeladen, um sich vor Ort ein Bild von dem großen Anwesen zu machen, aber so manches läuft nicht rund.
Welche Fabulierfreude Simon Urban an den Tag legt und wie gut er alle Fäden zusammenhält, das zeigt sich in den kleinsten Details. Es macht wirklich Spaß, diesen großartigen Roman zu lesen, so schrill und überdreht er auch manchmal daherkommt.
Michaela M, Buchhändler*in
Dieser leicht lesbare Roman fängt wirklich viele Facetten der heutigen deutschen Gesellschaft ein und bildet sie hervorragend ab. Das gelingt vor allem so gut, weil viele (8!) Figuren zu Wort kommen, die ihr Innerstes offenlegen - da sie alle in einer Krise stecken und sich ihr Leben gerade radikal ändert, ist das besonders aufschlussreich. Von Vorteil wäre es, dieses Buch mit Ruhe und Zeit zu lesen (und nicht wie ich häppchenweise im Bus, Wartezimmer, Mittagspause etc.), damit man den Überblick behält und jeder Figur problemlos folgen kann.
Dieser Roman ist definitiv lustig und skurril, beinhaltet schräge Szenen und witzige Gedanken, und der Stil ist so wortgewandt und klug, dass es eine wahre Freude ist.
Ich hatte das Glück, den Autor bei seiner ersten Lesung des Textes in Hagen (seiner Heimatstadt) zu erleben. Wenn er seine Texte liest, sind sie noch einmal besser, weil der Witz beim Vortragen mit Pausen und Betonung gewinnt - also Achtung, lest nicht zu schnell, sondern lasst Euch den Humor auf der Zunge zergehen ;). Es ist außerdem beeindruckend, wie intelligent und planvoll Simon Urban seine Geschichte gebaut hat: Jede Figur ist ihm wichtig, da sie für einen Teil der Gesellschaft steht, die er abbilden will. Er hat sich wunderbar in jeden Charakter eingefühlt und seine Zeilen teilweise gegenlesen lassen, um sich zu vergewissern, dass die Vergangenheit der Person so stimmig ist. Der Autor kam so witzig und locker, freundlich und bodenständig rüber, als er über sein Schreiben, seine akribische Arbeit und auch die frühere Zusammenarbeit mit Juli Zeh berichtet hat - mit diesem persönlichen Kennenlernen bin ich noch einmal anders an das Buch herangegangen. Übrigens nimmt der Autor auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um Beziehungen und Sex geht - von einer Scham oder Zurückhaltung habe er sich frei gemacht, wenn es zu den Figuren passe. Das ist im normalen Rahmen, bei einer Behandlung des Textes im Rahmen von Schulunterricht aber wohl zu überlegen.
Mir gefallen die Geschichten hinter den Figuren definitiv gut. Der Ukrainer mit dem schönen Gesicht, der nicht im Krieg ist und sich fragen muss, ob er ein Feigling ist oder genau richtig entschieden hat. Die Zwillinge, die vom Geld ihrer Mutter leben und dieses Geheimnis aufwendig bewahren müssen. Die Assistentin der Geschäftsführung, die das Strippenziehen noch aus Stasi-Zeiten kennt und mit einer früheren Schuld leben muss. Die bissige Komikerin, die sich nach ihren Kindern sehnt. Auch die Nebenfiguren wie die Masseurin und der ehemalige Stasi-Offizier sind interessant und definitiv wert, kennengelernt zu werden.
Wenn das Buch ab der Mitte wirklich Fahrt aufnimmt und die Handlungsstränge absurder gen Ende streben, fängt es wirklich an, Spaß zu machen, da viel Unerwartetes geschieht. Hier braucht man Leseruhe und Übersicht und vielleicht Pausen, um sich das Schicksal jeder einzelnen Figur zu vergegenwärtigen und mitzuverfolgen. Einige Details werden auch offen gelassen, die man sich im Kopf selber ergänzen und ausdenken kann.
Dieses Buch hat berührenden Geschichten in viel Witz verpackt. Da eine Identifikation mit welchem Charakter auch immer schwierig ist, bleibt immer eine Distanz - es ist also nicht unbedingt etwas für LeserInnen, die viel Herz und Gefühl brauchen, sondern für Menschen, die sich bei skurrilen Schicksalen und zugespitzten Begebenheiten gut amüsieren können.
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