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Buchcover für Das habe ich wegen dir getan

Das habe ich wegen dir getan

Roman | „Grandios geschrieben« Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur

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Erscheinungstermin 12.09.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

»Diese Rachekomödie ist ein großer Spaß und ein genial konstruierter Pageturner.« The Bookseller
Was tust du, wenn du entdeckst, dass jemand deine Ehe in eine Netflix-Serie verwandelt hat? Zwischen Drehbuchautorin Phoebe und ihrem vermeintlichen Opfer Kate entspinnt sich ein Kampf, den nur eine von ihnen gewinnen kann. Bestsellerautor John Lanchester entwirft eine funkenschlagende Rachekomödie, die Macht, Privilegien und Doppelmoral zwischen Boomern und Millennials verhandelt.

Kate lebt mit ihrem Ehemann Jack seit Jahrzehnten den Traum gut situierter Großstädter. Doch als eine Serie zum Megahit wird, verwandelt sich ihr Leben in einen Albtraum. Denn „Betrug“ verhandelt intime Details ihrer eigenen Ehe. Kate will herausfinden, wer versucht, ihr Leben zu zerstören. Und warum. Phoebe ist die begehrteste junge Autorin der Stadt. Ihre Streaming-Serie bricht mit Tabus, ist amoral und voyeuristisch und trifft damit den Nerv der Zeit. Doch auf dem Höhepunkt ihres Erfolges scheint ihr privates Glück mit einem Mal zu kippen … 

Der neue Roman von Bestsellerautor John Lanchester ist eine brillante Rachekomödie aus der Mitte unserer Gesellschaft. Ein bitterböser und hochkomischer Generationenroman über zwei sehr unterschiedliche Frauen, die sich ein atemloses Duell liefern.

„Es ist grandios geschrieben, beschreibt unfassbar treffend Umgangsweisen und Verbrechen unserer modernen Zeiten und wird zum Schluss sehr, sehr böse.“ Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur

»Diese Rachekomödie ist ein großer Spaß und ein genial konstruierter Pageturner.« The Bookseller
Was tust du, wenn du entdeckst, dass jemand deine Ehe in eine Netflix-Serie verwandelt hat? Zwischen...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608967265
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 400

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Durchschnittliche Bewertung von 47 Mitgliedern


Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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4 stars

Stell dir vor, dein Leben wird zur beliebtesten Streamingserie des Jahres und jeder kennt die intimsten Geheimnisse deiner Ehe.
Obwohl das Buch als Rachekomödie beworben wird, würde ich es vielmehr als ein intensives Katz-und-Maus-Spiel zwischen zwei außergewöhnlichen Frauen beschreiben.

Im Mittelpunkt stehen Kate und Phoebe, zwei komplexe Protagonistinnen, die beide alles andere als perfekte Menschen sind. Sie versuchen gar nicht erst, moralisch überlegen zu wirken, und schrecken auch vor fragwürdigen Entscheidungen nicht zurück. Gerade das macht sie so faszinierend. Durch die wechselnden Perspektiven konnte ich beide Frauen verstehen, ihren Schmerz, ihre Wut und ihre Entschlossenheit nachvollziehen und zeitweise sogar mit beiden mit fiebern.

Besonders begeistert hat mich der originelle Plot. Mit jeder neuen Wendung wurde ich neugieriger und fragte mich ständig, wie die Leben der beiden Frauen eigentlich miteinander verwoben sind. Immer wenn ich dachte, jetzt sei das Ende erreicht, überraschte mich die Geschichte mit einer weiteren Enthüllung. Dadurch blieb die Spannung durchgehend hoch und das Buch entwickelte sich zu einem echten Pageturner, den ich kaum aus der Hand legen konnte.

Neben der packenden Handlung greift der Roman Themen wie Macht, Privilegien, Generationenkonflikte und den Einfluss moderner Streamingkultur auf. Diese Aspekte fügen sich organisch in die Geschichte ein, ohne die Spannung auszubremsen.

Wer eine klassische Rachekomödie erwartet, sollte seine Erwartungen etwas anpassen. Statt humorvoller Vergeltung erwartet einen ein clever konstruiertes, adrenalingeladenes Duell voller Überraschungen, bei dem man bis zur letzten Seite rätselt, wie alles zusammenhängt. Für mich war es vor allem ein spannender Roman mit starken Figuren und zahlreichen gelungenen Plot-Twists, der mich bis zum Schluss fesseln konnte.

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5 stars

Humorvolle Gesellschaftskritik und spannender Pageturner in einem
Kate hat sich ihr Leben gut organisiert. Sie führt eine gute Ehe mit einem Mann voller Witz, hat einen großen Freundeskreis und bringt sich mit Wohltätigkeitsarbeit ein. Doch plötzlich gerät ihre gesamte Welt aus den Fugen. Ihr Mann stirbt und sie muss feststellen, dass ihre Ehe als eine Netflix-Serie verfilmt wurde mit vielen intimen Details, die nur ein Insider kennen kann. Doch wie kommt die Drehbuchautorin Phoebe an all diese Informationen?
Das Buch wird als Rachekomödie beschrieben, doch das wird ihr eigentlich nicht gerecht. Schon bevor die eigentliche Rache beginnt, ist das Buch eine unterhaltsame Gesellschaftskritik mit bittersüßem Humor. Die beiden Hauptprotagonistinnen werden gut porträtiert, sodass ihre Handlungsweisen auch absolut nachvollziehbar und „menschlich“ erscheinen. Und ich würde beim Lesen auch immer wieder durch neue Wendungen überrascht. Dabei liest sich das Buch so gut und ist so spannend, dass man es einfach nicht mehr aus den Händen legen will. Ein wunderbares, sehr unterhaltsames Buch, das ich nur empfehlen kann!

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5 stars

Eine gemeine Rachegeschichte
Kate und Jack sind seit über zwanzig Jahren verheiratet. Nach Jacks Tod erscheint eine Fernsehserie, aus der hervorgeht, dass er mit der Drehbuchautorin ein Verhältnis hatte. Aber das ist erst der Anfang.
Die Geschichte ist klug konzipiert und toll erzählt. Sie beginnt wie ein ganz normales Leben, entfaltet sich langsam und wird immer gemeiner, bis zum Schluss. Da passt dann eins zum anderen.
Die Gefühle der Witwe, die sich im Nachhinein betrogen sieht, werden erschütternd und lebensnah geschildert. In Kate kann man sich gut hineinversetzen. Ihre Gegenspielerin, die Drehbuchautorin Phoebe, ist erheblich unsympathischer und schwerer zu verstehen. Doch die Geschichte ist zu komplex, als dass klare Sympathien möglich wären.

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Mal etwas anderes! Eine Rachekomödie mit ein paar nicht sofort vorhersehbaren Plot Twists und zwei etwas unzuverlässigen Erzählerinnen.

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Etwas verworren und dicht geschrieben, aber ein spannender neuer Blickwinkel aif das Thema Ehe, Betrug und Rache.

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Kate sieht Jack in einem Pub und weiß, dass sie zusammen gehören. Dafür spielt sie auch 'unsauber'. 35 Jahre später lieben sie sich noch immer. Da verstirbt Jack überraschend und ihre Welt bricht zusammen. Sie hat sich so gerade wieder gesammelt, als eine Netflix Serie namens Betrug gefeiert wird: Ein älterer Mann betrügt seine Frau mit einer Jüngeren. Warum sieht das Wohnzimmer aus wie ihres? Warum macht der Schauspieler Bemerkungen, die nur in Jack's Vokabular waren? Hat er sie etwa betrogen?
Kate beginnt zu recherchieren und macht Entdeckungen...
Super Plot und toll geschrieben!

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John Lanchester zeigt hier einmal mehr sein Meisterkönnen! Die Geschichte ist unglaublich raffiniert konstruiert, voller feiner Ironie und einer unterschwelligen Spannung, die sich von Kapitel zu Kapitel steigert. Die Abgründe und Motivationen der Figuren sind psychologisch so stark herausgearbeitet, dass mich die Handlung völlig fasziniert hat. Ein intelligenter, extrem packender Roman auf höchstem Niveau!

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Der Roman beginnt mit einer ebenso originellen wie albtraumhaften Idee: Was, wenn sich die eigene Liebesgeschichte – mitsamt den intimsten Details – plötzlich in einer erfolgreichen Streamingserie wiederfindet?
Genau das widerfährt Kate. Mit jeder Folge wächst ihre Gewissheit, dass ihre große Liebe ihr Vertrauen missbraucht und ihre privatesten Momente öffentlich gemacht hat. War ihre Beziehung eine Lüge? Wurde sie verraten und bloßgestellt, ohne es zu bemerken? Aus dieser Ausgangslage entwickelt sich ein raffinierter Beziehungs- und Rachethriller, in dem Kate und ihre Gegenspielerin Phoebe nichts unversucht lassen, um sich gegenseitig auszustechen.
John Lanchester erzählt die Geschichte mit viel Witz, feiner Ironie und typisch britischem Humor. Der Roman verbindet kluge Gesellschaftssatire mit psychologischem Gespür und entwickelt einen Sog, der bis zur letzten Seite anhält.
Ein ebenso amüsanter wie intelligenter Pageturner – eine klare Leseempfehlung für alle, die schwarzen Humor, pointierte Dialoge und raffinierte Rachegeschichten schätzen.

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Eine böse, aber gleichzeitig sehr amüsante Geschichte mit viel schwarzem Humor. Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, deren Leben auf sehr ungewöhnliche Weise miteinander verbunden werden. Aus einer persönlichen Geschichte entwickelt sich ein regelrechtes Duell, bei dem es um Rache, Verletzungen, Macht und die Frage geht, wie weit Menschen gehen, wenn sie sich im Recht fühlen.

Besonders interessant fand ich, wie der Autor neben der spannenden Handlung auch unsere heutige Gesellschaft, den Umgang mit Medien und die Unterschiede zwischen den Generationen aufs Korn nimmt. Man merkt schnell, dass hinter dem Humor auch einiges an Kritik steckt.

Die Geschichte ist böse, überspitzt und manchmal herrlich sarkastisch. An einigen Stellen holt der Autor etwas weit aus, aber trotzdem bleibt die Handlung unterhaltsam und überraschend. Ein ungewöhnlicher Roman mit viel schwarzem Humor, der zum Schmunzeln bringt und gleichzeitig zum Nachdenken anregt.

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Schon beim Cover muss man zweimal hinsehen, weil die Zeichnung wie ein Vexierbild wirkt, das je nachdem wie man schaut, zwei unterschiedliche Gesichter zeigt. Der Roman beginnt mit einer ruhigen Einleitung, die viel Zeit gibt, um ein Gefühl für die handelnden Personen zu bekommen. Sie sind durch die Bank weg unsympathisch, aber der feine und treffsichere Humor des Autors sorgt dafür, dass man das Lesen von der ersten Seite an genießt. Im Zentrum steht Kate, die plötzlich Witwe wird und nun nicht nur um ihren Mann trauern muss, sondern vor der unfassbaren Tatsache steht, dass Szenen aus ihrer eigenen Ehe Wort für Wort in einer gefeierten Serie im Fernsehen auftauchen. Schnell wird klar, dass die angebliche Bilderbuchehe voller Lügen steckte und ihr Mann intime Details an eine unbekannte Geliebte weitergegeben haben muss. Aus dieser Ausgangslage entwickelt sich ein vielschichtiges Netz aus perfider Rache, das spannend und voller Raffinesse aufgebaut ist. Besonders gelungen ist die Charakterisierung einer narzisstischen Frau, die ihr ganzes Leben als reine Inszenierung und Drama lebt. Ein psychologisch tiefgründiges Buch, das sich flüssig liest und meine Erwartungen vollkommen erfüllt hat.

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„Das habe ich wegen dir getan“ hat mich insgesamt wirklich gut unterhalten. Der Roman liest sich leicht und locker, ich bin schnell durch die Seiten gekommen und musste beim Lesen auch immer wieder lachen. Vor allem hatte ich nie das Gefühl, mich durch die Geschichte kämpfen zu müssen oder das Buch ständig weglegen zu wollen, weil mir langweilig wurde. Im Gegenteil: Ich habe es gerne zur Hand genommen und wollte wissen, wie es weitergeht.
Im Mittelpunkt stehen Kate und Phoebe und eine erfolgreiche Streaming-Serie, in der Kate plötzlich erschreckend viele Details aus ihrer eigenen Ehe wiedererkennt. Daraus entwickelt sich eine ziemlich böse Geschichte um Geheimnisse, Verletzungen und vor allem Rache. John Lanchester erzählt das unterhaltsam und mit einem Humor, der mir gut gefallen hat. Auch sprachlich hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen. Für mich war das tatsächlich ein Buch, das sich angenehm und unkompliziert weglesen ließ.
Einen Kritikpunkt habe ich allerdings, und der betrifft das Frauenbild. Wieder einmal sind es vor allem die Frauen, die hysterisch, streitlustig, rachsüchtig und teilweise regelrecht bösartig dargestellt werden. Die Männer haben durchaus ihren Anteil an dem ganzen Schlamassel und sind keineswegs immer die Guten – trotzdem kommen sie für mein Empfinden wesentlich glimpflicher davon. Die Frau als Rachemonster und der Mann, der irgendwie mittendrin steckt: Dieses Muster ist mir mittlerweile ein bisschen zu abgegriffen.
Gleichzeitig tue ich mich aber auch mit der umgekehrten Haltung schwer, jedes Buch sofort mit der moralischen Lupe zu betrachten. Natürlich hat sich gesellschaftlich und gerade im Hinblick auf Frauenrechte unglaublich viel und Wichtiges verändert. Trotzdem sollte Literatur für mich Unterschiede zwischen Menschen und auch zwischen den Geschlechtern darstellen, überspitzen und damit spielen dürfen, ohne dass daraus automatisch eine allgemeingültige Aussage über Frauen oder Männer werden muss. Gerade bei einer Rachekomödie darf es schließlich auch einmal böse und überzogen zugehen.
Deshalb bin ich bei diesem Buch tatsächlich ein wenig hin- und hergerissen. Das Frauenbild empfinde ich stellenweise als überholt und einseitig, gleichzeitig möchte ich dem Roman daraus keinen größeren Vorwurf machen, als es für mein eigenes Lesegefühl angemessen wäre. Denn am Ende bleibt vor allem eines: Ich habe mich gut unterhalten, hatte Spaß beim Lesen und würde jederzeit wieder zu einem Buch von John Lanchester greifen.
Für mich sind das 3,5 bis 4 Sterne – mit deutlicher Tendenz zu 4, weil der Lesespaß am Ende überwiegt.

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Ein sehr origineller Roman, den man an Unterhaltung kaum überbieten kann. Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen unterschiedlicher Generationen, die sich einen erbitterten Kampf liefern. Eine, in deren Ehe es Geheimnisse gibt, und eine, die genau diese als Serien-Renner verfilmt. Wer am Ende gewinnt, bleibt bis zum Schluss spannend, denn es gibt immer wieder neue Entwicklungen und überraschende Wendungen. Der Schreibstil ist detailreich und flüssig und auch das Cover ist schön und macht neugierig auf den Inhalt. Die Schauplätze der Handlung sind interessant und besonders. Durch den wunderbar detaillierten Schreibstil, hat man beim Lesen oft das Gefühl Teil der Handlung zu sein. Der Roman spiegelt viele brisante Themen unserer Zeit perfekt wider und regt zum Nachdenken an. Ich empfehle das Buch deshalb sehr gerne weiter.

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"Das habe ich wegen dir getan" von John Lanchester wird als Rachekomödie im Klappentext beschrieben.
Allerdings erwartete mich ein komplexes Duell zweier Frauen, Kate und Phoebe. Die immer neuen Wendungen, bis man versteht, was die beiden Frauen verbindet und wie alles zusammen hängt, stehen einem spannenden Thriller in nichts nach.
Es ist ein Plot, den ich so noch nicht kannte und erwartet habe.
Man muss sich nur einmal vorstellen, dass das eigene Leben plötzlich eine Netflix Serie ist. Mit sämtlichem pikanten Geheimnissen. So ergeht es plötzlich Kate, aber woher hat Phoebe all diese Informationen?!
Der Autor flicht interessante Themen wie Privilegien und die damit verbundene Macht, moderne Streamingwelt und Generationen miteinander
Neugierig gemacht hat mich das ungewöhnliche Cover in Kombination mit dem Klappentext
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten

4 stars
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Es gibt Ehen, die enden mit einer Scheidung. Und es gibt Ehen, die müssen nach dem Tod eines Partners noch einmal vollständig zerlegt werden. John Lanchester entscheidet sich in seinem neuen Roman „Das habe ich wegen dir getan“ für die zweite, deutlich grausamere Variante.

Kate und Jack waren 30 Jahre verheiratet, wohlhabend, kultiviert und fest eingerichtet in ihrem Londoner Leben. Dann stirbt Jack plötzlich. Kurz darauf wird eine Fernsehserie zum Gesprächsthema, in der Kate immer mehr von ihrer eigenen Ehe wiedererkennt. Nicht nur Situationen und Konstellationen kommen ihr bekannt vor. Auch intime Details und Formulierungen scheinen direkt aus ihrem gemeinsamen Leben gestohlen.

Für Kate ist die Erklärung schnell gefunden: Jack muss eine Affäre mit der jüngeren Drehbuchautorin Phoebe Mull gehabt haben. Und er hat offenbar nicht nur seine Frau betrogen, sondern auch das Privateste aus ihrer Ehe weitergegeben. Damit beginnt ein Rachefeldzug, der aus einer Trauergeschichte zunehmend ein psychologisches Duell macht.

Lanchester interessiert dabei weniger die Frage, ob Männer fremdgehen. Die wäre literarisch auch wenig überraschend. Ihn reizt etwas anderes: Wem gehört eigentlich eine gemeinsame Vergangenheit? Darf einer von zwei Menschen Erlebnisse, Sätze und Erinnerungen weitergeben, die doch beiden gehören? Und was passiert, wenn daraus plötzlich öffentlich verwertbare Unterhaltung wird?

An diesem Punkt wird „Das habe ich wegen dir getan“ besonders stark. Denn Lanchester stellt nicht einfach eine betrogene ältere Frau einer skrupellosen jüngeren Rivalin gegenüber. Kate ist keine Unschuldige, Phoebe kein bequemes Feindbild. Beide sind schlagfertig, selbstbewusst und bestens darin geübt, ihre eigene Version der Wirklichkeit für die einzig plausible zu halten.

Daraus entwickelt sich zugleich ein amüsant giftiges Generationenduell. Kate gehört zu einer privilegierten Babyboomer-Welt, die ihre eigenen Widersprüche gern übersieht. Jack etwa arbeitet als Architekt für reiche Kunden und hält trotzdem an seinem Selbstbild als Marxist fest. Phoebe dagegen steht für eine Gegenwart, in der Privates längst Material ist: für Serien, Geschichten, Aufmerksamkeit.

Lanchester beobachtet beide Seiten mit trockenem Spott. Seine Dialoge sitzen, seine Milieuschilderungen sind präzise, und besonders die kleinen Formen menschlicher Selbsttäuschung bereiten ihm erkennbar Vergnügen. Wenn er die moralische Selbstgewissheit seiner Figuren zerlegt, ist dieser Roman am besten.

Weniger überzeugend ist er dort, wo aus der Gesellschaftssatire ein Thriller werden soll. Einige Wendungen wirken eher konstruiert als zwingend, anderes lässt sich zu früh erahnen. Auch bleiben die Figuren bei aller Intelligenz emotional auf Distanz.

Das schmälert den Unterhaltungswert allerdings nur wenig. „Das habe ich wegen dir getan“ ist eine böse, kluge Komödie über Ehe, Eigentum und gekränkte Eitelkeit. Und über die unangenehme Erkenntnis, dass selbst zwei Menschen, die jahrzehntelang dasselbe Leben geteilt haben, am Ende völlig unterschiedliche Geschichten darüber erzählen können.

4 stars
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"Das habe ich wegen dir getan" von John Lancester ist eine rabenschwarze Rache-Komödie und ein bitterböser Generationenroman. Der Autor versteht es perfekt, Alltagsszenen und menschliche Abgründe zu beschreiben, bissig und trotzdem voller Mitgefühl mit seinen Protagonistinnen.
Der Schlagabtausch zwischen der gut situierten Boomerin Kate und der jungen Autorin Kate entwickelt sich zu einem Drama rund um Macht, Privilegien und Doppelmoral. Kollateralschäden nicht ausgeschlossen.
Der Roman lässt sich flüssig lesen und ist spannend, dabei hat er durchaus Tiefgang.

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Real vs Film

Ein Ehepaar. Eine Netflix Serie voller intimer Details. Was ist passiert? Diesem Konstrukt widmet sich John Lanchester in „Das habe ich wegen dir getan“.

Kate und Jack leben seit Jahren zusammen. Als die neue Serie „Betrug“ auf Netflix startet, sind darin pikante Details ihrer Ehe zu sehen. Es kommt zum Eklat…

Ich mag die Grundidee sehr. Ein Eklat bezüglich einer Serie finde ich spannend und realistisch gleichermaßen. Und der Start ist auch rasant, da Kates Ehemann stirbt und durch die Serie einige Gerüchte aufkommen. Dieser Start ist teils mysteriös, teils überspitzt geschrieben, voller Details und ausführlicher Beschreibungen.

Im Verlauf des Buches wird das mysteriöse immer weniger mysteriös, dafür aber langatmig. Die Dialoge lassen sich im Verlauf der Geschichte schleppend lesen, teils fehlt Kontext zum Verständnis, obgleich das grundlegende Thema deutlich bleibt: Gesellschaftskritik.

Das Thema Gesellschaftskritik ist omnipräsent. Die unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten werden voller Vorurteile dargestellt. Dies gelingt den Autor durch Zynismus und Pointe sehr gut, was das Buch für mich ausmacht. So werden die Zitate in übertriebener Tonlage filmisch umgesetzt und dennoch unterhaltsam eingebracht.

Die Charaktere bleiben leider im Hintergrund. Sie sind mir nicht sympathisch, ich verstehe die Beweggründe nicht und sie scheinen sprunghaft.

Insgesamt gebe ich 3,5 Sterne für die Thematik und die teils sehr detaillierte Beschreibung, die ich auf 4 aufrunde. Eine Leseempfehlung für alle, die Gesellschaft auch kritisch hinterfragen.

4 stars
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Das Leid der Hauptfigur wird sehr ausführlich dargestellt und man erlebt es als Leser quasi mit. Es ist sehr emotional geschrieben und man muss mit den Tod eines geliebten Menschen umgehen können.

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Rache in all ihren Facetten
Die Geschichte beginnt langsam und ausführlich und mir hat es gut gefallen, wie der Autor Kates Beziehung mit ihrem Ehemann geschildert hat. Es ist ihm als Mann erstaunlich gut gelungen, sich in Frauen hineinzuversetzen. Es gibt immer wieder Perspektivwechsel zwischen Kate und Phoebe und besonders gut haben mir die Auszüge aus der Netflix Serie gefallen. Ungefähr ab der Hälfte vergrößert sich der Anteil von Phoebes Perspektive, allerdings fand ich sie nicht so gut getroffen wie Kates Blickwinkel. Die Handlung kommt nur langsam voran, ist aber gut geschrieben, wenn auch manchmal etwas sehr ausführlich. An einem gewissen Punkt ahnt man als Leser einige Zusammenhänge, wodurch man den Plot plötzlich versteht und durchblickt. Auch wenn es einige humoristische Episoden gibt, so würde ich das Buch doch eher als ein Drama bezeichne, das ein Beziehungsgemälde zeigt. Die Rachefeldzüge der beiden Frauen waren streckenweise grausam und unrealistisch, aber auch unterhaltsam und gut zu lesen. Ich fand die Handlung interessant und wurde solide unterhalten, deshalb vergebe ich vier Sterne.

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Ich muss eine Figur nicht mögen, damit ich sie interessant finde
Ich glaube, genau daran scheiden sich bei diesem Buch die Geister.
Kate und Phoebe sind keine Figuren, die man unbedingt ins Herz schließen muss. Im Gegenteil. Beide haben mich zwischendurch ordentlich genervt. Ich war wütend auf sie, habe manche Entscheidungen überhaupt nicht verstanden und mir mehr als einmal gedacht: Mädels, ernsthaft?! 😂
Aber wisst ihr was? Ich finde, das darf ein Buch.
Ich muss eine Hauptfigur nicht sympathisch finden, um ihre Geschichte interessant zu finden. Manchmal möchte ich mich beim Lesen auch einfach über jemanden aufregen. Ich möchte den Kopf schütteln, mich ärgern und mich fragen, warum diese Person jetzt verdammt noch mal genau das tut. Und trotzdem blättere ich weiter, weil ich wissen will, wie weit sie noch geht.
Genau das hat Das habe ich wegen dir getan bei mir geschafft.
Die Ausgangsidee fand ich von Anfang an richtig stark. Kate verliert nach vielen Jahren Ehe ihren Mann Jack. Kurz darauf entdeckt sie eine erfolgreiche Netflix Serie und erkennt darin plötzlich ihre eigene Ehe wieder. Gespräche, intime Details und Dinge, die eigentlich niemand kennen dürfte. Und aus Trauer wird Misstrauen, aus Misstrauen wird Wut und irgendwann vor allem eines, Rache.
Was ich daran so spannend fand, war, dass ich irgendwann gar nicht mehr genau wusste, auf wessen Seite ich eigentlich stehen soll.
Kate ist verletzt und natürlich versteht man ihre Wut. Aber je weiter die Geschichte geht, desto öfter dachte ich, okay, jetzt wird es langsam heftig. Und auch Phoebe macht es einem nicht gerade leicht, sie zu mögen.
Trotzdem wollte ich beide verstehen.
Die wechselnden Perspektiven haben für mich richtig gut funktioniert, weil man nicht einfach nur eine Seite präsentiert bekommt. Man bekommt nach und nach immer mehr Puzzleteile und muss selbst entscheiden, was man davon hält. Dazu kommen die Ausschnitte aus Phoebes Drehbuch, die das Ganze noch einmal auf eine interessante Art spiegeln.
Ich mochte außerdem diesen bitterbösen Blick auf Beziehungen, gesellschaftliche Unterschiede, Generationen und die Art, wie Menschen sich selbst eigentlich immer gern für die Guten halten.
Und dann gibt es diese Momente, in denen man denkt, man hätte verstanden, worauf das Ganze hinausläuft.
Hat man nicht. 😂
Natürlich hatte die Geschichte für mich auch ein paar Stellen, an denen sie etwas an Tempo verloren hat. Gerade im Mittelteil hätte es für meinen Geschmack manchmal etwas schneller vorangehen dürfen. Aber das hat meinem Gesamteindruck am Ende nicht geschadet, denn später zieht die Geschichte wieder ordentlich an und entwickelt genau diese unangenehme Sogwirkung, bei der man unbedingt wissen möchte, wie das alles ausgehen soll.
Und vielleicht ist das am Ende sogar das größte Kompliment, das ich dem Buch machen kann.
Ich mochte nicht immer, was ich gelesen habe. Aber ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Ich war genervt. Ich war neugierig. Ich war manchmal richtig sauer auf die Figuren.
Und genau deshalb waren sie für mich interessant.
Das habe ich wegen dir getan ist für mich kein klassischer Thriller, bei dem man einfach mit einer sympathischen Hauptfigur mitfiebert. Es ist ein bitterböses Spiel mit Rache, Schuld, Selbstgerechtigkeit und der Frage, wie weit ein Mensch gehen kann, wenn er glaubt, im Recht zu sein.
Und manchmal sind die Figuren, über die man sich am meisten aufregt, genau die, an die man sich am längsten erinnert.

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Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester beginnt mit einer scheinbar ganz normalen Ehegeschichte – und entwickelt sich dann zu einem bitterbösen Rachefeldzug, in dem Geheimnisse, Macht und öffentliche Demütigung eine große Rolle spielen.

Was passiert, wenn das eigene Leben plötzlich als Streaming-Serie veröffentlicht wird? Wenn Karma mit voller Wucht zurückschlägt und Rache völlig außer Kontrolle gerät?

Ich kann euch natürlich noch nicht verraten, wohin diese Geschichte führt. Aber so viel: Niemand bleibt hier wirklich unschuldig – und mir ist vor lauter Staunen die Klappe offengeblieben. 🤯

Am Anfang hatte ich noch richtig Mitleid mit Kate, deren Ehe in der Serie dargestellt wird. Aber dann kommt es doch anders und irgendwann konnte ich sie einfach nur noch hassen. Dieses ewige Hin und Her war wirklich Wahnsinn. Kaum dachte ich, ich hätte mir eine Meinung gebildet, musste ich sie im nächsten Moment schon wieder komplett überdenken.

Eine ziemlich abgefahrene, böse und unterhaltsame Geschichte für alle, die Lust auf Geheimnisse, Rache und moralisch sehr fragwürdige Charaktere haben.

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Aus Leben wird Geschichte, aus Geschichte ein Rachefeldzug, der haarsträubender und „dreckiger“ kaum sein könnte - herrlich abgedreht und bitterböse! TOP

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In seiner schwarzen Tragikomödie “Das habe ich für dich getan” erzählt John Lancaster von Rache, langgehegtem Groll, psychologischen Traumata und über zwei sehr unterschiedlich alte Frauen, die sich nicht kennen und trotzdem eine gemeinsame Vergangenheit verbindet. Im Mittelpunkt steht Kate, die auf den ersten Blick eine einwandfreie Ehe führt. Doch auf dem zweiten Blick taucht doch so manches unrühmliches Geheimnis bei ihr auf. Auch die Serienentwicklerin Phoebe hat es faustdick hinter den Ohren. Das fordert Opfer und ohne zu viel zu verraten – in verpackt brillanten schwarzen Humor erzählt John Lancaster hier in “Das habe ich für dich getan” eine atemlose Story über Ansprüche, Groll und späte Rache.

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Wenn Rache keine Grenzen mehr kennt

Ich habe den Klappentext gelesen und wusste, das Buch muss ich unbedingt lesen. Das eigene Leben als Netflixshow? Wie muss man sich dabei fühlen? Eine wirklich ungewöhnliche Geschichte.

Ich weiß gar nicht so richtig, was ich erwartet hatte. Aber bekommen habe ich einen psychologischen Roman. Und genau das hat mir gut gefallen.

Als erstes begleiten wir Kate. Ihr Ehemann verstirbt recht plötzlich und mitten in der Trauer entdeckt sie in einer Netflix Serie plötzlich sehr persönliche Details aus ihrer Ehe. Für sie beginnt damit ein Albtraum. Schnell richtet sich ihr Verdacht gegen die junge Drehbuchautorin Phoebe. Was zunächst wie berechtigte Wut wirkt, entwickelt sich immer mehr zu einem gefährlichen Rachefeldzug. Später lesen wir dann auch Phoebes Sicht und als Leser ist man immer hin und hergerissen, wem man glaubt und wen man sympathisch findet.

Besonders spannend fand ich die Frage, wie weit man für Rache gehen darf. Ab wann werden aus nachvollziehbaren Gefühlen falsche Entscheidungen? Und darf man Menschen für Dinge bestrafen, für die sie vielleicht gar nichts können? Und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto schwieriger wird es, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden.

Bei beiden Frauen wusste ich oft nicht, mit wem ich sympathisiere. Für wen ich bin und wessen Sicht die “richtige” ist. Ich weiß es ehrlich gesagt auch jetzt noch nicht. Trotzdem wollte ich ihre Gedanken und Beweggründe verstehen. Ihre Ecken und Schattenseiten machen sie interessant und glaubwürdig. Durch die wechselnden Perspektiven konnte ich beide Seiten kennenlernen.

Der Schreibstil ist direkt, bissig und stellenweise herrlich trocken. Einige Wendungen haben mich wirklich überrascht und lange wusste ich nicht, wohin die Geschichte eigentlich führen wird. Vor allem rund um die Mitte, als ein neuer Schauplatz aufgemacht wurde und ich mich gefragt habe, wie das zusammenhängt.

Insgesamt ist das Buch für mich kein typischer Thriller, sondern eine kluge und stellenweise ziemlich böse Geschichte über Schuld, Rache und die Folgen unserer Entscheidungen.

ISBN: 978-3608967265
Autor: John Lanchester
Verlag: Klett Cotta
ET: 12.09.26
Umfang: 400 Seiten

4 stars
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Den Roman Das habe ich wegen dir getan von John Lanchester habe ich nun schon etwas länger ausgelesen. Es ist ein Roman, der bei mir noch lange nachhallen wird. Er startet angenehm. Die Eheleute Kate und Jack leben ihr Leben für sich angenehm und gut situiert. Kate fühlt sich glücklich und zufrieden. Dann stirbt Jack ganz plötzlich und Kates Leben gerät total aus allen Fugen als sie die Netflix Serie entdeckt, die ihrer Ehe und sogar den Sprüchen ihres verstorbenen Mannes gleicht, entdeckt. Sie forscht nach und trifft dabei auf Phoebe, jünger, dynamischer und rücksichtsloser als Kate. Das Buch ist unterteilt in fünf Teile, die jeweiligen Kapitel tragen die Überschriften von Kate und Phoebe und beide liefern sich ein regelrechtes Duell an Gemeinheiten. Ob ich eine der beiden Personen jemals als sympathisch bezeichnen würde? Wohl eher nicht, denn das Verhalten irritiert mich mehr als das ich es gut finde. Trotzdem hat John Lanchester es aber geschafft mich bis zum bitteren Ende an diesen Roman zu fesseln. Die Charaktere sind dermaßen gut gezeichnet, lebendig, ich hatte Bilder im Kopf. Er verarbeitet gekonnt heutige soziale Thematiken über die man eigentlich mehr reden sollte. Spannend ist es nicht, aber es ist trotz einigen ernsthaften Thematiken recht unterhaltsam. Meiner Generation sind viele Dinge hier fremd, aber ich bin da offen für Neues.

4 stars
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Man denkt, man weiß, was kommt – und liegt trotzdem falsch

Was für eine spannende und vor allem originelle Geschichte! Ich hatte wirklich großen Spaß beim Lesen, denn obwohl ich zwischendurch immer wieder dachte, ich hätte durchschaut, worauf alles hinausläuft, wurde ich doch regelmäßig eines Besseren belehrt. Die Wendungen haben mir richtig gut gefallen und genau dieses Gefühl, nie ganz sicher sein zu können, was als Nächstes passiert, hat für ordentlich Spannung gesorgt.

Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven: Kate und Phoebe. Dabei wechseln die Perspektiven nicht unbedingt regelmäßig, wodurch immer wieder größere Zeitsprünge entstehen. Besonders gut haben mir die Cliffhanger gefallen, die teilweise genau an den spannendsten Stellen beim Perspektivwechsel entstehen. Natürlich möchte man dann unbedingt weiterlesen, um endlich zu erfahren, wie es weitergeht.

Zwischendurch gibt es außerdem Ausschnitte aus der Serie, um die sich ein Teil der Geschichte dreht. Diese Einschübe haben bei mir tatsächlich dafür gesorgt, dass ich beim Lesen regelrecht die Luft angehalten habe. Gleichzeitig konnte ich mir kaum vorstellen, wie betrogen und verletzt Kate sich fühlen muss, wenn sie all das sieht.

Schon der Anfang hat mich direkt abgeholt. Es wird beschrieben, wie Paare ihre ganz eigene Sprache entwickeln – inklusive teilweise ziemlich fieser Spitznamen für Freunde. Und ich muss zugeben: Diese Art von Spitznamen kenne ich durchaus auch aus meinem eigenen Leben. 😄 Dadurch war mir Kate von Anfang an unglaublich sympathisch, weil ich mich in einigen Dingen direkt mit ihr identifizieren konnte.

Im Laufe der Geschichte hat sich meine Sicht auf Kate allerdings immer mal wieder verändert. Warum genau, verrate ich an dieser Stelle lieber nicht, denn gerade solche Entwicklungen sollte man bei diesem Buch meiner Meinung nach selbst entdecken.

Insgesamt hat mich das Buch mit seiner ungewöhnlichen Geschichte, den vielen Wendungen und der cleveren Erzählweise wirklich überzeugt. Ich hatte mehrfach das Gefühl, der Geschichte einen Schritt voraus zu sein – nur um kurz darauf festzustellen, dass ich eben doch nicht alles durchschaut hatte.

Für mich definitiv ein Buch, bei dem man sich auf nichts zu sicher verlassen sollte.

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Ein Roman über 2 Frauen, die sich in dieser Geschichte zu unserem Vergnügen ein Katz und Maus Spiel liefern. Das ist ein Lesevergnügen, intelligent konstruiert mit diversen Seitenhieben auf die Boomer Generation und den Millenials.
Abgründe tun sich auf, Verletzungen, Demütigungen, Betrug. Phoebe und Katejede auf ihre Weise agieren leidenschaftlich aber durchaus auch kalkulierend. Es macht irgendwie Spaß, vielleicht ist es auch ein bisschen voyeuristisch von uns Leser:innen dies mitzuerleben. Mir hat die Lektüre sehr gefallen und ich empfehle sie gerne weiter. Zwei interessante Frauen Typen, die man wenig in der Roman Welt findet. Die Moral am inde der Geschichte? Finde sie selbst heraus.

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Zum Inhalt:
Kate lebte mit ihrem Mann ein ganz normales Leben, bis ihr Mann unerwartet stirbt. In ihrer Trauer entdeckt sie eine Netflix Serie, in der sie sehr intime Details ihrer eigenen Ege entdeckt. Kate will natürlich wissen, wer da scheinbar versucht ihr Leben zu zerstören. Schnell hat sie die Drehbuchautorin Phoebe auf dem Plan und sinnt auf Rache.
Meine Meinung:
Was für ein ungewöhnliches Buch. Das eigene Leben plötzlich als Netflix Serie zu sehen, muss schon krass sein. Aber rechtfertigt das so eine Art von Rache und wie weit darf Rache eigentlich gehen. Meist hat man ja bei einem Buch einen der Charaktere, den man besser oder sympathischer findet. Hier war ich wirklich hin und her gerissen und konnte mich mit keinen so richtig anfreunden. Der Schreibstil war sehr direkt und flüssig geschrieben und sehr gut lesbar. Interessant waren auch die unterschiedlichen Sichtweisen der Personen, die es einem nicht gerade einfacher machten, herauszufinden wer eigentlich die Wahrheit auf seiner Seite hat. Insgesamt ein ungewöhnliches Buch, dass zudem Entwicklungen bietet, die man nicht unbedingt kommen sieht.
Fazit:
Hat was

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Rache ist süß...
...nur wer rächt hier eigentlich wen oder was? Lanchester erzählt seine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und wenn wir glauben, wir ahnen den Fortgang, überrascht er uns ganz lässig mit einem Plottwist. Wer ist also Täter, wer ist Opfer? Wer die abgründig bösartigen Bücher von Liz Nugent mag, kommt auch hier voll auf seine Kosten. Ich jedenfalls war begeistert!

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Dieser gesellschaftskritische Roman ist so bitter und witzig, voll schwartzem Humor und dennoch steckt viel Wahrheit darin.
Kate und Jack, ein Traumpaar, so dachte Kate zumindest. Nach dem Tod ihres Mannes Jack muss sie feststellen, dass ihre Ehe als Netlix Serie verfilmt wird/wurde und das mit großem Erfolg. Doch woher hat Phoebe, die Drehbuchautorin, ihre intimen Informationen?
Das Buch ist spannend, witzig und voller unvorhersehbarer Wendungen.

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Diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Weil sie zeigt, wie brutal Geschichten sein können nicht nur die, die wir leben, sondern auch die, die andere über uns erzählen. Dass Kate plötzlich merkt, dass ihre Ehe zur Vorlage einer Netflix-Serie geworden ist, trifft mich wie ein Schlag. Es ist dieser Moment, in dem das Private nicht nur öffentlich wird, sondern verzerrt, ausgeschlachtet, dramaturgisch zugespitzt. Ein Albtraum, der nicht aus Gewalt besteht, sondern aus Entblössung. Und genau darin liegt für mich die eigentliche Grausamkeit. Phoebe als junge, gefeierte Drehbuchautorin ist dabei eine Figur, die ich gleichzeitig bewundere und fürchte. Sie ist brillant, kompromisslos, am Puls der Zeit und doch bereit, Grenzen zu überschreiten, die man eigentlich nicht überschreiten darf. Dass sich zwischen ihr und Kate ein Duell entspinnt, wirkt für mich wie ein Spiegel unserer Gegenwart: Boomers gegen Millennials, Privileg gegen Ambition, Verletzung gegen Selbstverwirklichung. Zwei Frauen, die beide glauben, im Recht zu sein, und die beide nicht bereit sind, nachzugeben. Was mich besonders berührt, ist die Frage nach Macht. Wer darf erzählen? Wer besitzt eine Geschichte? Und was passiert, wenn jemand sie dir wegnimmt und neu schreibt? Lanchester zeigt das mit bitterem Humor, aber darunter liegt eine echte Verletzlichkeit. Kate verliert die Kontrolle über ihr Leben, Phoebe über ihr Glück und beide merken, dass Rache nie sauber ist. Für mich ist dieser Roman ein wilder, funkelnder Schlagabtausch, der zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Unterhaltung und Verletzung geworden ist.

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4 stars

Das habe ich wegen dir getan von John Lanchaster war mein erstes Buch des Autors. Die Geschichte handelt von Rache und dem Wunsch nach Vergeltung und hat in meinen Augen zu viele Längen.
Das Buch ist aus der Sicht von Kate und Phoebe geschrieben. Kate ist seit dreißig Jahren mit dem erfolgreichen Architekten Jack verheiratet. Die beiden haben sich während ihrer Studienzeit kennengelernt und sind perfekt aufeinander eingespielt. Nach Jacks plötzlichem Tod bricht für Kate eine Welt zusammen. Mitten in der Trauerphase wird sie auf eine Serie aufmerksam, die in aller Munde ist. Entsetzt stellt sie fest, dass das Ehepaar in der Serie auf geradezu unheimliche Weise ihr und Jack gleicht, es ist, als ob, jemand jedes zwischen ihnen gefallene Wort mitbekommen hätte.
Die Serie stammt von der jungen Drehbuchautorin Phoebe. Sie ist mit dem Lehrer Tony verheiratet. Phoebe rafft sich regelmäßig dazu auf, ihre Mutter zu besuchen, zu der sie ein sehr schlechtes Verhältnis hat. Die Mutter hatte sie und ihren Zwillingsbruder Tristan alleine großgezogen. Phoebe ist nicht gerade begeistert darüber, dass Tristan nach Australien ausgewandert und sie mit ihrer Mutter alleingelassen hatte. Was zu der Verbitterung der Mutter geführt hatte, erfahren wir im Verlauf der Handlung.
Die erste Hälfte des Buches konnte mich nicht fesseln, die zweite Hälfte hingegen, die mit zwei überraschenden Twists daherkommt, sowie die Auflösung haben mir gut gefallen.
Das habe ich wegen dir getan ist die Geschichte einer Tochter, die ihr Leben lang vergeblich um die Liebe ihrer Mutter gekämpft hatte. Aufgrund der Längen vergebe ich 3,5 Sterne.

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Verdammt packend geplottet

Dieses Buch hörte sich unfassbar spannend und vor allem auch mit seiner psychologischen Komponente super faszinierend an. Ich weiß gar nicht so genau, woran es lagt, aber die Story selbst hat mich völlig in ihren Bann geschlagen, obwohl ich weder die Figuren, noch den Schreibstil herausstechend fand. Aber der leicht anrüchige, voyeuristische Charakter der Story mit all seinen Wendungen ist schon sehr gelungen.

Die beiden Protagonistinnen kommen innerhalb der Geschichte nicht besonders gut weg. Und obwohl es keinen Sympathieträger gibt, sind die Figuren einfach so komplex, interessant und faszinierend, dass es mir leicht fiel, an der Story dranzubleiben. Die Geschichte hatte zwischenzeitlich schon ein paar Längen und ich hatte immer mal wieder das Gefühl, dass eigentlich nichts passiert, aber wie sich am Ende alles zusammensetzt war einfach fabelhaft.

Diese ganze Geschichte ist ein einziges Verwirrspiel aus Manipulation und Rache. Und damit faszinierend niederträchtig. Die Show selbst, die so zentrales Element ist, kommt eigentlich kaum zum Tragen. Nur wenige Sequenzen davon werden dem Leser präsentiert. Diese fand ich aber durchweg gelungen.
Vielmehr steht im Fokus was die zwei sehr gegensätzlichen Frauen bewegt und belastet. Bin ehrlich, nicht alles davon fand ich unbedingt interessant und relevant, aber das Gesamtbild der Geschichte stimmt.

Mir hats gefallen.

4 stars
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4 stars

John Lanchester ist ein Meister darin, die vermeintliche Normalität des bürgerlichen Lebens so lange zu befragen, bis unter ihrer gepflegten Oberfläche die Abgründe sichtbar werden. Auch in seinem neuen Roman „Das habe ich wegen dir getan“ beginnt alles mit einer Beziehung, die beneidenswert erscheint, und endet in einem Spiel, dessen Regeln von Kränkung, Eitelkeit und Rachsucht bestimmt werden. Was zunächst wie eine elegante Gesellschaftskomödie anmutet, entwickelt sich zu einer zunehmend finsteren Erkundung menschlicher Selbsttäuschung.
Kate und Jack Hittlestone führen eine glückliche, seit Jahrzehnten bewährte Ehe. Sie sind wohlhabend, kultiviert und mit jener beiläufigen Vertrautheit ausgestattet, die sich erst nach einem langen gemeinsamen Leben einstellt. Als Jack plötzlich stirbt, bleibt Kate mit ihrer Trauer und den Routinen eines vertraut gewordenen Alltags zurück. Eine erfolgreiche Netflix-Serie soll ihr ein wenig Zerstreuung verschaffen. Doch bald muss sie feststellen, dass die Handlung des Formats auf irritierende Weise ihrer eigenen Ehe gleicht. Intime Einzelheiten, private Eigenheiten und scheinbar nebensächliche Begebenheiten finden sich auf dem Bildschirm wieder. Wie kann eine junge Drehbuchautorin so viel über ihr Leben wissen? Und was hat Jack ihr möglicherweise verschwiegen?
Die Frau hinter der Serie heißt Phoebe Mull. Sie gehört einer anderen Generation an, bewegt sich souverän in der Welt der Streamingdienste und versteht es, mit Tabubrüchen Aufmerksamkeit zu erzeugen. Während Kate versucht, die Wahrheit hinter der medialen Aneignung ihrer Lebensgeschichte aufzudecken, gerät Phoebes eigenes Leben zunehmend aus dem Gleichgewicht. Aus der zunächst einseitig erscheinenden Konstellation entwickelt Lanchester ein Duell, in dem sich die Rollen von Opfer und Täterin immer wieder verschieben. Je mehr man über die beiden Frauen erfährt, desto schwieriger wird es, sich auf eine Seite zu schlagen.
Lanchesters besondere Stärke liegt dabei in seiner psychologischen Genauigkeit. Er interessiert sich nicht allein dafür, was seine Figuren tun, sondern vor allem dafür, wie sie sich ihre Handlungen erklären. Jede Kränkung kann zum moralischen Freibrief werden, jede Verletzung zum Argument für die eigene Vergeltung. Dass Menschen sich selbst gern als vernünftig und gerecht betrachten, während sie anderen mit erstaunlicher Rücksichtslosigkeit begegnen, ist eine der bitteren Erkenntnisse dieses Romans. Seine Figuren sind selten sympathisch, aber gerade deshalb von literarischem Interesse: Ihre Widersprüche, Eitelkeiten und blinden Flecken machen sie zu glaubwürdigen Bewohnern einer Gesellschaft, in der die eigene Perspektive nur allzu leicht für die Wahrheit gehalten wird.
Dabei verhandelt Lanchester weit mehr als einen privaten Konflikt. Es geht um die Frage, wem eine Lebensgeschichte gehört, sobald sie sich in ein öffentliches Produkt verwandeln lässt. Die Grenzen zwischen Intimität und Inszenierung, zwischen künstlerischer Freiheit und Voyeurismus werden zunehmend durchlässig. Was im wirklichen Leben als Vertrauensbruch gelten würde, kann im Unterhaltungsbetrieb zum Erfolg werden. Zugleich prallen unterschiedliche Vorstellungen von Privileg, Moral und persönlicher Freiheit aufeinander. Der Generationenkonflikt zwischen Kate und Phoebe liefert dafür den Stoff, ohne sich in einer bloßen Gegenüberstellung von älteren und jüngeren Lebensentwürfen zu erschöpfen.
Besonders reizvoll ist, wie der Autor seine Erzählung zwischen den Perspektiven der beiden Frauen organisiert. Was zunächst eindeutig scheint, erhält im Wechsel der Blickrichtungen neue Bedeutungen; vermeintliche Gewissheiten erweisen sich als Teil eines größeren, sorgfältig konstruierten Spiels. Lanchester besitzt einen trockenen, bisweilen rabenschwarzen Humor, der die Bosheit seiner Figuren nicht entschärft, sondern noch schärfer hervortreten lässt. Die Komik entsteht häufig gerade dort, wo Menschen mit größter Selbstverständlichkeit ihre eigene Niedertracht rechtfertigen. Dass der Roman dabei gelegentlich etwas ausführlich wird, fällt angesichts der Genauigkeit seiner Beobachtungen weniger ins Gewicht. Die gesellschaftlichen Exkurse gehören zu seinem Reiz, auch wenn sie den Fortgang der Handlung mitunter verlangsamen.
„Das habe ich wegen dir getan“ ist damit nicht einfach ein raffiniert gebauter Racheroman, sondern eine böse Satire auf die Selbstgerechtigkeit der Gegenwart. Lanchester zeigt, wie schnell aus dem Wunsch nach Aufklärung der Drang nach Vergeltung wird und wie verführerisch es ist, die Verantwortung für das eigene Handeln anderen zuzuschieben. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto dunkler wird ihr Ton, ohne dass der Autor die Freude am erzählerischen Spiel verliert. Am Ende bleibt die unangenehme Einsicht, dass die gefährlichsten Rechtfertigungen oft jene sind, die wir uns selbst erzählen. Ein kluger, unterhaltsamer und herrlich boshaft komponierter Roman, der seine Leser nicht nur mit überraschenden Wendungen bei Laune hält, sondern auch mit der Frage zurücklässt, wie viel Wahrheit in den Geschichten steckt, die wir über uns und andere verbreiten.

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