Vatertag
Roman
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Erscheinungstermin 15.08.2026 | Archivierungsdatum 17.09.2026
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Zum Inhalt
»Vaterbücher gibt es viele, und doch fügt Hans-Joachim Gögl etwas Neues hinzu, überraschend und betörend.« Ilija Trojanow
Wer lebt besser, schöner? Zeitlebens sind sich ein Vater und ein Sohn darüber nicht einig. Als der Vater stirbt, probiert der Sohn von nun an montags, mittwochs und freitags das Vaterleben aus. Dabei beginnt sich sein eigenes Leben zu verwandeln. Eine einzigartige Geschichte über Nähe und Fremdheit, so feinfühlig wie humorvoll erzählt.
Dieser Vater weiß ganz genau, wie man richtig lebt. Er ist der Meister des perfekt dosierten Mittelmaßes: lange Spaziergänge, frei verfügbare Zeit, Gelächter im Kreis der Kollegen. Das Leben seines Sohnes, der eine Designagentur leitet, missbilligt er. Zu fremdgesteuert, zu ehrgeizig, zu eilig. Der aber will die Welt nicht nur hinterfragen, sondern auch verbessern. Als der Vater stirbt, kommen dem Sohn Zweifel. Führt die Lebenskunst des Vaters vielleicht doch zu einem glücklicheren Leben? Er beschließt, es auszuprobieren, und schlüpft von nun an fünf Wochen lang in die Rolle seines Vaters. Hans-Joachim Gögl ist ein spielerisch leichter und tiefgründiger Debütroman gelungen.
»Vaterbücher gibt es viele, und doch fügt Hans-Joachim Gögl etwas Neues hinzu, überraschend und betörend.« Ilija Trojanow
Wer lebt besser, schöner? Zeitlebens...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783608967302 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 288 |
Links
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 3 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 861419
Leben zwischen Mittelmaß und Extremen;
Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und gut zu lesen. Es ist dem Autor gut gelungen, die noch frische Trauer und leichte Melancholie über verpasste, vergangene Momente mit dem Vater zu transportieren. Durch die Auseinandersetzung mit dem Leben des Vaters kommt der Erzähler ihm näher und nabelt sich gleichzeitig ab. Die Glaubenssätze und Rituale des Vaters bringen ihn näher an dessen Charakter ran und verändern sein Erleben und seine Reaktionen, was ich sehr interessant fand. Die erzählten Momente und Begegnungen sind gut ausgewählt und abwechslungsreich, trotzdem fand ich die wiederkehrenden Mottos manchmal langatmig. Ich habe das Buch gerne gelesen, ab und an habe ich aber eine Pause gebraucht. Ich hätte gerne noch Tiefergehendes und Emotionales über den Vater erfahren, etwas aus seiner Perspektive. Das wäre ein guter Gegensatz zum Sohn gewesen, von dem man viel mitbekommt. Mir hat das Erzählmotiv grundsätzlich gut gefallen, es handelt sich um ein leises, lesenswertes Buch.
Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er behandelt ein interessantes Thema, das hier auch spannend umgesetzt wurde. Der Schreibstil ist dabei angenehm und unterhaltsam und auch das Cover spiegelt den Inhalt sehr gut wider. Die Figuren sind interessant angelegt und man kann sich gut mit ihnen identifizieren. Gleichzeitig regt das Buch zum Nachdenken an. Ich empfehle es deshalb sehr gerne weiter.
Margot S, Bibliothekar*in
Was bleibt, wenn der eigene Vater stirbt? Die Erinnerungen an gemeinsame Leidenschaften (wie das Bowling), an gemeinsame Rituale (wie das samstägliche Mittagessen im Kreis der Familie), an einen gemeinsamen Ort (wie das alte Haus mit den Mostbirnbäumen)? Oder sind es vielmehr die Erinnerungen an verpasste Chancen, an fehlende Bereitschaft sich wirklich zuzuhören, zu verstehen?
Der Leiter einer Designagentur lebt ein Leben, das in krassem Gegensatz zu jenem seines Vaters steht: Hier die Überholspur, der Erfolg, der Blick nach vorn, das soziale Engagement, das reflektierte Hineinspüren ins eigene Innere – dort die gemütliche Langsamkeit, das unambitionierte Mittelmaß, die Freude am Dazu-Gehören und Dabei-Sein, das ruhige Leben entsprechend sozialen Konventionen.
Richtig verstanden haben sich die beiden nicht – oder zumindest nicht beim Sprechen, eher beim Tun. Daher kommt dem Sohn auch die ungewöhnliche Idee, im Tun sich dem „Vaterleben“ und dessen Werten anzunähern. Drei Tage pro Woche will er nach den drei Vater-Regeln leben: Sich nicht an die Vergangenheit erinnern, langsam gehen, Zeit im Kollegenkreis zu verbringen.
Kann er auf diese Weise herausfinden, ob vielleicht die Lebensweise des Vaters zu mehr Glück und Zufriedenheit führt?
Ein inspirierendes Buch, warmherzig, liebevoll, versöhnlich, zum Nachdenken anregend – und zum Glück ziemlich unpathetisch und mit Figuren voller Ecken und Kanten.