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Zorn der Verlierer
Ein Fall für Kostas Charitos
von Petros Markaris
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Erscheinungstermin 22.07.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
An der Universität von Athen geraten die Geisteswissenschaften immer mehr unter Druck, Technik- und Wirtschaftsfächer hingegen werden gefördert. Viele Studierende wehren sich rabiat gegen diese Politik. Als ein Mathematikprofessor tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht sogleich auf die jungen Aufrührer. Kostas Charitos und Antigoni Ferleki gehen der Spur nach, doch verirren sie sich bald im Labyrinth der griechischen Bildungsstätten.
An der Universität von Athen geraten die Geisteswissenschaften immer mehr unter Druck, Technik- und Wirtschaftsfächer hingegen werden gefördert. Viele Studierende wehren sich rabiat gegen diese...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783257073799 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Anita S, Buchhändler*in
Spannend bis zur letzten Seite wie alle Krimis von Markaris!
Bei den kulinarischen Ausschweifungen wird man hungrig und möchte sofort nach Athen reisen.
Kosta ist mir mit seiner knurrligen und weisen Art schon lange ans Herz gewachsen.
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1171222
Petros Markaris ist ein sicherer Wert und seine Krimis immer lesenswert. Hier wird mit der Arbeitslosigkeit ein aktuelles Thema behandelt.
Regina S, Buchhändler*in
Wie immer ist auch dieses Buch erfrischend realistisch und braucht keine grauenhaften Verstümmelungen oder andere Schockmomente. Kostas Charitos und seine Familie sind symphatisch normal, die Täter auch. Trotzdem oder gerade deshalb fesselt der Krimi von der ersten Seite an.
Laura B, Buchhändler*in
Petros Markaris’ Verschwörung ist ein scharfsinniges, knappes Porträt einer Gesellschaft im Spannungsfeld von Leistungsdruck und sozialen Brüchen. Im Zentrum steht der „Zorn der Verlierer“: Jugendliche und Erwachsene, die in einer Konkurrenzgesellschaft abgehängt werden, bringen ihre Wut in gefährlich stillen Formen zum Ausdruck. Mobbing am Gymnasium wird als symptomatisch für ein System gezeigt, das hohe Leistungsanforderungen an Jugendliche hat, während die Gegenüberstellung von Wirtschafts- und Geisteswissenschaften die soziale Wertigkeit von Bildung und die daraus entstehenden Rivalitäten beleuchtet. Markaris entwirrt einen gordischen Knoten aus persönlichen Ängsten, institutionellem Druck und struktureller Ungerechtigkeit und macht deutlich, wie sozialpolitisch aktuell diese Themen sind. Die Darstellung von Druck und Unzufriedenheit an den Schulen liest sich wie ein Kommentar auf unsere Wettbewerbs- und Hassgesellschaft: Lehrende, Eltern und Schüler stehen unter permanentem Bewertungszwang, der Empathie erstickt und Konflikte eskalieren lässt. Stilistisch präzise und beobachtungsscharf, liefert das Buch eine beklemmende, aber notwendige Analyse der modernen Bildungs- und Gesellschaftsordnung.
Rezensent*in 861419
Interessanter, sozialkritischer Fall mit kleinen Schwächen;
Vor vielen Jahren haben ich einige der ersten Fälle von Kostas Charitos gelesen, die ich außergewöhnlich fand und bin vor Kurzem wieder in die Reihe eingestiegen. Kostas Entwicklung auf der Karriereleiter ist realistisch und so bekommt man durch ihn in seiner aktuellen Funktion eine übergeordnete, manchmal auch oberflächliche, Perspektive eines Behördenleiters zu sehen, was eine schöne, glaubhafte Abwechslung ist. Da er gerne vor Ort ist und teilweise selbst ermittelt, wird die Aufklärung vielseitig dargestellt. Der Fall ist ungewöhnlich und mir hat sehr gut gefallen, dass die Motive der Täter typisch für das Setting in Griechenland sind und sich nicht einfach auf jedes beliebige Land übertragen lassen. Kostas Familienverbundenheit transportiert einen typisch griechischen Charme, war mir aber teilweise etwas zu viel. So häufen sich Informationen über Besprechungen, Staus und Mahlzeiten und die vielen Wiederholungen wären nicht nötig gewesen. Die Dialoge wirken manchmal etwas hölzern, so dass ich für dieses kleinen Kritikpunkte einen Stern abziehe.
Marion S, Journalist*in
Ein Dozent der Athener Wirtschaftsuniversität wurde in seinem Büro ermordet und kurz darauf auch noch ein hoher Ministerialbeamter, der mit einer Bildungsreform befasst war. Verlautbarungen der Täter weisen darauf hin, dass die Taten sich auf die Rivalität zwischen den neuerdings modernen Studiengängen der Wirtschaftswissenschaften und den traditionellen Geisteswissenschaften beziehen. Kosta Charitos hat sich an seine neue Rolle als Leitender Kriminaldirektor für die Region Attika gewöhnt. Die Zusammenarbeit mit der neuen Chefin der Mordkommission Antigoni Ferleki und dem gesamten Team läuft reibungslos. Wenn nicht nur immer wieder der Minister zum lästigen Rapport rufen würde!
Wie immer bei Markaris lernt man neben der eigentlichen Krimihandlung einiges über den Zustand der griechischen Gesellschaft. Es wird der Verfall der klassischen Bildungsideale beklagt zugunsten von kurzfristigem Profitstreben. Nette Unterhaltung mit alten Bekannten. Gerne empfohlen!
Maria H, Rezensent*in
"Zorn der Verlierer" ist ein interessant geschriebener sozialkritischer Krimi vom Autor Petros Markaris. Der Fall ist interessant und unterhaltsam und hat mir sehr gut gefallen. Die Kulisse Griechenland kam gut rüber, allerdings waren doch einige Dinge, die sich gehäuft haben und zu oft wiederholt wurden. Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt.
Ich habe schon ein Buch des Autors gelesen und bin auch diesmal sehr begeistert.
Die Charaktere sind für mich sehr nachvollziehbar. Gerade die langsame Ermittlung und der ständige politische Druck machen die Geschichte realistisch.
Der Text ist mehr als ein Krimi. Es ist ein Roman über das Leben im heutigen Griechenland.
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Grit Poppe
Belletristik, Krimis, Thriller, Mystery, Körper, Geist & Gesundheit