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Buchcover für Mittelberge

Mittelberge

roman

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Erscheinungstermin 15.05.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Mittelberge erzählt in poetischer Prosa die Lebensgeschichte der eigensinnigen Sophie. Ihre Kindheit ist geprägt von Armut und der Nähe zur Natur in einem oberfränkischen Dorf ab den 1930er Jahren. Hier kennt jeder jeden und die Erwartungen und Gedanken müssen nicht laut ausgesprochen werden, um für jedermann hörbar zu sein. Kerstin Specht zeichnet mit Sprachwitz und hintergründigem Humor das Panorama einer wundersamen Welt. „Ein Sog. Irgendwann lässt einen so viel Armut, Stärke, Schicksal, Tapferkeit, Geschichte, Versuch von Liebe, unbekanntes Landleben gar nicht mehr los.“ Elke Heidenreich

Mittelberge erzählt in poetischer Prosa die Lebensgeschichte der eigensinnigen Sophie. Ihre Kindheit ist geprägt von Armut und der Nähe zur Natur in einem oberfränkischen Dorf ab den 1930er Jahren...


Eine Anmerkung des Verlags

Wir freuen uns sehr auf Ihre Rezension.

Wenn Sie Interesse an einer Veranstaltung mit der Autorin haben, kontaktieren Sie uns gerne unter info@stroux-edition.de.

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Vorab-Besprechungen

Als Bühnenautorin zählt Kerstin Specht zu den Bekanntesten ihres Fachs – ihre Werke gelten als typische Vertreter des neuen kritischen Volksstücks in der Tradition von Horváth, Fleißer, Fassbinder und Kroetz. Nun legt die vielfach ausgezeichnete Autorin ihren ersten Roman vor: „Mittelberge“ löst mit seiner klaren und zugleich poetischen Sprache tatsächlich einen Lesesog aus, wie auch Elke Heidenreich meint.

Mittelberge erzählt in poetischer Prosa die Lebensgeschichte der eigensinnigen Sophie. Ihre Kindheit ist geprägt von Armut und der Nähe zur Natur in einem oberfränkischen Dorf der 1930er Jahre. Hier kennt jeder jeden und die Erwartungen und Gedanken müssen nicht laut ausgesprochen werden, um für jedermann hörbar zu sein. Kerstin Specht zeichnet mit Sprachwitz und hintergründigem Humor das Panorama einer wundersamen Welt von kleinen Leuten.

Der Roman erscheint am 15. Mai in der STROUX edition. Die Buchpremiere mit Kerstin Specht findet am 19. Juni im Literaturhaus München statt, es moderiert Dr. Fridolin Schley. (Birgit Böllinger, Büro für Text und Literatur

Als Bühnenautorin zählt Kerstin Specht zu den Bekanntesten ihres Fachs – ihre Werke gelten als typische Vertreter des neuen kritischen Volksstücks in der Tradition von Horváth, Fleißer, Fassbinder...


Marketing-Plan

Am Freitag, den 19. Juni findet "Ein Abend mit Kerstin Specht" im Literaturhaus München statt. Die Autorin wird bei dieser Gelegenheit einen Einblick in ihr Romandebüt geben. Mehr dazu unter literaturhaus-muenchen.de

Am Freitag, den 19. Juni findet "Ein Abend mit Kerstin Specht" im Literaturhaus München statt. Die Autorin wird bei dieser Gelegenheit einen Einblick in ihr Romandebüt geben. Mehr dazu unter...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783948065508
PREIS 26,00 € (EUR)
SEITEN 244

Auf NetGalley verfügbar

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Download (EPUB)

Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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4 stars

Ein Roman, der mit einer sehr einfachen, kargen Sprache ungewohnt spracharm startet. Nüchtern, mit Dialekten und alten Begriffen der armen Bevölkerung vor knapp hundert Jahren, muss man sich zunächst in diese Geschichte hineinfühlen. Das fiel mir anfangs nicht leicht, aber schnell wurde klar, wie gut diese wortarme Sprache zu den Menschen passt, die in großer Armit und Einfachheit leben.

Bes und Vetter leben zusammen in einem Haus. Sie verdingen sich als Waldarbeiter und Waldarbeiterin. Im ersten Krieg erlitten sie Verluste. Dies wird nüchtern erzählt, dass es fast gefühlsarm wirkt und dennoch steckt so viel Verlustgefühl und Kummer in den wenigen Worten. Mattis und Sina kommen hinzu und bald wird Sophie geboren, die wir dann länger begleiten.

Die karge Sprache entwickelt schnell einen Sog hinein in die Geschichten der Menschen, die wenig zum Freuen, wenig Bildung, aber viel Arbeit, Sorgen und Not erleben. Obwohl die Geschehnisse nur kurz, aber aussagestark, erzählt werden, entfaltet sich schnell ein umfassendes Bild von der Dorfgemeinschaft, von der Kriegs-und Nachkriegszeit, vom Aufwachsen in dieser Zeit. Das bewegt, lässt mitfühlen.

Die reduzierte Sprache, die so viel zu bieten hat und so viel ausdrückt, hat mich stark beeindruckt. Diese Erzählweise ist ungewöhnlich, andersartiger als alles, was ich bisher las. Und ich glaube, dies hätte nicht zu jeder Geschichte gepasst. Aber hier ist es perfekt.
Sicher kein Buch für jeder, aber wer sich darauf einlassen kann, bekommt etwas ganz besonderes geboten.

Vielen Dank an NetGalley und STROUX Edition für die Bereitstellung des eBooks. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Sophie wird in den 30 er Jahren in einem oberfränkischen Dorf geboren . In kurzen Kapiteln erfährt man über ihre Familie, dann für sie relevante Ereignisse ihres Lebens. In teils sarkastischer,teils humorvoller Sprache, meist eine karge Prosa, manchmal aber auch bildhaften Szenen erlebt man realistisch Krieg, Not, Liebe und Leid mit. Mich haben Inhalt und Darstellung beeindruckt

5 stars
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4 stars

Mittelberge von Kerstin Specht
Verlag : STROUXedition
„Der Krieg ist ein Besen. Er hat Leute auseinander- und zusammengekehrt.“
Ein Leben auf dem Berg. 1930. Armut, harte Arbeit und eine Familie, die mit dem auskommen muss, was die Natur hergibt.
Jeder muss mit anpacken. Es wird gedroschen, geschlagen, geschlachtet, repariert und gespart. Nicht, weil es besonders schön ist, sondern weil es zum Leben gehört.
Vetter ist Waldarbeiter. Ein schwieriger Geselle, geprägt von der Armut, die schon sein eigenes Leben bestimmt hat. Bes arbeitet ebenfalls im Wald. Sie ist gütig, naturverbunden und lebt allein. Als ihr Neffe Mattis zu ihr auf den Hof kommt, soll er eines Tages ihr Erbe werden.
Dann kommt Sina.
Mit ihr kommt Leben auf den Hof. Sie kann kochen und backen, bekommt einen Sohn. Doch ein großes Unglück verändert alles. Die Trauer zieht den Berg hinauf und legt sich über das Haus.
Bis Sophie geboren wird.
Dieses Mädchen hat mich ganz besonders berührt. Sie sieht die Welt mit ihren eigenen Augen. Sie fragt Dinge, die Erwachsene längst nicht mehr fragen. Und manchmal steckt in ihren einfachen Sätzen eine Wahrheit, die viel größer ist.
Als ein Dorfbewohner sich am höchsten Balken erhängt, versteht Sophie:
„…., das ist ein schwerer Mut, so was zu tun.“
Und als sie von Bes aus Grimms Märchen hört, fragt sie:
„Wenn die Leute nicht sterben würden, dann gäbs ja zuviel auf der Welt. Wo sollten die denn hin?“
Ich mochte diese kindliche Sicht auf die Welt sehr. Sophie nimmt wahr, ohne alles schon einordnen zu können. Und gerade dadurch wird vieles umso eindringlicher.
Da ist auch dieser schwarze Kasten, aus dem die körperlose Stimme des Führers kommt. Sophie ist fasziniert davon. Sie möchte ebenfalls einen Volksempfänger, schließlich soll jedes Haus einen bekommen.
Doch bei ihrer Mutter kommen weder der Führer noch Musik ins Haus.
Der Krieg kommt trotzdem.
Die Mutter gibt während des Krieges jedem zu essen, der kommt. Dreschen, Schlagen und Schlachten gehören zum Leben auf dem Hof und auch Sophie muss das irgendwann lernen.
Dann holt der Führer die Kinder nach Kärnten und ins Jagdschloss. Auch Sophie.
„Schön ist nicht schön, aber schöne Taten sind schön.“
Sophie kehrt zurück. Aber der Krieg geht weiter. Männer fallen. Die Familie sitzt im Keller, während draußen die Granaten einschlagen. Dann sind die GIs im Dorf. Menschen kommen zurück. Flüchtlinge bringen neue Bräuche mit. Und langsam beginnt sich das Leben wieder zu sortieren.
Dabei bleibt dieser Berg immer da.
Als Ort der Arbeit. Der Armut. Der Natur.
Kerstin Specht erzählt in kurzen, prägnanten Kapiteln ein ganzes Leben. Von Menschen, die mit wenig auskommen müssen. Von Gewalt und Krieg, von Liebe und Verlust, von harter Arbeit und dem engen Verhältnis zur Natur.
Und mittendrin Sophie.
Ich habe sie beim Lesen ein Stück begleitet und dabei immer wieder über ihre Gedanken und ihre Art, die Welt zu betrachten, nachgedacht. Aus dem kleinen Mädchen wird eine junge Frau, nicht unbeschadet, aber stark.
Die Sprache hat mir dabei besonders gefallen - poetisch, klar und trotzdem ganz nah an den Menschen. Nichts wirkt unnötig groß gemacht. Gerade die kleinen Beobachtungen bleiben hängen.
Und vielleicht ist es genau das, was Mittelberge für mich so besonders macht:
Es erzählt nicht von einer großen, fernen Weltgeschichte.
Es erzählt davon, wie sich große Geschichte im Leben ganz gewöhnlicher Menschen festsetzt.
Ein schönes Debüt der Autorin, welche bereits seit Jahren Theaterstücke schreibt.
Wörtliche Zitate sind aus dem Buch entnommen und in Anführungszeichen gesetzt.

4 stars
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