Unerwünschte Töchter
Ungekürzte Lesung (nur digital erhältlich)
mit Simone Kabst (Sprecher*in)
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Erscheinungstermin 28.05.2026 | Archivierungsdatum 28.06.2026
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Zum Inhalt
Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit. Sie stammen aus dem Bildungsbürgertum Dresdens, die Männer und Väter fallen in den Weltkriegen.
Zum schlimmsten Zerwürfnis kommt es nach der Übersiedlung in den Westen, als die hochintelligente, labile Enkelin Monika in den Sechzigerjahren gegen alle Widerstände ein uneheliches schwarzes Kind zur Welt bringen will.
Die Autorin selbst ist dieses Kind. Menschlich, eindringlich und mitreißend macht Miriam Carbe ein ganzes Jahrhundert erlebbar.
Ein großer Roman über das, was wir alle von Generation zu Generation weitergeben. Episch und epochal – ein Meisterwerk.
Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit. Sie stammen aus dem...
Marketing-Plan
Episch und epochal: Vier starke Frauen aus vier Generationen
Die Geschichte des weißen Bürgertums, erzählt von einer schwarzen Tochter
Episch und epochal: Vier starke Frauen aus vier Generationen
Die Geschichte des weißen Bürgertums, erzählt von einer schwarzen Tochter
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hörbuch, Ungekürzt |
| ISBN | 9783742441355 |
| PREIS | 34,95 € (EUR) |
| DAUER | 16 Stunden, 40 Minuten |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Marianne B, Buchhändler*in
Das Buch ist fantastisch von den vier Frauen,, dass Grau carbe geschrieben hat. Sie schreibt wunderbar und man muss einfach weiterlesen. Das Hörbuch ist auch wunderbar gesprochen, so dass es eine wahre Freude ist, dieses Hörbuch zu hören.
Bibliothekar*in 1036346
Unerwünschte Töchter ist ein spanennder Familienroman, der sich über vier Generationen Frauen erstreckt. Die Handlung beginnt 1912, als die Urgroßmutter Margarethe in Dresden eine Schrank fertigen läßt. In diesem Schrank werden über Generationen Erinnerungsstücke, Notiz- und Tagebücher der Familie aufbewahrt. Das älteste Schriftstück ist von 1908. Mariam erbt 2021 nach dem Tod ihrer Mutter den Schrank und damit auch alle Erinnerungsstücke. Sie beschließt, daraus ein Buch zu schreiben.
Ich fand das Leben der vier Frauen in den unterschiedlichen Zeiten interessant. Mein erfährt viel über das Dresdner Großbürgertum, die Zeit während des Krieges, die frühe DDR. Es wird deutlich, wie sich in jeder Generation die Konventionen und Moralvorstellungen ändern. Schade, dass alle Frauen einen Namen mit M haben und sogar ihre Freundinen auch mit M beginnen. So hatte ich zwischendurch Probleme, die Personen zu unterscheiden, weil nicht immer chronologisch erzählt wird.
Ein Jahrhundert Familiengeschichte in Dresden aus der Sicht der Frauen erzählt, wo man gerne jeder Frau einen eigenen Band geben könnte.
M wie Mutter
Der Titel lässt einen unguten Verlauf der Geschichte vermuten, aber ganz so negativ, wie es scheint, ist das Leben der Mütter und der Töchter nicht. Alle sind ein Kind ihrer Zeit. Und diese Zeit umfasst der Roman von Miriam Carbe auf sehr unterhaltsame Weise.
Die Autorin hat ein großes, wirklich beneidenswertes Glück erfahren, sie erbte einen Schrank voller Tagebücher und anderer Aufzeichnungen von allen Ms vor ihr, die bieten eine unheimliche, ja unübersehbare Fülle an Details, aus denen dieser Roman entstand.
Die erste Mutter ist „die Mutti“, etwas häufig und überbetont erscheint sie in der ersten Hälfte des Romans, sehr ausdauernd beschrieben, sie heißt Margarethe und wurde Ende des 19. Jh. geboren, später verheiratete Frau Grundmann und in sehr respektabler Lage und Gesellschaft. Die Villa Parzifal in Dresden bleibt nach dem Ersten Weltkrieg nur eine schöne, aber nie wiederkehrende Erinnerung. Der gesellschaftliche Abstieg ist nicht zu verhindern, ihre Tochter Marianne, geboren am Vorabend des Ersten Weltkriegs, wird auch das M im Vornamen tragen, weil ja Frauen ansonsten nichts behalten nach der Ehe, nicht mal den Familiennamen, auch wenn er noch so erhaben ist. Marianne wächst im Deutschland der Veränderungen auf, als 1933 Hitler an die Macht kommt, ist sie 19 Jahre alt. Später arbeitet sie bei der Wehrmacht als Sekretärin, lernt den Staatsanwalt und Offizier Alfred Carbe kennen, mit dem sie eine sich immer wieder verändernde Beziehung eingeht, aus der ein „unerwünschtes“ Töchterchen Monika hervorgeht. Mit mehr Glück als Verstand wird das Kind noch zu einem ehelichen gemacht, der Vater fiel „vor der geplanten Heirat“ in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges. Dieses Mädchen hat eine schwierige Kindheit, Umzüge, Schulwechsel, eine Mutter mit Gefühlsschwankungen, beide gelangen aus dem Osten in den Westen, leben dann aber lange in Herford, an diese Zeit erinnert sich Monika in der zweiten Hälfte des Buches. Von Kindermund tut Wahrheit kund bis Pubertät und Tanzstunde vergeht die Zeit. Monika ist ein Ausnahmetalent, wenn es um Sprache und Literatur geht. Sie bemerkt ihre Neigung und kommt irgendwann mit Marx in Berührung. Trotzdem sie sich als zu dick und zu unattraktiv empfindet, hat sie Selbstbewusstsein und Humor. Leider auch die Anlage zu psychischen Erkrankungen. Das macht das Leben nicht gerade leichter.
Die Autorin erzählt sehr unbefangen von ihrer Mutter Monika, denn Miriam ist das vierte M im Buch, zumindest was die Ahnenreihe anbelangt. Freundinnen von Monika heißen zu allem Überfluss Mareile und Marion. Kann Zufall sein, ist aber irgendwie sehr auffällig.
Da es schon in der Verlagsankündigung steht, verrate ich kein Geheimnis, Monika wird von einem afrikanischen Studenten schwanger und Miriam ist von allen Töchtern wohl die unerwünschteste. Die Urgroßmutter verweigert sich ihr und auch der Rest der Familie tut sich schwer, ein schwarzes Kind in seinen Reihen zu haben. Miriam Carbe schreibt sich all diese Ereignisse, den Frust und auch tragi-komische Erlebnisse von der Seele. Die gefundenen Tagebücher helfen ihr dabei, aber das Buch ist auch ihre eigene Abrechnung mit der Vergangenheit. Ob es gut ist, so viel Persönliches, Intimes über die eigene Mutter, die eigene Familie preiszugeben, das weiß ich nicht. Mir war es etwas zu heftig.
Wäre dieser Roman etwas gestraffter, wären manche Szenen gekürzt oder gar nicht beschrieben worden, hätte er mir noch besser gefallen. 576 Seiten sind einfach etwas zu viel des Guten. Der Stil ist nicht sehr poetisch, er passt sich eher dem lakonischen Stil von Tagebucheinträgen an, daran ändert die Liebe zu Goethe auch nichts.
Ich habe das Hörbuch sehr gern gehört – Simone Kabst liest mit viel Gefühl - und den Roman als E-Book gelesen, beides ist gut, ändert aber an der Länge nichts, auch über 16 Stunden Zuhören waren mir am Schluss zu viel.
Fazit: ein Roman, der anhand einer ganzen Vorfahrinnenreihe nicht nur Familiengeschichte erzählt, sondern auch die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das schafft Miriam Carbe auf beeindruckende Weise.
Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.
Ingrid F, Buchhändler*in
Eine Familiengeschichte der Autorin. Abwechselnd erzählen die Generation ihre Geschichte, die nicht nur durch die Kriege, turbulent war. Am Anfang fand ich es etwas langatmig bis ich mich dann an den Stil gewöhnt habe, manchmal hab ich auch die Generationen etwas durcheinander gebracht. Das Audiobook ist aber großartig von Simone Kabst erzählt, voller Emotionen (Goethe Zitate, wunderbar rezitiert) eine absolute Empfehlung für diese Geschichte.
Renate S, Rezensent*in
Miriam Carbe lässt uns an der Lebensgeschichte ihrer Urgroßmutter, Großmutter und Mutter teilhaben. Außer den Familienbanden verbindet sie ein Kasten, der jeden Umzug mitmacht. Dieser symbolisiert Gemeinsames,aber auch die unterschiedlichen Lebensträume. Alle aber sind stark und haben eine Tochter die sie allein aufziehen. Sehr gut wird auch die Zeit des Nationalsozialismus dargestellt sowie die gesellschaftlichen Erwartungen. Lediglich Monikas Jugend ist für mich zu langatmig. Sehr gut gefällt mir auch die Sprecherin und das Cover
Anja N, Buchhändler*in
Dresden Anfang 1900 bis heute. Vier Frauen - Margarethe, Marianne, Monika, Miriam - Vier Generationen eine Stadt und der Wandel der Zeit. All die Eindrücke, Erlebnisse und Erinnerungen der ersten Dreien festgehalten in Heften, aufbewahrt in einem Schrank und schließlich von Miriam im Roman ihrer Familie vereint. Schon erstaunlich, dass alle Frauen so fleißige Tagebuchschreiberinnen waren und vor allem, dass alles erhalten blieb.
Zerwürfnisse, nicht Willkommensein und viele Hindernisse mehr muss jede für sich überwinden.
Einfühlsam und spannend erzählt.
Eine sehr lesenswerter Generationenroman.
Der Hörbuchfassung bin ich sehr gerne gefolgt - Stimne und Betonung haben für mich sehr überzeugt.
Manuela S, Buchhändler*in
Eindrucksvoller Bogen wird über fast 100 Jahre Familie und insbesondere Frauenleben gespannt. Beim Hören kann einfach eingetaucht werden und viele Konstruktionen in Familie und Gesellschaft nachgefühlt werden.
Buchhändler*in 715745
Miriam Carbe erzählt eine Familiengeschichte über vier Generationen, in denen die Schicksale von Margarete, Marianne, Monika und Miriam eine große Rolle spielen. Das Schicksal dieser Frauen ist eng verbunden mit der geschichtlichen Entwicklung in Deutschland im 20. Jahrhundert. Es ist ein autobiografischer und auto-fiktionaler Roman, ein sehr persönlicher Roman, denn Miriam Carbe selbst ist die jüngste dieser vier Frauen. Die Geschichte wird von Miriam als Erzählerin erzählt und sie bezieht sich dabei auf hinterlassene Tagebücher ihrer Urgroßmutter, Großmutter und Mutter. Es ist der Autorin gelungen, sehr persönliche Momente zu schildern, die oft im Zusammenhang mit politischen Entwicklungen standen. Die Frauen bekamen ihre Kinder zu sehr ungünstigen Zeitpunkten und in den zwei Weltkriegen fielen Männern und Brüder. Das Buch ist sehr spannend geschrieben, es hat mich sehr gepackt. Die Sprecherin Simone Kabst hat mir sehr gefallen. Sie hat ihre Stimme auf diese verschiedenen Frauencharaktere abgestimmt. Sie hat eine sehr angenehme, ruhige Stimme. Emotionen hat sie sehr gut mit ihrer Stimme rübergebracht. Es gab viele schwierige Situationen bei den Frauen, zum Beispiel Miriams Mutter wurde als Studentin schwanger und dazu noch von einem Nigerianer. Die gesellschaftlichen Zwänge, denen sich die Frauen in ihrem Schicksal ausgeliefert fühlen, wurden sehr gut dargestellt. Ängste aber auch Freude wurden stimmlich sehr gut nachvollziehbar gesprochen. Für mich war das Lese-Tempo auch genau richtig. Die einzelnen Kapitel sprangen in den Zeiten, was eine Aufmerksamkeit erforderte, die Stimme hat durch die Betonung dieses erleichtert.
Dieses Buch ist ein sehr schöner Generationenroman, für Leser und Hörer, die auch schmerzhafte und problematische Situationen lieben. Die Sprecherin hat diese Gesichtspunkte sehr gut miteinander verwoben. Ich möchte dieses Buch empfehlen für alle, die tiefgründige Familiengeschichten und starke Frauen-Schicksale mögen.
Buchhändler*in 1823670
Vier Frauen, vier Generationen. In „Unerwünschte Töchter“ erzählt Miriam Carbe von ihrer Familiengeschichte.
Sie lässt uns an einem wertvollen Familienschatz teilhaben, der auf Tagebucheinträgen, Erinnerungen ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter beruht. Die vier Frauen – Margarete, Marianne, Monika und die Autorin selbst – nehmen uns mit auf eine Zeitreise und lassen die Vergangenheit wieder lebendig werden. Der Roman beleuchtet die verschiedenen Charaktere und die familiären Prägungen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, sehr intensiv.
Es ist eine sehr bewegende Geschichte, die durch Simone Kabst zu einem wunderschönen Hörerlebnis wird.
Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit. Sie stammen aus dem Bildungsbürgertum Dresdens, die Männer und Väter fallen in den Weltkriegen. Zum schlimmsten Zerwürfnis kommt es nach der Übersiedlung in den Westen, als die hochintelligente, labile Enkelin Monika in den Sechzigerjahren gegen alle Widerstände ein uneheliches schwarzes Kind zur Welt bringen will. Die Autorin selbst ist dieses Kind. Menschlich, eindringlich und mitreißend macht Miriam Carbe ein ganzes Jahrhundert erlebbar. Ein großer Roman über das, was wir alle von Generation zu Generation weitergeben. Episch und epochal
Zum Inhalt:
Vier Frauen aus vier Generationen, die sich lieben, sich weh tun, um Unabhängigkeit kämpfen. Die Männer und Väter fallen den Kriegen zum Opfer, aber richtig schlimm wird es erst nach der Übersiedlung in den Westen. Die zwar hochintelligente aber labile Monika bekommt in den sechziger Jahren ein uneheliches und zu dem auch noch schwarzes Kind zur Welt.
Meine Meinung:
Was ich besonders beeindruckend fand, dass die Autorin ihre eigene Familiengeschichte erzählt, das macht die Geschichte noch greifbarer, noch persönlicher. Ich hatte die Chance sowohl Buch als auch Hörbuch zu genießen und ich muss sagen, dass mir beide sehr gut gefallen haben. Ich fand es schön, die Frauen mit all ihren Schwierigkeiten durch die Jahrzehnte und vor allem die doch für die Frauen immer wieder völlig anderen Lebensumstände und politischen Verhältnissen. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte sehr authentisch die Verhältnisse zeigte, die Schwierigkeiten, aber auch die Freuden der Frauen.
Fazit:
Reise durch die Generationen
Buchhändler*in 1322261
Eine Familiengeschichte über vier Generationen. Mit „Unerwünschte Töchter“ verfasst Miriam Carbe die Geschichte der Frauen ihrer Familie. Maragarethe, Marianne, Monika und schließlich sie selbst, Marianne. Ein weiter Blick vom ausgehenden Kaiserreich bis in unsere Zeit, wunderbar dokumentiert, da alle Frauen minutiös Tagebuch führten, so dass man sich als Hörerin sehr nah an der Zeit fühlt. Die Töchter waren „unerwünscht“, da sie zur falschen Zeit (während des Krieges) , mit dem falschen Geschlecht (es ist ein Mädchen!) oder der falschen Hautfarbe geboren wurden und alle Frauen erziehen ihre Töchter weitestgehend allein. Ich mochte besonders die nachträglichen Einordnungen der Autorin, da sie die Linearität der erzählten Geschichte auflockern und eine neue Perspektive ins Spiel bringen.
Das Hörbuch ist ganz wunderbar von Simone Kabst gelesen und ich bedanke mich recht herzlich beim Audio Verlag für die Möglichkeit dieses interessante Buch zu hören.
Simone B, Buchhändler*in
Vier Frauen namens M......
Der Hanser Verlag überrascht mit einem umfangreichen Text, für mich DER Verlag für schlankere gehaltvolle Bücher. Mit literarischem Anspruch, entlang den historischen Entwicklungen ihrer Zeit, schildert die Autorin eine Familiengeschichte, mit autobiographischen Zügen, die Urenkelin, die auf den hinteren Seiten geboren wird, ist sie selbst. Die vier Frauen aus den vier Generationen sind eng miteinander, sie stehen sich bei, kämpfen zusammen gegen Widrigkeiten, streiten. Jede Generation steht anderen Konflikten gegenüber, hat andere Wünsche, Ideen und Ansprüche, ist von den Müttern und Vätern verschieden geprägt. Die Geschichte und die Stimme von Simone Kabst nahmen mich gefangen, ein rundes empfehlenswertes Hörerlebnis.
Steffi L, Buchhändler*in
Die Geschichte beginnt mit einem Kirschholzschrank, der 1912 in Dresden geschreinert wurde. Diesen erbt die Autorin Miriam Carbe und findet darin einige Tagebücher ihrer weiblichen Vorfahren und inspiriert sie zu diesem spannenden Roman, in dem sie die Vergangenheit der Frauen wieder aufleben lässt. Authentisch und gut erzählt, auch mit spannendem geschichtlichem Hintergrund. Die Sprecherin hat Ihre Sache gut gemacht.