Dem Himmel entgegen
Roman: Ein mitreißender Familiengeheimnisroman auf mehreren Zeitebenen um zwei Frauenschicksale
von Katja Maybach
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Erscheinungstermin 30.04.2026 | Archivierungsdatum 31.05.2026
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Zum Inhalt
Männer wollen sie auf den harten Boden der Tatsachen holen, doch ihr Leben spielt über den Wolken
Sie will die Freiheit kosten … Hamburg, 1963. Schon immer wünscht sich Isabelle Lambert, Pilotin zu sein – wie ihr Vater. Doch trotz bestandener Ausbildung darf sie nur Flugbegleiterin werden, denn Frauen ist dieser Beruf nicht erlaubt. Als es ihr gelingt, Eindruck auf den amerikanischen Piloten Julian David Kröger zu machen, verspricht er, sich für sie einzusetzen. Sie kann noch nicht ahnen, dass diese Begegnung viel mehr sein wird als ein glücklicher Zufall. Denn es besteht eine Verbindung zwischen Julian, ihrer Schwester Emanuelle, die als Modeschöpferin in Paris lebt, und ihrer Familie in Argentinien … Wird eine Reise dorthin den Schleier über Isabelles Vergangenheit lüften – oder Wahrheiten zutage fördern, die sie niemals erfahren wollte?
»Katja Maybach ist eine wunderbare Erzählerin.« Münstersche Zeitung
Männer wollen sie auf den harten Boden der Tatsachen holen, doch ihr Leben spielt über den Wolken
Sie will die Freiheit kosten … Hamburg, 1963. Schon immer wünscht sich Isabelle Lambert, Pilotin zu...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | E-Book |
| ISBN | 9783968984018 |
| PREIS | |
| SEITEN | 308 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 1111266
In ihrem neuen Roman „Dem Himmel entgegen“, nimmt uns Katja Maybach ins Jahr 1963. Eine Dekade, die man in ihren Büchern selten findet, denn meist spielen ihre Romane in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aber sie kann auch die Nachkriegszeit, wie sie mit diesem Roman ganz deutlich unter Beweis stellt, wobei es einige, wenige Rückblenden gibt. Isabelle ist dreißig Jahre jung und Flugbegleiterin bei der Lufthansa. Ihren Wohnsitz hat sie in Hamburg. Isabelle besitzt einen Pilotenschein und gerne würde sie selbst fliegen, doch dafür ist die Zeit im konservativen Deutschland noch nicht reif. Auch müssen Stewardessen ledig sein und so pflegt sie hin und wieder flüchtige Beziehungen. Ihre neunzehn Jahre ältere Schwester Emanuelle lebt in Paris und ist eine erfolgreiche Modeschöpferin, geschieden und kinderlos lebt sie nur für ihren Beruf. Ihre Mutter Heloise wohnt in München, der Vater Felix, ein ehemaliger Pilot der Lufthansa, ist vor zehn Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Vor Isabelles Geburt lebte die Familie in Berlin, doch mit Beginn der Naziherrschaft zogen Heloise und Felix nach Argentinien. Emanuelle blieb in Europa, denn es gab einen Streit mit den Eltern. Isabelle kam in Argentinien auf die Welt und sie und Emanuelle lernten sich erst kennen, als die Familie wieder nach Deutschland zog, da war Isabelle fünfzehn. Mittlerweile sehen sich Heloise, Emanuelle und Isabelle nur noch selten, doch als Isabelle durch Zufall den Piloten Julian David Kröger kennenlernt und Emanuelle davon erfährt, kehren schmerzliche Erinnerungen zurück und die Stunde der Wahrheit rückt näher. Auch wenn ich schon recht früh ahnte, welches Geheimnis es zu offenbaren gab, so hatte ich eine gute Lesezeit. Es ist ein kurzweiliger Roman, den man, einmal in die Hand genommen, nicht mehr weglegen möchte, bis die 308 Seiten durchgelesen sind. Einige Wendungen und Überraschungen hat die Autorin dann doch im Gepäck und ihr flüssiger und moderner Schreibstil ergänzt mit bildhaften Beschreibungen entlohnen für das vorhersehbare Ende. Zügig geht es durch die Handlung und sie bringt die Geschehnisse schnell auf den Punkt, an einigen Stellen hätte ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht. Das Buchcover finde ich sehr gelungen und ist stimmig mit dem Inhalt. Für die Fangemeinde von historischen Unterhaltungsromanen spreche ich gerne eine Leseempfehlung aus.
Ein Traum, der nicht loslässt
Gefühlvoll erzählt und bis zum Ende spannend.
Ein Wunsch zieht sich leise durch die ganze Geschichte. Der Wunsch, endlich frei zu sein und den eigenen Weg zu gehen.
Isabelle möchte fliegen. Nicht nur mitreisen, sondern selbst das Steuer in der Hand haben. Doch Anfang der sechziger Jahre ist das für Frauen nicht vorgesehen. Obwohl sie ihre Ausbildung schafft, bleibt ihr nur die Arbeit als Flugbegleiterin. Das fühlt sich beim Lesen oft ungerecht an und macht ihren Traum umso greifbarer.
Nach und nach rückt auch ihre Familie stärker in den Blick. Besonders Emanuelle, die sich in Paris ein eigenes Leben als Modeschöpferin aufgebaut hat. Zwischen den Schwestern liegt mehr als nur die Entfernung. Es wird langsam deutlich, dass es Dinge aus der Vergangenheit gibt, die lange keinen Platz hatten. Auch Heloise spielt dabei eine Rolle. Ihre Geschichte fügt sich Stück für Stück ein und lässt vieles in einem anderen Licht erscheinen.
Mit Julian kommt Bewegung in die Handlung. Erst wirkt die Begegnung eher zufällig, doch das ändert sich schnell. Verbindungen werden sichtbar, die so nicht zu erwarten waren. Spätestens mit der Reise nach Argentinien wird klar, dass die Vergangenheit der Familie tiefer reicht, als gedacht. Nicht jede Wahrheit ist leicht auszuhalten.
Die Handlung bleibt ruhig, wird aber nie langweilig. Es gibt immer wieder Wendungen, die überraschen und das Lesen zu einem spannenden Vergnügen machen. Dabei wirkt nichts übertrieben. Vieles ergibt sich einfach aus dem, was vorher schon angedeutet wurde.
Die Figuren fühlen sich nah an. Isabelle steht im Mittelpunkt, aber auch Emanuelle und Heloise bleiben im Gedächtnis. Gerade dieses Zusammenspiel macht die Geschichte lebendig.
Die Sprache ist schlicht und gut verständlich. Gefühle sind da, aber sie drängen sich nicht auf. Vieles passiert eher leise, und genau das bleibt hängen.
Es gibt Bücher, bei denen man am Ende merkt, dass man noch nicht loslassen möchte. Hier war es genauso. Die letzten Seiten kommen schneller als gedacht, und danach fehlt einfach noch ein Stück.
Es ist eine Geschichte über Träume, Familie und das, was lange verborgen bleibt.
5 wohlverdiente Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die Geschichten mit Gefühl und kleinen Spannungsmomenten mögen.
Schon immer wünscht sich Isabelle Lambert, Pilotin zu sein, wie ihr Vater. Trotz bestandener Ausbildung darf sie nur Flugbegleiterin werden, denn Frauen ist der Beruf als Pilotin nicht erlaubt. Dieser Roman fühlt sich an wie ein Aufbruchsmoment, der gleichzeitig weh tut und beflügelt. Isabelle Lambert ist eine dieser Figuren, die man sofort spürt. Ehrgeizig, verletzlich, trotzig gegen die Grenzen ihrer Zeit. 1963 ist eine Welt, in der Frauen zwar lächeln dürfen, aber nicht fliegen. Und genau dieser Widerspruch macht Isabelles Weg so fesselnd. Sie trägt den Himmel im Herzen, doch die Gesellschaft versucht, sie auf den Boden zu drücken. Was mich besonders berührt hat, ist die Art, wie der Roman Freiheit als etwas Körperliches, fast Atemnot Ähnliches beschreibt. Die Begegnung mit Julian David Kröger wirkt dabei wie ein Katalysator. Nicht der klassische Retter, sondern jemand, der eine Tür öffnet, die sie selbst schon lange gegen die Wand drückt. Dass diese Verbindung tiefer reicht, als Isabelle ahnt, verleiht der Geschichte eine leise, aber stetige Spannung. Die Verflechtung zwischen Hamburg, Paris und Argentinien gibt dem Roman eine atmosphärische Weite. Zwei Frauen, zwei Welten, zwei Arten, Freiheit zu leben und doch sind sie durch dieselbe unsichtbare Narbe verbunden. Für mich ist dieser Roman eine Hommage an Frauen, die sich nicht mit dem erlaubten Leben zufriedengeben.
Bibliothekar*in 1036346
Dem Himmel entgegen von Kaja Maybach spielt 1963. Isabelle hat einen großen Traum, sie will unbedingt fliegen lernen. Diesen Traum verfolgt sie unaufhaltsam. Aber nach der bestandenen Prüfung darf sie trotz Pilotenschein nur als Flugbegleiterin arbeiten, weil es in der Nachkriegszeit noch undenkbar war, dass eine Frau ein Flugzeug fliegt
. interessant ist auch Isabelles Familiengeschichte. Ihre Schwester Emanuelle lebt in Paris und ist eine erfolgreiche Modeschöpferin. Sie ist 19 Jahre älter als Isabelle und lebt ein vollkommen anderes Leben. Isabelles Mutter lebt in München. Ihr Vater, Felix, kam bei einem Autounfall ums Leben. Isabelle wurde in Argentinien geboren, und dort verbirgt sich noch ein Familiengeheimnis.
Ich fand den Roman sehr emotional und mitreißend. Ich konnte mich gut in Isabelle und ihre Träume hineinversetzen und fand die Darstellung der Frauenrolle in der damaligen Zeit richtig.
Für mich ist das Buch ein unterhaltsamer historischer Roman mit einer Interessanten Familiengeschichte.
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