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Buchcover für Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern

Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern

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Erscheinungstermin 11.02.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

Die Zeit des Patriarchats ist vorbei.

Die aktuellen politischen Entwicklungen sind kein Beweis für die bleibende Stärke des Patriarchats, sondern Anzeichen für dessen Ende. Das Patriarchat war eine hierarchische Ordnung mit »alten weißen Männern« an der Spitze, gestützt auf anerkannte Institutionen wie Universitäten, Parlamente und Kirchen. Diese Zeiten sind vorbei. Heute basiert Macht auf dem Recht des Stärkeren, physischer Gewalt, ökonomischer Überlegenheit und Willkür. Das ist kein Patriarchat, sondern postpatriarchales Chaos. Feministische Strategien müssen darauf reagieren. In ihrem intellektuell funkelnden und geistreich-pointierten Essay nimmt die Politologin Antje Schrupp eine (selbst)kritische Bestandsaufnahme der Frauenbewegung vor und entwirft Perspektiven für einen zukunftsorientierten, konstruktiven Feminismus, dessen oberstes Anliegen eine freiheitliche Gesellschaft ist.

Ein unterhaltsames intellektuelles Feuerwerk: Kaum jemand schreibt so erhellend über Freiheit und Feminismus wie Antje Schrupp

Erscheint zum Internationalen Frauentag am 8. März

Die Zeit des Patriarchats ist vorbei.

Die aktuellen politischen Entwicklungen sind kein Beweis für die bleibende Stärke des Patriarchats, sondern Anzeichen für dessen Ende. Das Patriarchat war eine...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE E-Book
ISBN 9783841240286
PREIS 15,99 € (EUR)
SEITEN 192

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Mit dem Essay Postpatriarchales Chaos legt Antje Schrupp ein kluges, pointiertes und stellenweise durchaus provokantes Plädoyer vor, das den aktuellen feministischen Diskurs aus politikwissenschaftlicher Perspektive neu betrachtet.

Ausgangspunkt ist eine eher kontraintuitive und somit zunächst irritierende These: Das Patriarchat ist nicht etwa im Wiedererstarken begriffen – es ist bereits vorbei. Schrupp stellt fest, dass das Patriarchat in dem Moment vorbei war, in dem die männliche Vorherrschaft nicht mehr frag- und klaglos akzeptiert, sondern grundlegend hinterfragt wurde - auch wenn wir angesichts der langen Geschichte die Auswirkungen in den System und Strukturen noch immer wahrnehmen. Was wir derzeit erleben, beschreibt Schrupp stattdessen als „postpatriarchales Chaos“: eine Übergangsphase, in der die alte Ordnung ihre absolute Selbstverständlichkeit verloren hat, ohne dass sich bereits tragfähige neue Strukturen etabliert hätten.

Diese Diagnose nutzt sie für eine umfassende (selbst)kritische Bestandsaufnahme des Feminismus. Besonders interessant und für mich anschlussfähig ist dabei ihre Kritik an klassischen Gleichstellungsansätzen, die – so Schrupp – häufig lediglich die Integration von Frauen in bestehende, männlich geprägte Systeme fördern, anstatt diese grundlegend zu hinterfragen: Es reicht nicht, Frauen „ein Stück vom Kuchen“ zu geben – vielleicht braucht es ein völlig neues Rezept.

„Wir müssen verstehen, dass Feminismus nicht Orientierung an den Männern bedeutet, sondern die Bewusstwerdung einer eigenen weiblichen (oder queeren oder sonstigen nicht cis-männlichen) Subjektivität, die nicht nur mitmacht bei einem Spiel, dessen Regeln bereits feststehen, sondern mit eigenen Wünschen und Projekten in Erscheinung tritt. Die die herkömmlichen Schiedsrichter als befangen zurückweist und womöglich nicht nur die Spielregeln ändern, sondern ein ganz neues Spiel spielen möchte. Die das Ziel der “Gleichstellung” als ungenügend zurückweist.”

Das Essay überzeugt vor allem durch seine analytische Schärfe und seinen intellektuellen Anspruch. Schrupp verbindet theoretische Reflexion mit aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen.
Ihre Kritik , u.a. an Gleichstellungspolitik und Quoten ist dabei durchaus „radikal“, aber argumentativ fundiert – und dürfte viele Leser:innen zum Weiterdenken bringen, auch wenn man nicht jedem Gedanken zustimmen muss.

Die stärker philosophisch-religiös geprägten Überlegungen im Kontext des Begehrens, zum Beispiel, konnten mich nicht überzeugen.

Besonders stark finde ich den Impuls, Feminismus nicht als Anpassungsprojekt zu denken, sondern als Einladung, gesellschaftliche Spielregeln grundsätzlich neu zu entwerfen.

“(...) oder ob man die betreffenden Institutionen nicht auch aufgeben kann, ob sie nicht bedeutungslos geworden sind oder von ihren Prinzipien her ungeeignet für eine freiheitliche Weltgestaltung.”

“Selbstverständlich kann man ungerechte Verhältnisse gleichmäßig zwischen Männern und Frauen aufteilen. Aber wenn die Welt ansonsten genauso ungerecht bleibt wie eh und je, ist damit überhaupt nichts gewonnen.”

Postpatriarchales Chaos ist ein anspruchsvolles, klug argumentiertes und zugleich lesbares wie lesenswertes Essay, das den Feminismus jenseits etablierter Denkmuster denkt. Auch wenn nicht alle Thesen vollständig überzeugen, liegt gerade darin seine Stärke: Schrupp zwingt dazu, eigene Überzeugungen zu hinterfragen und feministische Strategien neu zu denken.

📚 Leseempfehlung für alle, die sich vertieft, differenziert und auch kontrovers mit Feminismus, Machtstrukturen und gesellschaftlichem Wandel auseinandersetzen möchten.

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Immer mal wieder stoße ich auf ein Buch, das ich einfach nicht aus der Hand legen kann. "Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern" ist so ein Buch.

Antje Schrupp legt in ihrem Essay nachvollziehbar dar, dass wir derzeit nicht etwa eine Rückkehr des Patriarchats erleben, sondern vielmehr "postpatriarchales Chaos". Was darunter zu verstehen ist, wie die Autorin dieses Chaos abgrenzt zum klassischen Patriarchat, das ist sowohl interessant als auch einleuchtend - und für mich ein erstaunlicher Quell der Hoffnung.

Diese Einordnung bildet allerdings nur den Auftakt, denn im weiteren Verlauf widmet sich Antje Schrupp der Aufgabe des Feminismus, nicht im Ist-Zustand zu verharren, sondern sich im Gegenteil weiterzuentwickeln und den aktuellen Entwicklungen anzupassen.

Sie geht auf die Geschichte des Feminismus ebenso ein wie auf die Herausforderungen, denen er sich zu stellen hat. Das alles macht sie auf eine so verständliche Art und Weise, dass es wirklich Spaß macht, ihren Ausführungen zu folgen.

"Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern" ist auch deshalb so lesenswert, weil es in vielerlei Hinsicht einladend ist, weil es durchaus (selbst-) kritisch ist und weil die Autorin daran erinnert, was Feminismus war, ist und werden kann.

"Damit verbunden ist ein Perspektivenwechsel für feministische Anliegen: Wir kämpfen nicht für das, was uns vermeintlich zusteht, sondern für das, was wir wollen, was uns am Herzen liegt. (...) Wir halten uns nicht damit auf zu beweisen, dass wir recht haben, denn das interessiert sowieso niemanden. Erst recht entschuldigen und rechtfertigen wir uns nicht für unsere Wünsche und Sehnsüchte. Sondern wir tun konsequent das, was wir für richtig halten; jede*r im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, so gut wir eben können."

Irgendwie hat Antje Schrupp es außerdem geschafft, dass ich mich während der Lektüre immer wieder direkt angesprochen fühlte, dass ich motiviert wurde, dass ich Hoffnung schöpfte. Ich glaube, dafür bin ich ihr am meisten dankbar: dass sie im Kern Hoffnung verbreitet. Mich persönlich motiviert Hoffnung deutlich mehr als das Gefühl, dass "alles verloren" bzw. hoffnungslos ist.

Fazit: Viele kluge Gedanken wurden in einem verständlichen Essay vereint. Man muss nicht mit allem einverstanden sein, aber als Idee und als Grundlage für Diskussionen und eine neue Welle des Feminismus, vor allem aber als Hoffnungsgeber, funktioniert dieses Büchlein ganz wunderbar.

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Dieses Sachbuch hat mir sehr gut gefallen. Mich interessiert grundsätzlich das Thema Feminismus, aber hier wird es von einer etwas anderen Seite beleuchtet. Die Autorin erzählt zuerst einmal etwas vom "historischen" Feminismus und stellt dann verständlich dar, was sich seitdem geändert hat.
Sie bennent unsere heute Zeit als "Postpatriarchales Chaos" und erklärt auch, warum sie das so sieht. Und warum wir quasi den Feminismus und seine Ziele auch an die heutige Zeit "anpassen" müssen.

Zitat: “Selbstverständlich kann man ungerechte Verhältnisse gleichmäßig zwischen Männern und Frauen aufteilen. Aber wenn die Welt ansonsten genauso ungerecht bleibt wie eh und je, ist damit überhaupt nichts gewonnen.”

Ich teile nicht alle Gedanken der Autorin, kann sie aber gut nachvollziehen. Auch ihre philosophischen Ansätze sind verständlich und nicht zu abgehoben.
Überhaupt fand ich den Schreibstil sehr zugänglich und gut zu lesen. Dies ist ein Sachbuch, für das man keinen Masterabschluß braucht, um es zu verstehen. Unbedingt lesen!

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Momentan lese ich viele feministische Bücher, und dieses enthält einen guten Überblick.
Schrupp hat recht: das Patriarchat ist am Ende; allerdings gibt es das schon lange nicht mehr, denn „Patriarchat“ heißt „Herrschaft der Väter“ – und es sind nun wirklich nicht alle Männer, die glauben, was zu sagen zu haben Väter. Deshalb müssten wir „Androkratie“ sagen. Aber auch die ist am Ende ….
Und um das klar zu sagen: es geht nicht um eine „Herrschaft der Frauen“, sondern um ein EGALITÄRES MATRIARCHAT“ – so wie es am Anfang der menschlichen Geschichte war. Jede Person tut das, was sie kann – und keine Person dominiert die anderen.
Alle sind gleichwertig – wäre das nicht paradiesisch?

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