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Tal der Schwalben
von Seraina Kobler
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Erscheinungstermin 22.04.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Die Schweiz in naher Zukunft: Die Städte sind zusammengewachsen zur alles beherrschenden »Metropolitane«, während die Alpen für die Stromversorgung zur Sperrzone erklärt wurden. Der junge Wissenschaftler Alesch kehrt in sein Heimatdorf Pradetta zurück, einen abgelegenen Ort im schwindenden Schatten eines Gletschers. Seltsame Wetterphänomene häufen sich am Berg, und schon bald ist Alesch hin- und hergerissen zwischen urwüchsiger Bergwelt und Hoffnung auf Fortschritt. Denn seine so revolutionäre wie gefährliche Forschung könnte die Antwort auf die Energiekrise bergen. Und dann ist da noch seine Jugendliebe Annetta …
Die Schweiz in naher Zukunft: Die Städte sind zusammengewachsen zur alles beherrschenden »Metropolitane«, während die Alpen für die Stromversorgung zur Sperrzone erklärt wurden. Der junge...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783257073775 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
S R, Buchhändler*in
Einst haben die Eltern von Alesch ihr Bergdorf verlassen und auch er lebt mittlerweile in der 'Metropolitane'.
In Zeiten knapper Ressourcen sucht er in der Forschung nach Lösungen. Nach einem missglückten Versuch geht er zurück in die Berge und stösst dort bei Messungen auf Ungereimtheiten und trifft seine Jugendliebe.
Ein etwas spröder Roman, der dann doch seinen eigenen Charme entwickelt.
Ein Heimatroman der möglichen nahen Zukunft und der Sieg der Naturgesetze
.
Was ist Heimat? Ein geografischer Ort oder hat man das in sich? Ist überall Heimat, wo man sich gerade befindet, wo man sich wohlfühlt, wo Erinnerungen aufkommen? Es gibt ein moralisches, aber kein praktisches Recht auf Heimat, so eine Antwort der Autorin.
Recht nüchtern und ohne ideologischen Überbau entwirft die Autorin das Szenario. Neue Zeiten sind angebrochen. Bergstürze, Überschwemmungen, Wüstenbildung, vermutlich durch veränderte klimatische Bedingungen, führen zu Evakuierungen. Die Städte sind zu einer Megalopolis zusammen gewachsen, Wohnraumumwandlung schafft Unterkünfte in Tiefgaragen und sogar Gotteshäusern für all die Umgesiedelten und andere Flüchtlinge. Die Grenzen sind geschlossen, Demos und Übergriffe erfordern ein erhöhtes Polizeiaufgebot und Überwachung. Öffentlich rechtliche Medien sind weggespart. Die monopolistische Stromgesellschaft ist zur Schattenregierung erstarkt. Alpine Brachen sind abgeriegelt
und dienen der Stromversorgung und einem gigantischen Feldversuch auf der Suche nach Alternativen zur Kernenergie. Fluch oder Revolution in der Energieversorgung? Einzig das Heimatdorf Pradetta des jungen Forschers Alesch am Institut für angewandte Fusionsenergie, leistet Widerstand wie die Gallier gegen die Umsiedlung. Sie wollen die Heimat nicht aufgeben, die Berge, den Wald, den Himmel, die Natur und ihre althergebrachten Lebensweise, die Identität bedeutet. Alesch soll sein Dorf überzeugen aufzugeben...
In "Tal der Schwalben" nimmt Seraina Kobler die Leser:innen mit in die Schweiz der nahen Zukunft. Die Städte sind zur "Metropolitane" zusammengewachsen, die Berge sind Sperrgebiet, da dort der Strom erzeugt wird. Viele Menschen haben ihre Dörfer verlassen – so auch Alesch, der Jahre später als Wissenschaftler nach Pradetta zurückkehrt. Angelockt von geheimnisvollen Nachrichten und seltsamen Wetterphänomenen reist er im Auftrag der Stromfirma zurück in seine alte Heimat.
Seraina Kobler erzählt nüchtern und unaufgeregt vor dem Hintergrund einer wenig verlockenden Zukunft. Dabei entwirft sie eine spannende Geschichte, die von den Umständen lebt, ohne diese auf unangenehme Weise in den Vordergrund zu stellen. Auch die Figuren und Schauplätze sind überzeugend gezeichnet: Alesch und die Menschen in Pradetta wirken greifbar und glaubwürdig, und die beschriebenen Orte sind sehr gut vorstellbar.
Obwohl die Welt des Romans dystopische Züge trägt, wirkt die Geschichte nie bedrückend oder übermäßig düster. Gerade die ruhige, präzise Erzählweise schafft eine besondere Atmosphäre, die den Blick stärker auf die Menschen und ihre Entscheidungen richtet.
Das Buch hat mich von Anfang an sehr gefesselt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Für mich ist "Tal der Schwalben" eine eindrückliche, spannende Geschichte, die noch lange nachwirkt.
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