Ein Wintermahl
Roman
von Hubert Mingarelli
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Erscheinungstermin 14.09.2020 | Archivierungsdatum 21.12.2025
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Zum Inhalt
Noch vor der Tagwache begeben sich drei Wehrmachtssoldaten auf den Weg, um in der verschneiten Umgebung versteckte Juden zu finden. Für sie eine Möglichkeit, den täglichen Erschießungen im Lager zu...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783747201787 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 142 |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 427080
Drei deutsche Soldaten der Wehrmacht in Polen auf der Suche nach entflohenden Juden.
Der namenlose Icherzähler, Emmerich und Bauer leiden Kälte, Hunger, Angst und sind dennoch die Täter hier.
Tatsächlich treffen sie auf einen Juden und nehmen ihn mit. Gemeinsam werden sie in einer Hütte eine Suppe kochen und es kommt zu einem Gewissenskonflikt. Sollen sie den juden ausliefern oder laufen lassen?
Dem französischen Autor gelingt es, das Grauen und das Unmentschliche des Kriegs deutlich zu machen. Er nutzt dazu eine karge Sprache, die besonders wirkunsgvoll ist und erzeugt dadurch eine große Dichte.
Fazit: Ein packendes, kammerspielartiges Drama in einer verschneiten Kulisse!
Renate S, Rezensent*in
Das kurze Buch von Hubert Mingarelli ist für mich ein seltenes Kleinod. Der Icherzähöer blickt zurück auf die Zeit als er einer von drei etwa 40 jährigen Wehrmachtssoldaten war : Polen, Winter, eisige Kälte. Um den Massenerschiessungen von Juden zu entgehen, melden sie sich, um Versteckte zu finden. Sie rechnen gar nicht damit, entdecken einen jungen Mann und verbringen eine Nacht in einem verlassenen Haus. Alle drei treiben die Schuld, Angst um ihr Leben, Sinnlosigkeit und Auswegslosigkeit um. Sie lenken ihre Gedanken so weit möglich, auf Alltägliches. Das drückt sich eindringlich in der Trostlosigkeit der Landschaft und Kargheit der Sprache aus
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1495157
Eine kurze intensive Geschichte von H. Mingarelli, die den namenlosen Ich-Erzähler, Emmerich und Bauer an einem Tag begleitet als die drei Wehrmachtssoldaten in Polen in winterlicher und schonungsloser Kälte nach Juden suchen. Und dabei finden tatsächlich einen mit dem Ziel ihn in ihr Lager zurück zu bringen.
Sie leider körperlich und psychisch durch Witterung und die Massenerschießungen der Juden. Sie haben Hunger, Angst und keine Perspektive die einen Tag überschreitet.
Als sie dann eine Hütte finden und dort eine Mahlzeit zubereiten können, entsteht eine etwas hoffnungsvolle Situation in all dem Grauen. Aber kann so eine Situation zu einer Veränderung führen?
Tiefer Winter in Polen. Drei Soldaten der Wehrmacht melden sich freiwillig, um in der verschneiten Gegend nach versteckten flüchtigen Juden zu suchen, denn so entkommen sie der täglichen Pflicht zu entkommen, dort Erschießungen vorzunehmen.
So wandern sie durch die Kälte und verlieren sich in Erinnerungen, in Gedanken an Träume und alles, an was sie nicht denken wollen. Als sie mit einem gefundenen Juden in einer Holzhütte unterkommen und Feuer machen, kommt der Hunger an die Oberfläche - und noch mehr.
Es ist ein Buch, das in 24 kurzen Kapiteln von winterlicher und menschlicher Kälte erzählt, das noch viel Raum einnimmt und doch viel erzählt: drei Männer von vielen, die mit den täglichen Schrecken mehr schlecht zurechtkommen: ein kalter Tag, ein bisschen Gnade, eingebettet in einen fürchterlichen Krieg.
Und wieder ein Tag
Drei Wehrmachtssoldaten ziehen im Winter los, um versteckte Juden im verschneiten Polen aufzufinden. Mit etwas Glück gelingt ihnen dies Unterfangen. Es ist jedoch bitterkalt und so landen sie in einem verlassenen Haus. Ihr einziger Wunsch ist Wärme und Essen. Und was soll mit dem Juden in der Zwischenzeit geschehen. Und plötzlich taucht auch noch ein Pole mit seinem Hund im Haus auf.
Zwischenmenschliche Abgründe und wie man damit umgeht. Das Buch / der Schreibstil lädt dazu ein, sich selbst mit den Gedanken zu befassen, wie man in dieser Situation reagieren würde. Und welche Konsequenzen Entscheidungen mitten im Krieg für das weitere Leben haben werden.
Bibliothekar*in 1036346
Während eines eiskalten Winters versuchen drei Wehrmachtssoldaten der nächsten Massenerschießung von Juden zu entkommen. Deshalb machen sie sich auf den Weg, versteckt Juden aufzuspüren. Sie kommen in einem verlassenen Haus unter und neben der Kälte dreht sich alles ums Beschaffen von Nahrung. Schließlich taucht ein Pole mit seinem Hund in dem Haus auf.
Die Unmenschlichkeit und die Not, die damals herrschte wird sehr deutlich einfgefangen. Das Buch regt zum Nachdenken an, wie man selbst in einer solchen Situation reagiert hätte. Das Buch hat mich aufgrund der Erzählweise und der Atmosphäre sehr berührt.