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Statt aus dem Fenster zu schauen
| Umwerfend schöner Roman über Aufbruch, Freiheit und das Glück, sich selbst zu finden
von Anna Katharina Scheidemantel
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Erscheinungstermin 30.03.2026 | Archivierungsdatum 29.03.2026
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Zum Inhalt
Sophie steckt fest - im Hamsterrad aus Studium und Leistung, in einem sterbenslangweiligen Praktikum. Dabei sind sich alle einig: aus ihr wird mal was. Nur was, das weiß selbst Sophie nicht. Und so folgt sie einem Impuls und kauft per Klick im Internet für einen Spottbetrag ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Doch die Renovierungsarbeiten stellen sich als schwieriger heraus als auf YouTube dargestellt. Und was macht man mit den langen Stunden der Stille zwischen den Tagen? Dort, wo nur weite Felder und flirrendes Licht sind, beginnt Sophie endlich, die Erwartungen anderer abzustreifen und sich zu fragen: Was will ich eigentlich? Und warum?
Sophie steckt fest - im Hamsterrad aus Studium und Leistung, in einem sterbenslangweiligen Praktikum. Dabei sind sich alle einig: aus ihr wird mal was. Nur was, das weiß selbst Sophie nicht. Und so...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783759600554 |
| PREIS | 22,00 € (EUR) |
| SEITEN | 352 |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 883591
Die ehrgeizige Sophie, die ihre Schulzeit und ihr Studium bisher mit links absolviert hat, hängt gerade in einem unsagbar langweiligen Praktikum fest und stellt sich die Frage ob sie diese Arbeit tatsächlich ihr Leben lang machen möchte. Im Internet entdeckt sie zufällig ein Haus für einen Spottpreis in der Provinz im Osten Deutschlands, welches sie spontan kauft.
Ohne mit jemandem darüber zu sprechen, packt Sophie einen Rucksack mit dem Nötigsten und steigt mit ihrem Fahrrad in München in den Zug um zu ihrem Haus zu gelangen.
Vor Ort stellt sich heraus das das Haus ziemlich alt und renovierungsbedürftig ist, wirklich sehr einsam liegt und es so gut wie keine Infrastruktur gibt.
Aber Sophie ist entschlossen das Haus auch ohne Strom, Telefon und Internet bewohnbar zu machen und als Selbstversorgerin auf dem Land zu leben.
Hier in der Einsamkeit zwischen weiten Feldern und Wiesen, nur gelegentlichem Kontakt zu Menschen einer anderen Mentalität und fast keiner Verbindung zu ihrem früheren Leben, hat Sophie Zeit über ihre aktuelle Situation und ihr zukünftiges Leben nachzudenken. Was möchte sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen und muss sie wirklich die Erwartungen anderer erfüllen?
"Statt aus dem Fenster zu schauen" von Anna Katharina Scheidemantel ist ein Roman über Freiheit, Neuanfang und Selbstfindung.
Bildhaft und in schönem Sprachstil erzählt die Autorin die Geschichte von Sophie. Eigentlich passiert nichts und gleichzeitig unheimlich viel!
Absolute Leseempfehlung für dieses wunderbare Buch welches ich nicht aus der Hand legen konnte.
Für alle, die etwas Besonderes suchen!!!
Humor ist, wenn man trotzdem lacht ...
... und ich habe gelacht.
Sophie kauft mit einem schnellen Klick im Internet ein Haus im ehemaligen Osten Deutschlands um 3500 Euro. Ohne es gesehen zu haben. Ohne zu wissen, wo es genau steht. Und dann verlässt sie einfach ihren Praktikumsplatz und ihre WG, schnappt sich ihr Fahrrad und einen Rucksack voll Kleidung und reist mit dem Zug quer durchs Land, um vor einer halb verfallenen Hütte zu landen, die sie nun ihr Eigentum nennt. Was nun? Wie soll das funktionieren? Und wie bekommt sie das Haus überhaupt bewohnbar?
Und Sophie bleibt. Eine wirklich unterhaltsame Betrachtung der Menschheit und was aus uns geworden ist. Sophie möchte aus dem Hamsterrad ausbrechen und irgendetwas bewirken und ihr Leben verändern. Und ja - es verändert auch den Leser. Das Buch bringt zum Nachdenken und dennoch ist es mit seinem trockenen Humor unterhaltsam, kurzweilig und abwechslungsreich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Rezensent*in 407335
Ich kann nicht im. Worte fassen, was dieses Buch mit mir gemacht hat.
Es hat mich direkt abgeholt, verweilen lassen und zum Schluss, liebevoll und mit kleinem Tritt in den Po wider in die reale Welt befördert!
Was ein Buch
Christina M, Buchhändler*in
Was will ich in meinem Leben? Will ich das selbst oder erwarten dies andere von mir? Die Ich- Erzählerin steigt aus und erwirbt ein baufälliges Haus zu einem Preis von 3400 Euro, bricht ihr langweiliges Praktikum ab, packt ihren Rucksack, nimmt ihr Rad und zieht um – von Bayern nach Ostdeutschland ins Hinterland! Was findet sie vor? Ein baufälliges Haus, das nur zur Hälfte noch steht, in das es hineinregnet, ohne Strom und warmes Wasser, ohne WLAN und funktionierende Küche! Und dann beginnt die Selbstfindung! Sehr glaubwürdig erzählt mit vielen Höhen und Tiefen, viel Natur und …. Lest einfach selbst! Ein ruhiger lesenswerter Roman mit viel Stoff zum Nachdenken!
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1378524
Hat mir total gut gefallen – ein warmes, ruhiges Buch mit tollem Schreibstil. Und die Hühner habe ich besonders geliebt 🐔💛
Statt aus dem Fenster zu schauen ist ein einfühlsamer Roman über Aufbruch, Selbstfindung und den Mut zur Veränderung. Die Protagonistin Sophie löst sich vom Alltags-Hamsterrad, kauft spontan ein altes Haus in der Provinz und entdeckt in der Stille und Abgeschiedenheit neue Lebensfragen und Selbstbestimmung. Die Geschichte wird als schön, inspirierend und nachdenklich beschrieben – besonders geeignet für Leser*innen, die Geschichten über persönlichen Wandel und Lebensglück mögen.
Rezensent*in 1121393
Sophie, die Protagonistin aus "Statt aus dem Fenster zu schauen" , fühlt sich festgefahren in Studium, Praktikum und ihrem WG-Zimmer.
Aus Langeweile stöbert sie online auf verschiedenen Plattformen und ersteigert aus einer plötzlichen Laune heraus ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Das Haus stellt sich als Ruine heraus, aber Sophie stellt sich dem Chaos des Renovierens, den Tücken des Gärtnerns und verändert dadurch ihr Leben. Und löst sich von den Gedanken, die Erwartungen anderer erfüllen zu müssen.
Anna Katharina Scheidemantel lädt mit ihrem Roman zum Nachdenken ein. Wie will man heute leben, was braucht es, um zufrieden zu sein.
Inhalt (spoilerfrei): „Statt aus dem Fenster zu schauen“ erzählt die Geschichte von Sophie, die sich in einer klassischen Quarter-Life-Crisis befindet. Ihr Alltag wirkt wie ein Hamsterrad aus Studium, Praktikum und Leistungsdruck, und sie spürt, dass sie nicht glücklich ist und so nicht weitermachen möchte. Getrieben von dem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung, folgt sie einem Impuls und kauft per Klick im Internet für ca. 3.000 Euro ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Dort kommt sie nicht nur der Natur, sondern auch sich selbst näher und lernt neue Fähigkeiten an sich kennen, als sie im Alleingang versucht, das Haus zu renovieren.
Erzählstil: Der Roman ist stark von Sophies Gedanken getragen, es gibt nur wenig wörtliche Rede, was sehr stimmig ist, da sie die meiste Zeit allein mit sich selbst verbringt. Die Sprache ist oft ironisch, manchmal sehr direkt und zugleich wunderschön durchdacht, rund, metaphorisch und poetisch. Viele Sätze wirken perfekt formuliert, ohne jemals gekünstelt zu sein. Die Autorin schafft es, komplexe innere Prozesse klar zu benennen und ihnen gleichzeitig emotionale Tiefe zu verleihen. Ich wurde sofort in das Buch hineingerissen und konnte es kaum aus der Hand legen, die Sogwirkung war enorm.
Figuren: Die Protagonistin Sophie ist für mich eine herrlich ambivalente, sehr authentische Protagonistin. Sie ist unsicher in ihren Entscheidungen, in ihrer Studienwahl, in Bezug auf ihren zukünftigen Job und die Sinnhaftigkeit der Handlungen ihres bisherigen Lebens. Gleichzeitig sehnt sie sich stark nach Freiheit und Ruhe, nach einem Leben ohne WG, ohne Großstadt, ohne Büroalltag. Ich mochte ihren Mut, auszusteigen, das Haus zu kaufen und die Renovierungen selbst anzugehen. Ihre Unabhängigkeit wirkt kraftvoll und realistisch. Besonders berührend fand ich, dass sie keine Angst davor hat, allein zu sein, aber sehr genau benennen kann, wenn sich ein Gefühl von Alleinsein oder Einsamkeit einstellt. Sophie ist intelligent, reflektiert, hinterfragt alles und wirkt dabei wie ein echter, realer Mensch.
Themen: Thematisch ist „Statt aus dem Fenster zu schauen“ für mich klar auch ein Coming-of-Age-Roman, ein Erwachsenwerden im stillen, reflektierten Sinn. Es geht um Leistungsdruck, um den Anspruch, ambitioniert sein zu müssen, etwas zu werden und die Welt verändern wollen zu sollen. Dem stellt das Buch eine ganz andere, nicht normierte Vorstellung von Glück gegenüber. Sophie fragt sich, ob es nicht reicht, sich selbst einen besseren Ort zu schaffen, ein freieres Leben zu führen und persönliches Glück anzustreben. Statt weiterhin jeden Tag aus dem Fenster eines kastigen Büros auf einen kastigen Bildschirm zu schauen, entscheidet sie sich bewusst für die Provinz und für die Auseinandersetzung mit sich selbst. Diese Haltung empfand ich als unglaublich reif, klug und mutig.
Fazit: „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist für mich ein kraftvolles, intelligentes und poetisches Buch, das mich tief berührt hat. Es erzählt leise, aber eindringlich von Mut, Unabhängigkeit und dem Erwachsenwerden jenseits klassischer Erfolgsnarrative. Sophies Weg ist reflektiert, ehrlich und emotional nachvollziehbar. Ein Roman, der lange nachhallt und dazu einlädt, das eigene Leben und die eigenen Maßstäbe zu hinterfragen.
Anna T, Buchhändler*in
Dieses Buch beschäftigt sich mit essentiellen Fragen, die sich jede Person stellen sollte. Warum lebe ich? Wie möchte ich meinem kurzen Verbleib auf der Erde nutzen? Was möchte ich vom Leben und was möchte ich bewirken? Mit viel Humor und Lebensfreude begleiten wir Sophie auf ihrem Weg. Trotz vieler Hürden und Zweifel gibt sie das Leben nicht auf. Eine inspierende Geschichte über das Leben und das Überleben in unserer Gesellschaft.
Rezensent*in 1948104
Ein wirklich tolles Buch über Selbstbestimmung und Erwachsenwerden.
Dieses Buch ist sehr lebendig geschrieben und reißt einen regelrecht mit. Man will gleich selber ein Haus im Nirgendwo kaufen. Dies liegt besonders an der sympathischen Hauptcharakterin und ihren sehr nachvollziehbaren Gedankengänge. Oft habe ich wirklich das Gleiche gedacht wie sie.
Was mir noch gefallen hätte, ist ein Epilog, der der Geschichte noch einen runden Abschluss gibt und eine Möglichkeit für eine Reflexion bietet. Aber trotzdem ist es ein wirklich tolles Buch, was man jedem (ob jung oder alt) empfehlen kann.
Nie war das Jetzt so viel wert: Humorvoller, wunderschöner Roman!
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel ist mal wieder eine großartige Neuveröffentlichung des pola-Verlags.
Die Ich-Erzählerin Sophie, der alle immer eine tolle Zukunft und Karriere vorausgesagt haben, langweilt sich bei ihrem Praktikum. Sie möchte das „Höher-Schneller-Weiter“-Spiel nicht mehr mitmachen und kauft sich kurzerhand für einen Spottpreis ein altes, baufälliges Haus irgendwo in der ostdeutschen Provinz. Ohne das Haus vorher gesehen zu haben, steigt sie in den Zug und flüchtet vor dem leistungsorientierten Alltag. Ihren Eltern erzählt sie es nicht, nur ihre Freunde Pauline und Moritz wissen davon.
„‘Sophie ist ein vernünftiges Kind‘, hat meine Mutter einmal gesagt. »‘Sie kann eine Situation gut selbst einschätzen.‘ Das hat sie zu unserer Nachbarin gesagt, als die ihre beiden Töchter für einen Intensiv-Karate-Selbstverteidigungskurs in den Sommerferien angemeldet hat. Meine Mutter war der Meinung, bei mir würden die üblichen Warnungen reichen: Steig nicht bei fremden Menschen ins Auto. Nimm keine Süßigkeiten an. Glaub niemandem, der sagt, er möchte dir bei sich zu Hause Hundewelpen zeigen.
Sie hat nicht erwähnt, dass ich keine Häuser in der deutschen Einöde kaufen soll. Aber wer hält sein Kind schon für so bescheuert?“
Sophie muss feststellen, dass die Renovierungsarbeiten schwieriger sind als sie dachte. Sie muss schwer arbeiten, um das Haus halbwegs bewohnbar zu machen; noch dazu fehlen ihr die finanziellen Mittel. Der Alltag ohne Strom und ohne Internet ist schwer; auch die ungewohnte Stille und Einsamkeit setzen ihr zu. Soll sie aufgeben und zurück in ihr altes Leben gehen?
„Es ist noch nicht zu spät, um alles zurückzuspulen oder wenigstens so zu tun, als wäre es nie passiert. Ich kann mich mit einem Familiennotfall bei der Arbeit entschuldigen und spätestens Dienstagmorgen wieder im Büro erscheinen. Heinz hat meine tausend Euro, ich werde ihm den Kaufvertrag dalassen, dann kann er ihn vernichten und sich über mein Erspartes freuen. Was für eine dumme, dumme Idee. Was für ein dummes, dummes Kind ich bin. Einser-Abi und trotzdem völlig entscheidungsunfähig. Alles, was ich jetzt noch tun kann, ist Schadensbegrenzung, mein altes, richtiges Leben kitten, bis nur noch ich weiß, dass da mal ein Riss in der Fassade war, ganze vier Tage lang.“
Doch Sophie bleibt. Sie will herausfinden, was für ein Mensch sie ist, wenn sie keinen fremden Erwartungen entsprechen muss, wenn sie frei und sie selbst sein darf.
„Nach all den Tagen, die ich jetzt schon allein in meinem Haus gelebt habe, bin ich doch nicht unabhängig von der Bestätigung durch andere. Kaum ist ein anderer Mensch anwesend, brauche ich sie wieder. Dabei ist es unsinnig, einen Moment oder eine Entscheidung oder auch ein Leben nur als wertig zu betrachten, weil ein anderer das so sieht. Und in den letzten Wochen habe ich ja fast nur Dinge getan, die andere als unsinnig bezeichnen würden. Ich habe sie trotzdem getan, und es hat sich gut angefühlt.“
Sophie ist eine großartige Protagonistin, ich konnte so richtig gut mit ihr fühlen und fand sie unfassbar sympathisch (und klug).
„Das Gefühl, unter einem Apfelbaum zu liegen, die Augen halb geöffnet, über mir zwitschernde Vögel, das kommt meiner persönlichen Vorstellung von Himmel schon ziemlich nahe.
Genauso herrlich ist das Gefühl, nach getaner Arbeit in das Haus zurückzukommen, von einer willkommenen Kühle empfangen zu werden, von dieser dichten Stille, die es nur in dick gemauerten Häusern zur Mittagszeit gibt. Ich kann fast körperlich spüren, wie alles langsamer wird und der ständige Strom an »Ich müsste noch …« verebbt. Es ist, als hätte es diesen Rhythmus in diesem Haus schon immer gegeben, als wäre das der Puls des Landes, dem man sich als Bewohnerin beugen muss. Wir sind alle eigentlich nur Gäste der Jahreszeiten. In der Stadt merkt man das nur nicht so, dort sperren wir sie mit Rollos und Zentralheizungen aus. Aber hier … hier pocht dieser Puls noch. Und ich kann nicht dagegen anarbeiten. Alles, was ich tun kann, ist, mich seinem Fluss zu beugen [...] und die Stille zu genießen. Und das tue ich.“
Der Schreibstil von Anna Katharina Scheidemantel ist wunderschön, sie schafft es, den Roman gleichermaßen humorvoll (was habe ich gelacht!) und unterhaltsam zu gestalten, aber es gibt einem auch viel zum Nachdenken über unsere Leistungsgesellschaft und das „Hamsterrad“ des Lebens.
Ein wirklich großartiger Debütroman, für den ich 5 Sterne vergebe und die Hoffnung habe, bald noch mehr von dieser Autorin lesen zu dürfen!
Vielen Dank an den pola Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚
Julia B, Buchhändler*in
"Statt aus dem Fenster zu schauen" ist ein berührender Roman über Freiheit und Hoffnung und das Ausbrechen aus dem Alltagstrott - mit Wilde-Hühner-Vibe!
Sophie - Studentin mit Praktikum in einem Bürojob - kauft aus einem Impuls heraus ein Haus irgendwo im Nirgendwo.
Sophies Geschichte ist großartig und nahbar erzählt, sodass man sie als Hauptfigur richtig ins Herz schließt, obwohl sie alles andere als perfekt ist. Gerade weil sie nicht immer vernünftig handelt, wirkt sie sehr sympathisch und nachvollziehbar.
Viele aus unserer Altersgruppe (in den 20ern) stehen genau wie Sophie vor der Entscheidung, "was sie mal werden wollen". Wir haben eine riesige Auswahl an Möglichkeiten, was es uns oft so schwer macht, zu entscheiden. Genau dieses Problem kennt auch Sophie - und sie entscheidet halt einfach mal aus dem Bauch heraus.
Eine tolle Geschichte, die alle gelesen haben sollten!
Vera S, Bibliothekar*in
Ein toller, sehr realistisch und authentischer Roman um eine junge Frau, die sich selber wieder finden muss.
Sophie ist gelangweilt, unterfordert und weiss nicht so recht, ob ihr Leben in der richtigen Bahn verläuft. Alle haben große Erwartungen an sie, doch selber steckt sie fest. Aus einer Laune heraus bietet sie online für ein Haus in einem Kaff in Ostdeutschland und bekommt den Zuschlag. Es stellt sich heraus, dass das Haus eigentlich eine Ruine ist. Doch Sophie zieht trotzdem rin und fängt langsam an es herzurichten. Dabei stolpert sie von einer Katastrophe in die Nächste.
Ich mochte das Buch sehr gerne. Man hat mit Sophie gelitten, gearbeitet, wollte sie zum aufhören bewegen und war immer wieder fasziniert, dass sie weiter macht und dadurch ihren Weg findet!
Sophies Geschichte hat mich total abgeholt. Sie hat eine Leichtigkeit und Schönheit, aber auch Ernsthaftigkeit und viele Gedanken, die man sich in dem Alter macht. Vielleicht hat es mich deshalb so berührt darüber zu lesen wie verloren und planlos sie sich fühlt und dann anfängt etwas ganz untypisches für sie zu tun und darin vielleicht nicht direkt eine Antwort auf alle Fragen findet, aber immerhin die Gewissheit, dass es okay ist einfach mal „nur“ zu leben.
"Statt aus dem Fenster zu schauen" von Anna Katharina Scheidemantel hat mir richtig gut gefallen!
Sophie langweilt sich in ihrem Praktikum zu Tode. Aus ihr wird noch etwas, da sind sich alle einig. Aber kann sie das mit aus dem Fenster schauen erreichen? Vor lauter Langeweile surft sie durchs Internet und kauft spontan ein Haus in Mecklenburg-Vorpommern für 3.100€. Sie macht sich sofort mit Rucksack und Fahrrad auf den Weg von München ins Ungewisse, lässt alles hinter sich. Je weiter sie kommt, desto einsamer wird die Gegend. Kaum Menschen im Zug, irgendwann niemand mehr außer ihr. Der Ort Ganderode ist wie ausgestorben, kein Internet. "Als ich die erste Kuh sehe, bin ich so erleichtert, dass ich ihr euphorisch zuwinke" (Seite 53 Ebook) Ihr neu erworbenes Haus liegt weit vom Ort entfernt und ist sehr baufällig. Aber wofür gibt es YouTube und das einzige Café mit Internetanschluss. Sophie hat alle Zeit der Welt, um nachzudenken: Über sich, ihre Erwartungen und die Erwartungen anderer.
Es ist ein leiser und nachdenklich machender Roman und trotzdem teilweise zum Brüllen komisch! Scheidemantel hat eine wunderbare Art zu beschreiben. Als Lesende war ich dabei: Hautnah! Ich habe mich mit Sophie einsam gefühlt, habe mit ihr gefroren, war stolz mit ihr. Eine sehr sympathische und quirlige junge Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt. Atmosphärisch dicht und gut lesbar ist die Sprache von Scheidemantel und es wird beim Lesen nie langweilig, da die Autorin auch viel Humor einfließen lässt. Die wilden Hühner, einfach nur witzig! Zwischen den Zeilen findet der aufmerksam Lesende so unendlich viel, was nachdenklich macht.
Ein großartiges Werk, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird und in der Liste meiner Highlights einen festen Platz findet! Danke für diesen Roman und verdiente 5 Sterne!
Karin J, Buchhändler*in
Das Buch "Statt aus dem Fenster zu sehen" von A. K. Scheidemantel erzählt von einer jungen Frau, die so mutig wie unbesonnen ist, spontan ein heruntergekommenes Haus im Nordosten Deutschlands zu kaufen. Im Laufe der Erzählung arrangiert sie sich mit den Gegebenheiten, renoviert, was sie kann und möchte den Hauskauf nach einiger Zeit doch rückgängig machen. Erst in dieser Zeit merkt sie, was sie an Positivem alles schon geschaffen hat, Freunde sind zum Beispiel begeistert von selbstgeernteten Kartoffeln. Mit hat das Buch gefallen, da es den Kampf der Hauptperson mit den Gegebenheiten und ihren eigenen Zweifeln zeigt, und welche Erfolge man erzielen kann, wenn man einfach weitermacht.
Rezensent*in 1830382
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein Roman von Anna Katharina Scheidemantel. Sophie ist 25 Jahre alt und studiert, als sie kurzerhand ihr Praktikumssemester abbricht und von ihren Ersparnissen ein Haus bei eBay Kleinanzeigen kauft. Mit Sack und Pack zieht sie in ihre Ruine im Nirgendwo in Ostdeutschland, ohne Strom und WLAN. Mithilfe von YouTube Videos startet Sophie die Renovierung - und fragt sich, was sie eigentlich macht. Hier, und generell im Leben und überhaupt.
Eine Geschichte voller Selbstfindung, Mut, Abenteuer, Natur und dem Dorfleben. Es geht um viele Fragen, wie zum Beispiel „Wer bin ich?“ und „Was möchte ich im Leben?“. Besonders herausgestochen hat für mich beim Lesen das Gefühl von Freiheit, was an so vielen Stellen deutlich wurde. Der Schreibstil ist meist direkt, angenehm und locker. Sophie ist eine authentische Hauptfigur, die für mich viele Struggle und Fragen unserer Zeit und Generation auf den Punkt bringt.
Frederike J, Lehrende*r
Es ist verwunderlich, dass so wenig in einer Geschichte passieren kann und ich trotzdem hooked bin. Sophies Einmurmeln in die Brandenburger Halbidylle hat einen besonderen Fleck in meinem Herzen bekommen. Ihr Charakter ist einfühlsam und zärtlich entworfen, sodass ich mich ihren Einfällen und dem Beschluss, in dieser Bruchbude trotz leckenden Dachs und spärlichen Versorungsmöglichkeiten zu bleiben, bedingungslos hingeben konnte. Zuletzt finde ich die Differenzierung und Abbildung des Brandenburger Dorflebens feinfühlig und treffend - schön, dass die Kneipe ein Ort des Zusammenkommens ist und ein Teil der Gemeinde herzig ist.
Insa B, Buchhändler*in
Ich habe das Buch so gemocht. Der Stil war toll. Die inneren Monologe, die Sophie zwangsläufig mit sich führt, weil ja niemand zum Reden da ist und sie sich einfach mal selber zuhört, sind absolut unterhaltsam, aber auch realistisch. Sie ist eine junge Frau, die an einem Punkt im Leben ist, an dem man ein Stück weit die Weichen stellt. Es ist mutig und richtig vom vorgegebenen Weg abzubiegen und mal innezuhalten, zu überlegen, was es noch gibt und was man selber wirklich will.
Gute Unterhaltung mit einigen Schmunzelmomenten und einem, wie ich finde, sehr gelungenem und realistischem Ende.
Linda R, Rezensent*in
Statt aus dem Fenster zu schauen, einfach wagen!
Der Roman von Anna Katharina Scheidemantel behandelt die große Frage nach der Selbstverwirklichung. Wer will ich sein oder besser gesagt, wer will die Gesellschaft von mir, der ich bin? Wunderbar ge- und beschrieben. Die malerische Sprache lädt zum Träumen ein.
Eine klare Empfehlung.
Hanna S, Beschäftigte*r in der Buchbranche
Das Cover finde ich super schön und auch der Klappentext hat einen Nerv bei mir getroffen, deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch. Der Einstieg war für mich etwas zäh und ich habe erstmal 20% gebraucht, bis ich so richtig in der Geschichte drin war. Dann hatte mich Sophies Leben aber auch richtig gepackt und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Stellenweise war die Geschichte sogar richtig witzig und ich musste laut lachen. Der Schreibstil war total atmosphärisch und gleichzeitig nüchtern ironisch, was mir sehr gut gefallen hat. Ich fand es auch gut, dass es nicht zu kitschig war und so geendet ist, wie es geendet ist. Alles in allem macht das Buch auf jeden Fall Mut und Spaß und ich empfehle es gerne weiter.
Anna R, Rezensent*in
„Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts, außer zu leben.“
Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel, erscheint am 30.03.2026, war eine schöne Abwechslung zu all den anderen Büchern, die ich sonst lese.
Sophie steckt in ihrem Studium und langweiligen Praktikum fest. Doch alle sind der Meinung: aus ihr wird mal was. Nur Sophie weiß das nicht. Kurzerhand kauft sie ein Haus und stellt sich den Problemen der Renovierung und muss sich Gedanken machen, was sie eigentlich vom Leben möchte.
Anna Katharina Scheidemantels Schreibstil hat eine Leichtigkeit m, die einen in den Bann zieht. Sophie weiß nicht wie sie weitermachen soll. Die Erwartungen an sie, erdrücken sie, also kauft Sophie ein Haus und entflieht dem Alltag. Sophie zeigt auf, wie es den meisten jungen Menschen geht. Welche Probleme und Herausforderungen in unserem Alter bevorstehen und wie verloren oder auch planlos wir uns dabei fühlen. Aber auch wie ok das ist und man einfach mal das Hier und Jetzt genießen soll und alles tun kann, was man möchte.
Ein sehr schönes Buch für jedem dem es genauso geht wie Sophie. Es ist mal etwas anderes als das man sonst so liest. Ein kleiner Kritikpunkt: ich hätte mir statt vier große Abschnitte, eher mehrere Kapitel gewünscht. Da fällt es mir leichter die Geschichte zu lesen.
Wer sich erinnern möchte, das man im Hier und Jetzt lebt und nicht alleine mit seinen Gefühlen/ Problemen ist, empfehle ich dieses Buch.
Ich hab ein bisschen gebraucht un reinzukommen aber finde es ist ein gutes Buch für Zwischendurch. Ein bisschen abgedreht, die Grundidee gar nicht so neu, aber man konnte sich reflektieren und etwas für sich mitnehmen
Anna v, Rezensent*in
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ hat mich wirklich komplett abgeholt. Sophie steckt fest in diesem typischen Hamsterrad aus Studium, Leistung und Erwartungen von außen und gleichzeitig weiß sie selbst nicht so richtig, wohin eigentlich mit sich. Dann kommt dieser Impuls, der erst absurd klingt, aber total nachvollziehbar ist: Sie kauft sich für wenig Geld ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Und ab da beginnt eine Geschichte, die nicht laut ist, aber sehr nachhallt.
Ich habe vor allem die Alltagsbeschreibungen geliebt: die Stille, die Weite, das Licht, diese langen Stunden, in denen plötzlich Gedanken auftauchen dürfen, für die sonst kein Platz ist. Dazu die Renovierungs- und Umbruchmomente, die angenehm unglamourös und dadurch umso glaubwürdiger wirken. Sophies Gedankengänge sind fein beobachtet, ehrlich und manchmal so treffend, dass ich mich mehrfach ertappt gefühlt habe.
Auch die wenigen Begegnungen sind genau richtig dosiert. Eher leise Impulse als große Dramaturgie. Und obwohl man beim Lesen kurz denkt, dass sich daraus auch „mehr“ entwickeln könnte, fand ich es richtig wohltuend, dass der Fokus konsequent auf Sophies eigener Entwicklung bleibt.
Ich bin selbst 25 und habe mich in diesem Suchen und Sortieren sehr wiedergefunden. Für mich ein ruhiges, kluges, atmosphärisches Buch mit viel Gefühl.
Buchhändler*in 1008330
Was ein tolles Buch! Es hat mich echt richtig überraschen können!
Eines Tages beschließt Sophie einfach ihren Bürojob zu verlassen und eine "Bruchbude" mitten im Nirgendwo zu kaufen. Eine tolle Geschichte über was es heißt erwachsen zu werden und seinen Platz im Leben zu finden mit einer tollen Mischung aus Humor und Tiefe!
Rezensent*in 1949206
Ein kluger, warmherziger Roman über Selbstfindung, Mut und das Loslassen fremder Erwartungen. Mit viel Feingefühl erzählt das Buch von einer jungen Frau, die scheinbar alle Möglichkeiten hat – und doch nicht weiß, wohin mit sich.
Sophie fühlt sich gefangen: im Leistungsdruck ihres Studiums, in einem eintönigen Praktikum und in den hohen Erwartungen ihres Umfelds. Alle sind überzeugt, dass „aus ihr mal etwas wird“ – nur Sophie selbst weiß nicht, was dieses „etwas“ eigentlich sein soll. Spontan kauft sie für wenig Geld ein altes, heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Ein Klick – und ihr Leben nimmt eine unerwartete Wendung.
Doch zwischen bröckelndem Putz, unerwartet komplizierten Renovierungsarbeiten (die auf YouTube deutlich einfacher aussehen) und der ungewohnten Stille auf dem Land beginnt ein Prozess, der weit über handwerkliche Herausforderungen hinausgeht. Inmitten weiter Felder und flirrenden Lichts stellt sich Sophie die Fragen, denen sie zuvor aus dem Weg gegangen ist: Was will ich wirklich? Und warum?
Bisher habe ich keinen Roman in diese Richtung gelesen, wurde jedoch sehr positiv überrascht, da ich mich sehr gut mit Sophie identifizieren konnte.
Der Roman überzeugt durch seine ruhige, atmosphärische Erzählweise und eine authentische Hauptfigur, in der sich sicher viele junge Menschen wiederfinden. Besonders gelungen ist die Darstellung der Stille – nicht als Leere, sondern als Raum für ehrliche Gedanken. Sophies Entwicklung wirkt glaubwürdig und inspirierend, ohne kitschig zu sein.
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist eine berührende Geschichte über Selbstbestimmung, über das Scheitern und Weitermachen – und über den Mut, das eigene Leben aktiv zu gestalten, statt nur zuzusehen.
Elena N, Rezensent*in
Stadt aus dem Fenster zu schauen erzählt die Geschichte von Sophie, einer Studentin, die immer alles richtig macht. Sie war eine Einzelschülerin, eine brave Tochter und jemand, auf den man sich verlassen kann. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen – bis sie eines Tages eine ungewöhnliche Entscheidung trifft: Sie kauft ein Haus in Ostdeutschland für nur 3.000 Euro. Ohne genau zu wissen, wie ein Hauskauf funktioniert oder was auf sie zukommt, stürzt sie sich in dieses Abenteuer. Man begleitet Sophie bei jedem Schritt, bei jeder Unsicherheit und bei jedem kleinen Erfolg. Die Herausforderungen rund um das alte Haus bringen sie dazu, über sich selbst hinauszuwachsen. Beim Lesen hat man fast das Gefühl, selbst in diesem Haus zu wohnen, durch die leeren Räume zu gehen und mit ihr Pläne zu schmieden. Besonders berührend ist, dass die Autorin auch Themen anspricht, die viele Menschen sofort mit Ostdeutschland verbinden – zum Beispiel Neonazis. Dieses schwierige Thema wird jedoch sehr menschlich und differenziert dargestellt. Die Autorin bezieht klar Stellung und macht deutlich, dass Neonazis keine Selbstverständlichkeit in Ostdeutschland sind. Sie zeigt vielmehr, dass dort viele Menschen leben, die eine klare und aufrichtige Haltung gegen Rechtsextremismus haben. Dadurch bekommt die Geschichte eine gesellschaftliche Tiefe, ohne belehrend zu wirken. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Kapitel sind kurzweilig, und die Gedanken und Erlebnisse der Protagonistin wechseln sich lebendig ab. Man kann das Buch problemlos in einem Zug durchlesen, weil man immer wissen möchte, wie es weitergeht. Ein schönes, ehrliches Buch, das zum Nachdenken anregt. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Bei diesem herausragenden Buch hatte mich der Titel - insbesondere der Untertitel "Umwerfend schöner Roman über Aufbruch, Freiheit und das Glück, sich selbst zu finden" sehr neugierig gemacht. Die Kurzbeschreibung tat ihr übriges dazu.
Und - was soll ich sagen - ich wurde trotz meiner hohen Erwartungen grundsätzlich positiv überrascht. Dagegen sprach ursprünglich, dass ich Ü50 und im Osten aufgewachsen bin.... Aber diese Tiefe in der Geschichte hatte ich wohl nicht erwartet. Bombastisch!
Ich finde es sensationell, wie hier das Innenleben einer jungen Frau nachgezeichnet wird, die als Überflieger feststellt, dass sie grade ziemlich unglücklich ist und "einfach" mal spontan einem Impuls folgt.... Und so kauft sie ein Haus in Meck-Pomm und fährt los - aus Süddeutschland über Berlin in die Einöde... Mit einer bewunderswerten Impulsivität, mit wechselnder Verzweiflung, mit euphorischen Schüben lernt sie sich selbst kennen. Sie erlebt die Freude an der Einfachheit, an harter Arbeit, am Selbermachen und hadert mit sich, mit dem Wetter, ihren Entscheidungen...
Es sind so viele Weisheiten in diesem Buch zu finden... Ich glaube, ich werde es nicht nur mehrfach verschenken, sondern auch immer und immer und immer wieder lesen!
Dieses Buch würde ich so gerne in der Zeit zurückschicken und es meinem Mitte-zwanzig-jährigen Ich in die Hand drücken und ihr sagen, dass doch noch alles gut wird. Denn »Statt aus dem Fenster« zu schauen ist nicht nur ein frühes Jahreshighlight 2026. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass es ein Lebenshighlight ist.
Ich habe den Text als Rezensionsexemplar über Netgalley erhalten (herzlichen Dank dafür, auch an den Pola Verlag), aber ich werde wohl in der Releasewoche losziehen und mir noch ein Exemplar fürs Bücherregal holen. Und damit ich mir ganz viele Notizen machen kann. Und vielleicht werde ich gleich zwei Exemplare kaufen und eines verschenken.
Aber warum bin ich überhaupt so begeistert?
Der Text erzählt die Geschichte von Sophie, Studentin, gerade im Praktikum, ein wenig lost mit ihrem Leben und vor allem mit der Frage: Was will ich denn eigentlich? Aus einem Impuls heraus kauft sie für 3.000 Euro ein Haus in der nordostdeutschen Provinz und zieht mit Sack und Pack (ein vollgepackter Rucksack und ein Fahrrad) dorthin. Das Schnäppchen entpuppt sich als Quasi-Bruchbude, aber Sophie gibt nicht auf. Schritt für Schritt renoviert sie das Ding, legt ein Gärtchen an und lernt ein paar Leute aus der Umgebung kennen, jobbt irgendwann sogar in der lokalen Kneipe.
Und ja, auch das Thema Rechtsextremismus in Ostdeutschland wird kurz gestreift.
Scheidemantel gelingt es nicht nur, das Mäandern zwischen Nostalgie und bittersüßer Zukunftshoffnung einzufangen, sondern sie findet auch Seite für Seite unglaublich treffende Bilder und Vergleiche, die im Gedächtnis haften bleiben. Der Roman ist sprachlich wie inhaltlich ein kleines großes Kunstwerk und ich kann ihn nur wieder und wieder empfehlen.
Und wenn das alles noch nicht überzeugt, dann tut es vielleicht dieser eine Satz, der noch in mir nachschwingt und das ist dieser:
»Und überhaupt, ich will mich von nichts im Leben abhalten lassen, nur weil es die Steuererklärung komplizierter macht.«
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