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Statt aus dem Fenster zu schauen

| Umwerfend schöner Roman über Aufbruch, Freiheit und das Glück, sich selbst zu finden

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Erscheinungstermin 30.03.2026 | Archivierungsdatum 30.04.2026


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Zum Inhalt

Sophie steckt fest - im Hamsterrad aus Studium und Leistung, in einem sterbenslangweiligen Praktikum. Dabei sind sich alle einig: aus ihr wird mal was. Nur was, das weiß selbst Sophie nicht. Und so folgt sie einem Impuls und kauft per Klick im Internet für einen Spottbetrag ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Doch die Renovierungsarbeiten stellen sich als schwieriger heraus als auf YouTube dargestellt. Und was macht man mit den langen Stunden der Stille zwischen den Tagen? Dort, wo nur weite Felder und flirrendes Licht sind, beginnt Sophie endlich, die Erwartungen anderer abzustreifen und sich zu fragen: Was will ich eigentlich? Und warum?

Sophie steckt fest - im Hamsterrad aus Studium und Leistung, in einem sterbenslangweiligen Praktikum. Dabei sind sich alle einig: aus ihr wird mal was. Nur was, das weiß selbst Sophie nicht. Und so...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783759600554
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 352

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Die ehrgeizige Sophie, die ihre Schulzeit und ihr Studium bisher mit links absolviert hat, hängt gerade in einem unsagbar langweiligen Praktikum fest und stellt sich die Frage ob sie diese Arbeit tatsächlich ihr Leben lang machen möchte. Im Internet entdeckt sie zufällig ein Haus für einen Spottpreis in der Provinz im Osten Deutschlands, welches sie spontan kauft.
Ohne mit jemandem darüber zu sprechen, packt Sophie einen Rucksack mit dem Nötigsten und steigt mit ihrem Fahrrad in München in den Zug um zu ihrem Haus zu gelangen.
Vor Ort stellt sich heraus das das Haus ziemlich alt und renovierungsbedürftig ist, wirklich sehr einsam liegt und es so gut wie keine Infrastruktur gibt.
Aber Sophie ist entschlossen das Haus auch ohne Strom, Telefon und Internet bewohnbar zu machen und als Selbstversorgerin auf dem Land zu leben.
Hier in der Einsamkeit zwischen weiten Feldern und Wiesen, nur gelegentlichem Kontakt zu Menschen einer anderen Mentalität und fast keiner Verbindung zu ihrem früheren Leben, hat Sophie Zeit über ihre aktuelle Situation und ihr zukünftiges Leben nachzudenken. Was möchte sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen und muss sie wirklich die Erwartungen anderer erfüllen?
"Statt aus dem Fenster zu schauen" von Anna Katharina Scheidemantel ist ein Roman über Freiheit, Neuanfang und Selbstfindung.
Bildhaft und in schönem Sprachstil erzählt die Autorin die Geschichte von Sophie. Eigentlich passiert nichts und gleichzeitig unheimlich viel!
Absolute Leseempfehlung für dieses wunderbare Buch welches ich nicht aus der Hand legen konnte.
Für alle, die etwas Besonderes suchen!!!

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Humor ist, wenn man trotzdem lacht ...

... und ich habe gelacht.

Sophie kauft mit einem schnellen Klick im Internet ein Haus im ehemaligen Osten Deutschlands um 3500 Euro. Ohne es gesehen zu haben. Ohne zu wissen, wo es genau steht. Und dann verlässt sie einfach ihren Praktikumsplatz und ihre WG, schnappt sich ihr Fahrrad und einen Rucksack voll Kleidung und reist mit dem Zug quer durchs Land, um vor einer halb verfallenen Hütte zu landen, die sie nun ihr Eigentum nennt. Was nun? Wie soll das funktionieren? Und wie bekommt sie das Haus überhaupt bewohnbar?

Und Sophie bleibt. Eine wirklich unterhaltsame Betrachtung der Menschheit und was aus uns geworden ist. Sophie möchte aus dem Hamsterrad ausbrechen und irgendetwas bewirken und ihr Leben verändern. Und ja - es verändert auch den Leser. Das Buch bringt zum Nachdenken und dennoch ist es mit seinem trockenen Humor unterhaltsam, kurzweilig und abwechslungsreich. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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Ich kann nicht im. Worte fassen, was dieses Buch mit mir gemacht hat.

Es hat mich direkt abgeholt, verweilen lassen und zum Schluss, liebevoll und mit kleinem Tritt in den Po wider in die reale Welt befördert!

Was ein Buch

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Was will ich in meinem Leben? Will ich das selbst oder erwarten dies andere von mir? Die Ich- Erzählerin steigt aus und erwirbt ein baufälliges Haus zu einem Preis von 3400 Euro, bricht ihr langweiliges Praktikum ab, packt ihren Rucksack, nimmt ihr Rad und zieht um – von Bayern nach Ostdeutschland ins Hinterland! Was findet sie vor? Ein baufälliges Haus, das nur zur Hälfte noch steht, in das es hineinregnet, ohne Strom und warmes Wasser, ohne WLAN und funktionierende Küche! Und dann beginnt die Selbstfindung! Sehr glaubwürdig erzählt mit vielen Höhen und Tiefen, viel Natur und …. Lest einfach selbst! Ein ruhiger lesenswerter Roman mit viel Stoff zum Nachdenken!

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Hat mir total gut gefallen – ein warmes, ruhiges Buch mit tollem Schreibstil. Und die Hühner habe ich besonders geliebt 🐔💛

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Statt aus dem Fenster zu schauen ist ein einfühlsamer Roman über Aufbruch, Selbstfindung und den Mut zur Veränderung. Die Protagonistin Sophie löst sich vom Alltags-Hamsterrad, kauft spontan ein altes Haus in der Provinz und entdeckt in der Stille und Abgeschiedenheit neue Lebensfragen und Selbstbestimmung. Die Geschichte wird als schön, inspirierend und nachdenklich beschrieben – besonders geeignet für Leser*innen, die Geschichten über persönlichen Wandel und Lebensglück mögen.

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Sophie, die Protagonistin aus "Statt aus dem Fenster zu schauen" , fühlt sich festgefahren in Studium, Praktikum und ihrem WG-Zimmer.
Aus Langeweile stöbert sie online auf verschiedenen Plattformen und ersteigert aus einer plötzlichen Laune heraus ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Das Haus stellt sich als Ruine heraus, aber Sophie stellt sich dem Chaos des Renovierens, den Tücken des Gärtnerns und verändert dadurch ihr Leben. Und löst sich von den Gedanken, die Erwartungen anderer erfüllen zu müssen.
Anna Katharina Scheidemantel lädt mit ihrem Roman zum Nachdenken ein. Wie will man heute leben, was braucht es, um zufrieden zu sein.

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Inhalt (spoilerfrei): „Statt aus dem Fenster zu schauen“ erzählt die Geschichte von Sophie, die sich in einer klassischen Quarter-Life-Crisis befindet. Ihr Alltag wirkt wie ein Hamsterrad aus Studium, Praktikum und Leistungsdruck, und sie spürt, dass sie nicht glücklich ist und so nicht weitermachen möchte. Getrieben von dem Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung, folgt sie einem Impuls und kauft per Klick im Internet für ca. 3.000 Euro ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Dort kommt sie nicht nur der Natur, sondern auch sich selbst näher und lernt neue Fähigkeiten an sich kennen, als sie im Alleingang versucht, das Haus zu renovieren.

Erzählstil: Der Roman ist stark von Sophies Gedanken getragen, es gibt nur wenig wörtliche Rede, was sehr stimmig ist, da sie die meiste Zeit allein mit sich selbst verbringt. Die Sprache ist oft ironisch, manchmal sehr direkt und zugleich wunderschön durchdacht, rund, metaphorisch und poetisch. Viele Sätze wirken perfekt formuliert, ohne jemals gekünstelt zu sein. Die Autorin schafft es, komplexe innere Prozesse klar zu benennen und ihnen gleichzeitig emotionale Tiefe zu verleihen. Ich wurde sofort in das Buch hineingerissen und konnte es kaum aus der Hand legen, die Sogwirkung war enorm.

Figuren: Die Protagonistin Sophie ist für mich eine herrlich ambivalente, sehr authentische Protagonistin. Sie ist unsicher in ihren Entscheidungen, in ihrer Studienwahl, in Bezug auf ihren zukünftigen Job und die Sinnhaftigkeit der Handlungen ihres bisherigen Lebens. Gleichzeitig sehnt sie sich stark nach Freiheit und Ruhe, nach einem Leben ohne WG, ohne Großstadt, ohne Büroalltag. Ich mochte ihren Mut, auszusteigen, das Haus zu kaufen und die Renovierungen selbst anzugehen. Ihre Unabhängigkeit wirkt kraftvoll und realistisch. Besonders berührend fand ich, dass sie keine Angst davor hat, allein zu sein, aber sehr genau benennen kann, wenn sich ein Gefühl von Alleinsein oder Einsamkeit einstellt. Sophie ist intelligent, reflektiert, hinterfragt alles und wirkt dabei wie ein echter, realer Mensch.

Themen: Thematisch ist „Statt aus dem Fenster zu schauen“ für mich klar auch ein Coming-of-Age-Roman, ein Erwachsenwerden im stillen, reflektierten Sinn. Es geht um Leistungsdruck, um den Anspruch, ambitioniert sein zu müssen, etwas zu werden und die Welt verändern wollen zu sollen. Dem stellt das Buch eine ganz andere, nicht normierte Vorstellung von Glück gegenüber. Sophie fragt sich, ob es nicht reicht, sich selbst einen besseren Ort zu schaffen, ein freieres Leben zu führen und persönliches Glück anzustreben. Statt weiterhin jeden Tag aus dem Fenster eines kastigen Büros auf einen kastigen Bildschirm zu schauen, entscheidet sie sich bewusst für die Provinz und für die Auseinandersetzung mit sich selbst. Diese Haltung empfand ich als unglaublich reif, klug und mutig.

Fazit: „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist für mich ein kraftvolles, intelligentes und poetisches Buch, das mich tief berührt hat. Es erzählt leise, aber eindringlich von Mut, Unabhängigkeit und dem Erwachsenwerden jenseits klassischer Erfolgsnarrative. Sophies Weg ist reflektiert, ehrlich und emotional nachvollziehbar. Ein Roman, der lange nachhallt und dazu einlädt, das eigene Leben und die eigenen Maßstäbe zu hinterfragen.

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Dieses Buch beschäftigt sich mit essentiellen Fragen, die sich jede Person stellen sollte. Warum lebe ich? Wie möchte ich meinem kurzen Verbleib auf der Erde nutzen? Was möchte ich vom Leben und was möchte ich bewirken? Mit viel Humor und Lebensfreude begleiten wir Sophie auf ihrem Weg. Trotz vieler Hürden und Zweifel gibt sie das Leben nicht auf. Eine inspierende Geschichte über das Leben und das Überleben in unserer Gesellschaft.

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Ein wirklich tolles Buch über Selbstbestimmung und Erwachsenwerden.

Dieses Buch ist sehr lebendig geschrieben und reißt einen regelrecht mit. Man will gleich selber ein Haus im Nirgendwo kaufen. Dies liegt besonders an der sympathischen Hauptcharakterin und ihren sehr nachvollziehbaren Gedankengänge. Oft habe ich wirklich das Gleiche gedacht wie sie.

Was mir noch gefallen hätte, ist ein Epilog, der der Geschichte noch einen runden Abschluss gibt und eine Möglichkeit für eine Reflexion bietet. Aber trotzdem ist es ein wirklich tolles Buch, was man jedem (ob jung oder alt) empfehlen kann.

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Nie war das Jetzt so viel wert: Humorvoller, wunderschöner Roman!


„Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel ist mal wieder eine großartige Neuveröffentlichung des pola-Verlags.

Die Ich-Erzählerin Sophie, der alle immer eine tolle Zukunft und Karriere vorausgesagt haben, langweilt sich bei ihrem Praktikum. Sie möchte das „Höher-Schneller-Weiter“-Spiel nicht mehr mitmachen und kauft sich kurzerhand für einen Spottpreis ein altes, baufälliges Haus irgendwo in der ostdeutschen Provinz. Ohne das Haus vorher gesehen zu haben, steigt sie in den Zug und flüchtet vor dem leistungsorientierten Alltag. Ihren Eltern erzählt sie es nicht, nur ihre Freunde Pauline und Moritz wissen davon.

„‘Sophie ist ein vernünftiges Kind‘, hat meine Mutter einmal gesagt. »‘Sie kann eine Situation gut selbst einschätzen.‘ Das hat sie zu unserer Nachbarin gesagt, als die ihre beiden Töchter für einen Intensiv-Karate-Selbstverteidigungskurs in den Sommerferien angemeldet hat. Meine Mutter war der Meinung, bei mir würden die üblichen Warnungen reichen: Steig nicht bei fremden Menschen ins Auto. Nimm keine Süßigkeiten an. Glaub niemandem, der sagt, er möchte dir bei sich zu Hause Hundewelpen zeigen.
Sie hat nicht erwähnt, dass ich keine Häuser in der deutschen Einöde kaufen soll. Aber wer hält sein Kind schon für so bescheuert?“

Sophie muss feststellen, dass die Renovierungsarbeiten schwieriger sind als sie dachte. Sie muss schwer arbeiten, um das Haus halbwegs bewohnbar zu machen; noch dazu fehlen ihr die finanziellen Mittel. Der Alltag ohne Strom und ohne Internet ist schwer; auch die ungewohnte Stille und Einsamkeit setzen ihr zu. Soll sie aufgeben und zurück in ihr altes Leben gehen?

„Es ist noch nicht zu spät, um alles zurückzuspulen oder wenigstens so zu tun, als wäre es nie passiert. Ich kann mich mit einem Familiennotfall bei der Arbeit entschuldigen und spätestens Dienstagmorgen wieder im Büro erscheinen. Heinz hat meine tausend Euro, ich werde ihm den Kaufvertrag dalassen, dann kann er ihn vernichten und sich über mein Erspartes freuen. Was für eine dumme, dumme Idee. Was für ein dummes, dummes Kind ich bin. Einser-Abi und trotzdem völlig entscheidungsunfähig. Alles, was ich jetzt noch tun kann, ist Schadensbegrenzung, mein altes, richtiges Leben kitten, bis nur noch ich weiß, dass da mal ein Riss in der Fassade war, ganze vier Tage lang.“

Doch Sophie bleibt. Sie will herausfinden, was für ein Mensch sie ist, wenn sie keinen fremden Erwartungen entsprechen muss, wenn sie frei und sie selbst sein darf.

„Nach all den Tagen, die ich jetzt schon allein in meinem Haus gelebt habe, bin ich doch nicht unabhängig von der Bestätigung durch andere. Kaum ist ein anderer Mensch anwesend, brauche ich sie wieder. Dabei ist es unsinnig, einen Moment oder eine Entscheidung oder auch ein Leben nur als wertig zu betrachten, weil ein anderer das so sieht. Und in den letzten Wochen habe ich ja fast nur Dinge getan, die andere als unsinnig bezeichnen würden. Ich habe sie trotzdem getan, und es hat sich gut angefühlt.“

Sophie ist eine großartige Protagonistin, ich konnte so richtig gut mit ihr fühlen und fand sie unfassbar sympathisch (und klug).

„Das Gefühl, unter einem Apfelbaum zu liegen, die Augen halb geöffnet, über mir zwitschernde Vögel, das kommt meiner persönlichen Vorstellung von Himmel schon ziemlich nahe.
Genauso herrlich ist das Gefühl, nach getaner Arbeit in das Haus zurückzukommen, von einer willkommenen Kühle empfangen zu werden, von dieser dichten Stille, die es nur in dick gemauerten Häusern zur Mittagszeit gibt. Ich kann fast körperlich spüren, wie alles langsamer wird und der ständige Strom an »Ich müsste noch …« verebbt. Es ist, als hätte es diesen Rhythmus in diesem Haus schon immer gegeben, als wäre das der Puls des Landes, dem man sich als Bewohnerin beugen muss. Wir sind alle eigentlich nur Gäste der Jahreszeiten. In der Stadt merkt man das nur nicht so, dort sperren wir sie mit Rollos und Zentralheizungen aus. Aber hier … hier pocht dieser Puls noch. Und ich kann nicht dagegen anarbeiten. Alles, was ich tun kann, ist, mich seinem Fluss zu beugen [...] und die Stille zu genießen. Und das tue ich.“

Der Schreibstil von Anna Katharina Scheidemantel ist wunderschön, sie schafft es, den Roman gleichermaßen humorvoll (was habe ich gelacht!) und unterhaltsam zu gestalten, aber es gibt einem auch viel zum Nachdenken über unsere Leistungsgesellschaft und das „Hamsterrad“ des Lebens.

Ein wirklich großartiger Debütroman, für den ich 5 Sterne vergebe und die Hoffnung habe, bald noch mehr von dieser Autorin lesen zu dürfen!

Vielen Dank an den pola Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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"Statt aus dem Fenster zu schauen" ist ein berührender Roman über Freiheit und Hoffnung und das Ausbrechen aus dem Alltagstrott - mit Wilde-Hühner-Vibe!

Sophie - Studentin mit Praktikum in einem Bürojob - kauft aus einem Impuls heraus ein Haus irgendwo im Nirgendwo.

Sophies Geschichte ist großartig und nahbar erzählt, sodass man sie als Hauptfigur richtig ins Herz schließt, obwohl sie alles andere als perfekt ist. Gerade weil sie nicht immer vernünftig handelt, wirkt sie sehr sympathisch und nachvollziehbar.
Viele aus unserer Altersgruppe (in den 20ern) stehen genau wie Sophie vor der Entscheidung, "was sie mal werden wollen". Wir haben eine riesige Auswahl an Möglichkeiten, was es uns oft so schwer macht, zu entscheiden. Genau dieses Problem kennt auch Sophie - und sie entscheidet halt einfach mal aus dem Bauch heraus.

Eine tolle Geschichte, die alle gelesen haben sollten!

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Ein toller, sehr realistisch und authentischer Roman um eine junge Frau, die sich selber wieder finden muss.
Sophie ist gelangweilt, unterfordert und weiss nicht so recht, ob ihr Leben in der richtigen Bahn verläuft. Alle haben große Erwartungen an sie, doch selber steckt sie fest. Aus einer Laune heraus bietet sie online für ein Haus in einem Kaff in Ostdeutschland und bekommt den Zuschlag. Es stellt sich heraus, dass das Haus eigentlich eine Ruine ist. Doch Sophie zieht trotzdem rin und fängt langsam an es herzurichten. Dabei stolpert sie von einer Katastrophe in die Nächste.
Ich mochte das Buch sehr gerne. Man hat mit Sophie gelitten, gearbeitet, wollte sie zum aufhören bewegen und war immer wieder fasziniert, dass sie weiter macht und dadurch ihren Weg findet!

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Sophies Geschichte hat mich total abgeholt. Sie hat eine Leichtigkeit und Schönheit, aber auch Ernsthaftigkeit und viele Gedanken, die man sich in dem Alter macht. Vielleicht hat es mich deshalb so berührt darüber zu lesen wie verloren und planlos sie sich fühlt und dann anfängt etwas ganz untypisches für sie zu tun und darin vielleicht nicht direkt eine Antwort auf alle Fragen findet, aber immerhin die Gewissheit, dass es okay ist einfach mal „nur“ zu leben.

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"Statt aus dem Fenster zu schauen" von Anna Katharina Scheidemantel hat mir richtig gut gefallen!

Sophie langweilt sich in ihrem Praktikum zu Tode. Aus ihr wird noch etwas, da sind sich alle einig. Aber kann sie das mit aus dem Fenster schauen erreichen? Vor lauter Langeweile surft sie durchs Internet und kauft spontan ein Haus in Mecklenburg-Vorpommern für 3.100€. Sie macht sich sofort mit Rucksack und Fahrrad auf den Weg von München ins Ungewisse, lässt alles hinter sich. Je weiter sie kommt, desto einsamer wird die Gegend. Kaum Menschen im Zug, irgendwann niemand mehr außer ihr. Der Ort Ganderode ist wie ausgestorben, kein Internet. "Als ich die erste Kuh sehe, bin ich so erleichtert, dass ich ihr euphorisch zuwinke" (Seite 53 Ebook) Ihr neu erworbenes Haus liegt weit vom Ort entfernt und ist sehr baufällig. Aber wofür gibt es YouTube und das einzige Café mit Internetanschluss. Sophie hat alle Zeit der Welt, um nachzudenken: Über sich, ihre Erwartungen und die Erwartungen anderer.

Es ist ein leiser und nachdenklich machender Roman und trotzdem teilweise zum Brüllen komisch! Scheidemantel hat eine wunderbare Art zu beschreiben. Als Lesende war ich dabei: Hautnah! Ich habe mich mit Sophie einsam gefühlt, habe mit ihr gefroren, war stolz mit ihr. Eine sehr sympathische und quirlige junge Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt. Atmosphärisch dicht und gut lesbar ist die Sprache von Scheidemantel und es wird beim Lesen nie langweilig, da die Autorin auch viel Humor einfließen lässt. Die wilden Hühner, einfach nur witzig! Zwischen den Zeilen findet der aufmerksam Lesende so unendlich viel, was nachdenklich macht.

Ein großartiges Werk, das mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird und in der Liste meiner Highlights einen festen Platz findet! Danke für diesen Roman und verdiente 5 Sterne!

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Das Buch "Statt aus dem Fenster zu sehen" von A. K. Scheidemantel erzählt von einer jungen Frau, die so mutig wie unbesonnen ist, spontan ein heruntergekommenes Haus im Nordosten Deutschlands zu kaufen. Im Laufe der Erzählung arrangiert sie sich mit den Gegebenheiten, renoviert, was sie kann und möchte den Hauskauf nach einiger Zeit doch rückgängig machen. Erst in dieser Zeit merkt sie, was sie an Positivem alles schon geschaffen hat, Freunde sind zum Beispiel begeistert von selbstgeernteten Kartoffeln. Mit hat das Buch gefallen, da es den Kampf der Hauptperson mit den Gegebenheiten und ihren eigenen Zweifeln zeigt, und welche Erfolge man erzielen kann, wenn man einfach weitermacht.

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„Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein Roman von Anna Katharina Scheidemantel. Sophie ist 25 Jahre alt und studiert, als sie kurzerhand ihr Praktikumssemester abbricht und von ihren Ersparnissen ein Haus bei eBay Kleinanzeigen kauft. Mit Sack und Pack zieht sie in ihre Ruine im Nirgendwo in Ostdeutschland, ohne Strom und WLAN. Mithilfe von YouTube Videos startet Sophie die Renovierung - und fragt sich, was sie eigentlich macht. Hier, und generell im Leben und überhaupt.
Eine Geschichte voller Selbstfindung, Mut, Abenteuer, Natur und dem Dorfleben. Es geht um viele Fragen, wie zum Beispiel „Wer bin ich?“ und „Was möchte ich im Leben?“. Besonders herausgestochen hat für mich beim Lesen das Gefühl von Freiheit, was an so vielen Stellen deutlich wurde. Der Schreibstil ist meist direkt, angenehm und locker. Sophie ist eine authentische Hauptfigur, die für mich viele Struggle und Fragen unserer Zeit und Generation auf den Punkt bringt.

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Es ist verwunderlich, dass so wenig in einer Geschichte passieren kann und ich trotzdem hooked bin. Sophies Einmurmeln in die Brandenburger Halbidylle hat einen besonderen Fleck in meinem Herzen bekommen. Ihr Charakter ist einfühlsam und zärtlich entworfen, sodass ich mich ihren Einfällen und dem Beschluss, in dieser Bruchbude trotz leckenden Dachs und spärlichen Versorungsmöglichkeiten zu bleiben, bedingungslos hingeben konnte. Zuletzt finde ich die Differenzierung und Abbildung des Brandenburger Dorflebens feinfühlig und treffend - schön, dass die Kneipe ein Ort des Zusammenkommens ist und ein Teil der Gemeinde herzig ist.

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Ich habe das Buch so gemocht. Der Stil war toll. Die inneren Monologe, die Sophie zwangsläufig mit sich führt, weil ja niemand zum Reden da ist und sie sich einfach mal selber zuhört, sind absolut unterhaltsam, aber auch realistisch. Sie ist eine junge Frau, die an einem Punkt im Leben ist, an dem man ein Stück weit die Weichen stellt. Es ist mutig und richtig vom vorgegebenen Weg abzubiegen und mal innezuhalten, zu überlegen, was es noch gibt und was man selber wirklich will.
Gute Unterhaltung mit einigen Schmunzelmomenten und einem, wie ich finde, sehr gelungenem und realistischem Ende.

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Statt aus dem Fenster zu schauen, einfach wagen!

Der Roman von Anna Katharina Scheidemantel behandelt die große Frage nach der Selbstverwirklichung. Wer will ich sein oder besser gesagt, wer will die Gesellschaft von mir, der ich bin? Wunderbar ge- und beschrieben. Die malerische Sprache lädt zum Träumen ein.
Eine klare Empfehlung.

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Das Cover finde ich super schön und auch der Klappentext hat einen Nerv bei mir getroffen, deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch. Der Einstieg war für mich etwas zäh und ich habe erstmal 20% gebraucht, bis ich so richtig in der Geschichte drin war. Dann hatte mich Sophies Leben aber auch richtig gepackt und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Stellenweise war die Geschichte sogar richtig witzig und ich musste laut lachen. Der Schreibstil war total atmosphärisch und gleichzeitig nüchtern ironisch, was mir sehr gut gefallen hat. Ich fand es auch gut, dass es nicht zu kitschig war und so geendet ist, wie es geendet ist. Alles in allem macht das Buch auf jeden Fall Mut und Spaß und ich empfehle es gerne weiter.

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„Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts, außer zu leben.“

Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel, erscheint am 30.03.2026, war eine schöne Abwechslung zu all den anderen Büchern, die ich sonst lese.

Sophie steckt in ihrem Studium und langweiligen Praktikum fest. Doch alle sind der Meinung: aus ihr wird mal was. Nur Sophie weiß das nicht. Kurzerhand kauft sie ein Haus und stellt sich den Problemen der Renovierung und muss sich Gedanken machen, was sie eigentlich vom Leben möchte.

Anna Katharina Scheidemantels Schreibstil hat eine Leichtigkeit m, die einen in den Bann zieht. Sophie weiß nicht wie sie weitermachen soll. Die Erwartungen an sie, erdrücken sie, also kauft Sophie ein Haus und entflieht dem Alltag. Sophie zeigt auf, wie es den meisten jungen Menschen geht. Welche Probleme und Herausforderungen in unserem Alter bevorstehen und wie verloren oder auch planlos wir uns dabei fühlen. Aber auch wie ok das ist und man einfach mal das Hier und Jetzt genießen soll und alles tun kann, was man möchte.

Ein sehr schönes Buch für jedem dem es genauso geht wie Sophie. Es ist mal etwas anderes als das man sonst so liest. Ein kleiner Kritikpunkt: ich hätte mir statt vier große Abschnitte, eher mehrere Kapitel gewünscht. Da fällt es mir leichter die Geschichte zu lesen.

Wer sich erinnern möchte, das man im Hier und Jetzt lebt und nicht alleine mit seinen Gefühlen/ Problemen ist, empfehle ich dieses Buch.

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Ich hab ein bisschen gebraucht un reinzukommen aber finde es ist ein gutes Buch für Zwischendurch. Ein bisschen abgedreht, die Grundidee gar nicht so neu, aber man konnte sich reflektieren und etwas für sich mitnehmen

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„Statt aus dem Fenster zu schauen“ hat mich wirklich komplett abgeholt. Sophie steckt fest in diesem typischen Hamsterrad aus Studium, Leistung und Erwartungen von außen und gleichzeitig weiß sie selbst nicht so richtig, wohin eigentlich mit sich. Dann kommt dieser Impuls, der erst absurd klingt, aber total nachvollziehbar ist: Sie kauft sich für wenig Geld ein altes, verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Und ab da beginnt eine Geschichte, die nicht laut ist, aber sehr nachhallt.

Ich habe vor allem die Alltagsbeschreibungen geliebt: die Stille, die Weite, das Licht, diese langen Stunden, in denen plötzlich Gedanken auftauchen dürfen, für die sonst kein Platz ist. Dazu die Renovierungs- und Umbruchmomente, die angenehm unglamourös und dadurch umso glaubwürdiger wirken. Sophies Gedankengänge sind fein beobachtet, ehrlich und manchmal so treffend, dass ich mich mehrfach ertappt gefühlt habe.

Auch die wenigen Begegnungen sind genau richtig dosiert. Eher leise Impulse als große Dramaturgie. Und obwohl man beim Lesen kurz denkt, dass sich daraus auch „mehr“ entwickeln könnte, fand ich es richtig wohltuend, dass der Fokus konsequent auf Sophies eigener Entwicklung bleibt.

Ich bin selbst 25 und habe mich in diesem Suchen und Sortieren sehr wiedergefunden. Für mich ein ruhiges, kluges, atmosphärisches Buch mit viel Gefühl.

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Was ein tolles Buch! Es hat mich echt richtig überraschen können!

Eines Tages beschließt Sophie einfach ihren Bürojob zu verlassen und eine "Bruchbude" mitten im Nirgendwo zu kaufen. Eine tolle Geschichte über was es heißt erwachsen zu werden und seinen Platz im Leben zu finden mit einer tollen Mischung aus Humor und Tiefe!

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Ein kluger, warmherziger Roman über Selbstfindung, Mut und das Loslassen fremder Erwartungen. Mit viel Feingefühl erzählt das Buch von einer jungen Frau, die scheinbar alle Möglichkeiten hat – und doch nicht weiß, wohin mit sich.

Sophie fühlt sich gefangen: im Leistungsdruck ihres Studiums, in einem eintönigen Praktikum und in den hohen Erwartungen ihres Umfelds. Alle sind überzeugt, dass „aus ihr mal etwas wird“ – nur Sophie selbst weiß nicht, was dieses „etwas“ eigentlich sein soll. Spontan kauft sie für wenig Geld ein altes, heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Ein Klick – und ihr Leben nimmt eine unerwartete Wendung.

Doch zwischen bröckelndem Putz, unerwartet komplizierten Renovierungsarbeiten (die auf YouTube deutlich einfacher aussehen) und der ungewohnten Stille auf dem Land beginnt ein Prozess, der weit über handwerkliche Herausforderungen hinausgeht. Inmitten weiter Felder und flirrenden Lichts stellt sich Sophie die Fragen, denen sie zuvor aus dem Weg gegangen ist: Was will ich wirklich? Und warum?

Bisher habe ich keinen Roman in diese Richtung gelesen, wurde jedoch sehr positiv überrascht, da ich mich sehr gut mit Sophie identifizieren konnte.
Der Roman überzeugt durch seine ruhige, atmosphärische Erzählweise und eine authentische Hauptfigur, in der sich sicher viele junge Menschen wiederfinden. Besonders gelungen ist die Darstellung der Stille – nicht als Leere, sondern als Raum für ehrliche Gedanken. Sophies Entwicklung wirkt glaubwürdig und inspirierend, ohne kitschig zu sein.

„Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist eine berührende Geschichte über Selbstbestimmung, über das Scheitern und Weitermachen – und über den Mut, das eigene Leben aktiv zu gestalten, statt nur zuzusehen.

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Stadt aus dem Fenster zu schauen erzählt die Geschichte von Sophie, einer Studentin, die immer alles richtig macht. Sie war eine Einzelschülerin, eine brave Tochter und jemand, auf den man sich verlassen kann. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen – bis sie eines Tages eine ungewöhnliche Entscheidung trifft: Sie kauft ein Haus in Ostdeutschland für nur 3.000 Euro. Ohne genau zu wissen, wie ein Hauskauf funktioniert oder was auf sie zukommt, stürzt sie sich in dieses Abenteuer. Man begleitet Sophie bei jedem Schritt, bei jeder Unsicherheit und bei jedem kleinen Erfolg. Die Herausforderungen rund um das alte Haus bringen sie dazu, über sich selbst hinauszuwachsen. Beim Lesen hat man fast das Gefühl, selbst in diesem Haus zu wohnen, durch die leeren Räume zu gehen und mit ihr Pläne zu schmieden. Besonders berührend ist, dass die Autorin auch Themen anspricht, die viele Menschen sofort mit Ostdeutschland verbinden – zum Beispiel Neonazis. Dieses schwierige Thema wird jedoch sehr menschlich und differenziert dargestellt. Die Autorin bezieht klar Stellung und macht deutlich, dass Neonazis keine Selbstverständlichkeit in Ostdeutschland sind. Sie zeigt vielmehr, dass dort viele Menschen leben, die eine klare und aufrichtige Haltung gegen Rechtsextremismus haben. Dadurch bekommt die Geschichte eine gesellschaftliche Tiefe, ohne belehrend zu wirken. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Kapitel sind kurzweilig, und die Gedanken und Erlebnisse der Protagonistin wechseln sich lebendig ab. Man kann das Buch problemlos in einem Zug durchlesen, weil man immer wissen möchte, wie es weitergeht. Ein schönes, ehrliches Buch, das zum Nachdenken anregt. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Bei diesem herausragenden Buch hatte mich der Titel - insbesondere der Untertitel "Umwerfend schöner Roman über Aufbruch, Freiheit und das Glück, sich selbst zu finden" sehr neugierig gemacht. Die Kurzbeschreibung tat ihr übriges dazu.
Und - was soll ich sagen - ich wurde trotz meiner hohen Erwartungen grundsätzlich positiv überrascht. Dagegen sprach ursprünglich, dass ich Ü50 und im Osten aufgewachsen bin.... Aber diese Tiefe in der Geschichte hatte ich wohl nicht erwartet. Bombastisch!
Ich finde es sensationell, wie hier das Innenleben einer jungen Frau nachgezeichnet wird, die als Überflieger feststellt, dass sie grade ziemlich unglücklich ist und "einfach" mal spontan einem Impuls folgt.... Und so kauft sie ein Haus in Meck-Pomm und fährt los - aus Süddeutschland über Berlin in die Einöde... Mit einer bewunderswerten Impulsivität, mit wechselnder Verzweiflung, mit euphorischen Schüben lernt sie sich selbst kennen. Sie erlebt die Freude an der Einfachheit, an harter Arbeit, am Selbermachen und hadert mit sich, mit dem Wetter, ihren Entscheidungen...
Es sind so viele Weisheiten in diesem Buch zu finden... Ich glaube, ich werde es nicht nur mehrfach verschenken, sondern auch immer und immer und immer wieder lesen!

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Dieses Buch würde ich so gerne in der Zeit zurückschicken und es meinem Mitte-zwanzig-jährigen Ich in die Hand drücken und ihr sagen, dass doch noch alles gut wird. Denn »Statt aus dem Fenster« zu schauen ist nicht nur ein frühes Jahreshighlight 2026. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass es ein Lebenshighlight ist.

Ich habe den Text als Rezensionsexemplar über Netgalley erhalten (herzlichen Dank dafür, auch an den Pola Verlag), aber ich werde wohl in der Releasewoche losziehen und mir noch ein Exemplar fürs Bücherregal holen. Und damit ich mir ganz viele Notizen machen kann. Und vielleicht werde ich gleich zwei Exemplare kaufen und eines verschenken.

Aber warum bin ich überhaupt so begeistert?

Der Text erzählt die Geschichte von Sophie, Studentin, gerade im Praktikum, ein wenig lost mit ihrem Leben und vor allem mit der Frage: Was will ich denn eigentlich? Aus einem Impuls heraus kauft sie für 3.000 Euro ein Haus in der nordostdeutschen Provinz und zieht mit Sack und Pack (ein vollgepackter Rucksack und ein Fahrrad) dorthin. Das Schnäppchen entpuppt sich als Quasi-Bruchbude, aber Sophie gibt nicht auf. Schritt für Schritt renoviert sie das Ding, legt ein Gärtchen an und lernt ein paar Leute aus der Umgebung kennen, jobbt irgendwann sogar in der lokalen Kneipe.

Und ja, auch das Thema Rechtsextremismus in Ostdeutschland wird kurz gestreift.

Scheidemantel gelingt es nicht nur, das Mäandern zwischen Nostalgie und bittersüßer Zukunftshoffnung einzufangen, sondern sie findet auch Seite für Seite unglaublich treffende Bilder und Vergleiche, die im Gedächtnis haften bleiben. Der Roman ist sprachlich wie inhaltlich ein kleines großes Kunstwerk und ich kann ihn nur wieder und wieder empfehlen.

Und wenn das alles noch nicht überzeugt, dann tut es vielleicht dieser eine Satz, der noch in mir nachschwingt und das ist dieser:

»Und überhaupt, ich will mich von nichts im Leben abhalten lassen, nur weil es die Steuererklärung komplizierter macht.«

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In ihrem Buch "Statt aus dem Fenster zu schauen" erzählt die Autorin Anna Katharina Scheidemantel von einer junge Frau namens Sophie. Die Geschichte wird aus der Sicht von Sophie in der Ich-Form erzählt. Sophie wohnt in München in einer WG und macht ein Praktikum. Aus Langeweile surft sie im Internet und ersteigert ein baufällliges Haus für etwa 3000 Euro in Ostdeutschland. Ohne großartig zu überlegen packt sie ihren Rucksack und fährt mit dem Zug zu diesem Haus. Dies stellt sich als baufällig dar und es gibt weder Strom noch Internet. Sophie stellt sich den Herausforderungen und mehr möchte ich zum Inhalt nicht schreiben. Dies ist ein Buch über Selbstfindung und auch die Frage: Was möchte ich? Was erwarten andere von mir? Schaffe ich dies alles? Für mich ist dies ein ganz besonderes Buch, denn es behandelt viele wichtige Fragen und es bietet viel Stoff zum Nachdenken. Ich empfehle es sehr gerne weiter.

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Der Roman Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel erzählt eine inspirierende Geschichte über Selbstfindung, Mut und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben. Im Mittelpunkt steht die junge Protagonistin Sophie, die sich in ihrem Alltag zunehmend unzufrieden fühlt. Obwohl sie studiert, ein Praktikum hat und scheinbar auf einem „richtigen“ Lebensweg ist, merkt sie, dass sie sich leer und orientierungslos fühlt. Die Erwartungen der Gesellschaft und der Druck, erfolgreich zu sein, stehen im Gegensatz zu dem, was sie wirklich möchte.

Aus einer spontanen Entscheidung heraus verändert Sophie ihr Leben radikal: Sie kauft ein altes, renovierungsbedürftiges Haus in der Provinz, ohne es vorher gesehen zu haben. Mit ihrem Fahrrad macht sie sich auf den Weg, um dort ein neues Kapitel ihres Lebens zu beginnen. Vor Ort wird sie jedoch schnell mit der Realität konfrontiert. Das Haus ist in einem schlechten Zustand, die Renovierung ist anstrengend und das Leben auf dem Land bringt viele unerwartete Herausforderungen mit sich. Trotzdem beginnt Sophie Schritt für Schritt, sich an ihr neues Leben zu gewöhnen und über ihre eigenen Wünsche und Ziele nachzudenken.

Die Autorin beschreibt Sophies Entwicklung sehr authentisch und nachvollziehbar. Besonders gelungen ist, wie sie zeigt, dass Veränderungen Zeit brauchen und nicht immer einfach sind. Gleichzeitig enthält das Buch viele humorvolle Momente und leichte, unterhaltsame Passagen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, wodurch sich die Geschichte gut lesen lässt.

Insgesamt ist Statt aus dem Fenster zu schauen ein motivierender Roman über den Mut, neue Wege zu gehen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das Buch regt zum Nachdenken darüber an, was im Leben wirklich wichtig ist, und zeigt, dass es sich lohnt, manchmal aus gewohnten Mustern auszubrechen.

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Wie grandios ist dieses Buch!
Der Klappentext hört sich interessant an, kann man mal querlesen, einen Überblick verschaffen. Bei diesem Buch nicht möglich. Von der ersten Seite an ist man gefangen, Sophie klickt auf kaufen, man schüttelt den Kopf über so viel Naivität, man wartet auf den großen Crash, will ihr abraten. Hofft nachdem sie diese Bruchbude gesehen hat, dass sie schnellstmöglich wieder abreist und irgendwann beneidet man sie und will auch genau so leben. Mit feinem, leisen Humor, immer dem Leben zugewannt und ganz vielen schönen Sätzen und Aussagen über das Leben und die Pflicht dazu zugehören.
Der Frage wie alt man eigentlich werden muss, um Erwachsen zu sein, und warum ein Retreat in Indien mehr wert ist als eine Auszeit in Ostdeutschland, hat sich die Autorin in mein Herz geschrieben und ich hoffe da kommt noch viel, viel mehr. Ein Buch für jedes Alter.

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Dieses Buch gefällt mir ganz besonders gut!

Die Protagonistin Sophie ist Mitte zwanzig und fühlt sich gelangweilt und gefangen in ihrem Leben, das sie zur Zeit in einem Praktikum am Computer in einer Groẞstadt verbringt. Spontan kauft sie ein sehr renovierungsbedürftiges Haus in der Ostdeutschen Provinz.

Ich kann ihre Gedanken und ihr Handeln so gut nachvollziehen. Und es ist erfrischend, sich einfach mal vorzustellen, es zu tun, statt nur davon zu träumen.
Sophie ist sehr reflektiert, der Schreibstil sehr klar, als Leser bin ich ganz dicht an ihr dran.
An ihren Zweifeln, ihren Selbstvorwürfen, ihrem Aktionismus und ihrer Lebensfreude und Selbstzufriedenheit.

Dieses Buch transportiert für mich eine herrliche optimistische Stimmung, die richtig ansteckend ist.

Und ich liebe die Hühner! Und die Bekanntschaften. Und die leise, aber deutliche Positionierung gegen Nazis.

Ich mag dieses Buch! Von vorne bis hinten! Es ist eines der wenigen, das bei mir wohnen bleiben darf.

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Kennt ihr das, wenn ihr bereits nach wenigen Seiten merkt, dass ihr ein Highlight in den Händen haltet? So ging es mir bei diesem Buch! Ich war schon nach wenigen Sätzen komplett in das Geschehen eingetaucht, denn es startet eigentlich direkt mit dem Hauskauf, und trödelt nicht noch lange mit Belanglosigkeiten rum. Sophie ist Mitte zwanzig und steckt irgendwie fest. Im Hamsterrad des Alltags. Das kann es doch nicht gewesen sein - das Leben!? Kurzerhand klickt sie bei Kleinanzeigen eine Hausverkaufsanzeige zum Spottpreis an. Und kontaktiert den Verkäufer. Sie bricht bereits am nächsten Morgen auf, zieht aus ihrer WG aus, beendet das Praktikum, nimmt ihre sieben Sachen und das Fahrrad und bricht auf. Mit dem Zug geht es quer durchs Land nach Günderode in Ostdeutschland. Ein Haus für 3000 Euro, und sie hat es noch nicht mal gesehen. Ob das die richtige Entscheidung für Sophie war?

Die Autorin schreibt sehr eindringlich und anschaulich. Ich habe mich Sophie sehr nah gefühlt, denn die Gedanken und Gefühle konnte ich oft nachempfinden. Raus aus dem Trubel und einfach mal das Leben leben. Egal ob die Entscheidung nun gut oder komplett verrückt war, was hat sie schon zu verlieren? Eigentlich nicht viel, außer ihren Praktikumsplatz. Aber nun mit neuen Verantwortungen, so gut wie keinem Geld und Handyempfang mehr, lebt es sich ganz anders. Und das hatte etwas so entschleunigendes für mich. Ich habe die einzelnen Sätze unheimlich gerne gelesen, sie haben mich gedanklich an den Ort geführt, wo Sophies neues Haus steht. Ein zerfallenes Haus in einem Ort, in dem so gut wie niemand mehr wohnt. Eine Idylle! Ruhe und Abgeschiedenheit. Und eine Konfrontation mit sich selbst.

Eine wunderbare Geschichte, die noch Ewigkeiten in meinem Kopf und meinem Herzen bleiben wird. Denn sie hat mich berührt und ich habe einfach alles daran geliebt. Eine ruhige Geschichte, die mit der Zeit immer weiter wächst und zum Nachdenken anregt. Einfach mal durchatmen. Wir leben im JETZT , und nicht im Später. Alles was "Danach" kommt,sehen wir dann.

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In „Statt aus dem Fenster zu schauen“ erzählt Anna Katharina Scheidemantel von Sophie, die aus Langeweile während eines Praktikums im Internet stöbert und ein spottbilliges Haus in Ostdeutschland kauft. Damit nicht genug: Sie fährt spontan von München dorthin und beginnt mit der Renovierung.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. An mancher Stelle habe ich mich gefragt, wie realistisch die Handlung ist, doch das war schnell nebensächlich. Einfach ausbrechen aus dem täglichen Trott, etwas vermeintlich Unvernünftiges wagen, entgegen allen Konventionen und Erwartungen – ein verlockender Gedanke.

Der Erzählstil ist leicht und sehr lebendig, sodass man sich schnell mitten in Sophies Abenteuer wiederfindet. Mit all ihren Zweifeln, ihrer Begeisterung, ihrer Hoffnung und ihrer Unsicherheit sucht sich Sophie ihren Platz in der ostdeutschen Provinz – Schritt für Schritt, Tag für Tag. Die Autorin zeichnet sie als liebenswerte, sympathische Person, der man wünscht, dass sie ihren Weg zu sich selbst und ihrem Glück findet.

Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Abenteuer, Selbstfindung und dem ganz eigenen Charme eines solchen Neuanfangs. Sophies Entscheidung wirkt zunächst verrückt, aber genau darin liegt auch der Reiz der Geschichte.

Ein unterhaltsames und inspirierendes Buch für alle, die manchmal davon träumen, ihr Leben komplett auf den Kopf zu stellen – oder einfach einmal gerne richtig unvernünftig wären.

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Ein Roman, wie ein erster Sommertag - wärmend, erweckend und vor allem Kraft spendend.
Sophie steckt fest in ihrem Leben. Also macht sie das wovon garantiert jeder von uns schon einmal geträumt hat: Sie schlägt sämtliche Zweifel in den Wind und kauft ein Haus in der Provinz.
Dass das Haus in der Ostdeutschen Provinz liegt und dazu noch ziemlich runtergekommen ist, ist erst mal aufgrund des Preises zu verschmerzen. Dass das Haus mitten im nichts liegt und sie dort ziemlich allein sein wird ist willkommen und trägt zur einzigartigen Stimmung im Roman bei.
Ein bisschen fühlt man sich beim Lesen nämlich selbst als würde man träge im trockenen Gras liegen und von Sonnenstrahlen gekitzelt werden.
Anna Katharina Scheidemantel hat einen wunderschönen Schreibstil, der es uns Lesenden sehr leicht macht sich wie Protagonistin Sophie zu fühlen, das alte Haus zu riechen, das surren der Insekten zu hören und auch gleichzeitig die Überforderung zu fühlen um danach in Aktionismus auszubrechen (ich gestehe, ich habe beim Lesen selbst nach zu renovierenden Häusern auf Kleinanzeigen gesucht).
Scheidemantel schafft es dabei meisterlich die leisen Töne zu treffen. Gekonnt und zart webt sie in Sophies Geschichte die großen Fragen denen man sich mit Mitte 20 (und auch noch danach, zumindest bei mir) gegenüber stehen sieht. Sophie wirkt gleichermaßen gefasst, wie verloren. Auf der Isomatte gekonnt eingebettet zwischen gesellschaftlicher Verpflichtung und aus dem Hamsterrad ausgestiegenen Hausbesitzer Pflichten.
Dabei ist es, wie mit den Tagen am Haus: Es muss nicht immer alles sofort zielführend sein. Man darf sich auch mal treiben lassen und den Moment genießen.
Ich hätte nicht gedacht, dass ein Buch bei dem es über lange Strecken kaum bis keine anderen Menschen gibt als die Protagonistin allein mit ihren Gedanken so gut funktionieren kann. Und doch ist gerade das auch ein großer Reiz der Geschichte.
Definitiv haben wir hier einen Roman der lange in meinem Herzen bleiben wird und ein ganz wundervolles, etwas verfrühtes Sommergefühl in mir heraufbeschworen hat und nicht nur das. Auch ein Gefühl von glücklichem, friedlichen einfach Existieren ohne zwingend für das große Ganze etwas leisten zu müssen. Ich glaube das habe ich so zuletzt als Kind empfunden.
Danke Pola, dass ihr diesem besonderen Buch einen Platz in eurem Verlagsprogramm gegeben hat.
"Statt aus dem Fenster zu schauen" zu lesen, ist wie über eine Sommerwiese zu streifen und zwischen getrocknetem Gras und Ähren plötzlich Mohnblumen zu finden: Wunderschön, beruhigend und so zart dass man sich einfach nur an ihrem Anblick erfreuen möchte. Eine Atempause im hektischem Alltag und ein Weckruf auch seinen Träumen Raum im Leben zu geben.

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Ich bin ganz zufällig auf diesen Roman aufmerksam geworden und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Sophie ist Studentin und sie steckt in einer Sackgasse. Ohne die Folgen zu überdenken, kauft sie spontan im Internet ein baufälliges Haus für 3000 Euro in der tiefsten Provinz.
Diese Geschichte hat mich ab der ersten Seite restlos eingenommen und unsagbar berührt. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive und so konnte ich Sophies Wechselbad der Gefühle, wie Zweifel, Angst, Freude, Stolz und Unsicherheit nachempfinden. Wer würde nicht selbst gerne einmal den Alltagstrott hinter sich lassen und ohne Verpflichtung unter dem Apfelbaum liegen und den Vögeln lauschen? Oder nachts auf dem Scheunendach die Sterne beobachten?
Dieser Roman ist echt, warmherzig, herzerwärmend und intensiv. Mir waren die Figuren, vor allem Sophie, nah und sie sind mir fest ans Herz gewachsen.
Ich war sehr auf den Ausgang der Handlung gespannt und ich habe das Buch mit einem warmen Gefühl und glücklichen Lächeln beendet.
Vielen Dank an Anna Katharina Scheidemantel für diese berührende Geschichte, die ein Highlight für mich geworden ist.

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Das Buch hat mir richtig gut gefallen: Sophie kauft ganz spontan ein völlig verfallenes Haus irgendwo im Nirgendwo und lässt sich auf ein Abenteuer ein, das sie so auch erst einmal nicht erwartet hat. Aber alles ist besser als im langweiligen trüben Büroalltag zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen.
Und so lernt Sophie nicht nur einiges über Reparaturarbeiten, sondern auch über Gemüseanbau oder das Halten von Hühnern. Dabei geht auch einiges schief, was mir die Geschichte gleich ein ganzes Stück sympathischer gemacht hat. Sophie ist eben keine Superheldin, sondern eine Frau wie Du und ich - mit Ängsten und Sorgen, zum Beispiel wenn ihre beste Freundin an dem Vorhaben und Sophies Verstand zweifelt, aber auch dem Mut und Willen, etwas eigenes und dies alleine zu schaffen. Ob das abgeschiedene Landleben auf Dauer etwas ist oder nur eine Auszeit bedeutet, muss Sophie noch herausfinden, aber bis dahin lernt sie den Augenblick zu geniessen und sich an den kleinen Dingen zu erfreuen. Fazit: ein tolles Buch, das den Blickwinkel auf das Leben neu justiert und Mut macht aus den gewohnten Strukturen auszubrechen und einfach mal etwas Neues auszuprobieren, es muss ja auch nicht gleich ein Hauskauf sein.

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Kurz dachte ich, ich sei vielleicht mit fast 50 schon zu alt für diese Geschichte. Aber Anna Katharina Scheidemantel lässt ihre Protagonistin beim Fussfassen in ihrer Bauruine im ostdeutschen Nirgendwo Gedanken denken und Fragen stellen, die vor keiner Lebensphase Halt machen. Ein sehr wohliges und leichtfüssig zu lesendes Plädoyer dafür, mehr auf Bauch und Herz statt auf Erwartungen von aussen und vermeintlich vorgegebene Pfade zu setzen. Und eine grossartige Erinnerung daran, dass es neben entweder-oder fast immer auch die Option sowohl-als-auch gibt.

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Echt und mitreißend! Sophie trifft eine Entscheidung, die ihr Leben komplett auf den Kopf stellt. Als Leser*in wird man direkt mitgerissen von ihrem selbst auferlegten Abenteuer, welches nicht so leicht ist, wie sie es sich zunächst ausgemalt hatte. Und sich sogar als sehr schwierig und enorm herausfordernt entpuppt. Ich habe richtig mit Sophie gefühlt, gelacht und geweint, über all die Dinge, die sie in dieser Geschichte bewältigen muss und erleben darf. Mich hat das Buch sehr begeistert, weil es mal etwas ganz anderes ist und so wundervoll ehrlich und auch lehrreich, im Bezug darauf, seinen eigenen Weg zu gehen. Ich würde es insbesondere jungen Erwachsenen empfehlen, aber auch allen anderen, die vielleicht auch von einem selbstbestimmteren bewussteren Leben träumen wie die Protagonistin in diesem außergewöhnlichen Buch.

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Anna Katharina Scheidemantel hat mit "Statt aus dem Fenster zu schauen" einen wundervollen Roman geschrieben.

Die Studentin Sophie, die alles richtig macht, steckt fest. Spontan kauft sie für 3.000 Euro per Klick im Internet ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz und reist dorthin.

Was dann folgt ist eine Geschichte über Mut, Selbstfindung, Aufbruch & Neubeginn; über das Leben, was es ausmacht und was es wirklich braucht, um glücklich zu sein.

Die Autorin schreibt in schönen Worten und mit viel Feingefühl über Sophie, ihre Gedanken & Gefühle. Schreibt darüber, wie Sophie weit weg von "normalerweise" beim Renovieren des Hauses & im Funkloch der Provinz zur Ruhe kommt & über sich selbst herauswächst.

Es ist auch ein Buch, dass zum Nachdenken anregt, über eine Generation, die vordergründig alles hat und dennoch feststeckt. Sophie ist mit ihren Ängsten & Zweifeln authentisch & sympathisch dargestellt und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.

Ein rundum lesenswertes Buch, dass ich gern empfehle.

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Wer braucht schon einen Trip nach Bali, um sich selbst zu finden? Ein spontaner Hauskauf, ungesehen, irgendwo im brandenburgischen nirgendwo und für ein paar Tausend Euro tut es doch auch. Das Schöne ist ja, dass das Ganze gar nicht so abwegig ist und Sofies Gedankengänge doch irgendwo nachvollziehbar sind.
Ich habe Sofie sehr gerne auf ihrem Weg begleitet. Mit ihr gezweifelt, gekämpft, genossen und geträumt.

Ein wunderbares Buch über das Streben nach Freiheit, dem Weg dorthin und der Frage, was wir eigentlich wollen.

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Die Geschichte rund um Sophie, die noch nicht weiß, wie es nach ihrem Praktikum mit ihrem Studium weitergehen soll, hat eine wahnsinnige Sogwirkung auf mich gehabt. Auch wenn sie ja ganz allein mit ihren wenigen Habseligkeiten und ihrem Fahrrad nach Mecklenburg-Vorpommern gefahren ist, habe ich mich zuerst im Zug neben ihr sitzen sehen und konnte mir auch sehr gut vorstellen, sie beim Einkaufen im Baumarkt oder beim Arbeiten in der Kneipe im Nachbarort zu begleiten.
Ich weiß nicht, was es ist – ich glaube, der Roman bedient ein romantisiertes Bild in meinem Kopf. Von der einsamen Hütte im Nirgendwo, in der es keinen Telefon- oder geschweige denn Internetempfang gibt, wo man noch selbst anpacken muss und wo man die Seele einmal baumeln lassen kann. Wenn es dann aber doch mal soweit ist, dann zeigt Sophies Fall, dass das Zurechtkommen in so einer Hütte bei weitem nicht immer so einfach ist.
Nun hat Sophie auch noch eine Bruchbude gekauft. Durch das Schreiben aus der Ich-Erzählweise war es mir ein Leichtes, mich in sie hineinzuversetzen. So war es dann auch total spannend, wie sie ihr Schicksal des spontanen Hauskaufes nach anfänglichem Zögern hingenommen hat. Wie sie Einfallsreichtum und Körpereinsatz bewiesen hat, um an Materialien für ihr Haus zu kommen und dieses nach und nach zu ihrem Zuhause zu machen.
Währenddessen hat man beim Lesen tiefe Einblicke in Sophies Kopf bekommen. Ihr spontaner Hauskauf kann auch als Metapher gesehen werden, denn die junge Frau flüchtet aus dem hektischen Alltag, um ganz zu sich selbst zu finden und Zeit in ihrem eigenen Haus – ihrem Körper und ihrem Geist – zu verbringen und sich einmal wieder ganz mit sich selbst zu verbinden. Während ihrer Zeit in der Provinz setzt sie sich ganz intensiv mit der Frage „Was will ich eigentlich vom Leben?“ auseinander. Nach und nach puzzelt sie die Antwort darauf zusammen, die sie eben nur in der unendlichen Weite, Stille und zwischen löchrigen Dächern und morschem Holz finden kann.
Für mich war „Statt aus dem Fenster zu schauen“ einer der interessantesten Romane zum Thema „Selbstfindung“, die ich lesen durfte. Der Schreibstil der Autorin ist poetisch, ohne pathetisch zu sein und lenkt den Blick auf das Wesentliche im Leben. Ein toller Roman, der sicherlich noch einige Zeit nachhallen wird!

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Der schönste Roman den ich seit längerer Zeit über das Leben in seinen 20er gelesen habe. Über Mut, Aufbruch und „Jugendliche“ Naivität. Dennoch so beeindruckend, wie Sophie ihr Leben umkrempelt und aus dem Hamsterrad ausbricht und schlichtweg per Klick ein Haus kauft. Die eigenen vier Wände — gar der eigene Hof - in ländlicher Idylle, der das Gedankenkarussell vorantreibt und Sophie sich bei den Renovierungsarbeiten und Hühnerkauf mit und dortigem Ankommen fragt: „Was will ich eigentlich?“. Ich fühlte mich meinem Mitzwanziger-Ich so nah und der Protagonistin so nah und fieberte dem Weiterlesen immer entgehen. Ein wundervoller Roman, der selbst als Mittvierziger Gedanken ins Rollen bringt.

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Fluchtgedanken und Tagträume im unbefriedigenden Büroalltag hat wohl jeder und jede schon einmal gehabt. Prokrastinierend nach seinem Traumhaus im Internet gescrollt vielleicht auch.

Wovon viele träumen, das macht Sophie (25) einfach, die als Studentin in einem langweiligen Praktikum zu versauern droht: Kauft per Mausclick ein Haus am Ende der Welt, setzt sich in den Zug, reist einmal quer durch Deutschland, um schließlich den Schlüssel zu einem neuen Leben in der Hand zu halten.
Das Haus stellt sich als Bruchbude heraus, der Garten eine verwilderte Brachfläche, der nächste Supermarkt eine gefühlte Ewigkeit entfernt. Aber so schnell lässt sich Sophie nicht abschrecken.

Ein herrlicher Escape-Roman, humorvoll und klug!

4 stars
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Wundervolles Buch über eine sehr spontane junge Frau, welche keine Lust mehr hat immer alles perfekt nach Plan und "richtig" zu machen. Ich konnte mich sehr mit der Protagonistin identifizieren, habe selbst oft Gedanken vom ruhigen Leben auf dem Land, mit Gemüsegarten und Hühnern. Das perfekte Buch zum runterkommen, nachdenken und Natur genießen. Sehr gutes Debut!

4 stars
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“vielleicht bist du gar nicht so verrückt. vielleicht bist du uns allen einfach nur ein paar jahre voraus. ich meine, früher oder später muss doch jeder durchdrehen.”

irgendetwas in statt aus dem fenster zu schauen hat mich innerlich geheilt. das klingt jetzt sehr pathetisch, aber let me explain.

ich liebe es zu lesen, um der realität und dem alltag zu entfliehen. dieses buch ist exakt dieses gefühl, nach dem ich mich so sehne, und wurde verschriftlicht. die protagonistin sophie ist ungefähr so alt wie ich, weshalb ich mich auch sehr in ihr gesehen habe. ich habe komplett nachempfinden können, wie sie sich verloren fühlt und allem entfliehen möchte.

mit einem lockeren, humorvollen und vor allem sehr bildlichen schreibstil schafft es die autorin, die atmosphäre mitten im nirgendwo aufzugreifen und zu transportieren. vielleicht hätte ich nachzählen sollen, wie viele stellen ich im buch markiert habe; denn es gab so viele tolle sätze, die mein inneres ich widergespiegelt haben.

auch, wenn wir manchmal nicht so recht wissen, was wir möchten und das gefühl haben, dass alle einem einteilen, ist es wichtig, ein bisschen mehr zu sein wie sophie: es ist okay zu scheitern, zu hinterfragen, und dann weiterzumachen — auf die eigene art und weise.

4.5 stars

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In Statt aus dem Fenster zu schauen geht es um Sophie, die aus ihrem bisherigen Leben ausbricht und ein abgelegenes, heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft. Weg von vorgefertigten Lebensplänen steht sie plötzlich vor der Frage, was sie eigentlich wirklich will. Dabei begleitet das Buch sie durch ihren Alltag, ihre Gedanken und die Herausforderungen, mit sich selbst und der neuen Situation zurechtzukommen.
Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen. Gerade Sofies Entscheidungen wirkten auf mich zunächst teilweise sehr extrem oder schwer nachvollziehbar, vor allem, weil es ihr in den ersten Tagen in dem Haus auch wirklich schlecht geht. Gleichzeitig spiegelt sie aber sehr gut dieses Gefühl von „Mach doch was aus deinem Leben“ wider und die Unsicherheit, die damit einhergeht. Man stellt sich beim Lesen ständig die Frage: Wo führt das hin? Wird sie bleiben? Wie geht ihr Leben weiter?
Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch nichts romantisiert. Es zeigt ehrlich, wie schwierig es ist, alleine mit sich selbst zu sein und keinen klaren Plan zu haben. Gleichzeitig fand ich es schön, wie Sophie an diesem abgelegenen Ort nach und nach Verbindungen aufbaut und Menschen kennenlernt, mit denen sie sonst wohl nie in Kontakt gekommen wäre.
Der Schreibstil ist ruhig und angenehm, sodass man gut durch die Seiten kommt. Insgesamt habe ich das Buch wirklich gerne gelesen. Auch wenn es für mich kein absolutes Highlight war und mir emotional vielleicht ein kleines bisschen gefehlt hat, fand ich es trotzdem sehr stimmig und gelungen. Gerade diese ruhigere, zurückhaltende Art macht das Buch auf ihre Weise besonders, es fühlt sich nah am echten Leben an und verzichtet bewusst auf große Dramatik.
Insgesamt ein lesenswertes, nachdenkliches Buch über Selbstfindung und Neuanfänge, das ich gerne gelesen habe und das vor allem durch seine ruhige, ehrliche Art überzeugt.

4 stars
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Die 25jährige Sophie steigt aus dem Hamsterrad aus. Lässt Studium, Leistungsdruck und langweiliges Praktikum hinter sich und kauft kurzentschlossen im Internet ein baufälliges Haus in der ostdeutschen Provinz. Sophie investiert ihre gesamten Ersparnisse von 3000 Euro und macht sich noch am selben Tag mit Rad und Bahn auf den Weg von München nach Mecklenburg-Vorpommern, Schlüsselübergabe ist schon am nächsten Nachmittag.

Von Anfang an ist Sophie hin- und hergerissen, ist das Haus eine gute Idee oder eine idiotische? Erzählt wird aus Sophies Ich-Perspektive, so dass ich ihre Überlegungen und Gefühle teile und oft schmunzeln muss über ihre Selbstironie.
Anna Katharina Scheidemantel schreibt einfühlsam und humorvoll, berührend tiefgründig und dennoch mit einer herzerfrischenden Leichtigkeit, und ich kann Sophies Zweifel am Haus-Projekt und an dem, was sie eigentlich will, sehr gut nachvollziehen. Die Figurenzeichnung ist gelungen, Sophie und auch Nebencharaktere erscheinen authentisch und lebensnah. Die bildhafte, atmosphärische Beschreibung von Sophies neuem Alltag hat mich teilhaben lassen und ich habe mich mit der jungen Frau an ihren ersten Renovierungserfolgen und beglückenden Momenten in Haus und Garten gefreut, mit ihr gemerkt, wie sie sich im Lauf der arbeitsreichen und einsamen Monate verändert, lernt, sich frei zu machen von den Erwartungen anderer und ich war gespannt, ob sie heraus finden kann, wie ihr Leben weiter gehen soll. Sophies Erkenntnisse, was Abhängigkeiten, Verpflichtungen und Erwartungen angehen, haben mich nachdenklich gemacht.

Mir hat Scheidemantels Roman mit dem schönen Bild von Sophies Garten als Cover sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, mehr von ihr zu lesen.

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5 stars

Stell dir einen Sommer-film aus deiner Jugend vor, einen über Freund*innenschaft und das Leben, einen, der vielleicht nicht immer so realitätsnah war, aber doch nah genug um Hoffnug zu erwecken: genau so fühlt sich dieses Buch an!

Ich war noch nicht einmal bei einem viertel des Buches, als ich mich selbst auf Immobilienseiten wiederfand. Auch wenn das Buch nichts schönredet, übt es dennoch solch eine Anziehungskraft aus, dass ich selber ein Haus kaufen und renovieren wollte.

Sophie tendiert dazu zu 'overthinken' und das wird im Buch (das aus ihrer Perpektive geschrieben ist) durch ihre von Gedanken zu Gedanken springenden, well, Gedanken gezeigt. Ich konnte mich darin gut wiederfinden, vor allem in der Art der wechselnden Gedanken.

Was mir besonders gefallen hat ist, dass sie lernen muss allein zu sein, aber merkt, dass sie gar nie allein war. Sie war zwar im Haus allein, hatte aber trotzdem ihre Freund*innen, oder auch ihr neues Umfeld in Günderode die doch da waren. Besonders die Szene am Schluss im Meer hat das nochmal schön verdeutlicht.

Ein Buch für alle, die eine Pause vom Leben brauchen und etwas träumen möchten <3

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5 stars

Was für ein toller Roman
Wie mutig ist bitte Sophie.
Sofie kauft sich ein Haus in einer Einöde, ohne es gesehen zu haben. Oh Gott 😱 ohne Strom oder warmes Wasser. Total runtergekommen. Sie ist mutig und stellt sich jeder Herausforderung. Keine Möbel, alles dreckig und doch irgendwie glücklich.
Kein Geld aber sie schaffst es. Bekommt mehr Vertrauen in sich selbst in einer Welt wo alles höher und schneller sein muss.
Danke für diesen tollen Roman und diese Reise zu sich selbst. Das Cover zeigt einen Ort wo man gerne verweilen will zusammen mit Sophie.

5 stars
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5 stars

Sophie ist beruflich und privat überfordert und flüchtet sich in die ostdeutsche Provinz. Dort hat sie aus einer Laune heraus eine Bauruine gekauft und meint, mit ein bisschen Do-it-yourself wird das schon. Vor Ort muss sie sich den Folgen ihres Kaufs stellen und das Beste aus der Situation machen. Mich hat sehr begeistert, wie sich Sophie entwickelt hat. Es war amüsant mitzuerleben, wie sich eine Städterin auf dem einsamen Land anfängt durchzuschlagen. Man kann mitverfolgen, wie sie sich nach dem ersten Schock aufrappelt, die Dinge in die Hand nimmt und kräftig anpackt. Die Autorin hat einen sehr einfühlsamen und beschreibenden Schreibstil, so dass man sich die Handlung gut vorstellen konnte. Die Geschichte ist ein gutes Beispiel, wie man aus dem Hamsterrad ausbrechen kann. Obwohl es kaum Charaktere in dem Buch gibt, war es nie langweilig weiterzulesen. Man kann sich in der Geschichte mit Sophie treiben lassen, einen tollen Sommer auf dem Land erleben und einem jungen Menschen dabei beobachten, wie er die Weichen für sein zukünftiges Leben neu stellt.

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5 stars

Sophie steckt in ihrem Leben fest und beschließt, etwas zu verändern: Sie kauft kurzerhand ein Haus in der Provinz. Dass dieses in Ostdeutschland liegt und zudem renovierungsbedürftig ist, nimmt sie wegen des günstigen Preises in Kauf. Die ruhige, abgelegene Lage und die damit verbundene Einsamkeit prägen die besondere Atmosphäre des Romans.

Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, selbst vor Ort zu sein – man kann sich das Haus, die Umgebung und auch die Stille sehr gut vorstellen. Der Schreibstil von Anna Katharina Scheidemantel ist dabei sehr zugänglich und schafft es, die Gedanken und Gefühle der Protagonistin greifbar zu machen. Besonders gelungen fand ich, wie die Mischung aus Überforderung, Unsicherheit und dem Wunsch nach Veränderung dargestellt wird.

Der Roman greift viele Fragen auf, mit denen man sich gerade in den Zwanzigern (und ehrlich gesagt auch darüber hinaus) beschäftigt: Wo will ich hin? Was bedeutet ein erfülltes Leben? Sophie wirkt dabei gleichzeitig entschlossen und verloren, was sie sehr authentisch macht. Ihr Versuch, sich aus dem gewohnten Alltag zu lösen und etwas Eigenes aufzubauen, steht im Mittelpunkt der Geschichte.

Auch wenn der Roman alles andere als plottgetrieben ist und oft nicht viel im klassischen Sinne passiert, konnte mich das Buch dennoch fesseln. Es lebt stark von der inneren Entwicklung der Figur und eher von Stimmungen als von Handlungen. Gerade das hat für mich den Reiz ausgemacht.
Insgesamt ist es ein stiller, nachdenklicher Roman, der sich Zeit lässt und gut in den (Früh-) Sommer passt.

5 stars
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4 stars
4 stars

das Beste aus beiden Welten

Der Roman ist ein ehrlicher und ungeschönter Coming-of-Age-Roman, der die aktuelle Lebensgeschichte von Sophie, Mitte 20, erzählt, die sich momentan eine spontane Auszeit vom hektischen Leben ohne Sinn nimmt. Was zuerst als eine unüberlegte Handlung beginnt, indem Sophie spontan ein Haus um 3.000 Euro mitten im Nirgendwo kauft, das sehr baufällig ist, entwickelt sich immer mehr zur Sinnfindung. Abseits von Uni, Leistungsdruck, Praktikum und der Meinung von anderen, renoviert Sophie das Haus in kleinen Schritten und in mühevoller Handarbeit selbst, züchtet Hühner und legt einen eigenen Garten an. Zuerst haben sie Aussagen wie „Die Sophie, aus der wird was.“ unter Druck gesetzt, aber das Landleben lernt sie, kleine Schritte zu planen, alles in einem anderen Kontext zu betrachten und auch ihre romantische Vorstellung von Natur abzulegen. Die Einsiedlerin Mone macht ihr klar, dass man auch ein bisschen Vertrauen haben muss. Mit der Zeit wird Sophie immer selbstbewusster, nachdem sie sieht, was sie alles schaffen kann, ganz ohne Druck, in ihrem eigenen Tempo, nach ihren eigenen Vorstellungen. Trotzdem ist das Landleben oft hart, Dauerregen, Einsamkeit, ein Fuchs, der eines ihrer Hühner tötet, bringt sie fast an ihrer Entscheidung zu zweifeln. Kontakt aus ihrem alten Umfeld hat sie nur noch zu Moritz, der sie gelegentlich besucht und zu ihrer langjährigen besten Freundin Pauline. Nach einem Vortrag, zu dem sie Moritz in die Stadt begleitet, werden ihr Fragen gestellt, wie „Was machst du so?“ – Auszeit – „Und danach?“ – als würde das jetzt nicht zählen, als müsste man immer ein Ziel vor Augen haben und verfolgen, immer ein Besser, ein Vorwärts, ein Höher, ein Schneller – das ist nicht mehr Sophies Lebenseinstellung. Kann man in einer Welt, in der es schon zu viel gibt, Neues schaffen?
Auf Dauer ist das Einsiedlerleben auch nicht gedacht, aber als Auszeit vom stressigen Alltag, kann es heilende Wirkung erzielen. Kann Sophie dieses Gefühl von Freiheit wieder ganz aufgeben? – Diese und noch viele weitere Fragen stellt sie sich und am Ende findet sie, wie ich finde, für sich und auch für ihre Freunde einen zufriedenstellenden und erfüllenden Kompromiss.

4 stars
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4 stars
4 stars

In Statt aus dem Fenster zu schauen geht es um Sophie, eine Stundentin, die raus aus ihrem Alltagstrott möchte und sich ganz spontan ein sehr billiges Haus am anderen Ende von Deutschland kauft.

Ich war total gespannt auf das Buch, als ich den Klapentext gelesen habe. Die Gedanken und Gefühle von Sophie in Bezug auf ihr Leben finde ich total realistisch und verständlich. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und war mit ihr aufgeregt, zum ersten Mal zu ihrem Haus zu fahren. Es wurde dann auch nichts beschönigt, weder das Haus noch Sophies Versuch, irgendwas daraus zu machen. Ich fand es sehr mutig und nachvollziehbar, wie Sophie sich die ganze Zeit fühlt. Auch das Fazit am Ende fand ich toll. Allgemein also ein sehr interessantes Buch, allerdings war es jetzt auch keine Offenbarung oder hat mich unfassbar mitgerissen, deswegen bekommt es von mir solide 4/5 Sterne!

4 stars
4 stars
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5 stars
5 stars

Ein wunderschöner Roman über das Glück, sich selbst zu finden. Ich mochte die Protagonistin Sophie sofort und ihre Entscheidung, aus dem Alltag auszubrechen, ist mutig, nachvollziehbar und wird sehr authentisch erzählt. Das Buch schafft es perfekt, die Themen Aufbruch und Selbstfindung einzufangen, ohne dabei schwerfällig zu wirken. Perfekt für alle, die eine Geschichte suchen, die Herz und Seele berührt und sich gerade auch manchmal nach einem Lebenswandel sehnen. Große Leseempfehlung!

5 stars
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5 stars
5 stars

Eine Ruine mit grossem Garten im Nirgendwo für 3000 Euro klingt perfekt, um von dem langweiligen Praktikum wegzukommen. Zumindest für Sophie und auch ich hatte schon solche Gedanken, vielleicht hätte ich mich für ein etwas weniger baufälliges Haus entschieden, aber das ist Sophies Geschichte nicht meine. Ich glaube das Buch beschreibt die heutigen Generationen sehr gut, man hat gefühlt unendliche Möglichkeiten aber was will man eigentlich wirklich?
Ich mochte die Geschichte sehr gerne und auch Sophies Gedankenkarussell konnte ich gut nachvollziehen und ich habe mich mit ihr über die Erfolge gefreut. Auch die Nebencharaktere waren passend und manche mochte ich sehr gerne.
Eine grosse Empfehlung gibts von mir.

5 stars
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4 stars
4 stars
4 stars
4 stars

Um der Monotonie ihres Studiums und ihres aussichtslosen Praktikums zu entfliehen, kauft Sophie online ein billiges Haus und reist sofort von München nach Ostdeutschland, um es in Besitz zu nehmen. In den folgenden Monaten macht sie sich daran, die Ruine mitten im Nirgendwo wieder aufzubauen, und empfindet diese Herausforderung nicht nur als machbar, sondern auch als mehr als lohnenswert.

Anna Katharina Scheidemantel versetzt ihre Leser ohne Umschweife mitten in die Handlung, und schon nach wenigen Seiten befinden sie sich gemeinsam mit unserer tapferen Protagonistin Sophie in einer heruntergekommenen Ruine. Aus der Ich-Perspektive verfolgen wir jeden Gedanken von Sophie, doch sie langweilt den Leser zu keinem Zeitpunkt mit überflüssigem Geschwafel, sondern überzeugt durch gelungene Problemlösungen und Entschlossenheit. Ihre Reise ist die größte Stärke des Romans, und man fiebert bei jeder Herausforderung mit ihr mit.

Selbstbestimmung, Freiheit und Glück stehen im Mittelpunkt der Erzählung. Ohne Familie und Freunde einzuweihen, trägt Sophie nicht nur die Last ganz allein, sondern zeigt auch, wozu man mit genügend Motivation fähig ist. Was das Ende betrifft, so werden bestimmte Entscheidungen, vor denen Sophie steht, sowie die Botschaft am Schluss nicht gerade subtil vermittelt.

4 stars
4 stars
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5 stars
5 stars

Es gab schon lange kein Buch mehr, das mich auf persönlicher Ebene so berührt hat. Teilweise habe ich mich von den Worten fast ein bisschen persönlich angegriffen gefühlt.
Und ja, Sophie steckt in der exakt gleichen Lebenssituation wie ganz ganz viele von uns, doch das wahrhaben zu wollen ist das Problem.

Studium fast fertig, und jetzt?
Wer bin ich?
Was will ich eigentlich vom Leben?

Anders als sie habe ich noch keine Bruchbude irgendwo im Nirgendwo gekauft aber ich kann es so sehr nachvollziehen.
Und gleichzeitig war das Buch auch erleichternd. Weil es einem so sehr schmerzhaft zeigt, dass eigentlich niemand so wirklich einen Plan hat. Dass Scheitern erlaubt ist.
Und es hat mir irgendwie ein kleines bisschen mehr bewusst gemacht, dass man sich viel mehr an den kleinen Dingen erfreuen sollte.🌞

Ganz ehrlich? Vielleicht bräuchte ich auch mal eine Auszeit mit fünf Hühnern, die wie die wilden Hühner benannt sind und der Gemüsezucht als einzige Sorge.🐓

Alles in Allem, gerade mit Mitte 20, kein leichtes Buch, aber eins, das einem das Gefühl gibt mit der Quarter Life Crisis nicht ganz so alleine zu sein.

5 stars
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4 stars
4 stars

Zum Inhalt:
Sophie meistert Schule und Studium mit links, jetzt macht sie ein langweiliges Praktikum. Sie weiß eigentlich gar nicht mehr, was sie eigentlich will und kauft im Internet für einen Spottpreis ein Haus in Ostdeutschland und lässt alles hinter sich. Aber was will sie eigentlich wirklich? Und wie soll sie die langen Tage eigentlich rumbringen?
Meine Meinung:
Was für ein schräges Buch. Sophie mit ihrer Bruchbude ohne Strom, eigentlich gar nicht viel Geld und dennoch will sie was daraus machen. Und sie macht es auch, fängt einfach an, findet sogar einen Job, aber will sie das alles wirklich? Immer wieder kommt sie ins Grübeln, wozu sicher auch ihre Freundin beiträgt, aber am Ende des Tages kann nur Sophie selbst herausfinden, was sie wirklich will. Ob ihr das gelingt, wird natürlich nicht verraten. Ich habe das Buch gerne gelesen und habe mich auch gut unterhalten gefühlt. Wer mal was ganz anderes lesen will, ist hier gut aufgehoben.
Fazit:
Hat was

4 stars
4 stars
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5 stars
5 stars

Sophie steckt fest zwischen Studium, Leistungsdruck und einem langweiligen Praktikum. Aus einem Impuls heraus kauft sie ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz. Die Renovierung ist schwierig, doch in der Stille und Weite der Landschaft beginnt sie, Erwartungen loszulassen und sich zu frage, was sie wirklich will.
Ein poetischer, lebensnaher Roman über Mut, Zweifel und leise Veränderungen. Und für alle die fühlen: das kann noch nicht alles gewesen sein.

5 stars
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5 stars

Ich stecke selbst gerade mitten in meinen Zwanzigern und muss sagen dass mich dieses Buch auf einer ganz persönlichen Ebene komplett erwischt hat. Anna Katharina Scheidemantel beschreibt in Statt aus dem Fenster zu schauen ein Lebensgefühl das ich und viele in meinem Alter nur zu gut kennen. Man funktioniert man liefert ab und trotzdem fühlt sich alles irgendwie hohl an. Die Geschichte von Sophie hat mich deshalb von der ersten Seite an total abgeholt.
Sophie ist die klassische Überperformerin die nach dem Studium in einem schicken Praktikum landet aber eigentlich nur noch eine tiefe Leere spürt. Dass sie dann alles hinschmeißt und sich ganz spontan eine Ruine im Osten kauft klingt erst mal verrückt aber ich konnte diesen Drang nach einem radikalen Cut so gut nachvollziehen. Wer kennt nicht den Wunsch einfach mal den Stecker zu ziehen wenn der Erwartungsdruck von außen zu groß wird.
Was ich an der Erzählweise besonders liebe ist die absolute Ehrlichkeit. Sophie romantisiert das Landleben nicht. Sie hockt da ohne Strom und ohne WLAN und muss sich ihren eigenen Dämonen stellen während sie versucht dieses Haus irgendwie bewohnbar zu machen. Das Buch hat auf mich eine wahnsinnig entschleunigende Wirkung gehabt. Man spürt beim Lesen richtig wie Sophie durch die harte körperliche Arbeit und die Stille beginnt die Schichten der fremden Erwartungen abzustreifen. Die Frage wer man eigentlich ist wenn man nicht gerade die nächste Deadline jagt wird hier so klug und unaufgeregt gestellt.
Die Atmosphäre des Buches ist unglaublich dicht. Man fühlt den Staub auf der Haut und die Freiheit die entsteht wenn man sich traut einfach mal stehen zu bleiben statt immer nur weiterzurennen. Es ist eine Geschichte über den Mut zum Stillstand und darüber dass es völlig okay ist keinen perfekten Plan zu haben. Die Autorin fängt dieses spezielle Gefühl der Orientierungslosigkeit unserer Generation einfach perfekt ein.
Für mich ist das Buch ein absolutes Highlight und ein wichtiges Werk für alle die gerade versuchen ihren eigenen Weg zu finden. Es ist ein Plädoyer dafür nicht nur aus dem Fenster zu schauen und dem Leben zuzusehen sondern selbst die Hand anzulegen auch wenn es erst mal chaotisch ist. Klare fünf Sterne für diesen ehrlichen und inspirierenden Roman.

5 stars
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5 stars

Der Roman erzählt die Geschichte von Sophie, die einen mutigen Schnitt wagt und für einen Spottpreis ein altes Haus in Nordostdeutschland kauft und ihr bisheriges Leben hinter sich lässt. Den scheinbar vorgezeichneten Weg – gutes Abi, sichere Zukunft, hohe Erwartungen von außen – schlägt sie damit erstmal aus.
Ohne Internet und mit nur wenigen finanziellen Mitteln beginnt Sophie, das nahezu eingestürzte Haus eigenhändig zu restaurieren. Dabei verleihen die Beschreibungen der Renovierungsarbeiten und der Gartenarbeit, dem Buch eine entschleunigende Atmosphäre.
Der Roman ist jedoch weit mehr als nur eine Aussteigergeschichte – er ist ein echter Wohlfühlroman über Selbstfindung, Mut zur Veränderung und die Rückkehr zu einem einfacheren, greifbareren Leben. Die Gedanken über das „Hamsterrad“ der modernen, digitalisierten Welt regen zum Nachdenken an und wirken lange nach.
Eine inspirierende Lektüre für alle, die sich nach Entschleunigung sehnen oder selbst manchmal davon träumen, alles hinter sich zu lassen und für alle die es beim Lesen auch mal ruhiger angehen wollen.

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5 stars
5 stars

Wunderschön, atmosphärische Sprache.
Ich glaube wir alle würden gerne mal spontan aus unserem Alltag ausbrechen. Dieses Buch spielt dieses Gedankenspiel ganz wunderbar.

5 stars
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5 stars

Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel ist ein Roman über Selbstfindung und Anspruchsdenken.
Sophie hat aus Langeweile ein Haus gekauft. Für einen Spottpreis, irgendwo in der ostdeutschen Provinz. Die Studentin, die aktuell ein Praktikum macht, für das sie definitiv überqualifiziert ist, neigt eigentlich nicht zu solchen Spontankäufen. Schon gar nicht im Immobilienbereich. Aber sie hat ja auch noch nie ein Haus gekauft und schon gar nicht irgendwo auf dem Land. Sie muss erstmal schauen, wo das ist.
Beim Versuch es zu renovieren, kommt sie schnell an ihre Grenzen. Auf YouTube sieht das einfacher aus. Aber vor allem hat sie dort Zeit, denn ohne Strom und ohne Gesellschaft, sind die Tage ganz schön lang. Doch sie gewöhnt sich an die Stille und als sie voller Stolz sieht, was sie mit ihren Händen schaffen kann, schafft sie es auch die Erwartungen der anderen abzustreifen und sich selbst zu fragen: Was will ich vom Leben? Und wo ist meine Zukunft?
Das Buch von Anna Katharina Scheidemantel hat mich sehr gefesselt. Tatsächlich war ich überrascht von Sophies Durchhaltevermögen und ihrer Zähigkeit. Von ihren Freunden belächelt, genießt sie doch ihre Freiheit, ihre Tage so zu verbringen, wie sie möchte. Bis sie feststellt, dass sie entscheiden muss, wo zukünftig ihr Lebensmittelpunkt sein wird. Und diese Entscheidung macht sie sich nicht leicht.
Eine Geschichte, die von Mut und Glück erzählt, aber auch zeigt, was man mit harter Arbeit erreichen kann. Ein Buch, das auch sehr gut für junge Leser geeignet ist.

5 stars
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Und hiermit habe ich nun nicht nur mein nächstes Pola-Buch beendet, sondern direkt auch eins für die Top 5 aus dem Verlag gefunden. Ich könnte euch jetzt viel darüber erzählen, wie wundervoll es sich angefühlt hat über 350 Seiten hinweg fast ausschließlich in Sophies Kopf und ihrem neuen Haus zu wohnen. Ich könnte euch erzählen, wie dringend ich jetzt auch ein einsames Haus irgendwo im Nirgendwo will, obwohl das unter normalen Umständen mein absoluter Albtraum wäre. Ich könnte sagen, dass man die Nebencharaktere in diesem Buch auf ganz besondere Art und Weise kennenlernt und ich bis jetzt noch nicht weiß, ob ich sie alle liebe oder nicht. Und ich könnte euch natürlich von der Atmosphäre vorschwärmen, die dieses Buch in sich, aber auch in mir drin erzeugt hat. Aber all das würde dem Ganzen gar nicht gerecht werden, weil die Geschichte so viel mehr ist und es verdient, von jedem gelesen zu werden. Bin ganz arg verzaubert von dem, was die Autorin hier geschaffen hat und werde das Buch wohl nie wieder richtig loslassen.

5 stars
5 stars
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5 stars

Ich habe alles an diesem Buch geliebt! Der Stil der Autorin hat mir direkt sehr gut gefallen und ihre Gedanken noch mehr. Man wird zum nachdenken angestoßen, allerdings nicht aufrdinglich, sondern durch die Augen der Protaginistin, auf unperfekte und charmante Weise. Die ganze Stimmung des Buches lässt Sehnsucht wach werden und ich war wehmütig, als die Geschichte zu Ende war. Ich hoffe sehr, noch viele weitere Bücher dieser tollen Autorin lesen zu dürfen!

5 stars
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Staub oder eine Feenfamilie

Der Verlag dürfte ein Faibel für zynischen, ja doch auch sarkastischen Humor von starken, weiblichen und unabhängigen Charakteren haben, denn es ist für mich schon das vierte Buch von einer Autorin, die sich kein Blatt vor den Mund nimmt, ihren Unmut über die moderne Welt mit herrlich kritischem Blick, in Worte zu fassen.

Der Roman ist in vier Abschnitte unterteilt,
Konfusion, Koexistenz, Konstruktion sowie Konklusion und wird aus der Ich-Perspektive von Sophie erzählt. Eine junge Studentin, die ein wenig aus Langeweile und vielmehr als Ausbruch, online ein Haus in einem winzigen Ort in Norddeutschland ersteigert.
Die Autorin Anna Katharina Scheidemantel erschafft durch Intellekt, schwarzen Humor, kreative Interpretation und Sozialisation eine sympathische und interessante Hauptprotagonistin mit eigener Weltanschauung, die mit der Restauration der verfallenen Bruchbude anfängt sich erneut selbst zu spüren und für sie konstruktiv etwas beiträgt.
Sie schafft sich eine Blase und entkommt somit der schrecklichen Realität in der Welt, stellt sich aber gleichzeitig anderen Verantwortungen. Durch Begegnungen mit verschiedenen Menschen aus ihrer neuen Umgebung sowie auch ihrem alten Umkreis erfährt sie Belustigung, Sorge, Enttäuschung und eine merkwürdige Art der Bewunderung, welche den LeserInnen in einer kurzen Zeitspanne deutliches Charakterwachstum von Sophie zeigen.
Jedes Mal, wenn ich das Buch zu Hand genommen hab, war es wie ein Abtauchen in eine wohlbekannte, aber viel stillere Welt, als würde man sich im Urlaub auf ein Bank setzen und Sophie beim in den Himmel starren und Eigenheim entdecken, begleiten.
Die Geschichte besticht durch seine langsame und ruhige Erzählweise, keine Aufregung und trotzdem Spannungen beim Lösen von Problemen, der für Veränderungen offenen lebensfrohen, dennoch sehr nachdenklichen und überlegten Sophie, der Konforntation mit der selbstgezüchteten Todsünde unserer Zeit-der Langeweile und Unbedeutsamkeit und dem Privileg gar nichts zu müssen!

"Sterne sind, für die ich Fliegenschiss bin und die über meine menschliche Endlichkeit nur lachen können, so still und heimlich, wie Sterne eben lachen."

Fazit: Für mich absolut lesenswert- ein ruhiges mit witzigen Anekdoten gespicktes Buch, das einlädt, seinen Gedanken in der Natur freien Lauf zu lassen!

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Raus aus dem Hamsterrad, rein ins Leben
Statt aus dem Fenster zu schauen ist ein leiser, kluger Roman über das Feststecken – und den Mut, sich daraus zu lösen. Sophie funktioniert. Studium, Praktikum, Erwartungen. Alles läuft, zumindest von außen. Und doch bleibt diese eine Frage: Wofür eigentlich? Ein spontaner Klick, ein heruntergekommenes Haus irgendwo in der ostdeutschen Provinz – und plötzlich beginnt etwas, das man vielleicht Leben nennen kann.
Was dieses Buch so besonders macht, ist seine Ruhe. Keine großen Dramen, keine überinszenierten Wendungen – sondern Stille. Zeit. Raum. Und genau darin entfaltet sich die eigentliche Geschichte: Sophies langsame, ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst. Mit dem Erwachsensein. Mit Erwartungen. Mit dieser leisen Überforderung, die unsere Zeit so oft mit sich bringt.
Es ist ein Buch über Selbstfindung – und darüber, dass diese nicht erst „später“ beginnt, sondern genau jetzt. Gerade in jungen Jahren. Wenn man merkt, dass die vorgezeichneten Wege vielleicht gar nicht die eigenen sind. Dass Leistung nicht automatisch Sinn ergibt. Und dass man erst einmal lernen muss, mit all dem umzugehen, was plötzlich möglich – und gleichzeitig so unklar ist.
Der Schreibstil ist dabei angenehm klar, oft ruhig, manchmal fast beobachtend – und immer wieder durchzogen von feinen, klugen Gedanken, die hängen bleiben. So wie dieses Zitat, das mich wirklich innehalten ließ:
„Aus der Perspektive eines Huhns müssen Menschen sehr merkwürdige Wesen sein, die sehr viel Zeit damit verbringen, im Angesicht ihrer überdimensionierten Hirnkapazitäten in Schockstarre und Overthinking zu verfallen.“
Ein Satz, der fast beiläufig daherkommt – und doch so viel über unsere Gegenwart erzählt.
Auch dieses Zitat bringt das Gefühl des Buches wunderbar auf den Punkt:
„… in stillem Einvernehmen darüber. Und das kommt nicht oft vor – dass sich alle einig darüber sind, dass sie nichts wissen, und auch nicht das Bedürfnis haben, so zu tun, als wäre es anders.“
Genau darum geht es: Nicht wissen. Nicht funktionieren müssen. Aushalten. Und vielleicht darin etwas finden, das sich echter anfühlt als alles davor.
Die Renovierung des Hauses wird dabei fast zur Metapher – für das eigene Leben, das sich eben nicht so einfach „reparieren“ lässt wie in einem YouTube-Video. Für Prozesse, die Zeit brauchen. Für Umwege, Zweifel und kleine Erkenntnisse.
Fazit:
Ein stilles, sehr kluges Buch über Selbstfindung, Überforderung und die Frage nach dem Sinn – ohne große Antworten zu liefern, aber mit genau den richtigen Fragen.
Ein Roman, der zeigt, wie schwer und gleichzeitig wie notwendig es ist, aus der Maschinerie unserer Zeit auszusteigen.

5 stars
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Statt aus dem Fenster zu schauen
| Umwerfend schöner Roman über Aufbruch, Freiheit und das Glück, sich selbst zu finden
von Anna Katharina Scheidemantel

Zu Beginn dachte ich, kann das echt sein? Ist man mit 25 so gelangweilt und verrückt ungesehen ein „Haus“ im Nirgendwo für 3.500 Euro im Internet ungesehen ohne Notar und überhaupt zu kaufen? Zumal sich dann rausstellt unbewohnbar…

Ich wollte herausfinden, was die Geschichte zu bieten hat und wurde überrascht von der Entwicklung der Protagonistin, dem feinen Ton und Humor. Lohnenswert und frisch unterhaltsam. Ich werde es gerne empfehlen!

4 stars
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Aus Langeweile in ihrem Praktikum klickt sich Sophie durch die Kleinanzeigen und stößt auf ein Haus Angebot. Spontan klickt sie drauf und hat somit ein Haus für 3000 EUR gekauft. Sie verabredet sich mit dem Eigentümer und macht sich auf den Weg in die Ostdeutsche Einöde. Das Haus ist eher eine Bruchbude und dennoch steht Sophie zu ihrem Gebot und zahlt eine erste Rate. Mühsaam versucht sie sich das Haus wohnlich zu machen und wird zum Stammgast in einem nahegelegenen Cafee mit Stromanschluß und Internet und im Baumarkt. Schritt für Schritt richtet sie sich in ihrem Haus ein und findet in einer Kneipe sogar einen Teilzeitjob. Ganz alleine so mitten im Niergendwo findet sie langsam zu sich selbst und stellt ihr eigenes Leben in Frage. Soll sie weiter studieren? Gerade sie, der früher immer gesagt wurde, aus dir wird später was, weiß nicht wie sie sich entscheiden soll.
So genießt sie einen Sommer, bekommt Besuch von einem ehemaligen Freund aus ihrer alten Heimat der jetzt in Berlin wohnt und am Ende auch von ihrer besten Freundin die alle gar nicht glauben wollen, dass Sophie das wirklich durchzieht.

Ein sehr ruhiges und gutes Buch das zum Nachdenken einlädt. Mitten in der hektischen Welt muss jeder für sich Orte der Ruhe finden um Kraft zu schöpfen.

5 stars
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Dieser Roman hat mich sofort berührt, weil er so leise beginnt und dann doch eine enorme innere Wucht entfaltet. Sophie steckt fest nicht in einem dramatischen Schicksal, sondern in etwas viel Alltäglicherem. Erwartungen, Leistungsdruck, dem Gefühl, funktionieren zu müssen. Genau diese Art von Stillstand kennt man, und vielleicht macht das ihre Geschichte so nah. Der spontane Kauf des alten Hauses wirkt zunächst wie ein absurdes Trotzmanöver. Doch gerade darin liegt der Zauber des Buches. Es zeigt, wie manchmal ein unvernünftiger Impuls der ehrlichste Schritt ist. Die ostdeutsche Provinz, mit ihren weiten Feldern, dem flirrenden Licht und der fast unheimlichen Stille, wird zu einem Spiegel für Sophies innere Leere, aber auch zu einem Raum, in dem sie endlich atmen kann. Auf YouTube sehen die Renovationen leicht aus. Sie entpuppen sich als mühsam, chaotisch, manchmal frustrierend. Und doch sind es genau diese Stunden, in denen Sophie beginnt, sich selbst zuzuhören. Der Roman zeigt sehr feinfühlig, wie aus Langeweile und Unsicherheit langsam Klarheit entsteht. Nicht als grosse Erleuchtung, sondern als zarte, vorsichtige Erkenntnis, dass man sein Leben nicht nur nach aussen hin gestalten darf, sondern nach innen. Anna Katharina Scheidemantel hat einen klugen Roman über Selbstfindung, Mut und die Schönheit des Ungeplanten verfasst. Er erinnert daran, dass man manchmal erst weit wegmuss, um bei sich selbst anzukommen.

4 stars
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Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt!
Einfach so mal ein Haus kaufen und auf die andere Seite des Landes ziehen ist keine einfache Sache, schon gar nicht wenn man 25 ist und nur ein Fahrrad und die Bahncard hat.
Sophies Reise und Entwicklung fand ich einfach toll. Der Wechsel zwischen Humor und Ernst, der mich auch sehr zum Nachdenken gebracht hat, hat sehr gut gepasst.
Eine wundervolle Flucht aus dem Alltag.

5 stars
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Eine Flucht aufs Land

Ein Klick, 3100 Euro und schon gehört dir ein Haus mitten im Nirgendwo. “Etwas renovierungsbedürftig” Und dann? Nun, das will Sophie herausfinden. Denn sie fühlt sich im stressigen, fremdbestimmten Alltag festgefahren und kauft spontan ein heruntergekommenes Haus auf dem Land.

Geht das gut? Das finden wir nun alle heraus, indem wir Sophie bei ihrem Vorhaben begleiten. Mit einem Rucksack und ihrem Fahrrad macht sie sich auf den Weg.

Ich fand das Buch erstmal dahingehend spannend, da ich selbst vor ein paar Jahren von der Stadt aufs Land gezogen bin. Zwar in ein fertigen Haus, aber dennoch ist schon das Leben hier so unterschiedlich. Es sind zwei Welten, die da kollidieren. Und das muss auch Sophie erkennen.

Während sie nach und nach das Haus renoviert und fast ohne Handyempfang beginnt, darüber nachzudenken, was sie möchte, merkt man, wie sie schwankt. Will sie bleiben? Will sie zurück und diesen Sommer als Erfahrung hinter sich lassen? Mit jedem Stück, dass das Haus frisch wird, hat man das Gefühl, dass sich auch bei Sophie etwas löst. Dann gibt es kleine Rückschläge und es wird alles neu durchdacht.

Ich muss gestehen, dass ich mich manchmal gefragt habe, was ich an ihrer Stelle getan hätte. Wäre ich geblieben? Gegangen? Hätte ich mir weitere Hilfe geholt?
Damit geht aber am Ende vermutlich jeder anders um und das ist auch gut so.

Für mich war das Buch jedenfalls selbst eine kleine Flucht aus dem Alltag und gern wäre ich mal bei ihr gewesen, hätte den Hühnern zugesehen und Kartoffeln geerntet.

Ein Buch, das zum Nachdenken, aber auch zum Innehalten anregt.

ISBN: 978-3759600554
Autor: Anna Katharina Scheidemantel
Verlag: pola
ET: 30.03.26
Umfang: 352 Seiten

5 stars
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5 stars

Sophie lebt ein Leben, das nach außen hin vollkommen „richtig“ wirkt. Studium, Praktikum, Zukunftsperspektiven. Alles scheint vorgezeichnet und von der Verwandtschaft abgenickt.
Doch innerlich fühlt sie sich orientierungslos und gefangen in einem Alltag, der sich mehr nach Funktionieren als nach Leben anfühlt. Spontan trifft sie eine radikale Entscheidung! Sie kauft für wenig Geld (3000€ 😱) ein heruntergekommenes Haus irgendwo auf dem Land. Ich war so neidisch. Hab auch kurz überlegt 🤣 Einfach eine Hütte im Wald.

Was zunächst wie ein kleines Abenteuer wirkt, entpuppt sich schnell als echte Herausforderung. Die Renovierung ist anstrengender als gedacht, das Geld knapp, und der Verzicht auf gewohnten Komfort bringt sie an ihre Grenzen. Noch schwerer wiegt jedoch die ungewohnte Ruhe. Fernab von Ablenkung und Erwartungen bleibt plötzlich viel Raum für Gedanken. Und genau dort beginnt Sophie, sich selbst ehrlich zu begegnen. Wer ist sie eigentlich, wenn niemand etwas von ihr erwartet?


Dieses Buch hat mich auf eine ganz besondere Weise getroffen. Ich habe mich in so vielen Momenten wiedergefunden. In diesem Gefühl, irgendwie festzustecken, obwohl doch alles „richtig“ läuft. Ich habe es geliebt wie Sophie angefangen hat sich im Dorf zu integrieren. Hat Freundschaften begonnen und ist interessanten Menschen mit ihrer Geschichte begegnet. Sie hat ihren Garten umgegraben und das Land bewirtschaftet. Ich hab das wirklich auf jeder Seite genossen. Ich will auch Hühner 😍🐣

Die Sprache ist unglaublich fein und fast schon poetisch, ohne dabei schwer zu wirken. Viele Gedanken haben mich richtig innehalten lassen, weil sie so klar und gleichzeitig tiefgründig formuliert sind. Es geht um Selbstfindung, um das Loslösen von fremden Erwartungen und um den Mut, eigene Wege zu gehen. Themen, die mich total abgeholt haben.

Sophie als Figur fand ich wahnsinnig authentisch. Ihre Zweifel, ihre Unsicherheiten, aber auch ihre kleinen Fortschritte haben sich einfach echt angefühlt. Ich konnte sie komplett nachvollziehen und habe oft mit ihr mitgefühlt. Sie ist so intelligent. Ich habe so gelacht und mitgefühlt.

Ein Roman, der leise daherkommt, aber unglaublich viel auslöst. Für mich ein absolutes Highlight. Ich hätte so gerne noch 300 Seiten mehr gelesen.

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In einer Welt voller Erwartungen den eigenen Lebensinhalt finden
In vier Entwicklungsschritten folgt der Leser der Hauptfigur Sophie Geiger, 25, BWL-Studentin im Praktikum in München. Bei gähnender Langeweile vor endlosen Excel-Tabellen am PC sitzend kauft sie über e-Bay Kleinanzeigen aus einem spontanen Impuls heraus ein altes Haus in der ostdeutschen Provinz für 3000 €. Was zunächst wie eine mutige und unüberlegte Aktion erscheint, entwickelt sich zu einem konstruktiven Sinnfindungsprozess während einsamer Renovierungs- und Gartenarbeiten im bzw. am baufälligen Objekt im Nirgendwo. Über langjährige Freunde wie Pauline und Moritz Feldhammer kommt es neben interessanten Exkursionen vor Ort bis zur Ostsee auch zu tiefergehendem Gedankenaustausch. Das dörfliche Zusammenleben in Günderode und Nichwitz im Norden Ostdeutschlands wird realistisch beschrieben mit einem Touch von Nostalgie. Auch die Kindheitserinnerungen der sympathischen Ich-Erzählerin und Oma Monikas achtzigster Geburtstag stellen den schönen Familienbezug her. All diese detaillierten Facetten des dortigen Alltags vermitteln ein angenehmes Gefühl von Freiheit in meist sommerlicher Natur. Spannung kommt auf durch die spätere notarielle Eintragung des Grundbesitzes ins Grundbuch, da sich die einfache Möglichkeit öffnet, alles rückgängig zu machen. So verlockend dieser Notausgang vielleicht sein mag, mit gewachsenem Selbstbewusstsein und verändertem Leben vertraut Sophie lieber auf ihre weitere Sinnsuche, auch nach dem richtigen Arbeitsplatz. Die anfangs planlose, ahnungslose und teils naive Studentin entpuppt sich allmählich zu einer standfesten Frau, die neben Studium und Arbeit das Freiheitsgefühl im Nirgendwo nicht missen möchte.
Dieses realitätsnahe Setting charakterisiert Sophie als mutige Frau, die unvoreingenommen neue Situationen meistert. Der teils humorvolle Schreibstil gefällt. 4*

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Das Cover bezieht sich wunderbar auf den Inhalt des Romans. Genau so stellt man sich dieses verwilderte Grundstück vor, auf dem Sophie landet. Ein bisschen abgeschieden, ein bisschen wild, irgendwie frei. Sogar der kleine Teich ist beim genauen Hinschauen zu entdecken.
In der Geschichte geht es um Sophie, die eigentlich immer funktioniert hat. Gute Noten, Studium, alles geschniegelt und geplant. Und dann kommt dieser Punkt, an dem sie sich plötzlich fragt, wofür das eigentlich alles ist. Ziemlich spontan kauft sie sich für einen Spottpreis, der allerdings ihr ganzes Erspartes auffrisst, ein baufälliges Häuschen irgendwo in Ostdeutschland und lässt ihr altes Leben erstmal komplett hinter sich.
Ich mochte total, wie bodenständig das Ganze erzählt wird. Sie hat kaum Geld, kellnert, um sich überhaupt Essen leisten zu können. Vom Mund spart sie sich Farbe für die Wände oder die Dachpappe, damit es nicht reinregnet, ab. Das wirkt alles sehr real und gar nicht romantisiert.
Auch diese bewusste Abgrenzung von Familie und Freunden fand ich spannend. Sophie zieht sich zurück, hat kaum Handyempfang, lebt wirklich im Nirgendwo und muss für alles wirklich weite Strecken mit dem Rad zurücklegen. Aber genau das hilft ihr, runterzukommen und einen ganz anderen Blick aufs Leben zu bekommen. Weg von Leistungsdruck und Excel Tabellen, hin zu Natur, Stille, Sonnenuntergängen und einfach mal sein.
Der Schreibstil ist dabei sehr einfühlsam und bildhaft, ohne kitschig zu werden. Es ist eher ein ruhiges Buch, das einen zwischendurch nachdenklich macht und auf eine leise Art lange beschäftigt.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende. Gerade weil man Sophie auf diesem langen Weg begleitet, wirkt ihre Entscheidung für die Zukunft am Schluss ziemlich knapp abgehandelt. Das kam mir fast zu abrupt und hätte für meinen Geschmack mehr Raum verdient.
Trotzdem insgesamt ein sehr lesenswerter Roman, der zum Innehalten anregt.

4 stars
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Sophie kauft spontan ein Haus auf eBay, für nur 3000 Franken, am anderen Ende Deutschlands. Nur kurze Zeit später sitzt sie mit ihrem Fahrrad, einem riesigen Rucksack und einem noch grösseren Schock über ihre Handlung im im Zug nach Berlin. Und während sie das Haus, das sich tatsächlich als ziemliche Bruchbude herausstellt, Stück für Stück belebt und renoviert, findet sie langsam heraus, was sie wirklich vom Leben will.
Ein entschleunigendes, feinfühliges und frühlingshaftes Buch.

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"Statt aus dem Fenster zu schauen" von Anna Katharina Scheidemantel ist ein sehr atmosphärischer Roman über Neuanfänge und das einfache Leben.

Sophie hat genug davon "etwas sein zu müssen", sie bricht ihr Praktikum ab und kauft spontan für 3000 Euro ein Haus in der Pampa. In dieser Ruine versucht sie sich über den Sommer ein Heim zu bauen und sich selbst zu finden.

Ein Buch mit einer simplen Premise, von der Schönheit des Lebens und den Erwartungen die wir von anderen Auferlegt bekommen. Wunderschön aufgearbeitet von der Autorin. Ein absolutes Sommerbuch zum runterfahren.

5 stars
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💭 M E I N U N G

Ich dachte, dass das ein Buch wird, das ich in Ruhe lesen möchte und habe dafür einen etwas ruhigeren Zeitpunkt abgewartet, doch dann habe ich es in zwei Tagen verschlungen - uppsi 🤷‍♀️
Der Schreibstil war poetisch und leicht und ich bin quasi in der Geschichte versunken, ich habe mich teilweise gefühlt als würde ich in einem abgelegenen Wohnwagen liegen, wie bei den wilden Hühnern 🐓
Ich bin in einem ähnlichen Alter wie Sophie und mich beschäftigen die gleichen Fragen wie sich, wodurch ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte und ich bewundere sie für ihren Mut und für ihre „ich-mach-das-jetzt-einfach“-Einstellung.
Das Entfliehen und Entschleunigen, aber auch die Idylle und Abgeschiedenheit die diese Geschichte mit sich bringen, sorgen für eine Konfrontation mit sich selbst und seinen eigenen Lebensentscheidungen und haben in mir einige neue Blickwinkel und Perspektiven geöffnet! 👓

Besonders gut gefallen haben mir die Anspielungen auf die „Wilde Hühner“-Bücher und ich hatte das Gefühl, dass Sophie eine Erwachsenenversion der Mädelsbande verkörpert! ✨
Auch das Cover und natürlich das Lesebändchen haben mich überzeugt!

Es gab allerdings auch ein paar wenige Dinge, die ich mir anders gewünscht hätte:
Zum einen gab es keine Kapitel, sondern lediglich 3 Abschnitte à ungefähr 110 Seiten, in welche das Buch unterteilt war. Das ist wahrscheinlich Geschmacksache, aber ich bin ein Freund von kürzeren Kapiteln.
Zum anderen hat es mir an Begegnungen und Kontakt zu anderen gefehlt. Auch wenn das vielleicht bewusst so gewählt war, dass Sophie fast den ganzen Tag alleine, bzw. In Gesellschaft ihrer Hühner und Kartoffeln verbringt, lese ich am liebsten Geschichten über Begegnungen und Beziehungen und hätte mir etwas mehr Kontakt zu ihrer Umgebung, vielleicht sogar eine kleine Romanze mit Moritz (?) gewünscht, die das Buch für mich abgerundet hätten und für etwas mehr Inhalt und weniger Gedankenkreisen gesorgt hätten. Die Überraschung von Moritz und Pauline gegen Ende hin hat das Ruder wieder etwas rumgerissen und mich sehr zufrieden gestimmt!
Aber auch manche Entscheidungen, die Sophie getroffen hat, insbesondere dass sie ihren Eltern nicht von ihrem Hauskauf erzählt, waren für mich schwer nachvollziehbar, weil es eigentlich scheint, als bestünde ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern.

Aber das sind kleine Kritikpunkte, die aufgrund meiner hohen Erwartungen an das Buch entstanden sind!
Ich hatte eine wirklich gute Zeit mit Sophie und der Hühner-Bande! Ich hoffe sie kann mit 80 im Schaukelstuhl sitzend zurückblicken auf ein glückliches und erfülltes Leben 🫶


⭐️ F A Z I T

Ein leiser Roman über Selbstfindung zwischen Zweifeln und Mutausbrüchen, dem Entfliehen des Hamsterrades, das Loslassen fremder Erwartungen und dem aktiven Gestalten des ergebenes Lebens 🐓 🏡
Das Buch passt wunderbar in den Frühling und anstehenden Sommer ☀️
Von mir gibt’s 4 ⭐️ !

4 stars
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Ich hatte aufgrund des tollen Covers und des Klappentextes hohe Erwartungen an das Buch - und wurde nicht enttäuscht! Protagonistin Sophie hat eine spontane Schnapsidee mit der Folge, dass sie ein Häuschen irgendwo im Nirgendwo kauft. Statt das Ganze rückgängig zu machen, schaut sie sich das Haus einmal an und stürzt sich ins Abenteuer, das Haus herzurichten.
Ich konnte das Buch nicht weglegen, ich musste wissen, wie es weitergeht. Ständig die Fragen im Kopf: Hätte ich solche Kraft und Geduld wie Sophie? Wie würde ich an ihrer Stelle handeln? Das bekannte Unglück behalten (= aus dem Fenster schauen), statt das unbekannte Glück zu suchen? Großartiges, nahbares Buch! Vor allem die Namensgebung der Hühner hat mich zurück in die Kindheit katapultiert und glücklich gemacht.

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5 stars

Dieser Roman hat mich total abgeholt! Das Cover ist einfach nur wunderschön und passt perfekt zum Frühling und ich habe nicht nur direkt eine Verbindung zur Protagonistin gespürt sondern wurde auch direkt vom Buch vereinnahmt. Ein paar Dinge erschienen mir zwar etwas unlogisch, aber das hat mir den Lesespaß nicht genommen!

Auch gut ist, dass die Protagonistin nicht durch eine Liebesbeziehung zur Lösung ihres Problems kommt, sondern sie ihre eigenen Entscheidungen trifft und dabei Höhen und Tiefen durchlebt. Der Schreibstil hat es mir ermöglicht die Gefühle und Gedanken sehr gut nachzuempfinden und ich flog wirklich durch die Seiten! Das Ende hat mich etwas überrascht, aber auch sehr zum Nachdenken angeregt. "Statt aus dem Fenster zu schauen" wird mich noch länger beschäftigen und hat einen bleibenden (sehr guten) Eindruck bei mir hinterlassen.

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Wann hast du dir im Alltag das letzte Mal erlaubt, wirklich zu leben, statt nur aus dem Fenster zu schauen?
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein Buch, das bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Im Mittelpunkt steht Sophie, die aus ihrem gewohnten Leben heraustritt und sich auf etwas Neues einlässt. Genau darin liegt auch die besondere Wirkung der Geschichte: Sie erzählt nicht nur von einer Entwicklung, sondern vermittelt gleichzeitig ein Gefühl, das einen auch nach dem Lesen noch begleitet. Beim Lesen entsteht fast automatisch der Wunsch, das Leben bewusster wahrzunehmen, die Natur mehr zu schätzen und den kleinen Momenten wieder mehr Bedeutung zu geben.
Im Verlauf der Geschichte wird immer deutlicher, wie sehr Sophie aus ihrem bisherigen Alltag ausbricht und dabei beginnt, die Welt um sich herum anders wahrzunehmen. Gerade diese Entwicklung macht das Buch so besonders, weil sie zeigt, dass das Leben nicht immer so kompliziert, durchgetaktet und streng sein muss, wie wir es oft selbst daraus machen. Stattdessen richtet die Geschichte den Fokus auf die spontanen, unscheinbaren Momente, die das Leben eigentlich erst besonders machen. Während des Lesens hatte ich immer wieder das Gefühl, sofort rausgehen zu wollen, den Sommer zu spüren und endlich das zu tun, worauf man schon lange Lust hatte.
Auch das sommerliche Setting trägt unglaublich viel zu dieser Wirkung bei. Die Atmosphäre ist warm, leicht und ruhig, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Dadurch passt das Setting perfekt zu Sophies Weg, denn auch ihre Erlebnisse fühlen sich nach Freiheit, Aufbruch und einem bewussteren Leben an.
Ein wichtiger Grund dafür ist für mich vor allem der Schreibstil der Autorin. Er ist unglaublich eindrucksvoll, weil er es schafft, dass man nicht nur liest, was passiert, sondern es wirklich mitfühlt. Man taucht mitten in die Szenen ein und spürt dieselbe Wärme, dieselbe Freiheit und dieselbe Leichtigkeit wie die Protagonistin. Anna Katharina Scheidemantel schreibt bildhaft, feinfühlig und gleichzeitig natürlich, wodurch alles so greifbar wirkt.
Auch Sophie als Protagonistin mochte ich sehr. Obwohl ich es normalerweise eher schwierig finde, wenn Figuren zu naiv dargestellt werden, war sie für mich trotzdem angenehm und authentisch. Sie wirkt nicht unrealistisch, sondern bringt trotz ihrer Naivität noch genug Vernunft mit, um sympathisch und glaubwürdig zu bleiben. Dadurch konnte ich ihre Gedanken und ihre Entwicklung gut nachvollziehen.
Gleichzeitig zeigt das Buch aber nicht nur die schönen und freien Seiten des Lebens, sondern auch, dass es Mut braucht, oder zumindest den richtigen Impuls, um aus dem gewohnten Alltag auszubrechen.
Für mich ist „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ein Buch voller Wärme, Freiheit und Lebensgefühl. Es hat mich berührt, inspiriert und mir beim Lesen ein richtig schönes Gefühl gegeben. Definitiv ein neues Lieblingsbuch, das ich noch lange in meinem Herzen behalten werde, weil es mir nicht nur eine Geschichte, sondern ein Lebensgefühl mitgegeben hat, das noch nachklingt: warm, leicht und so besonders, dass man es am liebsten festhalten möchte.

5 stars
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5 stars

Ein Roman voller Sehnsucht, getragen von Mut und durchzogen von einem Hauch feinsinnigen Wahnsinns. Ein Roman für jeden der ein bisschen Ruhe und Inspiration benötigt!

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Eine der fesselndsten Protagonistinnen seit langem

Die Quarterlife crisis ist in aller Munde. Doch was darf man sich darunter genau vorstellen? Und alle jenseits der 30 stellen sich vermutlich auch noch die Frage, ob man das nun nachvollziehbar findet oder eher quatsch? Aus diesen Fragen und der blanken Neugier heraus, habe ich zu dem Roman Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel gegriffen.
Sophie steckt zwischen den Studiensemstern in einem Praktikum, als sie aus einer Laune heraus entscheidet, ein Haus zu kaufen. Es handelt sich dabei weder um die Geschichte einer besonders reichen jungen Frau noch um ein normales Einfamilienhaus in gutem Zustand. Nein, es geht vielmehr um eine halbe Ruine im fernen Ostdeutschland, mitten im Nirgendwo, die Sophie spontan gekauft hat und zu der sie nun aus München aufbricht. Das hört sich total verrückt an, oder? Ja, so ist es auch. Sogar so verrückt, dass Sophie auf den ersten Seiten komplett in einem Monolog abgetaucht ist, in der ihr bis auf den Verkäufer des Hauses kein Mensch begegnet. Wer nun unkt, dass es langweilig wird, könnte falscher nicht liegen. Noch nie habe ich mich sofort so sehr in jemanden hineinversetzt gefühlt, wie hier in Sophie. Sie nimmt uns mit bei ihren Selbstzweifeln, wenn sie sich selbst Mut zuspricht, wenn sie mit sich selbst in der angstmachenden Dunkelheit allein ist und wenn sie sich an der neuen schönen Natur erfreut. Sophie öffnet uns Herz und Seele, um uns die Quarterlife crisis näher zu bringen. Das hat mich berührt und unterhalten gleichermaßen.
Sie entwickelt sich unheimlich stark. Von der kindlichen Sophie am Anfang, die aus lauer Trotz mal eben ein Haus kauft, hin zu einer jungen Frau, die ihren Weg ins Leben findet. Und dabei hat mich ganz besonders überzeugt, dass es nur um Sophie geht. Sie findet zu sich selbst und zeigt ganz authentisch, wie sich alle jungen Menschen fragen, was sie denn in ihrem beruflichen Leben erreichen wollen. Gelungen ist der Autorin diese Selbstfindungsgeschichte auch deswegen so gut, weil es weder von großen Freundschaftsdramen noch von Liebesgeschichten verwässert wird. Neben diesem schweren Thema gibt es auch immer wieder lustige Szenen oder Momente, wo man lächelnd den Kopf schütteln muss, weil es absurd und witzig gleichzeitig ist. Und auch der Impuls fürs eigene Leben kommt nicht zu kurz, wenn man sich als Leser fragt, ob man denn selbst auf dem richtigen Weg ist. Und natürlich fragt man sich ebenso, ob man denn selbst ausreichend Zeit für die eigene wilde Seite hat, die sich nach Selbstverwirklichung strebt. Ich habe viel mitgenommen aus dieser Erzählung!
Es war ein Lesehighlight in diesem Jahr für mich, mit einer der überzeugendsten Protagonistinnen, die ich je kennenlernen durfte!

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Wir alle fühlen uns manchmal festgefahren im Leben. Ist es das schon gewesen? Macht man alles richtig, wenn man tagsüber stundenlang Excel-Tabellen studiert und abends in seine heruntergekommene WG zurückkehrt, in der man zur Untermiete wohnt? Gibt es noch etwas besseres, statt aus dem Fenster zu schauen? Sophie trifft eine impulsive Entscheidung, kauft eine Bruchbude im tiefen Brandenburg und reist ab, ohne jemandem etwas zu sagen. Anna Katharina Scheidemantel beschreibt diese Sinnkrise und die Gefühle ihrer Protagonistin ganz wundervoll und regt dazu an, sich mit der eigenen Lebenssituation auseinanderzusetzen. Beim Lesen habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie Sophie sich wohl entscheidet - das Aussteigerleben durchziehen oder die Rückkehr ins konventionelle Leben? Das Ende hat mich nicht enttäuscht! Eine wunderbare Lektüre für den Sommer (oder jede andere Jahreszeit).

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Ein ganz wunderbares Buch über Selbstfindung und auf sein eigenes Ich zu hören. Wir heilsam es ist, seinen vorgezeichneten Weg auch mal zu hinterfragen und kurz innen zuhalten.

Große Leseempfehlung !

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