Holy City
von Henry Wise
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Erscheinungstermin 12.01.2026 | Archivierungsdatum 26.01.2026
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Zum Inhalt
Ausgelöst durch den tragischen Tod seiner Mutter kehrt Will Seems aus Richmond in die ländliche Gegend von Süd-Virginia heim. Er tritt eine Stelle als Deputy Sheri in Euphoria County an, das von...
Eine Anmerkung des Verlags
Bitte keine Rezensionsveröffentlichungen vor dem 12.01.2026
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783910918405 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
| SEITEN | 344 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Henry Wise hat mit HOLY CITY einen beeindruckenden Einstieg in das Genre des Southern Noir hingelegt – düster, atmosphärisch und voller moralischer Grauzonen. Kein Wunder, dass der Roman mit dem Edgar Award 2025 ausgezeichnet wurde.
Im Mittelpunkt steht Will Seems, der nach dem Tod seiner Mutter nach Euphoria County zurückkehrt und dort die Stelle des Deputys übernimmt. Von Anfang an ist er zerrissen: zwischen Schuld und Pflicht, zwischen dem Wunsch nach einem Neuanfang und den Schatten der Vergangenheit. Schlaf findet er kaum, seine Tage sind von innerer Unruhe geprägt. Eigentlich will er nur das heruntergekommene Familienanwesen restaurieren, doch dann wird sein Jugendfreund Tom Janders bei einem Brandanschlag ermordet.
Die Ermittlungen führen zu Zeke Hathom, einem alten schwarzen Mann, der am Tatort gesehen wurde. Für Will ist das ein Albtraum, denn Zekes Sohn hat ihm einst das Leben gerettet und trägt seitdem eine schwere Entstellung. Aus Schuld und Loyalität will Will die Unschuld des Vaters beweisen – und gerät damit in direkten Konflikt mit dem Sheriff, der den Fall schnell abschließen will und dabei eine eigene Agenda verfolgt. Auch Toms Frau spielt eine entscheidende Rolle: Sie ist mehr als die trauernde Witwe, ihre Geheimnisse werfen neue Schatten auf den Fall.
Als die schwarze Gemeinde Bennico Watts, eine kluge und kompromisslose Privatdetektivin aus Richmond, engagiert, wird die Lage noch komplexer. Gemeinsam stoßen Will und Bennico auf ein Geflecht aus Korruption, Rassismus und alten Rechnungen. Jeder Schritt bringt Will tiefer in den Morast – und die Frage bleibt: Wie weit darf er gehen, um Gerechtigkeit zu erreichen?
Wise trifft den Ton des Southern Noir meisterhaft: eine Welt, in der Moral brüchig ist, die Atmosphäre schwer und die Figuren voller Widersprüche. Die Sprache ist präzise, die Dialoge scharf, die Spannung konstant hoch. HOLY CITY ist kein einfacher Krimi, sondern ein literarisches Porträt einer zerrissenen Gemeinschaft.
Aus dem amerikanischen Englisch von Karen Witthuhn
Fazit: Ein kompromissloser Noir-Krimi über Schuld, Macht und die Suche nach Wahrheit. Für alle, die düstere Spannung und komplexe Charaktere lieben: unbedingt lesen.
Inge H, Rezensent*in
Amerikanische Idylle
Holy City, ist ein Krimi von Henry Wise. Es ist ein typischer Krimi aus dem südlichen Landgebiet der USA.
Da gibt es Korruption , Verleumdungen und Erpressungen am laufenden Bann.
Will Seems kommt nach längerer Zeit wieder als Deputiere Holy City.
Es gibt einen grausamen Mord.
Ich hatte schon schnell den richtigen Verdacht.
Der Autor lässt allerdings erst noch andere Verdächtig werden.
Es ist ein spannender Krimi, der mich gut unterhalten hat.
Will Seems war aus dem südlichen Virginia, wo seine Familie seit Generationen Tabak anbaute, nach Richmond geflüchtet. Gegen den Rat seines Vaters, der die elterliche Plantage nicht übernommen hat, kehrt Will zurück nach Euphoria County und arbeitet für Sheriff Mills als Deputy. Warum Mills ausgerechnet auf Will als Nachfolger des geschassten Grady beharrt, wirkt ebenso skurril wie die Position der ausgebildeten Polizistin Tania, die in Mills Sheriff’s Department nur Büroarbeiten zugeteilt bekommt. Will verbringt seine schlaflosen Nächte auf Fahrten durch eine Gegend im wirtschaftlichen Abstieg. Auf einer dieser Fahrten entdeckt er ein brennendes Haus und kann den Besitzer Tom nur tot retten. Der von der Brandstelle flüchtende Zeke wird als Täter verhaftet, obwohl er versichert, er wäre zum Helfen herbeigeeilt – und der gesamte Ort sich einig ist, Zeke hätte seinem Freund Tom niemals etwas getan. Zeugen werden aussagen, dass Tom an dem Tag einen großen Geldbetrag bei sich hatte. Will muss sich fragen, warum Mills sich mit einem Verdächtigen zufriedengibt, anstatt Beweise zu sichern – und was das mit der bevorstehenden Sheriff-Wahl zu tun haben kann, bei der Mills kandidiert.
Der heimgekehrte Tom scheint durch seine Flucht in die Stadt privat und beruflich zum Greenhorn zurückgestuft zu sein. Wer weggeht, verliert sein Netzwerk und muss offenbar wieder „auf Los“ zurück. Privat wirkt er noch immer traumatisiert von einem Ereignis, das Tom Janders Sohn Sam vor Jahren zum Krüppel machte. Über die Schuldigen wird eisern geschwiegen, man ist sich jedoch einig, dass Will der Familie Janders etwas schuldet, in der er nach dem Tod seiner Mutter wie ein eigenes Kind aufwuchs.
Henry Wise stellt seine Figuren vor die Kulisse bröckelnder Plantagen-Pracht, in der bis 2020 Befürworter der Sklaverei noch mit Denkmälern gehuldigt wurde. Viele hier sind Nachkommen von Sklaven und einige Weiße schlüpfen bis heute im Snakefoot-Sumpf unter. Wie Sklaverei und Plantagenwirtschaft einerseits und die Sümpfe als Zuflucht andererseits ihre Bewohner bis heute prägen, ist eine der Fragen, denen der Autor auf Wills Spuren nachgeht. Wir lesen von einem der legendären Old Boys Netzwerke, über Söhne, die es ihren Vätern nie recht machen werden, und einen Ehrbegriff, für den sich Wills Großvater noch duelliert hätte. Frauen treten auf in der Rolle der fürsorglichen Mutter, aber auch in Person der Ermittlerin Bennico Watts., die ihren Job im Polizeidienst einbüßte, weil sie sich mit den Machenschaften der Netzwerke nicht abfinden wollte.
Am Ende führt der preisgekrönte Debüt-Roman die Fäden wie maßgeschneidert für jede Figur zusammen. Ein großartiger Country Noir, den ich - mit diesen Darstellern vor dieser Südstaatenkulisse - nicht aus der Hand legen konnte.
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