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Buchcover für Wer die Toten stört

Wer die Toten stört

Historischer Thriller über Grabräuber, Serienkiller und den unbändigen Wunsch nach Wissen und medizinischen Fertigkeiten. Historischer Roman

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Erscheinungstermin 28.11.2025 | Archivierungsdatum 01.02.2026


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Zum Inhalt

Schottland, 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles - außer der Möglichkeit, an einem menschlichen Leichnam zu arbeiten und somit chirurgisches Wissen zu erlangen. Nye MacKinnon, ein schneidiger junger Sezierer, verspricht James zu helfen. Doch Nye ist ein Grabräuber, ein Leichenfledderer. Und James ist unwissentlich sein Komplize geworden. Schon bald geraten die beiden zwei besonders zwielichtigen Grabräubern namens Burke und Hare in die Quere, deren Nachschubbedarf an Toten so hoch ist, dass sie dafür bereit sind, über Leichen zu gehen ...

Schottland, 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles - außer der...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783757701413
PREIS 18,00 € (EUR)
SEITEN 416

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Die Geschichte von James wird verknüpft mit der Geschichte der chirurgischen Medizin. Gleichzeitig wurden 2 berüchtigte Serienmörder eingebaut, die es tatsächlich gab. Es entstand eine faszinierende Erzählung, eine Mischung auch historischer Fiktion und realen Figuren.
Mit sehr schöner, gefühlvoll beschreibender Sprache wird der Leser in eine fremde aufregende Welt entführt.
Ich war sehr gefesselt von den Dingen, die sich hier zugetragen haben. Auch die Entwicklung und Veränderung von James wird sehr anschaulich und interessant beschrieben. Zum Ende nimmt die Dramatik markant zu und man ist fast atemlos beim Lesen.

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"Wer die Toten stört" von A. Rae Dunlap ist eine gelungene Mischung aus historischen Tatsachen und Fiktion.

Edinburgh 1828: Der aus guten Verhältnissen stammende James Willoughhby kommt von Oxford nach Edinburgh, um dort Medizin zu studieren. Die Möglichkeiten, direkt an der Universität anatomische und chirurgische Studien zu betreiben, sind mangels Leichen nicht möglich. Lediglich private Institute bieten gegen Geld diese Möglichkeit. Allerdings werden hier die Leichen nicht auf legale Weise beschafft, was James allerdings aus Naivität niicht erkennt.. Nachdem er Nye MacKinnon kennengelernt hat, stolpert er zunächst unwissentlich, dann aber bewusst in ein düsteres Geschäft. Er betätigt sich als Leichenräuber, auch um sich Geld für Unterkunft und Studium zu verdienen. Alles läuft gut bis zu dem Tag, an dem sie ins Visier der (historisch verbürgten) Serienmörder Burke und Hare sowie dem Mediziner Knox (ebenfalls historisch verbürgt) geraten. So ganz nebenbei entwickelt sich zwischen James und Nye eine zu dieser Zeit natürlich verbotene Liebesgeschichte.

Aufgrund meiner Liebe zu Edinburgh und medizinischen Interesses habe ich zu diesem historischen Roman gegriffen und wurde nicht enttäuscht. Die Autorin versteht es sehr geschickt, Historie und Fiktion miteinander zu verknüpfen. Hierzu bedient sie sich einer sehr bildhaften Sprache, die die Lesenden nicht nur ins damalige Edinburgh versetzen, sondern auch die medizinischen Beschreibungen vor dem geistigen Auge erscheinen lassen. Diese Details sind nichts für Weicheier! Ich fand mich sofort mitten im Geschehen und habe den Roman genossen. Die düstere Atmosphäre ist fühl-, greif- und riechbar beschrieben.. Die Reise in eine Zeit, in der die Schere zwischen arm und reich nicht nur aufgrund von Geld, sondern auch mit Vorurteilen gegenüber den armen Menschen existiert. Ein Adliger oder berühmter Arzt sagt die Wahrheit, ein armer Mensch lügt! Auch die Beziehung zwischen James und Nye mit all den damit verbundenen Schwierigkeiten hat die Autorin gut herausgearbeitet. Ich mochte die beiden Hauptprotagonisten. Frauen spielen in diesem Roman bis auf zwei Personen eine untergeordnete Rolle, ebenfalls der damaligen Zeit entsprechend. Was mich erschüttert hat ist, dass es sich um historische Tatsachen handelt. Von Burke, Hare und Knox hatte ich vorher noch nie etwas gehört. In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass es sogar Filme über diese zweifelhaften Herrschaften gibt.

Ich empfehle diesen Roman gerne weiter, nicht nur an Edinburgh-Fans, sondern auch an alle, die sich für das Erlernen medizinischer Fachkenntnisse in der Zeit vor 200 Jahren interessieren. Der Roman bekommt von mir 5 Sterne!

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Edinburgh, 1828: Der junge Adlige James träumt davon, Arzt zu werden und stürzt sich mit Begeisterung ins Medizinstudium. Als er erfährt, dass in privaten Anatomieschulen an echten Leichen geübt wird, ist er fasziniert – doch bald schon gerät er tiefer in die düstere Welt des Leichenraubs, als ihm lieb ist. Ehe er sich versieht, steckt er bis zum Hals in kriminellen Machenschaften.

Inspiriert von der wahren Geschichte der Mörder Burke und Hare, spinnt die Autorin eine fiktive, aber sehr atmosphärische Erzählung um den historischen Hintergrund des Leichenhandels im 19. Jahrhundert. Dabei gelingt ihr ein stimmiger Spagat: Die Sprache ist der Zeit angepasst, dennoch gut verständlich und gewürzt mit feinem, typisch britischem Humor. Besonders spannend ist, wie sie die damaligen gesellschaftlichen Tabus ,von Standesgrenzen bis zur moralischen Ablehnung medizinischer Praktiken, gekonnt beleuchtet.
James als Hauptfigur überzeugt mit Tiefe. Ein junger Mann zwischen zwei Welten, adlig, aber anders, neugierig, aber naiv – seine Entwicklung vom schüchternen Außenseiter zum selbstbestimmten Charakter ist glaubwürdig und berührend. Auch emotional entfaltet die Geschichte ihre Wirkung, besonders zum dramatischen Höhepunkt hin, der spannend, unerwartet und schließlich versöhnlich ausklingt.

Fazit:
Ein atmosphärisch dichter, historischer Roman mit einem spannenden Plot, Humor und einer starken Hauptfigur. Wer medizinische Geschichte, düstere Geheimnisse und emotionale Entwicklungen liebt, wird an diesem Buch seine Freude haben. Sehr empfehlenswert!

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James Willoughby, ein junger verarmter Adeliger, will sich seinen Traum, Arzt zu werden, erfüllen und stürzt sich im Jahr 1828 im schottischen Edinburgh voller Begeisterung, aber mit einer entsetzlichen Naivität, in das Studium.

Eiegtnlich hat er wenig Vorstellung, was ihn erwartet. Zum einem wird theoretischer Unterricht geboten und zum anderen müssen praktische Kenntnisse an echten Leichen in privaten Anatomieschulen erworben werden. Doch die kosten extra Geld. Geld, das James nicht hat. Ein Studienkollege bietet einen Ausweg und wenig später gerät James in die Untiefen des Leichenhandels. Zunächst werden nur vor kurzem Bestattete aus den Friedhöfen der Stadt entwendet.

Als die Nachfrage nach frischen Leichen das Angebot übersteigt und eine neue Gruppe von Leichenräubern mitmischt, die auch nicht davor zurückschreckt, Menschen zu ermorden, wird es für James gefährlich.

Meine Meinung:

Hintergrund dieses historischen Krimis ist die Tatsache, dass es für die anatomischen Studien zu wenig Leichen gegeben hat. Damals durften nur die Körper hingerichteter Verbrecher für Sektionen verwendet werden. Man behilft sich unter stillschweigender Duldung der Anatomen damit, die Körper frisch bestatteter Menschen zu stehlen. Leichenraub wird damals lediglich als Vergehen bewertet.

Die Autorin hat rund um die wahre Geschichte der Leichenräuber William Burke und William Hare, die in den Jahren 1827 und 1828 insgesamt 16 Morde begangen haben, um die frischen Leichen an den Anatomen Robert Knox zu verkaufen. Die im Krimi beschriebene Mary Patterson sowie Darf Jamie sind ebenfalls reale Opfer von Burke und Hare.

Dieser Krimi ist recht authentisch beschrieben, zeigt er doch die Lebenswirklichkeiten der damaligen Gesellschaft auf. So erwartet die Familie von James, dem jüngsten Sohn, dass er die Schulden, die der verstorbene Vater hinterlassen hat, dadurch begleicht, dass er eine Stelle als Kaufmann antritt. Die anderen Familienmitglieder wie Bruder und Schwester frönen ihrem üblichen Lebensstil. James will aber unbedingt Arzt werden. Allerdings geht er die Sache mit einer Naivität an, die schon wirklich peinlich und schier unglaublich wirkt. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt er sich von einem schüchternen Außenseiter zu einem tatkräftigen jungen Mann.

Geschickt verknüpft die Autorin die historischen Fakten mit Fiktion. Dabei gelingt es ihr, die Lebensumstände der unterschiedlichen Protagonisten sehr gut darzustellen. Selbst der trockene britische Humor findet seinen Platz.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Krimi, der uns in das Medizinstudium im 19. Jahrhundert entführt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Spannend, makaber - gewürzt mit britischem Humor

Wie kommt A. Rea Dunlap dazu, in ihrem historischen Thriller „Wer die Toten stört“ über Grabräuber und Serienkiller zu schreiben? Es waren Burke und Hare, Schottlands berüchtigste Serienmörder, von denen sie erstmals in einem Podcast erfahren hatte. Sie ist abgetaucht in eine Zeit, in der Grabräuber sich eine rechtliche Grauzone zunutze machten, um Leichen zu Studien- und Lehrzwecken zu beschaffen und diese gewinnbringend zu verkaufen. William Burke und William Hare hatten als West Port murders traurige Berühmtheit erlangt, sie trieben in den Jahren 1827/28 in Edinburgh/Schottland ihr Unwesen.

Zunächst aber treffe ich auf den jungen, doch ziemlich unbedarften James Willoughby, der nach Edinburgh kommt, um Medizin zu studieren. Er ist begierig, alles über die Anatomie des menschlichen Körpers zu erfahren. Knochen, Muskeln, Nervenbahnen, innere Organe – alles erweckt seine Aufmerksamkeit. Bald hält er ein Skalpell in Händen, vor ihm auf dem Tisch eine menschliche Leiche. Widrige Umstände sind es, die ihn zu Nye MacKinnon treiben und dieser ist es, der ihn in zweifelhafte Machenschaften einführt.

Dieser historische Thriller vereint Wahres mit Fiktion. Neben Burke und Hare sind es noch so einige historische Personen, die mit den fiktiven Figuren, allen voran James und Nye, vermischt sind. Die Grabräuber betrieben ihr in jeglicher Hinsicht schmutziges Geschäft, ihre Abnehmer waren die medizinischen Fakultäten, die enormen Bedarf an Leichen hatten, die allein durch Körperspender nicht gedeckt werden konnten.

Zugegebenermaßen habe ich zuvor weder von den Grabräubern an sich noch von Burke und Hares mörderischen Geschäften gehört. Umso erstaunter bin ich, wie Dunlap diese kriminellen Umtriebe als makabres Gaunerstück präsentiert, ohne dabei würdelos zu sein. Sie hat mich zweihundert Jahre zurückversetzt, sie hat die gesellschaftlichen Normen und das Miteinander auf verschiedenen Ebenen gut eingefangen. Der feine britische Humor blitzt dabei stets durch, sie lässt diese gar schauerliche Geschichte James Willoughby erzählen, dessen Wunsch, sich medizinisches Wissen anzueignen, nicht ohne die notwendigen Studien am menschlichen Körper machbar ist.

„Wer die Toten stört“ ist ein spannender, auf Tatsachen beruhender historischer Roman, der trotz der makabren Thematik einen guten Einblick in die Umstände der anatomischen Studien gibt.

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Für mich sticht dieses Buch vor allem dadurch hervor, wie gut A. Rae Dunlap Atmosphäre, historische Details und Emotionen miteinander verbindet. Der Plot rund um den angehenden Medizinstudenten James Willoughby, der sich mit dem grabräuberischen Sezierer Nye MacKinnon verbündet — in einer Zeit, in der Chirurgie und Anatomie am Rande von Moral, Wissenschaft und Kriminalität standen — ist düster, spannend und unglaublich gut erzählt. Manche Szenen fühlen sich aber wie ein langsames Herantasten als wie actiongeladene Thrillerkämpfe an. Für Leser, die schnelle Spannung mit wenigen historischen Ausschweifungen wollen, könnte das zäh wirken. Die Geschichte hat mich trotzdem sehr gut unterhalten.

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Diese Geschichte ist ein atmosphärisch dichter historischer Roman, der die düstere Welt des Edinburghs im Jahr 1828 lebendig werden lässt. Im Zentrum steht James Willoughby, ein junger Student, der voller Idealismus seine medizinische Ausbildung beginnt. Besonders spannend ist die Figur Nye MacKinnon, ein charismatischer Sezierer, dessen Hilfe James dringend braucht. Nye ist ein Grabräuber, und damit öffnet sich für James eine moralische Grauzone, die ihn zum Komplizen macht. Die Begegnung mit den berüchtigten Burke und Hare, deren skrupellose Methoden bis heute berüchtigt sind, verleiht der Handlung eine beklemmende Authentizität. A. Rae Dunlap gelingt es, für den Leser, die Atmosphäre zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und menschlicher Grausamkeit eindringlich zu zeichnen. Der Roman ist nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein Nachdenken über die Grenzen von Moral und Wissen. Mich hat diese Geschichte bereits nach wenigen Seiten gefesselt. Der Roman fesselt durch seine Mischung aus historischem Realismus, psychologischer Tiefe und der Frage, wie weit Menschen bereit sind zu gehen, wenn es um Macht, Erkenntnis und Überleben geht. Ein Buch das ich empfehlen kann.

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hä? Was hab ich hier eigentlich gelesen? Schon crazy das ganze
Anfangs hatte ich Probleme aber mit der Zeit ging es recht gut und flott habe ich das Buch fertig gelesen
. Ich habe es binnen ein paar Stunden gelesen und absolut geliebt.

ich weiß gar nicht was ich groß sagen soll, ich bin sprachlos aber doch würde ich gerne viel sagen

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung

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Schottland, 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles - außer der Möglichkeit, an einem menschlichen Leichnam zu arbeiten und somit chirurgisches Wissen zu erlangen. Nye MacKinnon, ein schneidiger junger Sezierer, verspricht James zu helfen. Doch Nye ist ein Grabräuber, ein Leichenfledderer. Und James ist unwissentlich sein Komplize geworden. Schon bald geraten die beiden zwei besonders zwielichtigen Grabräubern namens Burke und Hare in die Quere, deren Nachschubbedarf an Toten so hoch ist, dass sie dafür bereit sind, über Leichen zu gehen ...

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James Willoughby verlässt sein behütetes Leben in Oxford, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Neben dem theoretischen Wissen möchte er sich jedoch auch praktische Erfahrung aneignen. Die Plätze an den chirurgischen Privatschulen sind allerdings stark begrenzt. Und obwohl James geschickt mit dem Skalpell umzugehen weiß, wird seine Moral bald auf eine harte Probe gestellt. Aus finanzieller Not wendet er sich an Nye, den Assistenten und Sekretär einer dieser Schulen, und erkennt dabei, dass sich hinter der angesehenen akademischen Fassade ein düsteres Geschäft mit den Toten verbirgt. Nur langsam begreift James, worauf er sich eingelassen hat.

Die Geschichte war anders, als ich sie erwartet hatte, und lässt sich nur schwer einem Genre zuordnen. Sie ist eine Mischung aus historischem Roman, True Crime und queerer Romance. Besonders gut gefallen hat mir das historische medizinische Setting. Es beleuchtet einen Teil der Medizingeschichte, den wir heute kaum hinterfragen -nämlich woher damals die Leichen stammten, die für Sektionen und den medizinischen Fortschritt verwendet wurden. Auch die realen Ereignisse, an denen sich das Buch orientiert, waren mir zuvor nicht bekannt.

Atmosphärisch erinnert der Roman ein wenig an einen Jack the Ripper Roman, allerdings mit deutlich weniger Spannung. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, denn Cover und Klappentext vermitteln eher den Eindruck eines historischen Spannungsromans. In gewisser Weise ist es das auch, doch der Fokus liegt woanders: auf der queeren Liebesgeschichte, den Protagonisten, dem Universitätsleben und den nächtlichen Ausgrabungen. Das ist gleichzeitig mein größter Kritikpunkt. Ich habe immer wieder darauf gewartet, dass die Spannung noch anzieht, doch die Momente, die es gab, wurden meiner Meinung nach zu schnell aufgelöst.

Sehr gefallen hat mir dagegen die Liebesgeschichte. Gerade diese Selbstverständlichkeit hat mich positiv überrascht-trotz der Tatsache, dass Homosexualität zur damaligen Zeit beim Erwischtwerden im schlimmsten Fall mit der Todesstrafe geahndet wurde.

James macht im Laufe der Handlung eine deutliche Entwicklung durch: vom naiven Adelsspross zu einem jungen Mann, der für seine Träume und Gefühle einsteht. Er verliert seine Unschuld in dunklen Spelunken und durch die tägliche Konfrontation mit dem Tod. Auch seine Freunde mochte ich, selbst wenn sie insgesamt eher blass geblieben sind.

Zusätzlich stellt die Geschichte eine interessante moralische Frage: Ist es moralisch vertretbar, für den medizinischen Fortschritt und zum Schutz zukünftiger Generationen sprichwörtlich über Leichen zu gehen? Ein Thema, das ich sehr diskussionswürdig finde.

Insgesamt ist Wer die Toten stört eine schöne queere Romance in einem historischen, akademischen Setting. Auch wenn ich mir stellenweise mehr Spannung gewünscht hätte, habe ich das Buch wirklich gerne gelesen - vor allem James und Nye waren für mich großartige Charaktere.


Vielen Dank an dem Bastei Lübbe Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar

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Edinburgh, 1828: James Willoughby kehrt Oxford den Rücken um im Herzen Schottlands Medizin zu studieren. Schnell merkt er, dass er mit theoretischem Wissen nicht weiterkommt und schreibt sich an einer Schule ein, die das Sezieren von echten Leichen lehrt. Doch diese Schule kostet Geld, das James kaum hat. Der Sezierer Nye MacKinnon verspricht dem Studenten, ihm zu helfen. Doch dafür muss James über seine moralischen Grenzen gehen.

"Wer die Toten stört" war mein erster historischer Krimi von A. Rae Dunlap und hat mich ingesamt toll unterhalten. Die Autorin verbindet die Geschichte Edinburgh mit den ersten Experimenten an Leichen und wahren, historischen Begebenheiten. Lediglich die Spannung kam teilweise zu kurz.

James erzählt seine Geschichte liebevoll naiv und dennoch zielstrebig. Sein Traum Chirurg zu werden, steht für ihn über seiner Familie und einem bequemen Leben in London. Als er merkt, wie teuer seine Ausbildung wird, ist er bereit, einige seiner Grenzen über Bord zu werfen. Zugegeben, der Leichenräuber Nye hat daran einen erheblichen Anteil. Und zwischen den beiden entwickelt sich mehr als nur Kameradschaft.

Die Verbindung aus historischem Krimi und leichter Romantik ist Dunlap hervorragend gelungen. Ihre Erzählungen wirken sehr dicht, detailreich und teils träumerisch. Ab und an wünschte ich mir mehr Zug in der Geschichte, denn die Spannung geriet in den Hintergrund. Das Ende hat dann voll zugeschlagen und den Roman toll abgerundet.

Eine Empfehlung für Fans historischer Krimis und Schottland.

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"Wer die Toten stört" ist eine historisch inspirierte Geschichte um den jungen adligen James, der im frühen 19. Jh nach Edinburgh geht, um hier Medizin zu studieren.
Aufgrund von finanziellen Sorgen muss er bald seinen Lebensunterhalt selbständig verdienen und findet so Kontakt zu einer Gruppe von Leichengräbern, die die anatomischen Schulen damals mit „Übungs“-Leichen für Studierende versorgt haben. (Erst 1832 bekamen Anatomen im Vereinigten Königreich rechtmäßig Leichen für das Studium zur Verfügung gestellt, vorher lief dies in einer Grauzone, die Grabräuber oder auch Mörder anzog.) Dabei verliert er nicht nur einige seiner aristokratischen Ansprüche (so humorvoll geschrieben!), sondern unwiderruflich auch sein Herz. Wenn nur nicht die kriminellen Machenschaften der Konkurrenz und die Standes-Ansprüche seiner Geschwister wären!

Ich mochte besonders die Unaufgeregtheit des Buchs. Sowohl die ganzen medizinischen Operationen, der Umgang mit den Leichen als auch die queere Liebesgeschichte werden ganz selbstverständlich beschrieben, ganz ohne künstliche Aufgeregtheit. Alles entwickelt sich organisch und natürlich. Spannung um jeden Preis steht hier nicht im Vordergrund!
Als Horrorfan mochte ich natürlich auch die blutigen Schilderungen des Labors und habe mich teilweise über Absurditäten amüsiert, aber es wird nie wirklich gruselig, weil eben alles sehr sachlich beschrieben ist – eben im Blick eines angehenden Mediziners.

Insgesamt fand ich die Story super aufgebaut, ich lief im Geiste aufgeregt mit James durch die Gassen und Labore und liebte die historischen Bezüge. Dazu fand ich den Einblick in die Zeit der frühen modernen Medizin, als Mediziner bzw. Chirurgen noch nicht die Halbgötter in Weiß waren, sondern den Metzgern näherstanden, unfassbar spannend.

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Ein spannender Kriminalroman mit feinem schwarzen Humor, einer für einen Krimi ungewöhnlichen Liebesgeschichte und einem faszinierenden historischen Setting. Vor dem Hintergrund der realen Ereignisse um die Leichenräuber Burke und Hare in Edingburgh im 19. Jahrhundert kreiert der Autor einen höchts unterhaltsamen Kriminalroman mit Noir und Romance Elementen. Gelungen!

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Ich habe nicht gedacht, dass mir dieses Buch so gut gefällt. Es war sehr spannend einen Einblick in die frühere Medizin zu erhalten. Auch war es so geschrieben, dass man dabei war, also man hatte das Gefühl, als wäre an mittendrin im Geschehenen.

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Mir hat das Zusammenspiel der Protagonisten und die Story wirklich sehr gut gefallen.
Die einzelnen humorvollen Szenen fand ich total toll und auch die sehr ernsten Dialoge haben hervorragend zu dem Buch gepasst.
Wie sich alles am Ende gefügt hat für die Charaktere fand ich auch sehr gut.😊
Die Szenen aus der medizinischen Sicht waren richtig gut geschrieben und man bekommt einen tollen Einblick in die damalige Zeit als Medizinstudent.
Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch des Autors.🥰

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Der Roman entpuppt sich als eine Mischung zwischen historischer Roman und einer Kriminalgeschichte. Ein junger Gentleman verlässt seine Familie, um sein Medizinstudium zu beginnen. Die Kapitel teilen den Roman gleichmäßig ein, die Schreibweise wurde der Zeit, in der der Roman spielt, angepasst und zugleich nicht als schwierig einzustufen. Für den Leser ist die Handlung einfach zu verfolgen und die Handlung äußerst spannend beschrieben worden. Ohne schwierige Fachbegriffe aus dem medizinischen Bereich gelingt es dem Autor dem Leser genau zu beschreiben, wie eine Arztausbildung zur damaligen Zeit üblich gewesen ist. Der Protagonist, ein junger Gentleman, trifft im Rahmen seiner Ausbildung auf den sogenannten Untergrund. Hier gerät er in ein moralisches Dilemma, da sogenannte Leichensektionen zu dieser Zeit eher als verpönt galten und es somit bloß wenige Spenden an die entsprechende Fakultät gab. So sieht sich der Protagonist mit der dunklen Seite seiner Ausbildung konfrontiert, dem Leichenraub. Der Leichenraub gilt im Rahmen der Handlung als alltäglich und nimmt so einen gewissen Fokus in der Handlung ein, um der Nachfrage der Medizinstudenten gerecht zu werden. Zugleich entsteht auch eine interessante Beziehung zwischen dem Protagonisten und einem jungen Mann, was der Handlung noch eine weitere Spannungskurve hinzufügt, da zu der Zeit, in der der Roman spielt, auch eine romantische Beziehung zwischen Männern als verpönt galt. Hier muss jedoch hinzugefügt werden, dass es in der Handlung des Buches einzig auf die in dem Roman beschriebenen Zeit zurückzuführen ist, dass diese Art der Beziehung nicht gebilligt wurde. Der Kriminalfall hingegen geschieht in der Handlung beinahe als eine Art Nebenstrang der Haupthandlung, sodass der Leser sich vollends auf die charakterliche Entwicklung des Protagonisten einstellen kann. Von einem Gentleman zu einem Ganoven, der die Welt nicht unbedingt so streng in Gut und Böse einteilt.

Zum Abschluss bleibt festzuhalten, dass das Buch den Leser in vielen Aspekten mit Überraschungen aufwartet. Das Ende erscheint abrupt, aber gibt dem Leser die vage Hoffnung auf eine Fortsetzung. Die entstehende Beziehung überrascht ebenfalls, jedoch mehr im positiven Sinne, da diese im Rahmen der Handlung sehr fortschrittlich wirkt.

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