Ein Historiker in Gaza
von Jean-Pierre Filiu
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Erscheinungstermin 30.10.2025 | Archivierungsdatum 08.01.2026
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Zum Inhalt
Ihr wolltet die Hölle, ihr werdet die Hölle bekommen.
So begann die israelische Armee nach den menschenverachtenden Anschlägen der Hamas vom 7. Oktober 2023 ihren Krieg gegen den Gazastreifen. Ein Krieg, der trotz seiner Gewalt, seiner Dauer und seiner globalen Auswirkungen hinter verschlossenen Türen stattfindet. Kein ausländischer Journalist oder Reporter hat Zugang zur palästinensischen Enklave. Unabhängige Berichterstattung aus Gaza scheint unmöglich.
Im Dezember 2024 gelang es Jean-Pierre Filiu, etwas mehr als einen Monat in den Gazastreifen zu reisen. Er kannte dieses Gebiet, seine Städte und Menschen, deren Sprache er spricht. Vor Ort wurde der Historiker zum Ermittler und setzt uns mit diesem Buch in Kenntnis über die Geschehnisse, wie er sie erlebte, und den täglichen Kampf der Menschen um Überleben und Würde. Vor dem, was in Gaza geschieht, dürfen wir unsere Augen nicht verschließen.
Ihr wolltet die Hölle, ihr werdet die Hölle bekommen. So begann die israelische Armee nach den menschenverachtenden Anschlägen der Hamas vom 7. Oktober 2023...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783751821018 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 186 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Renate S, Rezensent*in
Jean pierre Filiou schreibt als Historiker nicht im Nachhinein oder weit vom Geschehen entfernt, sondern ist selbst mittendrin. Dadurch erhält der Leser nicht nur genaue und gut belegte Informationen, lernt die Hintergründe kennen, vor allem aber wird man vom unfassbare Grauen und der Brutalität erschüttert. Man bleibt hilflos. Solche Bücher kann man man jedem Politiker unbedingt empfehlen
Rezensent*in 427080
schonungslos
Dieses Buch zeigt etwas, was lange nicht möglich war. Einen unabhängigen Blick in den Gaza und den Zuständen da.
Historiker Jean-Pierre Filiu war für etwas über einen Monat im Gaza. Er gelangte durch Ärzte ohne Grenzen dahin.
Das Buch ist keine unreflektierte Anklageschrift gegen Israel, aber neutral ist es auch nicht, denn der Autor sieht die Verheerungen und schlimmen Zustände deutlich. Und er stellt vieles auch in Zusammenhänge mit der Vergangenheit.
Er benennt auch klar die grausamen Taten der Hamas gegen die palästinische Bevölkerung.
Obwohl man sich bewusst ist, dass der Gazakrieg eine Katastrophe ist, sind viele Details doch erschreckend. Es ist ein schonungsloses Buch.
Rezensent*in 1863603
In seinem informativen wie erschütternde Bericht setzt Jean-Pierre Filiu sich detailliert mit dem Kriegsgeschehen Israels gegen Gaza auseinander. Er beschreibt die große, humanitäre Not der Bevölkerung in Gaza, die Grausamkeit, die diese durch israelischen Beschuss und ständige Evakuierungsaufforderungen durch Israel erleben sowie die Unermessliche Zerstörung. Es darf nicht verschwiegen bleiben, dass ein gewisses Maß an Verbitterung im Report mitschwingt, jedoch wird klar, welch unermesslich Verbrechen, insbesondere an der Zivilbevölkerung in Gaza verübt wird.
Ein sehr interessant, geschriebenes Buch, dass sich doch mehr wie ein Tagebuch des Grauens liest.
Rezensent*in 1513301
Israel verbietet der internationalen Presse den Zutritt in den Gazastreifen, und verhindert somit auch eine unabhängige Berichtserstattung. Aus diesem Grund beschließt der französische Historiker Jean-Pierre Filiu im Dezember 2024 für einen Monat mit der Hilfsorganisation Ärzte Ohne Grenzen das Gebiet zu besuchen. „Ein Historiker in Gaza“ ist sein Bericht seiner Erfahrungen und Eindrücke.
Filiu war schon zuvor mehrere Male in Gaza gewesen und vergleicht das Bild der Zerstörung, das sich ihm dieses Mal bietet, mit seinen Erinnerungen. Er beschreibt das unendliche Leid, dem er begegnet und klagt die dafür Verantwortlichen an: Israel, die Hamas und die Welt, deren Aufschrei ausgeblieben ist oder zumindest viel zu leise ausgefallen ist.
„Ein Historiker in Gaza“ muss nicht zwingend politisch gelesen werden – zumindest dann nicht, wenn Politik als Parteinahme entweder für die israelische Politik oder die der Hamas gesehen wird. Hier geht es ausschließlich um die Menschen, die in Gaza leiden und sterben. Die frieren und hungern und kein sauberes Wasser haben und unter katastrophalen Bedingungen (über)leben.
Es ist ein Buch über das Jetzt im Gazastreifen; die Geschichte Gazas und Palästinas wird nicht ausführlich erklärt. Zwar bettet Filiu seine Beobachtungen immer wieder in politische Erklärungen ein, was zu einem besseren Verständnis der Umstände führt, aber es wird definitiv auch Wissen vorausgesetzt. Ich zumindest musste immer mal wieder Wikipedia befragen.
Vor allem in Deutschland ist der Krieg im Gazastreifen ein sehr emotionales Thema. Oft habe ich das Gefühl, dass es deshalb ausgeklammert wird. Dass das möglich ist, ist ein riesiges Privileg. Jean-Pierre Filiu hat es jedoch geschafft, ein Buch der Menschlichkeit zu schreiben, das von allen gelesen werden kann – und sollte.
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