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Einstein im Bade
von Daniel Mellem
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Erscheinungstermin 09.02.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
In Bad Nauheim führt Direktor Kleeberger sein Hotel Rastender Kranich seit Jahrzehnten als Refugium vor den Turbulenzen der Zeit. Die Ruhe droht gestört zu werden, als im Jahr 1920 im beschaulichen Kurort die Versammlung Deutscher Naturforscher mit über zweitausend Teilnehmenden ansteht. Die neue Relativitätstheorie hat die wissenschaftliche Gemeinde gespalten, und die beiden ärgsten Kontrahenten Albert Einstein und Philipp Lenard sind ausgerechnet im Rastenden Kranich einquartiert.
Kleeberger wittert eine Chance: Wäre es nicht die beste Werbung für sein veraltetes Hotel, wenn er den Streit dort schlichten würde? Doch hinter fachlichen Differenzen lauern ungeahnte Abgründe, und der Tee, der im Rastenden Kranich einst Bismarck in den Schlaf wiegte, wird kaum ausreichen, um die Gemüter zu besänftigen. Zwischen Schlichtungsversuchen und dem Bemühen, es allen Gästen recht zu machen, entgleitet Kleeberger nach und nach die Kontrolle über sein Hotel.
Mit Humor und erzählerischer Leichtigkeit lässt Daniel Mellem in einem ruheversprechenden Hotel Stammgäste und bedeutende Wissenschaftler aufeinanderprallen. Schnappen Sie sich ein Handtuch, und versuchen Sie, gemeinsam mit Einstein im Badehaus 3 zu entspannen!
In Bad Nauheim führt Direktor Kleeberger sein Hotel Rastender Kranich seit Jahrzehnten als Refugium vor den Turbulenzen der Zeit. Die Ruhe droht gestört zu werden, als im Jahr 1920 im beschaulichen...
Eine Anmerkung des Verlags
Wir bitten Sie die Sperrfrist für Rezensionen bis am 09.02.2026 einzuhalten.
Vorab-Besprechungen
»Zerstrittene Genies, eigensinnige Gäste und ein Hoteldirektor in Nöten – sensationell!« Kristof Magnusson
»Zerstrittene Genies, eigensinnige Gäste und ein Hoteldirektor in Nöten – sensationell!« Kristof Magnusson
Marketing-Plan
- Spitzentitel
- Presse-Schwerpunkt
- Lesereise
- Gebuchte Anzeigen AGM, Buchmedia und BW9
- Empfehlungstitel LG Buch
- Spitzentitel
- Presse-Schwerpunkt
- Lesereise
- Gebuchte Anzeigen AGM, Buchmedia und BW9
- Empfehlungstitel LG Buch
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783036950877 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
| SEITEN | 272 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein unterhaltsamer, charmant erzählter Roman, der historische Figuren mit viel Witz und Feingefühl aufeinandertreffen lässt. Die Atmosphäre des alten Kurhotels ist wunderbar eingefangen, und Kleebergers Bemühungen, Ordnung ins Chaos zu bringen, machen großen Spaß. Ein leichtfüßiges, kluges Lesevergnügen, das Geschichte und Humor perfekt verbindet.
Rezensent*in 715926
Interessant und unterhaltsam
Ein Buch mit Bezug zu realen Ereignissen
Das Treffen deutscher Naturforscher in dem beschaulichen Kurort Bad Nauheim im Jahr 1920 ist für den Direktor des Hotels Rastender Kranich eine Chance, sein Hotel in aller Munde wiederzufinden. Im Streit rund um die Relativitätstheorie von Albert Einstein, nimmt der Hoteldirekttor sich vor, die Kontrahenten Einstein und Philipp Lenard zu versöhnen, zumindest aber zu schlichten. So hofft er auf den besseren Stand seines in die Jahre gekommenen Hotels. Es geht turbulent zu in dem sonst für seine Ruhe bekannten und beliebten Erholungsort. Wir begegnen neben den Wissenschaftlern auch den Stammgästen mit ihren Macken. Und die Badeanstalten spielen eine nicht unwichtige Rolle in seinen Bemühungen.
Das Buch aus mir ausgesprochen gut gefallen. Das Treffen von rund 2000 Naturwissenschaftlerin hat tatsächlich stattgefunden und auch der Zwist um die Einsteinsche Relativitätstheorie ist real. Die Geschichte rund um den authentisch dargestellten Zeitgeist ist unterhaltsam und interessant aufgebaut. Die Örtlichkeiten in Bad Nauheim scheinen mir ebenfalls realistisch beschrieben. Mit seinem humorvollen Erzählstil und einer beeindruckenden Leichtigkeit hat der Autor mich überzeugen können. Gerne habe ich das Buch vorab gelesen und empfehle ihn Lesern, die an einem unterhaltsamen Buch mit historischem Bezug interessiert sind.
Simone F, Rezensent*in
Als Naturwissenschaftlerin hat die Ausgangslage dieses Buch sofort mein Interesse geweckt: Die historische Bad-Nauheim-Debatte zwischen Albert Einstein und Philipp Lenard vom 23. September 1920 im Rahmen der Versammlung der Deutschen Naturforscher bietet die Grundlage für eine fiktive Geschichte, erzählt aus der Sicht des Chefs des „Rastenden Kranichs“, eines bereits in die Jahre gekommenen Hotels, in dem neben den beiden Kontrahenten noch weitere Wissenschaftler untergekommen sind. Der „Rastende Kranich“ kann mit den modernen Hotels am Ort technisch nicht mithalten und sieht sich vor allem der Ruhe und dem Stil der alten Zeit verpflichtet, so dass Direktor Kleeberger mit sinkenden Buchungszahlen zu kämpfen hat. Da er sich dadurch Reklame für sein Haus verspricht, nimmt er sich vor, zwischen Einstein und Lenard zu vermitteln und diese dazu zu bringen, ihren seit längerem öffentlich ausgetragenen Streit beizulegen. Eher zweifelhafte Hilfe bekommt er hierbei vom langjährigen Stammgast Madame Hunderbrock, die ebenso exzentrisch wie scharfzüngig ist und für herrliche Momente sorgt.
Den Bemühungen Kleebergs zu folgen, hat mir beim Lesen großen Spaß gemacht: Kleeberger klammert sich an den alten Zeiten, in denen sein Hotel zu den ersten am Platz gehörte, fest, und übersieht die Zeichen des Niedergangs. Er verschließt die Augen vor der Beschwerden der Gäste über Küche und Zimmer, die er als Schrullen abtut. Das wirkt gleichzeitig rührend, traurig und unfreiwillig komisch. Geradezu Slapstick-Charakter haben die denkwürdigen Szenen im Badehaus 3, die ich mir ganz wunderbar bildlich vorstellen konnte. Wenn Kleeberger sich als Laie herausnimmt, mit den Nobelpreisträgern Einstein und Lenard über Physik zu debattierten, ertappte ich mich teilweise dabei, etwas Fremdscham für ihn zu empfinden. Aber möglicherweise war damals Physik noch etwas, was als allgemein greifbar und verständlich empfunden wurde. Heute würde sich wohl kein Laie mehr anmaßen, mit einem Nobelpreisträger in Physik fachlich diskutieren zu können.
Während der Dispute zwischen Lenard und Einstein wird klar, wie sehr in der wissenschaftlichen Grundsatzdiskussion zwischen klassischer Physik und Relativitätstheorie auch politische und rassenideologische Aspekte eine Rolle spielen. Die Wissenschaftswelt ist gespalten, ergreift Partei für die eine oder andere Seite. Philipp Lenard, Johannes Stark und ihre Anhänger treten vehement für eine „Deutsche Physik“ ein und wehrten sich entschieden gegen „jüdische“ Einflüsse. Kleeberger gerät zwischen die Fronten und in ihm reift eine wichtige Erkenntnis, die auch ein Appell an jeden Einzelnen verstanden werden kann. Damit ist „Einstein im Bade“ nicht nur ein sehr gelungener Roman, der mit feinem Humor Historisches und Fiktion vermischt, sondern besitzt auch eine sehr ernste, nachdenkliche Komponente, die leider aktueller denn je ist.
Ganz klare Leseempfehlung!
Simone S, Buchhändler*in
Sehr hübsche Geschichte in einem sprachlich angepassten Deutsch.
Inhaltlich interessant. Mittelteil zieht sich ein wenig dahin, aber alles in allem sehr gelungen.
Renate S, Rezensent*in
Daniel Müller lässt in der ersten Person den Hoteldirektor Kleeberger aus Bad Nauheim von der bewegtesten Woche seines Lebens berichten. Seit vielen Jahren führt er das Hotel zum Rattenfänger Kranich als Refugium der Ruhe und Beständigkeit. 1920 aber ist eine Versammlung der deutschen Naturforscher mit über 2000 Teilnehmern angesagt und ausgerechnet die Kontrahenten Einstein und Lennard logieren in seinem Haus. Aber das ist noch lange nicht alles.
Das Buch ist leicht, sehr humorvoll geschrieben, behandelt aber nicht nur die Relativitätstheorie, sondern durchaus ernste Themen wie Veränderungen, Zukunft, Antisemitismus auf differenzierte Weise. Viele Vorurteile kommen zur Sprache. Mir hat es imponiert
Physik hat mir in der Schule nie Spaß gemacht, der Roman "Einstein im Bade" von Daniel Mellem dagegen schon!
Es war einmal in Bad Nauheim, dem Kurort im Wetteraukreis. Dort führt seit Generationen Familie Kleeberger das Hotel Zum rastenden Kranich. Es ist beschaulich dort, das Hotel ist in die Zeit gekommen. Die Gästezahlen lassen spürbar nach. Doch dann findet in Bad Nauheim die Versammlung Deutscher Naturforscher mit über zweitausend Teilnehmenden statt. Alle Hotels müssen unentgeltlich Gäste aufnehmen. Unter anderen Gästen werden im Rastenden Kranich sowohl Albert Einstein als auch sein Konkurrent Philipp Lenard einquartiert. Kleeberger sieht als seine Aufgabe und Chance, den Streit zwischen den beiden zu schlichten. Seine Stammgäste darf er dabei natürlich nicht vernachlässigen.
Kleeberger ist schon ein besonderer Typ! In seinem Eifer um den Ruf seines Hotels als Oase der Ruhe stolpert er von einem Missgeschick in das nächste. Teilweise richtig komisch lässt uns der Autor an seinen Bemühungen teilhaben. Nebenbei erfahren wir auch einiges über das bisherige Leben des jetzt 68-jährigen Kleeberger. Seine Versuche, es allen recht zu machen sind wirklich gut beschrieben. Dazu bedient ich der Autor einer Sprache, die genauso aus der Zeit gefallen ist wie Kleeberger und sein Hotel. Er geht nicht durch das Foyer, nein ergeht durch das Vestibül! Allein diese Sprache macht den Roman zum Lesevergnügen! Dazu lernt nicht nur Kleeberger einiges über die Realivitätstheorie.
Den Kongress der Physiker hat es tatsächlich gegeben, die Handlung um die Personen ist Fiktion. Mir hat der Roman Spaß gemacht!
Eine Leseempfehlung auch für Nichtphysiker und 5 Sterne gibt es von mir für diesen unterhaltsamen Roman!
Rezensent*in 658031
Einstein im Bade ist aus Sicht eines Hoteldirektors geschrieben, dessen Hotel im Schatten der großen Häuser in Bad Nauheim steht. Das mag am Namen liegen, der nicht gerade ein Grandhotel verspricht, oder auch daran das andere Häuser glamourösen sind. Nun gibt es aber eine Woche in der berühmte Wissenschaftler wie Einstein bei ihm zu Gast sind und von dieser Woche erzählt er uns.
Mit viel Humor berichtet er von den Eigenheiten seiner Gäste und gleichzeitig auch von der Geschichte seines Hauses. Die Sprache des Romans ist humorvoll und obwohl es keine spannende Geschichte gibt, schafft es der Autor uns mitzureißen, denn seine großartigen Figuren sprechen für sich selbst und machen dieses Buch zu einem reinen Lesevergnügen.
Ein wunderbarer Ausflug in die Welt von vor einhundert Jahren.
Rezensent*in 861419
Raffiniert konstruiert und sehr unterhaltsam;
Der Einstieg ins Buch ist gelungen und die Perspektive auf das Geschehen ist gut gewählt. Der Hoteldirektor Kleeberger berichtet über die Tage der Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher im Jahr 1920 und da er ein Laie ist, braucht auch der Leser durch diese Perspektive keine speziellen Kenntnisse über Physik. Durch die verschiedenen Hotelgäste und ihre Probleme, Gespräche, usw. schildert der Autor die berühmte Kontroverse. Der etwas verschrobene Hoteldirektor versucht auf unbeholfene Art und Weise zu vermitteln. Dadurch wird die Geschichte sehr unterhaltsam, aber auf eine sehr angenehme, niveauvolle Weise. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, es werden einige Wörter und Begriffe eingewoben, die einen sofort in die Erzählzeit transportieren. Das Setting im Kurort Bad Nauheim entspricht der Geschichte, ist vom Autor aber auch genial umgesetzt, da durch die Badehausepisoden schöne Unterhaltung entsteht. Mir hat sehr gut gefallen, wie der Autor durch die Augen des Hoteldirektors die politische Lage und den Zeitgeist darstellt. Die Kontroverse zwischen Einstein und Lenard über die Relativitätstheorie wird dadurch sehr unterhaltsam und anschaulich erzählt, man bekommt ganz nebenbei Wissen vermittelt. Auch die verschiedenen Unterstützer kommen zu Wort und die damalige Spaltung der Wissenschaftler wird nachvollziehbar. Das Ende hat mir durch einen hoffnungsvollen Ausblick ebenfalls sehr gut gefallen, diese Woche hat den Hoteldirektor verändert und es bahnen sich einige Änderungen an. Eine Fortsetzung wäre schön!
Ulrike B, Buchhändler*in
Die führenden Physiker treffen 1920 für einen Kongress im beschaulichen Bad Nauheim ein, und es treffen nicht nur unterschiedliche wissenschaftliche Theorien, sondern auch unterschiedliche Charaktere mit verschiedenen politischen Einstellungen aufeinander.
Die Leser werden mit wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit physikalischen Themen bekannt gemacht - zum Beispiel der (erfolglosen) Suche nach dem Stoff „Äther“ oder Einsteins Relativitätstheorie. Erzählt wird das Ganze aus der Perspektive eines Hoteldirektors im fortgeschrittenen Alter – genau wie das Hotel, das er leitet, ist fraglich, ob er den Anforderungen seiner Zeit noch gewachsen ist.
Die Anklänge an „Best Exotic Marigold Hotel“ funktionieren meines Erachtens dabei leider nicht so wirklich, da die Erzählstimme zwar manchmal gelungen humorvoll, öfter aber umständlich-dröge daherkommt.
Buchhändler*in 1181627
Einfach ein tolles Buch! Mit seinem Erzählstil schafft der Autor es die damaligen Zeit und den Charakter der Hauptperson besonders nahe zu bringen.
Rezensent*in 1259525
Sehr empfehlenswerte Geschichte
Die Geschichte spielt in Bad Nauheim. Dort führt Direktor Kleeberger sein Hotel Rastender Kranich seit Jahrzehnten als Refugium vor den Turbulenzen der Zeit. Im Jahr 1920 findet im beschaulichen Kurort die Versammlung Deutscher Naturforscher mit über zweitausend Teilnehmenden Personen statt. Die Relativitätstheorie hat die wissenschaftliche Gemeinde gespalten, und seitdem sind Albert Einstein und Philipp Lenard die ärgsten Kontrahenten und sind ausgerechnet beide im Rastenden Kranich einquartiert.Kleeberger möchte gerne den Streit im Hotel schlichten. Doch hinter den fachlichen Differenzen befinden sich ungeahnte Abgründe und zwischen Schlichtungsversuchen und dem Bemühen, es allen Gästen recht zu machen, entgleitet Kleeberger nach und nach die Kontrolle über sein Hotel.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und nebenbei habe ich auch wieder etwas gelernt. Deshalb vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Gedankenfluss mit Einstein als Symbolfigur - sprachlich klug/experimentell, jedoch wenig Handlung und eher ein Geschehen zwischen den Zeilen.
Die historischen Ereignisse rund um die Tagung der Naturforscher 1920 in Bad Nauheim mit dem Aufeinandertreffen der zerstrittenen Nobelpreisträger Lenard und Einstein vor dem Hintergrund der politischen Veränderungen ist ganz sicher wichtig und erzählenswert - hätte mich, wie viele andere auch, aber vermutlich kein bisschen interessiert.
Die Geschichte, die Hoteldirektor Kleeberger mir erzählt, handelt von Veränderung, Wahrnehmung und dem Mut, sein Verhalten und Entscheidungen auf diese Erkenntnis auszurichten. Es ist eine Sozialstudie einer in der Veränderung begriffenen Zeit und die ganz individuelle Entwicklungsgeschichte des äußerst liebenswürdigen Herrn Direktor.
In der dritten Generation ist das Hotel zum rastenden Kranich nun im Familienbesitz und hat eine schillernde Vergangenheit hinter sich. Kehrte sogar Fürst Bismarck dereinst zum Tee ein und hielt, ob der himmlischen Ruhe, die diesen Ort seit jeher auszeichnet, dort seinen Mittagsschlaf. Der Herr Direktor weiss zahlreiche bezaubernde Histörchen zu erzählen und verschafft uns dadurch einen Eindruck von der frühen Bäderzeit. Er beschönigt und verklärt so manches und wird im Laufe der erzählten siebenTage durch eine Reihe von kleinen Verkettungen zunehmend aufmerksamer den Realitäten gegenüber. Das Hotel ist in die Jahre gekommen, und Ruhe und Beständigkeit scheinen als Werte nicht mehr zu genügen. Direktor Kleeberger muss sich peu a peu den Realitäten stellen. Er hadert, prüft und muss erkennen, dass das Hotel den Anforderungen der Zukunft nicht wird standhalten können. Um die Auslastung zeitnah wieder zu erhöhen und nicht noch weiteres Personal zu verlieren, muss er, der sich Reklame immer verweigert hat, überregional bekannt werden.
Und so spinnt er die Idee, diese beiden völlig zerstrittenen Nobelpreisträger, die zufällig bei ihm logieren, zusammen zu bringen und den Streit zu schlichten. Die Presse würde ob des erstaunlichen Vorganges gewiss den Ort der Schlichtung benennen und er hätte seine gewünschten Bekanntheit....
Ich habe mir von Direktor Kleeberger sehr gerne seine Geschichte erzählen lassen und habe ihn mit seiner Naivität schnell in mein Herz geschlossen. Ein bisschen seltsam war es mir jedoch, wie sehr er sich in diesen Schlichtungsversuch verbeisst, ohne Mandat oder inhaltliche Expertise. Eine Hartnäckigkeit, die ansonsten zu seinem Dienstleistungsgedanken nicht so Recht passt. Aber da kann ich wirklich gut drüber hinwegsehen, habe ich doch unverhofft und ohne Anstrengung so viel über Physik und die Relativitätstheorie gelernt!
Große Leseempfehlung!!
Rezensent*in 1863603
Ein Wort gewaltiges Werk über einen Konflikt zwischen zwei Physikern und das Bestreben und scheiterneines Hoteldirektors, die Ruhe in seinem Etablissement wiederherzustellen.
Aus der Perspektive Kleebergers, seines Zeichens Direktor des in Jahre kommenden Kurhotels, Zum rastenden Kranich, welches er noch sehr jung von seinem Früh verstorbenen Vater übernommen hat, berichtet dieses Buch die Geschehnisse in der Zeit, aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in der die berühmtesten Wissenschaftler war, insbesondere Physiker des vergangenen Jahrhunderts in Bad Nauheim Weilten. Kleeberger, seines Zeichens bekannt dafür, alles zu tun, um die Ruhe, für die sein Etablissement bekannt ist, zu waren, scheitert jedoch an einem Konflikt der Herrn Einstein und Lenard. Mit immer mehr versuchen, diesen Konflikt als Schiedsrichter lösen zu können, schafft er nur noch mehr Verwirrung.
In sehr mondäner Sprache, ist dieses Buch, aus der ich Erzähler Perspektive Klebers verfasst und schaffte es trotz der etwas altertümlichen Sprache, mich direkt in sein Band zu ziehen.
Bianka B, Journalist*in
„Einstein im Bade“ gehört zu jenen Romanen, die geschrieben beinahe zu konstruiert klingen – ein Kurhotel, Einstein, Relativitätstheorie – und funktionieren dann erstaunlich gut, weil sie das Ganze mit einem Augenzwinkern erzählen. Man bekommt keine schwere Wissenschaftsprosa. Stattdessen bietet der Roman eine kluge, unterhaltsame Geschichte über Menschen, Eitelkeiten und die Frage, wie jemand in einer unruhigen Zeit an der Vorstellung von Ordnung festhält.
Der Roman spielt im Kurhotel „Rastender Kranich“ in Bad Nauheim im Jahr 1920. Direktor Kleeberger stellt das Haus als Rückzugsort vor dem lauten Außenbereich dar. Genau dieser Ort soll nun Schauplatz eines Großereignisses sein: Tausende Gäste und prominente Vertreter der Relativitätsdebatte kommen zur Versammlung Deutscher Naturforscher. Albert Einstein bildet den schillernden Mittelpunkt, seine erbitterten Gegner begleiten ihn.
Mellem präsentiert diese Konstellation mit spürbarer Freude an Figuren sowie Dialogen: Der ehrgeizige Hoteldirektor schwankt zwischen wirtschaftlichem Kalkül und nervlicher Überforderung. Stammgäste sehen ihre gewohnte Kuridylle gegen ein Wissenschaftsspektakel getauscht. Wissenschaftler tragen ihre akademischen Konflikte plötzlich im Kurpark aber auch Speisesaal aus. Besonders reizvoll erscheint, wie der Roman das große Thema Wissenschaftsgeschichte im Kleinen spiegelt – in Missverständnissen, verletzten Egos und stillen Momenten im Baderaum oder auf den Fluren.
Wer einen stark auf Physik fokussierten Roman erwartet, erlebt wahrscheinlich eine Überraschung: Die Relativitätstheorie bildet hier eher Hintergrundrauschen außerdem Konfliktauslöser als eigentlichen Gegenstand einer ausführlichen Erklärung. Der Fokus liegt klar auf Atmosphäre, Figurenbeobachtung und der Frage, wie ein Kurort zur Projektionsfläche für Fortschrittsbegeisterung als auch Fortschrittsangst dienen kann. Das macht den Roman auch für Leser attraktiv, die mit Naturwissenschaften wenig anfangen, aber Freude an historischer Kulisse und feinem Humor haben.
Dabei nimmt sich „Einstein im Bade“ genügend Zeit für leisere Töne: Hinter der Komik eines überforderten Hotels steckt immer auch eine Melancholie darüber, wie sich die Umgebung nach dem Krieg verändert hat und wie brüchig die Vorstellung von „Ruhe“ ist. Die Mischung aus historischen Anspielungen und fiktiven Elementen bleibt leichtfüßig und wirkt nicht beliebig. Man merkt dem Text an, er nimmt seine Figuren ernst, auch wenn er sie in manchmal wunderbar absurde Situationen schickt.
Insgesamt ist „Einstein im Bade“ ein atmosphärischer, stellenweise sehr amüsanter historischer Roman. Er erzählt Wissenschaftsgeschichte durch die Hintertür – über einen Kurort, ein Hotel am Limit und die Menschen, die plötzlich im Zentrum einer Debatte landen, die größer ist als ihr eigenes Leben. Wer Lust auf einen klugen, gut lesbaren Roman mit historischem Setting, feinem Witz und einem nicht ganz alltäglichen Blick auf Einstein und seine Zeitgenossen hat, liegt hier richtig.
Rezensent*in 1868258
Bad Nauheim 1920: Hoteldirektor Kleeberger ist stolz auf den Ruf seines Hotels "Rastender Kranich", dessen Aushängeschild die Garantie der absoluten Ruhe und Erholung für die Gäste in den turbulenten Zeiten nach dem ersten Weltkrieg ist. Doch das Hotel ist in die Jahre gekommen und die Belegungszahlen sind auch nicht mehr so wie einst. Als die Versammlung Deutscher Naturforscher mit einer Vielzahl renommierter Wissenschaftler ansteht, wittert Kleeberger die Chance, sein Hotel wieder in die Schlagzeilen zu bringen. Denn ausgerechnet die beiden größten Konkurrenten Albert Einstein und Philip Lenard, zwischen denen ein erbitterter Streit herrscht, sind Gäste des Rastenden Kranichs und der Direktor hat es sich in den Kopf gesetzt, eben diesen Streit zu schlichten. Doch leider entwickeln sich die Dinge für Kleeberger anders als geplant.
Dieser Hoteldirektor Kleeberger, aus dessen Sicht diese tragikomische Geschichte erzählt wird, hat mein Herz im Sturm erobert. Liebenswürdig und hingebungsvoll widmet er sich seinen Aufgaben, es allen Gästen so angenehm wie möglich zu machen und muss dabei mit allerlei unvorhergesehenen kleineren und größeren Katastrophen zurechtkommen. Mit viel Humor und Witz und einer gewissen Eleganz lässt @danielmellem seinen Protagonisten durch die Geschehnisse wirbeln. So manches Mal kam es mir vor, als wäre ich in einem alten Louis de Funès Film geraten. Eine herrlich komische und zugleich liebenswert kluge Geschichte mit durchaus ernstem politischen und menschlichen Hintergrund, die den Lesenden ganz nebenbei auch noch einige physikalische Grundkenntnisse im historischen Kontext zukommen lässt.
Große Leseempfehlung!
Im Jahr 1920 steht Bad Nauheim im Zeichen der Versammlung Deutscher Naturforscher. Über zweitausend Wissenschaftler reisen an – darunter Albert Einstein und sein schärfster Kontrahent Philipp Lenard. Ausgerechnet im traditionsreichen, etwas in die Jahre gekommenen Hotel „Rastender Kranich“ treffen die beiden aufeinander. Hoteldirektor Kleeberger wittert eine einmalige Gelegenheit für sein Haus – und verliert dabei zunehmend die Kontrolle über die Ereignisse.
Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich auch deshalb, weil mich der fachliche Hintergrund des Autors, den ich teile, neugierig gemacht hat. Besonders überzeugt hat mich jedoch die Atmosphäre: Der Roman fängt die Spannungen der Zeit ebenso ein wie die eigentümliche Mischung aus Kurort-Ruhe und wissenschaftlicher Aufbruchsstimmung. Zwischen Badehaus, Hotelflur und hitzigen Debatten entsteht ein lebendiges Bild einer Epoche im Umbruch.
Mit feinem Humor und erzählerischer Leichtigkeit verbindet Daniel Mellem historische Konstellation und literarische Freiheit. Die Figuren wirken plastisch, die Dialoge pointiert, und die wissenschaftlichen Kontroversen bleiben stets eingebettet in das menschliche Miteinander.
Ein klug komponierter, unterhaltsamer Roman, der historische Persönlichkeiten in einer dichten und zugleich augenzwinkernden Atmosphäre lebendig werden lässt – und mir sehr gut gefallen hat.
Michaela M, Buchhändler*in
Ich lieb es!
Obwohl es nicht sehr spannend ist. Und man nicht allzuviel über Physik erfährt (aber doch Grundzüge).
Warum also habe ich es so gern gelesen? Der Kniff sind die Sprache und die Perspektive: Erzählt wird die ganze Geschichte vom Hoteldirektor. Er ist im Jahre 1920 bereits 68 Jahre alt und seine altmodische, höfliche und charmante Art ist unwiderstehlich. Sein Leben lang im Umgang mit Gästen gewöhnt, Konversation zu betreiben, , umschifft er alle Peinlichkeiten und Ungeheuerlichkeiten sprachlich dermaßen elegant und souverän, dass es eine wahre Freude ist. Nie wird er ganz konkret im Vokabular, doch weiß man jederzeit detailliert Bescheid. Er ist Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle, gebildet und zuvorkommend , immer Herr der Lage…. um so herrlicher ist es, wenn er von seiner heimlichen Liebe erzählt, der er nie nachgegeben hat, da ihn sein Pflichtbewusstsein davon abhielt, Das Hotel ist sein Ein und Alles, und erst allmählich im Laufe der Geschichte entpuppt er sich auch als jemand, der Veränderungen scheut und Innovationen verhindert. Dieser Charakter ist in sich so stimmig, dass man seinem Monolog gerne lauscht, er nimmt den Leser für sich ein. Man erlebt hautnah mit, wie sein Leben in Schieflage gerät und freut sich von Herzen über die Art, wie er am Ende dem Chaos entgegentritt, seine Neutralität aufgibt und das tut, was ihm richtig erscheint.
Nebenbei bemerkt: es werden auch nicht wenige lustige Szenen geschildert, die gut in einen Film passen würden. Sehr amüsant!
Der Gewinn beim Lesen ist, einiges über die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und die Stimmungslage im Land zu erfahren. Über die politischen Lager, die gesellschaftlichen Diskussionen, über die herrschenden Konventionen. Über Einstein, vielleicht über sein Auftreten, über die inhaltlichen Differenzen der Wissenschaftler.
Eine leichte und unterhaltsame Lektüre für Sprachverliebte und Geschichtsinteressierte. Wer Action mag und Spannung braucht, um weiterzulesen, sollte zu etwas anderem greifen. Vielleicht eher etwas für ältere Generationen, denen diese Sprache nicht absurd, sondern elegant erscheint. Vielleicht aber auch für Jüngere, schließlich ist Jane Austen auch wieder modern mit nicht allzuviel Spannung und der Kunst der Konversation.
Jonah R, Rezensent*in
Ein kluges, witziges und überraschend zugängliches Buch, das auch ohne besonderes Interesse an Physik großen Spaß macht. Es weckt nicht nur Neugier auf das eine oder andere physikalische Phänomen, sondern regt auch zum Nachdenken über Zeit, Wissenschaft und deren Vereinnahmung durch menschenverachtende Ideologien, nationalistischen Wahn und Ignoranz an.
Dieses Kunststück gelingt Daniel Mellem vor allem durch seinen wunderbaren Protagonisten: den liebenswerten Hoteldirektor Kleeberger. Dieser versucht, seinem in die Jahre gekommenen Hotel zu neuem Glanz zu verhelfen, indem er während der in Bad Nauheim stattfindenden Physikerkonferenz 1920 die beiden erbitterten Kontrahenten Albert Einstein und Philipp Lenard zu einer symbolischen Versöhnung in seinem Hotel bewegen will. Ein herrlich aberwitziger Plan, der natürlich voller Hindernisse steckt und nur mithilfe der ebenso liebenswerten Hotelangestellten und einer schillernden Hotelgästin überhaupt eine Chance hat, zu gelingen.
Besonders in Erinnerung bleibt das Buch durch seine Sprache und seine Figuren. Die Erzählung ist stilistisch an die 1920er Jahre angelehnt und transportiert die Leser*innen unmittelbar in diese Zeit, wodurch eine dichte, besondere Atmosphäre entsteht. Die Figuren wachsen einem schnell ans Herz, und man hofft bis zuletzt, dass am Ende alles gut ausgeht – sowohl für den Ausgang des Schlichtungsgesprächs als auch für das Hotel selbst.
Ein warmherziger, intelligenter Roman voller Charme, Humor und kluger Gedanken.
Buchhändler*in 1931069
Unterhaltsam und intelligent geschrieben - „Einstein im Bade“ besticht durch die authentische Stimme seines Autors, der als Physiker nicht nur die fachliche Tiefe, sondern auch die Sprache der Epoche perfekt trifft. Er erzählt ein reales Ereignis der Physikgeschichte nuanciert und dennoch pointiert, ohne dabei an Unterhaltungswert zu verlieren. Dank der interessanten Charaktere wird das Buch zu einer ebenso lehrreichen wie kurzweiligen Lektüre
Ellen G, Buchhändler*in
Ein geniales Buch über die Relativitätstheorie, Rivalität und Intrigen. Die Geschichte führt uns nach Bad Nauheim in das Hotel "Rastende Kranich", wo Hoteldirektor Seeberger alles versucht, um sein Hotel am laufen zu halten. Als dann noch die Naturforscherversammlung im Ort stattfindet sieht er DIE Gelegenheit, sein runtergekommenes Haus zu retten. Denn was wäre bessere PR, als wenn er die Fede zwischen Einstein und Lenard schlichten könnte?
Ein Buch mit Tiefe, viel Humor und Physikwissen. Absolute Leseempfehlung
1920- in Bad Nauheim findet eine große Tagung deutscher Naturforscher und Wissenschaftler statt. Max Planck, Phillipp Lenard, der mit Albert Einstein im Dauerstreit liegt, stehen auf der Gästeliste. Hoteldirektor Kleeberg erhofft sich durch diese illustre Gesellschaft wieder steigende Besucherzahlen, denn er verschließt sich Modernisierungen und verharrt in veralteten Konventionen.
Für Humor, Schmunzeln, Augenzwinkern und Aufregung sorgt Madame Hunderbrock, ein Stammgast der besonderen Art.
Absolute Leseempfehlung, die ich sehr gerne an meine Kunden weitergebe.
Ach ja, Physik und ich, eine Hassliebe sondergleichen: Formeln und abstrakte Theorien, das alles hat mich meist ratlos als begeistert zurückgelassen. Einstein im Bade von Daniel Mellem ist der beste Beweis dafür, dass man keine Ahnung von Physik haben muss, um große Freude an einem Roman über Physiker zu haben.
Alles startet im Jahr 1920 im beschaulichen Bad Nauheim. Im altehrwürdigen Hotel „Zum rastenden Kranich“ will Direktor Kleeberger vor allem eines: Ruhe, Ordnung und Beständigkeit. Doch als ausgerechnet Albert Einstein und sein erbitterter Gegner Philipp Lenard unter seinem Dach einquartiert werden, ist es vorbei mit der Ruhe. Wissenschaftliche Kontroversen, politische Abgründe und persönliche Eitelkeiten prallen aufeinander, während Kleeberger verzweifelt versucht, sein Hotel als Oase der Ruhe zu retten.
Was war das toll. Mellem erzählt konsequent aus Kleebergers Perspektive, in einer Sprache, die ebenso aus der Zeit gefallen ist wie das Hotel selbst. Das ist manchmal einfach herrlich komisch, spitzzüngig aber immer treffsicher. Kleeberger ist eine Figur, die man gleichzeitig belächelt und bemitleidet: pedantisch, selbstgerecht, überfordert und herrlich sympathisch.
Neben all der leichten Komik schwingt aber auch etwas Dunkles mit: der aufkeimende Antisemitismus, die ideologische Aufladung der Wissenschaft und das politische Klima der Zeit, Mellem punktet hier vor allem durch seine überraschend leichte, elegante Schreibweise.
Was habe ich geschmunzelt. „Einstein im Bade“ ist klug, unterhaltsam, atmosphärisch – und ein echtes Vergnügen. Eine klare Leseempfehlung, auch (oder gerade) für alle, die mit Physik sonst auf Kriegsfuß stehen.
Buchhändler*in 1012428
Ein wunderbares Buch. Die Erzählweise hat mich entzückt. Der leise Humor und der darunter liegende Ernst hat mich begeistert.
Vielen Dank an den Autor!!!
Monika F, Buchhändler*in
Ein herrliche Geschichte mit Humor und einem wahren Kern
„Einstein im Bade“ – ist das nicht ein genialer Titel? Macht er Sie nicht neugierig? Bei mir hat es eindeutig geklappt. Und da hat es mich auch nicht abgeschreckt, dass der Autor Daniel Mellem ein promovierter Physiker ist.
„Einstein im Bade“ ist eine gelungene Mischung aus einem charmant, altmodisch erzähltem Hotel-Roman und einem wahren Kern. Die Geschichte spielt 1920 in dem Kurort Bad Nauheim. Vom 19. bis 25. September fand dort die 86. Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte statt. Und unter den Gästen waren Albert Einstein, über den gerade wegen seiner Relativitätstheorie sehr kontrovers diskutiert wurde, und einer seiner ärgsten Gegner Philipp Lenard. Dieser Teil der Geschichte ist wahr.
Dass diese beiden Physiker und einige weitere in dem Hotel „Rastender Kranich“ untergekommen sind, ist Fiktion.
Die Geschichte wird chronologisch aus der Sicht des Hoteldirektors Kleeberger erzählt. Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass das Hotel wie auch sein Direktor schon bessere Zeiten gesehen haben. Das Hotel ist altmodisch, und es fehlt ihm an einigen Neuerungen wie z.B. einem Aufzug, um überhaupt noch wettbewerbsfähig zu sein. Der Hoteldirektor geht nicht mit der Zeit, denn sein Hotel soll ein Ort der Ruhe sein. Doch ihm bleiben die Gäste weg, Und Reklame kommt für ihn grundsätzlich nicht in Frage.
Da kommt es ihm sehr gelegen, als er erfährt, dass ausgerechnet in seinem Hotel die beiden Physiker Albert Einstein und Philipp Lenard, die sich spinnefeind waren, ihre Zimmer bezogen haben. In Direktor Kleeberger reift ein Plan, wie er sein Hotel einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen kann, ohne dass er dafür Reklame machen muss.
Sein Plan: er lädt die beiden Gäste zu einem gemütlichen Umtrunk ein und vermittelt zwischen ihnen, so dass der Streit beigelegt wird.
Soweit der Plan. Natürlich kommt alles anders als geplant. Das Ganze entwickelt sich wie eine altmodische Theaterkomödie. Zimmer werden doppelt vergeben. Es gibt einen Rohrbruch, ein weiblicher Stammgast wandelt auf amourösen Pfaden. Und dann will auch noch seine obere Haushälterin kündigen, weil sie in dem Hotel keine Zukunft mehr sieht.
Ich fand die Geschichte einfach herrlich. Der Hoteldirektor, der sich immer weiter ins Chaos hinein manövriert, die Verwicklungen, die sich daraus ergeben. Und dann noch die tollen Nebenfiguren wie Madame Hunderbrock, die schon seit Jahren in dem Hotel absteigt, Fräulein Meisinger, die obere Haushälterin, und Herr Wegenthaler, der Portier. Und dazu dann noch der Streit zwischen den Physikern.
Das Buch ist gleichzeitig heiter und erzählt dabei von einem wahren Streit unter Wissenschaftlern, der später noch einen ganz üblen Nachgeschmack bekommt. Aber das ist eine ganz andere Geschichte!
Buchhändler*in 1739733
Diese reizende Geschichte ist aus der Perspektive des Hoteldirektors in einer schönen, sehr höflichen, sogar peniblen Sprache erzählt und ist voller lebhaft geschilderter Charaktere, sowohl realer als auch erfundener. Als das Buch zu Ende war, wollte ich unbedingt mehr Zeit mit ihnen verbringen – ein sicheres Zeichen für einen unterhaltsamen Roman.
Anja L, Buchhändler*in
Der Roman schlägt mühelos eine Brücke zwischen Fiktion und einer geschichtlich bedeutsamen Begegnung. Mit einem Augenzwinkern und viel Sinn für Humor werden wir von Hoteldirektor Kleeberger durch die Geschichte begleitet. Zwischen kauzigen Stammgästen, professioneller Freundlichkeit und physikalischen Erklärungen lesen wir vergnügt über die erstaunliche Entwicklung und lernen, dass das Hotel die beste Zeit hinter sich hat. Ob es für alle eine gute Lösung geben wird? Ein wunderbares Lesevergnügen!
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